Samstag, 31. Oktober 2015

Und wieder

 
... ist ein Monat vorbei. Was bedeutet, daß heute wieder Zeigetag für die Hasenbach-Blöcke ist. Bei Cattinka sind wieder viele versammelt. Sogar einige fertige Tops und einen fast fertigen Quilts gibt es da zu sehen.
Ich habe mich wieder meinen Magnolien zugewandt. Nach der Knospe, der Einer- und Zweier-Blüte wäre ja rein rechnerisch die Dreier-Blüte dran gewesen, aber die sollen appliziert werden. Das jedoch finde ich einen Stilbruch. Es wird noch eine Dreier-Blüte geben, zusammengesetzt aus den bisherigen, aber da muß ich noch austüfteln. Für diesen Monat begnügte ich mich mit dem Baum.


Allerdings brauchte ich dafür mehrere Tage. Wenn man den Block so sieht (Endmaß: 21,5cm im Quadrate), scheinen es ja ziemlich große Teile zu sein. Die äußeren sind auf jeden Fall handlich groß.
 

Die inneren Blöcke haben es jedoch in sich. Die Äste werden zu Ästchen und man weiß gar nicht wohin mit den Nahtzugaben. Der lange schmale Ast in der Mitte ist gerade mal einen Millimeter breit.
 

Bei Claudia Hasenbach besteht der untere Teil aus zwei grünen Stoffen. Ich habe mich für einen entschieden. Das ist für mich stimmiger. Ich hätte gern einen mit Blümchen gehabt, aber keinen im Vorrat.
Zum Abschluß habe ich noch einmal das Foto einer Magnolie herausgekramt. Ich finde meine Stoffwahl für das Blütenmeer perfekt :-).
 
 
Gerade hat die Sonne den Nebel, der seit heute Morgen stand, verdrängt. Das wird sicher ein schöner Tag. Gelegenheit, die letzten Arbeiten im Garten in Angriff zu nehmen. Bei uns in Thüringen ist ja Feiertag - Reformationstag. ich wünsche allen ein schönes Wochenende.
 
Petruschka

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Die Farbe der Woche

... ist einmal nicht Blau, sondern Gelb. Die Bäume sind herbstlich gelb gefärbt und wenn mal die Sonne scheinen würde bei uns hinter dem Ettersberg, wären sie golden. Ich nehme Euch heute mit auf eine Reise in den Herbst, verbunden mit Bildern meiner neuen Federtasche.

Vor unserem Wohnblock
 

Der Herbst ist der Frühling des Winters.          Henri de Toulouse-Lautrec
 
Schon am vergangenen Wochenende holte ich meine gelben Reste hervor, um mit dem Bodenvlies und einem neuen Schnitt zu experimentieren. Ein paar goldene Reste sind auch dabei.
 
Vorderansicht
 
Rückansicht
 
Die Länge beträgt 25 cm, also lang genug, um Füller, Kulis und Farbstifte sowie ein 20 cm Lineal unterzubringen. Dennoch werde ich das Mäppchen wohl ca. 3 cm kürzer machen.
 
linkes Seitenteil
 
rechtes Seitenteil
 
Die Seitenteile sind abgerundete Dreiecke. Die untere Breite liegt bei 8 cm wie auch die Höhe 8 cm beträgt. Es gibt eine Bodennaht sowohl für die Außen- als auch die Innenteile.
 
Unterseite
 
Soweit ist es wie bei allen sonst von mir genähten Täschchen. Bei diesem Mäppchen allerdings sind die Seitennähte nach außen gelegt und anschließend mit Schrägband eingefaßt. Das Annähen desselben war ein wenig beschwerlich. Ich glaube, mit einem runden Seitenteil kommt man besser zurecht. Das werde ich beim nächsten Versuch testen. Dem Tochterkind gefällt zwar die Form der Federtasche, aber nicht die Farbe. Da soll es Rot sein. Mal sehen, wann ich dazu Zeit und Lust habe.
 
Jedenfalls inspirierte mich das Gelb der Stoffe, mal in die Natur zu schauen und nach passenden Gedichten zu suchen. Beides habe ich reichlich gefunden. Hier nur eine kleine Auswahl.
 
Der Herbstgang (6.Strophe)
 
Natur, wie schön in jedem Kleide!
Auch noch im Sterbekleid wie schön!
Sie mischt in Wehmut sanfte Freude,
Und lächelt tränend noch im Gehen.
Du, welkes Laub, das niederschauert,
Du Blümchen, lispelst: Nicht getrauert!
Wir werden schöner auferstehn!
 
Johann Heinrich Voß
 
Im Ettersburger Wald
 
Lob des Herbstes
Der Herbst, der heute gibt und nimmt,
Bald uns erfreut, bald uns verstimmt,
Er soll uns dennoch wohlgefallen,
Weil er's doch gut meint mit uns Allen.
Wir wollen uns für seine Gaben,
Woran wir uns erfreu'n und laben,
Recht dankbar alle Zeit erweisen,
Und wollen ihn freudig loben und preisen.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
 
Straße auf meinem täglichen Weg nach Weimar
 
 
Novemberlaub (2. Strophe)
So trübe der Himmel, als wär's schon spät.
Die Wolken pilgern traurig.
Im Strudel taumelt verkommenes Laub
Um Baumgerippe so schaurig.
Bruno Wille
 
Die ehemalige Blutstraße nach Buchenwald, auf der Gegenseite des vorherigen Motives liegend
 
Herbstlied
 
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallend raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
 
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
 
Friedrich Hebbel
Hinter unserem Wohnblock
Sie sind einfach herrlich, diese Herbstfarben. Wie schnell das jetzt ging. Der Schnee vor zwei Wochen hat sein Übriges getan. Die Sonne haben wir  hier hinterm Ettersberg schon seit Tagen nicht mehr gesehen. Wenigstens war es heute nicht mehr neblig und man erkannte die Umgebung. In Weimar selbst war es in den letzten Tagen herrlich sonnig. Aber da hatte ich den Fotoapparat nicht dabei.
Mittlerweile ist mein Bein wieder in Ordnung. Die Projektwoche im Thüringer Wald habe ich in diesem Jahr durch die Entzündung verpaßt. Dafür habe ich brav auf dem Sofa gesessen und gelesen, gequiltet und gestickt. Der Laptop stand derweil unberührt auf dem Schreib/Nähtisch. Aber nun habe ich wieder Muße, all das zu sehen und zu lesen, was Ihr alles auf Euren Blogs mitzuteilen habt. Also, wir lesen uns ;-).
 
Petruschka 
 

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Es scheint

... eine unendliche Geschichte mit meinen blauen Resten zu werden. Wobei ja sich die Experten nicht einig sind, wie groß ein Stoffstück sein darf, damit er als Rest bezeichnet werden darf.
Danke für die vielen Kommentare zum letzten Post. Da werde ich wohl noch ein paar Körbchen nähen müssen. Vielleicht auch mal in gelb oder grün? Dabei werde ich sicher auch verschiedene Arten von Vliesen testen.
Die meisten blauen Reste stammen vom Tula Pink Projekt. Diese liegen immer noch in meiner gelben Post-Kiste.
 
 
Links sind die kleineren und kleinen Reste, rechts die Stücke bis FQ-Größe. Diese Stoffreste hatte ich vor dem Wochenende in Plön ein wenig geleert, um ein Top vorzubereiten, das in Plön zu einem Quilt werden sollte. Doch dazu später.
 
In Plön verbrachte ich den Freitag und einen großen Teil des Sonnabends mit der Anfertigung einer Einkaufstasche aus den blauen Stoffen.
 
  
Der Beutel ist ziemlich groß, ca. 50 cm breit und etwas länger als 50 cm.  Der Boden ist ca. 8 cm breit abgenäht. Das erste Foto wurde von den Beschenkten gemacht. Denn mein Fotoapparat hat eine kleine Macke, was sich darin äußert, daß er nicht mehr richtig fokussiert, was man am zweiten, von mir gemachten, Foto erkennt.
 
 
Hier ist der Beutel mit einem weiteren Geschenk, einem Quilt, gefüllt. Dafür suchte ich aus den Aboquadraten solche mit maritimen Motiven  heraus und nähte jeweils vier zu einem Quadrat zusammen. Des Weiteren wurden Quadrate in der Größe des Forpatches zugeschnitten und diese wiederum mit den großen Quadraten in Reihen und dann zu einem Top zusammengesetzt. Leider habe ich es versäumt, davon ein Foto zu machen. In Plön habe ich dann gesandwicht und gequiltet.
 
  
Aus Zeitgründen kam ein eher einfaches Muster in Frage. Die langen waagrechten und senkrechten Geraden wurden in der Naht abgesteppt sowie die Diagonalen der großen Quadrate. Für die Rückseite verwendete ich ein weiß-blau gemustertes Laken aus den Beständen meines Schwiegervaters.
 
 
Das Binding hatte ich glücklicherweise schon daheim vorbereitet, was sich als gute Idee herausstellte. Denn am Ende wurde es schon ein wenig eng mit der Zeit, weshalb ich das Binding entgegen meiner Überzeugung und Gewohnheit mit der Nähmaschine annähte. Die Decke ist durch das sparsame Quilting sehr weich. Die Größe beträgt ca. 1,80 m x 1,30 m.  
Beides, Beutel und Quilt, war als Gastgeschenk gedacht. Denn als ich mit den über den 40 nähbegeisterten Frauen dass Wochenende in Plön verbrachte, waren Mann und Tochterkind in Berlin zum Karate-Wettkampf. Quartier bezogen sie bei der Familie des Cousin meines Mannes. Deren Söhne gaben ihr großes Schlafzimmer her und nächtigten in einem viel kleineren Zimmer. Am Sonntagabend lösten wir uns ab - er fuhr zurück nach Hause und ich nahm seinen Platz ein. Am Montag ging es mit dem Tochterkind auf Shopping-Tour (kostenintensiv) nach Steglitz. Natürlich waren wir auch auf dem Alexanderplatz. Am Dienstag bestand ich auf Kultur :-)). Leider ist die neue Nationalgalerie seit September auf mehrere Jahre wegen Umbau geschlossen. Und der Pergamonaltar ist eingerüstet. Im Naturkundemuseum waren wir schon. Aber am Leipziger Platz, gleich gegenüber der Mall of Berlin, ist eine sehemswerte Dalí-Ausstellung mit grafischen Werken verschiedenster Schaffensepochen. Die haben wir dann besucht.
 
 
Einspieler erklären das Vorgehen bei verschiedenen Grafikverfahren. Sogar Filme ("der andalusische Hund") und Filmsequenzen (die Traumsequenz aus "Ich kämpfe um dich")  kann man sehen.  Manche Motive sind verstörend (siehe den Film) und man fragt sich, wie krank oder etwa phantasievoll ein Geist sein muß/kann, um so etwas zu Papier zu bringen.
Natürlich waren wir auch in der Mall, wo ich in zwei Bastelläden auch Kleinigkeiten für mich mitnahm. Ein kleines Stück Stoff mit Weihnachtsmotiven und ein Stempel fanden den Weg in meine Tasche.
Zurück zur Gastfamilie. Diese verbringt die Ferien  gern an der Ostsee- daher die maritimen Motive. Abends gab es ein anderes Familienleben als das unsrige zu beobachten: zwei Jungen im Alter von 14 und 11 Jahren, die gern mal die Toleranzgrenzen austesten. Gespräche und Erfahrungsaustausch gab es inklusive. Am Mittwoch sind wir dann zurück. Und als "Entschädigung" gab es Beutel und Quilt.
Für die Tochter hat sich das Wochenende gleich mehrfach gelohnt: Sieg in der Kategorie U 18, daraufhin Nominierung zur EM 2016 in Zypern und ein Sparkassenstipendium für ihre sportliche Weiterentwicklung über 1800 € für 2016. Wir freuen uns so mit ihr. Da fallen die paar Klamotten  gar nicht ins Gewicht (für uns schon!!).
An Marle: Sei froh, daß du Montag mit dem Bus gefahren bist. Denn ich stand gut 2,5 Stunden auf der A 113, knapp 15 km vor dem Ziel, wegen eines Unfalls im Stau. Gegen 22.00 Uhr erst war ich angekommen.
So nun ist alles abgearbeitet, was noch zu zeigen war. Nun werde ich wieder die Beine hochlegen. Mein linkes Bein ist nicht ganz in Ordnung. Ich kann nur schlecht laufen und düber der ferse ist alles rot und hart.  Die Lymphknoten wären entzündet, meint der Arzt. Und das, wo wir nächste Woche wieder außerhalb in die Projektwoche wollen. Hoffentlich wird es vorher wieder gut.
Ich hoffe, Ihr erfreut euch bester Gesundheit, außer Marle und Jeannette vielleicht. Wenn nicht, wünsche ich allen gute Besserung. Frauke, sei herzlich willkommen. Ich freue mich schon auf deine bunte Mischung an Natur, Kochen und Nähen.
 
Petruschka

Montag, 19. Oktober 2015

Die blauen Reste

... von Freitagnacht wurden zu einem Utensilo verarbeitet. Geschafft hatte ich ja nur den Korpus. Den Sonntagnachmittag habe ich noch für die Fertigstellung  gebraucht. Jetzt bleibt nur noch festzustellen, wofür es zukünftig verwendet wird.
 
Beherbergt es zukünftig einen Teil meiner blauen Stoffe?
 
 
Oder geht es in den Besitz der Tochter über, die damit besser Ordnung bei ihrer Kosmetik halten kann?
 
 
Oder bleibt es bei mir und ich bringe darin meine aktuellen  Strickarbeiten unter?
 
 
Oder aber wird es das neue Behältnis für die Tüten mit den Gummibären und Bonbons?
 
 
Die Carambar sind ein Mitbringsel aus dem Urlaub und die Tüte ist noch zu! Ansonsten mußte ich feststellen, daß sich da so einige Tüten als eiserne Reserve schon ziemlich lange Zeit halten.
Nachdem alle vier Seiten zu sehen waren, gibt es jetzt ein Foto von der benähten Unterseite. Ist zwar vielleicht nicht nötig, aber bei den vielen Resten wollte ich da nicht geizig sein.
 
 
Für das Innenfutter habe ich aus meinen Beständen einen kleinkarierten Stoff gewählt, der einmal eine Jacke war.
 

So ohne Inhalt gefällt es mir die Formlosigkeit nicht. Ich hatte am Ende noch die Bodennaht und vier Seitennähte mit der Hand abgesteppt. Hat vielleicht jemand einen Tip, wie man das Ganze stabiler bekommt? Ich hatte ein Bodentuch benäht und der Futterstoff wurde mit einem mittleren Klebevlies verstärkt. Mit Inhalt sieht es ja ganz gut aus. Das nächste Mal werde ich auch nicht verstürzen, sondern ein Binding arbeiten. In Plön war ich ja spontan dafür, als die Frage nach Verstürzen oder Binding aufkam.  
Nun werde ich mich auf die Couch setzen und Sunbonnet Sue auf ihren Untergrund applizieren. Für dieses Mal kombiniere ich die Applikation mit einer Stickerei. Die wird aber sicher erst in den nächsten Tagen fertig. Bis dahin wünsche ich Euch schöne Tage!
 
Petruschka

Samstag, 17. Oktober 2015

Rote und blaue Reste

... lagen gestern Abend, zu einem weiteren Freitag-Nacht-Nähen auf meinem Arbeitstisch und sollten zu neuen Dingen verarbeitet werden. Bei Wendy hatte ich mich angemeldet und gesehen, daß schon über 30 Näherinnen teilnehmen wollten. Doch bevor die Nähmaschine zum Einsatz kam, setzte ich die  Bestandteile einer weiteren Sunbonnet Sue zusammen. Das passierte nach dem Abendessen. Da zeigte die Uhr ca.20.00 Uhr.

 
Seitdem ich Applikationen mache, setze ich erst alle benötigten Teile zusammen, bevor ich die gesamte Figur auf einen Untergrund appliziere. Bei dieser Subonnet sind alle Teile erst geheftet und müssen noch miteinander verbunden werden. Ergänzt wird das Mädel noch durch eine Stickerei. Das wird an den nächsten Abenden passieren.
Gegen 21.00 Uhr nahm ich mir die roten Reste vor. Meine sind auf meist größer als die von Valomea, die in Plön ihrem Namen einer Scrapkönigin alle Ehre machte.  Nach einer guten Stunde sah es auf meinem Tisch so aus.
 
 
Ja genau, es sollte ein Schlamperle-Täschchen werden. Einen roten Endlosreißverschluß hatte ich kürzlich gekauft und lag, wo diese liegen sollten. Allein der Beutel mit den Zippern war nicht aufzufinden :-(. Aber die Lösung lag nahe. Aus einer Wühlkiste hatte ich mal kurze Reißverschlüsse für wenig Geld mitgenommen. Die Breite stimmte und so konnte ich das Täschchen fertigstellen.
 
 
Kurz vor 23.00 Uhr schnitt ich dann das Bodentuch zurecht. Für den Korpus nahm ich die gesamte Breite von 59 cm. Die Höhe des beabsichtigen fertigen Teils liegt bei 15 cm. Nun wurde alles mit verschieden breiten blauen Resten benäht.
 
 
Dafür brauchte ich knapp anderthalb Stunden. Abwechselnd setzte ich breitere Musterstreifen mit  kleinteiligeren Streifen zusammen. Letztere sind schon ziemlich zeitraubend. Nach dem Aufräumen und dem Fotografieren war es kurz vor 1.00 Uhr. Ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich geschafft habe.
 
 
Das blaue Teil  ist noch nicht fertig. Daran werde ich heute und/oder morgen noch arbeiten. Was es wohl wird? Laßt Euch überraschen.
 
Petruschka

Freitag, 16. Oktober 2015

Bevor ich

... weitere Vorbereitungen für das Freitag-Nacht-Nähen bei Wendy treffe, will ich noch den monatlichen AMC Tausch mit Klaudia zu Ländertypischem zu Papier bringen. Mittlerweile sind wir beim I angelangt und da hatten wir doch ein größere Auswahl als beim H, nämlich Indien, Irak, Iran, Indonesien oder Israel. Zwei fehlen  noch - für die haben Klaudia und ich uns entschieden.
Ich mußte ja schon zeitig eine Wahl treffen, denn nach Plön sollte es ja direkt nach Berlin gehen, wo   Nähzeit nicht eingeplant war. Also habe ich meine Materialien zusammengesucht und vor Ort die AMC genäht, was auch von den anwesenden Näherinnen mit Interesse verfolgt wurde. Ich hatte mich für Italien entschieden und ganz puristisch eine klassische Pizza Margherita mit Mozzarella, Tomaten und Basilikum sowie eine Flasche Chianti appliziert.
 
 
Ich mag lieber mehr Belag auf einer Pizza: Gorgonzola, Rucola, Käse, Pilze, Artischocken, Paprika, Oliven ... - Hauptsache vegetarisch ;-). Wenn ich an alles Handwerkliche gedacht hatte, so fehlten doch ein Briefumschlag und die Briefmarke. Doch zum Glück war in Berlin die Post gleich ums Eck und so kam die AMC auch pünktlich an.
Klaudia hat sich die wilden, unberührten Küstenlandschaften Irlands zum Vorbild genommen. Diese hat sie in Konfettitechnik gearbeitet.
 
 
Da bekommt man doch gleich Lust, auf die grüne Insel zu reisen. Die Ursprünglichkeit und Rauheit der Landschaft müssen faszinierend sein. Allerdings liest man viel von Regenwetter ...
 
Mittwoch war Rückreisetag aus Berlin. Am Morgen hatte der Mann angerufen, um uns mitzuteilen, daß in Thüringen Schnee läge und wir uns doch Zeit lassen sollten. Wir hatten ja noch Sommerreifen drauf ... Zum Glück sind wir problemlos nach Hause gekommen. So sah es dann am späten Nachmittag auf der Wiese hinter dem Haus aus.
 
 
Die Blumenkästen sind noch bepflanzt und die Laubbäume tragen noch ihr Blätterkleid, wie man es auf dem folgenden Foto bei der Birke sieht.
 
 
Heute schon ist der Spuk vorbei. Allerdings ist es den ganzen Tag nicht hell geworden und es regnet ganz fein - also beste Voraussetzungen, das Wochenende hinter der Nähmaschine zu verbringen. Von Zeit zu Zeit werde ich wohl die vielen Post lesen, die ich während meiner Abwesenheit verpaßt habe. Einige der Plönfahrer haben ja auch gepostet. Über meine Nähergebnisse gibt es dann später zu lesen. Jetzt  geht es an die Vorbereitungen zum Freitag-Nacht-Nähen. Bereitgelegt sind Reste in Rot ...


 und Blau (oh ja, da gibt es noch seeehr viele Reste) ...

 
 sowie dieses hier.
 
 
Es ist das erste Mal, daß ich damit arbeite. Mal sehen, wie ich damit zurecht komme. Ich werde berichten. Allen, die heute Nacht nähen, wünsche ich viel Spaß und langes Durchhaltevermögen.
 
Petruschka

Dienstag, 6. Oktober 2015

Vielen Dank

... für die vielen Kommentare zu meinem "Gartenglück". Wenn ich mein Arbeitszimmer verlasse, fällt mein Blick auf ihn und er erfreut mich jedes Mal aufs Neue, wie auch die anderen kleinen Arbeiten. Denn ich habe meine kleine Galerie  wieder einmal umdekoriert. Bei Gelegenheit werde ich mal ein paar Bilder machen.
Nach Vollendung des Hasenbach-Quilts habe ich mich der Vollendung des zweiten Kleinquilts zum Thema  "Farben und Linien", was ja ein Projekt der QuilThuerer ist, gewidmet. Das bisherige Top war mir nicht spannend genug. Nach Meinung meines Kunstkollegen fehlten schwarze und weiße Elemente. Die beiden Nichtfarben durften ja mit verwendet werden. Und so machte ich Fenster. Eines wurde unten links eingesetzt ...
 
 
und das andere kam in die rechte obere Ecke.
 

Sie sind verschieden groß. Beide wurden mit der Paspeltechnik eingearbeitet. Für das Hineinziehen habe ich schwarzen Stoff genommen, wodurch ein Schatteneffekt erzielt wurde. Beim kleineren Fenster ist beim Festnähen eine kleine Falte entstanden und der violette Streifen hat sich ein wenig verzogen. Das liegt zum Teil daran, daß das Fenster so nah am Rand eingesetzt ist.  Da habe ich das Format wohl zu zeitig verkleinert.
 
 
Der Kleinquilt mißt 45 cm x 37 cm. Gequiltet habe ich im Wesentlichen um die eingesetzten Fenster. In der Mitte kreuzen sich die Quiltlinien. 
 
 
Auch hier sind wieder Reste übrig geblieben, die ich umgehend zu AMC verarbeitete. Naja, ein wenig hat es schon gedauert, denn ich habe auch ein wenig gestickt.
Bei der ersten habe ich noch Streifen ergänzt sowie  rechts und links einen braunen Streifen angesetzt. Diese Streifen habe ich dann in Linien gequiltet. Und da mir die Grundstimmung herbstlich erschien, habe ich aus den Weiten meiner Klebeapplikationskiste auch ein paar herbstliche Motive gefunden. Blätter und Blumen sowie ein weiterer Kürbis wurden freihand gequiltet.
 
 
Für die zweite und auch die dritte AMC habe ich die bunten Streifen mit einem Teppichschnitt mit den Randstreifen verbunden. Die Schnittkanten bekamen eine Blätterzierstich. Bei der einen  habe ich mit einfachen Stichen und einem Knötchenstich am Ende kleine Blüten gestickt. Die Blätter und der Schmetterling sind wieder mit Vliesofix appliziert und freihand aufgenäht. Die untere Kante bekam noch eine kleine Wiese mit Blümchen.
 
 
Bei der dritten AMC habe ich neben den Schnittkanten zwei weitere Ziernähte mit Blättern aufgenäht. Ein Schmetterling und Gräser vervollständigen die Szenerie.
 
 
In den Kisten für die AMC-Produktion fand ich ein kleines Fenster von einer früheren Arbeit. Das wurde gleich zu einem weiteren Twinchy verarbeitet.
 
 
Nun ist es nicht so, daß ich alle Stoffe für den zweiten Quilt verbraucht hätte. Am Sonnabend, bei unserem monatlichen Treffen der QuilThuerer wurde die Idee eines dritten Kleinquilts laut (die kam nicht von mir). Mal sehen, was sich da machen läßt.
Bis auf zwei waren alle Nähschwestern, zum Teil  mit Männern,  in Sainte-Marie-aux-Mines. Ich konnte leider auch nicht mitfahren - der Unterricht ging nicht zu verlegen bzw. vorzuholen. Dort wurde dann beraten, was als nächstes dran wäre. Sie waren alle von der hohen Kunst des freien Quiltens angetan und wollen nun ihre Meisterschaft auf diesem Gebiet vervollkommnen. Und so soll aus einem Blumenmotiv die Quiltlinien fortgeführt werden.
 

Dazu kam ein kleines Motiv in die Mitte und zwei unterschiedlich farbige Ränder wurden um das Motiv genäht.  Die Linien des Blumenmusters sollen nun fortgeführt und erweitert werden.
 

Soweit bin ich erst einmal gekommen. Mit weißem Buntstift habe ich mir Linien vorgezeichnet. In den hellen Rand sollen nun großflächigere Muster kommen. Das wird eine wirkliche Herausforderung für mich, denn mir fehlt erstens Phantasie und zweitens die Lockerheit beim Quilten. Aber man muß sich ja Ziele setzen.
Und nun setze ich mich noch für zwei, drei Stunden an meine blauen Quadrate, die am Ende einen neuen Quilt ergeben sollen. Wahrscheinlich werden sie mit mir die Reise nach Plön antreten.  Morgen heißt es dann Tasche(n) packen, denn ich reise schon ganz entspannt am Donnerstag an. Vielleicht reicht es sogar zu einem Abstecher nach Lübeck. Ich freue mich schon sehr, all die Frauen kennenzulernen, von denen man bislang nur den Blognamen kennt. Bis dann und gute Reise!
 
Petruschka