Mittwoch, 30. Mai 2012

Und wieder

... ist eine Buchseite fertig. Und in diesem Monat habe ich den kleinen Quilt komplett mit Rückseite und Binding beendet. Zu unserem Treffen mit den Geraern Quiltfrauen will ich alle Buchseiten mitnehmen. Bis dahin sollen alle mit Rückseite und Binding versehen sein. Doch hier nun der fertige Cesar Manrique.
Die zweite Arbeit dieser Art gefällt mir viel besser als die erste. Die Rundungen sind besser gelungen und die Flächen nicht so klein. Gequiltet habe ich die bunten Flächen und zwar an den schwarzen Bändern entlang. Die weißen Abschnitte werden dadurch ein wenig hervorgehoben. Das schwarze Binding wiederum läßt die Farben leuchten. Doch, er gefällt mir sehr gut.

Die Rückseite hat ein Label bekommen. Ich hatte mehrere Namen überlegt und habe mich letztlich für "Kleinkunst" entschieden. Ich habe direkt auf den Rückseitenstoff freihand "geschrieben" . Die I-Punkte habe ich nirgends gesetzt. Dann habe ich das Ganze umrahmt. Die Fadenfarbe orientiert sich an der vorherrschenden Farbe des Quiltes, die auch teilweise im Binding (jedenfalls bei den anderen Buchseiten) aufgegriffen wird.

Über Manrique selber habe ich nicht viele Informationen gefunden. Deshalb hier nur ein paar Eckdaten. Manrique wurde 1919 auf Lanzarote geboren, wo er auch 1992 bei einem Verkehrsunfall starb. Auf seiner Insel verwandelte er Lavablasen in Tunnel und Grotten. Er errichtete Monumente und Traumgebilde. Als Maler wurde er von Picasso beeinflußt. Manrique setzte sich für naturnahen Tourismus auf Lanzarote ein und tritt als Umweltschützer in Erscheinung. Die Mauer, Inspiration für die Buchseite, umschließt seine "Fundación", die nur kurze Zeit vor seinem Tod der Öffentlichkeit als Stiftung übergeben wird. Aus den Kommentaren zu den Manrique-AMC habe ich herausgelesen, daß einige schon auf lanzarote waren und sich so die Originale ansehen konnten.

Außer der Buchseite habe ich noch zwei AMC gewerkelt.
Streifen wurden geschnitten und mit dem Schrägbandformer zu schmaleren Streifen gearbeitet.
Die nun schmalen Streifen werden in einer bestimmten Farbreihenfolge auf einer Hilfsunterlage mit Stecknadeln befestigt. Den weiteren Verlauf zu fotografieren habe ich leider verpaßt, so daß ich jetzt nur das Endergebnis zeigen kann. Die Sterifen werden in einer bestimmten Reihenfolge über und unter die anderen geführt.
Ein buntes Blumenfeld habe ich geflochten und mit reichlich Perlen verziert. Eigentlich sollten es ja zwei AMC werden, aber dafür haben die Stoffe für die Streifen am Ende nicht gereicht. Es ist nicht unbedingt eine schnelle AMC, aber die Wirkung gefällt mir immer wieder gut.

Aus den übriggebliebenen Streifen und noch kurzfristig neu hergestellten habe ich eine weitere frühlingshafte AMC gewerkelt. Bei dieser sind die Streifen diagonal geflochten und dann am Ende üppig bequiltet.
Andere Sachen sind noch entstanden bzw. am Entstehen und Fertigwerden. Einiges wil ich am Sonnabend mit nach Gera nehmen. Dort gibt es Quilts auf der Leine zu sehen, Workshops zu besuchen, einen Flohmarkt nach Neuem und Altem abzugrasen, interessante Gespräche mit lieben Quilterinnen und und und. Wer also Lust hat und uns besuchen mag: Ab 10 Uhr gehts los in Gera, im Gemeindehaus in der Gagarinstraße 26.
Bis bald, Petruschka

Montag, 28. Mai 2012

Heute wird es

... vor allem kulinarisch. Auf einem Blog habe ich das Logo der Rhabarberaktion gesehen und will heute meinen kleinen Beitrag dazu leisten. Diese Staude ist so fast das erste Obst/Gemüse, das man ernten kann. So auch in unserem Garten. Seit nunmehr gut 18 Jahren haben wir den Garten, den wir heute bewirtschaften.
Schon damals stand diese Rhabarberstaude so prächtig da wie jetzt immer noch. Jahr für Jahr geben wir Stangen ab, schaffen wir diese riesige Menge doch nicht allein. Auch wenn die Staude hier nicht so aussieht, sie ist ca. 1,40m hoch und erreicht einen Durchmesser von ca.3 m.
Im besagten Blog geht es darum, viele verschiedene Rezepte mit Rhabarber zusammenzutragen. Ich habe an diesem Wochenende zwei Gerichte zubereitet.


Einmal diesen kleinen Rhabarberkuchen. Da er eigentlich nur von meinem Mann und von mir gegessen wird, reicht eine Form von gut 20 x 20 cm. Diesen Kuchen bereite ich seit mehr als 20 Jahren zu, andere Rhabarber-Kuchenrezepte habe ich nur selten versucht. Das Rezept stammt aus einem Kochbuch, das 1967 im Verlag für die Frau Leipzig erschienen ist. Ich habe die 21.Auflage von 1985 vorliegen. Ich denke, daß Generationen von DDR-Frauen Kuchen daraus nachgebacken haben.


Passend zum Monatsnamen habe ich das Kuchenstückchen auf dem Maiglöckchengeschirr angerichtet. Das Deckchen darunter stammt aus dem Jahre 2005.
Und hier nun das Rezept für den Kuchen. Es gilt für ein Kuchenblech.
Für den Boden einen Quark-Öl-Teig aus 150 g Quark, 3 Eßlöffel Milch, 6 Eßlöffeln Öl, 75 g Zucker, 2 TL Vanillezucker und 1 Prise Salz verrühren. 300 g Mehl mit 1 Päckchcen Backpulver vermischen, sieben und die Hälfte davon in die Quarkmasse verrühren. Den Teig mit dem restlichen Mehl verkneten.
Für den Belag 1 kg in kleine Stücke geschnittenen Rhabarber mit 250 g Zucker bestreuen und zugedeckt stehen lassen, bis sich reichlich Saft gebildet hat. Dann abgießen und den Saft auffangen. Den Rhabarbersaft nötigenfalls auf 375 ml auffüllen und mit mit dem in 125 ml saurer Sahne angerührten Vanillepuddingpulver aufkochen. Unter den heißen Pudding 50 g Butter und 3 Eier rühren.
Den Teig auf ein gefettetes Backblech geben, dabei einen Rand andrücken. Die noch heiße Puddingmasse auf den Teig streichen und die abgetropften Rhabarberstückchen darauf verteilen.
Den Kuchen bei Mittelhitze etwa 40 Minuten backen. Er kann dann mit Puderzucker bestreut werden. Guten Appetit!
Außerdem habe ich die Abwesenheit meiner Familie genutzt, um Rhabarber-Chutney zu machen.
Dies ist meine Ausbeute aus 3 kg Rhabarber. Ich nehme das Chutney gern als Geschenk mit. Es ist etwas, was man nicht an jeder Ecke bekommt und etwas Ungewöhnliches. Zudem ist es vegetarisch. Auch dafür will ich Euch das Rezept liefern. Ich habe mich dabei von Rezepten von verschiedenen Seiten im Netz und eigenen Vorlieben leiten lassen.
Die Angaben gelten für ein Kilogramm Rhabarber. Ihr nehmt also den Rhabarber und schneidet ihn in kleinere Stücke. Fügt ca. 500 g Zucker zu und laßt das Ganze für einige Stunden stehen. Dann kommen gut 250 g Zwiebelwürfel, 200 g Rosinen, 3 kleingeschnittene Knoblauchzehen, ein 40 g Stück kleingeschnittener Ingwer, etwa 50 ml Essig und 1 Tl Salz dazu. Anschließend gebe ich nach meinem Geschmack noch Gewürzmischungen aus der Mühle dazu, dazu gehören getrocknete Chilischoten, eine afrikanische Mischung und ein paar Drehungen der feurig-fruchtigen Mischung von Alnatura. Wenn man mag, kann man noch schwarzen Pfeffer hinzufügen. Das Ganze muß dann etwa 1,5 Stunden leicht köcheln, bis der Rhabarber zerfallen und eine dickliche Masse entstanden ist. Kochheiß wird die Masse in Twist-Off-Gläser abgefüllt und für gut 10 Minuten auf den Kopf gestellt.
Das Chutney schmeckt wunderbar zu Gegrilltem, auf Camembert oder anderem Käse, als Aufstrich ....
Ich hoffe, ich konnte Euch neugierig machen und vielleicht probiert Ihr selber mal etwas aus.
Nun habe ich auch die CD mit den Fotos vom Bärlauchfest am 1.April bekommen und mehrere Collagen zusammengestellt.
Oben links ist mein erster Beitrag, die Bärlauchbrötchen. Oben rechts könnt Ihr einen kleinen Blick in den Veranstaltungssaal werfen. Unten rechts ist mein zweiter Beitrag zu sehen: die Bärlauchtarte. Und unten links könnt Ihr eine Blick auf den Ausstellungstisch des Vereins "Rapontica" werfen. Dessen Mitglieder beschäftigen sich mit der Küche und den typischen Zutaten der Zeit von Johann Wolfgang von Goethe.
Reichhaltige Angebote und angebotene Rezepte machten das Verkosten zu einem Augen- und Gaumenschmaus.

Überraschend vielfältig und kreativ war das Angebot.

Man konnte gar nicht alles probieren, es war einfach zu viel.
Das Ganze ist ja nun schon gut 8 Wochen her und der Bärlauch blüht. Wenn ich den Ettersberg hochfahre, weht bei günstigem Wind eine intensive Zwiebel-Knoblauchnote herüber.
Von vergangenen wieder zu aktuellen Genüssen. Heute Abend konnte ich das erste Mal richtig Erdbeeren abnehemn (die ca.15 Stück vom Sonnabend zähle ich da jetzt nicht mit).
Mmmhhh, die gibt's morgen mit Zucker und Milch. Oder doch mit Joghurt oder gar mit Quark. Mal schauen.
Auch der erste unser drei Kirschbäume trägt schon reichlich, wie ein Blick in die Krone erkennen läßt. Ich denke, zum Ende der Woche hin können wie uns die Bäuche vollschlagen.
Zum Schluß noch ein paar Blumenbilder. Da wir im vergangene Jahr einiges wegen Altersschwäche entfernt haben, sieht die Rabatte noch ein wenig kahl aus. Aber so nach und nach wird etwas Neues dazukommen.
Die Pfingstrosen jedenfalls blühen zum Termin. Wir haben 3 große Stauden davon und sie nehmen es nicht übel, wenn Stengel für die Vase abgeschnitten werden. Ich liebe den intensiven süßen Duft.
Das Steingartenbeet ist nun nach mehreren Jahren gut bewachsen.

Die Iris und die Akelei sehen ganz filigran aus. Letztere ist zwar wie Quecke, weil sie immer da auftaucht, wo man sie gar nicht haben will. Aber natürlich ist sie viel schöner als Quecke.
Nach meinem kurzen Ausflug in die Küche und den Garten habe ich mir jetzt meine Nachtruhe verdient. Wir hier in Thüringen haben noch einen Ferientag. Wie schön. Allen Anderen wünsche ich eine schönen Start in die Woche. Herzlich Willkommen sage ich heute Berenice und Bea. Schön, daß Ihr jetzt mitlest.
Liebe Grüße, Petruschka

Freitag, 25. Mai 2012

Wußtet Ihr schon

... , daß ich der größte Fan der französischen Sprache und von allem, was mit Frankreich zu hat, bin? Na ja, wenigstens in unserem kleinen Ort. Margarete aus dem Patchwork- und Quiltforum jedenfalls wußte das und hat mir beim monatlichen AMC-Tausch diese nostalgisch angehauchte Karte geschickt.
Der mit den berühmtesten Bauwerken von Paris bedruckte Stoff wurde noch mit ganz viel Spitze, alten Knöpfen und kleinen Röschen verziert. Ich bin ganz begeistert über dieses Kleinod. Sie hat mir damit eine riesige Freude bereitet.

Diese Karte erwartete mich am Sonntag, als wir vom kurzen Ausflug in den Odenwald nach Hause kamen. An sich waren wir dort nicht viel unterwegs, da das Tochterkind in Sachen Karate (wie dieses Wochenende auch) einen Lehrgang hatte und wir zur Unterstützung dabei waren. Dennoch haben wir es geschafft, für einen halben Nachmittag nach Heppenheim zu fahren. Zum Sehenswürdigkeiten-Schauen war die Zeit knapp, aber in den örtlichen Kurzwarenladen habe ich es geschafft. Sie hatten ein erfreulich großes Angebot an Patchworkstoffen. Einige davon und andere Kleinigleiten haben nun ihr Zuhause bei mir.

Wie zum Beispiel diese niedliche Kreuzstickvorlage inklusive der Sticknadel und einem Stück Stoff.
Ich bin ja gerade am Kreuzsticken. Es dauert doch schon ein ganze Weile, wenn die Stiche so klein sind. Dieser Tage ist mir wieder ein Relikt aus der Zeit von vor ca. 20 Jahren in die Hände gefallen.


Keine Ahnung mehr, was mal daraus werden sollte. Nun wird es in einen Buchdeckel integriert.

Stoffe habe ich natürlich auch mitgenommen. Der folgende mußte einfach mit, denn ...

Na klar, der Text ist in französisch. Und da ich ja der größte Frankreichfan bin ... Der Text paßt gut zu einem Thema, das wir momentan behandeln: Aberglaube und Glücks- bzw. Unglücksbringer. Denn hier heißt es: "Die schwarze Katze ist nicht immer schlecht. In den Halloweenabbildungen ist sie fröhlich."
Überall sind ähnliche Sprüche zu lesen. Zwischendurch gibt es immer mal ein kleines nostalgisches Bild.
In mein Körbchen wanderten Goldstoffe (wieder einmal) und ein großes Paneel mit Halloweenmotiven für 3 €. Garn, Klebevlies und ein geschenktes Zubehörteil zum Herstellen von Schrägbändern komplettierten den Einkauf.
Mehr Neuigkeiten gibt es nicht zu berichten. Fertiges kann ich noch nicht bzw. gar nicht zeigen. Zudem ruft der Garten. Morgen, wenn der Mann nicht da ist, wollte ich eine zweite Ladung Rhabarberchuney kochen. Man und Kind mögen den Geruch nach Knoblauch und Essig nicht. Zwischendurch sollte Zeit für ein oder zwei Dinge sein.
Euch wünsche ich ein sonniges und erholsames Pfingstwochenende.
Liebe Grüße, Petruschka

Freitag, 18. Mai 2012

Auch wenn wir

... für einige Tage fern der Heimat sind, habe ich den transportablen Computer dabei, um Dringendes für die Schule zu erledigen. Nun nutze ich die verbleibende Zeit, Euch die AMC aus dem monatlichen Tausch mit Klaudia und Ingrid zu zeigen.
In diesem Monat macht Klaudia Appetit auf Erdbeeren. Im Garten blühen unsere schon und ihre geben einen guten Vorgeschmack auf die leckeren Beeren.


Passend zum Mai hat mir Ingrid Maiglöckchen geschickt. Es sind wirklich reizende Blumen und in der Natur viel zu schnell wieder verschwunden.
Ich habe in diesem Monat einen spanischen Künstler gewählt, Cesar Manrique. Bekannt wurde er durch seine farbigen Mosaike auf der Insel Lanzarote. Ich wollte einmal die Bleiglastechnik ausprobieren und da kam mir die Idee aus einem früheren Sonderheft des "Patchworkmagazins" gerade recht.
Das ist die bei mir verbliebene AMC. Von den anderen habe ich kein Einzelbild, nur von allen zusammen. Doch dazu später.
Für eine einzelne AMC schien es mir doch recht schwer, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen. So habe ich gleich ein Format von etwas mehr als A4 gearbeitet. Bei der Bleiglastechnik ist es wie beim Applizieren. Die unten liegenden Teile werden von darüber liegenden verdeckt. Also hieß es eine Skizze anzufertigen, die mir zeigte, wie ich vorgehen muß.

Die Mosaike sind von roten, blauen, gelben und grünen Farben geprägt. Ich bügelte nun Vliesofix auf die Rückseiten der bunten Stoffe und schnitt die Vorlage in Einzelteile. Sie dienten mir als Vorlage für die auzuschneidenden Mosaikteile.
Alle Einzelteile sind aufgebügelt. Was in der Skizze eher nicht zu sehen war, kommt hier klar zum Ausdruck: es ist fast ein Mittellinie geworden. Das war eher nicht so gewollt, aber nicht mehr zu ändern.
Hier noch ein Detailbild. Ich habe zwischen den einzelnen Teilen ein kleines Spiel gelassen.
Dann habe ich nach und nach die schwarzen Schrägstreifen aufgebügelt. Dafür habe ich auf ein vorbereites Band zurückgegriffen. Auf der Rückseite ist schon Vliesofix aufgebracht. Insgesamt habe ich für dieses A4-Stück unglaubliche 3,60 m Biasband verbraucht. Das Ganze gefiel mir so schon gut. Doch dann habe ich das Ganze in 4 Teile geschnitten und daraus 4 AMC gemacht. Zwei gingen für den monatlichen Tausch weg, eine weitere ging an eine Nähschwester der QuilThürer. Sie hatte mir Anschauungsmaterial über Cesar Manrique gegeben. Sie war schon auf Lanzarote und berichtete begeistert von ihrem Lanzarote-Urlaub.
Es tat mir schon ein wenig leid, das ganze Teil zerschneiden zu müssen. Aber da ich zeitnah die Buchseite arbeiten will, habe ich ja bald wieder ein ähnliches in der Hand. Und das bleibt dann bei mir.
Ich habe vergessen, von jeder einzelnen AMC ein Foto zu machen. Aber die eine, die bei mir geblieben ist, zeigt gut die Charakteristika der Arbeitsweise. Mir hat es großen Spaß gemacht.
Weitere Informationen zum Künstler gibt es dann mit der Buchseite.
Für heute soll es das gewesen sein, morgen Früh geht's zeitig raus - das Kind hat (wieder einmal) einen Wettkampf. Hier im Odenwald ist es eher regnerisch und kühl.
Liebe Grüße, Petruschka

Dienstag, 15. Mai 2012

Seit gestern nun

... ist sie fertig, meine Gardine. Heute Nachmittag habe ich an den entsprechenden Halterungen angebracht. Mir gefällt sie ausnehmend gut.
Das war das Ausgangsstück, das ich beim gemeinsamen Nähen geschafft hatte. Der Ausschnitt entspricht etwa einem Viertel der Gardine. Im Folgenden zeige ich Euch einige Detailaufnahmen.
Nicht jede Kappnaht sitzt perfekt. Manche Stoffe erwiesen sich als etwas störrisch, manche wiederum hatten an ungünstigen Stellen Knubbel, die die Nadel wegdrückten.
Wer alte Spitze und feine Wäsche hat, kann sie hier gut einsetzen. Ich verfüge leider nicht über einen solchen Vorrat. Aber meine Nähschwestern gaben mir etwas ab, so auch diese Spitze.

Die Mitten der kleinen Log-Cabin-Blöcke sind weiße Stoffe mit einem interessanten Blumenmuster, die trotz der dichteren Webart gut durchscheinen.
Der untere Stoff links stammt von einem (unbenutzten) Männertaschentuch. Zudem kamen noch einige Männerhemden zu neuen Ehren. Gekauft habe ich noch den gemusterten Stoff in der Mitte.
Das Gelb der Spitze ist der einzige Farbklecks.
Und zum Schluß will ich die Gesamtaufnahme nicht vorenthalten. Am rechten Bildrand ist schon der Schatten, den die Nachmittagssonne auf mein Arbeits- und Nähzimmerfenster wirft, zu sehen.
Die Gardine ist ca. 90 cm x 60 cm groß, mit den Schlaufen erreicht sie eine Höhe von 70 cm. Diese bestehen aus einer älteren Spitze. Da deren Kanten keine Bearbeitung brauchten, schien sie mir gut geeignet zu sein. Außen herum habe ich einen normalen Rand gearbeitet, allerdings habe ich wie bei den Kappnähten zwei sichtbare Nähte gearbeitet. Dies stabilisiert das Ganze zusätzlich.
Froh bin dann doch, daß das gute Stück jetzt fertig ist, denn mir tun die Schultern weh. Nun gönne ich ihnen erst einmal ein paar Tage Pause und konzentriere mich aufs Sticken. In einer der letzten Anna-Ausgeben habe ich ein reizendes Motiv mit einem Marienkäfer gefunden. Der heißt in meiner alten Heimat übrigens Mutschekiepchen. Und wie sagt Ihr zum Marienkäfer?
Big Mama, Du hast den Weg zu mir gefunden, sei herzlich willkommen. Nun will ich noch bei Euch anderen schmökern; seit Freitag war ich nicht mehr im Netz. Nun heißt es, noch einen Tag zu schaffen, dann wartet ein langes Wochenende im Odenwald auf uns. Ich hoffe, auch Ihr habt frei und könnt tun, wonach Euch der Sinn steht.
Liebe Grüße, Petruschka

Dienstag, 8. Mai 2012

Zu schnell

... ist die letzte Woche vergangen. Ich habe den Eindruck, daß die Zeit schneller vergeht, je älter man wird. Geht es Euch genauso? So richtig viel genäht habe ich nicht, von kleinen Reparaturen abgesehen. Irgendwie war die Luft raus. So kam es mir ganz gelegen, daß der monatliche Nähtag der QuilThür ins Haus stand. Dieses Mal hatte es nicht wirklich viel mit Patchwork zu tun, aber das Ergebnis gefiel uns allen.
Wir haben Gardinen genäht. Hier mein Probestück, das am Wochenende, so alles glatt geht, vollendet werden soll. Verschiedene Stoffqualitäten, gemustert und ungemustert, weiß oder bunt, wurden mittels Kappnähten an einander genäht. Diese sieht man dann im Gegenlicht. Das Probestück gefällt mir außerordentlich gut. Der Weg dahin allerdings war mit Trennen verbunden. Denn legen wir unsere Stoffstücke üblicherweise rechts auf rechts, muß man bei dieser Naht alles links auf links legen und die erste Naht nähen, bevor dann die überstehende Nahtzugabe eingeklappt und knappkantig festgenäht wird. Das Prinzip habe ich nun verinnerlicht. So muß ich mich bei jedem Stück konzentrieren, daß der Nahttrenner nichts zu tun bekommt ;-).
Morgen geht ein Paket auf die Reise, das ich erst nach längerer Zeit wiedersehen werde. Denn ich mache an einem Row Robin mit. Die Aktion wurde im Patchwork- und Quiltforum organisiert. Mein Thema lautet: "Ländlicher Charme". Dazu habe ich meine erste Reihe gefertigt.
Die farbigen Quadrate sollen die Blumenbeete in den Gärten und Vorgärten, auf den Fußwegen und den kleinen Plätzen darstellen. Am Ende will ich die Quadrate noch mit verschiedenen Stickstichen ausschmücken. Ich erhoffe mir Häuser, allerlei Getier, Blumen - eben ländliche Motive.

Vergangene Woche kam dann auch wieder einmal ein Siggy an. Riekie aus den Niederlanden hat es für mich angefertigt.

Ist die Katze nicht niedlich? ImMoment habe ich ein wenig den Überblick über die exakte Anzahl meiner getauschten Siggys verloren, aber es dürften jetzt um die 80 Stück sein.
Mehr habe ich heute nicht zu berichten. Aber ich will eine neue Leserin begrüßen. Herzlich willkommen, Grit, und viel Spaß an meinen Arbeiten. Danke auch immer wieder für die lieben Kommentare.
Seid alle lieb gegrüßt, Petruschka

Mittwoch, 2. Mai 2012

Endlich

... konnte ich die Geschenke zum 21.Geburtstag des großen Tochterkindes überreichen. Nicht, daß sie weit weg wohnen würde, aber unsere Tagesabläufe sind eben zu verschieden. Am Wochenende nun kam sie zu Besuch und da konnte sie die Kleinigkeiten in Empfang nehmen. Im Vorfeld wurden Wünsche erfragt und dann auch erfüllt.

Ein zweites Paar Topflappen sollte es sein und zwar mit einem Eulenmotiv. Kurz zuvor hatte ich eine Paneel mit fünf Motiven gekauft und diese Eulen gefielen ihr am besten.

Die linke Eule sieht aus, als wenn sie nicht von dieser Welt wäre - meint jedenfalls die Tochter.

Was oder wem sie wohl zuzwinkern mag?

Und als Zugabe bekam sie noch ein Kissen. Ein Pendant dazu bekam sie schon früher geschenkt.

Unsere Zwölfer hatten heute ihren letzten Schultag. Zur Finanzierung ihrer Abiturfeier sollte eine Versteigerung stattfinden. Zu diesem Zweck baten sie die Lehrer um ein fachspezifisches Stück. Ach, ich hätte da noch diverse ältere Lehrbücher oder Wörterbücher mit antiquarischem Aussehen. Aber die wären bestimmt ein Ladenhüter geblieben. Noch ganz in Erinnerungen an die Parisreise schwelgend, fertigte ich dann ein kleines Deckchen an.

Dazu suchte ich verschiedene Stoffstücke mit Frankreichbezug zusammen und setzte diese in Form der französischen Flagge aneinander. Da fiel mir ein, daß unter den Etiketten von Kleidungsstücken, die ich seit Jahren sammle, ja auch welche in französisch sein könnten. Und ich wurde fündig. Ich beschränkte mich jedoch auf drei; es waren auch die passendsten. Das Deckchen ist ca. 28 cm x 20 cm groß. Am Ende ersteigerte es mein Geographiekollege, der es in sein Vorbereitungszimmer hängen will.
Nähtechnisch herrscht gerade ein wenig Flaute. Neben Blöcken, die ich für einen Row Robin im PQF nähe, sticke ich im Moment lieber. Und da waren dann auch noch interessante Bücher, die ich nicht aus der Hand legen konnte, bevor ich sie zu Ende gelesen hatte.
Das soll's auch schon gewesen sein. Herzlich begrüßen möchte ich noch mariebars, fühl Dich wohl hier.
Liebe Grüße, Petruschka