Sonntag, 6. November 2011

Von Handarbeits-Seitensprüngen und Ostseeerinnerungen

... handelt der heutige Post. Ein wenig bildlastig wird's, aber Bilder sagen eben mehr als Worte. (Mein Mann würde jetzt sagen: Fünf Euro ins Phrasenschwein.)


Nach den Tagen in Lübeck, die ja auch das Ende der Ferien bedeuteten, und dem Wochenende fiel es mir wieder schwer, in den Alltag zurückzukehren. Irgendwie komme ich dieses Jahr gar nicht richtig in Tritt. Nichtsdestotrotz habe ich wenigstens Kleinigkeiten fertiggestellt. So habe ich ein Schneeherz in Miniformat gestickt und das auch noch in Bunt auf grünem Stoff. Mittlerweile ziert es eine AMC, die morgen auf die Reise geht. Ich werde sie in den nächsten Tagen zeigen.

Das Muster hat eine Durchmesser von ca. 8 cm, es ist also nicht sehr groß.


Auf der Rückfahrt von Lübeck ins heimische Mittelthüringen habe ich die immerhin fünfstündige Fahrt zum Häkeln genutzt. Diese Mal habe ich allerdings ein Kleidungsstück gefertigt. Martina hat in einem Post auf die "Landlust" verwiesen und da habe gleich ich die Anleitung für einen Schal ausgedruckt. Bei meinem Lieblingsstoffdealer, der auch Wolle, Garne, Knöpfe und anderes führt, habe ich mir dann die Wolle gekauft. Zu Hause angekommen, hatte ich den Schal fast fertig. Und wenn ich die letzte Stunde im Auto hätte noch arbeiten können, wäre er da schon fertig geworden. Doch es war dann einfach zu dunkel. Hier also ein Bild vom fertigen Schal.

Martina hatte ein reizendes Kopfmodell. Bei mir muß das Foto so reichen. Verstrickt habe ich etwas mehr als 50 Gramm der Royal Tweed Wolle von Lana Grossa. Es ist eine reine Schurwolle und bietet ein tolles Tragegefühl. Als Außenkante sollten eigentlich Noppen oder Popcornmaschen gehäkelt werden. Ich habe eine Mausezahnkante gewählt. Alles andere wäre zu wuchtig gewesen und so gefällt mir die Abschlußreihe auch besser.

Nun will ich noch einige Fotos von unserem kurzen Aufenthalt in Lübeck zeigen. Freitag hatten wir in den späten Nachmittagsstunden uns schon ein wenig das Zentrum angesehen. Der ganze Samstag ging für die Wettkämpfe weg. Das Tochterkind hatte einen sehr guten Start, aber nach dem dritten Kampf mußte sie sich ihrer bedeutend schwereren Gegnerin nach einer Nachkampfzeit geschlagen geben. Das war schon schwer für sie, hatte sie doch bis dahin von 8 großen Turnieren 6 gewonnen und die beiden anderen als Zweite beendet. Aber sie nimmt es sportlich und will im nächsten Jahr wieder angreifen. Am Sonntag also sind wir in Richtung Küste aufgebrochen und haben eine Tour entlang der Badeorte gemacht. Natürlich durfte da ein Strandspaziergang nicht fehlen. Das Wetter konnte schöner nicht sein. Hier einige Impressionen.

Für Kinder gibt es nichts Schöneres als Sandburgen bauen. Diese hier wurden ziemlich weit oben in den Sand gesetzt, sodaß ihre Haltbarkeit deutlich verlängert wurde.

Tierische Zuschauer begleiteten uns auf dem Weg.

Auf unserem Weg durch die Badeorte sahen wir viel Kunst. Die teilweise ungewöhnlichen Kunstwerke mußte ich natürlich festhalten.

Zum Abschluß unserer Tour waren wir in Travemünde. Vom Promenadenfußweg konnte man dieses Gebilde sehen. Schüler hatten unter Anleitung von Handwerkern dieses Mobile gebaut. Im Garten waren noch andere Kunstwerke zu sehen. Allerdings war es da schon am späten Nachmittag und die eine Stunde, die wir länger schlafen konnten, verkürzte natürlich den Tag, sodaß die Lichtverhältnisse nicht die günstigsten waren.





Schon am Vormittag waren wir am Timmendorfer Strand, wo wir nach dem Strandspaziergang den Promenadenweg nahmen und folgende Ausstellungsstücke sahen.

Einen Himmelstürmer, der mich eher an einen Stabhochspringer erinnerte.

Und diese Figur, die, ja was denn eigentlich, darstellen sollte? Eine Giraffe, eine Ente oder ein Schnabeltier? Egal, es sah witzig aus.


Ein paar Meter weiter neben den Skulpturen sahen wir dieses kleine Haus, das sich neben den daneben stehenden Villen und Hotels geradezu bescheiden ausnahm. Wenn ich ein Häuschen haben wollte, müßte es seinen Charme haben.


Oder sollte es doch dieses Haus in Neustadt/Holstein sein? Gut, jetzt ist es noch ein Restaurant, aber perspektivisch?

Diese kleine Haus finde ich zwar total süß, aber es wäre dann doch zu klein für meine Bedürfnisse. Nein, im Ernst: In Neustadt findet man häßliche Pfähle oder Pfosten mit solch kleinen Häusern aus Holz verkleidet. Mir gefällt die Idee total gut. Ein Hingucker sind sie allemal.


Da wir am Montag in Thüringen den Reformationstag feiern und das deshalb ein freier Tag ist, sind wir noch einen halben Tag geblieben, um uns Lübeck anzusehen.

Von der Brücke über die Untertrave, auf der die hübschen Handarbeiten angebracht sind, hat man einen Blick auf das Dach der Musik- und Kongreßhalle und man fühlt sich ein wenig beobachtet.
Beim Rundgang durch die Stadt haben mich vor allem die verschiedenen Fassadenformen beeindruckt. In ihrem Buch "Häuserpatchwork" hat Bernadette Mayr verschiedene Formen vorgestellt und daran fühlte ich mich beim Anblick derer in Lübeck stark erinnert. In Folge seht Ihr einige der schönsten Fassaden.









Diese wunderschöne Fassade gehört zum Buddenbrookhaus. Naja, ein Besuch sehen wir erst für das nächste Mal vor;).

Beim Stadtrundgang sind mir da noch zwei besondere Schilder ins Auge gefallen.

Eine schöne sprachliche Verkleidung für Kneipe.


Auch nicht schlecht, aber ich verzichte.



Schon zu Wochenbeginn in der Post war dieses Siggy von Beate.


Glück kann man immer brauchen. Der Beistoff gefällt mir auch sehr gut. Danke für den schönen Tausch.


Soweit zu unseren Kurzaufenthalt in Lübeck. Im nächsten Sommer ist die Ostsee unser Ziel, das haben wir unserer Tochter fest versprochen. Ob es allerdings Hostein wird oder doch eher Mecklenburg, mal schauen.


So, das soll's nun gewesen sein. Das nächste Mal zeige ich sicher wieder mehr Gepatchtes. Aber so ein Ausflug in andere Handarbeitstechniken ist auch nicht zu verachten.


Kommt gut in die neue Woche.


Liebe Grüße, Petruschka

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die tollen Bilder!!!
    Eine schöne Woche und liebe Grüße
    Gitta

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  2. Hallo Petra,

    tolle Fotos von eurem Kurztrip hast du mitgebracht!Herzlichen Danke fürs mitnehmen auf deine Reise;-)
    ...und dein Schal,gefällt mir...sieht richtig kuschelig aus...dazu in einem schicken Farbton!

    Ich wünsche dir eine schöne Woche...

    sei herzlich gegrüßt
    Klaudia

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  3. Liebe Petra,
    danke fürs Mitnehmen nach Lübeck, sehr schöne Bilder, aber die vom Strand und der Kunst sind auch nicht zu verachten. Ja, ab und an muss frau auch mal mit anderen Handarbeitstechniken fremdgehen. Dein schöner Schal ist ja gerade zur rechten Zeit fertig geworden.
    Einen guten Start in die Woche und liebe Grüße
    Roswitha

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  4. Ich habe jetzt mal mein Augenmerk auf den Schal geworfen und werde gleich mal nach dem Ausdruck schauen!
    LG Tina

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  5. Mei....Petra..
    hast alles Städte und Gegenden angeschaut....die ich auch so gut kenne. Klar...in den letzten Jahren hat sichs ein wenig verändert. Die Ostsee vermisse ich soooo sehr... so beneide ich Euch...wenn ihr im Sommer wieder dorthin fahrt.
    Danke für den tollen Bericht
    Sabine

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  6. Liebe Petra,
    deine Schneeherzen-Stickerei ist ganz zauberhaft, aber dein Häkelkragen steht ihr um nichts nach. Wunderschön, er gefällt mir sehr in dieser filigranen Variante. Du hast mit den Mäusezähnchen auch eine perfekte Wahl getroffen! Deine Reiseerinnerungen habe ich sehr genossen, vielen Dank dass wir dich ein wenig begleiten durften! GlG, Martina

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  7. Joli cache-cou :-) dans cette version aérée et jolies photos de cette région de l'Allemagne que je ne connais malheureusement pas!

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  8. Liebe Petra,
    schöne Bilder hast du in Lübeck gemacht. Es freut mich, dass es euch an "meiner" Ostsee in Schleswig-Holstein gefallen hat;-)
    Liebe Grüße
    Brigitte aus Kiel

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