Sonntag, 11. November 2018

Der Winter

... war in den letzten Jahren so manches Mal schneller da als erwartet. Aber auch da gab es im beim Herbsthandarbeitsbingo eine gute Möglichkeit, beizeiten gerüstet zu sein. Für den Trainer der Tochter sollte es schon im vergangenen Winter eine gestrickte Mütze geben. Allerdings war dann keine Zeit mehr. Angestachelt durch das Herbsthandarbeitsbingo machte ich mich vergangene Woche nun an die Mütze. Der Trainer allerdings war nicht greifbar, so mußte der Mann als Probeträger herhalten. Dafür gab es ein Kreuz bei: für den Winter stricken.


Die Mütze habe ich ein zweites Mal gestrickt - ich hatte zu viele Maschen aufgenommen, da war die Mütze viel zu weit. Die Farben, ein Olivgrün und ein freundliches Schwarz, wurden vom zukünftigen Träger gewünscht.

 
Gestrickt habe ich die Mütze im einfachen Patentmuster. Dadurch ist sie richtig schön warm. Das Muster schluckt aber ganz schön viel Wolle. Dennoch gefällt es mir sehr gut.
 
 
Und weil ich diese Technik das erste Mal gestrickt habe, gebe ich mir für das Herbsthandarbeitsbingo ein weiteres Kreuz für: eine neue Technik probieren.
 
 
Gut gefüllt ist das Bingo schon.
 
Und weil ich kurzfristig Lust auf's Nähen bekam, habe ich am Freitag ein kleines Täschchen nach einem bewährten Schnitt genäht. Dafür habe ich den süßen Vogelstoff von Birte, den ich in Plön bekam, verwendet.
 
 
Im letzten Post versprach ich die Verlosung der AMC, die ich inspiriert von einem Buch, genäht hatte. Heute Mittag habe ich das Kind ein Los aus dem mit acht Losen gefüllten Lostopf ziehen lassen. Gut, es war kein Topf, sondern eine kleine, sehr kleine, Handtasche.

 
Gewonnen hat Katrin vom Blog nealichundderdickeopa. Herzlichen Glückwunsch! Und damit du die AMC eventuell selbst verschicken kannst, wird sie auch nicht beschrieben. Ich schicke dir die Karte schnellstmöglich zu.
 
 
Bald ist Kaffeezeit. Vielleicht schaffe ich es da, bei Kerzenschein handzuarbeiten. Eventuell an einer Handarbeit, bei der Papier im Spiel ist ? Ob ich es geschafft habe, werdet Ihr sicher bald lesen. Bis dahin wünsche ich Euch noch ein paar schöne Stunden und kommt gut in die neue Woche.
 
Petruschka 

Montag, 5. November 2018

Jocelyne

... führt einen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Arras. Strickwaren, Hosenknöpfe, Baumwoll- und Elastikspitze oder Bänder mit Pailletten - darum dreht sich die Welt in Jocelynes Kurzwarenladen. Darum kreist auch ihr Blog, mit dem sie immer mehr Frauen das Vergnügen des Handarbeitens nahebringt und nebenbei ein Stück Lebensfreude schenkt. Jocelyne ist siebenundvierzig und verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder ... Dann läßt sie sich von ihren Freundinnen überreden, einmal, nur ein einziges Mal Lotto zu spielen.
Soweit der Klappentext. Das Buch von Grégoire Delacourt fiel mir in Frankreich auf, weil auf der Banderole lauter Garnrollen und ein Fingerhut zu sehen sind. Die deutsche Version zeigt eine große Garnrolle mit Nadel, darunter Stoff und einen Knopf.
 

Natürlich nahm ich es mit. Natürlich las ich es, erst in Französisch, später dann auch in deutscher Sprache. Wie es mit der Geschichte weitergeht? Ihr ahnt es vielleicht - Jocelyne gewinnt im Lotto eine sehr große Summe. Und nun schreibt Jocelyne Listen: eine Liste des Nötigen, eine Liste ihrer Wünsche; eine Liste ihrer Verrücktheiten und eine letzte Liste. Ihr Leben nimmt eine Wende, als ihr Mann den Gewinnscheck entdeckt und mit diesem verschwindet. Doch nun habe ich genug erzählt. Das Büchlein hat nur 128 Seiten, ist also schnell durchgelesen.
Warum ich Euch das Buch vorstelle? Na, einige ahnen es schon. Es hat mich inspiriert, eine AMC mit Spitzen und Bändern zu nähen.
 

Auf einem selbstgefärbtem Stoff in zartem Violett habe ich diese drapiert und festgenäht. Die zarte Blumenspitze stammt von einem Damenunterhemd.

 
Und damit kann ich ein weiteres Kreuz beim Herbsthandarbeitsbingo setzen: inspiriert von einem Buch oder Film handarbeiten.
 
 
Das "Top" der AMC habe ich nach einem Kurstag in Wahlsdorf genäht. Einige wenige Ergebnisse sind schon präsentabel. An den größeren muß ich noch arbeiten. Doch für Neugierige habe ich ein Viererpack Collagen fotografiert. Sie standen unter verschiedenen Thematiken und alle sind 10 cm im Quadrat groß.


Drei der vier Untergründe stammen von einem Stück, was ich vorher schon in einer anderen Übung bearbeitet hatte: Vorwärts- und Rückwärtsnähen mit dem normalen Nähfuß. Auch die Papierstücken stammen von einer Übung. Über den Fotos stehen die jeweiligen Aufgaben. Ich glaube, wir hatten eine gute halbe Stunde Zeit.
 
Eine Farbe mit Schwarz oder Weiß 

Von hell nach dunkel

Bunt

Warme und kalte Farben

Spannend und lehrreich war es auf jeden Fall. Nun heißt es, die noch unbeendeten Collagen auch fertigzustellen.
Und wer bis jetzt mit Lesen und Schauen durchgehalten hat, bekommt die Chance, die AMC, die ich inspiriert vom Buch angefertigt habe, zu gewinnen. Jeder, der seinen Kommentar unter diesem Post hinterläßt, kommt in die Lostrommel.
Ich werde nun ganz in Ruhe all die Posts lesen, die in den letzten Tagen hier aufgelaufen sind.

Petruschka

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Den Feiertag

... habe ich nur marginal dem Nähen widmen können. Denn seit ich am Montag erfahren habe, daß ich vom Freitag bis zum Sonntag an einem Kurs mit Gabi Mett mit dem Thema "Als wär's ein Stück von mir" teilnehmen kann, bin ich am Zusammensuchen der notwendigen Materialien. Und das läßt sich in meinem Arbeitszimmer bei Tageslicht am besten tun. Gestern Nachmittag durch leichte Glieder- und Kopfschmerzen ein wenig außer Gefecht gesetzt, mußte ich also heute Morgen ran. Tja, was nimmt da mit? Mein Bügelbrett mußte durfte als Zwischensammelstelle herhalten.
 
 
Nun ist die Kiste fertig und ich hoffe, daß alles reicht. Morgen werde ich noch Materialien aus der Schule mitnehmen, denn die angestrebten Collagen sollen Schrift und Text beinhalten. Es werden ausdrücklich Zeitungsauschnitte, Fotografien, Eintrittskarten, Landkarten benannt - eben alles, was man mit der Nähmaschine aufbringen kann.
 
Begonnen habe ich ein größeres Projekt. Um Abbau von UFOs bemüht, will ich die aus einem Swap stammenden Viererblöcke zu einem Quilt werden lassen. Mit anderen Frauen tauschte ich Viererblöcke aus gemusterten Stoffen.
 

Doch dann drängten sich andere Sachen dazwischen und die Blöcke gerieten in Vergessenheit. Nun sind sie von den Aufklebern befreit und nach Farbgruppen sortiert. Außerdem habe ich erst einmal ganz viele Quadrate in grauem Quilters Linnen zugeschnitten.  
 

Die Viererblöcke mußten zum Teil nachgeschnitten werden, hatten sie doch nicht das exakte Maß von 11,5 cm. Einen Teil dieser bunten Blöcke habe ich dann mit den grauen Quadraten zusammengenäht.

Das alles in Kette zu nähen bietet sich hier natürlich an.
 

48 solcher Paare habe ich nun. Bei einem geplanten Quilt in Einzelbettgröße sind da noch ganz viele Zweierpaare zu nähen. Da will ich mal mein Mathe bemühen ;-)) : Bei einer Blockgröße von 10 cm x 10 cm als Endmaß brauche ich da 13 pro Reihe und es werden 20 Reihen gebraucht, das macht 260 Quadrate. Das ergibt dann 130 Doppelpaare, also muß ich noch 82 nähen. Richtig?
.
 
Gebügelt habe ich noch nicht - mein Bügelbrett war ja noch belegt. Nun sind die Paare wieder in der Kiste verschwunden, denn morgen fahre ich zum  Kurs. Aber da ich nun ein großes Projekt in Angriff genommen habe, gibt es ein weiteres Kreuz im Herbsthandarbeitsbingo.
 
 
Und das Kreuz macht eine weitere Bingoreihe komplett. Auch für die restlichen Kreuze sieht es nicht schlecht aus.  Allein, ob die Zeit reichen wird? Wenn nicht, mache ich eben hinterher weiter.
Und Ihr so?
 
Petruschka

Sonntag, 28. Oktober 2018

Das Top

... war schon seit Mitte 2013 fertig - ich hätte es nur zum Quilt werden lassen müssen, habe ich aber nicht. In einem Row Robin wurden für mich tolle Motive und Reihen zum Thema "Auf dem Dorf" genäht. Hier habe ich ausführlich davon berichtet. Für den heutigen UFO - Post soll das Foto vom Top reichen.
 
Zum damaligen Zeitpunkt war ich begeistert, konnte ich doch noch nicht auf Papier nähen und viele Blöcke waren in dieser Technik angefertigt worden. In diesem Sommer habe ich nun das Top hervorgeholt und mit zur Ausstellung in Ohrdruf genommen, sozusagen als Mahnung an mich, nun einen Quilt daraus zu machen. Allerdings sah ich jetzt einige Unzulänglichkeiten und auch die Zusammenstellung in Reihen gefiel mir nicht mehr. Aufhängen würde ich ihn so bestimmt nicht. Also beschloß ich, das Layout zu verändern und ich habe rückwärts genäht und zwar durch alle Reihen und Blöcke.
 

Das war eine wahre Sisyphosarbeit. Für das Nähen auf Papier werden ja eher kleine Stichlängen bevorzugt ... Und diese Fäden, sie hingen (und hängen) überall.


Für das neue Layout habe ich alle Bildblöcke mit verschiedenfarbigen braunen Rändern versehen. Ich hatte da so meine Zweifel, ob das gut aussehen würde. Die Blöcke sind nicht alle gleich groß, aber das ist kein Problem. Die entstandenen Zwischenräume werde ich noch mit Streifen, Quadraten, fliegenden Gänsen etc. füllen. Es gibt noch reichlich bunte Stoffe. Die vormaligen Reihen mit den bunten Quadraten werden wohl in den Rand integriert werden.


Außerdem wird es wohl ein Kinderquilt werden. Einige kindertaugliche Motive sind jedenfalls dabei. Dazu kann man sicher Geschichten erfinden.  Ganz reizend finde ich die kleine Dorfkirche auf dem Berg. Das macht bestimmt Spaß, im Winter da mit dem Schlitten runter zu fahren. Und die bunten windschiefen Bäume erst ...


Auch das Bauernhaus gefällt mir. Der Hahn, das Pferd und der Heuwagen machen die ländliche Idylle komplett.
 

Am Waldrand kann man den Fuchs sehen. Vielleicht wartet er, daß die Hühner draußen sind?


Bäume gibt es auf dem Lande reichlich. Eine große Auswahl, auch Pappeln, hat der zukünftige Quilt zu bieten.

 
So, der Wiederanfang ist gemacht. Es ist ratsam, das neue Top bald fertigzustellen, denn immerhin versteckt sich hinter der Designwand mit den Blöcken das Regal  mit den vielen Ordnern für die Unterrichtsvorbereitungen. Zum Glück ist es von beiden Seiten begehbar. Vielleicht kann ich sogar schon am Mittwoch Nähzeit abknapsen, denn da haben wir Thüringer frei - der Reformationstag wird gefeiert.
Meinen Post verlinke ich bei Klaudia, die wieder die UFO -Berichte sammelt.
 
Petruschka

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Einmal angefangen

..., mußte ich das neue Kissen auch zu Ende bringen. Außerdem wollte ich nach dem vielen Trennen auch mal Nähte zusammennähen. Denn um ein UFO beenden zu können, habe ich erst einmal in Einzelteile zerlegt. Das klingt kryptisch? Die Auflösung erfolgt am Sonntag.
Meiner Kollegin hatte ich zum Geburtstag ein Kissen genäht, für das ich den Quick Curve Ruler verwendet hatte. Nun gefiel mir das Ergebnis so gut, daß ich es gern selber behalten hätte. Aber was hätte ich ihr dann geschenkt? Also hieß es, ein weiteres zu nähen. Nun war also der Moment gekommen, wo ich ein Kissen für mich in Angriff nahm.
 
 
Nun schon ein wenig geübter im Umgang mit dem Lineal, gingen die Blüten  flotter von der Hand. Besser war es, die Ränder ein wenig großzügiger zu bemessen, damit dann auch die untere Blüte gut hineinpaßte.
 
 
Auch für die Quiltmotive hatte ich andere Ideen. Der Blütenrand bekam kleine Hügel und Täler. Durch die Verwendung eines grauen Stoffes aus der Quilters Linen Serie habe ich mich für die große Fläche für senkrechte Quiltlinien entschieden.
 
 
 
 
Wenn ich mit dem ersten Kissen  nur noch 5 Tage gewartet hätte, wäre dafür das erste Kreuz beim Herbsthandarbeitsbingo fällig gewesen. Aber was soll's, dann kommt es eben jetzt: ein Kissen machen.
 
 
Und hurra! Ich habe ein zweites Bingo! Die Voraussetzungen für ein baldiges drittes sind auch nicht schlecht, denn der Karton mit den Stoffen für das große Projekt wartet nur auf den Startschuß. Für heute aber ist Ruhe im Karton.
 
Petruschka

Montag, 22. Oktober 2018

Im Erzbegirge

... feierte man gestern den Tag des traditionellen Handwerks. Aus diesem Anlaß fand im Textil- und Rennmuseum Hohenstein-Ernstthal die Regionalversammlung der Patchworkgilde statt.

 
Die bisherige Regionalvertreterin wurde im Amt bestätigt und es wurden Pläne für die nächsten Monate geschmiedet. Im Anschluß an die Versammlung haben wir die Möglichkeit genutzt, das Museum zu besichtigen.
Sowohl im Unter- als auch im Erdgeschoß sind die Quilts der Tradition bis Moderne zu besichtigen. Bezüglich des Urheberrechts will ich hier nur einen kleinen Ausschnitt eines Krawattenquilts zeigen.
 

Weiter oben empfing uns inmitten alter Maschinen ein weiterer Quilt.
 
 
Man konnte man  sich am Quilten an einer Longarm ausprobieren.

 
Gleich daneben waren  traditionelle Nähmaschinen zu sehen.


In der Weberei sind Webstühle in verschiedenen Stadien der Herstellung von Webstücken zu sehen. Wahnsinn, diese Vielzahl von Fäden.
 

Rund zwei Wochen brauchten die Weberinnen, auch teilweise in Heimarbeit, zur Einrichtung eines Webstuhles. Und das alles in Handarbeit.
 
 

In vielen Vitrinen sind Strumpf- und Strickwaren zu sehen. Die mit der Unterwäsche für Groß und Klein sind ganz nett anzusehen.



Ganz begeistert waren wir vom Friseursalon. Ganz so weit weg sind die Zeiten wohl noch nicht, denn es gab viele Ahs und Ohs ob der Erinnerung an dieses oder jenes Handwerkszeug.


 Im Eingangsbereich sind Beispiele für die Jacqardweberei zu sehen. 2020 wird es einen weiteren Wettbewerb des Museums geben.
 
 
Es wurden Mitmachaktionen  angeboten, es gab sogar eine kleine Ladenstraße. Zum Show und Tell war ich dann aber nicht mehr da. Zu Hause habe ich dann meinen kleinen privaten Tag des traditionellen Handwerks veranstaltet. Für eine erkrankte Kollegin wollte ich eine AMC machen, die ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubert..

 
Aus einer wurden dann gleich vier. Denn das Material war sowieso draußen, da konnte ich gleich eine kleine Serie machen.
 
 
Mit dieser AMC kann ich auch ein weiteres Kreuz im Herbsthandarbeitsbingo setzen: etwas für einen lieben Menschen machen. Es waren auch kleine Teile dabei, aber dieses Kreuz hebe ich für eine andere Arbeit auf.
 

So langsam füllt  sich das Bingo. Ich merke, wie mich das Bingo beflügelt, konkrete Arbeiten zu beginnen und vor allem zu Ende zu bringen.
 
Petruschka