Montag, 24. Juli 2017

Ein Garten

... macht viel Freude, aber auch viel Arbeit. Diesen Spruch kennen sicher viele unter Euch. Bestimmt aber diejenigen, die einen Garten bewirtschaften.


4 Gläser Gelee aus schwarzen Johannisbeeren, 10 Gläser Gelee aus roten Johannisbeeren, 4 Gläser Stachelbeermarmelade und 8 Gläser Gewürzgurken wanderten nun in den Keller, um zu gegebener Zeit verbraucht zu werden. Gut, ein Glas Gelee aus schwarzen Johannisbeeren mußte nicht mehr hinuntergetragen werden. Ich liiiebe es. Leider haben wir nur noch einen Hochstammbusch. Genug haben wir jedenfalls an Gurken
 
 
Das ist ein 10 Liter Eimer! Davon haben wir schon zwei an Nachbarn verschenkt. Jeden 2.Tag gibt es Gurkensalat. Und noch immer stehen die Pflanzen sehr gut da. Der Nachschub ist also gesichert.
 
 
Zwischendurch gibt es Bohnensalat aus gelben Bohnen. Auch da konnte ich einige Gläser einwecken. Zum Glück Leider sind die jetzt erschöpft. Nun haben wir nur noch grünen Bohnen, die in den nächsten Tagen zu Suppe verarbeitet werden.
 
 
Inmitten der Bohnen steht der Sauerkirschbaum. Links hinten könnt Ihr unseren Wohnblock erkennen. Wir haben also einen recht kurzen Weg zum Gartenglück. Unser Garten befindet sich in einer Gartenanlage und da gelten besondere Regeln. So auch zur Nutzung, die überwiegend gemüselastig sein sollte. So haben wir natürlich verschiedene Sorten Tomaten, Möhren ...
 
 
... und einen im letzten Jahr umgesetzten Komposthaufen, auf dem in diesem Jahr Zucchini wachsen. Im Gemüsebeet hatte ich meines Mannes wegen verzichtet, aber die Zucchini wollten nicht verzichten ;-).
 
 
Radieschen gibt es sonst auch, allerdings gerade jetzt nicht. Kohlrabis werden ebenfalls regelmäßig geerntet. Und wenn ich mal ein frisches Gewürz brauche, kann ich mich an meinem Kräuterbeet bedienen.
 
 
So war ich letztens draußen, um frische Zwiebeln und frisches Bohnenkraut zu holen.
 
 
Der Nachbar, er ist 94 !!, mag uns gut leiden und ist sogar per du mit meinem Mann, hat mir angeboten, ein paar seiner Bohnen zu pflücken. Meine Einlassung, wir hätten selbst genug, wurde nicht akzeptiert. Also pflückte ich welche. An Zwiebeln und Kraut habe ich da nicht gedacht.
 
 
Ja, Ihr seht richtig, es sind schwarze Bohnen. Prall und fest und ca.15 cm lang. Ich habe mal im Bild festgehalten, wie sich die Farbe der Bohnen beim Kochen verändert.
 
 
 
 
Am Ende waren sie so grün wie normale grüne Bohnen. Der Salat schmeckte vorzüglich.
 
 
 
Eigentlich brauchen die Zwiebeln ja noch ein bißchen, aber meine "alten" waren verbraucht und ich wollte keine kaufen angesichts des "Vorrates" im Garten.
 
 
Natürlich haben wir nicht nur Gemüse, es gibt auch Blumenbeete und eine lange Rabatte, da wir ein Eckgrundstück haben. Der Lavendel und die Strauchrosen blühen in diesem Jahr wieder wunderschön.
 
 
Auch Dahlien hat der Mann gepflanzt. Diese hat er von seinem Vater, der Mitglied im Dahlienverband ist.
 
 
Von den Gladiolen habe ich mir erst welche abgeschnitten. Die hübschen nun das Wohnzimmer auf.
 
 
Die Apfelbäume, wir haben drei davon, tragen ebenfalls reichlich. Diese werfen nun sogar schon Äpfel ab.
 
 
Auf die Zwetschgen freue ich mich ja besonders. Auch hier hängt der Baum voll. Die bisher verkosteten, lila zwar, aber noch ein wenig sauer, hatten zwar tierische Besucher, aber ich hoffe, auch welche ohne pflücken zu können.
 
 
Sieht lecker aus, nicht? Und wenn uns zu warm ist, trinken wir gern kalten Tee. Am besten mit Zitronenmelisse. Auch davon gibt es reichlich im Kräuterbeet.
 
 
Vor Jahren hatte ich in einem Gartenmarkt eine Meerrettichpflanze mitgenommen. Mittlerweile hat sie Ableger gebildet und nimmt einen großen Platz ein. Geerntet habe ich ihn bislang nicht. Aber er kommt zuverlässig jedes Jahr wieder.
 
 
Soweit mein kleiner Rundgang durch den Garten. Unter einem großen Kirschbaum sitzt man schön im Schatten und wenn man eine  kleinen Pause braucht, kann man sich da gut ausruhen - bei einem Buch oder mit einer Strickarbeit, zum Beispiel Socken. Doch die zeige ich später.
Gestern Abend, als der Tag noch schön wurde, habe ich die Fotos gemacht. Gerade eben regnet es wieder wie aus Kübeln. Auch auf dem Weg nach und von Wolfsburg und dort selbst gab es Regen. Ich finde es ja gleich wieder zu viel Regen, aber so soll es wohl die nächsten Tage bleiben. Zeit zum Nähen ;-).
 
Petruschka

Samstag, 22. Juli 2017

Ein wenig maritim

... ist es bei uns in Thüringen auch, zumindest was das Wasser angeht. Denn mit dem kräftigen Regenguß heute Morgen sind alle bis dato anstehenden Planungen sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Nun bahnt sich ab und an ein Sonnenstrahl durch den verhangenen Himmel und läßt auf einen schöneren Nachmittag hoffen. Nun, dann will ich mal das Ergebnis meines Nähens in die Nacht zeigen. Geplant war eine Tasche im maritimen Stil. Es ist eher ein Beutel geworden.
 
 
Ich hatte mich dazu an den vorhandenen Stoffen orientiert und die gaben nun mal nicht mehr her. In der Höhe auf 23 cm begrenzt, habe ich 10 cm breite Streifen zugeschnitten und zusammengenäht. Die Rückseite sieht genauso aus.
 
 
 Da die Breite mit knapp 44 cm mir zu viel war, habe ich Biesen genäht. dann kam ein einfarbiger Stoff dran. Der Übergang wurde mit einem "Gürtel" gestaltet. Der ist übrigens festgenäht. Das Detail mit der Schnalle hatte mir im Heft ja schon gefallen.
 
 
Leider fehlte mir dazu das passende Unterteil, das die Schnalle "festhält". Damit sie nicht versehentlich aufgeht, habe ich sie mit ein paar Stichen am unteren Streifen befestigt. Eigentlich hätte ja ein pastellfarbenes Orange besser gepaßt, aber das hatte ich nicht in passender Menge da. Die Henkel nehmen das Rot wieder auf.
 
Der mittlere Streifen zeigt ja verschiedene maritime Motive. Der Spruch paßt da doch wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
 
 
Hach, wenn ich da an unseren Tag am Meer zurückdenke ...
Das nähen gestern Abend/Nacht war gar nicht so einfach, denn es war von mehreren Unterbrechungen geprägt. Zuerst war da mein mittlerer Bruder, der einer Frau bezüglich der Gesprächigkeit durchaus das Wasser reichen kann (Gesprächsdauer: 45 min) . Dann wollte sollte noch ein Kuchen für das nachher stattfindende Gartentreffen gebacken werden (um 22.10 Uhr in den Herd geschoben). Zum Aufnähen des Gürtels mußte ich dann auch noch die Nähmaschine wechseln. Die Pfaff hat einen Freiarm, was die Elna nicht hat. Letztendlich war ich 1.15 Uhr fertig und fiel total fertig ins Bett.
Vom Gedanken einer angedachten männlichen Version mußte ich spätestens nach dem Kuchenbacken verabschieden. Aber die soll es definitiv geben und deshalb räume ich die Stoffe noch nicht weg. Aber vor Dienstag werde ich wohl nicht dazu kommen, denn das große Tochterkind kommt heute und bleibt bis morgen Abend. Montag steht eine Fahrt nach Wolfsburg an. Das jüngere Tochterkind kann sehr überzeugend sein: Gute Zeugnisnoten (keine Note schlechter als 11 Punkte, die meisten drüber), Nominierung zur Karate-WM im Oktober, in Aussicht gestellte Fondant au chocolat ...).
So, nun muß ich mich fertigmachen, in 10 Minuten geht es los. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Das Verlinken zum Taschen- SAL werde ich später machen.
 
Petruschka

Freitag, 21. Juli 2017

Heute Nacht

... steht ganz im Zeichen des Freitag in die Nacht Nähens (FNSI), zu dem uns Wendy wieder einlädt. Ich will die Aufgabe des Monats beim Taschen SAL bei Greenfietsen angehen. Es soll eine Tasche im maritimen Stil genäht werden. Da habe ich ja noch so einige Stoffe mit maritimen Motiven von meinem Quilt nach Tula Pink  "Meeresrauschen " übrig. Diese und einige andere habe ich mal zusammengesucht.
 
 
Erst danach habe ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Taschenschnitt gemacht und ältere Patchworkzeitschriften durchgesehen. Ich bin auch fündig geworden.
Das erste Modell sprach mich schon beim Kauf der Zeitschrift sehr an. Neben den schönem Motivstoffen gefällt mir auch die Kombination mit dem Rot sehr.
 
 
Das zweite, etwas schlichtere  Modell habe ich wegen des Leuchtturmes herausgesucht. Die Idee gefällt mir, bin mir aber nicht sicher, ob und wie sie sich umsetzen läßt. Naja, ich habe ja noch ein wenig Zeit, um mir darüber klar zu werden.
 
 
Jetzt heißt es erst mal wieder: Gartenzeit. Tomaten und Gurken, grüne und gelbe Bohnen geben bei dem schwülwarmen Wetter ihr Bestes.
 
Petruschka

Mittwoch, 19. Juli 2017

Landschaften Im Quadrat

... - hieß das Thema, das wir QuilThuerer uns im März gestellt hatten. Hier und hier hatte ich davon schon berichtet. Das Ziel war, ein Objekt/ eine Landschaft nur durch das Quilten hervorzuheben, aufgelockert durch Quadrate mit 10 cm Kantenlänge, passend zum Grundthema. Ich hatte mich für einen Hundertwasserturm entschieden. Fünf Quadrate hatte ich recht zügig fertiggestellt, das Projekt dann aber zugunsten anderer, nämlich die  Miniquilts zum Jubiläum, zurückgestellt. Mitte Juni jedoch, noch vor dem Urlaub, habe ich ein sechstes Quadrat genäht, alle Quadrate verstärkt und wie eine AMC gearbeitet, noch die letzten Flächen gequiltet und den Quilt mit einem zweifarbigen Binding versehen.
 
 
Am Ende hatte ich noch ein sechstes Quadrat gewerkelt und zwar einen Turm. Klar, wenn man einen Turm als Hauptmotiv hat, paßt auch ein Turmquadrat gut dazu. Auf diese simple Lösung kam ich erst kurz vor knapp.
 
 
Das Fenster hab ich mittels Paspeltechnik eingesetzt, sodaß es einen dreidimensionalen Effekt gibt. Vor dem endgültigen Festnähen auf dem Quilt habe ich alle sechs Motive noch einmal fotografiert.
 
 
Der Turm als Motiv wird nur durch das  Quiltmuster sichtbar. Dafür habe ich das Ziegelstein-Stoffmuster des Turm-Quadrates gewählt. Erwähnt werden muß, daß der Hintergrund in 5 cm Quadrate abgenäht ist und versetzt nur jedes zweite Quadrat gequiltet wird. Auf dem folgenden Foto ist es gut zu erkennen.
 
 
Manchmal habe ich auch typische Hundertwassermotive-Motive gequiltet.
 
 
Außerhalb des Turmes, also  in/an der Luft,  habe ich einfache Kringel gequiltet. Unterhalb und rechts oberhalb der Bäume sind Mauersteine und links Kringel gequiltet.
 
 
Die die Luft symbolisierenden Kringel lassen sich neben dem Zwiebelturm ganz gut erkennen.
 
 
Mein liebstes Motiv ist das von bunten Fliesen eingerahmte Fenster.
 
 
Wie schon erwähnt, haben alle genähten Quadrate eine Kantenlänge von 10 cm. Sie sind verstärkt mit einem Vlies, wie man sie für AMC verwendet und mit einem dichten Zickzackstich gesäumt. Schließlich wurden alle auf den fertigen Quilt aufgenäht.
Der Quilt ist 43 cm breit und 78 cm hoch.
Zur Zeit bin ich am Fertigstellen des Jubiläumsquiltes. Dazu mußte ich rückwärtsnähen, denn beim Quilten hatten sich die Falten gebildet. Das kommt davon, wenn man unbedingt etwas zeitnah (noch vor dem Urlaub) fertigstellen will. Also alles auf Anfang. Und nun wird es ordentlich gemacht!
Doch heute Abend werde ich erst einmal die 2.Socke beenden. Die Spitze fehlt noch. Da heißt es wieder, fleißig Striche machen, auf daß alles seine Richtigkeit hat und alles paßt.
 
Ach so, für diejenigen, die gern in die Nacht nähen - Freitag ist es wieder soweit. Ich werde mir noch etwas raussuchen: der Taschen-SAL ruft und das Monatsset könnte ich auch nähen. Seid Ihr dabei?
 
Petruschka

Sonntag, 16. Juli 2017

Natur mit F

... so geht es weiter in unserem Naturalphabet. Sicher fallen euch da gleich mehrere Begriffe ein: Fisch, Fichte, Fliege, Fliegenpilz usw. Ich versuche ja, meinem Thema Bäume weitestgehend treu zu bleiben. Vor Jahren besuchten wir im Rahmen der "Offenen Gärten" einen, wo Feigen an den Häuserwänden rankten und auch Früchte trugen. Daran erinnerte ich mich nun.
 
 
Die Feige wächst als sommergrüner und laubwerfender Strauch oder kleiner Baum mit Wuchshöhen von 3 bis zu 10 Metern.  Der kräftige Blattstiel ist 2 bis 8 Zentimeter lang.Die feste, steife und fast ledrige Blattspreite ist bei einer Länge und Breite von 10 bis 20 Zentimeter breit-eiförmig und drei- bis fünflappig. Das Feigenblatt diente in der Vorstellungswelt des Alten Testaments der Überwindung des Schamgefühls, indem es die eigene Blöße bedeckt.
 
 
Nachdem Adam und Eva die Frucht vom Baum der Erkenntnis aßen, merkten sie, dass sie nackt waren und bedeckten ihre Blöße mit Feigenblättern. Abgeleitet von diesem Text wird das „Feigenblatt“ als bildlicher Ausdruck für die schamhafte Verhüllung gebraucht.
Unterhalb des Blattes habe ich noch zwei Feigen appliziert. Eine halbe, bei der das Fruchtfleisch zu sehen ist und eine ganze Feige.
 
 
Die weiblichen Blüten entwickeln sich zu Steinfrüchten, die beim Essen als kleine Kerne bemerkbar sind. Die Form ist kugelig bis birnförmig. Je nach Sorte ist die Farbe grün bis dunkelviolett. Das Innere der Scheinfrucht besteht aus den Steinfrüchten und den ebenfalls fleischig gewordenen Fruchtstielen der Einzelblüten und ist rot gefärbt. Die reifen Früchte bestehen zu ca. 80% aus Wasser, enthalten nur 0,5  % Fett, aber 12,9  % Kohlenhydrate. Daneben ist die Frucht auch reich an Vitamin B 1. Der Anbau von Feigen beschränkt sich hauptsächlich auf den Mittelmeerraum, und die jährliche Ernte beträgt rund 1,5 Millionen Tonnen Frischfeigen. In geringerem Maße wird sie auch in Südafrika, Australien, Neuseeland, China, Chile und Mexiko angebaut. Feigen für den Frischverzehr werden vor der Vollreife von Hand geerntet, damit sie für den Transport noch fest genug sind und auf dem Markt die optimale Reife haben. Da die frischen Feigen relativ rasch in Gärung übergehen, werden sie vor allem in den Anbauländern verzehrt. Feigen für das Trocknen werden vollreif geerntet, wenn der Wassergehalt der Früchte am Baum bereits um 30 bis 50  % gesunken ist. Sie werden von Hand geerntet, von den Bäumen geschlagen oder maschinell geerntet. Hin und wieder esse ich frische Feigen , gern in Kombination mit Ziegenfrischkäse oder herzhaftem Käse. Für meine AMC hätte ich gern Feigen dazugelegt, aber ich habe keine bekommen.
 
Klaudia hat sich des Flamingos angenommen. Die Flamingos sind wohl gerade im Trend, sozusagen die neuen Eulen. Hmm, ich habe noch nichts davon mitbekommen. Wie auch immer, Klaudias Flamingo jedenfalls ist ein Prachtstück.
 
 
Ganz gelassen steht er auf einem Bein und gerät nicht für eine Sekunde ins Wanken. Er ist neben den Wildpferden das Tier der Camargue. In Riesenschwärmen sieht man sie in den dortigen Sumpfgebieten stehen und freut sich an diesen schönen Vögeln. Bei Klaudia gibt es Interessantes zum Flamingo zu lesen.
 
 
Stand das F wie Feige bei  mir schon zeitig fest, gibt es auch beim G kein Nachdenken mehr. Ich sage nur: Goethe und sein Baum.
 
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.Ich habe ja noch Ferien. Aber die Tage sind schon verplant. Es ist Erntezeit und so werden nach den Marmeladen heute (schwarze und rote Johannisbeeren und Stachelbeeren) morgen die Gurken und Bohnen verarbeitet. Die Fenster waren auch schon mal sauberer und das Kind hat jede Menge Sportsachen nach ihrem Trainingswochenende in die Wäsche getan. Vielleicht finde ich auch einige Minuten zum Stricken,  ich bin mitten in der Ferse der zweiten Socke. Die sollte ich in dieser Woche noch schaffen, sonst wir es nichts mit 17 in 2017.
 
Petruschka

Freitag, 14. Juli 2017

Souvenirs, Souvenirs

... - das sind bei uns Deutschen Dinge, die man mal mehr und mal weniger braucht. Sie sollen an die verbrachten Tage erinnern. Und genau das bedeutet auch das Wort souvenir im Französischen. Es soll uns etwas unter (sous) kommen (venir). Aus Frankreich brachten wir meist Wein mit, bei dessen Genuß wir an die vergangenen Tage dachten. Die Picardie allerdings ist kein Weinanbauland. Dann sind da natürlich die vielen, vielen Fotos, die anschließend den Speicherplatz des Computers/Laptops verkleinern. Auch ich habe Euch Fotos von unseren Ausflügen gezeigt. (Der Bericht vom zweiten Tag in Paris und der vom Ausflug nach Amiens wird nachgereicht.)   Daß Ihr so an  meinen Urlaubsberichten  Anteil genommen  habt, hat mich sehr gefreut. Danke für die interessierten Kommentare.
In diesem Jahr habe ich mir mein "Souvenir" selbst angefertigt. Der Tag am Meer war so schön und so nachhaltig, daß ich einen kleinen Quilt für den Quiltständer nähte. Und passend zum heutigen französischen Nationalfeiertag wurde er aufgestellt.
 
 
Die Möwe ist ein Souvenir aus einem früheren Urlaub in Schleswig-Holstein. Die Jakobsmuschel gab es mal beim Kauf eines Meersalzes aus der Guérande dazu. Auf dem kleinen Quilt ist alles dabei, was uns so faszinierte. Natürlich der strahlend blaue, wolkenlose Himmel und das wunderbar erfrischende Meer mit den kreischenden Möwen.
 
 
Dann der feine Sandstrand, der nur bei Ebbe zum Vorschein kommt und zum Spazierengehen einlädt. Die vordersten Bojen liegen dann wie gestrandet auf dem Sand. Ab und an wird auch Tang an Land gespült. 
 
 
In der Ferne sieht man einen hohen weißen Felsen. Gern würde man da langlaufen, aber der Abschnitt ist einfach zu steinig.
 
 
Die kleinen weißen Häuschen werden vermietet. Die Urlauber bringen darin ihre Strandutensilien unter. Sie sind aus einfachen Brettern zusammengesetzt und weiß gestrichen. Ein kleiner Wermutstropfen ist der breite Strandstreifen aus Steinen.
 
 
Es hat mir viel Spaß gemacht, den kleinen Quilt zu nähen. Wieder konnte ich einige Aboquadrate Meer, Häuser, Felsen)  verbrauchen.
 
 
Natürlich haben wir auch "echte" Dinge mitgebracht. Neben dem gesuchten Buch von Marie-Sabine Roger im Original und zwei CDs (habe ich für das Foto vergessen) bin ich jetzt gerüstet für die ersten Zwetschgen aus dem eigenen Garten. Die Tarteform hat ein schönes Format für einen Sonntagskuchen. Und für einen Camembert, der schon im sehr reifen Stadium ist, gibt eine geniale Erfindung der Franzosen: die boîte à Camembert  (die Camembertdose).  Zwei Keile können verschoben werden  und  verhindern  so  das Weiterlaufen des reifen Camemberts sowie  halten dessen den manchmal  doch sehr intensiven Geruch minimal.
 
 
Auf den zahlreichen Ausflügen  habe ich drei Fingerhüte mitgenommen, die nun meine  Sammlung vergrößern.
 
 
Für die Blumen gießenden Nachbarn gab es  als kleine Aufmerksamkeit  bretonische Kekse, eine Flache Wein und für den Sohn eine Packung Carambar (Kaubonbons). Sie haben sich jedenfalls sehr gefreut. 
Soweit zu meinen Souvenirs  aus dem diesjährigen Urlaub. Was bringt Ihr denn so von Euren Urlaubsreisen mit?
 
Petruschka

Donnerstag, 6. Juli 2017

Das Meer

... hat für mich als geborenen Flachländer eine große Anziehungskraft. Zu Kinderzeiten waren wir oft an der Ostsee im Urlaub, eben da, wo die Betriebe ihre Ferienheime hatten. Immer wieder nahmen wir jede Gelegenheit wahr, Meeresluft zu schnuppern. So verwundert es auch nicht, daß wir gestern den hohen Temperaturen entkommen wollten und an den etwa 150 km entfernten Atlantik gefahren sind. Verrückt? Sicher nicht! Wir waren heute in Amiens und die Hitze war nicht auszuhalten. Gut, ich merke den leichten Sonnenbrand am Kleiderausschnitt. Aber das war den wunderschönen Tag gestern wert. Ich nehme Euch mit auf unseren Ausflug.
Unser Ziel war Le Tréport. kurz vor 10.00 Uhr starteten wir. Das Navi leitete uns zuverlässig, aber als das Meer dann plötzlich zu sehen war, so herrlich blau und weit, das war unerwartet. Denn da waren wir schon relativ hoch über der Stadt. Im Netz hatten wir gesehen, daß hohe Felsen den Strand säumen. So standen wir nun weit über der Stadt. Der Blick geht gen Norden.
 
 
Vom selben Aussichtspunkt hat man einen guten Blick auf die schroffen Felsen und man ich möchte mich nur gut festhalten.
 
 
Ich kann mich noch an einen Urlaubsort erinnern, wo wir eine ewig lange Holztreppe nehmen mußten, um an den Strand zu kommen. Hier hat man eine Seilbahnstation mit vier Fahrstühlen.
 

Sie existiert seit 1906 mit dem Aufkommen der  Bäderkultur. Nach dem Krieg 1960 wieder in Betrieb genommen, wurde der Betrieb 1973 aus Sicherheits- und Rentabilitätsgründen wieder eingestellt. Seit 2005 wiederbelebt, bringen Fahrstühle die Besucher an den Strand und zurück. Dabei wird eine Strecke von 120 Metren zurückgelegt. Man kann sie nach Bedarf per Knopfdruck rufen . Die Benutzung ist kostenfrei (!!). Der dazugehörige Parkplatz in den Felsen kostet den für ganzen Tag nur 2,50 €. Wer sich trainieren will, der kann auch Treppen laufen.
Am Strand angekommen, eröffnet sich der Blick auf die Felsen und eine lange Reihe Holzhäuschen.
 
 
Wir gehen den Strand lang und sehen weithin nur Steine. Nur wenige wagemutige Badegäste weilen am Strand.
 
 
Wir gehen weiter bis zum Leuchtturm und sehen immer nur noch Steine.
 
 
Von der Mole aus hat man einen fantastischen Blick über die Küste in Richtung Norden.
 
 
Hier fällt uns erst auf, daß das Wasser ziemlich weit zurückgegangen ist. Ein Angler bestätigt, daß Ebbe ist. Gegen 18.00 Uhr erst käme das Wasser zurück. Gegen 14.00 Uhr machte der Mann das folgende Foto.
 
 
Gegen 17.30 Uhr  entstand das folgende Foto. Es zeigt dieselbe Stelle, nur von einem anderen Blickpunkt aus gesehen. Das Wasser hat sich noch weiter zurückgezogen.
 
 
Von Le Tréport aus hatten wir einen anderen Strand entdeckt. Um dorthin zu gelangen, macht man einen Spaziergang entlang der verschiedenen Häfen (Vor-, Fischerei, Yacht- und Handelshafen)  und gelangt über eine kleine Fußgängerbrücke auf die andere Seite der Stadt.
Der angrenzende Ort heißt Mer-les-Bains und ist ein herausragendes Beispiel für die Bäderkultur des beginnenden 20.Jahrhunderts.
 
 
Fast überall waren die Fensterläden geschlossen und desöfteren konnte man lesen, daß die Häuser/Wohnungen zu vermieten oder auch zu verkaufen sind.
 
 
Immer sind es nur schmale Häuser von vielleicht 5 Metern Breite. Wie ich aus Erinnerungen kenne, haben alle einen hübschen Namen: Clair de Lune (Mondenschein), Les Sablons (Der Sandstrand), La Sirène (Die Meerjungfrau) ...
 
 
Vom Strand aus ergibt sich folgender Blick auf die Uferzeile.
 
 
Der Fotograf und seine Begleitung laufen im ablaufenden Ebbewasser entlang des Strandes, hin und zurück, so schön ist es im Wasser.
 
 
Wenn sich das Wasser so weit zurückzieht wie hier -schaut doch nur an, wo die Bojen liegen- kann man im feinen Sand laufen. Weiter oben allerdings sind auch hier die Steine dominierend. Dennoch sind viele Familien hier.
 
 
Zwei oder drei Angler mit einem kleinen Netz konnte man beobachten. Sie hatten sogar etwas in ihrem Eimer.
 
 
 
Nach einem leckeren Eisbecher machten wir uns auf den Rückweg. Auf der Promenade entdeckten wir, daß die zwei Orte zwei verschiedenen Departements und sogar zwei verschiedenen Regionen angehören.
 
 
 
Mer-les-Bains: Département Somme, Region Picardie und Le Tréport: Département Seine Maritime, Region: Normandie.
Ein anderer Spruch ist mir auch noch aufgefallen. Auf dem den Strand begleitenden Fußweg war zu lesen:
 
Immer wieder kann man in letzter Sekunde Hundehaufen umrunden. Daß die Fußwege keine Hundehaufenwege (O-Ton Tochter: Scheißwege) sind, darauf wird hier mit einem lustigen Wortspiel aufmerksam gemacht.
 
Die Tochter hat sich abschließend noch am Steinstrand von Le Tréport ins Wasser gewagt. Nun war auch der Grund, warum hier so wenige Besucher waren, klar. Es ist einfach kein Vergnügen,  am Steinstrand ins Wasser zu gehen.
Mit dem Fahrstuhl ging es wieder hoch in den Felsen und dann ging es zurück ins Feriendomizil. Hatten wir morgens noch die Landstraßen genommen, zogen wir nun die Autobahn trotz der Mautgebühr von ca. 10 Euro vor. Gegen 21.00 Uhr waren wir zurück und hatten an den Armen Sonnenbrand. Am Strand herrschten angenehme 24 Grad und immer ging ein leichter Wind. Da merkt man das nicht.
Auch wenn die Strecke keine kurze war, haben wir den Tag am Meer doch sehr genossen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich wieder einmal ans Meer komme.
Morgen ist nun schon der letzte Tag, den wir hier verbringen. Den werden wir füllen mit Sachen packen, letzten Einkäufe, dem Schreiben letzter Postkarten und Nichtstun. Fotos zum zweiten Paristrip gibt es später.
 
A bientôt!
 
Petruschka