Montag, 21. Mai 2018

Beim jährlichen Schrankcheck

stieß ich mal wieder auf aussortierte Jeanshosen mehrerer Familienmitglieder. Die kamen nun mit in mein Arbeits-/Nähzimmer, wo sie fein säuberlich erst einmal in nähbare Stücke zerlegt wurden. Eine Idee hatte sich festgesetzt und so nähte ich Stück für Stück zusammen. Nach jeder Naht habe ich die Nahtzugabe gleich abgesteppt, um lästiges Ausfransen zu minimieren. Denn unter den Jeans waren auch welche mit Stretchanteil und nicht alle Schnitte waren im Fadenlauf.
 
 
Das hat ganz gut geklappt, denn die Jeansstoffe waren relativ dünn, so daß auch die Nahtstellen leicht zu bewältigen waren. Ich habe dann bunt zusammengewürfelte Stücke von ca. 58 cm x 60 cm genäht und diese dann aneinandergenäht, bis sie eine Länge von ca. 1,80 m hatten. Für die Rückseite nahm ich Bettwäsche, die vom Ausräumen der Wohnung des Schwiegervaters stammt.
 
 
Füttern mußte ich nicht, denn die beiden großen Rechtecke sollen als Sonnenschutz für die Balkonstühle dienen. Der Balkon liegt auf der Südseite und der eine Stuhl hat schon ausgeblichene Stellen. Da dies auch für das Material nicht gut ist, habe ich eben diese zwei Sitzbezüge genäht.
 
 
Ein kleines genähtes Teil ist noch übrig, wie auch kleinere Stoffstücke. Die werden dann wohl zu einem Beutel umgewidmet. Die oberen Teile der Jeans werden nun in der Tonne versenkt, nicht ohne vorher noch die Reißverschlüsse herausgetrennt zu haben.
Reste im eigentlichen Sinne sind die Jeans wohl nicht. Aber da sie einige Zeit in meinem Schrank gelagert waren wie auch andere Stoffe, erkläre ich sie dazu. Und deshalb verlinke ich meinen Beitrag nun beim Restefest von Marion Kunzfrau.
Heute Nachmittag werde ich mich auf den Balkon setzen und eine mir sehr am Herzen liegende Arbeit fortführen.
 
 
Erkennt Ihr den kleinen Mann? Ich warte nun schon mit Ungeduld auf das Kreuzstick-Vorlagenbuch zum "Kleinen Prinzen" von Véronique Enginger, das ich mir nun endlich bestellt habe.
 
Zum Schluß gibt es noch einen kleinen Gruß aus unserem Garten, wo die Pfingstrosen genau zur rechten Zeit blühen. Gestern Nachmittag mit noch fast geschlossenen Blüten mitgenommen, entfalteten sie schon eine Stunde später ihre volle Blütenpracht. Und der Duft erst, herrlich!
 
 
Nun ist das Pfingstwochenende schon fast wieder um. Genießt die verbleibenden Stunden noch und habt einen guten Start in die verkürzte Woche.

Petruschka

Mittwoch, 16. Mai 2018

Immer zur Monatsmitte

... gibt es bei Klaudia und mir die getauschten AMC zu sehen. Nun sind wir schon weit über die Hälfte des Alphabetes zum Thema Natur hinaus. Wie sind  beim "P" angelangt. Heute lasse ich Euch einmal selbst überlegen, welche Begriffe mit "P" aus der Natur uns so zur Verfügung standen.
Mir war schon zeitig klar, daß es P wie Pfau sein sollte. Denn beim Monats-SAL hatte mir das Kreuzstichmuster unheimlich gut gefallen. Außerdem gefallen mir diese Tiere so unglaublich gut. Es sieht irgendwie majestätisch aus, wie sie mit aufgeschlagenem Rad daherstolzieren. Drei Meter beträgt der Durchmesser des Fächers, den kürzere schmucklose Federn unterhalb stützen wie ein Korsett.
 
 
Der Blaue Pfau ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen. Er gehört zur Ordnung der Hühnervögel und ist neben dem Fasan und dem Haushuhn einer der bekanntesten Vertreter dieser Vogelgruppe. Das Männchen ist auch beim Pfau der Hahn. Er trägt einen verlängerten Schwanz, den man Schleppe nennt. Sie besteht aus etwa 150 Federn, die auf jedem Ende ein „Auge“ tragen. Damit will der Pfau Feinde vertreiben und die Weibchen beeindrucken, wenn er das Rad schlägt. Schon im April 2014 habe ich bei einem ersten AMC-Alphabettausch mit Klaudia eine Pfauenfeder als Motiv gewählt.


Im Nachhinein bin ich froh, daß ich das Farbverlaufsgarn, das ich für den ersten Pfau verwendet hatte, nicht mehr im Vorrat hatte. Denn das Türkis ist so schön kräftig, daß es mir sogar noch besser gefällt. Um die Karte zu füllen, gab es dann noch kleine Blumen und einen Strauch und natürlich den Schriftzug, ebenfalls im Kreuzstich.
 
 
Die Weibchen sind die Hennen. Sie tragen nur zurückhaltende Farben. Der Vorteil: Sie fallen weniger auf und sind dadurch beim Ausbrüten ihrer Eier besser geschützt. Vom Schnabel bis zur Schleppenspitze wird ein Hahn etwa zwei Meter lang und wiegt etwa vier bis sechs Kilogramm. Die Hennen sind deutlich kleiner und leichter. Pfauen fressen alles, was Hühner auch fressen: Körner, Kräuter, Würmer. Pfauen können fliegen, aber nicht weit.
 
Klaudia hat sich für Pilze entschieden. Für die AMC hat sie ein Stück Webband verwendet und den Schriftzug aufgestickt.
 
 
Des Weiteren hat Klaudia ganz viel Spitze verwendet. Ihr war nach Shabby, schreibt sie. Und so kann ich wieder eine zauberhafte AMC mein Eigen nennen.
 

 Momentan arbeite ich mich an Jeans-Resten ab und habe auch schon ein Teil fertig. Das zweite ist in Arbeit. Zeitnah sollte es ebenfalls beendet und dann wird es bei Marions Kunzfrau verlinkt, die ja seit Jahresbeginn ein Restefest feiert.

 
Seid Ihr da auch dabei?
 
Petruschka
 

Samstag, 12. Mai 2018

Schrift

... hieß das Thema, mit dem wir QuilThuerer uns zuletzt beschäftigten.
 
 
Keilschrift, Runenschrift kyrillische Schrift, chinesische Schriftzeichen, griechische oder doch arabische? Sollte eher ein Text geschrieben werden, oder nur ein paar Worte? Mir fiel sofort "Voyelles" - ein Gedicht von Arthur Rimbaud -  ein, wo den Vokalen bestimmte Farben und Eigenschaften zugewiesen werden. Aber nicht leicht zu verstehen - auch in der deutschen Übersetzung nicht.
Dann war da eine Auswahl an Aboquadraten mit Schrift, Schreibwerkzeugen, kleinen Texten und Zahlen, die man miteinander kombiniert in einem kleinen Quilt hätte verarbeiten können.

 
Auf jeden Fall ergeben sich aus

 
... längere oder kürzere; gut oder weniger gut aufgenommene; solche, die man gerne wieder liest oder solche, die man gleich entsorgt:

 
Rechnungen, Liebensbriefe, Zeugnisse, Wunschzettel und vieles Mehr. Einmal spontan nachgedacht, kamen der Mann und ich auf fast 30 Begriffe, von denen ich dann eine  Auswahl davon auf den Quilt brachte.
 
 
Die Vorgabe der Breite auf 30 cm setzte Grenzen, sodaß manche Wörter zeilenübergreifend gelesen werden müssen. Könnt Ihr sie lesen?
Die Buchstaben habe ich mittels eines Textilfarbstiftes aufgebracht. Sie sind 2,75 cm hoch. Die Konturen habe ich mit einer Schablone und einem Spezialstift vorgezeichnet. Die Schablone hatte ich noch von diesem Projekt da. Der Auftrag gestaltete sich bisweilen schwierig, denn die Farbe floß nicht immer gleichmäßig.


Schwierig gestaltete sich die Frage nach dem Quilten. Schließlich habe ich die Zeilen eines Heftes nachempfunden. Das Binding habe ich unsichtbar angebracht. So kommt der Quilt nun als Schriftrolle oder Plakat rüber.

Hier könnt Ihr die Quilts der anderen Gruppenmitglieder sehen.

Ich hoffe, Ihr könnt die freien Tage mit Euren Lieben genießen. Der Große ist aus München angereist, die Große aus Jena. Die Kleine/Jüngste ist sowieso noch da. So sind wir nach längerer Zeit wieder alle zusammen.

Habt eine schöne Zeit!

Petruschka

Sonntag, 6. Mai 2018

Eine Reisetasche

... selbst zu nähen schien mir bislang unnötig und unmöglich. Auf der Taschenspieler 4 allerdings steht man als letzter Herausforderung vor der JetSet - einer kleinen Reisetasche für das Wochenende. Nun habe ich ja bereits in neun Wochen acht (!!!) Taschen dieser CD genäht und mich so an verschiedene Schwierigkeiten herangetastet. Zum krönenden Abschluß habe ich dann doch diese Reisetasche genäht.
 
 
Zum Anfang, zusammengelegt, macht sie sich ganz klein und gibt nur wenig von ihrem Charme preis. Für den Korpus habe ich schwarzes und terrakottafarbenes Kunstleder verwendet, übrigens zum ersten Mal. Doch mit vorsichtigem Nähen und einer Jeansnadel ging es ganz gut.
Auf der Vorderseite habe ich eine eingesetzte Tasche genäht, deren Seitenränder unter dem Gurtband verschwinden.
 
 
Der hochgezogene Boden ist leicht geschwungen. Das gibt einen interessanten Effekt, der mir sehr gut gefällt.
Auf der Rückseite habe ich wieder eine Tasche eingesetzt. Mit dem dicken Kunstleder, das man ja nicht stecken kann, war es nicht so leicht, alles akkurat zu nähen.
 
 
Einen weiteren interessanten Effekt bieten die Seiten.
 
 
Eine Kombination aus Karabiner und D-Ring bietet die Möglichkeit, bei Bedarf den Stauraum der Tasche zu vergrößern. Dafür werden die Karabiner ausgehängt.
 
 
Wer mag, kann dann einen Schultergurt an die D-Ringe einhängen. Ich mußte hier improvisieren, da mir zwei weitere passende Karabiner fehlten. Ich hoffe, sie werden zeitnah nachgeliefert.
 
 
Den Boden habe ich mit 2 Lagen Dekovil light und einer Lage Stylevil recht stabil hinbekommen. Außerdem habe ich Bodennägel eingesetzt. Dadurch hat die Tasche einen wirklich guten Stand. Ich hatte die Tasche zum Pressetermin mit Stoffen und einigen Büchern befüllt.
Der Futterstoff ist aus einem ebenfalls terrakottafarbenen Stoff. Die Bodennaht ist allerdings noch nicht geschlossen. Denn um das schwarze Kunstleder abzusteppen, mußte ich auf meine Pfaff ausweichen. Diese hat im Gegensatz zu meiner Elna einen Freiarm. Nach einem kleinen Unfall allerdings läßt die Pfaff gern mal Stiche aus, was sie eben auch hier getan hat. Da werde ich wohl "Hand anlegen" müssen, um die fehlenden Stiche auszugleichen.
Insgesamt bin ich wirklich gut zurechtgekommen mit dem Schnitt und deshalb bin ich auch froh, diese Tasche genäht zu haben. Wann sie zum Einsatz kommen wird, steht noch nicht fest. Vor den Sommerferien ist jedenfalls keine Reise mehr geplant.
So, nun setze ich mich zum vorerst letzten Mal zu Emma, die alle JetSet Taschen sammelt und dafür ein großes Danke verdient hat. 
 
Petruschka

Sonntag, 29. April 2018

Im April

... haben die Gärtner unter uns endlich wieder zu tun. Die Beete werden vorbereitet und auf dem Markt die ersten Blumen- und Gemüsepflanzen gekauft. Die in den Gärtnereien vorgezogenen Pflanzen werden in die Beete gesetzt.
 
 
 
Bieten schon die Blumen in den kleinen Gärten einen frohen Anblick, sind die langen Beete mit Stiefmütterchen  ein Fest für's Auge.
 
 
In Bernadette Mayrs Buch "Gartenpatchwork" ist es ein riesiger Quilt mit den Maßen von 2,60 m x 2,30 m und sage und schreibe 273 Blüten, Für mein Aprilset reichten sechs aus. Genäht hatte ich sieben.  Dafür habe ich zum Teil wieder Aboquadrate (Blüten und Blüteninneres) verwendet.  Gequiltet habe ich in den Blüten und auf der großzügigen braunen Fläche. Das kommt auf der Rückseite gut rüber.
 
 
Mein Set ist wieder 30 cm x 40 cm groß und paßt damit größenmäßig zu den anderen 11 Sets, wenn man das vom Oktober ausnimmt. Locker übereinandergelegt, ergeben die 12 Monatssets eine Höhe von 5,5 cm.
 
 
In Reihen und chronologisch ausgelegt, gleichen die Sets einer bunten Reise durch die Monate und die Jahreszeiten.
 
 
Es war gar nicht so leicht, alle Sets ordentlich auf ein Foto zu bannen. Deshalb habe ich auch keinen zweiten Versuch unternommen, als ich feststellte, daß das Augustset (das mit den Sonnenblumen) verkehrt herum lag. Ich habe mich bei den Sets an verschiedenen Techniken (März, April, Oktober, November) ausprobiert und vor allem auch Reste abgebaut. Neben den Aboquadraten waren das Bindingreste und schon ewig daliegende Arbeiten (Januar und August), die auf die Fertigstellung warteten. Würde man mich fragen, welches Set ich am liebsten mag, wäre das gar nicht so leicht zu beantworten. Der Juli ist wegen meiner frankophilen Seite ein Favorit wie auch die Sonnenblumen, gerade nach dem beindruckenden Besuch im van Gogh Museum in Amsterdam. Das Oktobermuster war eine echte Herausforderung, während mir die  Stille des Januarsets auch sehr gut gefällt.  Wie auch immer, es war toll, diese 12 Sets genäht zu haben. Deshalb hier ein besonderer Dank an Valomea und Doris, die diese Aktion initiiert und begleitet haben.
 
Nun werde ich meinen sich ankündigen Muskelkater pflegen. Den habe ich mir gestern bei der Gartenarbeit geholt ...
 
Petruschka

Mittwoch, 25. April 2018

Schon wieder kann man

... ordentlich einkaufen gehen. Aber nicht irgendwie, sondern ganz edel - mit dem Edelshopper, in den jede Menge, ja natürlich auch Stöffchen,  hineinpaßt. Edelshopper - das ist der Name der neunten und vorletzten Tasche beim Taschen SAL.
 
 
Bei Emma, bei der man noch bis Mitternacht seine Tasche verlinken kann, kann man viele wirklich edle Taschen sehen. Ich habe einen robusten Motivstoff verarbeitet. Als ich bei meinem Stoffdealer den genau passenden Stoffabschnitt sah und kaufte, wußte ich, daß daraus der Edelshopper werden würde. Warum?
 
 
 
Darum! Ganz genau - Texte in Französisch! Das Tochterkind durfte mal wieder Model Mannequin spielen. Die Henkel sind lang genug, um  die Tasche über der Schulter tragen zu können.
 
 
Eher unauffällig kommt auf dieser Seite die eingearbeitete Tasche daher. Groß genug, um Papiere und Portemonnaie aufzunehmen. Innentaschen habe ich nicht eingearbeitet.
Die Tasche Der Edelshopper kann auch einfach getragen werden, falls es auf der Schulter doch zu schwer werden würde.
 
 
Oben habe ich einen Magnetverschluß eingenäht. Damit ist die Gefahr, daß Langfinger sich bedienen wollen, ein wenig minimiert. 
 
 
Auch hier kann man seine Französischkenntnisse testen ;-)).  Das Futter ist ganz schlicht in Blaßgelb gehalten.
Das Besondere an dieser Tasche ist, daß die Seiten "ausgefahren" werden können und damit die Menge der spontanen Einkäufe maximiert werden kann. Ich habe normale Druckknöpfe verwendet - die hatte ich noch im Vorrat.
 
 
Den Boden habe ich dick mit Stylevil in Kombination mit  Dekovil light verstärkt und außerdem Bodennägel eingesetzt. Ich will mal probieren, ob sich diese Kombination bewährt.
 
 
Bei diesem Taschen SAL ist mittlerweile die letzte Runde eingeläutet. Nun fehlt nur noch die JetSet. Hmm, der Name ist jetzt nicht so mein Fall, aber die Tasche selbst scheint ganz interessant zu sein. Dieses Mal haben wir auch knapp zwei Wochen Zeit, um sie zu nähen. Ein langes Wochenende und ein Feiertag dazwischen, da sollte es nicht kurz vor knapp werden. Die ersten Exemplare sehen auch vielversprechend aus.
Nun noch verlinken und alles ist im grünen Bereich. Morgen abend muß noch das Binding für das April-Set angenäht werden und dann bin ich auch mit den 12 Monatssets durch. Die gibt es dann am Freitag zu sehen. Bis dann!
 
Petruschka

Freitag, 20. April 2018

Eine Alltagsheldin

... war bis spätestens Mittwochabend zu nähen, wollte man sie noch bei Emma verlinken. Nun, bei mir ist sie erst gestern Abend fertig geworden, also nix mit Verlinken. Da fehlt mir dann doch das Wochenende, wo ich die bisherigen Taschen sonst immer genäht hatte. Wir waren mal wieder mit der Jüngeren in Sachen Karate unterwegs, nämlich in Coburg, zur DM der Leistungsklasse, wo sie Silber holte. Dieses Mal hatte ihre Dauerkonkurrentin das Quäntchen Glück für sich. Doch jetzt ist erst einmal Pause. Außerdem stehen die Abiturprüfungen an.
Zeigen kann ich die Tasche ja trotzdem.  
 
 
Beim ersten Stöbern in den Bildern, Anleitungen und Schnitten auf der CD war ich nicht so richtig begeistert von der Alltagsheldin. Doch jetzt, wo die Tasche fertig ist, finde ich den Schnitt recht gelungen. Außerdem mag ich den türkisfarbenen Stoff mit den Pusteblumen sehr.  
 
 
Der Vorderseite sieht man gar nicht an, daß da eine Menge reingeht. Doch der umlaufende breite Boden- bzw. Seitenstreifen sowie weitere Innentaschen und Außentaschen machen es möglich. Hier habe ich mal reingepackt, was gerade so auf dem Arbeitstisch verfügbar war.
 
 
Eine Änderung habe ich dennoch vorgenommen - ich habe die im Originalmodell vorn aufgesetzte Plustertasche nicht aufgenäht. Das ist mir ein Hauch zu viel. Unter der Klappe, die ich als schmückendes Element trotzdem haben wollte, habe ich eine Innentasche eingenäht. (Jetzt, wo ich es kann, setzte ich sie überall ein.)
 
 
Wie Valomea so schön schrieb, ist sie wie immer ein wenig unvorbereitet in die Sache gegangen. Nun, auch ich kaufe Woche für Woche die Materialien, die benötigt werden. Und so nahm mußte ich dann ein sehr dunkles grünes Gurtband nehmen, das ich dennoch passend finde.
Eine Innentasche mit zwei Unterteilungen gibt es auch noch. Den oberen Rand habe ich mit einem Webband verziert. Normalerweise mache ich das nicht, aber die Schafe auf dem Webband sind zu niedlich. So nebenbei könnt Ihr den Stoff des Innenfutters sehen. Den habe ich extra dafür gekauft, einen hellblauen mit ganz kleinen weißen Punkten.
 
 
Zur besseren Öffnung der Tasche wird vorgeschlagen, zwei Zipper aufzuziehen. Hier hatte ich das schon gemacht und das hat sich gut bewährt, sodaß ich auch bei dieser Tasche zwei gegenläufige Zipper aufgezogen habe.
 
 
Nun werden schon seit Montag die neuen Taschen bei Emma verlinkt. Die Schnittteile sind ausgeschnitten, der Stoff ist da, aber das Gurtband und so einige Kleinteile fehlen noch. Wie gehabt.
 
Zwischendurch werde ich mich mal um das April-Monatsset kümmern müssen. Die Idee steht, zugeschnitten habe ich auch schon. mal sehen, ob ich nachher bzw. morgen Abend noch ein paar Blöcke nähen kann. Morgen wollen wir den 27. Geburtstag (Hilfe, schon so alt) der älteren Tochter nachfeiern.
 
Ich nehme mal an, daß es morgen bei Euch auch so tolles Wetter wird, wie es bei uns angesagt ist. Macht Euch einen schönen Tag!
 
Petruschka

Montag, 16. April 2018

Nun sind wir schon

... beim O unseres monatlichen AMC-Tausches, der unter dem Motto "Natur" läuft. Nachdem wir zuletzt ja denselben Begriff gewählt hatten, wird es dieses Mal ein wenig spannender, weil wir unterschiedliche Natürlichkeiten umgesetzt haben.
Okapi, Otter, Oleander oder Orchidee, waren meine ersten Gedanken. Die Orchidee hatte ich schon mal interpretiert. Ich wollte gern sticken, da habe ich also einen kleinen Oreganostrauch in einen applizierten Blumentopf gesetzt.
 

 
Erst treibt der Oregano wunderbar grüne, würzige Blätter aus, die man zum Trocknen möglichst vor der Blüte abgeschnitten haben soll. Diese Blätter sind ein wunderbares Gewürz für selbstgemachte Tomatensoßen und andere Speisen.
Die Blüten wiederum sind durch das zarte Rosa/Lila ein herrlicher Blickfang und zudem eine reichhaltige Nahrungsquelle für Hummeln, Bienen und andere Insekten. Der Oregano bietet Nektar an, der bis zu 76 % Zucker enthalten kann. Die zarten Blüten habe ich mit unzähligen kleinen Knötchenstichen gestickt.
 
 
Die Stengel und die Blätter habe ich wieder mit der Nähmaschine gestickt. Das Stickgarn für die Blüten habe ich zwar zweifädig genommen, es aber nur ein Mal um die Nadel gewickelt, weshalb die Blüten so zart sind. Das Ganze ist auf selbstgefärbtem Stoff gearbeitet.
 
Der Oregano ist eine typisch krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 65 cm erreichen kann. Die mediterrane Dostart ist mehrjährig, ausdauernd und verströmt bei guten Standortbedingungen einen aromatischen Geruch. Oregano bildet kräftige Ausläufer. Oregano hat dadurch die unschöne Angewohnheit, sich zu vermehren, wenn man ihm nicht Einhalt gebietet, deshalb der große Topf auf meiner AMC, für den ich wieder zwei Aboquadrate anschnitt.
 
 
Mich selbst stört das nicht, habe ich doch genug Platz im Kräuterbeet. Oregano wird manchmal auch wilder Majoran genannt, was aber irreführend ist. In der engeren Verwandtschaft zählt der Oregano zur Gattung Dost (Origanum), die aus etwa 40 Arten bestehen.
Oregano spielt als Gewürz in der deutschen Küche eher eine geringe Rolle. In der italienischen, griechischen und spanischen Küche ist er ein sehr wichtiges Gewürz, wird aber auch im gesamten übrigen Mittelmeerraum viel verwendet. Oregano passt gut zu Omelettes, italienischen Soßen, Tomatengerichten, Lamm oder Gemüseaufläufen.
Oregano gedeiht am besten an trockenen und sonnigen Standorten. Er ist im gemäßigten Klima winterhart. Zur Ernte werden ganze Stängel eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten und zum Trocknen in einen dunklen Raum gehängt. Nach dem Trocknen können die Blätter vom Stängel abgestreift und trocken aufbewahrt werden.
Oregano wurde im Mittelalter als wichtige Hexenabwehrpflanze angesehen und sollte vor dem Teufel schützen. Man hielt sie den Hexen unter die Nase, um sie vom Teufel zu lösen. Es soll das Kraut sein, das Kummer verschwinden lässt, erloschenen Lebensmut wieder aufrichtet und den Menschen fröhlich macht. Aus diesem Grund trägt die Pflanze auch den Namen Wohlgemut. Oregano oder Dost wurde als Schutz vor bösen Mächten in den Brautschuh gelegt und in den Brautstrauß eingebunden. In Form von Räucherungen wurde Dost schon in der Antike als dämonenabwehrendes Mittel verwendet. Wenn ein Kind lange nicht zu reden begann, gab man ihm einen Löffel voll Oreganowasser. Gegen Epilepsie ließ man den Kranken an mit den Fingern zerdrücktem Dost riechen.
 
Klaudia hat für einen Begriff gleich zwei Naturphänomene gefunden, nämlich für den Begriff Ochsenauge.
 
 
Zum Einen ist das Ochsenauge eine Pflanze, genauer gesagt, eine Blume. Zwei Exemplare davon hat sie frei aufgestickt.
 
 
Zum Anderen ist es ein Schmetterling, nämlich das Große Ochsenauge. Auch den hat sie frei aufgestickt.
 
 
Cool, nicht? Vielleicht kennt Ihr auch nur das Ochsenauge als Gebäckstück? Wenn ja, dann hat Euch Klaudia bestimmt eine Menge über die Blume und den Schmetterling zu berichten. Schaut doch einfach mal bei ihr vorbei und macht euch schlau.
 
Petruschka

Freitag, 13. April 2018

Bunte Reste

... wurden auch in diesem Monat verarbeitet. Von den Socken, die in den vergangenen Monaten gestrickt wurden, blieb immer ein Rest übrig. Diese bunten Reste wurden abgewogen und zu bunten Socken verstrickt. Diese sind für die Jüngste gedacht. Ich konnte sie überreden,  die Socken für ein Tragefoto überzuziehen.
 
 
Bei den mehrfarbigen Anteilen stimmt der Farbverlauf nicht überein. Normalerweise versuche ich immer, das entsprechende Ansatzstück zu finden, aber bei Resten im 25 - 40  Gramm Bereich ist das schwerlich zu machen. Was soll's, ihr gefallen die Socken auch so.
 
 
In meinen AMC-Kisten liegen seit längerer Zeit bemalte Seidenreste. Die stammen noch aus den 90er und frühen 2000er Jahren, als ich neben Patchwork auch noch Seidenmalerei betrieb. Diese habe ich nun zu AMC verarbeitet. Im Folgenden alle AMC auf einen Blick.
 
 
Warum ich ein Seidenstück mit vielen kleinen Streublümchen bemalt habe, weiß ich nicht mehr. Diese Blümchen sind frei umrundet.
 
 
Bevor ich auch die letzte AMc mit der Stoffgrundlage folgender Art verarbeitet hatte, griff ich noch schnell zum Fotoapparat, um wenigstens noch ein Vorher-Nachher-Bild zu haben.
 
 
Verarbeitet sehen die Stoffstücke als AMC so aus. Grün, Blumen, Raps, Himmel/Wasser - daher auch die unterschiedlichen Quiltmuster.
 
 
 
Vor recht langer Zeit bekam ich von einer Nähschwester ein etwas 17 cm x 20 cm großes Stück mit kleinen goldgewirkten Stücken Stoff , das ich nun zu einer weiteren AMC gestaltet habe.
 
 
Nun habe ich meine AMC-Kiste ein wenig entlastet und auch  Reste abgebaut. Deshalb verlinke ich diesen Post bei Marion, die wieder alle Resteabbauaktionen sammelt.

Petruschka