Samstag, 30. Juni 2012

Einen zweiten Picasso

 ... habe ich in Angriff genommen. Das Portrait von Francoise Gilot habe ich zusammen mit den Kritzeleien in besagtem Bastelladen gekauft. Die Zeichnung faszinierte mich sehr. Ich traute mir allerdings nicht zu, das Portrait nachzuarbeiten, zu schlecht zeichne ich. Am Ende allerdings war es nicht so schwer.


Zu Beginn habe ich mit einem wasserlöslichen Stift die Umrisse des Gesichtes und der Haare gezeichnet. Dann habe ich mit dem Quiltfuß wieder frei gestickt bzw. gequiltet. Dabei enstand in der Mitte (da, wo das Gesicht ist) eine riesige Beule, die nur durch starkes Quilten beseitigt werden konnte. Im Folgenden habe ich Detailfotos. Manchmal hat die Arbeit was von "Wie lerne ich ein Gesicht zeichnen?" 


Zu Beginn habe ich die Umrisse  einer Art Ei mit stumpfen oberen Ende genäht. Mittig wurden dann die Augen und die Nase gesetzt. Die zwei verschiedenen Augen haben mich schon ein wenig irritiert.



Die Nase bekam viele Linien, die in den Augenbrauen endeten. Der Mund ist mir ganz gut gelungen, die Grübchen weniger gut.


Im unteren Teil sind die Haare ganz wild zerstrubbelt. Ich war so im "Malen", daß ich kaum aufhören wollte. Doch das wäre dann zu viel des Guten gewesen. Der Stoff war durch das enge Nähen ganz schön zusammen gezogen.  Da half nur, alles platt zu quilten. Zuerst habe ich Mäander gearbeitet, dann darüber senkrechte Linien, die die Zeichenstriche imitieren sollten. Und so habe ich schließendlich alles schön glatt bekommen.



Eigentlich wollte ich Euch noch die Vorlage zeigen, aber das Bild wird wiederholt nur im Querformat gezeigt. :-((.


Auch dieses will nicht so, wie ich es wollte. Hier seht Ihr die Rückseite ; auch sehr nett, oder?

Francoise Gilot war übrigens eine der vielen Musen Picassos. Sie lebte von 1943 - 1953 mit dem 40 Jahre älteren Picasso in Südfrankreich zusammen. Mit ihm hat sie zwei Kinder, darunter auch Paloma Picasso. Sie war selbst Künstlerin und schrieb auch ein Buch über ihre gemeinsamen Jahre mit Picasso, dessen Veröffentlichung dieser untersagen wollte. Ihm gefiel wohl nicht, daß sie seine Meinung zu Frauen nicht so wohlwollend zum Ausdruck brachte. Ihr brachte es das Verbot, ihre Kinder zu sehen und daß auf Druck von Picasso keine Galerie ihre Bilder ausstellen wollte. Tja, er mag ein genialer Künstler gewesen sein, aber ein Gentleman war er bestimmt nicht. Es gibt übrigens auch einen Film zum Buch. Jetzt, wo ich darüber schreibe, erinnere ich mich, ihn auch gesehen zu haben. An viel kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern.

Die Rückseite ist dieses Mal übrigens in Ordnung;-).

Eine schönen Sonntag wünscht Euch

Petruschka

Donnerstag, 28. Juni 2012

Welches Kunstwerk repräsentiert

... Picasso am besten? Ist es das unvollendete Bild eines Kindes im Harlekinkostüm, ist es die Frau im roten Sessel, ist es das Grauen von Guernica, sind es gar die kraftvollen Stierbilder, die er in seiner Zeit in Südfrankreich gemalt hat?  Im Gedächtnis sind wohl eher die eher anatomisch verdrehten Körper oder die wie von Kinderhand gemalten Bilder. Wenig bekannt sind die Skizzen und Kritzeleien und die vielen "normalen" Portraits; ja sogar Werbeplakate hat Picasso entworfen. Bei den beiden Besuchen im Picassomuseum war ich darüber auch mit meinem Kunstkollegen ins Gespräch gekommen. Am Ende stand die Erkenntnis, daß Picasso eben erst nach langen, von unterschiedlichen geprägten Künstlerjahren zu dieser Abstraktionsphase gekommen sei, die wiederum als Teil der individuellen Kunst Picassos zu verstehen sein müsse.
Doch zurück zu der Qual der Wahl, was nun im A 4 - Format umzusetzen sei.  Im Ergebnis einer Befragung ( mehrere Bildvorlagen standen zur Wahl) entschieden sich 100% der Befragten (die da meine jüngere Tochte und meine Lateinkollegin waren) für ein Gemälde mit einer Taube. Natürlich, die Friedenstaube. In Schwarz/Weiß wäre sie mir zu nüchten gewesen, also suchte und fand ich eine ansprechende Vorlage. Allerdings war die im Querformat.
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Der Regenbogen im Hintergrund verstärkt die Symbolik der Taube noch. Nach einer groben Skizze und der Suche nach geeigneten Stoffen habe ich die Streifen mit Vliesofix aufgebügelt.




Mit verschieden breiten, selbsthergestellten Schrägbändern simulierte ich die hellen Flächen zwischen den farbigen Streifen


.

Die Teile der Taube habe ich mit der Hand appliziert. Vorher habe ich sie auf das Papier geheftet. Dazu verwende ich immer Reste von Nähgarnen, deshalb ist hier auch mal ein blauer Faden zu sehen.


Die unter den Applikationen liegenden Teile habe ich weggeschnitten. Dafür habe ich jeweils ein etwas dickeres Vliesstück darunter gelegt und die schwarzen Umrisse gequiltet. Auch hier blieb das Vlies nur unter den  Teilen der Taube, alles andere habe ich weggeschnitten. Dadurch tritt die Taube schön plastisch hervor. Mehr wollte ich nicht machen, um nicht von der Taube abzulenken. Blieb also nur noch die Fertigstellung als Quilt.


Durch das Hochformat ist der Taubenkörper jetzt ein wenig gestreckter. Gefällt mir fast noch besser so.
Die Rückseite bekam natürlich auch noch ein Label.  Aber beim Schreiben war ich wohl sehr abgelenkt, denn ich machte einen groben Fehler. Keinen Rechtschreibfehler, nein, nein.


Aber ich war wohl schon gedanklich in den Ferien, die bei uns Mitte Juli beginnen. Den Fehler entdeckte ich allerdings erst beim Annähen des Bindings. Zudem habe ich nicht aufgepaßt und das Label ist oben und verkehrt herum.
Mal sehen, ob ich wenigstens das l in ein n verändern kann.

Im nächsten Post werde ich alle  AMC und  A 4 - Buchseiten zu den Künstlern zusammenstellen. Bis dahin genießt das Wetter, egal wie es auch sein mag.

Petruschka

Montag, 25. Juni 2012

Mein Garten ist mein Paradies

.... steht auf der AMC, die ich im monatlichen Tausch im Patchwork- und Quiltforum von Steffi bekam.

Einen Fingerhut hat sie gestickt und ich bin ganz verzaubert von dieser schönen Stickerei, die sie mit Seidenbändchen und normalem Stickgarn ausgeführt hat. Eine wunderschöne AMC, deren Reiz das Foto nicht im Entferntesten wiedergeben kann. Vielen Dank für diese AMC.

Neben anderen Kleinigkeiten, die ich hier nicht zeigen kann, da die zukünftigen Besitzer hier mitlesen, habe ich weitere AMC gewerkelt. Fasziniert von der Flechtechnik, mußte ich das folgende Muster ausprobieren.


Es hätte auch ganz gut zu Vasarely gepaßt, geht es hier doch auch um eine optische Täuschung. Obwohl das Muster auf nur 10 x 15 cm geflochten wurde, brauchte ich doch geschlagene 4 Stunden. Aber die Herstellung der Streifen ist schon ein wenig aufwendig und das Einflechten des letzten Streifens eine (für mich) intellektuelle Herausforderung. Aber ich habe nicht aufgegeben und wieder und wieder entflochten, so daß am Ende ich die Siegerin war.

Und dann habe ich es mir ein wenig einfacher gemacht.



Für diese AMC, die demnächst ein Geburtstagskind überraschen wird, wurden wieder einmal gelbe Streifen genäht. Dann  habe ich eine Vase appliziert, einige Zweige hineingequiltet und mit kleinen Streublumen und Perlen verziert. Eine Spitze am oberen Rand vervollständigt das Bild.

Vor zwei Jahren, als ich meine erste AMC nähte, hätte ich nicht gedacht, mal eine solch große Leidenschaft dafür entwickeln zu können. Aber es macht immer noch Spaß, neue Ideen zu entwickeln und auf das kleine Format zu bringen.

Nun liegt noch mein A4-Quilt vor mir. Wenn ich nur wüßte, welches Motiv ich nehme. Vier sind in die engere Wahl gekommen, aber jetzt muß eine Entscheidung her, sonst wird es nichts mehr mit der Fertigstellung bis Monatsende.

Gerade hat sich mal wieder die Sonne hervorgewagt. Eben noch kam ein gewaltiger Regenguß runter. Aber geben wir dem Sommer noch eine Chance, einer zu werden. Bis dahin laßt es Euch gut gehen.

Petruschka

Dienstag, 19. Juni 2012

Für zwei Geburtstagskinder

..., die beide am 12 Juni ihren Geburtstag feiern, habe ich Notizbücher genäht. Da das jüngere Tochterkind eingeladen war, war guter Rat teuer. Im letzten Jahr bekamen die Mädels alle Täschchen nach dem Tildaschnitt, gefüllt mit allem möglichen Mädchenkram. In diesem Jahr sollen es Notizbücher sein. Farbwünsche wurden erfragt und dann wurde genäht.


Hier wurden die Farben Türkis und Grün als Lieblingsfarben genannt. Da der Fertigstellungstermin ziemlich knapp gesetzt war, kam ein kompliziertes Muster nicht in Frage. Die fliegenden Gänse sind immer ein lohnendes Motiv und mit der schnellen Methode auch ziemlich schnell fertig.  Am Ende habe ich dann noch den Namen  appliziert. Eigentlich sollte noch eine Stiftehaltung integriert werden, aber dafür war dann keine Zeit mehr und mit dem Zuschnitt auch nicht mehr möglich. Es gab den Stift trotzdem noch dazu und ein kleines Päckchen Perlen. Der Notizbucheinband gefiel und das Notizbuch selber wird wohl als Skizzenbuch dienen. Denn wie mir die Tochter versicherte, könnte das Geburtstagskind hervorragend zeichnen. 



Das zweite Notizbuch will nur im Querformat herauskommen. Dann eben so. Die neue Besitzerin mag Türkis und Violett gern. Und da ich dafür ein wenig mehr Zeit hatte, ist es auch ein wenig aufwendiger gestaltet worden. Das Neunermuster ist durchgehend und damit auch auf der Rückseite zu sehen. Ein Stift, der ebenfalls als Geschenk ein gepackt wurde, kann hier gleich mitgenommen werden, denn ich habe zwei Schlaufen eingenäht. Dazu gab es noch ein paar kleine fertige Patchworkblöcke, wie zum Beispiel die drei verbleibenden fliegenden Gänse. Denn das Geburtstagskind macht in der Mode-AG der Schule mit und wird das Notizbuch als Ideenbuch verwenden.
Eine weitere Bestellung wurde auch schon abgegeben, allerdings ist der Geburtstag erst im September;-).

Am Wochenende fertig wurde auch die AMC für den monatlichen Tausch im Patchwork- und Quiltforum.
  

Hier habe ich wieder Blumen auf einen gelben streifigen Hintergrund appliziert. Im Moment gefällt mir diese Methode sehr und ich verwende sie desöfteren.

Das soll's schon gewesen sein für heute Abend. Spät ist es wieder geworden. Morgen schaue ich dann in Eure Blogs. Bis dahin liebe Grüße,

Petruschka

Freitag, 15. Juni 2012

Der Künstler des Monats

... heißt nicht K ___, nicht M ____ und auch nicht E ___. Es war schwer, den einen zu finden, den man dann auch in beiden Formaten umsetzen kann. Ein wenig unentschieden und ratlos war ich dann diese Woche im Bastelladen, wo ich mich bei den Künstlerkarten umsah und dann bei seinen Zeichnungen hängenblieb. Wie immer ein wenig naiv und eher nach Kinderzeichnung als nach großem Künstler aussehend, nahm ich die zwei Karten mit Werken von Picasso mit.
Für den monatlichen Tausch mit Klaudia und Ingrid habe ich als "Dessins/Drawings" bezeichnete Kritzeleien auf den Stoff gebracht. Von den sechs auf der Postkarte abgebildeten habe ich mich für zwei freundliche Gesichter entschieden. Sie sehen eben aus wie Kritzelein, die man so nebenbei in weniger interessanten Versammlungen oder bei längeren Telefongesprächen zeichnen würde, wenn man ein wenig Talent hat. Ich bin da eher talentfrei und deshalb habe ich in der Oberstufe ja auch Musik gewählt, was aber nicht heißt, das ich singen könnte. Für den Hausgebrauch und die Fahrt im Auto reicht es.
Jedenfalls habe ich die Kritzeleien mit dem Geradstich der Nähmaschine und buntem Stickgarn genäht. Die Striche habe ich 4-5 Mal "nachgezeichnet". Sie kommen den Originalen doch ziemlich nahe.
Für Klaudia habe ich neben den Stickereien noch die Wangen appliziert. Schaut er oder sie nicht schelmisch drein?

Ganz tief in die Spitzenkiste und die mit altem Leinen hat sie bei ihrer Juni-AMC gegriffen und sie wunderschön mit Knöpfen in Szene gesetzt. Die AMC sieht klasse aus; das Foto kann es gar nicht richtig wiedergeben.


Eher eckig, aber nicht weniger freundlich ist das Gesicht, das ich für Ingrid gemalt habe.
Ingrid hat mir in diesem Monat eine romantische Rosenkarte gewerkelt. In ihrem Garten blühen sie schon, wie man auf ihrem Blog sehen kann. Für Ingrid ist der Juni der Rosenmonat und so hat sie mir einige davon zum Geschenk gemacht.
Und hier noch einmal beide Picasso-AMC vereint.
Nun habe ich auch schon das Motiv für die Buchseite. Nichts, was ich bei meinem zweimaligen Besuch des Picasso-Museums in Paris gesehen habe , sondern genau wie die AMC - Motive eher etwas für Picasso Ungewöhnliches. Und ich übe mich wieder in einer neuen Nähweise. Ihr dürft gespannt sein.
Ein weiteres Siggy ist bei mir angekommen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, fällt mir in diesem Zusammenhang ein, denn die große Begeisterung, die man allenthalben auf den Blogs sah, ist abgeflaut. Aber zum Glück finden sich immer mal neue Begeisterte, mit denen ich dann tauschen kann.
Der Stoff wie das Motiv passen doch prima zu unserem Hobby und deshalb gefällt mir das Siggy gut.
Wenn ich am Anfang des Posts von einem "Bastelladen" gesprochen habe, ist das arg untertrieben. Da ja in Weimar die Bauhaus-Universität Studenten in allen möglichen Fakultäten ausbildet, hat sich dieser Laden auf alle möglichen Artikel für die Architekturstudenten spezialisiert. Vom einfachen Pinsel über spezielle Nägel, Papier in allen denkbaren Qualitäten, Farben, Stiften ... bieten sie auch ausgewählte Stoffe, Wolle und Nähutensilien an. Nicht alles preiswert, aber ich schaue immer mal wieder rein.
So, das soll's für heute gewesen sein. Heute Abend wird mal wieder ferngesehen und dabei gequiltet. Zu lange wartet der Quilt der größeren Tochter schon auf seine Fertigstellung.
Ein schönes Wochenende wünscht Euch
Petruschka

Mittwoch, 13. Juni 2012

Ein kleines Lebenszeichen

... will ich heute geben. Geschafft habe ich einiges, aber nichts davon kann ich momentan zeigen.
Schon im Februar habe ich an Heimlichkeiten mitgewirkt. Hier hatte sich Nachwuchs angekündigt und da ich regelmäßig kommentierte und noch kommentiere, wurde die Bitte herangetragen, doch gemeinsam mit anderen einen Babyquilt zu werkeln. Ich sagte natürlich nicht Nein und schickte meine Blöcke an die Organistorin, die die Blöcke zu einem Quilt machen wollte. Nun ist das Kind schon geboren und der fertige Quilt übergeben. Und so sieht er aus. Ich habe das Foto vom Blog der jungen Mutti (mit deren Erlaubnis).
Tiere über Tiere in vielen bunten Farben. Ein Buch, um die Tierstimmen zu lernen und nachzuahmen, braucht diese neue Erdenbürgerin dann wohl nicht;-). Ich finde ihn wirklich klasse und es ist schön, zu wissen, jemanden ein Stück zu begleiten zu können.
Hier das Label, das von der breiten Bereitschaft zeugt, an einer uneigennützigen Aktion teilzunehmen. 19 Patcherinnen haben 25 Blöcke beigesteuert.

Ich habe drei genäht.
Der Marienkäfer ist ein Glücksbringer und fasziniert die Kinder vom jüngsten Alter an.
Angesichts der vielen Tiere scheint mein Boot wie die Arche Noah zu sein (auch wenn hier immer nur ein Exemplar jeden Tieres vorhanden ist). Aber meine Intention war natürlich das Spielzeug. Wie auch der Marienkäfer war das Foto nicht zu bewegen, richtig zu erscheinen. Nun denn...
Ich hatte auch noch einen dritten Block gearbeitet. Leider war der Freundschaftssternblock ein wenig zu groß geraten. Ich habe ihn trotzdem mitgeschickt, denn schließlich kann er ja auch später für das Kind eingesetzt werden (vielleicht ziert er ja schon die Rückseite).
Die junge Mutti hat sich riesig über den Quilt gefreut und der Nachwuchs wird täglich daruf gebettet. Viel Freude auch in Zukunft!
Heute Nachmittag habe ich auch die monatlichen Tausch-AMC in den Briefkasten geworfen. Uff! Ich dachte schon, daß ich in Verzug käme, fiel die Wahl eines Künstlers so schwer wie nie. Viel faszinieren mich, aber nicht alles ist umsetzbar. Aber nun ist alles klar und für den nächsten Monat habe ich nun auch schon alles geplant.
So gleich muß ich los zum Mittwochtreff. Deshalb hier noch ganz kurz ein herzliches Willkommen. Hier wird zukünftig auch mitgelesen, viel Spaß dabei.
Bis bald!
Petruschka

Mittwoch, 6. Juni 2012

Für die Mittwochsgruppe

... habe ich mehrere Täschchen nach dem altbewährten Tilda-Modell genäht. Allerdings habe ich die Maße jeweils abgewandelt. Zudem habe ich bei zwei der Täschchen auf Reste von getragenen Kleidungsstücken zurückgegriffen. Nur der Reißverschluß ist neu.
Hier sieht man gut, daß die Täschchen unterschiedlich hoch sind. Auch in der Breite habe ich ein paar Zentimeter mehr Platz.
Das letzte Täschchen, die ich genäht habe, ist ein Zubehör zur Zeitungstasche, die ich für meine Jüngste gewerkelt hatte. Schon da hatte ich zwei kleine "Henkel" gemacht, damit daran eine kleinere Tasche für Portemmannaie, Ausweis, Handy u.ä. eingehängt werden kann und somit all die kleinen wichtigen Dinge sicher und schnell auffindbar untergebracht werden können. Sie hat eine Größe von ca. 20 cm x 15 cm.
Hier habe ich Stoff von einem Cordhemd des Mannes und einer Jeans der Jünsten zusammengebracht. Außerdem habe ich wieder einmal einige Stickstiche meiner Nähmaschine ausprobiert.
Innen habe ich zwei Unterteilungen vorgenommen. Von der Größe her (20 cm x 14 cm) könnte es als kleines Schminktäschchen genutzt werden.
Bei diesem kleinen Täschchen von 17 cm x 13 cm habe ich wieder Reste der Manrique-Applikationen verwendet und erst die Blumen aufgebügelt und dann mit dem Stickfuß verziert. Die Blütenblätter und die Blätter heben sich schön plastisch heraus.
Nun noch einige Zeilen und Fotos unseres Besuches in Gera. Neben vielen kleinen thematischen Ausstellungen und interessanten Gesprächen waren auch Workshops vorbereitet worden, wie zum Beispiel Bändchenweben, Erdbeeren oder kleine Nadelkissen herstellen. Ich habe bei dreien mitgemacht und wieder viel gelernt.
Aus Fimo konnte man Knöpfe machen. Meine sehen aus, als ob ich in der Süßwarenabteilung war. Ich habe den "Teig" wohl zu lange geknetet. Aber zu irgendeinem zukünftigen Projekt werden sie wohl passen.
Dann haben wir uns noch im Sunprinting versucht, was insofern irreführend ist, weil man dazu keine Sonne braucht. Stoff oder auch Vlies wird mit einer Farbemulsion eingestrichen, eine Motivform, hier waren es Pflanzenteile, aufglegt und dann muß das Ganze trocknen. Die abgedeckten Bereiche bleiben hell, hier eben die Blattformen.
Diese Mal wurde S 80 mit Farbe bestrichen. Das Löwenzahnblatt ist zu erahnen, es sieht fast aus wie ein kleiner Baum.
Auch hier wurde mit S 80 gearbeitet. Und die Flächen der Blätter sind wirklich gut zu erkennen. Allerdings stammt das Exemplar nicht von mir, sondern einer Nähschwester. Ich bringe sie zum nächsten Treffen mit.
In verschiedenen Ecken des sehr großen Saales im Gemeindezentrum wurden Arbeiten zu bestimmten Themen ausgestellt. Unter anderem hatten wir uns vor 4 Jahren das Thema "Licht und Schatten" gewählt und einige Quilts haben wir in Gera gezeigt. Hier will ich meine zeigen.
Ich habe damals schon einen Künstler interpretiert und zwar Paul Klee. Sein Gemälde "Feuer. Abends." habe ich maßstabsgetreu und in der Farbgebung so exakt wie möglich nachgearbeitet. Im Gegensonnenlicht sieht alles ganz hell aus, obwohl es doch überwiegend gedeckte Farben sind.
Und da es zum Thema "Licht und Schatten" nicht Klassischeres gibt als eben das Motiv "Licht und Schatten" (oder auch "Reise um die Welt genannt), habe ich dieses gewählt und mit Stoffen in Amish-Farben genäht. Beide Quilts sind 70 cm x 70 cm.
Insgesamt war es ein gelungenes Treffen. Neben netten Gesprächen, einem tollen Mittagsbüffet, einem Show and Tell gab es auch eine Verlosung von Neunerblöcken, die von den Teilnehmerinnen des Treffens angefertigt wurden. Ich gehörte leider nicht zu den Glücklichen. Ich denke mal, daß es ein weiteres Treffen geben wird.
Zum Ende noch ein herzliches Dankeschön für die vielen lieben Kommentare zum letzten Post. Je länger das Jahr fortschreitet, desto schwerer wird die Wahl, den nächsten Künstler auszuwählen. Es gibt viele, deren Werke ich bewundere. Aber nicht immer lassen sie sich gut nacharbeiten. Mal sehen, für Juni ist die Wahl noch nicht ganz entschieden.
Rosa und Viola sind zwei neue Leserinnen, die ich hiermit herzlich begrüßen will.
Liebe Grüße, Petruschka