12 März 2013

Der Künstlerquilt ist

... nun fertig und ich will ich ihn  Euch nun zeigen. Im Rahmen des Projektes unserer Gruppe QuilThür hat ja jede einen kleinen Quilt nach dem Vorbild eines Künstlers gewählt. Hier übrigens könnt Ihr die Quilts der anderen Gruppenmitglieder und deren Vorbilder ansehen. Es sind wirklich tolle Arbeiten entstanden. Schaut doch mal vorbei.
 
Ich hatte mich für Amedeo Modigliani entschieden. Schon bei den A 4 - Quilts hatte ich mehrfach die Bücher über ihn in die Hand genommen und mich dann doch immer dagegen entschieden. Nun aber sollte er zu seinem Recht kommen.
  

Mein Quilt hat eine Größe von 37 x 25 cm, also nur etwas kleiner als A 3 - Format.

 
Das Original ist 55 x 38 cm groß. Es ist ein Portrait von Jeanne Hebuterne aus dem Jahre 1917. Sie war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 18 Jahre alt und die Geliebte, später die Verlobte Modiglianis, der 14 Jahre älter war als sie. Ich habe die Vorlage als Postkarte im örtlichen "Bastelladen" gekauft.


Ich wollte wieder etwas Neues ausprobieren, angeregt von einem Bericht über Marianne Burr in der Patchwork Professional 4/12, den ich in einem früheren Post schon erwähnte. Sie bemalt Seide und bestickt sie dann. Diese Technik schien mir sehr gut geeignet für mein Portrait. Nach dem Vergrößern der Postkarte auf A 3 übernahm ich die Umrisse auf Backpapier. Das legte ich unter ein Seidentuch und malte die Linien mit einem Zauberstift. Das kam dann auf den Rahmen, den ich für das kleinere Format  herrichten mußte. 


 
 
So sicher sind meine Linien, die mit dem Trennmittel Gutta gezeichnet sind, nicht. Mittlerweile male ich nur noch sehr sporadisch auf Seide.  


Hier könnt Ihr eine Vorstellung von der Größe der Vorlage bekommen.


Mal wieder ein Seidenbild zu malen, hat mir  großen Spaß gemacht. Die Auswahl der Farben, die sich manchmal nur um Nuancen unterscheiden, das Mischen und Verwässern - schön. Noch ein wenig Salz für Effekte und nun hieß es warten, bis es trocken war. Und dann konnte das Besticken beginnen, was sich dann doch las langwieriger als erwartet erwies.


Doch am vergangenen Freitag dann konnte ich den letzten Stich tun. Einige Detailfotos sollen die Arbeitsweise verdeutlichen.

Die Stiche sind eigentlich immer Vorstiche. Sie werden meistens parallel gesetzt, mit einem kleinen Abstand dazwischen. Die Länge der Stiche und die Breite der Abstände sowohl in der Breite als auch in der Höhe sind verschieden. Man kann Kurven und Kreise sticken oder eben nur gerade Linien. Ich stand jedes Mal vor der Wahl: Wo anfangen? Arbeite ich waagerechte oder senkrechte Linien? Folge ich dem Lauf der Guttalinien oder sticke ich nur Geraden? Welches Garn paßt zu welcher Fläche?


Das Gesicht habe ich mit Quiltgarn ausgestickt. Der Mund ist mit zweifädigem Garn gearbeitet.


Das Haar auf der linken Seite habe ich zu einer Rolle geformt. Es ist mit Perlgarn gestickt. Die Stiche sind sehr dicht gesetzt und relativ klein, weshalb sich der Stoff  zusammenzog.

 
Durch die gleichmäßigen Abstände zwischen den Stichen ergeben sich "Wülste", die hier auf dem Foto eher den Eindruck von schlaffer Haut am Hals hinterlassen. In echt sieht es nicht so schlimm aus. Bei den Fingern ist die Wulstbildung nicht so auffällig.

 
Dieser Abschnitt gefällt mir besonders gut. Zum Einen treffen hier die verschiedenen Farben und Qualitäten aufeinander. Zum Anderen sind die Linien in verschiedene Richtungen gestickt, was hier sehr lebendig wirkt. Für den Hintergrund habe ich Stopfgarn mit einem Faden Stickgarn gemischt. Auf der Suche nach einem dunklen Grauton bin ich leider nicht fündig geworden. Überall hat man einen anderen Farbton mit dabei. Ganz so optimal finde ich meine Lösung nicht, aber es ist o.k.


Die Augen sind das Auffälligste am Portrait, finde ich. Sie stechen durch ihre türkise Farbigkeit hervor und sind zudem ohne Augäpfel gemalt. Auf dem Original finde ich die Frau ein wenig schielend durch die verschieden großen Augen. Bei mir wirkt es nicht so (finde ich). Wie den Mund, habe ich auch die Augen ausgestickt.


Modigliani übrigens war ein italienischer Zeichner, Maler und Bildhauer. Er wurde 1884 in Livorno geboren und starb 1920 in Paris an Tuberkulose. Er wird als der letzte Bohemien bezeichnet und sein Leben war geprägt von Lungenrankheiten sowie Exzessen mit Alkohol und Drogen. Hauptmotiv seiner Arbeiten war der Mensch. Er malte und zeichnete zudem sehr viele Akte. Seine Portraits und Skulpturen zeigen oft Menschen mit langgezogenen Köpfen und Hälsen sowie mandelförmigen Augen. Der Wiedererkennungswert ist durch diese Elemente sehr hoch. Modigliani folgte keinen aktuellen Strömungen und war dadurch als Individualist kommerziell wenig erfolgreich.  Wie bei so vielen Künstlern kam der Erfolg erst nach seinem Tod. Tragisch ist auch das Schicksal von Jeanne Hebuterne. Einen Tag nach dem Tod Modiglianis nahm sie sich das Leben. Sie war im 8.Monat schwanger. Ihre gemeinsameTochter wuchs dann bei seiner Schwester in Florenz auf.
 
Nun freue ich mich auf meine Collage.
 
Begrüßen möchte ich noch eine neue Leserin. Herzlich willkommen, Ines, und viel Spaß beim Schmökern in den Posts. Vielen Dank für Eure Kommentare zu meiner Collage.
 
Bis bald! Vielleicht dann auch auch ohne Schnee. Heute hat es wieder den ganzen Tag geschneit. So schön die weiße Landschaft auch aussieht, es ist genug jetzt!

Petruschka

05 März 2013

"Zwei Herzen wohnen, ach, in meiner Brust"

- finde ich jetzt ganz passend als Posttitel.  Gut, Goethe müßte es nicht unbedingt sein, um zu sagen, daß ich gerne das eine Projekt weiterführen, das andere aber auch beenden würde (muß). Das andere ist mein Künstlerquilt. Das Besticken dauerte doch länger als gehofft und geplant, aber nun fehlt wirklich nicht mehr viel. Das muß also als erstes fertig werden, bevor ich mich dem einem zuwenden kann - die am Samstag begonnene Textilcollage. Dieses nächste Projekt unserer QuilThürgruppe machte uns allen großen Spaß. Wir hatten uns darauf verständigt, daß die Collagen in einem Farbton gehalten sein sollen - welcher, das blieb jeder Einzelnen selbst überlassen. Bei mir ist es die Farbe Rot geworden. Bei den Vorbereitungen bin ich auf ein Tütchen Textilfarbe gestoßen und so haben verschiedene Stoffqualitäten ein Bad darin genommen.  Interessant zu sehen, wie unterschiedlich sie reagiert haben. Davon habe ich allerdings noch kein Foto. Das wird  nachgereicht. Mein vorläufiger Entwurf mit schon teilweise befestigten Materialien gefällt mir ganz gut.
 
 
Die Blüte in der Mitte liegt unter einer Lage Mull. Das mittige "Band" wie auch die Blüten sind aufgefilzt. Da habe ich wohl zu heftig eingestochen - die Nadeln sind allsamt abgebrochen. Die Blattform links oben versteckt sich noch unter dem Mull. Es birgt ein Innenleben, das ich  noch freilegen werde. Die Kugeln unten sind Jojos, gefüllt mit Vliesresten. Sie erinnern mich ein wenig an Mohnkapseln. Dann habe ich außerdem einen Ring aus einem Batiststreifen gehäkelt und ebenfalls aus Batist einen geflochtenen Zopf gewerkelt. Gestern habe ich aus dem Bastelladen noch Perlen und Locken vom Schaf mitgenommen. Knöpfe sollen auch drauf und dann mal sehen, wo noch Platz bleibt. Die fertige Collage soll anschließend auf einen Keilrahmen von 30 x 30 cm gezogen werden. Nun schwebt mir eine weitere in Blau vor. Doch erst will der Künstlerquilt beendet werden. Da werde ich gleich noch ein paar Minuten dran arbeiten.
 
Wettermäßig können wir ja endlich mal zufrieden sein ;-)). Sonne pur, den ganzen Tag. Ich hoffe, Ihr bekommt auch etwas davon ab. Dann macht es Euch hübsch im Sonnenschein.
 
Petruschka 

03 März 2013

So langsam

... werde ich mit der PPP-Methode warm. Wahrscheinlich auch, weil ich mir doch recht einfache Blöcke ausgesucht habe. Im Hasenbach-Monatsblock für Cattinka war es dieses Mal der Mond mit Sternen. Meine Himmelblöcke sind Teil der Big Nature Serie.


Absolut beeindruckt bin ich, wie sich die Rundung auch als Rundung ergibt und die Teile so klasse aneinanderstoßen. Bei den Sternen stimmt es nicht 100%ig, aber ich bin da nicht so pingelig, bin ich doch auf einem guten Weg. Der kleinste Stern gehört andersrum, aber das habe erst hinterher gemerkt. Der Mond ist aus einem ganz hellen gelben Stoff, er ist nicht so weiß, wie er rüberkommt.
 
Das war so einer der kürzesten Posts, die ich  bislang geschrieben habe. Doch von der gestern begonennen Collage, die wir beim Treff der QuilThürer anfertigen, kann ich leider kein Foto machen - der Fotoapparat ist unterwegs. Dann beim nächsten Mal. Nachher werde ich noch die Fotos der Künstlerquilts bearbeiten und in den nächsten Tagen auf unserem Blog einstellen. Es sind wirklich tolle Quilts entstanden.
 
In der Hoffnung, daß morgen wieder so wie gestern die Sonne scheint, wünsche ich allen einen schönen Start in die neue Woche und den Kranken gute Besserung.
 
Petruschka

27 Februar 2013

Eine kleine Blogauszeit

... habe ich mir genommen. Ich habe mich um die neuen Zimmer gekümmert, habe viel gelesen und so einiges mit der Tochter unternommen. Handarbeiten liefen eher nebenbei und waren im wahrsten Sinne des Wortes "Hand"arbeiten. Dabei habe ich mehrere Hörbücher gehört. Naja, und ein wenig Zeit für die Schule mußte auch abfallen. Es gab Tage, da habe ich den Laptop gar nicht angemacht. Ihr allerdings wart sehr fleißig und so dauert es seine Zeit, bis ich mit Euren Einträgen wieder auf dem aktuellen Stand bin.
 
Zu zeigen habe ich auch was, das geht allerdings querbeet und nicht alles ist von mir. Anfangen werde ich mit den AMC des Monates Februar.
 
Im Monatstausch mit Klaudia hat sie entsprechend des Buchstaben B eine Blüte mit der Nähmaschine gemalt.
 
 
Ist das Muster nicht genial? Es erinnert an eine Bleistiftkritzelei und wenn ich die Erklärungen zum Doodle verstehe, ist es das, was man gemeinhin beim Telefonieren oder in langweiligen Sitzungen so vor sich hin kritzelt. Ich nicht, denn selbst dazu reicht es nicht. Auf jeden Fall paßt aber das Motiv hervorragend zum Thema.
 
Mein B war "B wie Blau". Das bot sich an, weil Blau meine Lieblingsfarbe ist und auch Klaudia sich für diese Farbe erwärmen kann. Und so nahm ich mir die Kiste mit den kleinsten Resten und friemelte etwas blaues Geflochtenes zusammen.
 

Zuerst habe ich verschiedene aus mehreren Abschnitten bestehende Streifen genäht und diese dann verflochten. Die Kanten hatte ich dieses Mal offen verarbeitet und so befestigte ich sie mit Zierstichen und verschiedenen blauen Garnen.
 
Im Monatstausch im PQF hatte ich eine AMC für Misspatchwork anzufertigen, was ich insofern witzig fand, da sie ja schon im Januar eine AMC von mir bekam, allerdings eher als Dank. Und da es in der vergangenen Woche ewig schneite und kalt war, habe ich ihr einen kleinen Piepmatz mit Schal und Mütze gestickt.
 
 
Das Muster dazu hatte ich dem letzten Patchworkmagazin, es stammt von Ursula Schertz. Deren Stickereien gefallen mir sehr gut. Auf dem Stoff der Umrandung sind ganz viele silberne Sterne und auch die Umrandung ist aus einem silberfarbenen Garn. Das ließ sich eher schlecht verarbeiten - ich mußte gaaanz langsam nähen, dann ging es. Und da das Muster ja eher klein ist und ich nicht so viel Stoff verschwenden wollte, habe ich gleich noch einen zweiten Piepmatz gestickt und die AMC fertig gemacht. Also wenn jemand tauschen möchte, der melde sich bei mir.
 
Von bastet bekam ich eine  AMC. Sie hatte noch den Valentinstag im Kopf (und unter der Nähmaschine).
 

Große und kleine Herzen, gefertigt aus unterschiedlichen Materialien - die AMC paßt super in den Februar. Mir gefällt sie sehr gut.
 
Dann kam ich noch zwei Mal weiche Post. In einem größeren Briefumschlag war mein Gewinn aus der Verlosung bei Anke. Und so liebevoll und  hübsch verpackt zog ich den Gewinn aus dem Umschlag. Man beachte den witzigen Knopf auf der gelben Schleife.
 
 
Und das war dann drin:
 
 
Ich hatte ein Notizbuch in einem tollen Buchumschlag gewonnen. Nein, ich verschenke solche nicht nur, ich bekam auch mal eins geschenkt! Aber das war noch nicht alles. Es lag noch eine frühlingshafte AMC dabei.
 
 
 Und hier noch ein Bild von allen Sachen, die ich gewonnen hatte.
 

Also, wer sagt, ich gewinne eh nie etwas, dem sei gesagt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wie man meinem Label Gewinne entnehmen kann, habe ich schon mehrfach etwas gewonnen in den gut zwei Jahren, die ich blogge. Momentan laufen auf verschiedenen Blogs Verlosungen - schaut Euch um und macht mit.
 
Ein zweiter kleinerer Umschlag erreichte mich  von einer QuilThuererin. Sie schickte mir das zum Geburtstag vergessene kleine Nadelkissen.
 
 
Es leistete schon gute Dienste beim Umzug in das neue Zimmer. Beim Ausräumen des alten fanden sich da immer mal noch Stecknadeln (wie die wohl da hinkommen?), die dann gleich Aufnahme im neuen Nadelkissen fanden.

Am vergangenen Sonnabend habe ich den Februarblock der Hasenbachchallenge, die von Cattinka organisiert wird, genäht. Es ging nicht unbedingt schneller als der erste Block, aber ich habe definitiv weniger Fehler gemacht ;-)). Hier nur meine Stoffauswahl, denn zeigen dürfen wir den Block noch nicht. Morgen könnt Ihr bei Cattinka alle Blöcke der diesjährigen Teilnehmer sehen.


Momentan bin ich noch am Besticken des Künstlerquilts im Rahmen des QuilThuer-Projektes. Es zieht sich doch ganz schön hin. Schon am Sonnabend treffen wir uns wieder. Ich suche schon wie wild Materialien für eine Collage zusammen und will dafür noch mehrere kleine Stoffstücke färben. Eine grobe Idee habe ich schon, aber ob die sich umsetzen läßt? Die Antwort gibt es dann später.
 
So, nun ist alles gesagt und gezeigt. Zumindest, was das Handarbeiten angeht. Ein Foto habe ich noch. Und zwar eins vom Sonntagmorgen, als es endlich mal aufgehört hatte zu schneien und alle Autos dicke weiße Mützen trugen.

 
Schaut nur, wie hoch der Schnee um das Karussell steht, welch dicke Schicht auf der Rutsche liegt und wie eingeschneit die beiden Wipptiere sind. Da mein Mann wieder einmal mit dem Tochterkind unterwegs war, blieb mir nicht anderes übrig, als selbst zum Schneeschieber zu greifen und das eingeschneite Auto freizulegen. Und zwar nicht nur in einer schmalen Gasse, wie es manche Nachbarn taten, sondern richtig freigelegt. Es war weniger anstrengend als gedacht, da der Schnee doch schön weich und leicht war. Mittlerweile ist er hart und verkrustet, denn zwischendurch hat es leicht getaut und wieder gefroren. Ich habe jedenfalls keine Lust mehr auf Winter. Ich will jetzt Frühling!  Mal schauen, wie sich das so entwickelt, die nächsten Tage.
 
Mal schauen, ob ich den Post noch veröffentlicht bekomme, bevor ich das Kind von der Schule abhole. Denn immer zeigt mir Blogger an, daß Fehler beim Speichern oder Veröffentlichen aufgetreten sind. Manchmal macht es echt keinen Spaß.
 
Liebe Grüße, Petruschka

17 Februar 2013

Nur ein Zimmer weiter

... bin ich in den letzten beiden Tagen gezogen. Die Idee reifte langsam heran und nun war der Zeitpunkt gekommen. Ich ziehe mit meinen Schul- und den Nähsachen in das vormalige "Gästezimmer", wie wir das Kinderzimmer des großen Tochterkindes nennen. Da sie ja studiert und ein großes Zimmer in einem Studentenwohnheim hat, ist sie sehr selten da. Also wurde der Tausch beschlossen und kurzerhand durchgeführt. Mein neues Arbeitszimmer ist quadratischer und bietet ca. 1,5 m² mehr. Noch stehen nur die Regale mit den Schulsachen und zwei Schränke mit Nähsachen. Der Nähtisch ist noch völlig nackt, denn es müssen noch Kabel gezogen werden, Regale angebracht, ein weiterer Schrank aufgestellt und mehrere Kisten mit Kleinkram ausgepackt werden. Und da ich nähtechnisch also gehandicapt bin,  habe ich mit einer Boshi für das Tochterkind begonnen.
 
Nach den vielen Vorzeugnisaktivitäten hatte ich auch mal ein wenig Zeit zum Kreativsein. Ab September hatten wir zwei Praktikantinnen, die ein halbes Jahr Erfahrungen im Schulbetrieb sammeln sollten. Eine der beiden studiert Lehramt für Französisch und Kunst. Ach, was habe ich mich da an meine ersten Lehrversuche erinnert. Die viele Schreiberei: jede Minute, jede Anweisung, jeder Satz, jedes Wort an der Tafel durchgeplant. Und dann immer die strenge Auswertung. Einige Gewohnheiten habe ich mir beibehalten. So skizziere ich mir oft die Tafelbilder und auf jeden Fall schreibe ich mir auf, an welche Tafel ich was schreibe (ich schreibe sehr oft und viel an die Tafel). Die Studentin jedenfalls hat ihre Sache prima gemacht. Mit unseren erwachsenen Schülern ist ja so weit nicht auseinander - trotzdem wurde sie respektiert. Am vergangenen Donnerstag nun war sie das letzte Mal bei uns und so gab es im Französischunterricht ein kleines Abschiedsessen, natürlich mit selbsgemachten Crêpes. Am 2.Februar war ja Lichtmeß - Chandeleur - und so boten sich Crêpes an, die man an diesem in Frankreich Tag backt. Wir haben in der Schule eine kleine Cafeteria - die Cafete - die von den Schülern eigenständig betrieben wird. Und so durften wir die Küche benutzen. Jeder hatte etwas mitgebracht und es waren verschiedene Eierkuchen, wie sie bei uns heißen, zu verkosten. Ganz lecker war die selbstgemachte sauce au caramel - ein Gedicht. Ich nun  hatte für die Studentin wieder einmal eine Notizbuchhülle inklusive Notizbuch angefertigt. Natürlich nicht, ohne den Bezug zu beiden Fächern herzustellen. Und so fing es an:
 



Ein hübscher s/w Stoff mit französischen, englischen und italienischen Aufschriften und s/w Streifen. Klar, ich wollte wieder flechten. Das Flechtwerk sollte dann in die Vorderseite integriert werden.


Diese Mal habe ich die schwarzen Streifen mit einem Vlies hinterbügelt und alle auf ein Stück Styropor aufgesteckt. Nach den schwarzen kamen die gemusterten und zum Schluß die weißen Streifen. Nach der schon mehrfach erwähnten Anleitung aus den älteren Heften der "Patchworkideen" wurden die Streifen miteinander verflochten. Und so sahen sie am Ende aus :
 

Geflochtene Babyblocks, die ein wenig an Vasarely erinnern. Zurechtgeschnitten kamen rechts und links noch Stoffstücke des s/w Stoffes dran.


Und am Ende war wieder eine kleine Notizbuchhülle entstanden.


Und sozusagen als kleinen Gag legte ich ein Milkatäschchen dazu, in das ich Traubenzucker und eine kleine Schokolade gesteckt hatte.


Wie die kleinen Aufmerksamkeiten angekommen sind, konnte ich noch nicht hören, da wir nach der Stunde verschiedene Stunden hatten. Aber die Studentin kommt zum Tag der "Offenen Tür" am 16.März und da werde ich mal nachfragen.

Nachdem ich Euch anfangs zugetextet habe, hoffe ich, daß die Fotos Gefallen gefunden haben. Ich habe gleich ein paar Streifen mehr geschnitten, da ich mir auch einen geflochtenen Umschlag herstellen will. Mal schauen, wann ich dazu komme ;-).
 
Im Moment ärgern wir uns wieder mit einer nicht funktionierenden Internetleitung rum. Wir überlegen  uns ernsthaft, den Provider zu wechseln. Denn es ist mehr als nervig, alle drei Tage von außerhalb, weil ja unsere Leitung nicht funktioniert, wiederholt beim jetzigen Provider anzurufen, um das Problem zu melden und dann als Krönung zu hören, daß sie ja eine Mail geschickt hätten, um sich nach bestimmten Daten zu erkundigen. Ja super auch! Zum Glück habe ich einen Internetstick. Allerdings ist das auch nicht immer die wahre Freude.
 
Aber wie es auch sei. Morgen wartet eine weitere Runde Umräumen auf mich. Desweiteren habe ich einen Termin in der Bibliothek der Bauhaus-Uni und was ich dann so noch schaffen sollte - schauen wir mal.
 
Euch allen da draußen wünsche ich einen schönen Wochenbeginn.
 
Petruschka

12 Februar 2013

Es wird Zeit

... für eine kleine Geburtstagsnachlese. Der ist nun schon 12 Tage her, aber erst jetz finde ich einige Minuten zum Schreiben. Das heißt, geschrieben habe ich ziemlich viel, aber nur für die Schule.


Seit längerer Zeit tauschen Klaudia und ich AMC. Später kamen dann auch kleine Geschenke zu Weihnachten und zum Geburtstag dazu. Pünktlich zum 31.Januar konnte ich dann auch den dicken Umschlag öffnen. Und das war drin: ein kleiner Hänger mit einem netten Spruch, ein Brillenetui, das von mir allerdings als Handytasche verwendet wird. Und dann war noch wie immer eine AMC dabei.

 
 
 
Ich habe mich sehr darüber gefreut. An dieser Stellen noch einmal Danke an Klaudia für die lieben Aufmerksamkeiten.
 
Am ersten Februarwochenende trafen wir QuilThuerer uns wieder zum gemeinsamen Arbeiten. Und da wir die Tradition der kleinen Geburtstagsgeschenke weiterführen, bekam ich als erstes Geburtstagskind viele kleine Duftkissen.
 


Ist das nicht einen entzückende Auswahl an kleinen Kissen? Die oberen und der kleine Beutel auf dem unteren Bild sind mit Lavendel gefüllt bzw. mit Lavendelöl beträufelt. In meinem Arbeitszimmer duftet es ganz herrlich nach Lavendel und als ich sie einsortierte, mußte ich ob des kräftigen Duftes sogar niesen. Der stilisierte Ammonit ist mit einer Badeperle gefüllt. Ein schönes Stöffchen hat auch noch den Weg zu mir gefunden.
 
Zu den Kissen bekam ich auch noch AMC. Jede einzelne ist mit Liebe und Sorgfalt gefertigt. Danke, Mädels.
 

 
 

 
 
Die beiden letzten sind schon ein wenig von unseren Künstlerquilts inspiriert. Während die violette wohl keinem konkreten Künstler zuzuordnen ist, kann man bei der letzten gut Monet als Künstler erkennen. Zum nächsten Treffen Anfang März sollten alle Künstlerquilts fertig sein und mitgebracht werden. Die ersten sahen schon vielversprechend aus. Ihr dürft also gespannt sein.
 
Doch dann kam noch eine kleine Überraschung. Eine kleine Tasse aus Stoff, verziert mit einem selbstgebrannten Knopf und bereit, noch mehr Stecknadeln aufzunehmen, wurde von mir mit Begeisterung entgegen genommen.

 
Ist sie nicht genial schön?
 
Nach dem Post mit den Flechtsternen mailte mich Klaudia an, um mir einen Tausch anzubieten. Da ja eine AMC noch übrig war, stimmte ich zu und so bekam sie die AMC.
 

Im Tausch bot sie mir an, eine Regenbogenkarte zu schicken. Für diesen Monat hatte sie sich Orange gewählt.

 
Klaudia hat verschiedene Materialien verarbeitet, unter anderem Teile eines Mandarinennetztes. Die Karte strahlt ein warmes Gefühl aus und nährt die Sehnsucht nach Wärme, Frühling oder einfach nur Sonne.

Viel Neues kann ich noch nicht zeigen. Ich bin am Fertigstellen einer  Wettbewerbsarbeit und habe auch wieder eine kleine Flechtarbeit am Wickel. Aber nächste Woche sind bei uns Ferien, da sollte doch auch mal ein wenig Zeit für unser allerliebstes Hobby übrig bleiben ;-)). Doch ich möchte nicht versäumen, zwei neue Leserinnen herzlich zu begrüßen. Gabi und Ines, seid willkommen - ich freue mich, daß Ihr zu mir gefunden habt.

Für heute soll es nun alles sein. Bis bald!

Petruschka

03 Februar 2013

Ganz schön schwer

... habe ich mich getan - beim Nähen auf Papier. Seit Jahren schon hadere ich mit mir, weil ich es einfach nicht hinbekam. Aber nun, im Zuge des von Cattinka initiierten neuen monatlichen gemeinsamen Nähens nach Motiven nach Claudia Hasenbach, wollte ich mit von der Partie sein.
 Also suchte ich nach "einfachen" Motiven und fand die Himmelblöcke sowohl ansprechend als auch machbar für mich. Diese Blöcke sind Bestandteil des Big Nature Quilts. Aber ich wollte ja nur neun und die Himmelblöcke paßten von der Zahl. Nach der ersten Durchsicht war ich schon ein wenig entmutigt - so winzige Teile manchmal. Also wurden die A4-Blätter auf A3 vergrößert und so erschien es mir viel einfacher. Ich hätte ja gern mit einem einfachen Block begonnen, aber da nun mal Winter ist, sollte es auch der Winterhimmel sein.
 

Nicht, daß ich nicht zwischendurch geflucht und getrennt und geflucht und getrennt und ... und ... hätte. Die Erfahreneren unter Euch mögen sich denken : "Was hat sie denn nur? Das ist wahrlich nichts Schwieriges." Für mich schon! Was war ich stolz, ihn beendet zu haben und das fertige Foto an Cattinka schicken zu können. Und nachdem ich den Block dann fertig hatte und er so einen Tag lag, habe ich beim Wegräumen der Vorlagen gesehen, daß das letzte große untere Teil  nicht mit Hellblau, sondern mit Schneeweiß hätte versehen sein sollen. Allerdings müßte ich, um das zu berichtigen, mehr als nur diese Reihe trennen. Also habe ich beschlossen, daß es so bleibt. Auf dem Foto sieht man nicht, daß auf dem Stoff der Wolke viele kleine silberne Schneeflocken aufgedruckt sind.
 
Zum Schluß noch ein kurzer Blick auf mein neues kleines Projekt.
 

Neugierig? Es wird wieder ein Künstlerquilt. In unserer QuilThuer-Gruppe haben wir gestern daran gearbeitet. Einige sind schon fertig. Ich komme gut voran und sollte ihn in einem Monat beendet haben.
 
Begrüßen möchte ich wieder zwei neue Leser. Einmal Gunda aus den USA, die bei der Verlosung als Zweite gezogen wurde und dann noch Fischtownlady. Schön, von Euch zu hören. Überhaupt muß ich erst einmal eine ausführliche Blogrunde drehen. Es sind ja schon wieder viele neue Berichte zu lesen. Dazu werde ich nun aber erst morgen kommen. Also, wir lesen uns dann.
 
Euch allen wünsche ich eine schöne Woche.
 
Petruschka