05 November 2013

Farbklecks Nummer drei

... habe ich vor zwei Jahren aus dem Frankreich-Urlaub mitgebracht.

 

In diesem Buch werden kleine nützliche und auch dekorative Objekte vorgestellt. In den gezeigten Arbeiten sind Patchwork, Stickerei und Applikation miteinander auf das Beste vereint.
 
Zum Beispiel ein kleines Deckchen für ein Tablett. Natürlich gibt es auch die Vorlagen dazu. Auch größere Objekte, wie eine Picknickdecke, werden vorgestellt. Mit Hilfe der Anleitung könnte man sicher auch einen Wandquilt arbeiten. 
 
Die Texte sind natürlich alle in Französisch. Aber das ist wie bei japanischen Büchern: Die Zeichnungen mit den Maßen verstehen auch Nicht-Frankophile.
  
Und weil ich gerade (wieder) einmal bei der französischen Sprache bin. Ein weiteres Modell ist ein Mannequin. Denn in Frankreich ist ein Model noch ein Mannequin.
 
Das Herz auf dem Titelbild des Buches war wohl auch Modell für das Herz, was ich vor längerer Zeit von Steffi geschenkt bekam.
 

Ich selber habe aus dem Buch noch nichts nachgearbeitet. Das Mannequin allerdings hat jetzt allerdings einen kleinen Wunsch ausgelöst. Patchwork, Applikation und Stickerei sind aber auf zwei von mir gearbeiteten Wandbehängen vereint. Die Vorlagen stammen übrigens aus einer französischen Stickzeitschrift. Beide Wandbehänge habe ich verschenkt.
 

 
 

 
Das hat mir wieder Spaß gemacht, in diesem ca.90 Seiten starken Buch zu blättern und zu lesen ;-)). Begehrlichkeiten wurden wieder geweckt - mal sehen, wie sie sich realisieren lassen.
 
Vielleicht wollt Ihr auch mal wieder zur Sticknadel greifen?
 
Ach, die Verlosung für die Fassett-Aboquadrate bereite ich für morgen vor. Wer also noch teilnehmen möchte, sollte unter dem Post vom 3.11. seinen Kommentar hinterlassen.
 
Petruschka

P.S. Ich habe gerade gemerkt, daß dies mein 250.Post war. Ich lasse mir zeitnah etwas einfallen;-).

03 November 2013

Farbklecks Nr.2

... verdient den Namen in höchstem Maße. Es ist nämlich ein Buch mit Quilts von Kaffe Fassett. Und der ist ja wohlbekannt für seine farbenprächtigen Stoffe und Quilts.

Für diesen Post habe ich von den drei Fassett-Büchern, die in meinem Besitz sind, das folgende ausgewählt: "Quilt Romance", in einer Ausgabe des OZ-Verlages.


Für Romantik sind wir Frauen ja immer empfänglich. Der Quilt auf dem Cover ist so schön in rosaroten Tönen gehalten; und dann noch das hübsche Haus im Hintergrund ... Im Buch werden 20 Quilts von verschiedenen amerikanischen Quilterinnen vorgestellt. Zuerst werden alle Quilts in der Umgebung des nordwalisischen Museumsdorfes Portmeirion präsentiert. Dabei werden auch Detailfotos gezeigt und  Informationen zur Entstehung der Quilts gegeben.

Einen finde ich besonders prächtig. Er ist von Kim Mc Lean genäht und trägt den Namen "Herzen und Blumen". Er ist komplett aus Fassett-Stoffen genäht. Kaum vorstellbar, oder?

Natürlich sind auch alle notwendigen Schablonen enthalten.

Es ist also sowohl ein Buch zum Anschauen und Staunen als auch ein Anleitungsbuch, was den  stolzen Preis von immerhin 24,90 Euro erklärt.

Zu früheren Zeiten hatte ich mir diese beiden Bücher zugelegt. Sie sind vom Prinzip wie das andere Buch aufgebaut. Zuerst Quilts in wunderschönem Ambiente, dann die Erklärungen zum Nacharbeiten. Ein weiteres Buch von Kaffe Fassett werde ich mir aber nicht mehr zulegen.

Alle Quilts in den Büchern sind aus Stoffkollektionen von Kaffe Fassett gearbeitet. Bei manchen treten diese wirklich sehr hervor, bei anderen wiederum hat man Schwierigkeiten zu glauben, daß nur diese Stoffe verwendet wurden. Ich selber bin kein wirklicher Fan dieser Stoffe. Viele Briefumschläge mit Stoffaboquadraten, inklusive vieler mit Kaffe Fassett-Motiven, sind in den letzten Jahren bei mir eingetrudelt. Gestern habe ich die Stoffabostoffe thematisch sortiert. Und dabei einen Stapel mit den kunterbunten Fassett-Stoffen aussortiert. Er wiegt 150 Gramm.
 
 
Ich habe den Test mit 10 Stoffstücken gemacht: 10 Quadrate wiegen 10 Gramm. Also würde ich mal davon ausgehen, daß in dem Stapel ca. 150 Stoffstücke von 10 cm x 10 cm enthalten sind. Und die möchte an eine von Euch abgeben. Wer also daran interessiert ist, vermerkt das einfach in einem Kommentar unter diesem Post. Wenn es mehrere Interessenten geben sollte, lose ich aus. Wenn Ihr außerdem an den Hexas interessiert sein solltet, vermerkt es.
 
Oh, oh, ich sehe, daß es fast halb zwölf ist. Zeit, ins Bett zu gehen. Deshalb hier nur noch ein leises "Gute Nacht!".
 
Petruschka

02 November 2013

Mein frecher Rabe kann nur

...Rudi heißen. Maximal noch Socke. Beide Namensgebungen sind mit Fernsehsendungen verbunden, die wir, als die Großen noch klein waren, mitschauten. Rudi stammt aus der noch heute laufenden Sendung "Siebenstein". Und Socke natürlich aus der Trickfilmreihe und den Animationen beim "Sandmann". Obwohl, meinem Raben fehlt ja die einzelne rot-weiß geringelte Socke. Also doch Rudi. Ist auch in Ordnung. Für ihn habe ich mich mächtig ins Zeug gelegt. Dienstag angefangen, Mittwoch alle Teile genäht, gestern gequiltet und heute das Binding und die Knöpfe angenäht. Und nun einen Tusch für Rudi, den frechen Raben!!
 

Ich war ziemlich unschlüssig, wie ich nach der PPP-Vorlage weiterverfahren sollte. Ich entschied mich für einen Zwischenrand in der Farbe des Schals und abschließend für einen auberginefarbenen, leicht gemusterten Randstreifen. Dessen Muster nahm ich dann auch als Vorlage für die Quiltlinien.


Den Boden habe ich in unregelmäßigen Linien gequiltet und in den orangefarbenen Streifen jeweils halbe Herzen. Zum Glück sind die nicht deutlich zu sehen, denn die sind wirklich ziemlich unregelmäßig.
 
Der Rabe hebt sich schön ab. Ich habe ihn an den Außenlinien in der Naht gequiltet. Der grüne Teil bekam ein Stippling, wenn auch es nicht sehr professionell aussieht.  
 

Die ganze Aktion hat großen Spaß gemacht. Auf vielen Blogs konnte man die verschiedensten Farbkombinationen für den Schal und die Randgestaltungen bewundern und  sich Anregungen holen. Ich finde alle kleinen Quilts super gelungen und bin beim nächsten Mal bestimmt wieder dabei.
 
Wenn man so will, war das auch ein Farbklecks. Doch den echten gibt es morgen ;-). Bis dann!
 
Petruschka

01 November 2013

Farbklecks Nummer 1

... will ich heute zeigen. In den vergangenen beiden Jahren habe ich die verschiedenen Beiträgen bei Jutta fleißig zur Kenntnis genommen. Beitragen konnte ich eher nichts, da die vorgeschlagenen Themen zu speziell für mich waren. Doch in diesem Jahr geht es um Patchworkbücher und da kann ich (natürlich) den einen oder anderen Beitrag leisten. 
Die Quilts der Amish sind ja so was wie die Urformen der Quiltarbeiten. Und so habe ich mir vor einigen Jahren schon ein Buch zu  diesem Thema gekauft.
 

Schon das Cover fasziniert. Der abgebildete Quilt "Licht und Schatten", auch unter dem Namen "Reise um die Welt" bekannt, ist von einer subtilen Farbigkeit. Die blauen Quadrate leuchten aus den sonst eher tristen Farben heraus. (Der Fleck stammt übrigens vom Preisschild, das ich erst viel später entfernt habe.)
 
Neben den Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt es auf jeweils einer Doppelseite auch Informationen zur Geschichte, Lebensweise und Kultur der Amish. Das ist ebenfalls sehr informativ, scheinen doch die Ansichten zur Elektrizität und Neuerungen auf dem Gebiet der Technik sehr antiquiert. Manches kann ich jetzt besser verstehen, aber insgesamt bleibt mir die Kultur der Amish doch eher fremd.

Neben den Anleitungen gibt es auf mehreren Seiten noch traditionelle Quiltmuster der Amish, wie z.B. die Blüte und der Korb.

Als wir QuilThuerer im Jahre 2008 eine Ausstellung mit Quilts mit dem Thema "Licht und Schatten" vorbereiteten, wählte ich für einen von zwei Quilts eben das gleichnamige Muster. 
 

Die Vorgehensweise bei der Herstellung dieses Musters ist im Buch wirklich gut erklärt. Auch die Quiltmuster sind vom Buch inspiriert.

 
Mich reizt es schon längere Zeit, aus den Reststoffen einen zweiten Amish-Quilt zu machen. Vielleicht ein Vorhaben für das nächste Jahr?
 
Bei uns in Thüringen ist der 31.Oktober ja in weiten Teilen  ein Feiertag. Abgesehen davon, daß ja noch Ferien sind und ich eher nichts von solcher Art freiem Tag hatte, konnte mein Mann einen Tag Auszeit  machen und mal nicht im Garten der Buchenhecke den Garaus machen, sondern einen Ausflug genießen . Wir hatten die Tage vorher schon hin und her überlegt, wo es wohl hingehen sollte. Das Panoramamuseum in Bad Frankenhausen - zu viel Bildung, meinte das Tochterkind. Das Meeresmuseum in Zella-Mehlis - naja, wir haben erst in Salzburg Fische und andere Wasserbewohner bestaunt. Der Zoo in Erfurt - ja, warum eigentlich nicht. Nach einem frühen Mittagessen ging es also los. Allerdings war ja gestern auch Halloween-Fest im Zoo und jedes verkleidete Kind brauchte keinen Eintritt zahlen. Das wollten natürlich viele, viele Familien nutzen. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche und einer kurzen Wartezeit an der Kasse konnten wir dann den Rundgang durch den herbstlichen Zoo starten. Und da es eine weitläufiges Gelände ist, fielen die vielen Besucher eher nicht ins Gewicht. Hier nur einige Fotos (fast keine von Tieren), versprochen.
 

Überall waren die Flächen und Bäume geschmückt. Manche Gespensterfiguren waren einem eher freundlich gesinnt, einige sahen eher zum Fürchten aus.


Überall gab es Kürbisse zu bestaunen. Im Elefantenhaus konnte man sich auch seinen eigenen Halloweenkürbis schnitzen. Zur Feier des Tages wurden den Elefanten sogar Riesenkürbisse serviert.
 

Unterwegs lauerten verschiedentlich Zoomitarbeiter, die den Kindern entweder Süßigkeiten oder einen Schrecken (und danach Süßigkeiten) schenkten.
 

Dieser harmlos aussehende Strohhaufen überraschte so manchen durch seinen  Auftritt ...


..., weil er sich dann plötzlich in einen echten Menschen verwandelte ;-)).
 

Auf einem Wanderweg, der weitläufig um das Gelände führt, stießen wir auf merkwürdig aussehende Bäume. Die Zweige sahen ein wenig gespenstisch aus, wie mit Raureif bedeckt. Es sind aber nur Flechten, die mit dem Wirtsbaum eine Symbiose eingehen.
 
Und weil das Tochterkind ein wenig übermütig war, zwang sie durch eine Überraschungsaktion ihren Vater, sie einige Meter Huckepack zu nehmen. Ich weiß nicht, wie lange das schon her ist, daß das mit annehmbarem Kraftaufwand möglich war. 2002 schleppte er das damals ca. 15 Kilo schwere Kind die vielen, vielen Stufen zum Dom in Florenz hinauf. Gestern jedenfalls schaffte er nur einige Meter (Das Kind ist jetzt aber auch das Vierfache schwerer.). Aber Spaß hatten beide an der Aktion (und ich auch).
 
 
Jedenfalls waren wir gute drei Stunden schon unterwegs, als wir endlich am Affenberg ankamen - nur um festzustellen, daß 16.30 Uhr der letzte Einlaß war. Wir hatten es um genau acht Minuten verpaßt. Das Beste kommt zum Schluß heißt es ja, nun ja, nicht gestern.
Ein Tierbild soll es doch noch geben. Ich mag Reptilien nun nicht so gern und in den Terrarien erkenne ich nur selten irgendwelches kleines Getier, im Unterschied zum Tochterkind, die wohl Röntgenaugen haben muß. Doch das Chamäleon saß so offensichtlich da, das konnte ich nicht übersehen ;-)).
 

Faszinierend sind die Augen, die einen Blickwinkel von 360 Grad erfassen können. Ich fühlte mich kurzzeitig beobachtet ;-).
Insgesamt war der Zoobesuch eine gute Idee. Es war mild, die Sonne schien und es war ein schöner letzter Oktobertag. Ich hoffe, auch Euch war ein wenig Ruhe vergönnt. Und wenn schon nicht gestern bei Euch Feiertag war, so dann eben heute.
 
Nun suche ich mal ein zweites Buch für die Farbkleckse heraus und werde mir mal anschauen, was die anderen Teilnehmer so vorschlagen. (Und dann werde ich weiterhin meine zwei Blasen pflegen, die ich mir gestern geholt habe.)
 
Bis zum nächsten Post!
 
Petruschka


29 Oktober 2013

Eine interessante Ausstellung

... gibt es noch bis 2.November bei "Quilt- und Textilkunst" in München zu sehen. 15 Jahre Bestehen werden gefeiert und waren der Grund für eine Ausschreibung. Ein bestimmtes Blau (das des Ladenlogos) mußte in einem 60 cm x 60 cm Quilt untergebracht werden. Eine Jury wählte dann die Sieger. Natürlich war ich dort und habe mir die Ausstellung angesehen. Und mußte mal wieder feststellen, daß meine Favoriten nicht die der Jury sind. Okay, mein erstes (und fast einziges) Kriterium ist, ob mir die Quilts gefallen. Klar schaue ich auch nach der Verarbeitung. Den Siegerquilt jedenfalls finde ich nicht sehr innovativ bzw. kreativ. Handwerklich ist er sauber gearbeitet, keine Frage. Ich habe ihn in den Collagen am Ende untergebracht. Die mir am besten gefielen, habe ich einzeln hochgeladen. Und nun, viel Vergnügen beim Schauen.
 
 
Die Besucher können für einen Sieger abstimmen. Dieser Quilt ist mein Favorit und hat meine Stimme bekommen.

 
Dieser Quilt weist eine Vielzahl von Techniken auf. Das Logo in der Mitte ist eher unauffällig und paßt gut rein.

 
Wenn ich mich richtig erinnere, belegte dieser Quilt den dritten Platz. Die Boote weisen den Weg in die Zukunft: so die Botschaft

 
 15 verschieden gestaltete blaue Flächen und ein kleines Banner links machen den Quilt für mich interessant.


Diese kleine Stadt mit Wasser im Vordergrund und Feldern im Hintergrund gefällt mir in der Einfachheit sehr, denn die Farben wirken sehr sanft.


Dieser kleine Quilt erinnert mich an Kornblumen in einem Getreidefeld.


Und wenn man genau hinschaut, sieht man in der unteren mittleren Fläche neben verschiedenen textilen Materialien auch Stroh.


Witzig aufgebaut ist dieser Quilt. In 14 Flächen wurden verschiedene Motive gequiltet und das alles unheimlich präzise. Und in das mittlere Quadrat hat die Künstlerin einen Spruch geschrieben.


Klasse, welch super Kontrast die beiden Farben ergeben.  Sind die blauen Streifen  nun Straßen in einem Ort oder ein Wasserlauf?


Der Hexagonquilt ist eine enorme Fleißarbeit. Die zusammengenommenen Blumenstängel sind ein witziges Detail.

 
Dieser modern gestaltete Quilt gefiel mir auch sehr gut. Auch hier wieder das Logo in der Mitte.


Blau und Weiß sind immer eine schöne Kombination.
 
Es waren über 40 Quilts, wenn ich richtig gezählt habe. Die restlichen habe ich in vier Collagen zusammengefaßt. 
 


Wenn Ihr die Quilts in vollständiger Anzahl und auch größer sehen wollt, schaut doch mal hier nach.

Im Laden habe ich mich auch umgesehen. Und natürlich habe ich auch etwas gefunden, vor allem Kreativmaterialien, die ich für die Blöcke aus dem Kurs zur Oberflächengestaltung einsetzen wollte.
 

Aber auch kleinere Stoffmengen und Nähutensilien fanden den Weg in meinen Korb.


 
Die Vorgehensweise von berühmten Quiltkünstlerinnen findet man in verschiedenen Zeitschriften jeweils nur kurz erklärt. Ich habe aus dem sehr großen Fundus an Literatur zu Quilttechniken, Quiltkünstlern und Quiltarbeiten habe ich mir eins ausgesucht.
 
 
In den letzten Tagen habe ich mich intensiv den Blöcken zur Oberflächengestaltung gewidmet. Nun sind sie alle soweit gestaltet, nun müssen sie noch gequiltet werden. Doch zwischendurch habe ich heute mal wieder auf Papier genäht, nämlich den ersten Teil des "Frechen Raben" von Regina Grewe.


Ich hoffe, morgen den restlichen Teil des Raben nähen zu können. Der kleine Kerl ist zu niedlich. Und dann werde ich natürlich die Blöcke quilten.
Noch habe ich einige Tage frei. Und wenn sich das Wetter so gestaltet wie angekündigt, dann sollte die Zeit dafür bleiben.

Habt es gemütlich und seid herzlich gegrüßt.

Petruschka

19 Oktober 2013

Eine wärmende Jacke, einen Schal und wetterfestes Schuhwerk...

... wären dringend notwendig gewesen, um uns bei der Projektfahrt zu begleiten. Von Montagmittag bis Freitagmittag war ich mit sechs Kollegen und 60 Kollegiaten auf Projektwochenfahrt in Rauenstein. Das ist ein kleiner Ort bei Sonneberg. Wir waren in Finnhütten untergebracht, deren Vorraum beheizt werden kann, jedoch nicht der Schlafraum. Seit vielen Jahren fand die Projektwoche immer zu Beginn des Schuljahres statt. Doch aus verschiedenen wichtigen und auch nichtigen Gründen wurde beschlossen, diese Projektwoche vor die Herbstferien zu legen. Herbstferien - die beginnen bei uns immer in der zweiten Oktoberhälfte, in diesem Jahr konkret erst am 21.Oktober. Gut, es gibt den goldenen Oktober - aber nicht dort und nicht zu dieser Zeit. Es regnete immer mal wieder sehr stark (wie in der vorherigen Woche auch). Demzufolge waren die Wege aufgeweicht, nichts wurde richtig trocken und wegen der früh einbrechenden Dunkelheit war auch nach Arbeitsschluß nicht mehr viel draußen zu machen. Da wir Selbstversorger waren, mussten die Schüler mit beim Essen vorbereiten und Aufräumen ran. Das klappte richtig gut.
 

Hier ein Blick in den  Speiseraum, in dem es keine Heizungen gab, die meisten Schüler waren in Jacken. Ein Gasofen hatte es angesichts der großen Fläche recht schwer, eine angenehme Temperatur zu schaffen.
 
Ich hatte die Woche vorbereitet und koordinierte die Aktionen vor Ort. So hatte ich am Dienstag in der Mittagspause Zeit, im nahe gelegenen Wald einen langen Spaziergang zu machen. Und auf den nehme ich Euch jetzt mit.
 
 
 Von der Anhöhe über dem Gelände hat man einen schönen Blick auf den nächste Hügel. Der Herbst hat sein Werk getan und die Bäume schön gefärbt.


Wolken hingen immer wieder über uns und brachten den Regen mit. 




Pilze verschiedenster Art konnte ich hier und da entdecken. Und immer wieder fielen mir im Unterholz Trampelpfade auf - ein Indiz, daß es hier viele Pilze geben muß. Und während ich dann einkaufen war, machten sich meine Kolleginnen auf den Weg und brachten Pilze mit, die für eine kleine Mahlzeit ausreichten. Nur gut, daß das Pilzbestimmungsbuch bei der Hand war und so einer aussortiert wurde, der zwar eßbar, aber in Verbindung mit Alkohol, der in nächsten 48 Stunden genossen würde, verheerende Wirkung hätte. Und was noch erstaunlicher war: dieser Pilz hatte weder Lamellen noch Röhren, sondern Zapfen. Vielleicht weiß jetzt jemand, wie dieser Pilz heißt, denn ich habe den Namen vergessen.


Immer wieder gab es zudem diese Stellen, an dem die Buchenblätter vom Wind so zusammengeweht wurden. 

 
Urig sahen auch diese Baumstümpfe aus, die im Laufe der Zeit vom Moos überwuchert wurden.

 
 Abschließend ein Blick auf den Forstweg, der wenigstes mit kleinerem und größerem Splitt und Kieselsteinen befestigt war. So konnte man ihn auch begehen.
 
Wenn ich in der Postüberschrift von einer warmen Jacke sprach, dann auch, weil Klaudia in unserem Alphabet-AMC-Monatstausch sich das J wie Jacke ausgesucht hat.
 

Der rote Stoff ist Fleece, warm und kuschelig. Der Jackenstoff ist ein Wollfilz (?) und kleine Strickbündchen bilden den Kragen und die Ärmelabschlüsse. Und damit das Ganze ausgehfein ist, hat Klaudia noch kleine Perlen als Knöpfe aufgenäht. Ich finde die AMC wieder total genial und so was von passend zu meiner vergangenen Woche. Als wir am Freitagmittag abfuhren, schien übrigens die Sonne.
 
Auch heute war es superschön bei uns. Doch ich mußte noch mich um die Wäsche  und die Reisevorbereitungen kümmern, denn morgen Vormittag fahren das Tochterkind und ich nach München. Wir freuen uns schon sehr. Ich habe mal schon geschaut, in welche Museen wir gehen können ;-). Leider haben die meisten am Montag geschlossen :-(. Aber wir werden uns sicher nicht langweilen. Auf jeden Fall gehe ich am Sebastiansplatz in den Patchworkladen. Konkrete Vorstellungen habe ich zwar noch nicht, aber ich werde schon etwas finden, da bin ich sicher. Ich melde mich aus München.
 
Petruschka