23 Mai 2013

Douce France

... sang einst Charles Trénet. Die Fima Bohin hatte im vergangenen Jahr einen internationalen Wettbewerb zum Thema "La France" ausgeschrieben. Einzureichen waren die Quilts bis zum 30. November. Allerdings habe ich erst im August so richtig Kenntnis davon genommen. Eine Teilnahme war bei meiner Frankreichaffinität einfach ein Muß. Und wie ich ja schon vor einiger Zeit verkündet hatte - mein Quilt wurde angenommen.Und so sieht er aus.

 
Das ins Auge fallende Haupmotiv ist natürlich der Mime, eine Referenz an Marcel Marceau. Mit Baskenmütze, Halstuch und gestreiftem Pulli trägt er auch typische Mimenkleidung.
 

Er legt Daumen und Zeigefinger aneinander, um zu zeigen, daß alles in Ordnung ist und scheint uns sein "Bonjour, Messieurs Dames" zuzurufen.
 

Er steht vor einem Café, das anders als deutsche Cafés weniger Kaffe, Kuchen oder Tee als eher   kleine warme Gerichte anbietet und am frühen Abend als Treffpunkt für den kleinen Apéro dient. 


Natürlich ist das Café geöffnet, was durch das Schild noch hervorgehoben wird.

 
Schicke Bistrogardinen schmücken die Fenster. Beim Pulli habe ich die blauen Streifen  auf den weißen Untergrund mit losen Kanten aufgebügelt und dann aufgenäht. Ein erster Versuch, blaue und weiße Streifen zusammenzunähen, schlug fehl. Der gesamte Körper ist dann mit unsichtbaren Stichen appliziert wurden und mit einem Quiltstich umrandet.
 

Vor dem Café warten die typischen Metallstühle auf willige Besucher. Alle Stiche sind mit weißem Perlgarn in einem einfachen Vorstich gestickt. Ich hätte eine andere Farbe wählen sollen, denn das Weiß hebt sich nicht sehr ab. Aber als ich das erkannte, hatte ich schon zu viel geschafft und die Zeit wurde knapp.


Weniger typisch sind die kleinen Blumenbeete - ich habe sie eingefügt, damit mir der Stoff nicht "herunterrutscht".
 

Nicht ganz so  offensichtlich sind das Secheck, die grünen Stoffteile und die blauen sowie braunen Eckteile. Allesamt bergen sie Botschaften in sich, die für mich genauso Frankreich sind wie das Blau-Weiß-Rot.


Wenn man die Umrisse Frankreichs grafisch vereinfacht, kann man gut ein Sechseck erkennen - eben ein Hexagon, weswegen man von Frankreich auch mal als "l'Hexagone" spricht. Die grünen Flächen stehen für die wechselnden Landschaften.  Und Frankreich ist das wichtigste Agrarland Europas.
Natürliche Grenzen sind im Osten die Vogesen, der Jura  und die Alpen. Dafür stehen die braunen Stoffe und die verschieden hoch gestickten Berge mit Schneegipfeln.


Im Westen toben der Atlantik, der Ärmelkanal und die Nordsee, dargestellt durch Wellen.


Der Quilt ist umrandet mit einem blau-weiß-roten Binding.


Zwischendurch war ich immer mal am Zweifeln, ob das alles so gut wird. Ich war nicht mehr überzeugt von der Motivwahl, der Umsetzung, dem Endprodukt. Aber er wurde angenommen, da kann er so schlecht nicht gewesen sein.
Nun, Nana, ist deine Neugier wohl gestillt ;-).  Aber aus den bereits genannten Gründen muß ein längerer Post gut überlegt sein, denn er nimmt  viel Zeit weg. Meine Nähmaschine sieht mich momentan eher nicht. Eine AMC ist noch fertigzustellen. Und in den wenigen Minuten, die noch bleiben, lese ich oder stricke. Aber das ist hoffentlich nur vorübergehend. Nun, wo ich das Foto unter einem anderem Format gespeichert habe, will ich noch einmal die AMC für meine Mutti zeigen.
 

Danke auch für die Wünsche an meine Tochter. Im Finale konnte sie einen 3:0 Vorsprung nicht halten und hat buchstäblich in der letzten Sekunde das 3:4 kassiert. Glücklich war sie damit natürlich nicht, aber da andere Starter aus Weimar auch verloren, war die Enttäuschung nicht so arg. Aber nun heißt es nach vorne schauen, denn schon bald sind die deutschen Meisterschaften.
 
Doch nun wartet noch das Packen auf mich. Schulsachen, Laptop und ein wenig Handarbeiten müssen außer den übliche Sachen mit. Vielleicht ist uns das Wetter besser gewogen und wir können einige Stunden draußen verbringen.
Laßt es Euch gut gehen.
 
Petruschka

19 Mai 2013

E wie ... und andere AMC

... kann ich heute zeigen. Viel Spaß macht Klaudia und mir der monatliche Tausch. Gleich nach dem Abschicken der jeweils letzten Buchstaben-AMC kreisen die Gedanken schon wieder um den neuen darzustellenden Buchstaben. Zu E fielen mir dann Wörter wie Erde, Ente, Enkel, Entymologie, Eiffelturm ein. Geworden ist es dann E wie Engel.
 
 
Einen Schutzengel kann jeder gebrauchen. Und weil mir der untere Teil zu "nackig" war, habe ich noch Engel in Englisch und Französisch hinzugefügt. Und wenigstens den Gedanken der Etymologie aufgegriffen. Da geht es nämlich um die Herkunft der Wörter.
Weitere schlaue Erkenntnisse kann ich diesen Monat nicht bieten. Ich habe mein Fremwörterbuch nicht bei mir. Wir sind nämlich mal wieder im Odenwald, wo das Kind einen wichtigen Wettkampf hat. Gerade eben sind die Vorrunden beendet und sie hat alle Kämpfe gewonnen, bis auf einen sogar alle vorzeitig. Heute Abend sind dann die Finals. Sie ist überglücklich, ist sie doch erst 13,5 Jahre und muß doch schon in der Altersklasse U 16 starten, weil es nach Jahrgängen geht.
 
Klaudia hatte auch viele Wörter überlegt, sich dann für E wie Erdbeeren entschieden.
 

Lecker, nicht? Ich liebe Erdbeeren (wer eigentlich nicht?) und hatte mit dem Gedanken gespielt, sie zu nehmen. Der "Erdbeerstoff" ist ein roter Stoff mit weißen Pünktchen und Klaudia hat ihn damit genial ein gesetzt. Auch der Randstreifenstoff sieht sehr hübsch aus.
Gestern konnte ich nicht widerstehen umd habe eine kleine Packung mitgenommen. Aber so richtig gut haben sie nicht geschmeckt, sie waren zu wenig süß. Aber es dauert ja zum Glück nicht lange, bis die Erdbeeren im Garten reif sind ;-)).

Aus besonderem Anlaß habe ich zwei weitere AMC gewerkelt.

 
 
 Diese blumige ging an ein Geburtstagskind. Der Untergrund ist wieder bemaltes Vlies, auf das ich Blumen legte und mit dem Gardinenstoff darauf durch freies Sticken und Quilten verband.
 
 


 

Für meine Mutti, die momentan eine schwere Erkrankung meistern muß, habe ich dieses Herz genäht, in das ich alle guten Wünsche hineingewebt habe. Eigentlich ist die AMC im Hochformat gearbeitet. Warum sie jetzt im Querformat und damit so gedrungen erscheint, ist mir unklar. Mehrere Versuche, es zu korrigieren, schlugen fehl.
 
Und während ich gerade an meiner Tausch-AMC für das Patchwork- und Quiltforum arbeite, ist die für mich bestimmte schon angekommen.
 

Frühlingsgefühle pur werden hier rübergebracht. Die vielen Blümelein sind aufgeklebt, beleben das Grün und passen gut zum Pfingstfest.
Nach dem  herrlichen Tag gestern, den wir zur Hälfte in Heidelberg verbrachten, ist es heute sehr trübe. Aber da wir ja in der Sporthalle sind, ist das nicht weiter tragisch. Heidelberg hat eine wunderschöne Altstadt umnd der Blick über den Neckar und auf das Schloß ist wunderschön. Leider hatten wir den Fotoapparat nicht mit.
 
Größere fertige Arbeiten sind momentan Mangelware. Die Wochenenden sind reserviert und unter der Woche müssen eben die Arbeiten erledigt werden, die sonst am Wochenende dran wären.
 
Allen meinen Leserinnen wünsche ich ein frohes Pfingstfest. Julimond hat sich als neue Leserin eingetragen - herzlich willkommen.
 
Petruschka

14 Mai 2013

Eine fette schwarze Wolke

... steht im Mittelpunkt des April-Blockes der Hasenbach-Challenge. Aber als Cattinka alle Blöcke einsammelte und zeigte, war ich noch im Frankreich-Modus. Zwischenzeitlich immer an anderen Orten, hatte ich nie die richtige Muße, den Block zu zeigen.
Passend zum üblichen April-Wetter hatte ich mir den Regenhimmel ausgesucht und dunkelwolkige Stoffe dafür gewählt. Und so sah der fertige Block dann aus.
Die große Wolke im mittleren Teil kann man noch gut erkennen. Doch daß da rechts und links noch jeweils eine dunklere Wolke ist, kann man nur erahnen. Und dann noch das irgendwie falsch platzierte Stück oben rechts ... Nein, das gefiel mir überhaupt nicht. So kam es, daß ich den Block vergangene Woche noch einmal nähte. Jedenfalls den Himmel. Die Felder gefallen mir ganz gut. Und so habe ich den unteren Teil abgetrennt und mit dem neuen oberen vereint. Und so sieht der zweite Himmelblock vom April nun aus.

Die Wolken sind nun differenzierter zu erkennen. So gefällt mir der Block viel besser. Der Himmel ist übrigens aus dünnerem Jeansstoff, was sich teilweise nicht so gut nähen ließ. Zum Glück sind die Blöcke recht übersichtlich und die Teile nicht so arg klein.
Und weil die Blöcke sich nun gut zum Quadrat legen ließen, habe ich sie  alle zusammen fotografiert.



Und so mache ich mir schon mal Gedanken um das Zusammenfügen (oder Weitermachen). Die Himmelblöcke sind ja nur ein kleiner Bestandteil des Big Nature Quiltes, der eine riesige Anzahl an Blöcken beinhaltet. So langsam fuchse ich mich ein in die PPP-Technik ;-).
Zeitnah sollte man sich mit  Mai-Block anfreunden. Und da wartet doch ein wunderschöner blumig angehauchtes Motiv auf mich. Ich freue mich schon darauf.
Einen schönen Mittwoch wünsche ich allen in der weiten Bloggerwelt.
Petruschka

10 Mai 2013

Ich mache heute Blau.

Ganz im Zeichen der Farbe Blau steht der heutige Post. Der obige Spruch stammt noch aus den Zeiten, als Indigo bzw. dann später Färberwaid als Farbstoff eingesetzt wurde und die Färber warten mußten, bis der Stoff mit dem Sauerstoff der Luft reagierte. In einem Projekt innerhalb der Schulprojektwoche haben wir das mal ausprobiert. Aus einem harmlos aussehenden gelblichen Sud wurden dann wunderbar blaue Stoffe.
Die Farbe Blau habe ich für meine zweite Collage gewählt.


Blau ist meine Lieblingsfarbe. Ich habe auch die volle Bandbreite blauer Farbtöne ausgenutzt, wie man sieht.

 
Im Gegensatz zu meiner roten Collage wollte ich hier nach einem geometrischen Raster arbeiten. So habe ich mal wieder in den Vorrat des Stoffmusterabos gegriffen und Quadrate zu 7 cm zugeschitten und in regelmäßigen Abständen in den Mittelgeraden auf den dunkelblauen Stoff aufgenäht. Darüber habe ich später noch bemaltes Vliesofix gebügelt und ein wenig Glitter aufgebracht, so daß alles ein wenig glitzert.
 

Die untere Reihe sollte Vierecke in verschiedenen Formen enthalten. So nähte ich ein Fenster, das mit Ranken umstickt und mit Perlen verziert wurde.

 
Auf das Grundquadrat von 7 cm Seitenlänge wurden 6 weitere mit jeweils einem 1 cm Seitenlänge weniger aufgelegt und  mittig mit einem Knötchenstich fixiert. Dabei sind die dunklen Stoffe gemustert und die hellen uni.


Streifen von einem Zentimeter Breite sind verflochten worden. Die äußeren Quadrate sind ebenfalls durch einen Knötchenstich fixiert.


In der mittleren Reihe sollen dreidimensionale Objekte hervorstehen. Dazu nahm ich wie hier Knöpfe, Jojos und eine kleines Spiegelchen. Dieser war in einem Gewinn dabei. Das linke obere Gebilde ist aus einem Reißverschluß entstanden und stammt von Klaudia.


Diese Herzen sind recht einfach herzustellen und machen sich wirklich gut auf der Collage. Die größte Schwierigkeit bestand darin, sie paßgenau zu fixieren.

 
 Und noch ein Jojo. Hier allerdings mit etwas Füllwatte ausgestopft. Ursprünglich wollte ich Perlen als eine Art Strahlenkranz aufnähen. Doch das ließ sich schlecht händeln und so habe ich die seit 2006 in der Schublade harrenden Schmetterlinge aufgenäht.


Die obere Reihe sollte mit anderen Materialien ausgefüllt werden. So habe ich  z.B. Wolle in kleine Röhren eingenäht.

Vom Monatsprojekt des kleinen Prinzen hatte ich noch einen Wildseidenrest übrig, der, mit Vliesofix versehen, dann als Spirale ausgeschnitten und aufgebügelt wurde.


2009 hatte ich im Silbertal eine Packung Webbänder mit französischsprachigen (na klar!) Aussprüchen mitgenommen . Hier habe ich sie im mit Vliesofix versehen und im Farbverlauf aufgebügelt.


Und die ganze Collage noch einmal. Alle Kanten sind unversäubert geblieben. Das ist von mir so gewollt. Aber sie wird ja nur an der Wand hängen. Zusammen mit der roten übrigens.


In trauter Zweisamkeit hängen sie über der Tür in meinem Näh- und Arbeitszimmer. Zeitnah soll noch ein dritte hinzukommen, wahrscheinlich in beige/weiß.

Die Collage war ja ein Projekt der QuilThuerer. Alle Collagen zusammen könnt Ihr auf unserem Blog anschauen. So vielfältig unsere Charaktere und Vorlieben sind, so vielfältig sind auch unsere Collagen. Schaut doch mal vorbei- es lohnt sich ;-)).
 
Nun bleibt mir nur noch, Euch ein schönes Wochenende zu wünschen. Und den Hasenbach-Block gibt's dann später.
 
Petruschka

06 Mai 2013

Nun ist auch wieder

... Zeit für Privates. Sprachreise, Unterrichtsvorbereitungen, Monatstreffen der QuilThuerer und eine Geburtstagsfeier ließen wenig Zeit für patchworkige Aktivitäten. Dennoch kann ich Kleinigkeiten zeigen.
Im Monatstausch im PQF hatte ich wieder einmal eine AMC für Steffi anzufertigen. Sie mag Blumen sehr und da ja nun endlich der Frühling Einzug gehalten hatte, bekam sie einen Blumengruß.
 

Wieder einmal in Handarbeit habe ich die Tulpen ausgestickt. Die Vorlage war mal ein Fensterbild aus Seide, das vor gut 15 Jahren entstanden war.


Interessant, wie sich der Eindruck verändert, nicht wahr? Übrigens hat die AMC eine kleine Reise von Thüringen über Lille in den Norden Deutschland hinter sich gebracht. Denn die Karte ist erst kurz vor der Abreise fertig geworden. Ich wollte sie in Weimar in den Briefkasten werfen, der in der Nähe des Abfahrortes stand. Doch leider war er mit in die angrenzende Baustelle einbezogen worden. Und da mein Mann schon weg war, ging sie auf Tour nach Frankreich. Von vorherigen Frankreichaufenthalten übriggebleibene Briefmarken hatte ich für Ansichtskarten mitgenommen. Nun wurde flugs umfrankiert und die AMC bei unserem morgendlichen Rundgang durch Lille in den Brifkasten geworfen ;-).

Als kleines Andenken habe ich mir erstens eine Zeitschrift und zweitens Stoff mitgenommen. Okay, Bonbons und Waffeln aus der Region sind auch im Koffer gelandet. Aber die halten ja nicht ewig ;-)

 
Die aktuelle Ausgabe der Magic Patch hatte es mir angetan, sind doch einige Projekte zum Handsticken dabei.
 

Lille war früher eine Textilstadt. Doch entsprechende Geschäfte sind mir nicht aufgefallen. In einer etwas chaotisch anmutenden Kurzwarenhandlung bin ich dann doch noch fündig geworden. Diese kleine Packung Stoffe fand ich in der Zusammenstellung ganz reizvoll, so daß sie in mein Körbchen wanderten. Sie passen hervorragend zu einem kleinen Wandbehang in der Magic Patch.
 

In besagter Kurzwarenhandlung gab es Bänder in Hülle und Fülle in allen möglichen Variationen. Dieses Band ist so romantisch und ich hatte auch gleich eine Einsatzmöglichkeit überlegt, so daß ich einen halben Meter mitnahm.

Der vergangene Samstag war wieder mal der erste im Monat und das bedeutet: QuilThuer-Zeit. Alle hatten ihre Collagen mitgebracht. Farblich reichten sie von weiß zu hellgelb über rot und blau bis zu schwarz. Ich habe die Fotos schon bearbeitet und werde sie dann auf unserem Blog einstellen, wenn ich auch die des kurzfristig erkrankten Mitgliedes haben werde. Meine erste habe ich ja schon gezeigt. Fotos von der zweiten werde ich zeitnah einstellen.

Zum Geburtstag der Tante meines Mannes habe ich auch eine Blumen-AMC angefertigt.


Der Untergrund ist mit Seidenmalfarbe eingefärbtes Vliesofix, über das ich ein Stück Gardine gelegt habe. Neben den applizierten Tulpen habe ich dann noch einige kleine Gänseblümchen und Butterblumen gestickt. Im Übrigen hätte ich sie sehr enttäuscht, wenn sie eine gekaufte Karte bekommen hätte. Als unsere Patchworkgruppe im vergangenen Jahr  in Gera zu Gast war, haben sie und ihr Mann uns dort besucht und sich geradezu euphorisch über unsere Werke geäußert. Etwas Größeres kann in ihrer kleinen Wohnung nicht untergebracht werden. Nun, sie hat sich sehr gefreut.
 
Zum Schluß will ich einige Impressionen aus dem Norden Frankreichs zeigen. Das Tochterkind mußte für die Auswertung Fotos zusammenstellen. Ich zeige meine kleine persönliche Auswahl.
 
 
Das ist der Beffroi - auf Deutsch Belfried- von Lille. Er ist der höchste der Region. Unweit von der Jugendherberge stehend, konnte man die nächtliche Beleuchtung bewundern. Ich hatte auch Fotos gemacht, allerdings sind sie nicht zu gebrauchen. Belfriede sind Profanbauten und dienten der Sicherheit der Städte. Wir haben mehrere gesehen und einen sogar bestiegen, eher befahren.
 

Der stand in Dunkerque. Und von dessen Spitze hatte man einen schönen Blick über die Stadt bis zur Nordsee/zum Ärmelkanal. Natürlich haben wir einen längeren Fußmarsch auf uns genommen, um an den Strand zu gelangen.
 
 
 Von diesem Beffroi gelang auch dieses interessante Foto. Wir haben nicht herausgefunden, was sich im runden Gebäude befand.


In Roubaix  wiederum zeigt der Blick in diese kleine Gasse die typische Architektur der Region - Backstein, wohin man schaut.
 

In der Fußgängerzone stehen diese "dressierten" Bäume, irgendwie gespenstisch anmutend, finde ich.


Auf der Suche nach den geforderten Motiven konnte ich diese drei Paparazze einfangen. Sie fotografierten gerade die Kirche Saint-Martin.
 

Ich wiederum fand die Auslage des Hutgeschäftes in Lille reizvoll. Wir kamen jeden Tag auf dem Weg von der Stadt in die Jugendherberge vorbei.

Museen haben wir im erträglichen Maße besucht, jeden Tag eins ;-).

Für heute muß es erst einmal genügen, es ist schon wieder spät geworden. Meinen Beitrag zur Hasenbach-Challenge und die blaue Collage müssen warten.
 
Gute Nacht!
 
Petruschka

26 April 2013

A nous deux, Lille

... Heute kommt mein Post ein wenig französisch daher ;-)). Habe ich Euch jemals gesagt, daß ich soooo gerne französisch spreche, und höre, und lese, und singe. Ich wollte es nur mal in Erinnerung gebracht haben und so elegant überleiten auf meinen jetzigen Aufenthaltsort, nämlich die nordfranzösische Stadt Lille- Hauptstadt der Region Nord-Pas-de-Calais.
 
Die Oper von Lille
 
 Gestern Abend kurz nach 20 Uhr startete ein vollbesetzter Reisebus von Weimar in Richtung Frankreich. Irgendwie muß sich das Reisebüro bei der Planung mächtig vertan haben, denn wir waren schon 4.50 Uhr da. Wir, das sind 43 Schüler zweier siebenten Klassen (in einer davon lernt meine Jüngste), deren französische Französischlehrer und ich. Meine Tochter war und ist ganz zwiegespalten bei dem Gedanken, die Mutter dabei zu haben. Aber immerhin bin ich ja finanzkräftiger als sie ;-). Vielleicht fällt ja etwas ab für sie.
 
Die ehemalige Börse von Lille
 
Nun waren wir also schon kurz vor 5 Uhr da. Zum Glück konnten wir in die Jugendherberge, allerdings nur in einen kleinen Aufenthaltsraum und auch nur bis 7 Uhr. Und so ging es dann gegen 7 Uhr in die Stadt, wo in enger Zeitfolge individuelles Früstück, eine Stadtralley, eine kurze Aufwärmpause in einer Art Mediamarkt, der Fußmarsch zum Zoo, der Besuch dessen, der Rückweg in die Stadt, Mittagessen und zwei Stunden Freizeit standen.
 
 
Kurz vor 15 Uhr durften wir dann in die Zimmer. Da ich ja nur begleitendes Elternteil bin, habe ich mit organisatorischen Dingen nichts zu tun. Seitdem wurden Zimmer eingerichtet, die im Übrigen sehr spartanisch sind, individuell eingekauft und gegessen und andere lustige Dinge wie Jungen schminken und diese als Mädchen anziehen gemacht. Es sind eben 12- und 13jährige.
 
Morgen geht es nach Dunkerque. Dort werden wir das Hafenmuseum besuchen und den Belfried besteigen. Lille hat übrigens auch eine sehr bekannten. Den werde ich bestimmt auch noch ablichten. Allerdings war das Wetter heute alles andere als schön. Immer wieder regenete es und es waren gute 10 Grad kälter als gestern,also um die 9 Grad.  
 
Und wenn man es nicht besser wüßte, könnte man folgenden Straßenschmuck ernst nehmen.
 

Für diejenigen, die nicht des Französischen mächtig sind : das (unbeleuchtete) Band bedeutet im Deutschen Weihnachtsmarkt.

Trotzdem sahen wir die Zeichen des Frühlings, nämlich im Zoo. Ein wunderschön blühendes Beet zog meine Aufmerksamkeit auf sich.


Handarbeitstechnisch mußte ich auch in den vergangenen Tagen kleinere Brötchen backen. Da wir erst am 1.Mai wiederkommen, mußte ich den Aprilblock für die Hasenbach-Challenge nähen. Und im letzten Moment ist auch die AMC für das PQF fertig geworden, allerdings habe ich das Kunststück fertggebracht, die Karte bzw. den Brief mit nach Frankreich zu nehmen. Briefmarken hatte ich, da von vergangenen Aufenthalten übrig, mitgenommen. Nun darf in die französische Post nach Deutschland befördern.

So langsam werden meine Augen schwer. Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, kann man erstens in einem Reisebus nicht wirklich gut schlafen und zweitens mit einer Horde Siebtklässler noch weniger. Und so bin ich doch schon ein wenig müde. Die lieben "Kleinen" übrigens eher nicht. Lange ist es her- ich glaube 23 Jahre-, daß ich mit dieser Altersklasse auf Tour ging.
 
Also dann erst einmal: Gute Nacht. Zum Lesen der Blogs werde ich doch morgen mal ein wenig Zeit finden. Bin  schon gespannt, was sich so in den letzten Tagen getan hat.
 
Petruschka

18 April 2013

D wie Dora, Dänemark oder Dahlie

... waren erste Überlegungen zum Monatsmotto D wie... im Tausch mit Klaudia. Da sind auch  noch D wie Daina, was ein lettisches Volkslied ist oder die Darabukka, was eine arabische Trommel darstellt. Interessant fand ich D wie Dadaismus - aber mir fehlten die Möglichkeiten, die Ideen dazu umzusetzen. Noch ein paar Anregungen wären Didgeridoo, ein fantastisches Blasinstrument der australischen Ureinwohner; Diseur oder Dideuse, Wörter aus dem Französischen, die ich bisher nie verwendete und einen/eine Vortragskünstler/in insbesondere im Kabarett bezeichnen bzw. Druide, was mir auch gut gefallen hätte, denke ich da doch an den Druiden bei Asterix und Obelix. Wieder so viele Eingebungen, aber die eine zu finden, ist schwerer, als ich es mir dachte. Aber egal, die Karten sind getauscht und die D wie ... will ich Euch nicht vorenthalten.

Am Ende machte ein altes Kinderspiel das Rennen. Ich selbst verwende das Prinzip im Unterricht, um verschiedene Wendungen spielerisch üben zu lassen. Dann und wann spielen wir - Domino.


Die Spielfelder sind aus Evolon. Den Umriss habe ich mit Hilfe von Vliesofix auf den grünen Stoff aufgebügelt. Die Felder sind mit schwarzem Garn dünner und dicker genäht und die Grenzfelder zusätzlich mit schwarzem Stift hervorgehoben. In die Felder habe ich je zwei passende Knöpfe aufgenäht - meine Knopfkiste bot reichlich Auswahl.
 
Klaudia brauchte auch ein wenig Starthilfe und hat sich letztendlich für D wie Dose entschieden. Und das ist ihr dazu eingefallen.
 

Ich mußte schon schmunzeln, denn ich bin bekennende Dosen-, Boxen- und Kartonsammlerin. Und ist es nicht lieb, daß sie eine Dose in meiner Lieblingsfarbe gebastelt hat? In die Dose kann ich all meine Gedanken, Träume, Schätze und andere schöne Dinge hineinlegen, schreibt sie. Eine schöne Vorstellung, finde ich.
 
Ausgebremst in meinem Tun wurde ich durch eine plötzliche Erkrankung meiner Mutter, die seit anderthalb Wochen  im Krankenhaus liegt. Am Wochenende war ich nun dort. Zudem stehen die Zeugnisse der 12.Klassen an und da wurde es noch einmal arbeitsintensiver für sie und damit auch für mich. Am Wochenende sollten dann aber doch  eine paar kreative Minuten für mich abfallen.

Danke sagen möchte ich zu den Kommentaren zum letzten Post. Es sind immer so viele nette Worte. Nun hat sich auch Valomea als neue Leserin eingetragen. Herzlich willkommen und ich freue mich auf einen weiteren netten Austausch.

Einen weiteren sonnigen Tag wünsche ich Euch.

Petruschka