Donnerstag, 20. April 2017

Einen Baum mit C

... zu finden war gar nicht so leicht. Für den monatlichen Tausch mit Klaudia zum Thema Natur  habe ich mich entschlossen, das Thema Bäume weiterzuverfolgen. Nun also das "C". So auf Anhieb fiel mir da keine Baum ein. Doch ein Blick ins Internet brachte Aufklärung. Jede Menge Chinesische .... irgendwas, das wollte ich allerdings nicht. So fiel meine Wahl auf den Cashewbaum. Zum Einen, weil ich gern mal Nüsse esse und zum Anderen, weil ich so gar nichts dazu wußte. Meine AMC zeigt die Blätter sowie die Früchte dieses Baumes. Kaschu oder englisch cashew ist ein immergrüner Baum, der in Südamerika an den Küsten Nordost Brasiliens, beheimatet ist. Auf portugiesisch heißt er caju.
 
 
 Der Cashewbaum (Anacardium occidentale) ist mit Mangos und Pistazien verwandt. Die Cashewfrucht ist ein kleines, grünlich- bis bräunliches, nieren- oder boxerhandschuhförmiges Gebilde, das an einem fleischig verdickten Fruchtstiel herabhängt. Dieser etwa 5–10 cm lange, birnen- oder paprikaförmige Fruchtstiel wird als Cashewapfel bezeichnet. Dieser ist allerdings nur eine Scheinfrucht, da er nur der verdickte Fruchtstiel und nicht die eigentliche, fortpflanzungsfähige Frucht ist. Er ist bei Reife gelborange bis rot gefärbt und wird zu Saft und Marmelade verarbeitet. Der Cashewapfel ist leicht verderblich und seine Außenhaut sehr druckempfindlich. Aus diesem Grund kann er schlecht transportiert und nicht international gehandelt werden. Er wird deshalb unmittelbar nach der Ernte weiterverarbeitet.
 
 
Die am Cashewapfel herabhängende nierenförmige Cashewfrucht wird abgeerntet und daraus der bekannte Cashewkern gewonnen. Cashewkerne sind ein guter Lieferant von Mineralstoffen, allerdings auch sehr kalorienreich. Heute werden Cashewbäume  weltweit in den Tropen kultiviert. Sie sind anspruchslos und wachsen auch auf schlechten Böden. Nebenbei produziert der Cashewbaum auch noch Latex und ein technisch wertvolles Öl. Sein Holz ist sehr hart und dicht, resistent gegen Termiten und sehr widerstandsfähig gegen Verwitterung.
Die gezeigte AMC ist mein zweiter Versuch. Ich fand es eigentlich eine gute Idee, auf  einfarbigem grünen Stoff die Blätterumrisse frei zu sticken. Dies ergab allerdings zu wenig Kontrast, sodaß ich eine zweite Variante  machte, die mir besser zusagte. Hier der mißglückte erste Versuch.
 
 
Klaudia hat mir eine wunderschön gestickte Calla geschickt. Sie mag sie aufgrund ihres edlen Aussehens.
 
 
Ich muß ihr zustimmen, wenn sie schreibt, daß sie sehr graziös wirkt. Klaudia entschied sich gegen das Applizieren und stickte die Calla dann doch frei. Das Detailbild zeigt, wie gut sie das kann.
 
 
Auf ihrem Blog erfahrt Ihr interessante Details über die Calla.
 
Nun werde ich mich etwas Profanerem zuwenden - ich muß darf mich der Flick- und Bügelwäsche widmen.
 
Petruschka

Kommentare:

  1. Liebe Petra,
    Deine AMC ist wieder mal ein Kunstwerk. Vielen Dank auch für die Erklärungen zum Cashewbaum.
    LG, Britta

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  2. Ich finde eure AMCs wieder total klasse!
    Über die Cashew hab ich auch mal eine Sendung gesehen. Fand ich total interessant!!
    Susanne

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  3. Liebe Petra,
    deine Cashew Baum Karte sieht toll aus und gefällt mir...und auch deine Infos dazu.Auf, auf zum neuen Thema;-)

    LG Klaudia

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  4. Liebe Petra,
    wenn das Jahr rum ist, seid Ihr wandelnde botanische Lexika! *lach* Das war echt interessant, was ich alles NICHT von der Cashew wusste....
    LG
    Valomea

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  5. Liebe Petra,
    Cashews esse ich auch gern, bisher hab ich mir keine Gedanken um den Ursprung gemacht. Dank dir hab ich diese Bildungslücke geschlossen und zusätzlich noch den Anblick deiner sehr schönen Karte genossen.
    LG eSTe

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  6. Wusste ich es doch. Handarbeiten und Bloggen bildet :-) Die Nüsse mag ich auch gerne und weiß so gut wie nichts darüber. Bis jetzt :-)
    Und ja, nur die Stickerei der Blätter wirkte etwas "dünn" Variante 2 ist deutlich schöner!

    Gruß Marion

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  7. So schöne AMCs habt Ihr wieder gearbeitet. Und solch interessante Dinge erfahren wir hier, schön; nun weiß ich etwas mehr über die Nüsse, die ich auch ganz gerne mal esse.
    Viele Grüße Marle

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