Donnerstag, 22. November 2018

Noch zwei Felder

... beim Herbsthandarbeitsbingo sind waren frei. Das habe ich nun geändert. Frei waren noch: etwas mit Papier machen und etwas aus vielen kleinen Teilen handarbeiten. 
Um meinen Tula Nova voranzubringen, habe ich beim Regionalnähtag der Patchworkgilde neue Teile geheftet und später auch einen Teil zu Sternen zusammengenäht.
 

Für sechs Sterne hatte ich Stoff zugeschnitten, für vier habe ich Schablonen gearbeitet, zwei Sterne konnte ich dann zusammenzunähen. (Klingt fast wie eine Matheaufgabe ;-).)

 
Nun sind alle Felder des Herbsthandarbeitsbingos ausgefüllt. Einige Projekte sind beendet, andere werden fortgeführt, so wie auch der Tula Nova. Für alle Projekte habe ich sinnvolle Verwendungen finden können bzw. waren sowieso geplant. Danke für diese wundervolle Aktion geht an Barbara von 60° Nord.
 
Petruschka

Dienstag, 20. November 2018

Wenn es draußen

... so gar nicht hell wird, der Nebel über dem Dorf hängt und es dadurch widerlich kalt ist, möchte man am liebsten sich drinnen verkriechen und bei Kerzenschein eine warme Atmosphäre  schaffen. Das habe ich auch gemacht. Und zwar nicht nur mit einer Kerze, nein, ich habe gleich drei angezündet.
 

Ohne Blitzlicht ist der Kerzenschein noch viel schöner, weil heimeliger.


Allerdings mußte ich dennoch das Oberlicht anmachen, denn selbst mit dem Licht von drei Kerzen läßt sich schlecht handarbeiten. Und das wollte ich, um ein weiteres Kreuz beim Herbsthandarbeitsbingo zu bekommen. Herausgesucht hatte ich ein UFO aus der Vorweihnachtszeit des vergangenen Jahres, das ich  noch vor dem neuen Advents-SAL der Werkstatt für historische Stickmuster beenden will.
 

Die hintere, vierte, Beleuchtung versteckt hinter einem "Kleid" ein Glas. Das Kleid wurde von mir aus einem doppelt gelegten Spinnvlies mit Silberfäden und einem dickeren Stickvlies gewerkelt.
 

Die Sterne wurden mit einem silbernen Faden umzackelt.


Das Licht stammt von LED-Leuchten. Ein Ensemble aus mehreren Gläsern verschiedener Größen sieht bestimmt toll aus. Natürlich habe ich mein Kreuz gesetzt: im Kerzenschein arbeiten, was heute eine weiteres Reihe vollmacht und damit ein weiteres Bingo bedeutet.
 
 
Nun fehlen nur noch zwei Felder. Was soll ich sagen, auch dazu habe ich die Handarbeiten schon fertig. Doch was ich dazu gewerkelt habe, gibt es in einem späteren Post.
 
Petruschka

Sonntag, 18. November 2018

Ein Lochmuster

... sollte als weitere Herausforderung für das Herbsthandarbeitsbingo gestrickt werden. In meinen Zwanzigern habe ich viele Sommerpullis gestrickt - mit Lochmustern. Also ist war das kein Problem für mich.  Die Herausforderung habe ich gern angenommen, allein, was soll es am Ende werden? Letztendlich habe ich mich für einen schmalen Schal entschieden. Ich habe eine Bluse mit einem größeren Ausschnitt, wo mir es manchmal ein wenig zu frisch wird am Hals. Nun wird diese Lücke gefüllt. Leider ließ sich kein Tragefoto realisieren, deshalb gibt es hier ein "Liegefoto".
 
 
Das Muster ergibt ein Blatt, das über 14 Reihen gestrickt wird. Ich hatte ein zu den Farben der Bluse passendes Garn mit kleinen Pailletten gewählt. Beim Kauf hatte ich ein wenig Bedenken, aber es ließ sich wirklich gut stricken.


Dafür gibt es ein weiteres Kreuz im Bingo: Lace- oder Lochmuster stricken, was eine weitere Reihe vollmacht und damit ein weiteres Bingo erreicht ist
.

Rike hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß die Mütze für den Trainer der Tochter ja auch ein Kleidungsstück für einen Erwachsenen ist. Diese Idee gefällt mir sehr gut und so habe ich ein Kreuz dort gesetzt. Das machte eine Reihe voll und ergab ein Bingo.
Es hat mir Spaß gemacht, mal wieder etwas anderes als Socken zu stricken und das Lochmuster war genau das richtige.
 
Petruschka

Freitag, 16. November 2018

Ein Naturbegriff mit V

... war gar nicht so leicht zu finden. Aber Klaudia und ich haben die Herausforderung angenommen und sogar unterschiedliche Begriffe interpretiert. Da ich im Oktober das Usambaraveilchen gewählt hatte, kam das Veilchen nicht in Frage. Recherchen zur Natur mit V führten mich zum Vierfleck, einer Libellenart.

 
Der Vierfleck zählt zu den Großlibellen und erreicht eine Körperlänge von 4 bis 4,5 Zentimetern bei Flügelspannweiten zwischen 7 und 8,5 Zentimetern. Jeder der vier Flügel hat einen auffälligen dunklen Fleck im Bereich der markanten Querader, wonach die Art sowohl ihren wissenschaftlichen als auch ihren Trivialnamen erhielt. Für die Flügel legte ich Tüll zwischen wasserlösliches Vlies und nähte die Umrisse als auch die Adern. Nach dem Auflösen des Vlieses verzierte ich die Flügel mit den Flecken und nähte anschließend noch Organza darüber.


Das Tier hat ein gelbliches Gesicht, das nach oben durch eine schwarze Linie zwischen den Fühlern begrenzt wird, und einen mattbraunen Thorax, der stark mit Härchen bewachsen ist. Die ersten sechs Segmente des Abdomens sind bräunlich und insbesondere bei jüngeren Exemplaren leicht durchschimmernd, so dass ein der Thermoregulation dienendes Luftsacksystem sichtbar ist. Die Segmente sieben bis zehn sind schwarz und weisen seitlich jeweils einen gelben Strich auf. Die Beine sind schwarz gefärbt.

 
Die Hinterflügel erreichen eine Länge von 31 bis 38 Millimeter, womit sich eine Flügelspannweite um sieben oder acht Zentimeter ergibt. Die Flügelmusterung, welche für den Namen verantwortlich ist, besteht aus einem bernsteinfarbenen Streifen an der Flügelbasis und einem kleinen schwarzen Fleck an der Querader. An der Basis der Hinterflügel befindet sich zudem noch ein kleiner, dreieckiger, schwarzer Fleck. Die Äderung der Hinterflügel ist rötlich-braun, das Flügelmal bräunlich schwarz und etwa vier Millimeter ausgedehnt. Auf der AMC sind die Flügel frei schwebend.
 
Der Vierfleck ist eine weit verbreitete Libellenart; sein Verbreitungsgebiet liegt im Bereich der nördlichen Hemisphäre. Der Vierfleck ist charakteristisch für pflanzenreiche Weiher. Er tritt oft in hoher Dichte  am Rand von verlandenden Gewässern, in Sümpfen und an Moorgewässern auf. Vierfleck Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt und nur durch die Hinterleibsanhänge zu unterscheiden. Sie ernähren sich von Insekten, die sie im Flug fangen. Da diese Libellen beim Jagen sehr schnell fliegen, sind sie aufgrund ihrer starren Linse mit Facettenaugen, welche aus 30.000 Einzelaugen bestehen, ausgestattet. Da Libellen wie alle Insekten wechselwarm sind, passen sie sich der Außentemperatur an. Sie müssen Tageswärme tanken, um ihre nächtliche Unbeholfenheit zu vertreiben. Erst dann sind sie in der Lage, zu fliegen.
 
Klaudia hat mir leuchtend rote Vogelbeeren gewerkelt. Und ich bin wieder begeistert. Schaut nur, wie realistisch sie die Beeren frei mit der Maschine bestickt hat.
 
 
Mit den Blättern hat sie weitere charakteristische Merkmale frei appliziert und verziert. Manche kennen die Vogelbeerbaum auch unter dem Namen der Eberesche.
 
 
Wie ich Klaudia kenne, hat auch sie bestimmt viel Wissenswertes zur Eberesche zusammengetragen. Schaut doch gleich mal bei ihr vorbei.
 
Ich bin seit einigen Tagen dabei, Beiträge zum Herbsthandarbeitsbingo zusammenzutragen und Posts vorzubereiten. In wenigen Stunden werde ich mit dem Mann nach Berlin fahren, wo wir zwei Tage verbringen werden. Während er aber am Sonntag zurückfährt, fliege ich nach Rom - ich begleite meine Lateinkollegin auf der Studienfahrt. Und wenn das Herbsthandarbeitsbingo in die Endrunde geht, fahre ich zu meinem Anhang nach München, um dort einer Auszeichnungsfeier beizuwohnen.
Und da ich noch ein bißchen Zeit brauche, verabschiede ich mich nun schon ins lange Wochenende.
 
Petruschka

Sonntag, 11. November 2018

Der Winter

... war in den letzten Jahren so manches Mal schneller da als erwartet. Aber auch da gab es im beim Herbsthandarbeitsbingo eine gute Möglichkeit, beizeiten gerüstet zu sein. Für den Trainer der Tochter sollte es schon im vergangenen Winter eine gestrickte Mütze geben. Allerdings war dann keine Zeit mehr. Angestachelt durch das Herbsthandarbeitsbingo machte ich mich vergangene Woche nun an die Mütze. Der Trainer allerdings war nicht greifbar, so mußte der Mann als Probeträger herhalten. Dafür gab es ein Kreuz bei: für den Winter stricken.


Die Mütze habe ich ein zweites Mal gestrickt - ich hatte zu viele Maschen aufgenommen, da war die Mütze viel zu weit. Die Farben, ein Olivgrün und ein freundliches Schwarz, wurden vom zukünftigen Träger gewünscht.

 
Gestrickt habe ich die Mütze im einfachen Patentmuster. Dadurch ist sie richtig schön warm. Das Muster schluckt aber ganz schön viel Wolle. Dennoch gefällt es mir sehr gut.
 
 
Und weil ich diese Technik das erste Mal gestrickt habe, gebe ich mir für das Herbsthandarbeitsbingo ein weiteres Kreuz für: eine neue Technik probieren.
 
 
Gut gefüllt ist das Bingo schon.
 
Und weil ich kurzfristig Lust auf's Nähen bekam, habe ich am Freitag ein kleines Täschchen nach einem bewährten Schnitt genäht. Dafür habe ich den süßen Vogelstoff von Birte, den ich in Plön bekam, verwendet.
 
 
Im letzten Post versprach ich die Verlosung der AMC, die ich inspiriert von einem Buch, genäht hatte. Heute Mittag habe ich das Kind ein Los aus dem mit acht Losen gefüllten Lostopf ziehen lassen. Gut, es war kein Topf, sondern eine kleine, sehr kleine, Handtasche.

 
Gewonnen hat Katrin vom Blog nealichundderdickeopa. Herzlichen Glückwunsch! Und damit du die AMC eventuell selbst verschicken kannst, wird sie auch nicht beschrieben. Ich schicke dir die Karte schnellstmöglich zu.
 
 
Bald ist Kaffeezeit. Vielleicht schaffe ich es da, bei Kerzenschein handzuarbeiten. Eventuell an einer Handarbeit, bei der Papier im Spiel ist ? Ob ich es geschafft habe, werdet Ihr sicher bald lesen. Bis dahin wünsche ich Euch noch ein paar schöne Stunden und kommt gut in die neue Woche.
 
Petruschka 

Montag, 5. November 2018

Jocelyne

... führt einen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Arras. Strickwaren, Hosenknöpfe, Baumwoll- und Elastikspitze oder Bänder mit Pailletten - darum dreht sich die Welt in Jocelynes Kurzwarenladen. Darum kreist auch ihr Blog, mit dem sie immer mehr Frauen das Vergnügen des Handarbeitens nahebringt und nebenbei ein Stück Lebensfreude schenkt. Jocelyne ist siebenundvierzig und verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder ... Dann läßt sie sich von ihren Freundinnen überreden, einmal, nur ein einziges Mal Lotto zu spielen.
Soweit der Klappentext. Das Buch von Grégoire Delacourt fiel mir in Frankreich auf, weil auf der Banderole lauter Garnrollen und ein Fingerhut zu sehen sind. Die deutsche Version zeigt eine große Garnrolle mit Nadel, darunter Stoff und einen Knopf.
 

Natürlich nahm ich es mit. Natürlich las ich es, erst in Französisch, später dann auch in deutscher Sprache. Wie es mit der Geschichte weitergeht? Ihr ahnt es vielleicht - Jocelyne gewinnt im Lotto eine sehr große Summe. Und nun schreibt Jocelyne Listen: eine Liste des Nötigen, eine Liste ihrer Wünsche; eine Liste ihrer Verrücktheiten und eine letzte Liste. Ihr Leben nimmt eine Wende, als ihr Mann den Gewinnscheck entdeckt und mit diesem verschwindet. Doch nun habe ich genug erzählt. Das Büchlein hat nur 128 Seiten, ist also schnell durchgelesen.
Warum ich Euch das Buch vorstelle? Na, einige ahnen es schon. Es hat mich inspiriert, eine AMC mit Spitzen und Bändern zu nähen.
 

Auf einem selbstgefärbtem Stoff in zartem Violett habe ich diese drapiert und festgenäht. Die zarte Blumenspitze stammt von einem Damenunterhemd.

 
Und damit kann ich ein weiteres Kreuz beim Herbsthandarbeitsbingo setzen: inspiriert von einem Buch oder Film handarbeiten.
 
 
Das "Top" der AMC habe ich nach einem Kurstag in Wahlsdorf genäht. Einige wenige Ergebnisse sind schon präsentabel. An den größeren muß ich noch arbeiten. Doch für Neugierige habe ich ein Viererpack Collagen fotografiert. Sie standen unter verschiedenen Thematiken und alle sind 10 cm im Quadrat groß.


Drei der vier Untergründe stammen von einem Stück, was ich vorher schon in einer anderen Übung bearbeitet hatte: Vorwärts- und Rückwärtsnähen mit dem normalen Nähfuß. Auch die Papierstücken stammen von einer Übung. Über den Fotos stehen die jeweiligen Aufgaben. Ich glaube, wir hatten eine gute halbe Stunde Zeit.
 
Eine Farbe mit Schwarz oder Weiß 

Von hell nach dunkel

Bunt

Warme und kalte Farben

Spannend und lehrreich war es auf jeden Fall. Nun heißt es, die noch unbeendeten Collagen auch fertigzustellen.
Und wer bis jetzt mit Lesen und Schauen durchgehalten hat, bekommt die Chance, die AMC, die ich inspiriert vom Buch angefertigt habe, zu gewinnen. Jeder, der seinen Kommentar unter diesem Post hinterläßt, kommt in die Lostrommel.
Ich werde nun ganz in Ruhe all die Posts lesen, die in den letzten Tagen hier aufgelaufen sind.

Petruschka