Sonntag, 25. November 2012

Ab und zu

... müssen sich meine vom Quilten mit Perlgarn geplagten Finger erholen. Die Nadel muß natürlich viel größer und dicker sein als sonst und das geht ganz schön auf die Finger und ins Handgelenk. Aber die Zeit drängt und so muß ich in den sauren Apfel beißen.

Nichtsdestotrotz habe ich unseren monatlichen QuilThuer-Termin wahrgenommen. Der ist zwar normalerweise am 1.Sonnabend im Monat, aber nächste Woche wären arg viele nicht da, also haben wir den Termin vorgezogen. Wir haben uns einen neuen "Fahrplan" gegeben und alle unsere "Grünen Bänder" mitgebracht. Denn seit Anfang Oktober existiert ein Blog für unsere Gruppe. Ich bin gebeten worden, den Blog mit Inhalten zu versorgen und wenn Ihr mal sehen wollt, was uns zum Thema "Das grüne Band" alles so eingefallen ist, der schaue hier mal rein.
 
Natürlich haben wir auch genäht. Ich hatte mich vor Bekanntwerden des veränderten Termins des Grupentreffens  zum gemeinsamen Nähtag im PQF angemeldet. Eine Materialliste und der Hinweis, daß ein weihnachtlicher Läufer genäht werden würde, waren vorab gegeben worden. Derart vorbereitet konnte ich gemeinsam mit einer Nähschwester den Läufer dort nähen. Bislang habe ich erst das Top beendet. Denn ich muß ja quilten, quilten, quilten.
 
Doch hier ein Blick auf das Top.
 

Ich habe wieder einmal die Musterstücke aus dem Stoffabo verwendet. Alle roten und grünen Stoffe sind mit Golddruck. In die hellen Quadrate kann noch etwas appliziert werden. Noch bin ich unschlüssig. Für meine Finger wäre es definitiv besser :-). Ansonsten finde ich ihn richtig gut. Ich werde den Läufer wahrscheinlich noch einmal nähen.
 
Dieser Tage kam die AMC aus dem Monatstausch im PQF. Frazima hat mir einen wunderschönen Sonnenaufgang (oder ist es ein Sonnenuntergang) genäht. Doch seht selbst.
 
 
Die AMC strahlt eine heitere Ruhe aus, sie wirkt irgendwie melancholisch und doch auch beschwingt. Ich bin wieder ganz begeistert. Meine macht sich morgen auf den Weg.
 
Und passend zur AMC bot sich mir heute Abend, naja eigentlich noch am Nachmittag, gegen 16.30 Uhr, dieser fantastische Blick aus dem Arbeitszimmer.
 

Ist das nicht ein dramatischer Anblick?

Dann hat mich eine ehemalige Bloggerin, die seit März nicht mehr dabei ist, gebeten, eine Erklärung zu veröffentlichen. Hintergrund ist folgende Sache: Vor knapp drei Wochen bemerkte ich, daß unter ihrem Blognamen pornographische Bilder auftauchten. Ich informierte sie und wir tauschten einige Mails aus. Infolge des Problems mit dem Internet, das uns auch in den letzten beiden Tagen zu schaffen machte, kam ich erst heute an den Text, den zu veröffentlichen sie mich bat.
 
Fremdnutzung meines ehemaligen Blogs *** mariposa´s blog – handarbeiten und mehr ***
 
Liebe ehemalige Handarbeitsfreundinnen, ich distanziere mich eindeutig von diesen Bildern. Sie sind und gehören nicht mir.
 Augenscheinlich hat google meinen Blog nach 3 Monaten (wie ursprünglich angegeben) nicht gelöscht und Fremde nutzen nun meine damalige Domaine für diese abartigen Bilder. Bitte sperrt einfach diesen Nutzer in Euren Einstellungen, entfernen geht auch.
Mich gibt es noch (nicht mehr im Netz), mir geht es gut. Ich nähe ausschließlich  Garderobe für mich und meine Lieben.
Ich möchte mich entschuldigen, ich bin nicht mit diesen Bildern, nicht mit diesem Blog in Verbindung zu bringen.
 
Christine
 
Ich hoffe, mir bleibt Ähnliches erspart.
 
So, lange genug ausgeruht. Weiter geht's. Kommt gut in die neue Woche.

Petruschka

Dienstag, 20. November 2012

Nun geht er wieder,

... der Router. Tagelang abgeschnitten von E-Mail und Telefonverkehr sind wir wieder mit der Welt verbunden. Von meinem Laptop aus kann ich zwar per Internetstick kommentieren, aber eben keine Mails schreiben respektive empfangen. Deshalb wollte ich mich heute für die lobenden Worte zu meiner Stickerei bedanken und noch etwas ergänzen. Es war nur ein kleines Stück Seidentuch, etwa 15 cm x 25 cm und ich werde einen Bucheinbad daraus fertigen. Für solch große Quilts, wie sie Marianne Burr bestickt, fehlt mir die Zeit.
 
Schon vor einer Woche ging meine AMC anläßlich des monatliches Tausches mit Klaudia auf die Reise. Für diesen Monat hatte ich mir Piet Mondrian ausgesucht.
 

Stark abstrahierte, in den Grundfarben gemalte und durch schwarze Linien voneinander getrennte Rechtecke sind ein typisches Merkmal für den Niederländer. Seine "Komposition mit Rot, Gelb, Blau und Schwarz" aus dem Jahre 1921 ist Teil einer Serie meisterhafte Bilder, die von der großen Kraft roter und blauer Flächen und vom Schein farbiger Bewegungen des "Aufsteigens" oder des "Sich-Ausbreitens" leben.

Nach dem Studium des Buches über Mondrian machte ich mir wie gehabt erst eine Skizze. Dabei habe ich ganz vergessen, den "nackten" s/w Entwurf zu fotografieren.


Ohne die schwarzen Linien sieht es nach gar nichts aus, finde ich. Dann suchte ich einfarbige Stoffe zusammen; marmorierte oder in sich gemusterte sind eher nicht geeignet.


Das Ergebnis war nicht schlecht und fast schon ein Vorgriff auf seine späten Werke, wo er auf die schwarzen Linien verzichtet. Ich habe die Stoffe auf Steam-a-Seam "geklebt", um dann in einem letzten Schritt wieder selbstklebendes schwarzes Schrägband aufzubügeln und festzunähen. Witzigerweise beschäftigt sich der Kunstkurs auch gerade mit (unter anderem) Mondrian und so zeigte ich meinem Kollegen die AMC. Er war beeindruckt und weil wir gerade am PC waren, zeigte ich ihm auch die Fotos der anderen Künstler-AMC und A4-Quilts (allerdings nur die bis Juli, da ich die anderen noch nicht auf dem Stick hatte). Und so war er vielleicht ein wenig überrascht, als er in seinem Fach die geliehenen Bücher über Klee und Escher zurück bekam und dabei eine AMC mit einem Escher-Motiv vorfand.

 
Ich habe noch einmal das Motiv der Vögel aufgegriffen. Dieses Mal habe ich es komplett auf Stoff mit der Hand gestickt. Es sieht weniger filigran aus als auf der Oktober-AMC für Klaudia. Die interessante Wirkung bleibt jedoch erhalten.
 
Im Gegenzug bekam ich von Klaudia eine AMC mit einem sehr romantischen Motiv. Bei der derzeitigen Wetterlage mit Nebel, Niesel und Temperaturen um 0 Grad war das eine gute Idee, um das Herz zu erwärmen.
 

Ach, wenn es doch wieder so schön warm wäre . Und an dieser Stelle wünsche ich noch einmal gute Besserung!

Wenn ich bei anderen schon viele fertige Sachen für Weihnachten sehe - das wird wohl auch dieses Jahr nichts bei mir. Ich bin zwar am Arbeiten, nämlich an dem hier (ein kleiner Ausschnitt sei erlaubt):
 

Ich hoffe stark, daß ich den Termin halten kann. Denn meine Schultern sind arg verspannt und im rechten Oberarm ist auch etwas nicht in Ordnung. Bei meiner (berühmt berüchtigten) Begeisterung für Tafelbilder ist das eher kontaproduktiv;-(. Für das Nähen sowieso.
 
Und nun geht's wieder ins Arbeitszimmer, weiterarbeiten. Euch wünsche ich, daß Ihr dem Wetter trotzen könnt. Machen wir es uns beim Nähen gemütlich und arbeiten uns warm.
 
Petruschka

Montag, 12. November 2012

Der Alltag hat

... mich wieder eingeholt nach ereignisreichen zwei Wochen Ferien. Selten verspürte ich Lust, an den Laptop zu gehen. Aber hin und wieder will ich doch wissen, was Ihr da draußen so werkelt. Auch wenn ich momentan nicht so viel blogge, bin ich nicht ganz untätig. Nicht immer wird Großes fertig und nicht alles kann ich zeigen. Doch fangen wir einfach mal an.

Ich habe es wieder getan. Nämlich ein Stück bemalte Seide bestickt.


Allerdings habe ich den Fehler gemacht, dickeres Molton als Vlies verwendet zu haben. Es ging sehr schleppend vorwärts. Denn als Garn habe ich wieder Perlgarn verwendet und beides zusammen war ungünstig. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Stickerei wieder sehr.

Und so sah das Seidentuch vorher aus.


Der Rand ist schon mehreren Stellen zerfranst. Gut, daß ich alle Tücher  aufgehoben habe. Da ist noch viel herauszuholen ;-).
 
Viel mehr ist auch nicht beendet worden. Denn ab dem 1.November hatte ich meine Mutter und meinen jüngsten Bruder zu Gast (ich habe drei jüngere Brüder). Da haben wir natürlich etwas unternommen, z.B. waren wir in der Anna-Amalia-Bibliothek. Am Samstag dann kamen auch die anderen Verwandten, um mit uns zu feiern, nämlich unsere silberne Hochzeit. Der Termin war zwar schon am 24.10., aber das darauf folgende Wochenende war ja für die Deutschen Karatemeisterschaften reserviert. So feierten wir eben am 3.11. das große Fest. Hier ein paar Eindrücke.
 
 
Gefeiert haben wir im Saal der örtlichen Gatstätte. Hier ein Panoramabild, das únser Sohn aufgenommen hat. Er war unser Hausfotograf. Nach Sichtung der Fotos habe ich festgestellt, daß wir von ihm gar kein Foto haben ;-(. Dabei sah er echt schick aus, wofür er auch Komplimente von Seiten verschiedener Gäste bekam. Die kannten ihn noch ganz anders bezüglich seiner Haare und Klamotten ;-).
 
 
Das unvermeidliche Silberpaar als Dekoelement auf dem Tisch, hier in s/w verfremdet vom Sohn. Gezählt habe ich die vielen überreichten Silberpaare und 25-Elemente nicht, aber es waren recht viele.


Meine Brüder kratzten ihr letztes Geld zusammen, um uns einen Eimer voller Kupfermünzen zu überreichen ;-)). Für jeden Tag der 25 Jahre (über 9000!) einen Cent und das alles in Einer-, Zweier- und Fünfercentstücken. Der Eimer wog dann mal schlappe 12,6 Kilo. Das hebt man nicht mal eben so, wie einige Gäste feststellen mußten ;-). Naja, es waren noch einige Scheine dabei. Und wie nun das ganze Kleingeld ausgeben?


Das Highlight des Abends war zweifellos die Eisbombe. Und natürlich gab es dazu die Traumschiffmusik. (Das mußte einfach sein.) Lecker hat es geschmeckt, das Eis, und da ist natürlich nichts übriggeblieben :-)).
 
Auch für einige Tänzchen konnte ich meinen Mann auf die Tanzfläche bringen. Der DJ brachte einen schönen Mix von Titeln, die uns durch die Jugend und die jungen Ehejahre brachten. Es war ein schönes Fest. Mit uns feierten außer der lieben Verwandtschaft auch die Tischtennisfreunde meines Mannes und meine Keglerrunde. Die mal wieder alle Klischees bedienten, denn sie waren die letzten Gäste.
 
Ich verpaßte durch das Fest zwar den monatlichen QuilThuertermin, aber einige Mädels haben an mich gedacht.


Diese größere Klappkarte werde ich mit den Fotos der Feier bestücken. Ich war ganz gerührt, als ich den Brief öffnete. Nochmals vielen Dank!

 
Dann kam noch dieser Buchumschlag aus selbstgefärbtem Stoff und wunderbar gequiltet. Dabei lag noch diese wunderschöne Glückwunschkarte.


Ich will Euch noch ein paar Detailaufnahmen des Buchumschlages zeigen. Außer den gequilteten Stellen sind auch noch einige Perlen aufgenäht.

 




Wunderschön, nicht? Auch dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Zum Abschluß noch zwei herbstliche Bilder, aufgenommen von der älteren Tochter.


Daß wir in einer ländlichen Gegend wohnen, sieht man auch an den Bergen Zuckerrüben, die nun an den Feldrändern vorrübergehend gelagert werden.

 
Und diese kleine Aster ist so ziemlich das Einzige, was noch im Garten ein wenig lebendig ist. Ansonsten ist er nun winterfest.
 
Danke auch für die vielen Kommentare zu meinem monatlichen Künstlerquilt. Mir scheint, auch Ihr lernt dazu ;-)).
 
Nun will noch mal bei einigen von Euch vorbeischauen. Und dann Gute Nacht!
 
Petruschka