Dienstag, 12. Januar 2021

12 von 12

 ... diese Aktion habe ich auf anderen Blogs gern verfolgt. Und nun, im Januar will ich selber mal einen Post dazu schreiben - mal sehen, ob sich so vieles finden lässt. Daß ich daran gedacht habe, liegt an meinem Wochenkalendarium, auf das ich am Schreibtisch schaue und das sogar auf die richtige Woche eingestellt ist.

Ich habe mir für heute sogar den Handywecker gestellt, denn mein "Unterricht" beginnt um 8:00 Uhr. Allerdings war ich schon vorher wach. Ich habe bescheiden geschlafen, der Sturm hat mich wachgehalten. 

Ich brauche unbedingt Kaffee, damit ich wach werde und in den Tag starten kann. Heute mal wieder aus meiner Klimt-Tasse, ein Mitbringsel aus dem Mutter-Tochter-Wien-Urlaub 2019.

Nun schnell einen ersten Blick in die Online-Aktivitäten der Schüler. Seit längerer Zeit sind wir im Distanzunterricht und das wird wohl auch noch einige Zeit so bleiben. Unglaublich, wozu ich mit meinen fast 56 Jahren noch zu lernen in der Lage bin ;-). 

Ein Blick aus dem Fenster zeigt, daß ich ein wenig Zeit zum Schnee entfernen einplanen muß, bevor ich in die große Stadt fahre.

Um 9:30 Uhr bin ich auf dem Weg in die Schule, ich treffe mich zwecks Absprache zur Bewertung einer Facharbeit mit einem Kollegen, natürlich mit Abstand und Mund-Nase-Schutz. 

Naja, wir haben uns ein wenig verquatscht und es ist später als erwartet geworden. Aber es tat so gut, mal wieder mit jemandem anderen als aus der Familie zu reden und nicht nur am Telefon, sondern live. Wo ich nun mal in der Stadt bin, mache ich paar Besorgungen. Uns sind die Haferflocken und die 6-Korn-Flocken ausgegangen. (Meine ältere Tochter würde fragen: Wohin sind sie denn gegangen? Typisch Germanistin.) 

Um 13: 15 Uhr bin ich zurück und ich habe Hunger, also Mittagessen. Hmm, worauf habe ich Appetit? Die Frage stellt sich eigentlich nicht, denn für alles müßte ich erst etwas vorbereiten und dann dauert die Zubereitung ja auch noch Zeit. Also dann eben nur einen Salat mit zwei kleinen Scheiben selbstgebackenem Brot. 

Noch habe ich mein tägliches Schrittziel von ca. 7000 nicht erreicht, also muß noch einmal los. Das Wetter ist nicht so toll, aber was soll's. Welchen Weg nehme ich heute? 

Ach, ich gehe heute rechts rum, an den Gärten und am Sportplatz vorbei und danach in Schleifen durch das Dorf. Mal sehen, wen ich heute so treffe. 

Getroffen habe ich niemanden, aber ich habe mir mal die Malerei an der Schulturnhalle genauer angeschaut. Auch Elyx war von der Interpretation der Bauhausmotive ganz begeistert. 

Zurück, ist das Schrittziel nunmehr weit übertroffen und ich kann mich beim Nachmittagskaffee aufwärmen. Zugleich fang ich schon mal mit dem Bearbeiten des Postes an.

Zeit, mich um meine Pläne für das weitere Nähen zu kümmern, denn heute ist auch Termin für die Aktion "Stich für Stich". Nun, die Jüngste studiert seit dem Herbst, zwar online und deswegen auch von zu Hause aus. Aber sie plant, nach Weimar in ein eigenes kleines Reich zu ziehen und dafür will ich ihr eine Decke nähen. Mit ihr abgesprochen, will ich die aus einem Swap von anno dazumals stammenden Vierer-Blöcke mit einem grauen Stoff kombinieren und einen Quilt nähen. Begonnen hatte ich die Arbeit schon, aber dann ...

Im hinteren Stapel sind die bereits mit einem grauen Quadrat zusammengenähten Viererblöcke, im vorderen sind sie noch solo. Bevor es mit dem Nähen weitergehen kann, muß ich erst mal wieder graue Quadrate zuschneiden.

So, das war mein Tag bis hierher. Das folgende Foto ist außer Konkurrenz, denn das stammt vom Sonntag. Fertig geworden ist nämlich am vergangenen Wochenende nach zweieinhalb Jahren Nähzeit das Top meines Tula Nova. Nun wird er noch mit passendem cremefarbenen Stoff an den Seiten ergänzt und zu einem Quilt gemacht. Noch bin ich nicht ganz sicher, wie er beendet werden soll. 


 Auch das war wieder ein langer Post. Ich hoffe, Ihr hattet Spaß an meinem Tag Anteil genommen zu haben. Bei Caro werden viele Geschichten um den 12. eines Monats gesammelt.

Danke auch an alle, die mich nach zwei Jahren Pause so herzlich zurückbegrüßt haben. 

Petruschka

Freitag, 8. Januar 2021

Ich brauche

... ein Ziel, Motivation, Kontrolle von außen, Termindruck - sonst wird das auch beim Hobby nichts. Habe ich das erste Jahr (2019) ohne Bloggerei als Entlastung, sogar Befreiung empfunden, hatte das vergangene Jahr so etwas Unverbindliches, Unbestimmtes, ja auch Unbefriedigendes an sich. Das lag sicher auch an den merkwürdigen Umständen, die uns seit März entgegentraten. Die viele Zeit, die auch ich hatte, wurde für alles Mögliche, eher nur nicht ganz wenig zum Nähen genutzt. Im letzten halben Jahr wiederum habe ich immer mehr Zeit beim Lesen der vielen Blogs aufgewendet (aber nicht kommentiert) und nun bin ich soweit, das Bloggen und das Nähen wieder aufzunehmen. Um zum Beispiel diese Stoffe zu einem Frankreichquilt werden zu lassen.

Dabei will ich bei den verschiedenen Aktionen mitmachen - Stichwort Termindruck. Jeweils der zweite Dienstag im Monat (Stich um Stich) und der letzte Donnerstag im Monat (UFO-Abbau) sollten drin sein. Ich will hier jetzt  nicht alles aufzählen, was da zu beenden/ bearbeiten wäre. Ein erstes Vorhaben will ich dennoch ansprechen. Aus dem Workshop bei Gabi Mett im November 2018 sind zum Teil bearbeitete Werkstücke (rechts) und zum Teil nur auf ein Medium aufgebügelte Stoffstücke (links) übrig geblieben. 

Diese Stoffstücke will ich nach und nach zu AMCs verarbeiten. Die drei kleinen schon bearbeiteten Quadrate in der Mitte sind als erste dran. 

Einige der damals vorbereiteten Stoffstücke habe ich schon in einem kleinen Quilt verwendet. In meiner Quiltgruppe QuilThuer haben wir im zweiten Halbjahr 2019 das Thema "Vier Jahreszeiten"  bearbeitet. Die sollten in einem Quilt in Verbindung mit Applikation und Stickereien thematisiert werden. 


Jedes der vier Teile ist 19 cm im Quadrat und alle sind einzeln gearbeitet. Am Ende wurden sie auf ein Stück Stoff aufgenäht, sodass die Vorgabe erfüllt wurde. Außer den Applikationen habe ich kleine Dekoteile aufgebracht.

Der Frühling bringt ein Gefühl der Helligkeit, der guten Laune, der Leichtigkeit, der Frische und vor allem bringt er viel frisches Grün.



Natürlich kam ich an Stickereien nicht vorbei. Unzählige Knötchenstiche zieren den blühenden Strauch. Zur Biene oben gehört dann auch der Bienenstock.


Mein Sommer flirrt vor Hitze. Die letzten Sommer jedenfalls brachten uns ganz schön zum Schwitzen. 



Viele, viele rote Mohnblüten aus kleinen Filzkreisen, mit einem Knötchenstich aufgestickt und viele Blüten stehen für den Garten, in dem ich verantwortlich für die Blumenrabatten bin.


Der Herbst muß bunt sein mit seinen tanzenden Blättern, den goldenen Sonnentagen, aber auch der absterbenden Natur. Das kleine Holzstück hatte ich aus der Projektwoche im Thüringer Wald mitgebracht. 



Eingefärbter Mull kunstvoll drapiert und mit der Maschine freihand festgestickt verdeckt die Stiche der vorherigen Maschinenquilterei. 


Mein Winter ist eisig, aber auch klar. Der kleine Teich ist zugefroren, an seinem Rand ist das trockene Gras zu sehen. Alles ist von Tüll überspannt, am Himmel habe ich zwei Lagen davon verwendet. 



Kleine Knöpfe und mit silbernem Garn gestickte Knötchenstiche versinnbildlichen Schneeflocken. 


Seit dem Wochenende ist auch bei uns in den tieferen Lagen der Winter eingezogen. Nun ja, der größte Teil ist wieder geschmolzen, aber es ist kalt geblieben. Das muß auch Elyx erleben. 


Er wurde von seinem geistigen Vater (YAK) zum "Botschafter des Lächelns" ernannt. Vor längerer Zeit habe ich diesen kleinen gezeichneten Kerl in meiner Französischzeitschrift entdeckt. Das Buch wurde bestellt und am Ende des Buches gibt es den Kerl als Gratiszulage in insgesamt 12 Vorlagen zur freien Verwendung. Und da ich jetzt über eine tolle Handykamera verfüge, habe ich sie gleich einmal getestet. So freut sich Elyx über den Schnee, die Hagebutten und das Leben überhaupt. Vielleicht will er mich auch umarmen, weil ich ihm wieder einmal andere Gefilde zeige?

So, das war ja mal wieder ein langer Text. Ich kann eben nicht kurz ;-)). Ich wünsche uns ein schönes Wochenende.

Petruschka

Freitag, 25. Januar 2019

Ein weiteres Alphabet

... ist nun beendet. Das Z des Naturalphabets steht noch aus, seit ein paar Tagen schon ist es überfällig. Nun, mir war ist die Nählust abhanden gekommen, so daß ich die AMC erst spät anging. Klaudia bat mich, diesen einen Post noch zu schreiben. Also dann.
Das Z bot einen größeren Spielraum, gibt es doch da so einige Bäume, Tiere, Blumen ... Natürlich kommt einem da gleich das Zebra in den Sinn. Ich fand noch: Zeder, Zypresse, Zeisig, Ziege, Zitrone, Zaubernuß etc. Angetan hat es mir dann der Zaunkönig.
 
 
Der Zaunkönig zählt zu den kleinsten Vögeln Europas. Gerade einmal zehn Gramm wiegt der Winzling. Sein rostbraun gebändertes Gefieder macht ihn auch nicht gerade auffälliger, sondern sorgt im Gegenteil für perfekte Tarnung. Charakteristisch ist sein steil aufgerichteter Schwanz. Männchen und Weibchen sind beim Zaunkönig gleich gefärbt. Sein spitzer und leicht gebogener Schnabel kennzeichnet ihn als typischen Insektenfresser. Mit seinen kurzen Flügel gilt der Zaunkönig als schlechter Flieger, der sich stattdessen vorwiegend hüpfend im Gebüsch fortbewegt.
 
 
Der Zaunkönig ernährt sich ausschließlich von tierischer Nahrung: Spinnen, Weberknechte, Motten, Fliegen und andere Insekten sowie deren Eier und Larven stehen auf seinem Speiseplan. Seine Beute sucht er vor allem in Bodennähe, im Wurzelwerk und Reisig. Sein kleiner, spitzer Schnabel erlaubt ihm bei der Nahrungssuche auch in kleinste Ritzen und Fugen vorzudringen.
Bekannt ist der Zaunkönig für seinen laut schmetternden, unverwechselbaren Gesang. Dieser Vogel wurde lange Zeit „Schneekönig“ genannt, da er auch im Winter lebhaft singt. Davon leitet sich auch die Redensart "sich freuen wie ein Schneekönig" ab.
 
Klaudia schrieb vorab in einer Mail, daß ihr Mann die Z-Karte gern selber gehabt hätte. Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Sie hat sich das Zebra ausgesucht.
 
 
Mit großer Detailtreue und bewundernswerter Präzision hat sie den Kopf des Zebras mit der Nähmaschine gemalt.
 
 
Sicher hat auch Klaudia interessante Informationen zum Zebra für Euch zusammengesucht.
 
Nun, das war die letzte AMC, die Klaudia und ich getauscht haben. Fast acht Jahre haben wir beide nun schon AMC getauscht. Ich weiß  nicht, wie lange meine Blogunlust noch andauern wird. Wir haben beschlossen, die schönsten AMC in einer Collage noch einmal zu zeigen. Gar nicht so leicht, sag ich Euch, diese herauszusuchen.

 
Danke Klaudia, für die vielen Jahre voller Inspiration und Kreativität!
 
Und an alle anderen, also dann, bis auf irgendwann mal wieder. Tschüß!
 
Petruschka 

Montag, 31. Dezember 2018

Der letzte Post in 2018

... widmet sich zu Weihnachten produzierten und erhaltenen genähten Geschenken. Über das, was ich schenken wollte, hatte ich mir schon sehr zeitig Gedanken gemacht und auch schon frühzeitig begonnen. Der Mann bekam eine Männersache, die ich im April schon einmal in der Originalgröße genäht hatte, allerdings nun auf 120 % vergrößert. 
 

 
Die Originalgröße sah einfach zu komisch winzig an ihm aus. Die hat dann der Freund der älteren Tochter abgeräumt. Noch scheint der Mann vom Nutzen der Männersache nicht überzeugt zu sein, aber das wird noch, hoffe ich.
 
 
Für den Schwiegervater habe ich eine Nesteldecke gewerkelt. Er lebt seit mehr als einem Jahr in einem Pflegeheim, da er an Demenz erkrankt ist. Seine Hände wollen immer beschäftigt sein und so habe ich ihm aus verschiedenen Stoffqualitäten und einigen Tastgegenständen diese Decke gemacht. Sie ist ca. 50 cm x 50 cm groß.
 
 
Einige Stoffe lagerten schon sehr lange Zeit bei mir - der Sohn erkannte seine Baggy-Pant-Hosentasche. Zur Erklärung sei gesagt, daß er diese mit 15 trug. Heute ist er 30. Auch von der jüngeren Tochter ist etwas dabei - der Mützenschirm unten links und das Hosenbein einer bunten Kordhose. Außerdem sind Teile einer Schlafanzughose, zweier Blusen, einer weiteren Jeans, einer Kinderdecke, einer Jacke und diverse Kleinteile von Hosen und Röcken enthalten. Das Binding entstand aus Resten.
Der Beutel aus Jeansresten ging an die ältere Tochter und ihren Freund für ihre großen Einkäufe.
 
 
Für die 15jährige Tochter eines Kollegen, die voll auf Mangas steht, habe ich einen Beutel genäht. Er hatte zu unserem Flohmarkt schon einen kleineren Beutel  als Nikolausüberraschung gekauft  und  mir später den Auftrag erteilt ich mich später bereit erklärt, einen größeren zu machen.
 
 
Leider sind die Farben gar nicht gut getroffen, Ein Dunkelgrün umrandet das Bild. Die Henkel sind extralang, damit sie den Beutel auch über der Schulter tragen kann.
 
Meine diesjährige Weihnachtspost bestand vorwiegend aus kleinen Paneelquadraten, die ich mit dem Rest  des  Stoffes, den ich für meine Teezemberbriefe verwendet hatte, ergänzt habe. Schön festlich sehen sie durch den goldenen Faden aus.
 
 
Für zwei verwendete ich Rest einer älteren Tischdecke und eine  im vorvorletzten Jahr begonnene vollendete ich nun.
 
 
Ich habe aber nicht nur Karten verschickt, sondern auch welche erhalten. Vielen Dank an Cattinka, Klaudia, Anke, Gudrun, Heike und Regina. Vielen Dank für die Mühe, die Ihr Euch gemacht habt.
 
 Cattinka
 
 
 
Apropos Dezember - ich habe ja auch in diesem Jahr die Herausforderung des  SAL der Werkstatt für historische Stickmuster angenommen.
 
 
 Jeden Tag war ein kleiner Abschnitt zu sticken, um dann am 24. ein vollständiges Bild zu haben. Aber, es war so wie beim Hasen und Igel.  Wieviel Zeit ich auch investierte, ich kam einfach nicht hinterher.
 
 
Und so blieb es am 23. bei diesem Stand. Ich habe übrigens die Weihnachtswünsche um neue Sprachen ergänzt. Buon Natale für das Italienische und C Poжgecтboм für das Russische. Der verbleibende Platz ist noch offen für eine weitere Sprache.
 
 
So werde ich gemütlich im Laufe der nächsten Tage, Wochen oder Monate die restlichen Stiche machen.
 
Allerdings werdet Ihr diese Stiche und auch sonst andere Sachen, die noch fertigzustellen sind, nicht mehr zu Gesicht bekommen. Denn die Überschrift Letzter Post bedeutet auch, daß ich nach reiflicher Überlegung  das Bloggen vorerst auf Eis lege. Statt einer Verlosung anläßlich des achten Bloggeburtstages gibt es also Abschiedsworte. Sicher werde ich noch mitlesen und den einen oder anderen Kommentar schreiben, aber selber werde ich vorerst keine Posts mehr verfassen. Ich hatte im Laufe der  Jahre, die ich blogge, immer mal Phasen, in denen ich wenig Lust verspürte, den Laptop anzuschalten und den Blog am Leben zu erhalten. Nun aber hält sich die Unlust seit mehreren Wochen. Sicher, zu zeigen und zu sagen hätte ich etwas, aber man kann nicht immer nur nehmen. Ich sollte auch kommentieren und das schaffe ich momentan nicht. Ich danke allen, denen meine Arbeiten gefielen und mir ein nettes Wort hinterließen. Ihr habt mein Leben bereichert.
 
Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und möge 2019 Euch bringen, was Ihr Euch am meisten wünscht.
 
Petruschka