Montag, 29. September 2014

"Kein Sonnenstrahl

 ... geht verloren. Aber das Grün, das er weckt, braucht Zeit zum Sprießen." Dieser Spruch von Albert Schweitzer ziert meinen Quilt zum Thema Ökonomie und Ökologie dieses Projektes.  Er versinnbildlicht auf das Anschaulichste, daß alles in der Natur seine Zeit hat.
 
 
Geradezu wie gemacht für die Umsetzung schien mir ein Mullgebilde, das ich vor zwei Wochen in einem Kurs hergestellt hatte. Hier hatte ich schon über die Vorgehensweise berichtet. Der Farbverlaufstoff, den ich als Untergrund verwendet habe, stammt auch vom Kursort. Er wirkt wie ein Himmel bei einem Sonnenauf- oder -untergang. Die warmen Farben gefallen mir sehr gut. Darauf setzte ich also mein Gebilde, in der ich die Form eines Baumstumpfes erkannte. Nachdem ich teilweise das Papier entfernt hatte, war die Struktur so, wie ich sie haben wollte und so quiltete ich das Teil fest, indem ich kreuz und quer freie Linien nähte.
 
 
Der Stumpf ist schon ziemlich lange der Kraft der Natur ausgesetzt und selbst das Spinnennetz ist leer.
 
Gemäß des zweiten Teiles des Zitates von Albert Schweitzer erreicht ein Sonnenstrahl den Fuß des Baumstumpfes, wo aus den Resten neues Grün erwächst.
 
 
Das Grün habe ich im Zickzackstich aufgenäht. Dafür habe ich das Top quer genommen. Unter den Stichen ist schwach ein grünes Stück Papier zu erkennen, das ich von einem anderen Mullteil abgemacht hatte.  Steine liegen nahe dem Baumstamm und sind schon ein wenig verwachsen mit ihm. Ein wenig verwunschen und unwirklich erscheint die Szenerie. Aber sie wirkt durch das Grün auch tröstlich und hoffnungsvoll.
 
 
 Als Quilting für den Hauptteil kämpfen sich Sonnenstrahlen durch das Dickicht. Dafür hatte ich oben einen Viertelkreis genäht und dann alle im Abstand von ca. 1 cm Linien durch den Mittelpunkt gezogen. Anfangs waren die Linien dichter gezogen und auch schon genäht. Doch das sah nicht gut und so habe ich getrennt.
 
 
 
Bislang habe ich nur die Maschine "schreiben" lassen bzw. ich habe nur  einzelne kleine Wörter  "geschrieben", so wie das bei den Alphabet-AMC der Fall ist.  Aber einen ganzen Spruch? Also habe ich mir gaaanz viel Zeit beim Schreiben genommen und gaaanz langsam geschrieben. Aber auf keinen Fall ähnelt diese Schrift meiner Handschrift!!
 
Der Quilt ist ca. 46 cm x 35 cm groß. Ich bin sehr zufrieden, was die Umsetzung angeht. Der Spruch "Was man sät, sollte man auch ernten" hätte auch sehr gut gepaßt, sind wir doch noch beim Ernten und Verspeisen unseres Gemüses - hmm, lecker Möhren und Kohlrabis.
 
Auf der Suche nach weiteren Zitaten zur Natur bin ich auch auf folgende gestoßen:
"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, daß er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen."
"Und wenn ich wüßte, daß morgen die Welt unterginge, so würde ich doch heute einen Apfelbaum pflanzen."
"Zerstöre deine Freude an dem, was du besitzt, nicht dadurch, daß du nach Dingen verlangst, die du nicht hast; aber denke daran, daß das, was du heute besitzt, einmal zu den Dingen gehörte, die du dir erhofft hast."
"Die Natur ist mit Wenigem zufrieden."
 
Der Ausspruch Schweitzers geht übrigens noch weiter: "Kein Sonnenstrahl geht verloren. Aber das Grün, das er weckt, braucht Zeit zum Sprießen und dem Sämann ist nicht immer beschieden, die Ernte zu erleben."
 
 
Gerade heute Nachmittag bin ich an einem frisch gepflügten Feld vorbeigefahren, das so vorbereitet wird für die Ernte im kommenden Jahr. Das Korn kommt in den Boden, der von der Sonne gewärmt wird. Es braucht die Kälte im Winter, um dann im Frühjahr zu keimen und uns dann im Sommer mit einer reichen Ernte zu beschenken. Natürlich haben wir Menschen die Hand im Spiel. Aber es liegt an uns, es in einem vernünftigen Maße im Einklang mit der Natur zu tun. Und deshalb sind die Bauer hier gegen Genmanipulation und damit auch gegen einen weiteren Eingriff wider die Natur.
 
Auch die anderen Projektteilnehmer habe interessante Ideen zum Thema. Schaut doch mal hier vorbei.
Ucki hat erst  kürzlich zu mir gefunden und sich als neue Leserin eingetragen. Darüber freue ich mich sehr. Herzlich willkommen und ich komme zeitnah auf einen Gegenbesuch vorbei. Bis dann!
 
Petruschka

Freitag, 26. September 2014

Ich kann auch

... ganz in bunt ;-). Zu unserem morgigen Treffen der QuilThuerer nehme ich meine vor zwei Wochen an unserem Kreativwochenende gefertigten Arbeiten mit.


Wunderbar bunt, nicht wahr? Was das ist? Nun, zwei Beispiele will ich im Einzelnen zeigen.


Um diese Gebilde herzustellen, haben wir Mull zerrissen, gezogen oder mit Fingernägeln bearbeitet. Dann kommt das Mullstück in eine Pulpe fürs Papierschöpfen, die mit einer Masse, deren Name mir jetzt entfallen ist, eingedickt ist. Dahinein geben wir den Mull und ziehen ihn durch. Und so kommt das Ganze dann raus.


Die weißen Verdickungen entstehen durch die Masse. Anschließend wird dann Farbe aufgetragen. Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, daß ich nur 1x Grün genommen und die Mehrheit mit Rottönen gefärbt habe.
Was man dann mit diesen Gebilden macht? Nun, im vergangenen Jahr schon hatte ich eins gekauft und dann in einem Block zur Oberflächengestaltung eingebaut. Hier hatte ich davon schon berichtet.


Anregungen konnten wir in dem weitläufigen Gebäude mit unzähligen kleinen und großen Arbeiten überall finden. Einige Beispiele will ich Euch mit Erlaubnis der Kursleiterin zeigen.


 
 
 
Sie beherrscht eine unglaubliche Bandbreite an Techniken. Es ist nicht gelogen zu sagen, daß das ganze Haus ein Museum wunderbarer Handarbeiten ist. Wie schon im vergangenen Jahr waren wir hin und weg.
Neben dem Herstellen der Mullgebilde haben wir auch gefilzt. Hier sind meine Werke - gefilzte Blumen.
 

Mal sehen, wie ich sie am besten präsentiere. Für mein Mullgebilde (mir fällt kein besseres Wort ein dafür) habe ich zumindest eine Vorstellung. Ob die umsetzbar ist, werde ich dann morgen sehen. Ich werde berichten.

Noch vor unserer Abreise nach Rauenstein hatte ich eine AMC für den Tausch im PQF gewerkelt. Doch der Fotoapparat war ja unterwegs und deswegen konnte ich sie nicht fotografieren. Doch dann, als ich ihn hatte, kam ich durch die schlechte Internetverbindung (ich berichtete davon) nicht an die Adresse der Tauschpartnerin  und so wurde es Mittwoch, daß ich sie in den Briefkasten stecken konnte.Nun ist sie wohlbehalten angekommen. Und da sie auch sehr bunt ist, gehört sie in diesen Post.

Für diese AMC habe ich Reste meines Seidenwandbehanges verarbeitet. Verziert habe ich sie mit einem hübschen Band und gestickten Zweigen mit kleinen Blüten, in deren Mitte eine kleine Perle sitzt. Farbmäßig ist sie der Inbegriff des Indian Summer.
 

 
Laut Wetterfröschen soll es morgen ja ein schöner Spätsommertag werden. Lassen wir uns überraschen. Genießt die freie Zeit und habt es schön.

Petruschka

Kapitel 2

... der Tula Pink Blöcke - Rechtecke - ist abgeschlossen. Nun gibt es auch ein Gesamtbild der Blöcke 16 - 35. Und die trage ich jetzt zur Verlosung. Vielleicht ist das Glück mir ja hold.
 

Meinen Lieblingsblock habe ich auch gewählt. Es ist Block 28 mit dem schönen Namen "Ebbe und Flut".

Nun werden Dreiecke im Vordergrund stehen. Stoffe sind schon ausgesucht ;.)).

Petruschka

Mittwoch, 24. September 2014

Und wieder einmal

... sind wir für eine Woche zu einer schulischen Veranstaltung außerhalb unterwegs. Die Verbindung mit dem Internet in der "Bewegungshalle" ist nicht die beste, weshalb ich mich "auf den Berg" in den Bungalow zurückgezogen habe. Ich bin für die Organisation zuständig und habe jetzt ein wenig Freiraum, um meinen Post mit den aktuellen Tula Pink Blöcken zu schreiben.
Die Blöcke 34 und 35 beschließen das Kapitel "Rechtecke" und laden ein, mit Motivstoffen zu spielen.
 
 
Als willkürlich an mehreren Stellen mit Streifen unterbrochen empfinde ich Block 34. Für mich mit meinem Thema "Am Wasser" sieht es so aus, als ob Buhnen im Meer die Wellen brechen. Deshalb habe ich den Block "Blaue Lagune" genannt. Valomeas Stoff leistet hier gute Dienste.
 
 
Block 35 ließ wieder Spielraum für einen schönen Motivstoff. Der Baum von Tula Pink ist ein tolles Motiv und sehr viele haben ihn auch verwendet.
 
 
Ich hatte mal wieder Lust, einen Stoff mit Gold zu verwenden. Und so zerschnitt ich die Spiralen. Für mich ergeben diese den Eindruck eines Taifuns. Und so heißt der Block nun "Taifun".
Beide Blöcke zusammen sehen so aus.
 
 
Nun wäre auch ein Foto der Blöcke 16-20 fällig. Doch mein Mann war das ganze Wochenende mit der Tochter unterwegs und hatte den Fotoapparat mit. Erst am späten Sonntagabend waren sie wieder zurück. das war dann doch zu spät, um ein gutes Foto zu machen. Das wird nachgeholt, sobald ich wieder daheim bin.
 
Wenn ich allein zu Hause bin, mache ich mir gern Essen, was meine beiden nicht so sehr mögen. In einer kürzlich gekauften Kochzeitschrift hatte ich ein Rezept für Kürbisratatouille entdeckt. Das probierte ich aus. In einer Collage zusammengestellt seht Ihr die Zutaten (ohne genaue Angaben - frei nach meiner Schnauze und Vorlieben).
 

In der Gewürzpackung sind 10 verschiedene Mischungen.  Für mein Gericht verwendete ich ein Berbergewürz mit Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel und anderen Gewürzen.  In der Pfanne sah das Ergebnis so aus. Sind das nicht tolle Farben?


Gern zum Würzen nehme ich geriebenen Käse, hier Pecorino.


Die Kürbisratatouille hat sehr lecker geschmeckt. In den Ferien werde ich sie sicher noch einmal machen.
Nun gilt es wieder, sich an die Arbeit zu machen. Das Initiationsritual für die Neulinge morgen Abend muß vorbereitet werden. Es soll ein Fragespiel à la "Wer wird Millionär?" werden, nur daß wir es abwandeln in "Wer wird Kollegiat?".
Wettermäßig lies es sich am Montag sehr naß an, aber gestern und heute schien die Sonne und es war angenehme 14 Grad warm - ideal zum Spazierengehen. Hier könnt Ihr noch einmal schauen, wie es uns im letzten Jahr erging.
Bis zum Freitag sage ich mal Tschüß!
 
Petruschka

Freitag, 19. September 2014

U wie

... UFO ;-)), Unfall, Uranus, Urknall oder Urlaub waren mir als Stichwörter für den ABC-AMC-Tausch mit Klaudia eingefallen. Gefunden habe ich noch Ukulele, Umiak (ein mit Fellen bespanntes, offenes Boot der Eskimofrauen), Undine und Universalgenie. Ein Uriasbrief wünscht man keinem. Das ist nämlich ein Brief, der dem Überbringer Unheil bringt (noch zwei Wörter mit U). Und wer sich mit Ureter (Harnleiter) und Urolith (Harnstein) auskennt, ist bestimmt Urologe. So richtig wollte sich mir das U nicht öffnen. Ihr merkt schon, dieses Mal  hatte ich nicht so die beste Idee. außer U wie Uhu kam nichts. Doch dann las ich UNICEF und UNO und da klickte es. Nicht die Vereinten Nationen, nein - U wie das Kartenspiel UNO sollte es sein. Im Kinderzimmer fand sich noch ein Spiel und so zweckentfremdete ich eine Spielkarte.
 

Von der Rückseite schnitt ich das Mittelteil mit der Bezeichnung ab und fxierte mit wenigen Vorstichen  Filzzahlen um das Wort UNO herum. (Ich war übrigens kein großer Fan dieses Spiels.)
 
Klaudia schickte mir einen Schwarm total süßer Uhus. Auf einen gepatchten Untergrund hat sie diese kleinen Vögel mit der Maschine appliziert.
 
 
Sehen diese Uhus nicht allerliebst aus? Danke Klaudia für diesen schönen Tausch.
 
Anfang September hatte eine Nähschwester der QuilThuerer Geburtstag. Wie üblich, hatte ich ein Monogramm-Twinchy gestickt und eine AMC genäht. Doch als ich die Sachen für unser Kurs-Wochenende packte, suchte ich das Twinchy vergeblich. Aber ohne wollte ich mich nicht blicken lassen und so "schusterte" ich noch kurz vor knapp ein neues zusammen.
 
 
Die AMC hatte ich schon einige Zeit vorher genäht. Als ich die Dankeschön-AMC anfertigte, hatte ich einige rote Stoffquadrate auf dem Tisch liegen und so habe ich sie auch alle verarbeitet.
 

Bislang ist das Monogramm nicht aufgetaucht )-:  .

Morgen werde ich wohl mal die Fotos vom Kurswochenende aufarbeiten. Und zeitnah will ich ein Ergebnis vom vergangenen Wochenende für dieses Projekt verarbeiten.
Heute kann ich wieder neue Leserinnen begrüßen. Ich freue mich, daß Ihr hergefunden habt. Marle und Bealina, herzlich willkommen.
 
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.
 
Petruschka

Mittwoch, 17. September 2014

Blau, ja blau sind alle

... meine Blöcke für den German SAL. Die ersten 33 Blöcke sind nun fertig und immer noch macht es Spaß, die mittlerweile angewachsene blaue Stoffkiste zu durchforsten auf der Suche nach dem perfekten Stoff für den Block. Auch für die Blöcke 32 und 33 konnten schöne Motivstoffe verwendet werden.
 
 
Ich habe wieder meine Strandhäuser genommen und sie mit  Fischen kombiniert. Ein einzelner weißer Fisch zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Mein Block heißt "Sonntagsausflug". Ich stelle mir vor, daß es die Städter, die so eingekreist sind von ihrem Beton,  raus ans Meer zieht. Valomea hatte die tolle Assoziation zu Atlantis. Bestimmt gibt es bei mir noch einen Block mit diesem Namen.
 
 
Auch im Original-Block 33 ziehen tolle Motivstoffe den Blick auf sich. Das Baummotiv gefällt mir sehr gut und die Käfer finde ich immer wieder süß.
 
 
Von einem Streifen eines Kaffe-Fassett-Stoffes habe ich ein passendes Stück mittendrin abgeschnitten. Das Motiv erinnert mich an Korallen. Zusammen mit einem anderen Fischstoff ergibt sich für mich eine "Unterwasser-WG".
 

Beide Blöcke zusammen ergeben dann dieses Bild. Im Übrigen sind damit schon ein Drittel der hundert Blöcke geschafft. Nächste Woche wird dann eine Übersicht über die letzten 20 Blöcke fällig.
 
 
Und damit ich auch weiterhin blaue Blöcke nähen kann, hat mir Valomea einen großen Briefumschlag mit tollen blauen Stoffen geschickt. In Block 32 habe ich schon einen von ihnen verarbeitet ;-).
 
 
Neben den blauen Blöcken sind noch andere Dinge fertig und übergeben/versendet worden. Doch dazu gibt es morgen einen Post. Denn bevor ich nachher auf die Kegelbahn gehe, muß ich noch eine Hausaufgabe kontrollieren ;-)). Also, bleibt schön neugierig.
 
Petruschka

Sonntag, 14. September 2014

Eine Einladung zum

"Around the World Blog Hop" hat mir Miss Patchwork ausgesprochen. Jeden Montag schreibt eine Bloggerin irgendwo auf der Welt ein wenig über sich und ihr Hobby und beantwortet ein paar Fragen. Nun bin also ich an der Reihe.
 
Wer bin ich und was mache ich so?
Im zivilen Leben vollende ich im nächsten Jahr ein halbes Jahrhundert. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 26, 23 und 14 Jahren.  Seit 26 Jahren bin ich Lehrerin für Französisch und Russisch. Letzteres unterrichte ich seit 1999 nicht mehr. Allerdings stammt der Name, mit dem ich meine Posts unterschreibe, aus dem Russischen. Übersetzt heißt "Petruschka" Petersilie. Vor allem bin ich absoluter Fan der französischen Sprache und von allem, was mit Frankreich zu tun hat ;-)). Außerdem lese ich sehr gern und sehr viel,  auch in französischer Sprache. "Fadenspiele" als Blogname sagt eigentlich schon alles. Seit meiner frühesten Jugend fertige ich mit Freude Handarbeiten an. Ich habe gestickt, gestrickt, gehäkelt, Makramée und später auch Seidenmalerei gemacht und auch selber Kleidung genäht - mit der Hand!
 

Meine Häkeldecke vom Anfang der 80er Jahre habe ich noch. Und wie man sieht, habe ich schon damals eine Art Patchwork betrieben.
 
Wie bin ich zum Patchwork gekommen?
Meine älteste Patchworkzeitung stammt aus dem Jahre 1996. Ich war fasziniert von der Machart, den schönen Stoffen und was man überhaupt damit machen kann. Allerdings mußte erst das Jahr 2000 kommen, bis ich mich, mit Schere, Lineal und Bleistift bewaffnet, an meine erste Patchworkarbeit machte. Unsere Jüngste war noch ein Baby, als ich mich mit meiner damaligen Nähmaschine, einer "Veritas", an die Arbeit machte und eine Decke für sie nähte.  Auch diese ist natürlich noch da.
 
 
Dann folgten andere Arbeiten, wie dieser Bargello und ein kleines Wandbild aus einem Paneel, mit denen ich mich mit dem Patchwork anfreundete und feststellte, daß dies meine zukünftige Technik werden würde.
 
 
 
Es folgten viele kleinere Sachen, die ich verschenkte und von denen keine digitalen Fotos existieren. 2005 folgte ich dem Aufruf des Patchwork-Magazins, einen Quilt zum Thema "Märchen" anzufertigen. Meiner war dem "Kleinen Prinzen" gewidmet.

 
Diese Arbeit wurde meine erste große, auf die dann weitere folgten, auch als Wettbewerbsbeiträge, wie zum Beispiel mein Klimt-Quilt.
 

"Matisse, Monet, van Gogh und Co." - Patchwork und Quiltjournal 2006


"La France" - ein Wettbewerb von Bohin
 
Nachdem dann einige Decken und größere Wandbehänge fertig waren, wurde so langsam der Platz knapp und die kleineren Formate kehrten zurück. Zudem hatte ich meine Freude am Sticken wiederentdeckt und so integriere ich desöfteren Stickstiche in meine Patchworkarbeiten.
 
 

 
Woran arbeite ich momentan?
Da gibt es nicht das eine, große Projekt. Seit Jahresbeginn arbeite ich zusammen mit anderen Patcherinnen an diesem Projekt. Da sollte am Ende des Monats ein kleiner Quilt fertig sein. Die Themen der beiden kleinen Arbeiten waren "60er Jahre" und "Seidenstraße".
 
 
Schon im Jahr 2012 hatte ich monatlich einen Künstler interpretiert, einmal in der Umsetzung einer Postkarte und einmal im A4 -Format. Das hat mir viel Spaß gemacht. Hier seht Ihr meine Umsetzungen von Klimt und  Picasso in A4.
 
 
Des Weiteren nähe ich mit vielen anderen 100 moderne Blocks nach Tula Pink, und zwar ganz in Blau.
Und dann warten da noch so einige Tops darauf, ein Quilt zu werden. Die zeige ich jedoch lieber, wenn sie fertig sind.
 
Wie läuft bei mir der kreative Prozeß ab?
Bei besagten Tula Pink Blöcken sind die Maße ja vorgegeben. Also liegt es an mir, diese Blöcke mit meinen Stoffen umzusetzen. Und so suche ich eben, bis es mir gefällt.
Bei den freien Arbeiten muß ich mir immer erst eine Skizze machen, um eine Idee von der Umsetzungsmöglichkeit zu haben. Manchmal wird akkurat gerechnet, manchmal nur eine grobe Übersicht gemacht.
 
 
Ab und an arbeite ich auch ohne Plan, nur mit der Beschreibung der Technik im Kopf. Inspirationen bieten die zahllosen Seiten im Internet, Bücher, Zeitschriften und auch Anregungen von anderen.
 
 
 
Überhaupt hätte ich mir nicht träumen lassen, einmal weg von Schablonen und Vorgaben arbeiten zu können. Ich war eher dem Traditionellen zugetan als den modernen Arbeiten, geschweige von künstlerischen Quilts.
 
Warum mache ich das alles?
Schlicht und einfach: Weil es Spaß macht. Weil ich so vom Alltag abschalten kann. Weil es befriedigend ist, wieder eine Anforderung gemeistert zu haben. Weil es anderen gefällt. Weil es mich immer wieder herausfordert. Weil ich es mit Gleichgesinnten tun kann. Wie zum Beispiel mit meinen Nähschwestern von QuilThuer, mit denen ich gerade erst im Kreativwochenende war.
 
 
Dazu demnächst hier und auf unserem Blog.
 
Nun wäre es an mir, die Fragen weiterzureichen. Doch wie das bei Kettenbriefen so ist, ist die Spitze dann so breit, daß Absagen kommen und die Zeit immer knapper wird. Deshalb kann ich hier keinen nominieren. Doch sei jeder, der sich und seine Arbeiten vorstellen will, herzlich eingeladen, den Staffelstab zu übernehmen.

Petruschka