... gibt es eine Mitmachaktion, der ich nicht wiederstehen kann. Zu ihrem Bloggeburtstag möchte sie, daß wir für jemanden anderen ein Buch auswählen und eine Hülle dazu nähen. Das ist in aller Kürze die Hauptidee. Schaut doch mal bei Maika vorbei.
Ich bin jedenfalls dabei. Denn ich war und bin eine Leseratte. Das letzte Projekt der QuilThuer hieß ja "Erzähl eine Geschichte". Für mich kam da nur eine in Frage - die des Kleinen Prinzen.
In verschiedenen Kreuzstichbildern erzählte ich also die Geschichte der schwierigen Beziehung des Kleinen Prinzen zu seiner Rose.

Er kümmert sich um sie, sobald er ihren Sproß entdeckt hatte. Der Kleine Prinz bringt ihr Wasser, beschützt vor der Zugluft und der kalten Nachtluft.
Dennoch verläßt er sie, um sie zu vergessen und andere Welten kennenzulernen. In einem Garten sieht er Tausende Rosen und erkennt, daß keine dieser seelenlosen Blumen seiner Rose gleicht und er auf seinen Planeten, zu seiner Rose, zurückkehren muß.
Das Format des fertigen Quilts war mit 30 cm x 100 cm im Hochformat vorgegeben. Die letzten Zentimeter macht eine Zackenborte aus, an deren Zackenenden ich kleine Anhänger genäht habe: die Rose, den Fuchs, das Schaf, der Zugvogel und eben der kleine Prinz. Diese habe ich zufälligerweise im Februar des vergangenen Jahres in Budapest (Karate-EM) in einem kleinen Laden, in den wir uns wegen des einsetzenden Regens geflüchtet hatten, gefunden.
Unschlüssig, wie ich wohl die Stickerei in den Hintergrund einbinden sollte, kam der Rat, von oben nach unten eine Art Verlaufsstoff zu kreieren. Und so entwickelt sich dieser von Nachtschwarz über Himmelblau zu einem satten Rasengrün.
Nun hängt er anstelle des Hundertwasserhauses neben der Tür zu meinem Arbeits-/Nähzimmer :-)). Mein Geschreibsel davon ist ja schon selbst eine Geschichte.
Aber nun zu etwas Aktuellem. Wie so einige Patchworknäherinnen habe ich das Kleidernähen für mich (wieder)entdeckt. Schon als Jugendliche habe mit der Hand (!) Kleidung genäht. Jetzt mit den vielen schönen Stoffen und den modernen Nähmaschinen war es mir ein Bedürfnis, mir selbst Kleidung zu nähen. Noch bin ich am Anfang, aber wenn ich die Paßform von gekauften Sachen sehe, sehe ich nur Vorteile. So habe ich am Wochenende ein T-Shirt genäht. Vom Shirt und dem bereits im Sommer genähten Proberock habe ich mal ein Beweisfoto gemacht. Nichts Spektakuläres, aber selbstgenäht.
Der Rockstoff hat einen hohen synthetischen Anteil, den möchte ich so nicht anziehen. Deshalb ist er auch nicht gut gebügelt. Aber so konnte ich die Paßform des Rockschnittes ganz gut überprüfen. Okay, das Shirt hätte auch noch mal das Bügelbrett sehen können.
Mit Blau habe ich dann auch weitergemacht. Bei Anke hatte ich ein Kissen aus gelben Resten gesehen. Für ein Vierer-Set will ich nun meine Streifenreste verringern und gleichzeitig auch Kleinstreste entsorgen. So sah es dann gestern Nachmittag auf meinem Schreib-/Nähtisch aus.
Wie sich leicht erraten läßt, sind waren als nächste die grünen Reste dran. Das Set ist nun zusammengenäht und auch schon gequiltet sowie das Binding auf der Vorderseite angenäht. Nun folgen noch die roten und gelben Reste. Wenn alle vier Sets fertig sind, bekommt Ihr sie zu sehen.
So, nun muß ich noch eine BigBlueButton-Session vorbereiten. Für die, die keinen Plan haben - das ist ein Tool der Internetplattform unserer Schule. Normalerweise machen wir das zu Unterrichtszeiten, aber es ist eine junge Mutter, die mit ihren beiden Kindern zu Hause ist. Da ist es tagsüber schwer, Ruhe für die Schule zu finden.
Bis bald.
Petruschka