Samstag, 28. Juli 2012

Monets Seerosen

... hatten es mir in diesem Monat angetan. Nach einigen Stunden Handstickerei ist der A4 - Quilt nun fertig.


Aus der besagten Ausstellung in Berlin habe ich einen Flyer mitgenommen, auf dem eine Abbildung von Monets Seerosengartens in Giverny mit Brücke zu sehen war. Diese Abbildung diente mir als Vorlage für meinen kleinen Quilt. Das Foto ist nicht besonders, denn leider blendete die Vorlage ein wenig.


Zuerst habe ich mir wieder eine Skizze auf ein A4-Blatt gemacht, um ein Gefühl für die Proportion zu bekommen.


Dann suchte ich mir alle notwendigen Materialien zusammen. Zuerst den Stoff, den ich schon für die AMC verwendet hatte. Dieser Batik in türkisen und blauen Tönen war wie geschaffen für mein Vorhaben.


Dann suchte ich die notwendigen Stickgarne zusammen. Die wilde Mischung links besteht aus grünen Garnen verschiedener Qualitäten. Ich habe sie aus Sainte-Marie-aux-Mines mitgenommen, um mein grünes Band zu verzieren. Letztendlich habe ich die Garne nicht verwendet und so kamen sie nun zum Einsatz. Verschiedene Wollabschnitte, Stickgarn, Angelina, schon in Form gebügelt und einzelne Fasern, sowie einen Seidenkokon habe ich zusmmengesucht.


Außerdem habe ich Tyvekpapier mit Seidenmalfarben grün eingefärbt und danach mit dem Bügeleisen geschrumpft. Das ergab ein ziemlich steifes Material mit interessanten Strukturen, die ich für die Seerosenblätter verwenden wollte.


Vom Kurs von vor zwei Wochen habe ich mir das Gespinst genommen (ich weiß allerdings den Namen dieses Materials nicht mehr) und ebenfalls grün eingefärbt.


Die Brücke ist aus Evolon gearbeitet (auch in besagtem Kurs kennengelernt). Es läßt sich ebenfalls bemalen. Der Vorteil dieses Materials besteht darin, daß die Farben nicht verlaufen und man so punktgenau arbeiten kann. Ich habe es ebenfalls eingefärbt und dann mit verschiedenen Filzstiften die Konturen der Brücke eingezeichnet. Hier ist sie schon aufgenäht.


Dann wurden verschiedene eingefärbte Vliese mit frei geführten Stichen locker fixiert, die Blätter der Seerosen und die Brücke aufgenäht, einige Seidenstücke eingefilzt und die Konturen der Blätter und Sträucher genäht. Dies ist nun die Grundlage für die weitere Verarbeitung, die mit Handstickereien ausgeführt werden soll. 


Im Weiteren will ich einige Details zeigen. Zuerst der obere Bereich mit den Bäumen.


Dann die Brücke mit den Sumpfgewächsen, im linken Bereich als Busch wieder frei gestickt. In der Mitte habe ich auf ein eingefärbtes Vlies (übrigens ein Trocknertuch) wilde Kreise genäht, rechts habe ich dann mit Knötchenstichen Akzente gestickt.


Und im unteren Drittel dann die gestickten Seerosen.


Hier noch einmal ein Gesamtbild.


Hier kann man die verschiedenen Garne sehen, die ich teils überfangen gestickt habe, teils mit Stilstichen oder Margeritenstichen aufgebracht habe.


Die aufgenähten Vliese habe ich stellenweise eingeschnitten, um den Untergrund sichtbar zu machen. Aufgefilzte und aufgenähte Seidenstücke beleben das Bild.  Die Seerosen sind wieder im Margeritenstich aufgestickt. Zwischen den einzelnen Stichen habe ich Akzente mit dunkelroten Stichen gesetzt.


Hier kann man am Seerosenblatt gut die Struktur des zusammengeschrumpften Tyveks erkennen. Fixiert habe ich die Blattrippen mit der Maschine. Später habe ich die Blätter im Langettenstich umstickt.




Und das Ganze noch einmal im Großformat.



Abschließend noch einige Informationen zu Monet. Er  wird 1840 in Paris als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. Gegen den Willen des Vaters studiert er in Paris Malerei. Dort begegnet er anderen Malern wie Manet, Pisarro und Renoir. Deren Bilder sind voller Licht, flüchtigen Momenten und fleißenden Farben. Monets Bild "Impression, soleil levant" ("Eindruck, aufgehende Sonne") gibt der Strömung den Namen. Der über den Titel spottende Journalist konnte nicht ahnen, daß sein Wort "Impressionismus" Millionen von Bewunderen dieser Kunst  staunend vor den Werken innehalten läßt. In Giverny entwirft  Monet einen Garten mit einer japanischen Brücke, in dem zahlreiche Werke entstehen, so auch die berühmten Seerosen. Weniger bekannt ist, daß Monet auch Bilder von Venedig und London malte. Zudem malte er eine Serie von über 30 Bildern der Kathedrale von Rouen. Allerdings leidet er seit 1907 unter den Auswirkungen des grauen Stars. 1926 stirbt er in Giverny.

Wettermäßig sah es heuete Vormittag und Mittag katastrophal aus, es regnete in Strömen. Also war Zeit, den Post vorzubereiten und mit der Familie "Ohne Moos nix los" zu spielen. Natürlich wird auch Olympia geschaut. Mittlerweile scheint wieder die Sonne, es ist aber kühler geworden. So können wir nachher noch mal mit dem Rad weg;-).

Danke für die lieben Grüße der Schleswig-Holsteiner. Eure Tips lesen wir mit Wohlwollen und dem einen und anderen wollen wir gern folgen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag.

Petruschka

Freitag, 27. Juli 2012

Daß man hier im Norden

... den ganzen Tag, selbst noch am späten Nachmittag, "Moin,Moin" sagt, hat meinen Mann doch sehr irritiert. Mittlerweile hat er sich daran gewöhnt und grüßt dann auch so zurück. Nun sind wir schon fast 5 Tage hier und haben das beste Ferienwetter (mitgebracht ). So sind wir nun im Norden unterwegs und haben schon einige Städte besucht. Gestern zum Beispiel waren wir in Flensburg. Die Stadt hat uns allen sehr gut gefallen. Einige Fotos habe ich für diejenigen, die diese Stadt nicht kennen, zusammengestellt.



Diese zwei Häuser fielen uns durch die geringe Breite auf. Eher zufällig sind beide in einem Rotton gestrichen (der mir übrigens sehr gut gefällt).

Überall gehen kleine Gassen von der sehr langen Fußgängerzone ab. Einerseits gehn sie nach oben; überraschenderweise  waren die Anstiege teilweise recht steil und nur mittels Treppen zu überwinden. Andererseits gehen sie in Richtung Hafen, da geht's dann abwärts. Auch von diesen habe ich zwei Fotos ausgesucht.

Überall sieht man Blumenbögen, Stockrosen, Rankpflanzen - überhaupt finde ich Flensburg sehr grün.
Natürlich waren wir auch am Hafen, wo ein Museumshafen Auskunft über die verschiedenen Arten von Booten und Schiffen gibt.

Dann faszinierten uns noch zwei, drei Sachen, die uns die Stadt noch sympathischer machten. Da wären zum Beispiel die quer über die Straßen gehängten Leinen mit Schuhpaaren. Der Sinn der Aktion erschloß sich uns nicht.


Das Sammelsurium frikkkeliger (mit 3 k) Angelegenheiten ist wohl ein Laden, der aber leider geschlossen war.

Es scheint ein Tatooladen zu sein, in dem man aber auch vielleicht noch Antiquitäten bekommt. Es war nicht ganz eindeutig.

Ein weiteres interessantes Phänomen ist die Phänomenta. Das Tochterkind hörte das Wort Museum nicht so gern, war dann aber an jeder Station  Feuer und Flamme. Naja, sie kennt einige Versuchsaufbaue auch schon von der Imaginata in Jena.


Dieser Versuchsaufbau zeigt eine optische Täuschung. Natürlich ist mein Mann größer als das Tochterkind. Aber rechts ist der Raum weniger hoch als links. Insgesamt waren es zwei vergnügliche Stunden und gelernt habe ich auch wieder was (bzw. mich wieder erinnert an etwas, was ich einmal gelernt hatte).

Und dann war ich noch (allein) im Patchworkladen in der Angelburger Straße. Dort konnte ich die tollen Sachen bewundern, die von Gitta und Bente genäht wurden. Sie beide arbeiten dort und so konnte ich ein paar Worte mit ihnen wechseln. Sie zeigten mir die Kursräume und ich war echt begeistert. Davon kann man nur träumen - man muß nur noch aussuchen und dann heißt es loslegen. Natürlich habe ich einige Dinge mitgenommen: etwas Garn, einen Markierstift und dann noch das Buch, aus dem Bente schon Einiges gearbeitet hat und auf ihrem Blog gezeigt hat. 
Danke für den herzlichen Empfang.

Heute nun waren wir in Husum. Nordseeseits war ich noch nie. Und da hätte ich doch gern mal das Meer bei Ebbe gesehen. Für den Moment begnügten wir uns mit diesem Anblick des äußeren Hafenbeckens, wo man am Becken in der Mitte des Fotos die Wirkung von Ebbe und Flut erahnen konnte.


Theodor Storm lebte lange Zeit in diesem Haus in Husum.


Allerdings haben wir "Großen" nicht so wahnsinnig gute Erinnerungen an das literarische Werk Storms, hatten wir doch alle den "Schimmelreiter" lesen müssen, als man sich eher nicht für solche Art Literatur interessierte. Und danach war Storm auch nicht mehr von Interesse für mich. 


Diese Tür ziert die Pension gegenüber des Storm-Hauses. Alt und wunderschön, wie ich finde.

Und dann sind wir in Richtung offenes Meer gefahren. Dachten wir jedenfalls, daß hinter dem Deich das Wasser zu sehen ist. Aber weit gefehlt. Denn viele Kilometer lang die Küste hinunter liegt das Wattenmeer.

Und so standen wir nun auf der Düne und schauten auf Schafe, Schafe und nochmals Schafe. Und weit draußen war das Wasser zu erahnen. Von Zeit zu Zeit gibt es wohl Badestellen.

Und auf dem Weg nach Sankt Peter-Ording kamen wir durch diesen Ort. 

Jeden Tag sind wir zudem mit dem Fahrrad unterwegs. Das Radwegenetz ist sehr gut ausgebaut und die Höhenunterschiede unbedeutend, so daß das Radfahren zum Vergnügen wird. Mittlerweile  fühle ich mich auch bei langeren Strecken auf meinem Sattel wohl ;-)

In den wenigen freien Minuten arbeite ich an meinem Monet-Monatsquilt. Es ist doch sehr zeitaufwendig, die vielen Details aufzusticken.

Im Moment komme ich eher nicht dazu, Eure neuen Posts zu lesen geschweige denn Kommentare zu schreiben. Da werde ich mir wohl dann zu Hause Zeit dazu nehmen. Bis dahin liebe Grüße an alle da draußen.

Petruschka

Mittwoch, 18. Juli 2012

Aktuelles und Nachzureichendes

... will ich heute zeigen. Da wäre zuallererst die AMC aus dem monatlichen Tausch mit Klaudia.


Sie hat mit der Maschine freihand (!) diese Blumen gestickt. Als ich den Brief öffnete, dachte ich, welch schönen Stoff sie doch gefunden hat. Aber die Blumen sind wirklich alle gestickt. Es sieht so klasse aus, einfach wunderschön.

Zum Zweiten will ich noch ein Foto eines Becherteppiches nachreichen. In diesem Jahr bekommt jedes Geburtstagskind unserer Gruppe einen Mug Rug.


Das Juni-Geburtstagskind arbeitet auch ganz gern mal modern und so habe ich die Reste eines früheren Quilts hier eingearbeitet. Das erste Mal habe ich einen vorgefertigten Schrägstreifen verwendet; er ließ sich ganz gut verarbeiten.

Und dann noch ein Foto einer Buntstickerei, die ich in den vergangenen Monaten immer Mal beim Krimigucken (respektive Krimihören) angefertigt habe.


Das Bild hatte ich im Zuge eines Frühlingsstickereiswaps im PQF schon einmal in grünem Verlaufsgarn gestickt. Das Motiv hat mir jedoch so gut gefallen, daß ich es für mich auch noch einmal gestickt habe, nur eben in Bunt. Nun harrt es der Weiterverarbeitung, genauso wie die Stickerei aus dem Swap.

Heute habe ich auch eine weitere Reihe für den Row Robin beendet. Es ist ein gutes Gefühl, das vor dem Urlaub geschafft zu haben.  Andererseits setzt es natürlich auch die nachfolgende Näherin unter Druck, aber so ist es eben geschafft und außer meiner Sichtweite. Nun will ich noch das Top für den Monet nähen, damit es im Urlaub bearbeitet werden kann.

Hier war man begeistert über die Monet-AMC und sie hat sich gleich als neue Leserin eingetragen. Ich freue mich natürlich sehr darüber (auch wenn meine Englisch-Kenntnisse sehr rudimentär sind). Jetzt will ich noch mal bei euch reinschauen und mich an den schönene Dingen, die da draußen gearbeitet werden, freuen. Euch wünsche ich noch eine schöen Restwoche.

Petruschka

Sonntag, 15. Juli 2012

In Erinnerung an die Ausstellung

... "Die schönsten Franzosen kommen aus New York " in der Berliner Nationalgalerie vor fünf Jahren (ich erinnere mich an die Zuteilung des Einlasses nach der Nummern der Eintrittskarten und eine Wartezeit von fast zwei Stunden) habe ich mich an eine Interpretation von Monets "Seerosen" gewagt. Die AMC ging an Klaudia.


Ich habe hier mal die Originalgröße eingestellt, damit man die Details besser erkennen kann. Nach dem Wochenendkurs habe ich  gleich neue Materialien wie bedruckte Folie und Teile eines Seidenkokons verwendet  sowie  Seidenstückchen eingefilzt. Die Seerosenblüte ist mit Margeritenstichen und Knötchenstichen gestickt. Im oberen Teil habe ich einen Wollfaden, der in sich unterschiedlich dicht gesponnen war, mit kleinen Stichen überfangen. Darunter hatte ich  schon maschinengestickte Zweige angedeutet. Der Grundstoff ist ein Stück Batik, den ich  auch für den A 4 - Quilt einsetzen werde. In besagter Ausstellung hing übrigens ein 12 m langer Monet in expressiven blauen, lilanen und grünen Tönen. Es war ein Spätwerk aus der Zeit, als er nur noch wenig sehen konnte. Es war sehr beeindruckend.

Eine ausgefüllte zweite Wochenhälfte liegt hinter mir. Letzte Kontrollen und Notengebung, Verabschiedung der diesjährigen Abiturienten auf der Abifeier, Jahresabschlußfeier des jüngsten Kindes und dann gestern ein Absolvententreffen des Mannes in Stukenbrock/Westfalen. Da blieb nicht viel Zeit zum Kreativsein. Eine weitere AMC für den Tausch im PQF habe ich noch geschafft.


In einer Woche schon sind wir im Urlaub in Schleswig-Holstein. Wir sind doch guten Mutes, daß das Wetter endlich sommerlich wird und wir auch mal an den Strand können. Dieser Hoffnung gab ich mit meiner AMC Ausdruck.

Die ist auch dringend nötig, wenn ich an das verregnete Absolvententreffen denke. Die Hinfahrt war schon immer mal von Regenschauern getrübt. Die Ausfahrt mit dem Planwagen war von heftigen Platzregen begleitet; auch unglücklicherweise gerade in dem Moment, als wir zum Kaffetrinken halt- machten. In der Gaststätte gab es eine nostalgische Musikbox. Und als Begrüßungslied gab es dann auch Rudi Carrells Klassiker "Wann wird's mal wieder richtig Sommer". Auch beim abendlichen Grillen im Garten der Pension ist immer mal Regen gefallen. Zum Glück gab es genug Zelte, und so konnte das Naß der Stimmung nichts anhaben. Den Damen der kleinen Bauchtanzgruppe war bestimmt auch ein wenig kalt, aber wenigstens konnten sie ihren Auftritt im Trockenen darbieten. Auch die Abfahrt heute Morgen war von Regntropfen begleitet. Bis wir dann in Thüringen einfuhren - da wurde es sogar sonnig und damit auch gleich wärmer. Hoffen wir mal, daß es so bleibt.

Nun geht es in die letzte Schulwoche. Die letzten Schulsachen werden geordnet und das Feriengepäck vorbereitet. Die Reiseführer sind schon gewälzt und Pläne geschmiedet. Mal sehen, wie  sich diese umsetzen lassen.

Euch allen wünsche ich einen schönen Wochenbeginn und eine schöne Woche.

Petruschka



Dienstag, 10. Juli 2012

Neue Materialien und neue Techniken

... standen am Wochenende auf dem Programm eines Kurses mit der Mitorganisatorin des Prager Patchworkmeetings, Frau Sterbova. Ein Mitglied unserer Gruppe hatte sie bereits vor längerem kennengelernt und einen Kurs bei ihr gemacht. Ganz überwältigt von den neuen Möglichkeiten schlug sie uns vor, sie als Kursleiterin zu uns zu holen. Und so war es nun am Sonnabend und Sonntag soweit: Wir sollten einen Artquilt gestalten. Besser gesagt,beginnen. Der weitere Weg dahin wurde beschrieben und die Materialien ausprobiert. Sie hatte uns mehrere Quilts mitgebracht, die durchweg modern gearbeitet sind. Hier der Quilt, der als Ausgangspunkt für unsere Arbeit stand.



Die "Steine" sind gedruckt und dann umquiltet. Zudem wurden Spitze, Tüll, Seidenkokons und auch nichttextile Materialien verwendet.


Am Anfang standen zwei wenig gemusterte Stoffe in der Größe von 60 cm x 120 cm, die an den langen Enden zusammen genäht wurden. Entlang einer geschwungenen Linie wurden Motive aufgestempelt oder mit Schablone aufgemalt. Ich hatte mich für ein großflächiges nostalgisches Blumenmotiv entschieden, das ich mit dunkelblauer Farbe aufgemalt habe. Nachdem alles getrocknet war, wurde das Top in verschieden breite Streifen geschnitten und wieder zusammen genäht. Nun sollte die zweite Linie mit Motiven ergänzt werden. Da habe ich mit einem Stempel Rosenmotive in Blaumetallic aufgebracht. Und so sieht nun das Top aus.


Wir hatten auch Gäste aus Gera bei unserem Kurs dabei. Da meine Stoffwahl nicht so gelungen war, griff ich auf das Angebot einer Mitstreiterin aus Gera zurück. Da haben wir nun beide dieselben Stoffe. Und so sieht nun ihr Top aus.


Sie malte freihand die braunen und silbernen Tupfer auf. Außerdem druckte sie noch Schrift auf.


Wer sagt, daß es eine Mittellinie geben muß?


Hier kamen selbstgefärbte Stoffe zum Einsatz. Das Top erinnert mich an Südsee, herrlich blaues Wasser und einen wunderschönen Sonnenauf- oder -untergang.


Auch hier gefallen mir die zarten Farben sehr. Das Muster ist sehr großflächig aufgebracht. Hier muß alles noch reifen. Sie ist noch nicht richtig überzeugt vom Ganzen.


Grobe Steine und zarte Rosen, ein schöner Kontrast.


Eigentlich habe ich das Top im Hochformat fotografiert und gespeichert.  Aber so gefällt mir das Top viel besser. Das Muster hat so was von Tatortsicherung: Fußabdrücke, merkwürdige Spuren - ich habe wohl zu viele Krimis geschaut.


Die Rosenschablone hatte es uns angetan. Hier wurde sogar mit zwei Farben gestempelt und das Muster noch durch Ölkreidestriche ergänzt.


Stellt Euch das Ganze im Breitformat vor ;-) Hier strahlt dasselbe Muster des "Tatortes" eher Leichtigkeit und Lebensfreude aus.

Ich bin begeistert über die vielen unterschiedlichen Ansätze und Herangehensweisen. Unser Top bekam noch erste Verzierungen angeheftet. Dafür ist eine Bandbreite an Materialien verwendbar. Einige hatte ich ja eingangs schon erwähnt. Ich habe gestern und heute mal ältere Ausgaben der Patchwork Professionnal durchgesehen und habe da weitere Ideen aufgegriffen. Leider kann ich erst mal nicht weiterarbeiten, denn die nächsten Tage sind wieder mit Terminen vollgepackt. Aber ich notiere mir alles. Man ist ja nicht mehr die Jüngste;-).

Am Sonntag Morgen fingen wir mit Malen an. Naja, Malen ist zuviel gesagt. Wir bestrichen ein Fläche mit Farbe. Das Ungewöhnliche daran war, daß die Fläche nicht Stoff, sondern Evolon war. Das ist ein nichttextiles Gewbe, das sich ohne Ausfransen verarbeiten läßt. Es soll gut zu quilten sein, wurde uns gesagt. Ausprobiert habe ich es noch nicht. Nach dem Trocknen sollte es dann weiterverarbeitet werden. Bei vielen war es noch relativ feucht, so daß wir zum Fön griffen. Uns es kam, wie es kommen mußte. Auf einmal schwiegen alle Föne: Der FI-Schalter war gekommen. Und ehe wir den Sicherungskasten gefunden hatten, waren wir schon in Sorge, was wir wohl ohne Strom aus der Dose machen sollten. Denn dann kam die Heißluftpistpole in Einsatz. Damit wurden dann mit 370 Grad Löcher in das Evolon gebrannt.



So sieht das dann aus. Man kann verschiedenfarbige Stoffstücke darunterlegen, Formen ausschneiden und die Ränder abbrennen, das Ganze auseinander reißen und mit anderen Materialien kombinieren.

Dazu ein Ausschnitt aus dem Quilt der Kursleiterin.  Dieser Quilt gefiel mir am besten.


Unter der Woche arbeitete ich an verschiedenen Sachen. Ich mache an einem Row Robin mit und da wurde die nächste Reihe fertig. Natürlich darf ich die noch nicht zeigen. Dann nimmt die Idee für die nächste Reihe schon konkrete Gestalt an. Nicht zuletzt quilte ich in jeder freien Minute an dem Bettquilt für die große Tochter. Ich habe schon Lederhaut am Finger ;-).

Mein Halbjahresrückblick der Künstlerquilts und AMC hat viele von Euch zu Kommentaren ermutigt. Danke für Euer Lob. Auch wenn ich nicht immer jeden Kommentar beantworte, ich bin für jede Rückmeldung dankbar. Heute kann ich auch mal wieder zwei neue Leserinnen begrüßen. Heike, deren Tag mehr als 24 Stunden zu haben scheint, und Angi, die eine wunderbares Textilbuch zum "Kleinen Prinzen" gestaltet hat. Seid herzlich willkomen bei mir.

Nach dem vielen Schreiben am Laptop tun mir wieder die Schultern weh. Ich brauche dringend eine Massage! Die Alternative, nämlich nicht mehr an den Laptop zu gehen, ist keine wirkliche. Nun denn, gehabt Euch wohl. Übrigens nach einem heftigen Regenguß gerade eben, scheint die Sonne umso heftiger. Verstehe einer diesen Sommer.

Liebe Grüße an alle.

Petruschka