Samstag, 23. April 2016

April, April

... der weiß nicht, was er will. Gestern 16 Grad und Sonne, heute nur noch 8 Grad und Regen. Zum Glück sind wir hier von den angesagten Schneefällen verschont worden. Ich will jetzt Frühling!
Frühlingsstimmung kommt beim April-Motiv des SAL Joyful World auf jeden Fall auf. Die letzten Kreuze habe ich am Mittwoch gesetzt.
 
 
Der kleine Hase hat bei mir ein graues Fell bekommen. Vielleicht will er die Möhre mit seinem kleinen Freund, dem Eichhörnchen, teilen.
 
 
Rechts blüht ein kleines Mandelbäumchen in zartem Rosa. Der Strauch links könnte eine Magnolie sein.
 
 
 
Tja, das Märzmotiv habe ich also erst  einmal ausgelassen. Nun ist sogar der Mai schon online - die Farben dafür sind schon ausgesucht.
Wie es scheint, ziert auch eine Tulpe das Stickbild. Auch in unserem Garten dominieren sie momentan die Rabatten. Schade nur, daß sie im Laufe der Jahre zu ihrer ursprünglichen Farbe, Rot und Gelb, zurückgekehrt sind.
 
 
Leider sind die meisten jetzt schon so voll aufgeblüht, daß ich nicht mehr lange welche für die Wohnung schneiden kann. Aber wenn ich mir die Pfingstrosen so ansehe ...
 
 
... erfreuen uns diese dann mit ihren dunkelroten Blüten. Auch im Kräuterbeet wurde es grün. Eine einzelne Bärlauchpflanze blüht wunderbar weiß, währenddessen neue Triebe den Thymian  zieren. Vielleicht kann ich nächste Woche schon den ersten Rhabarberkuchen backen. Und seht Ihr die zart weißen Blüten des Waldmeisters inmitten der Zitronenmelisse?
 
 
Nun ist der Frühjahrsputz in den Beeten erst mal unterbrochen. Es regnet immer noch. Zeit, zu stricken und zu sticken. Oder Flickwäsche zu erledigen. Oder lesen .... Es wird sich schon etwas finden.
 
Petruschka

Montag, 18. April 2016

Zwei der drei

... Vorgaben meiner Gruppe  QuilThuerer zum Quilt nach Ideen von Sheila Frampton-Cooper - bunt, frei geschnitten und frei gequiltet - habe ich erfüllt. Bunt ist er auf jeden Fall.
 
 
Die Stoffe der Keile stammen übrigens aus dem Projekt, welches wir davor bearbeitet hatten. Bei mir waren ja zwei Arbeiten entstanden. Hier und hier könnt Ihr noch einmal einen Blick drauf werfen. Das Blau und das Orange fanden auf dem Weg der Spende zu mir. Es sind nicht ganz so meine Farben, aber hier passen sie sehr gut.
Frei geschnitten habe ich auch, denn keine Linie ist gerade. Naja, bis auf den begradigten Rand eben.
 
 
Nur frei gequiltet habe ich nicht. Ich fand, für die Flächen brauchte es gerade Linien. (Naja, auch ein bißchen, weil ich nicht Freemotion quilten kann.)  Die orangefarbenen Abschnitte in den mittleren Teilen bekamen verschiedene Muster, mit denen ich die Umrißformen aufnahm. Als Quiltgarn verwendete ich jeweils unifarbene Garne.
 
 
 
 
Die mittleren blauen Teile bekamen eine doppelte Diagonale, die  spiegelverkehrt gearbeitet wurde.
 


Die äußeren Teile bekamen ebenfalls gerade Linien, die blauen wurden in der Senkrechten und die orangefarbenen in der Horizontalen gequiltet.
 
 
Die Keile wurden dichter mit einem Verlaufsgarn und mit Schwung gequiltet.
 
 
 
Der Quilt ist 47,5 cm x 63 cm groß, also ein eher kleinerer Quilt. Noch hängt er in einer eher unauffälligen Ecke im Näh/Arbeitszimmer. Doch bei der nächsten Umdekorierung wird er seinen Platz im Flur finden.  Wie die anderen Nähschwestern die Herausforderung gemeistert haben, könnt Ihr auf unserem Blog nachlesen und -sehen.
Meine Maschine verwaist so langsam, bin ich doch voll im Strick- und Stickfieber. Der April-Block vom SAL Joyful World ist zu drei Viertel gestickt. Die Socken machen ebenso Fortschritte. Morgen werde ich mir eine weitere Ferse zeigen lassen. Und vielleicht wird es mal wieder ein Einkaufbeutel - die ältere Tochter feiert demnächst Geburtstag, den 25. (Hilfe, wo ist die Zeit geblieben?)
Und wo ich gerade auf die Uhr schaue, muß ich mit Entsetzen feststellen, daß es schon wieder auf Mitternacht zugeht. Zeit, an der Matratze zu horchen.
 
Petruschka

Samstag, 16. April 2016

O wie

... Oman und Osttimor. Österreich hatten wir ausgeschlossen, schließlich ist der Anfangsbuchstabe ja ein Ö - da waren Klaudia und ich uns einig. Das klingt schon ein wenig puristisch - und umso größer war die Herausforderung. Umso schöner, daß beide Länder zu Ehren kamen.
Meine Wahl fiel auf Oman. Befragt, was ihm wohl dazu einfiele, meinte mein Geographiekollege: Weihrauch. ???  In einer Dokumentation hätte er unlängst gehört, daß der Oman  Hauptlieferant dafür sei, meinet mein Kollege. Also machte ich mich auf die Suche nach Informationen und Bildern dazu.
 
 
Eventuell kennt Ihr die Weihrauchpflanze, die zur Balkonbegrünung verwendet wird. Damit hat der Weihrauchbaum nur wenig zu tun. Weihrauch ist luftgetrocknetes Gummiharz, das aus dem Weihrauchbaum gewonnen wird.
 
 
Durch Anschneiden an Stamm und Ästen wird eine klebrig-milchige Flüssigkeit gewonnen, aus der durch Trocknung an der Luft das Weihrauchharz entsteht. Zwischen Ende März und Anfang April beginnt die Weihrauchproduktion, die über mehrere Monate andauert. Interessant finde ich, daß man den Baum nicht anbauen kann. Keiner weiß, weshalb der Baum nur in lebensfeindlichen Steinwüsten gedeiht. Alle Versuche, ihn an anderen Orten anzupflanzen, sind gescheitert.
 
 
Für die AMC habe ich wieder einmal zu gefärbtem Mull gegriffen und ihn mit freien Stichen auf dem Untergrundstoff befestigt.
 
Wo Oman genau liegt? Im Südosten der arabischen Halbinsel. Nordöstlich gibt es den Golf von Oman (!) und im Süden liegt das Arabische Meer. Es ist sehr heiß und demzufolge prägen Sand und Wüsten das Land. Aber es sind auch eben über 3000 km Küste. Flächenmäßig ist Oman ein Sechstel kleiner als Deutschland, hat aber nur 2,6 Mio Einwohner. Oman ist übrigens ein Sultanat mit einer Verfassung.  Frauen sind im Oman genauso staatstragend wie Männer. Oman  ist der einzige Statt der arabischen Halbinsel mit Ministerinnen. Auch wenn sich noch viele Frauen traditionell kleiden,  gibt keinen Schleierzwang. Das Gesundheitswesen ist weltweit das beste.  Interessante Informationen und viele Fotos findet Ihr hier.
 
Klaudia hat sich für das andere Land mit O entschieden - Osttimor. Auch dieses Land liegt in Asien, allerdings auf der entgegensetzten Seite von Oman, nordwestlich von Australien, ganz im Osten Indonesiens. Sicher werdet Ihr bei Klaudia Euch noch viel mehr über das Land erfahren.
 
 
Klaudia hat wieder die Flagge als Grundlage ihrer AMC genommen.  Münzen mit traditionellen Motiven gelten als Zahlungsmittel neben dem amerikanischen Dollar. Was es mit dem bunten Band neben der Münze auf sich hat, wird Klaudia bestimmt erzählen.
 
 
Für heute ist der Exkurs in die spannende Welt der Geographie wieder beendet. Im nächsten Monat haben wir dann die Wahl unter Ländern wie Portugal, Paraguay oder Panama - mit 9 Ländern hat man wenigstens eine ordentliche Auswahl ;-).
Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende. War es bei uns bislang noch ganz grau, hat sich jetzt die Sonne durch die Wolken geschoben. Mal sehen, wie lange sie die Oberhand behält über das ansonsten mustergültige Aprilwetter. Anlaß, zwei im April 2011 gewerkelte Karte zu diesem Thema zu zeigen.
 
 
 
 
Petruschka

Donnerstag, 14. April 2016

So winzig

... sind Babyfüße und dennoch habe ich jeweils fast drei Stunden für zwei Paar Babyschuhe gebraucht. Eigentlich habe ich noch mehr Zeit aufgewendet, denn ich hatte erst einen Probeschuh aus wenig ansehnlichem Garn gearbeitet. Doch die Beschreibung war gut zu verstehen und so sind nun gleich zwei Paar entstanden. Und falls da sich jemand im Stillen gefragt hat - nein, ich werde nicht Oma.
Ein Kollege ist vor kurzem nach 17 Jahren ein viertes Mal Vater geworden. So haben wir gesammelt und damit das Geld nicht so profan in einem Umschlag verschenkt wird, habe ich Babyschuhe gestrickt.
 
 
Wie man unschwer erkennen kann, ist es ein Junge. Platziert habe ich die Schühchen auf meiner Puppendecke, die ich unlängst aus einer Kinderwagendecke umarbeitete.
Für die Tochter einer Kegelschwester, die im Mai ein Mädchen erwartet, habe ich Reste der rostfarbenen Wolle meines Zopfschales verwendet.
 
 
Ganz untätig war ich auch sonst nicht. Das Buch ist ausgelesen. Der Quilt ist nun mit Aufhängung und Binding versehen. Einen ausführlicheren Bericht und mehr Bilder gibt es in einem späteren Post, wenn ich auch auf dem Blog der QuilThürer einen Bericht verfasst haben werde. Doch einen kleinen Einblick gewähre ich Euch.
 
 
Und dann habe ich ja auch noch die monatliche AMC zu ländertypischen Merkmalen gewerkelt. Doch die ist bestimmt noch unterwegs und deshalb gibt es diese auch erst später zu sehen. Die Umrandung für das März-Motiv des SAL Joyful World ist auch fertig. Oder sticke ich erst das April-Motiv? Das wäre vielleicht eine gute Idee, denn das Mai-Motiv ist auch schon online. So hätte ich wenigstens das Gefühl, den Anschluß zu haben ;-). Mal sehen.
In der Vorschau habe ich gesehen, daß heute mal wieder Zeigetag für die Blöcke des Dear Jane gibt. Da gibt es wieder bestimmt wieder viel zu entdecken. Doch das Ansehen und Kommentieren muß warten, denn ich gehe gleich zur Aufsicht. Denn ab heute laufen in Thüringen die schriftlichen Abiturprüfungen.
Also dann, bis heute Nachmittag.
 
Petruschka

Donnerstag, 7. April 2016

Gestickt, gestrickt, gelesen

... so kann man wohl meine Aktivitäten der vergangenen Tage zusammenfassen. Zum Abschluß gebracht habe ich das Februar-Motiv des SAL Joyful World von hier.


Gans und Ente waren ja schon länger fertig, nun mußten noch die Blumen gestickt werden. Ob es nun Stiefmütterchen oder Hornveilchen sind - das kann jede selbst entscheiden. Hübsch sind sie allemal.


Auf dem Tisch in der Stube steht eine große Vase mit Korkenzieherhaselnußzweigen aus dem Garten. Und mittendrin die Oster-AMC von Klaudia.
 

Leider kam sie erst weit nach Ostern an. Irgendwie scheinen die Sendungen von Ost nach West schneller unterwegs zu sein als in die umgekehrte Richtung.

 
Schon mehrfach waren ihre AMC länger unterwegs. Der Mann meinte auch, daß Montag mehrheitlich keine Briefe/Post in den Briefkästen landet (nicht einmal Rechnungen).

Gestrickt habe ich wie eine Wilde. Denn am Dienstag konnte ich in der Heimatstube fachkundige Hilfe beim Fersenstricken bekommen und dafür mußte die Socke ja erst einmal einen entsprechend langen Schaft haben. Leider bleib mir nur eine Stunde, da ich lange Unterricht hatte. Aber die Technik der Bumerangferse habe ich jetzt wohl verstanden. In zwei Wochen werde ich mir noch eine Ferse zeigen lassen und dann sollte es der Wolle an den Kragen gehen.
 
Ein weiterer Grund für die wenigen fertigen Werkeleien ist meine derzeitige Lesewut. Ich komme gar nicht nach, das Bild in der Seitenleiste zu ändern, so schnell habe ich die Bücher ausgelesen. Allein in den letzten 10 Tagen waren es fünf Bücher - übrigens alles Krimis.



Momentan lese ich wieder mal ein Buch in Französisch. Das Tochterkind hat es im März auf meinen Wunsch hin aus Frankreich mitgebracht.


"36 Kerzen" heißt der Originaltitel. Wenn man in Frankreich 36 Kerzen sieht, bedeutet das bei uns Sterne sehen (nach einem heftigen Schlag). Im Buch feiert der Protagonist seinen 36.Geburtstag. Allerdings ist er in Erwartung seines Ablebens, da die männlichen Vorfahren immer an ihrem 36.Geburtstag um 11.00 Uhr gestorben sind. Der Anfang gestaltet sich schon witzig, wenn er nicht zum Sterben kommt, weil ihn seine Nachbarin zutextet. Diese Idee greift dann der deutsche Titel auf.

 
War alles vorher doch auf die kurze Lebenszeit ausgerichtet, braucht er nun eine neue Strategie. Aber soweit bin ich aktuell noch nicht.
Für morgen Abend habe ich mir fest vorgenommen, den neusten Quilt zu beenden. Das bißchen Binding (2,20 m) sollte doch zu schaffen sein. Vielleicht schaffe ich auch noch ein paar Reihen am Socken ;-).
 
Petruschka

Freitag, 1. April 2016

Aprilscherz?

Das kam mir in den Sinn, als ich heute Nacht aus dem Fenster schaute. Draußen lag Schnee!! Und das, wo wir am Sonntag Mittag erst in Schwiegervaters Garten beim Grillen  draußen gesessen hatten. Kurz nach acht Uhr machte ich folgendes Foto vom Küchenfenster aus.



Zum Glück entpuppte sich das wirklich als das, was es war, nämlich als ein vom Frühling schlecht inszeniertes Intermezzo. Denn kurz nach 12 Uhr schon war der Schnee Geschichte und die Sonne übernahm das Kommando.
 
 
So sieht es doch schon wesentlich besser aus. Und wenn die angesagten 15 Grad am Wochenende auch erreicht werden, will ich mal nicht nachtragend sein ;-).
 
Am Mittwoch war ich mal wieder in der Heimatstube. Meine Milkatäschchennäherei hat sich herumgesprochen und so wurde angefragt, ob ich das zeigen könnte. Da ja Ferien sind, war das keine Problem. Material hatte ich auch gesammelt. Zum Glück habe ich bei der Beschaffung fleißige Helfer, denn wenn ich den Inhalt der Verpackungen selber essen müßte ... Obwohl ich im Vorfeld schon die Folie aufgeklebt hatte, brauchte es doch gut anderthalb Stunden, bis die Teilnehmerinnen ihre Exemplare fertig hatten. Das Foto davon konnte ich allerdings nicht machen - ich hatte mal wieder die Speicherkarte im Laptop gelassen ;-((. Naja, wenigstens meines konnte ich dann zu Hause aufs Foto bannen.
 
 
Neben meinem Milkatäschchenexemplar habe ich dieses Mal auch andere Verpackungen verwendet. Diese haben ein wesentlich größeres Format.
 
 
Die Maße dieses sonnigen Täschchens betragen 22,5 cm x 15 cm.
 
 
Die Maße dieses Täschchens  betragen 27 cm x 15 cm.
 
Alle drei ergeben diese hübsche Bild. Hier könnt Ihr Euch auch eine Vorstellung von den Größenverhältnissen machen.
 
 
Neben dem Nähen der  Täschchen habe ich auch gequiltet, allerdings ist das Teil noch nicht fertig. Da werde ich mich nachher noch dran zu schaffen machen.
Gleich werde ich mich auf einen kurzen Spaziergang in den Garten machen. Nach den vorherigen trüben Tagen will ich mal schauen, inwieweit der Frühling sich hier schon zeigt. Euch wünsche ich viel Spaß bei dem, was Ihr auch immer vorhabt und ein hoffentlich sonniges Wochenende.
 
Petruschka