Sonntag, 30. April 2017

Ein Tischset für jeden Monat

... zu nähen - dazu rufen uns Lintlady und Valomea auf. Und zwar  für den darauffolgenden Monat. Denn wir sollen natürlich die Sets schon nutzen können. Das Set sollte außerdem einen Bezug zum kommenden Monat haben. Das habe ich wohl überlesen. Ich wollte doch nur meine Reste von den Sunbonnet Sue Quilts verbraten. Zeigetag ist immer am letzten Sonntag des laufenden Monats. Das heißt, heute sollen die Sets für den Monat Mai gezeigt werden. Et voilà!
 
 
Der Monat Mai wird ja auch als Wonnemonat bezeichnet. Ich finde, Rot, die Farbe der Liebe,  paßt da sehr gut dazu. Da lag ich also gar nicht so falsch mit meinen Resten ;-). 


Größere und kleine Quadrate, Rechtecke und Streifen ergeben also das Tischset, das 40 cm x 30 cm groß ist. Gequiltet habe ich nur in den Nähten. Ab morgen kann ich dann also Platz nehmen mit meinem neuen Set und meiner Lieblingstasse vor dem Sunbonnet Sue Quilt.


Allerdings muß will ich noch ein wenig nachbessern. Den Schriftzug "Mai"  habe ich vergessen, den werde ich noch aufbringen. Das werde ich wohl mit der Hand erledigen. Beim Juni-Tischset werde ich rechtzeitig daran denken.
Nun werde ich mal schauen, wie die Tischsets der Mitstreiterinnen aussehen. Nachher gibt es noch ein Runde vor dem Fernseher - der Mai will gestickt sein. Dann schaffe ich bestimmt auch noch einige Reihen an meinem ersten Socken des neuesten Paares. Morgen können wir uns ja ausruhen, am Tag der Arbeit. Neben Gartenarbeit und ein wenig Vorbereitungen für die Schule muß werde ich an einem Geheimprojekt arbeiten.
Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag!

Petruschka

Samstag, 29. April 2017

Mit Knopf

... heißt die Aprilaufgabe beim Taschen-SAL von Greenfietsen. So manche hat überlegt, wie sie sich diesem Thema nähern kann. Mir allerdings schwebte schon, als ich dieses Motto gelesen hatte,  diese, nun fertige,  Knopftasche vor.


Knöpfe haben wir bestimmt alle in allen möglichen Größen, Farben und für alle möglichen Verwendungszwecke. Ich habe ein große Box, in der alle Knöpfe von alten Hemden, Jacken, Shirts, Blusen etc. gesammelt werden und in der man ordentlich wühlen muß, wenn man einen bestimmten Knopf sucht.  Dann steht da noch das Glas mit Knöpfen, das ich mitsamt dem Nähzeug nach dem Tod meiner Mutter mitgenommen hatte. Nicht zu vergessen die beiden Gläser mit hübschen Einzelstücken.
 
 
Für meine Tasche, die nun endlich einmal nähen wollte, brauchte ich ca. 30 Knöpfe in unterschiedlichen Größen und Farben, Jeansstoff, ein wenig Vlies, Futterstoff, Quiltgarn und eine Quiltnadel. Seit ewigen Zeiten habe ich mal wieder mit der Hand gequiltet und zwar 30 solcher Blasen mit einem Durchmesser von ca. 5 cm . Oje, meine Finger!
 
 
Dahinein kamen dann die Knöpfe. Im Vorfeld hatte ich ca. 60 ausgewählt. Ich habe erst die Tasche genäht  und mit Bedacht auf Abwechslung wurden anschließend die Knöpfe aufgenäht. Das hat unerwartet lange gedauert.
 
 
Das Vorbild stammt aus einer Sonderzeitung des Patchworkmagazins vom Jahr 2012, aus der ich auch schon den "Quiltville" nachgearbeitet hatte. 
 
 
Ich habe meine Tasche ein wenig abgewandelt. Statt Leinen habe ich dünnen Jeansstoff genommen. Es war noch  welcher von den Sportrucksäcken da, nur für die Träger habe ich 20 cm nachgekauft.  Da ich oben offene Taschen nicht so sehr mag, habe ich einen  Reißverschluß eingesetzt.
 
 
Auch habe ich das Knopfteil nicht so breit und so dicht gequiltet und benäht, ich wollte nicht ewig daran arbeiten. Ich war mir auch nicht sicher, ob das Gewicht der Knöpfe "ziehen" würde. Ich kann jetzt sagen, daß ich das Gewicht der Knöpfe überschätzt habe und alles einen guten Halt hat.
 
 
Mit 35 cm x 35 cm gehört die Tasche eher nicht zu den Großen. Sie wirkt ein wenig schmaler, weil ich den Boden 8 cm abgenäht habe. Die Träger sind 80 cm lang, sodaß man sie über der Schulter oder auch gut in der Hand tragen kann. Nun steht der Praxistest noch aus.
So, nun ist auch die Aprilaufgabe erfüllt.
Nach dem Abendessen mache ich mich an das Annähen des Bindings des Tischsets für den SAL Sets around the Year bei Valomea, die uns zum Monatsset nähen aufruft.
 
 
Genießt das schöne lange Wochenende!
 
Petruschka

Mittwoch, 26. April 2017

Quilten mit Pep

... verspricht ein neues Quilt-Buch aus dem Stiebner-Verlag, das mir als Gratisexemplar zur Rezension zur Verfügung gestellt wurde.
 
 
Das frische Layout und der für mich eher ungewöhnlich bunte Quilt auf dem Titelbild haben mich sehr angesprochen. Das erste Durchblättern ließ mich an einigen Stellen innehalten, um mir die farbenfrohen Werke genauer anzusehen und so wußte ich gleich, daß ich folgenden Quilt nacharbeiten würde. 
 
 
Doch dazu später mehr.  Zuerst gibt eine Einführung, wo die Buchautorin Lucie Summers einen kleinen Einblick in ihre Arbeitstechnik und zum Gebrauch des Buches gibt. Im ersten Teil beschreibt sie ausführlich und mit Hilfe von Bildern die Bausteine der Quilts. Jede Technik ist in einem kleinen Quilt repräsentiert. Auf dem Foto sind alle kleinen Quilts versammelt.
 
 
Als Beispiel sei hier die Technik des applizierten Kreises, die auch in meinem  Quilt eine Rolle spielen wird, gezeigt.
 
 
Andere Techniken sind zum Beispiel Chevrons, Kreuzblöcke, Bullaugen, X-Blöcke oder halbe Dreiecke. Insgesamt werden 13 Techniken vorgestellt. Im zweiten Teil stehen die Quilts im Vordergrund. Die Künstlerin zeigt die Inspirationen und die Ideen für den jeweiligen Quilt, die benötigten Techniken und die einzelnen Arbeitsschritte sowie die jeweiligen Maße der einzelnen Teile.
 
 
 
Sie macht auch Vorschläge zum Quilten - daher auch der Name des Buches. Den deutschen Titel "Quilten mit Pep" finde ich allerdings nur bedingt gelungen. Der Originaltitel "Quilt Improv" weist eher auf die Arbeitsweise von Lucie Summers hin, nämlich einfach Teile zuzuschneiden, wann und wie sie es gerade braucht. Und wenn ein Stoff dann alle ist - was soll's, dann nimmt sie eben einen anderen. So entstehen eben die bunten und wie zusammengewürfelt erscheinende Quilts, die am Ende immer einen harmonischen Quilt ergeben. Der Untertitel "Inspirationen für traumhafte Muster" greift diese Idee auf.
 
 
 

Nicht alle Quilts gefallen mir gleich gut. Einige sind mir zu blaß oder aber zu wirr in den Farben und Mustern der Stoffe. Ein Quilt aber hat mir so gut gefallen, daß ich ihn, zumindest in weiten Teilen, nachgearbeitet habe.
 

Dieser Quilt faszinierte mich, weil er eben so anders ist als die Quilts, die ich sonst mache. Aber die Farben und verschiedenen Kontraste zogen mich an. Da ist zum Einen das grafische Element, die klar  aufgeteilte Oberfläche.


Dann gefiel mir das Zusammenspiel der verschiedenen Farben, das Pink und das Apfelgrün, die so gar nicht zu den anderen Farben zu passen scheinen. Beim Apfelgrün schien es mir fast so, als ob der Stoff nach Apfel riechen würde.
 
 
Besonders witzig fand ich die bunten Kreise, die in verschiedenen Größen auf verschiedene Art appliziert sind. Die kleinen Kreise sind per Hand appliziert.
 


Die großen Kreise werden in Reverstechnik appliziert. Der untergelegte Stoff wurde wie auch der Oberstoff jeweils mittig aufeinandergelegt - ein Effekt, den ich besonders mag.
 
 
 
Bis auf sparsam eingesetzte Stücke von Motivstoffen habe ich einfarbige Stoffe verwendet. Das paßt auch zu den klaren geometrischen Strukturen des Quilts.
 
 
Beim Quilten bin ich dem Prinzip der Autorin gefolgt und habe horizontal als auch vertikal Geraden in verschieden großen Abständen gequiltet.
 
 
Die Rückseite besteht aus einem Rest Bettwäsche. Das Linienmuster paßt gut zum Vorderteil, wie sich im Gegenlicht gut erkennen läßt.
 
 
Wenn ich versucht habe, die Farben und die Muster des Quilts aus dem Buch zu imitieren, so habe ich mich dennoch auch für meine Interpretation entschieden, indem ich im Unterschied zum Originalquilt rechts und unten Teile weggelassen habe. Die Formen wiederholen sich da nämlich und das nimmt dem Quilt irgendwie die Spannung. Demnächst werde den Quilt  in meine Galerie integrieren, da ist nämlich mal wieder ein Wechsel fällig.
 
 
Die Fotos sind bereits Anfang April entstanden, als das Wetter noch einen schönen Monat versprach. Die Kirschbäume begannen zu blühen.
 
 
Das Buch ist also mehr als nur ein Anleitungsbuch. Es inspiriert, eigene Stoffe zu nehmen, damit zu spielen, die Muster nach eigenem Gutdünken einzusetzen und farbenfrohe Quilts zu kreieren. In dem Sinne kann ich das Buch nur empfehlen.
 
Lucie Summers: Quilten mit Pep
ISBN: 978-3-8307-0923-7
Stiebner-Verlag
19,90 €
 
Petruschka 

Samstag, 22. April 2017

Eine weitere Sunbonnet Sue

... ist nun zu einem kleinen Quilt verarbeitet.  Bevor alles, was an Ostern erinnert, weggeräumt wird, ziert er noch kurze Zeit den kleinen Couchtisch.
 

Gestern Abend konnte ich erst gegen 20.30 Uhr mit dem Nähen in die Freitagnacht beginnen - wir hatten noch einen Termin außer Haus, von dem wir erst gegen 19.45 Uhr zurück waren. Aber ich hatte ja schon "vorgearbeitet". Aus den Resten der Quadrate des zweiten  Sunbonnet Sue Quilt habe ich auch hier rot-weiße 5 cm - Quadrate verarbeitet. Der schmale weiße Streifen trennt die auf dem Mittelteil applizierte Sunbonnet ...
 
 
... und ihren kleinen Freund von den Quadraten. Da das Mittelteil aber nicht quadratisch ist, habe ich auf der rechten und linken Seite die mittleren drei "Quadrate" etwas schmaler schneiden müssen.
 
 
Gegen 23.00 Uhr war das Top fertig. Nach dem Quilten bzw. dem Vernähen der Fäden nähte ich noch die Aufhänger und das Binding auf der Vorderseite an. Dann war ich zu müde, um noch das Binding auf der Rückseite anzunähen. Naja, es war ja auch schon fast 1.00 Uhr, als ich Nähmaschine und Lampe ausmachte.
Die Restarbeit, also das Annähen des Bindings auf der Rückseite, erledigte ich am heutigen frühen Nachmittag; also bevor ich diesen Post begann. Bei einem solch kleinen Quilt - 32,5 cm x 31,5 cm, bzw. 32,5 cm mit den Aufhängern, ist das Binding ja auch schnell angenäht.
Nach einigen Tagen wird der Quilt an dem Platz stehen, wo der Quiltständer seinen Stammplatz hat.
 
 
Zum Stricken bin ich also nicht mehr gekommen. Das ist aber nicht weiter schlimm, dann geht es ein anderes Mal weiter, vielleicht schon heute Abend.
Nun will ich mir ansehen, was die anderen Teilnehmer am FNSI so geschafft haben. Ich wünsche Euch einen schönen Sonnabendabend und einen schönen Sonntag. Wir treffen morgen die ältere Tochter, um ihren 26.Geburtstag nachzufeiern.
 
Petruschka

Freitag, 21. April 2017

Der/die/das FNSI

... steht heute wieder an. Im Februar und März hatten andere Termine Vorrang, aber heute Abend wird mitgemacht. Und das will gut vorbereitet sein. Also habe ich einen weiteren Sunbonnet Sue Block von hier und rot- sowie weißgemusterte Stoffe herausgesucht.
 
 
Für meinen kleinen Quiltständer will ich einen Frühlingsquilt nähen. Die kleinen Quadrate stammen wieder einmal vom Abo. Von der Idee eines größeren Sunbonnet Sue Quilts hatte ich mich verabschiedet - denn da warten noch so einige andere Tops auf die Endverarbeitung. Die kleineren kann man einfach schneller fertigstellen und verschenken. Einige der Probeaboquadrate sind schon geviertelt, weil ich die Gegenstücke bereits verarbeitet habe. Und zwar in diesem süßen kleinen Quilt.
 
 
Er ist ca. 32 cm x 39 cm groß. Sunbonnet Sue steht in ihrem Sonntagskleid auf dem grünen Rasen und wartet auf ihren kleinen Freund. Der Quilt wird das elterliche Haus eines Studienkollegen des Mannes zieren. Er hat es geerbt und nutzt es mit seiner Frau, auch eine Lehrerin, als Zweitwohnung während der freien Tage bzw. Ferien. Wir treffen uns in lockeren Abständen, wie eben jetzt zu Ostern.
 
 
Ich habe die Umrisse der Kleidung von Sunbonnet gequiltet, sodaß alles sehr plastisch aussieht. Der Hintergrund und der Rasen haben größere Stipplingkurven erfahren.  
 
 
Die rot-weißen Muster mag ich sehr. Die "Reste" nun sollen für den neuen Quilt verwendet werden.
 
Falls ich dann noch Zeit und Lust haben sollte, kann ich an den für mich bestimmten Frühlingssocken weiterstricken. Frühlingssocken deshalb, weil sie aus dünnerer Wolle gestrickt werden, nicht weil sie bunt wären.
 
 
Der Fortschritt beim Stricken war schon beträchtlich (gut der halbe Fuß) - allerdings mußte ich dann rückwärts stricken. Für den Fuß ergab meine gewählte Nadelstärke 3 zu lockere Maschen und damit einen zu großen Socken. Nun mache ich also mit Nadelstärke 2,5 weiter.
 
Seid Ihr eigentlich auch dabei, wenn Wendy uns heute zum gemeinsamen Friday Night Sewing In einlädt? Wenn ja, wünsche ich erfolgreiches Arbeiten! Wir sehen uns!
 
Petruschka

Donnerstag, 20. April 2017

Einen Baum mit C

... zu finden war gar nicht so leicht. Für den monatlichen Tausch mit Klaudia zum Thema Natur  habe ich mich entschlossen, das Thema Bäume weiterzuverfolgen. Nun also das "C". So auf Anhieb fiel mir da keine Baum ein. Doch ein Blick ins Internet brachte Aufklärung. Jede Menge Chinesische .... irgendwas, das wollte ich allerdings nicht. So fiel meine Wahl auf den Cashewbaum. Zum Einen, weil ich gern mal Nüsse esse und zum Anderen, weil ich so gar nichts dazu wußte. Meine AMC zeigt die Blätter sowie die Früchte dieses Baumes. Kaschu oder englisch cashew ist ein immergrüner Baum, der in Südamerika an den Küsten Nordost Brasiliens, beheimatet ist. Auf portugiesisch heißt er caju.
 
 
 Der Cashewbaum (Anacardium occidentale) ist mit Mangos und Pistazien verwandt. Die Cashewfrucht ist ein kleines, grünlich- bis bräunliches, nieren- oder boxerhandschuhförmiges Gebilde, das an einem fleischig verdickten Fruchtstiel herabhängt. Dieser etwa 5–10 cm lange, birnen- oder paprikaförmige Fruchtstiel wird als Cashewapfel bezeichnet. Dieser ist allerdings nur eine Scheinfrucht, da er nur der verdickte Fruchtstiel und nicht die eigentliche, fortpflanzungsfähige Frucht ist. Er ist bei Reife gelborange bis rot gefärbt und wird zu Saft und Marmelade verarbeitet. Der Cashewapfel ist leicht verderblich und seine Außenhaut sehr druckempfindlich. Aus diesem Grund kann er schlecht transportiert und nicht international gehandelt werden. Er wird deshalb unmittelbar nach der Ernte weiterverarbeitet.
 
 
Die am Cashewapfel herabhängende nierenförmige Cashewfrucht wird abgeerntet und daraus der bekannte Cashewkern gewonnen. Cashewkerne sind ein guter Lieferant von Mineralstoffen, allerdings auch sehr kalorienreich. Heute werden Cashewbäume  weltweit in den Tropen kultiviert. Sie sind anspruchslos und wachsen auch auf schlechten Böden. Nebenbei produziert der Cashewbaum auch noch Latex und ein technisch wertvolles Öl. Sein Holz ist sehr hart und dicht, resistent gegen Termiten und sehr widerstandsfähig gegen Verwitterung.
Die gezeigte AMC ist mein zweiter Versuch. Ich fand es eigentlich eine gute Idee, auf  einfarbigem grünen Stoff die Blätterumrisse frei zu sticken. Dies ergab allerdings zu wenig Kontrast, sodaß ich eine zweite Variante  machte, die mir besser zusagte. Hier der mißglückte erste Versuch.
 
 
Klaudia hat mir eine wunderschön gestickte Calla geschickt. Sie mag sie aufgrund ihres edlen Aussehens.
 
 
Ich muß ihr zustimmen, wenn sie schreibt, daß sie sehr graziös wirkt. Klaudia entschied sich gegen das Applizieren und stickte die Calla dann doch frei. Das Detailbild zeigt, wie gut sie das kann.
 
 
Auf ihrem Blog erfahrt Ihr interessante Details über die Calla.
 
Nun werde ich mich etwas Profanerem zuwenden - ich muß darf mich der Flick- und Bügelwäsche widmen.
 
Petruschka

Mittwoch, 19. April 2017

Ereignisreiche Tage

... liegen hinter uns - der Grund, weshalb ich seit zwei Wochen nichts gepostet habe. Ich habe zwar seit dem 8.April Osterferien, war aber immer auf Achse. Nun will ich die nächsten Tage nutzen, Liegengebliebenes  aufzuarbeiten und auch mal die Nähmaschine zu bemühen ;-).
 
Am 7.April haben wir uns zusammen mit einer befreundeten Familie auf den Weg nach Neumünster gemacht, um unsere Töchter bei der Deutschen Meisterschaft der Leistungsklasse im Karate zu unterstützen. Und obwohl unsere Tochter ja erst 17 Jahre alt ist, war es ein Pflichtwettkampf. Sie kam direkt vom Austausch aus Frankreich, hatte also 10 Tage kein Training. Wir Eltern waren erleichtert, daß alles gut gegangen war auf dem Flughafen in Paris, denn alleinreisende Jugendliche unter 18 Jahren müssen seit dem 15.Januar diesen Jahres bei der Ausreise eine Bestätigung der Eltern bei sich führen. Sie war noch ganz euphorisch von den Tagen in Frankreich und ging  ganz entspannt an diesen Wettkampf heran. Sie hatte ja nicht viel zu verlieren, auch wenn sie aufgrund ihrer bisherigen Erfolge im Juniorenbereich auf  Platz 5 unter 29 Starterinnen gesetzt war.  Unsere Sorge war eher, daß sie es nicht unbeschadet überstehen könnte, denn in dieser Klasse ist ein wenig mehr erlaubt hinsichtlich der Wettkampfhärte. Aber alle Sorgen waren unbegründet, denn sie selbst hat auch ausgeteilt.
 
 
 
Gänzlich unbeeindruckt von den Gegnerinnen eilte sie von Sieg zu Sieg und hatte im Finale nach einem 0:0 mit 5 Flaggen endlich mal eine Entscheidung für sich.
 

Ein Einstieg in die Leistungsklasse, wie er hätte nicht besser sein können. Der Landestrainer lobte sie in den höchsten Tönen. Nicht, daß es da nichts mehr zu verbessern gäbe ... Gerade ist sie wieder zum Individualtraining aufgebrochen.
Auch die Tochter der befreundeten Familie (links im Bild) errang den ersten Platz. Da hat der heimische Trainer gut lachen. Denn auch seine Freundin (zweite von links) errang einen Medaillenplatz - den bronzenen nämlich.
 
 
Auf der Rückfahrt in Richtung Thüringen wurden das Tochterkind und ich in Hamburg abgesetzt. Wir verbrachten drei Tage in der Hansestadt. Neben Shopping (das Kind) kam auch die Kultur (ich)nicht zu kurz.
 
 
Natürlich besichtigten wir auch die Speicherstadt, die zu Fuß ganz gut von unserem Hotel zu erreichen war.
 
Das Wetter war allerdings nicht mit uns. Regnerisch und kalt war es an fast allen Tagen. Aber das schreckte uns nicht ab. Natürlich mußten wir auch die Elbphilharmonie besichtigen.
 
 
Die Schlange war schnell abgearbeitet und so ging es recht schnell mit der Rolltreppe hoch zur Plaza, von wo aus man einen schönen Überblick über Hamburg hat.
 
 
 
Die Fahrt mit der Rolltreppe erinnerte mich an die Metrostationen in Paris oder Moskau. Einmal wegen der Menschenmassen und dann auch wegen der Höhenmeter, die man damit zurücklegt.
 
 
Daß es zwischendurch auch sonnige Momente gab, zeigt der Himmel auf dem Foto vom Innenhof das Rathauses, wo sich der Brunnen der Hygieia befindet. Er wurde 1895–1896 erbaut, gestaltet vom Bildhauer Joseph von Kramer (1841–1908) aus München. Der Brunnen wurde als Erinnerung an die Choleraepidemie von 1892 errichtet, bei der über 8000 Hamburger starben.
 
 
Am späten Mittwochabend waren wir wieder im heimischen Thüringen. Der Donnerstag ging für die Osterfestvorbereitungen drauf, erwarteten wir doch an den verschiedenen Feiertagen  Besuch von Studienkollegen und Kindern.  
Osterkarten habe ich in diesem Jahr nicht verschickt. Klaudia allerdings hat mir einen schönen Gruß geschickt. Vielen Dank für die schönen Osterblumen.
 
 
Dem launischen Osterwetter trotzten wir Spaziergänge ab. Wie den im Ettersburger Wald, wo wir auf so einige Bärlauchsucher trafen. Es wird ihnen allerdings nicht schwer gemacht, denn der Bärlauch steht nah am Wegesrand.
 
 
Die alljährliche Ostermontagssuche stand ebenfalls nicht unter guten Vorzeichen, machte der April seinem Namen alle Ehre. Unserem Spaß tat das allerdings keinen Abbruch. Schade war, daß unser Ältester fehlte. Aber eine schlimme Grippe hält ihn in Ismaning fest. Immerhin konnte er mir per Teamviewer helfen, konnte ich doch einige Zeit  nicht auf meinen  Blog zugreifen.
 
 
Gestern nun verbrachten die Tochter und ich  den Tag bei und mit einer Bekannten in Apolda, wo ab Ende April die Landesgartenschau wird. Überall sind schon die Vorboten zu erkennen. Allerdings war das Wetter wieder nicht sehr schön.
Mir bleiben nun die vielen Post von Euch zu lesen. Das wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. Also, bis dann!
 
Petruschka