... will ich heute zeigen. In den vergangenen beiden Jahren habe ich die verschiedenen Beiträgen bei
Jutta fleißig zur Kenntnis genommen. Beitragen konnte ich eher nichts, da die vorgeschlagenen Themen zu speziell für mich waren. Doch in diesem Jahr geht es um Patchworkbücher und da kann ich (natürlich) den einen oder anderen Beitrag leisten.
Die Quilts der Amish sind ja so was wie die Urformen der Quiltarbeiten. Und so habe ich mir vor einigen Jahren schon ein Buch zu diesem Thema gekauft.
Schon das Cover fasziniert. Der abgebildete Quilt "Licht und Schatten", auch unter dem Namen "Reise um die Welt" bekannt, ist von einer subtilen Farbigkeit. Die blauen Quadrate leuchten aus den sonst eher tristen Farben heraus. (Der Fleck stammt übrigens vom Preisschild, das ich erst viel später entfernt habe.)
Neben den Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt es auf jeweils einer Doppelseite auch Informationen zur Geschichte, Lebensweise und Kultur der Amish. Das ist ebenfalls sehr informativ, scheinen doch die Ansichten zur Elektrizität und Neuerungen auf dem Gebiet der Technik sehr antiquiert. Manches kann ich jetzt besser verstehen, aber insgesamt bleibt mir die Kultur der Amish doch eher fremd.
Neben den Anleitungen gibt es auf mehreren Seiten noch traditionelle Quiltmuster der Amish, wie z.B. die Blüte und der Korb.
Als wir
QuilThuerer im Jahre 2008 eine Ausstellung mit Quilts mit dem Thema "Licht und Schatten" vorbereiteten, wählte ich für einen von zwei Quilts eben das gleichnamige Muster.
Die Vorgehensweise bei der Herstellung dieses Musters ist im Buch wirklich gut erklärt. Auch die Quiltmuster sind vom Buch inspiriert.
Mich reizt es schon längere Zeit, aus den Reststoffen einen zweiten Amish-Quilt zu machen. Vielleicht ein Vorhaben für das nächste Jahr?
Bei uns in Thüringen ist der 31.Oktober ja in weiten Teilen ein Feiertag. Abgesehen davon, daß ja noch Ferien sind und ich eher nichts von solcher Art freiem Tag hatte, konnte mein Mann einen Tag Auszeit machen und mal nicht im Garten der Buchenhecke den Garaus machen, sondern einen Ausflug genießen . Wir hatten die Tage vorher schon hin und her überlegt, wo es wohl hingehen sollte. Das Panoramamuseum in Bad Frankenhausen - zu viel Bildung, meinte das Tochterkind. Das Meeresmuseum in Zella-Mehlis - naja, wir haben erst in Salzburg Fische und andere Wasserbewohner bestaunt. Der Zoo in Erfurt - ja, warum eigentlich nicht. Nach einem frühen Mittagessen ging es also los. Allerdings war ja gestern auch Halloween-Fest im Zoo und jedes verkleidete Kind brauchte keinen Eintritt zahlen. Das wollten natürlich viele, viele Familien nutzen. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche und einer kurzen Wartezeit an der Kasse konnten wir dann den Rundgang durch den herbstlichen Zoo starten. Und da es eine weitläufiges Gelände ist, fielen die vielen Besucher eher nicht ins Gewicht. Hier nur einige Fotos (fast keine von Tieren), versprochen.

Überall waren die Flächen und Bäume geschmückt. Manche Gespensterfiguren waren einem eher freundlich gesinnt, einige sahen eher zum Fürchten aus.
Überall gab es Kürbisse zu bestaunen. Im Elefantenhaus konnte man sich auch seinen eigenen Halloweenkürbis schnitzen. Zur Feier des Tages wurden den Elefanten sogar Riesenkürbisse serviert.
Unterwegs lauerten verschiedentlich Zoomitarbeiter, die den Kindern entweder Süßigkeiten oder einen Schrecken (und danach Süßigkeiten) schenkten.
Dieser harmlos aussehende Strohhaufen überraschte so manchen durch seinen Auftritt ...
..., weil er sich dann plötzlich in einen echten Menschen verwandelte ;-)).
Auf einem Wanderweg, der weitläufig um das Gelände führt, stießen wir auf merkwürdig aussehende Bäume. Die Zweige sahen ein wenig gespenstisch aus, wie mit Raureif bedeckt. Es sind aber nur Flechten, die mit dem Wirtsbaum eine Symbiose eingehen.
Und weil das Tochterkind ein wenig übermütig war, zwang sie durch eine Überraschungsaktion ihren Vater, sie einige Meter Huckepack zu nehmen. Ich weiß nicht, wie lange das schon her ist, daß das mit annehmbarem Kraftaufwand möglich war. 2002 schleppte er das damals ca. 15 Kilo schwere Kind die vielen, vielen Stufen zum Dom in Florenz hinauf. Gestern jedenfalls schaffte er nur einige Meter (Das Kind ist jetzt aber auch das Vierfache schwerer.). Aber Spaß hatten beide an der Aktion (und ich auch).
Jedenfalls waren wir gute drei Stunden schon unterwegs, als wir endlich am Affenberg ankamen - nur um festzustellen, daß 16.30 Uhr der letzte Einlaß war. Wir hatten es um genau acht Minuten verpaßt. Das Beste kommt zum Schluß heißt es ja, nun ja, nicht gestern.
Ein Tierbild soll es doch noch geben. Ich mag Reptilien nun nicht so gern und in den Terrarien erkenne ich nur selten irgendwelches kleines Getier, im Unterschied zum Tochterkind, die wohl Röntgenaugen haben muß. Doch das Chamäleon saß so offensichtlich da, das konnte ich nicht übersehen ;-)).
Faszinierend sind die Augen, die einen Blickwinkel von 360 Grad erfassen können. Ich fühlte mich kurzzeitig beobachtet ;-).
Insgesamt war der Zoobesuch eine gute Idee. Es war mild, die Sonne schien und es war ein schöner letzter Oktobertag. Ich hoffe, auch Euch war ein wenig Ruhe vergönnt. Und wenn schon nicht gestern bei Euch Feiertag war, so dann eben heute.
Nun suche ich mal ein zweites Buch für die Farbkleckse heraus und werde mir mal anschauen, was die anderen Teilnehmer so vorschlagen. (Und dann werde ich weiterhin meine zwei Blasen pflegen, die ich mir gestern geholt habe.)
Bis zum nächsten Post!
Petruschka