13 September 2013

Ein wenig verwaist ist er schon

... mein Blog. Nicht, daß ich nicht handarbeiten würde. Aber nicht immer wird (schon) etwas fertig dabei. Kleinigkeiten gehen immer, aber Wunder dauern eben etwas länger ;-)). Einiges läuft außerdem im Geheimen.
Drei Wochen ist das neue Schuljahr schon alt und neben dem Alltagsgeschäft gibt es schon die ersten Kontrollen. Eine Kollegin ist ausgefallen und ich darf einige ihrer Aufgaben übernehmen.  Da sie Geburtstag hatte und sie, wie ich in mehreren Gesprächen herausgehört habe, auch strickt, habe ich ihr eine Strickzeugtasche genäht. 

 
Welches Fach sie unterrichtet, ist wohl unschwer zu erraten. Und so sieht Stoff im Ganzen aus. Ich erstand ihn bei Planet Patchwork als Fat Quarter.
 
 
 
Als ich den Stoff zuschnitt, stand ich wohl ein wenig neben mir. Erstens habe ich eine Ecke abgeschnitten, die eigentlich dran bleiben sollte und als Krönung habe ich doch glatt die Nahtzugabe vergessen. Aber am Ende hat  doch alles ganz gut gepaßt (zum Glück). Als Konsequenz habe ich mir den Satz mit dem Nichtvergessen der NZ mit Textmarker auffällig hervorgehoben - auf daß ich sie nie, nie mehr vergesse. (Man sollte nie nie sagen.)
Außerdem bekam meine Kollegin noch eine AMC. Ich hatte mal wieder Lust zum Flechten. Das Quilting ist allerdings nicht das Gelbe vom Ei.
 

Am vergangenen Samstag traf sich unsere Patchworkgruppe wieder. Zwischendurch gab es einige Geburtstagskinder und damit wurde auch ein Nadelkissen für jede fällig. Aus kleinen Paneelen, die mit Kanten aus Resten ergänzt wurden, wurden diese kleinen Kissen.
 

Auf der Suche nach einer Idee für etwas ganz anderes stolperte ich einem Sonderheft des Patchwork-Magazins über ein Apfelnadelkissen und befand es gerade richtig für unsere Runde.


Verschiedene rote Reste habe ich über Papierschablonen gezogen und diese dann mit der Hand zusammengenäht. Das Blatt und der Stiel sind aus Filz. Es ist schon ein  wenig aufwändiger, aber ich fand den Apfel so appetitlich :-)).
 
Schon etwas länger zurück liegt die Fertigstellung meiner ersten Rundablage. Sie diente sozusagen als Prototyp.

Außerdem habe ich im örtlichen Stoffladen zwei Fatquarter mitgenommen. Was aus diesen Stoffen werden soll, weiß ich noch nicht. Aber als Frankreichfan  mußten sie einfach mit.
 


Heute habe ich auch eine sehr ausführliche Blogrunde gedreht und Eure schönen Sachen bewundert und auch wieder kommentiert. Außerdem möchte ich Marguerite begrüßen. Schön, daß du zu mir gefunden hast. Ich freue mich auf einen netten Austausch mit dir.
 
Vor dem Postscheiben habe ich an meinem Fensterblick gearbeitet. Es ist ein Projekt unserer QuilThuer-Gruppe. Nun will ich das ganze noch ein, zwei Tage setzen lassen, bevor alles festgenäht wird. Dann wird es auch zeitnah Bilder geben. Aber keine Sorge, es liegen noch mehrere Blöcke aus dem Kurs zur Oberflächengengestaltung auf dem Nähtisch. Es ist also genug Arbeit da. Und da das Wetter derzeit vor allem herbstlich kühl und sehr regnerisch ist, könnte da auch mal etwas fertig werden. Mal sehen.
 
Macht es Euch schön gemütlich!
 
Petruschka

01 September 2013

Die Hasenbachchallenge

... neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Nunmehr im 8.Monat, kann ich sagen, daß ich das Prinzip des Nähens auf Papier vollständig verstanden habe. Mein Augustblock zeigt einen Regenbogen.

Am Donnerstag habe ich mich diszipliniert und am späten Nachmittag diesen hübschen Block genäht. Die Stoffe in den Regenbogenfarben hatte ich schon am Mittwoch rausgesucht.  Da schien sich das Violett ausreichend vom Blau abzuheben. Jetzt verschmilzt es zu sehr mit dem Blau, finde ich. Das Nähen ging mir ganz flott von der Hand bzw. von der Nadel, denn die 38 Teile gehören alle zu einem Block. Und, oh Wunder, ich habe nicht ein einziges Mal neu ansetzen müssen. Bin ich dann schon ein Profi? ;-))
Heute habe ich nicht nur den Regenbogen aus Stoff, sondern auch noch einen in Natura. Als es Mitte August so heiß war und es immer mal wieder gewitterte, konnte ich nach einem heftigen Gewitter einen Regenbogen fotografieren.

Ist die Farbe des Himmels nicht einmalig schön? So richtig unwirklich. Was mich ebenfalls erstaunte, war, daß der Regenbogen so arg in die Höhe ging. Bislang waren die mehr breit als hoch.
 
Zum Schluß will ich Euch noch eine Übersicht über alle bisherigen Blöcke zeigen. Einer fehlt nun noch, dann sind wir schon wieder durch mit der Challenge.
 

Ich glaube, es ist nicht zu gewagt, über eine Teilnahme an einer weiteren Challenge (so es sie geben wird) nachzudenken ;-)). An dieser Stelle will ich Cattinka danken, die jeden Monat alle Bilder sammelt und zusammenstellt.

Ich wünsche Euch einen schönen Start in die neue Woche.

Petruschka

30 August 2013

Vielen Dank

... für die vielen tröstenden Worte zum Tod meiner Mutti, die mich per Mail, Brief oder Kommentar erreicht haben. Es ist schön zu wissen, daß man mit seinem Schmerz nicht allein ist. Jeden Tag gehen meine Gedanken zurück und es ist komisch, zu realisieren, daß es für uns beide  keine zukünftigen Erlebnisse mehr geben wird. Das Herz, daß ich ihr zum Geburtstag genäht habe, hängt nun als  Erinnerung bei mir.
 
Große Sachen habe ich in den vergangenen Wochen nicht genäht. Dazu habe ich mich nicht aufraffen können. Doch ich habe viel gelesen, davon werde ich in einem späteren Post berichten.
 
Kleinere Dinge, wie zum Beispiel die Alphabet-AMC, habe ich geschafft. Dieses Mal war das H dran. Haus, Hof, Hund, Holland - erste Ansatzpunkte. Geworden ist es dann H wie Hut.
 

Das Vorbild für die AMC stammt von einer Anleitung, die ich vor Jahren von einem Quiltfestival in den Niederlanden mitgebracht hatte. Ein Frauenkopf ist mit neun verschiedenen Hüten zu gestalten. Meiner ist im Kleinformat und ein wenig extravagant von der Form her - passend zum Hochformat. Verziert wurde der Hut mit einer kleinen Rose. Und um den Hals bekam die Dame ohne Gesicht eine Perlenkette. Übrigens findet man in der AMC noch weitere Wörter mit H: Hals, Haut, Haare, Herzmund ;-).
 
Klaudia hat mir ein H wie Herz genäht. Dafür hat sie die Vorlage für die monatliche Herzaufgabe verkleinert und statt des Monatsnamens meinen hineingeschrieben.
 
 
Ich finde die AMC wieder sehr gelungen. Das Miniaturformat war bestimmt nicht so leicht zu bewältigen. Ich bewundere auch sehr, wie gut Klaudia mit der Maschine "schreiben" kann.
 
Und da Klaudia vor einigen Tagen Geburtstag hatte, habe ich ihr, wenn auch der Umstände wegen mit ein wenig Verspätung, ein kleines Geschenk gemacht.
 
 
Da Klaudia selber viel näht, wird es immer schwerer, etwas Neues auszusuchen. Und so bin auf die Rundablage gekommen. Ich selbst habe die Anleitung vor über zwei Jahren bei Jutta von Faulengraben gegen ein Stück Gingkostoff erworben, selber aber noch keine genäht. Da mir mein Probeexemplar ganz gut gelungen war, habe ich Klaudia dann schnell noch eine aus Tildastoffen gewerkelt. So ganz leer wollte ich die Dose natürlich nicht lassen. So habe ich noch einige nützliche Dinge hineingelegt.
 
Schokolade, ein Docke Stickgarn, eine Rolle Nähgarn,  Nähmaschinennadeln und eine kleine Dose mit Perlen warten nun auf das Vernaschen und Verarbeiten. Und eine Karte gab es natürlich auch noch. Sie strahlt einen Hauch von Nostalgie aus.
 

Der Hintergrund ist ein Stück Wildseide, das mit zwei Spitzenstücken, einem Jojo, einem Zierband und zwei Knöpfen verziert wurde.

Ein paar Tage zuvor hatte eine Nähschwester unserer ThuerQuilter Geburtstag und auch sie bekam eine Nostalgie-AMC.



Seit Montag gehen wir in Thüringen wieder in die Schule. Der Start war ganz moderat. Neue Unterrichtszeiten bei uns machen es auch für uns Lehrer interessant :-)). Gestern, in der 2.Einheit der Neustarter Französisch, wunderte man sich, daß Céline Dion in unserem Französischbuch abgebildet sei. Die Schüler wußten nicht, daß sie Frankokanadierin ist und in ihren ersten Jahren vor allem französisch gesungen hat. (Sie hat 1988 für die Schweiz den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson gewonnen.) Die Schüler kennen sie wahrscheinlich nur mit dem Titanicsong. Na, dem kann ich abhelfen. Am Montag bekommen sie ein ganz aktuelles Hörbeispiel aus dem Urlaub in Frankreich mitgebracht. Das Lied und das Video dazu gefallen mir sehr. Da ich aber leider nicht weiß, wie man eine Audio- oder Videodatei einfügen kann, nenne ich nur den Titel. Wer sich interessiert, kann ja mal im Netz nachschauen. Das Lied heißt "Qui peut vivre sans amour" (Wer kann ohne Liebe leben). Auch zum Urlaub später mehr.
 
In den letzten beiden Wochen habe ich nur sehr wenig Eure Blogs verfolgt und schon gar nicht kommentiert. Nun, da sich das Leben wieder ein wenig normalisiert, werde ich wohl wieder öfter bei Euch unterwegs sein. Ich  bin schon ganz gespannt.
 
Ich wünsche Euch ein entspannendes und sonniges Wochenende.
 
Petruschka

16 August 2013

Der vom Tochterkind

... zu Omas Geburtstag genähte Glücksbringer zeigte jener ihre Liebe.



Er konnte jedoch nichts gegen die heimtückische Krankheit, die seit April im Kopf meiner Mutti wütete, ausrichten. Gestern hat sie den Kampf verloren. 

Als ich vor einigen Tagen eine Dokumentation über 100jährige Menschen sah, zitierte eine der Frauen ein Gedicht, das mir sehr gefiel. Also suchte ich in der Bibliothek nach der Autorin und fand im Gedichtband "Verse für Zeitgenossen" das folgende Gedicht.

Memento

Vor dem eigenen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
-Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod anderer muß man leben.

Mascha Kaléko

Das Leben geht sicher weiter, aber es ist eine Spur weniger bunt.

Eure traurige Petruschka

06 August 2013

Leinen über Leinen

... waren gespannt, bei einer weiteren Ausstellung von "Quilts im Garten". Bei herrlichstem Sonnenschein und über 30 ° trafen sich Patcherinnen aus ganz Thüringen, um mit Gleichgesinnten ältere und neuere Quiltarbeiten zu bestaunen und Erfahrungen auszutauschen. Auch unsere Gruppe war mit einigen Mitgliedern vertreten, war es doch unser monatlicher Termin und außerdem ist die Gastgeberin Mitglied unserer Gruppe.. Doch nun genießt die Fotos.

 


 



 


 

 


 

 

 

 



 
 


 


 


 


 

 
Na habt Ihr einen Favoriten? Sehr wirkungsvoll finde ich die blauen Streifen, die zu vier Dreiecken verarbeitet wurden. Von den Farben her sehr interessant finde ich die optische Täuschung (drittletzter Quilt). Auch der Inchiequilt bot eine Fülle an Ideen.
 Für's leibliche Wohl war übrigens auch gesorgt. Sogar kalten Kaffee gab es ;-). Regina und ihr Mann haben alles getan, damit wir uns wohlfühlen konnten. Und es ist beschlossene Sache: In zwei Jahren gibt es eine weitere Auflage des beliebten Treffs. Wir freuen uns schon.
 
Einige von uns hatten sogar schon die vor gut 6 Wochen angefangenen Teile zur Oberflächengestaltung beendet. Die will ich Euch nicht vorenthalten.


 
 

Es gab noch eine weitere sehr interessante Sache zu sehen. Die gibt es aber erst beim nächsten Mal. Es ist momentan sehr mühselig, die bearbeiteten Fotos hochzuladen, da jedes zweite nicht im gespeicherten Format erscheint und somit eine Nachbearbeitung erfordert.
Das ermüdet doch ein wenig. Und da gerade hinter dem Haus die Straße neu gemacht wird, wurde ich heute unsanft vom Maschinenlärm geweckt. Ob sie morgen allerdings auch so zeitig beginnen, ist noch fraglich, hat es doch am frühen Abend ein heftiges Gewitter und später noch anhaltenden Starkregen gegeben. Mal sehen, wie sich das auf die Temperaturen der nächsten Tage auswirkt.
 
Habt einen schönen Mittwoch!
 
Petruschka