Samstag, 18. November 2017

Geschafft

... und das in zweifacher Hinsicht: geschafft haben wir heute schon einige Weihnachtseinkäufe  bzw. waren mal wieder gemeinsam Sachen kaufen. Noch ist es in den Kaufhäusern nicht so voll; das wird sich an den nächsten Sonnabenden bestimmt ändern.
Geschafft habe ich gestern Abend den Weihnachtsstern - Miniquilt für den Quiltständer. Zum besseren Zeigen habe ich ihn mal darauf drapiert. Auf seinen längeren Einsatz muß er allerdings noch bis zum 1.Advent warten.
 
 
Das Nähen in die Nacht war eins mit Hindernissen. Denn das Kind hatte beschlossen, ins Kino zu gehen, was ein Abholen notwendig machte. Tagsüber sind die Busverbindungen sehr gut, aber der letzte Bus fährt 19.00 Uhr. Der Mann war zum Punktspiel, also mußte ich ran. Deshalb kam ich erst gegen 20.30 Uhr an die Nähmaschine. Die Vorarbeit, nämlich das Quilten der  Blüten,  hatte ich ja schon geleistet. Nun mußte noch ein Hintergrund gequiltet werden. Grünes Garn hatte ich zum Glück bekommen und so quiltete ich Blätter, wie sie der Weihnachtsstern ja auch hat. .
 
 
In den freien Flächen habe ich noch ein bißchen gestippelt.
 
 
Zwischendurch mußte ich immer mal wieder eine Pause machen, ich hatte eine große Unruhe in mir. Das kenne ich beim Nähen normalerweise nicht.
Das erste Mal überhaupt habe ich ein zweifarbiges Binding verwendet. Der rote Stoff scheint nun wie eine Biese, dabei ist er in den Bindingstreifen integriert. Das Annähen des Bindings von hinten und das anschließende Festnähen mit der Maschine vorne ist ein wenig gewöhnungsbedürftig für mich, aber der Effekt überzeugt mich.


Einmal zu Ende gequiltet und das Binding angenäht - da war es kurz nach 23 Uhr - wollte ich den Mini natürlich auch beenden. Ich war da schon ganz schön müde, wahrscheinlich Nachwirkungen des anstrengenden Aqua Fit - Kurses am Nachmittag. Aber die vier Laschen habe ich dann noch angenäht.
So war für mich an diesem Freitag das in die Nacht nähen schon vor Mitternacht vorbei. Aber das Ziel, der fertige Miniquilt, wurde erreicht.
Der Plan ist, nachher noch einige Miniblöcke auf Papier zu nähen. Mal sehen, wie ich das realisieren kann. Doch vorher schaue ich noch bei Euch rein.
Ich wünsche Euch einen gemütlichen Abend und einen schönen Sonntag.

Petruschka

Freitag, 17. November 2017

Der Freitagabend

... ist meist für das Nähen reserviert. In der Woche komme ich eher selten an die Nähmaschine. dafür eben am Freitag. Und da heute der dritte Freitag im Monat ist, wird bei Wendy wieder in die Nacht genäht, zumindest war das für heute angekündigt. Ich habe wieder einige Sachen herausgesucht, woran ich arbeiten will. Beim Weihnachtsstern habe ich bereits die roten Blütenblätter gequiltet.
 
 
Allerdings wird wohl das grüne Quiltgarn nicht reichen. So ich heute noch welches auftreiben kann, werde ich die grünen Blätter quilten.
Andernfalls wird ein zweites Top mit Miniblöcken entstehen. Die Streifen, Dreiecke und das Papier hatte ich ja schon vorbereitet.
 
 
Alternativ bzw. zusätzlich könnte ich auch schon AMC-Rohlinge für die diesjährigen Weihnachts-AMC anfertigen. Beim Ausräumen der Wohnung des Schwiegervaters sind mir einige Weihnachtsdecken in die Hände gefallen, die eben zu solchem Zweck zerschnitten werden sollen bzw. eine schon wurde.
 
 
Was meint Ihr, seid Ihr dabei?
 
Herzlichst, Petruschka

Mittwoch, 15. November 2017

J wie

... Jaguar, Johannisbeere, Johanniskraut und Jasmin - da hörte es bei mir schon auf. Wir hatten nicht gerade eine große Auswahl beim Buchstaben J. Für mich kam nur der Jasmin in Frage. Zum Einen natürlich, weil ich überwiegend Bäumer und Sträucher darstellen will. Zum Anderen mag ich den Duft der Jasminblüten sehr gern.  Dabei erinnere ich mich an meine Kinderzeit, als ich in einer kleinen Grünanlage extra einen anderen Weg genommen habe, um eben diesen Duft zu riechen. Außerdem mag ich auch Jasmintee gern trinken, vorwiegend als grünen Tee mit Jasminblüten. Der Echte Jasmin oder Gewöhnliche Jasmin ist ein Klettergehölz, das durch seine dekorativen weißen und duftenden Blüten auffällt. Diese weißen Blüten des Strauches wollte ich in den Vordergrund meiner AMC stellen.
 
 
Dafür habe ich wie schon bei meinem Forsythienstrauch einen grünen Hintergrund locker gequiltet, Zweige und Äste aufgenäht und habe die Maschine mit grünem Verlaufsgarn volle und halbvolle Blätter sticken lassen. Auf diesen Hintergrund habe ich dann mit der Hand mit weißem zweifädigen Stickgarn unzählige Margeritenstiche gesetzt.
 
 
Der Zeitumfang für diese Stickerei ist nicht zu unterschätzen. Ohne genau auf die Uhr geschaut zu haben, dürften es knapp drei Stunden gewesen sein.
Die Blüten stehen bis zu zehn in Büscheln. Sie sind weiß, duftend und etwa 2,5 Zentimeter breit. Der Jasmin blüht von Juni bis September. Als Früchte werden runde bis ovale Beeren gebildet, die bei Reife dunkelrot sind und sich später violett färben.
 
Der Jasmin wird aufgrund seiner dekorativen und duftenden Blüten als Zierstrauch kultiviert.  Das ätherische Öl, welches mittels Lösungsmittel als Absolue gewonnen wird, verwendet man in der Aromatherapie, zur Parfumherstellung und als Aromastoff beispielsweise für Jasmintee oder Maraschinokirschen.  Im Orient und in China werden schon seit Jahrtausenden duftende Öle aus den Blüten des Jasmin gewonnen. Er gelangte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus türkischen Gärten über Italien nach Mitteleuropa. Der Jasmin ist die Nationalblume Tunesiens und Pakistans.

 
Viel häufiger als den Echte Jasmin findet man den sogenannten Falschen Jasmin. Aufgrund der starken Ähnlichkeit der weißen, intensiv duftenden Blüten wird er schnell fälschlicherweise für Echten Jasmin gehalten. Wahrscheinlich war auch besagter Jasmin der Kindheit kein echter Jasmin.
Auch Klaudia hat den Jasmin gewählt - bei der geringen Auswahl .war die Wahrscheinlichkeit hoch, daß wir beide dasselbe wählen würden. Sie hat allerdings nur eine einzelne Blüte ausgewählt und diese mit der Maschine frei appliziert.
 

Die Blätter stehen gegenständig und sind aus fünf bis neun Blättchen zusammengesetzt. Die Blättchen sind elliptisch, zugespitzt und 1 bis 6 Zentimeter lang. Der Kronsaum ist fünflappig und 6 bis 12 Millimeter lang.
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Echten Jasmins liegt im Himalaja, im Kaschmir und in Südwest-China in Höhen von 1800 bis 4000 Metern. In Europa wurde er eingebürgert, man findet ihn auf der Iberischen Halbinsel, in Frankreich und Rumänien, außerhalb von Europa auch im Kaukasus und dem Iran. Er wächst in Steppen und Trockenwäldern auf mäßig trockenen bis frischen, nährstoffreichen Böden, die schwach sauer bis schwach alkalisch, kiesig oder sandig lehmig sein können. Er ist frostempfindlich und bevorzugt sonnigheiße Standorte.


Auf ihrem Blog hat Klaudia noch viele weitere interessante Informationen zum Jasmin zusammengestellt.
Mit hat der Tausch wieder viel Freude bereitet. Ich sticke eben zu gerne und hier hat es gut gepaßt. Auf eine Neues wieder im Dezember, dann mit dem K wie Koralle, Krähe, Kuckuck, Kuh, Karotte ...

Petruschka

Dienstag, 14. November 2017

Die Rose des kleinen Prinzen

... ist der Name einer Wolle, die ich natürlich wegen ihres Namens gekauft hatte. Falls Ihr es noch nicht wissen solltet (oder schon wieder vergessen habt) - "Der kleine Prinz" ist mein Lieblingsbuch (am liebsten im Original). Selbige Rose ist ja ziemlich eitel und bildet sich eine Menge auf ihre Schönheit, ihre Dornen und ihre Einzigartigkeit ein. Später, auf seiner Reise und der Suche nach einem Freund betritt der kleine Prinz einen ganzen Garten voller Rosen und ist enttäuscht, daß seine Rose ihn bezüglich ihrer Einzigartigkeit belogen hat. Doch abschließend erkennt er, daß sie seine Rose ist, weil er sie gehegt und gepflegt hat und für sie verantwortlich war.
Schon im vergangenen Jahr hatte ich die Wolle verstrickt und zwar zu einem Paar Socken zum Geburtstag einer lieben Kollegin. Mehr als die Hälfte der Wolle war noch übrig  (ich hatte 2 Knäuel à 100 Gramm gekauft) und so strickte ich mir ebenfalls ein Paar, in Größe 42.

 
Nun ist immer noch etwas übrig. Den Rest werde ich wohl wieder mit anderen Resten zusammen verstricken oder mich mal an Kindersocken versuchen.
 
Wenn ich es auch so manches Mal nicht an die Nähmaschine schaffe, ein paar Reihen zu stricken klappt immer. So ist in den vergangenen Wochen ein weiteres Paar entstanden.
 
 
Ich muß sagen, auf dem Knäuel gefiel mir die Wolle ein bißchen besser. Da sah sie eher wie Herbstwolle aus. Fertig gestrickt, stört mich der Blauanteil ein wenig. Die Socken haben Größe 43 und haben noch keinen konkreten Empfänger.
 
Ich hatte mir ja (zusammen mit anderen)  das Ziel gesetzt, 17 Paar in 2017 zu stricken. Frau Karminrot hatte zu Jahresbeginn dazu aufgerufen. Hmm, 9 Paar sind jetzt fertig, das 10. Paar ist angenadelt und das Bündchen fast fertig. Noch ist es möglich, das gesteckte Ziel zu erreichen. Einige Paar sollen ja auch zu Weihnachten verschenkt werden.
Da ich bisher noch nicht einen Post zu meinen Socken verlinkt habe, will ich hier wenigstens den jetzigen verlinken und auf alle Socken-Posts verweisen. Hier, hier, hier, hier und hier gab es schon Socken zu sehen.
Ich hoffe, Euch allen geht es gut und Ihr trotzt den kalten Novemberwinden. Heute gab es bei uns bei aller Kälte auch mal ein wenig Sonnenschein und da sieht es doch gleich besser aus mit der guten Laune. Also bleibt schön gesund!
 
Petruschka

Sonntag, 12. November 2017

Ein eigenes Design

sollten die Stoffe beim Taschen-SAL im Oktober haben. Ich hatte mir rechtzeitig Gedanken darum gemacht und auch schon ein kleines Werkstück dazu angefertigt. Allerdings schien mir es dann ungeeignet für eine wie auch immer geartete Tasche. Am Ginkgomotiv allerdings wollte ich festhalten. 


Ein Beutel schien mir groß genug zu sein, um ein solches Motiv gut zur Geltung zu bringen. So fertigte ich also ein neues Stück Stoff an. Auf einem etwas festeren dunkelgrauen Stoff sprühte ich mit goldener Textilfarbe größere und kleinere Gingkoblätter auf.


Ich entschied mich mich, diese Blätter nur auf der Vorderseite aufzusprühen. Die Rückseite sollte schlicht grau sein.
 
 
Normalerweise quilte ich die Beutelkörper nicht. Hier allerdings wollte ich die Ginkgoblätter hervorheben. Also unterlegte ich die Blätter mit einem Stück 630er Vlies und quiltete die Umrisse sowie eine Blattadern.
 
 
 
 
Der Taschenkörper und das Futter waren dann schnell zusammengenäht. Die Henkel bekamen ebenfalls gelbe Akzente durch das Quiltgarn. Der fertige Beutel sieht dann so aus.
 
 
Er ist 40 cm breit und 45 cm hoch. Der Boden ist insgesamt 8 cm breit abgenäht. Für (m)einen täglichen Einkauf also ideal.
So, das Ziel des Oktober Taschen-SAL ist erreicht. Nun bleibt noch das Oktober-Tischset für Valomeas SAL. Ideen sind da, allein die Zeit fehlt.
 
Petruschka

Dienstag, 7. November 2017

Ihr wollt sicher wissen,

... was ich bei Valomeas Verlosung gewonnen habe.  Sie hat ja unter denjenigen, die alle sechs Monatssets genäht hatten, eine kleine Mappe mit einem besonderen Inhalt verlost. Schon am Wochenende angekommen, bietet sich mir erst heute die Gelegenheit, den Post zu schreiben.
Nach dem Öffnen des Briefes machte mich Valomea noch neugieriger, indem sie kleine Gaben erwähnte, die mir hoffentlich nützlich sein würden.
 
 
 Sie hatte ein niedliches Vogelmotiv zum Sticken beigelegt. Ich mag es sehr, allerdings werde ich wohl Mühe haben, auf dem Leinen zu sticken - die Stiche wären zu winzig. neben dem Weihnachtsstoff lag da noch ein kleines eingewickeltes Überraschungsteil - eine Stickschere in der Form eines  Kranichs.
 
 
Liebe Valomea, habe vielen Dank für die Verlosung. Danke auch an den Glückself. ich habe mich sehr über das unerwartete Glück gefreut, zumal ich ja erst kurz vor unserer Abreise nach Teneriffa von der Verlosung erfahren hatte.
 
 
Am Sonnabend hatte wir QuilThuerer ja unseren monatlichen Nähtermin, wo wir weitere Minis nähen wollten. Da aber einige Nähschwestern zu einem auswärtigen Kurs gefahren waren, trafen wir uns in kleiner Runde bei Heike in ihrem Kursraum in Bad Berka. Vergessen waren die Minis, als sie fragte, wer wohl Interesse an der Benutzung eines neu erworbenen Lineals, des Quick Curve Rulers, hätte, um einen ähnlichen Quilt wie den ihren zu nähen.
 
.
Natürlich wollten wir alle. Auf unserem Blog könnt Ihr noch einige Tops sehen. Ich hatte nur den Stoff und das Nähgarn für den Mini mit, so mußte durfte ich noch Stoff kaufen. Ich entschied mich für ein kräftiges Rot und ein ebenso kräftiges Grün, denn das Muster schien mir geeignet, einen Mini-Weihnachtsstern-Quilt für den Quiltständer zu nähen.  
 

Das Muster ergibt zwingend einen zweiten Stern, allerdings in entgegensetzten Farben. Den nähte ich natürlich noch am selben Abend.
 
 
Nun warten beide aufs Quilten.
 
 
Das Lineal hat mich so überzeugt, daß ich es bestellt habe. Nun könnte ich noch weitere Blöcke nähen und einen  kleinen Läufer daraus nähen. Mal sehen. Man kann auch Frühlingsblüten nähen ;-).
 
Heute und morgen bin ich erst einmal in der Schule stark eingespannt. Ein paar Reihen versuche ich täglich zu stricken, immerhin wollte ich 17 Paar stricken. Naja, ist ja noch ein wenig Zeit.
 
Habt es fein und packt Euch warm ein.
 
Petruschka

Freitag, 3. November 2017

Teneriffa

... wird wohl nicht meine Lieblingsinsel werden und schon gar nicht der Ort, wo ich meinen Lebensabend verbringen würde. Aber, und zwar wieder einmal, führte der Sport des jüngsten Kindes uns vom 25. bis 31 Oktober in eine Gegend, die wir wohl so nie besucht hätten.
 
 
Abgesehen davon, daß ich (noch) kein Spanisch spreche (dem könnte man ja abhelfen), ist es mir dort viel zu karg und es gibt zu wenig Grün - jedenfalls ein Grün, wie ich es verstehe und auch brauche.
Ich nehme Euch heute mit auf die Insel. Allerdings ist mein Bericht nicht chronologisch, sondern eher thematisch angelegt. An drei Tagen saßen wir als Fanclub ja auch in der Halle, um die Sportler anzufeuern. So richtig viel Zeit hatten wir also nicht.
Teneriffa ist eine Vulkaninsel. Der Teide ist mit 3718 m der höchste Berg Spaniens, zu dessen Gebiet die Kanarischen Inseln und damit Teneriffa gehören. Am letzten Tag, vor unserem Abflug am frühen Abend zurück ins kalte Deutschland, machten wir eine Fahrt durch den Nationalpark Teide.
 
 
Hier befinden wir uns schon oberhalb der Baumgrenze auf gut 2200 m. Beeindruckend sind sie schon, die Felsformationen, die aus den früheren vulkanischen Aktivitäten entstanden sind.
 
 
Man könnte meinen, die Aufnahmen zum Film "Unternehmen Capricorne" (der mit der vermeintlichen Mond-/ Marslandung) wären hier, in der Ucanca-Ebene, gemacht worden.
 
 
Natürlich hinterlassen die Vulkanausbrüche auch entsprechende Hinterlassenschaften, wie zum Beispiel eben Vulkanasche. Deshalb sind auch die Insel umgebenden Strände nicht schön aus hellem Sand, sondern eben eher schwarz. Dieser hier befindet sich ganz im Norden Teneriffas. Es ist der Playa de Benijo.
 
 
Man steigt dann mit pechschwarzen Füßen aus dem Wasser. Und den schwarzen Sand bekommt man nur sehr schwer ausgespült. Wenn man einen hellen Sandstrand findet, ist der dort künstlich aufgefüllt, wie in San Andres, an der Playa de las Teresitas, wo man dem Klischee des Spanienurlaubs begegnet ...
 
 
..., wenn man da nicht allzeit die Überreste von ehemaligen Bohrinseln im Blick hätte. Diese werden hier zurückgebaut.
 
Weiter in der Ferne schmiegen sich kleine, bunte Häuser an den Hang (auch das allgegenwärtig),
 
 
... die beim Näherkommen ihren ganz besonderen Charme entfalten.
 
 
Aber immer wieder fällt der Blick auf eher karge Hänge und Berge. Meist sind sie mit Agaven und Kakteen bewachsen. Die hoch gewachsenen Stengel sind verblühte Blütenstände, wie uns unkundigen Staunenden die mitgefahrenen Eltern einer weiteren Thüringer Sportlerin erklärten. Agaven brauchen Jahre bis zur Blüte, und diese wird nur einmal ausgebildet.
 
 
Typisch für die Kanaren sind die Drachenbäume. In klein sehen sie ja noch ganz niedlich aus. Dieser hier ist ca. 80 cm hoch.
 
 
In Groß sind sie schon imposante Bäume von ca. 8 Metern Höhe.
 
 
Außerdem gibt es noch jede Menge Lorbeer- und Eukalyptusbäume. Letztere duften herrlich.
 
 
Durch den dichten Pinienbestand konnten wir bei einem Ausflug auf die Ostseite die Insel Gran Canaria erkennen. Die Tinerfeños, wie die Bewohner Teneriffas genannt werden, würden der Nachbarinsel ja das Gran wegnehmen, ist Gran Canaria doch kleiner als Teneriffa.
 
 
Auf der Westseite konnten wir beim Ausfluf auf den Teide La Palma, La Gomera und später auch El Hierro erkennen. Aus dem Flugzeug konnten wir  Lanzarote und dann Fuertventura gut identifizieren.
 
Da wir einen Besuch eines landeskundlichen Museums aus Verständnisgründen als nicht sehr sinnvoll erachteten,  haben wir den im Norden der Insel gelegenen Chinamadas einen Besuch abgestattet. Das sind Höhlenwohnungen, die in den Kalkfelsen hinein gebaut wurden.
 
 
Terrassenartig angelegte Gärten prägen die Gegend um Taganana.
 
 
Doch was baut man dort an, in einem Gebiet, wo  Wasser nicht gerade im Überfluß da ist?
 
 
Auch Flächen mit Zucchini, Tomaten und Kürbissen haben wir gesehen. Im Süden sind die Terrassen meist mit lokalen Kartoffelsorten bepflanzt.
 
 
Diese Kartoffeln werden mit der Schale in stark salzhaltigem Wasser gekocht. Beim Ausdampfen werden sie ganz runzelig und schmecken heiß vorzüglich. Während in unseren Breiten Kartoffeln schon seit August geerntet sind, kennt man auf Teneriffa keine Jahreszeiten. Deshalb wachsen die Kulturen das ganze Jahr über.  
 
Von unserem Aussichtspunkt ganz im Norden hatten wir einen guten Blick auf Punta dal Hidalgo und  große Bereiche, die von oben wie Gewächshäuser aussahen.
 
 
Darunter verbergen sich Bananenplantagen. Diese Plantagen werden  mit Schutznetzen überdacht. Mehr als 400 Millionen Kilos Bananen werden jährlich auf den Kanaren produziert. Angebaut wird eine maximal 2,5 m hohe Zwergsorte.
 
Klar gibt es grüne Bereiche, wie im Norden, wo wir untergekommen waren. In Santa Cruz zum Beispiel gibt es den wunderschönen Sanabria-Park, in dem es wunderbar nach blühenden Bäumen duftete und die Blätterdächer der Palmen herrlichen Schatten spendeten. Da die Sportler dort untergebracht waren, statteten wir nicht nur ihnen, sondern auch dem Park einen Besuch ab. Der Duft, der von den folgenden Blüten ausging, war betörend.


Die Hibiskusbüsche erreichten teilweise Baumhöhe.


Pastellfarbene Blüten verwöhnten die Augen.
 

Dichte Blätterdächer spenden Schatten.

 
 Allerlei Gewächse bilden ein harmonisches Ganzes.
 

 Eine Auswahl an Kakteen bereichert das Angebot der an die Hitze angepaßten Pflanzen.
 
 
Insgesamt klingt das alles ja eher enthusiastisch. Aber genau dieser ewig graue, steinige Untergrund der Bepflanzungen ist es, was mich nicht so anspricht. Ich brauche wohl eher das Grün des Grases, der Rasenflächen, der Wiesen. Im Norden ist es ja eher noch grüner als im Süden, wo die Temperaturen auch noch einmal zwei bis drei Grad höher sind als im Süden. Als wir am 25.Oktober ankamen, waren es 31 Grad. Der Himmel war immer (!!!) blau. Und natürlich man mußte schon aufpassen, sich beim Baden keinen Sonnenbrand zu holen.
Am Sonnabend, am Tag nach den Finalkämpfend der U 18, besuchten wir den Trainer der Tochter samt Anhang in deren Urlaubsort Porís de Abona. Dort ließen wir es uns gut gehen und sprangen von der Uferpromenade ins abkühlende Wasser. Beim Tauchen konnte man Schildkröten und sogar einen Rochen entdecken.
 

Wie selber waren in einer sehr komfortablen Ferienwohnung in Santa Cruz untergebracht. Diese wie auch das Viertel trug den Namen "Las Nieves" , was auch durch den am Ortseingang zu findenden ...

 
... Schneemann gut verbildlicht wurde (las nieves - Schneefall). Dieser Anblick löste beim ersten Mal schon eine kleine Lachsalve unsererseits aus. Schnee gibt es auch Teneriffa wohl nur auf dem Teide.
 
Auch das Kind war, was die Landschaft angeht, nicht sehr angetan von Teneriffa. Dennoch wird sie, wie wir auch, die Zeit dort wohl in guter Erinnerung behalten. Denn am Ende des roten Bändchens vom Eingangsbild hängt eine Medaille und zwar  die silberne.
 
 
Das bedeutet, daß sie nun Vizeweltmeisterin in der Kategorie U 18, +59 Kilogramm ist. Das ist ein so toller Erfolg für sie, daß sie kein bißchen traurig ist, das oberste Treppchen verpaßt zu haben. Sie ist froh, das Stigma der ewigen Dritten (EM 2016 und 2017) los zu sein. Außerdem hat sie ja damit noch Steigerungsmöglichkeiten nach oben ;-). Wir freuen uns so mit ihr. Nun muß sie viel für die Schule nacharbeiten, immerhin hat sie sechs Schultage verpaßt.
 
Was den Blog angeht, habe ich viel nachzuholen. Ich habe bislang nur kurz die Vorschautexte angelesen. Bei Valomea habe ich erfahren, daß ich gewonnen habe. Nun bin ich schon gespannt, was in dem Päckchen sein wird. Vielen Dank auch für die lobenden Kommentare zu meinem Oktoberset und den Applikationen. Ich freue mich immer, wenn Ihr mir schreibt.
Morgen ist wieder der monatliche Nähtermin der QuilThuerer. Es geht mit den Minis weiter. Dafür werde ich später noch Schablonen vorbereiten und auch schon Stoffstreifen zuschneiden. Ich hoffe, es geht, denn mir tut der rechte Unterarm bei bestimmten Bewegungen mächtig weh.
 
Also, bis dann!
 
Petruschka