Samstag, 30. März 2013

Von Zeit zu Zeit

... fahre ich in meine alte Heimat. Die ist da, wo man am Markt an einem Haus den Spruch lesen konnte: "Trifft man sich nicht auf dieser Welt, so trifft man sich in Bitterfeld." Böse Zungen ließen eher folgenden Spruch los: "Komm nur nicht nach Bitterfeld, wo der Dreck vom Himmel fällt." Letzteres trifft nun nicht mehr zu und ersteres bliebe noch zu beweisen. (Der Spruch wurde irgendwann entfernt.)  Ausflüge machten wir immer nach Leipzig oder Halle, oft ging es auch ins Gartenreich nach Wörlitz. Dazu war es aber definitiv zu kalt. Und so fuhren wir wieder einmal nach Halle. Ein eisiger Wind wehte, aber der Himmel war blau, wie auf den Fotos zu sehen ist. 
 

Mitten auf dem Platz steht ein Denkmal des berühmtesten Sohnes von Halle, Georg Frierich Händel. Ob der Kälte hatten Spaßvögel ihm einen wärmenden Schal umgelegt.


Ihm gegenüber stehen die Marktkirche Unserer lieben Frauen (oben) und der Rote Turm (unten). Sie bilden ein Ensemble und wegen deren Türme wird Halle auch die Stadt der fünf Türme genannt. Es sind wirklich imposante Gebäude, die den Marktplatz nachhaltig prägen.
 

Dieses Mal sind wir auch mal in die kleinen Gassen und Nebenstraßen gegangen und da ist uns diese Wandmalerei ins Auge gefallen. Ich habe die Bedienung im nebenliegenden Restaurant nach den abgebildeten Persönlichkeiten gefragt, deren Namen allerdings wieder vergessen. Ach, wenn man sich nicht alles aufschreibt ... 

Auf dem Weg in Richtung Bahnhof fällt einem eine andere Art Wandgemälde ins Auge. Eine mir sehr zusagende Möglichkeit, leerstehende Gebäude optisch attraktiver zu machen.

 
Im Zugang zum Parkhaus kam man sich nach London versetzt vor. Ob die Telefonzelle allerdings funktionstüchtig ist, haben wir nicht überprüft.


Schnee lag allenthalben. Auf dem Markt war ein Schneeräumkommando unterwegs. Mittels eines Minibaggers wurden die Massen auf einen LKW verladen. Sah ganz witzig aus und die Arbeiter waren von Schaulustigen umgeben.
 
Und nachdem es in den letzten Nächten auch wieder geschneit hat, werden wir morgen wohl die Eier im Schnee verstecken und suchen müssen. Denn so groß die Kinder auch sind, daran wird nicht gerüttelt. Naja, umso leichter werden sie gefunden; die Eier, nicht die Kinder;-).
 
Osterpost habe ich in  diesem Jahr nur in allerkleinstem Rahmen fabriziert und verschickt - die Zeit fehlte einfach. Bekommen habe ich diese Woche allerliebste Post.
Zum Einen von Angelika, die ihrer Sehnsucht nach Sonne und Wärme Ausdruck verlieh.
 

Und zum Anderen von Klaudia, die einen niedlichen Osterstoff in einen lieben Ostergruß verwandelte.
 

Verschickt habe ich diese einfach gehaltene AMC an Klaudia. Das Ei und das Grasbüschel sind aus farbigem Filz. Darauf gesetzt sind die Litze und kleine  Blüten.


Und für den Monatstausch im PQF habe ich eine weitere AMC gefertigt. Sie trat den weiten Weg in die Schweiz an.

 
Auch hier habe ich wieder ein wenig experimentiert. Ich habe Vliesofix mit Seidenmalfarbe bemalt und dann auf Stoff gebügelt. Das Grün soll den Rasen nach dem langen Winter darstellen. Dann sind durch je zwei Margaritenstiche Blätter angedeutet. Darauf gesetzt habe ich blaßrosafarbene Pailletten, die durch gelbes Garn fixiert sind. Und weil mir das noch zu kahl war, habe ich noch Sternenstiche und Knötchenstiche in unregelmäßigen Abständen aufgebracht.


Die Blüten sind in blassen Tönen gestickt und sollen die ersten Gänseblümchen darstellen. In den Gärten und Vorgärten sind stellenweise schon Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen zu sehen. Bei uns allerdings noch nicht. Nur die Christrose ist nun, da der Schnee nicht mehr so hoch und dicht liegt, zu sehen. Von der Korkenzieherhaselnuß habe ich einige Zweige abgemacht und mit österlichem Schmuckwerk verziert. Normalerweise machen wir das schon gut eine Woche vorher, aber bei dem hohen Schnee kamen wir gar nicht zum Strauch und außerdem waren wir ja unterwegs.


Aber einen Vorteil hat es ja auch: so haben wir die Zweige länger drinnen.

Während der internetfreien Tage bei meiner Mutter hat sich eine neue Leserin eingetragen. Herzlich willkommen und viel Spaß hier. Ich freue mich über einen zukünftigen regen Austausch.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest. Genießt die freien Tage und erholt Euch gut.

Petruschka

Kommentare:

  1. Das war aber ein toller Ausflug in diese Stadt und jetzt weiß ich auch, wo Händel herkam. Danke für diese wunderbaren Impressionen.

    Nana

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  2. Hallo Petra,

    danke für die schöne Fotorundreise...ich war doch noch nie in Bitterfeld...und schöne Karten hast du bekommen...

    Liebe Grüße und frohe Ostern!

    Petra

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  3. Liebe Petra,
    Bitterfeld kenne ich jetzt ein bisserl durch Dich - ob ich jemals dort hinkomme?! Danke für die kleine Stadtrundschau.
    Wünsche Dir ein wunderschönes Osterfest!
    Liebe Grüße
    Michaele

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