18 Februar 2014

Lissabon

... ist die westlichste Hauptstadt des europäischen Festlandes und die zweitwestlichste Europas. Sie liegt am Tejo, der in einem langen Delta in den Atlantik mündet. Und ich habe immer geglaubt, die Stadt liegt direkt am Atlantik. Die Gezeiten machen sich wohl schwach bemerkbar und auch das Wasser ist schon teilweise salzig. Von unserem Hotelzimmer im 11.Stock hatten wir einen guten Blick auf den Tejo und den 145 Meter hohen Vasco da Gama Turm sowie die gleichnamige 18 km lange Brücke.
 
 
Ringsherum waren nur Türme aus Stahl und Glas, entweder Bürotürme oder Hotels. Das war übriges die beste Aussicht, die wir bekommen konnten, denn das Wetter war typisch für den Februar: regnerisch und sehr stürmisch. Was wir an kaputten Regenschirmen überall gesehen haben ... Bis zum Tejo sind wir nur für kurze Zeit gekommen, dann erwischte uns ein mächtiger Regenguß.
Nicht weit entfernt vom Hotel war auch die Wettkampfhalle, die MEO-Arena, die ich euch ja schon von Innen gezeigt habe. Aus dem naheliegenden Einkaufspark schoß mein Mann ein Foto, natürlich bei Regen ;-)). Sie soll an eine spezielle Krabbenart erinnern. Zu sehen sind auch weitere Außenanlagen, die zum ehemaligen Expo-Gelände von 1998 gehören.
 

Das ganze Gelände, der "Park der Nationen" ist ca. 330 Hektar groß. Der damalige Eingangsbereich ist heute besagtes Einkaufszentrum, in dem vor allem der Fußboden besonders sehenswert ist. Überall findet man Mosaike, an deren Konzeption sich unter anderem auch Hundertwasser beteiligt hat.
 

Bis auf wenige Meter, die nicht überdacht waren, konnte man fast trockenen Fußes vom Hotel zur Arena gelangen. Auf demselben Gelände befindet sich auch Europas größtes Ozenarium, das wir am Sonntag Morgen besuchten. Auf dem Weg dahin und zurück peitschte der Wind und es regnete zum Teil sehr heftig. Deshalb hier nur ein Fotos nach außen auf das Pflaster vom in Form einer sanften Welle angelegten Gang ins Hauptgebäude.
 
Mein Mann hat unzählige Fotos von den verschiedenen Aquarien und Themenwelten gemacht. In der Mitte, um die sich alle anderen Teilbereiche gruppierten, gibt es ein riesiges, über zwei Etagen gehendes, 7000 m³ großes Aquarium mit großen und kleinen Fischen und allerlei Meeresgetier. Staunend standen wir und die anderen Besucher jeweils vor den hohen Glasfenstern. Manches Mal zuckte ich zurück, wenn sich von links ein großer Fisch an der Scheibe zeigte. Beeindruckend finde ich die Eleganz eines Rochens, den wir einfangen konnten.
 
 
Gut anderthalb Stunden waren wir drin. Zu sehen gab es noch Pinguine, mehrere Terrarien, Schildkröten und viele, viele kleine Aquarien mit Fischen aus aller Welt.
 
Am Donnerstag Nachmittag konnten wir eine geführte Küstenrundfahrt mitmachen. Westlich von Lissabon liegt nahe der Atlantikküste Sintra, die ehemalige Sommerresidenz portugiesischer Könige.
 
 
Bekannt ist das Schloß durch  die überdimensionalen Kamine. Sie sind 30 Meter hoch (siehe auch das Foto: oberhalb des Daches). Sehenswert sind auch die beeindruckenden Azulejos (Kacheln)
 
 
Im Schloß gibt es natürlich auch eine Kapelle, deren Fußboden ich unbedingt fotografieren mußte. Ist doch klar, warum, oder?
 
 
Auch an den Häusern sind die Kacheln zu finden. Hier eine kleine Gasse in Sintra, wo wir in einem kleinen Café zusammen mit den anderen Eltern einige lokale Spezialitäten probierten.
 
 
Dann fuhren wir die Küste entlang, bestaunten aus dem Bus heraus den westlichsten Punkt Europas, den Cabo da Roca und die tosenden Wellen des Atlantiks, die mächtig an die Brandung schlugen.
 
 
In Cascais machten wir Halt. Wie durch ein Wunder war dann auch die Sonne herausgekommen.
 
 
Gegenüber legt Estoril, eine weitere Sommerresidenz. Beide Orte liegen nur eine knappe halbe Stunde Bahnfahrt von Lissabon entfernt und sind im Sommer von Ausflüglern überfüllt.
 
Am Freitag und am Sonnabend waren wir den ganzen Tag in der Halle, um unsere Sportler anzufeuern. Es gab übrigens zwei Europameistertitel, einen zweiten, zwei dritte Plätze und eine Menge fünfte Plätze (beim Karate gibt es zwei dritte Plätze).
 
Sonntag Nachmittag, nach den letzten Wettkämpfen,  sind wir mit anderen Thüringer Eltern noch einmal in die Innenstadt gefahren. Die Metrostation ist wie auch der Bahnhof "Oriente" gleich neben den Hotels. Dieser wird gepriesen wegen seiner Konstruktion, aber ich fand nichts Ästhetisches daran.
 

Die Rolltreppe führt übrigens ins Untergeschoß, durch das man trockenen Fußes durch das Einkaufszentrum durch bis fast zur Halle kommt.
 
Mehrere Male trafen wir in der Innenstadt auf die Straßenbahn, die wie hier Werbung für Bier macht. Hätte ich nicht gedacht, daß in Porugal so gern Bier getrunken wird ;-).
 
 
An mehreren Stellen gibt es auch Elevatoren, die den steilen Hang zu den weiter höher gelegenen Vierteln überwinden. Wir haben auch eine genommen und mußten erkennen, daß es überall Gauner gibt. Nichts Tragisches, aber ein kleiner Wermutstropfen.
 
 
Von oben hatten wir einen fantastischen Überblick auf die andere Seite der Stadt.
 
 
Zurück sind wir die Gassen langsamen Schrittes gegangen und haben uns an den Schönheiten erfreut. Immer wieder trifft man auf Häuser, die mit Kacheln geschmückt sind.
 
 
In einem Fernsehbeitrag über Lissabon, der kürzlich lief, wurde erklärt, daß diese Kacheln in den engen Gassen das Sonnenlicht reflektieren und so auch in den unteren Etagen das Tageslicht hinkam. Abgesehen davon, sehen sie auch noch schön aus. Überhaupt sind diese Azulejas sehr begehrt und wer sie kaufen will, muß einiges dafür blechen und  sollte einen Herkunftsnachweis verlangen.
 
Zwischendurch trafen wir auf in Bronze gegossenen Figuren, die zu Spielereien geradezu einluden ;-). Neben die rechte Figur hat sich natürlich auch einer gesetzt, doch will ich ihn  nicht bloßstellen.
 
 
Portugal liegt eine Zeitzone hinter der unseren und wie auch bei uns wurde es gegen sechs Uhr dunkel. Aber auch da bieten sich reizende Fotomotive. Schaut Euch die Verwandlung des Theaters Eden an.
 
 
Die dann aufgenommenen Fotos sind leider nichts geworden. Dazu ist unsere Kamera eben nicht geeignet (oder ich ein zu schlechter Fotograf).
Zum Schluß noch ein paar Eindrücke vom früheren Expogelände. Hier ein Blick in das schon mehrfach erwähnte Einkaufszentrum, das ebenfalls den Namen Vasco da Gama trägt.
 

Es gibt hier über 150 Läden und über 30 Restaurants und es hat täglich von 10 bis 24 (!!) Uhr geöffnet.

Hier regnet es übrigens nicht wie aus allen Kannen, sondern es ist ein Wasserdach, das die Mall im Sommer kühlen soll. Aber auf den ersten Blick dachten wir, draußen würde es Sturzbäche regnen ;-). Im Übrigen war das Thema der Expo 98 "Ozeane". Von daher paßt alles Nasse hierher. Und auch die Form der Hotels neben der MEO-Arena, die wie Segel aussehen.

 
In meinen Koffer gewandert ist ein kleines Mitbringsel.
 
 
 
Auch mein Mann war aufmerksam. Immer, wenn wir durch die Mall gingen, kamen wir immer an einem stand vorbei, wo Dinge aus Kork angeboten wurden. Und so als nachträgliches Geburtstagsgeschenk bekam ich dann ein kleines Korktäschchen.
 

Es gefällt mir unheimlich gut.

Soweit mein kleiner Bericht aus Lissabon. Neben der vielen Zeit, die wir in der Halle verbracht haben, konnten wir doch einen Eindruck von der Stadt mitnehmen. Ob wir noch ein mal wiederkommen, wer weiß? Mit meinem Französisch kam ich nicht wirklich weit und mein Englisch ist nicht so ausgereift um nicht zu sagen, nicht existent. Das machte es nicht unbedingt leicht.
 
Im nächsten Post gibt es dann wieder etwas Handgearbeitetes zu sehen ;-).
 
Petruschka

15 Februar 2014

N wie

... Nordpol, Nase, Nuß oder Nadel kam mir in den Sinn. Das Fremdwörterbuch steuert Nadir (der dem Zenit gegenüberliegende Punkt an der Himmelskugel), Navigation, Negligé oder auch Nelson (Nackenhebel beim Ringen)  bei. Noch nie gehört hatte ich Nanismus (Minderwuchs), Nekton (die Gesamtheit der im Wasser sich aktiv bewegenden Tiere) und Neume (mittelalterliche Notenhilfszeichen).
 
 Daß Klaudia ganz nah an meinen ersten Gedanken lag, zeigt ihre ABC-AMC, die mich gestern schon erreichte. Sie thematisiert unser aller Hobby, das Nähen und das Handwerkszeug, das dafür benötigt wird.
 

Sind das nicht entzückende Gegenstände, die Klaudia teils mit der Maschine aufgestickt, teils aufgenäht hat? Das in Blau gehaltene Nadelkissen, die Garnrolle, der Fingerhut und die kleinen Knöpfe, alles paßt so super. Für sie lag es auf der Hand, die Gegenstände, die wir zum Fertigen unser Kreationen benötigen, auch auf die AMC zu bringen. Und ich habe wieder ein Kleinod in meiner Sammlung.

Irgendwie hatte ich die Befürchtung, daß es zum ersten Mal eine Dopplung geben könnte. N wie Nadeln war nämlich meine erste Idee. Die Familie steuerte Nordpol und Nase bei. Für das Wort Numismatik hatte ich auch schon Überlegungen angestellt, zum Beispiel die Frottage oder das Stempeln umzusetzen. Doch erst eine Kegelschwester brachte mich auf die am Ende gefertigte AMC.
 
 
Ich hatte von einem früheren Quilt noch Stoffreste mit Bildern von Nixen übrig. Die meisten waren jedoch zu groß, sodaß ich zu einem kleinen Trick greifen mußte. Nun zeigt sich die Nixe, als wenn sie aus dem Wasser schaut. Dafür habe ich ein Stück Wellenstoff appliziert. Gequiltet habe ich nur sparsam mit einem goldenen Faden, gerade mal die Wellenlinien und einige Linien im Mittelteil. Bei der Anfertigung war ich nicht ganz konzentriert. Unter anderem ist auch deshalb der Schriftzug  nur mit Filzstift.
 
Zum Schluß nur einige Worte und zwei Fotos von unserem Trip nach Lissabon. Weitere Fotos und Berichte reiche ich zeitnah nach.
Kurz zum Erfolg unserer Jüngsten. Bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft hat sie einen wunderbaren 5.Platz von 29 Starterinnen ihrer Gewichts- und Altersklasse belegt. Mehr wäre drin gewesen, als es um den Einzug ins Finale ging. Den Kampf um Platz drei allerdings hat sie klar verloren. Sie selbst, der Trainer und wir Eltern freuen uns über das tolle Resultat.
Die Kämpfe der Jugend wurden ja schon am Freitag ausgetragen. Die offizielle Eröffnung jedoch fand erst am Sonnabend Mittag statt. Acht Sportler pro Land durften einmarschieren. Und da trug unsere Tochter zu unserer Überraschung die deutsche Flagge.
 

Das war ein total schöner und sehr emotionaler Moment. Denn sie war die Jüngste im Team. Später hat sie die Flagge an einen weiteren Neuling übergeben.
 

Auf dem Foto ist die Mitte ist noch frei für die portugiesische Mannschaft, die ganz zum Schluß einmarschierte. Es war schon sehr beeindruckend zu sehen, wieviele Nationen beteiligt waren. Anschließend traten eine Fado-Sängerin, eine Rock-Band, Artisten und Karate-Sportler mit Behinderungen auf. Alles in allem dauerte die Eröffnungsveranstaltung gut anderthalb Stunden. Leider waren nicht besonders viele Zuschauer da, obwohl die Halle etwa 16000 Zuschauer faßt. Aber die Nationalteams machten genug Stimmung beim Anfeuern ihrer Sportler. Soweit ein erster kurzer Bericht über Lissabon.
 
Bevor ich mich wieder an meine Nähmaschine setze, will ich noch zwei neue Leserinnen begrüßen. Herzlich willkommen, Mona und Deborah. Schön, daß Ihr zu mir gefunden habt. Und allen anderen wünsche ich einen geruhsamen Sonntag.
 
Petruschka


04 Februar 2014

Ein Nachtrag zum Geburtstag

... wird fällig, denn ich habe eine weitere AMC unterschlagen. Und daß, obwohl sie schon am Donnerstag hier ankam. Ich hoffe, Angelika verzeiht mir, daß ich sie erst heute zeige.


Sie hat eine Idee der Patchwork Professional aufgegriffen und die Zierstiche ihrer Nähmaschine ausprobiert. Eine wirklich sonnige Idee.
 
Vielen Dank für die zahlreichen Wünsche für das neue Lebensjahr. Ich habe mich sehr darüber gefreut.
 
Morgen Abend um diese Zeit sind mein Mann und ich auf dem Weg nach Lissabon. Kind Nummer drei hat sich im vergangenen Jahr für die Europameisterschaften der Jugend und Junioren im Karate qualifiziert und wir fahren natürlich zur Unterstützung mit. Die Sportler fahren allerdings im Team und sind auch woanders untergebracht, sodaß wir sie erst am Freitag sehen werden. Seit Sonnabend ist sie im Trainingslager. Heute war Wäschewechsel angesagt. Ich konnte leider nicht mitfahren, denn ich muß den anfallenden Unterricht vor- oder nacharbeiten. Aber gesprochen habe ich mit ihr.        
Am vergangenen Freitag, also an meinem Geburtstag, waren wir zur Sportlergala des Kreises eingeladen, denn sie ist von ihrem Trainer für die Ehrung zum Nachwuchssportler des Jahres vorgeschlagen worden. Die Einladung zur Veranstaltung bekam sie übrigens zu ihrem 14.Geburtstag im Dezember. Und zu meinem Geburtstag nun ist sie ausgezeichnet worden.
 


Ich war so gerührt und stolz und mußte mir glatt eine Träne unterdrücken. Sie macht seit immerhin   acht Jahren schon Karate und hat schon viele Turniere gewonnen (aber auch einige verloren). Sie ist sehr ehrgeizig und das wird sicher eine weitere tolle Erfahrung für sie werden. Für uns natürlich auch, denn die Dimensionen der Halle allein ist nicht mit den bisherigen Hallen zu vergleichen. Die Auslosungen werden erst am Donnerstag vorgenommen. Da es nun die besten Karatekas jedes Landes sind, werden die Kämpfe nicht einfach. Aber auch, wenn sie nicht weiterkommt, wird es nicht umsonst sein. Wir drücken jedenfalls die Daumen. Ich hoffe, wir haben ein wenig freie Zeit und können einen Eindruck von der Stadt mitnehmen. Bis bald also!
 

Petruschka

03 Februar 2014

Nur gut, daß

... Kind Nummer eins sich so gut auskennt in der Welt der Computertechnik. Obwohl, wenn ich es recht bedenke, war er ja der Verursacher meines Problems. Doch von vorn. Seit einiger Zeit werde ich nach dem Anmelden bei Blogger nicht sofort auf mein Dashboard geleitet, sondern muß erst eine Meldung in Englisch wegklicken. Das nervt. Und da das große Kind zum Wochenende daheim war, schaute er sich es an . Allerdings meinte er dann, das könne er nicht lösen. Nebenbei hat er noch eine Dropbox  und einen Teamviewzugang eingerichtet und seiner in einer eher analogen Welt lebenden Mutter Informationen dazu vermittelt. Nachdem er dann gestern wieder in Richtung München unterwegs war, mußte ich nun feststellen, daß ich nun gar nicht mehr ins Dashboard kam, ja sogar die Seite weiß blieb. Und ich, wie eigentlich geplant, keinen Post schreiben konnte. Daraufhin rief ich dann heute Nachmittag Sohnemann an, um das Problem zu schildern. So kam es, daß schneller als erwartet der Teamviewzugang aktiviert werden mußte. Schon komisch zuzusehen, wie von außen agiert wird und irgendwelche Felder auf- und zugemacht werden können. Doch er konnte binnen kurzer Zeit (das von ihm verschuldete) Problem lösen. Er erzählte irgendwas von in den Hintergrund verschoben ...  
 
Am vergangenen Freitag konnte ich weiteres Lebensjahr vollenden. Nun dauert es nicht mal mehr 365 Tage, bis eine 5 vorangeht. Meinen Geburtstagswunsch, einen  eckigen Quiltrahmen , werde ich mir demnächst erfüllen. Am Samstag nun, zu unserem monatlichen Treffen der QuilThuerer, bekam ich wieder einige AMC.
 




 In diesem Jahr werden für jede Twinchys genäht. Ich habe eine schöne Auswahl bekommen, von manchen sogar zwei.
 

Doch auch Patchworkerinnen aus der Bloggerwelt haben mich überrascht. Miss Patchwork zum Beispiel hat mir eine ganz und gar kalorienfreie Torte geschickt. Sie ist wirklich toll, die AMC. Danke für die lieben Geburtstagsgrüße.


Auch Klaudia hat mich wieder mit nützlichen und schönen Sachen bedacht. Die Übergabe des Päckchens gestaltet sich ein wenig kompliziert. Doch sollt Ihr verschont bleiben - eine Geschichte pro Post reicht ;-)).
 

Ein Utensilo kann ich jetzt mein eigen nennen. Klaudia hat Stoff und Wachstuch verarbeitet. So sieht das Teil von innen aus.
 

Die beigelegten Garne, Knöpfe und das schrägband kann ich gut gebrauchen. Das Utensilo natürlich auch ;-). Dazu gab es noch eine Scherengarage und einen Einkaufsbeutel. Zu dem gibt es eine kleine Geschichte - auf Klaudias Blog könnt Ihr mehr lesen.




Und eine AMC durfte natürlich auch nicht fehlen. Da ist Klaudia ja auch immer sehr experimentierfreudig.
 
 
Ich habe mich wieder über die liebevoll angefertigten Geschenke gefreut. Auch das ist ein Geschenk: die vielen netten Kontakte in der virtuellen Welt. Es hat mich sehr gefreut, daß Euch mein Hasenbach-Block gefällt und Ihr mir das auch mitteilt. Ich hoffe, daß meine bisher nur sporadischen Posts wieder regelmäßiger werden und ich auch bei Euch kommentieren kann.

Das größte Geschenk hat mir allerdings das jüngere Tochterkind gemacht. Doch dazu morgen mehr. Denn es ist wieder spät geworden und das Bett ruft.

Petruschka

01 Februar 2014

Auch in diesem Jahr

... nähe ich bei Cattinka Hasenbach-Blöcke mit. Zum Jahresbeginn habe ich mich für die Gartenblöcke entschieden, die ja Material für 20 Blöcke bieten und jeder ein Maß von 25 cm im Quadrat hat.  Und so sieht mein erster Block aus.

 
Die Buchsbäumchen gefallen mir sehr gut. Die einzelnen Teilblöcke waren schnell genäht, bestehen sie doch überwiegend aus nur 3-5 Teilen. Und so war auch der Block zügig fertig. Aber, die Tücke des Objekts zeigte sich erst jetzt. Ich hatte nämlich die unteren Blumentopfteile an die falschen Oberteile genäht. Und da die Abstände des einen nicht zu denen des anderen paßten, mußte ich zwei Reihen trennen und die einzelnen  Blöcke der Töpfe auch. Also heißt es demnächst, sich besser zu konzentrieren ;-)).
 
Das war nur ein kurzer Post. Es ist nicht so, daß ich nach fast drei Wochen nichts zu zeigen hätte. Genäht habe ich schon, aber das auch teilweise für Projekte, bei denen vorher nicht gezeigt werden darf. Ich denke, morgen oder übermorgen gibt es Weiteres zu sehen. Für heute sag ich erst einmal
"Tschüß!"
 
Petruschka

16 Januar 2014

M wie

... Mäander, Magma, Melioration (den Begriff hatte ich schon fast vergessen), Mikado oder Musik. Das sind nur einige der Wörter, die ich zu M gefunden habe. Wollt Ihr noch welche haben? Da wären noch: Mezzanin, was ein niedriges Zwischengeschoß zwischen Erdgeschoß und erstem Obergeschoss ist; Misogamie, was soviel wie Angst vor einer Ehe bedeutet ;-)); Mnemotechnik, damit kann man sich alles besser merken; oder auch noch die Myriade, die in der Einzahl verwendet eine Anzahl von 10000 bedeutet und im Plural eine unzählbar große Menge. Ein Myriameter ist dann also ein Zehnkilometerstein. Doch genug der Theorie. Klaudia hat  für das M wie ... ein wunderschönes Mandala gezaubert, und das in meiner Lieblingsfarbe Blau.
 

Sie hat sich wieder im Freihandquilten versucht und dabei ein Farbverlaufsgarn verwendet. Könnt Ihr die Kreise erkennen, die sie um das Mittelteil fortführend echt akkurat genäht hat? Das Mandala kommt aus der indischen Religion, ist ein mystisches Kreis- oder Vieleckbild und soll als Meditationshilfe dienen. Klaudia hatte auch noch Begriffe wie Mosaik, Mond, Murmeln, Mäuse, Marzipan und Musik im Hinterkopf.
 
M wie Musik war auch lange mein Favorit. Gut, der letztendlich umgesetzte liegt nicht weit davon entfernt. Begriffe wie Melodie und Menuett (mäßig schneller Tanz im 3/4 Takt) gehören auch dazu. Was am Ende ausschlaggebend war, kann ich gar nicht mehr sagen, jedenfalls sollte es dann M wie Mozart sein.

Im Internet habe ich einen Scherenschnitt gefunden, ihn  etwas vergrößert und dann mit Vliesofix auf den weißen Stoff gebügeltt. Die angedeuteten geschwungenen Linien sollen den Sockel darstellen. Und die fünf Linien natürlich die Notenlinien. Für einen Notenschlüssel war dann kein Platz mehr. Das e, o und a sollten Noten werden, aber so richtig hat das nicht geklappt. Und mit Schwarz auf Weiß zu arbeiten - ein Graus. Immerzu hatte ich den Eindruck, der weiße Stoff ist dreckig.
 
Zu mehr habe ich es in den vergangenen 10 Tagen nicht gebracht. Denn während Ihr auf Euren Blogs über Vorhaben sowie virtuelle Nähkränzchen plaudert und schon die ein oder andere neue Arbeit zeigt, hatte ich das Vergnügen mit diesen beiden.
 
 
Ich lese ja wahnsinnig gern Krimis. Unsere Bibliothek bietet zum Glück eine große Auswahl an. Bisweilen gelingt es auch, dort einen Hörbuchkrimi zu ergattern. Seit mehreren Jahren hat auch der Heimatkrimi eine Fangemeinde. Ob nun Sylt, die Eifel, das Werdenfelser Land  oder das Allgäu, die agierenden Kommissare haben alle ihre sympathischen Eigenheiten. Im Allgäu agiert ja Kluftinger als Kommissar. Und als ich dann die Ankündigung einer Multimedia-Show der Autoren Klüpfl und Kobr las, habe ich ohne zu überlegen eine Karte gekauft. Es war wirklich ein Spaß. Die beiden lasen Auszüge aus ihrem neuen Krimi, schauspielerten, zeigten ein Video von einer Yoga-Messe ;-)) und sangen auch. Und das alles in einem wirklich drolligen, gut zu verstehenden Dialekt. Mir hat es wirklich gut gefallen. Meinen Mitzuschauern auch, wenn man von den drei erapplaudierten Zugaben ausgehen darf. Allerdings lag der Altersdurchschnitt doch wesentlich höher als bei der Horror-Show. Ich mit meinem fast halben Jahrhundert stellte da doch das eher jüngere Publikum dar :-).
Nun hatte ich mir danach die beiden Krimis, die von den Autoren hatte, zum Lesen vorgenommen. Und wenn ich lese, dann lese ich, bis ich am Ende bin und mache (selten) etwas Anderes, naja, außer den Vorbereitungen für den Unterricht und vielleicht noch wie aktuell, die Gutachten. So kommt es, daß ich eben nur die AMC geschafft habe. Aber nun sind die Bücher ausgelesen und die Noten verteilt, da kann ich mich wieder  der Nähmaschine widmen. Und Euren Blogs auch. Denn die sind nur sehr sporadisch gelesen worden. An manchen Tagen hatte ich den Laptop nicht mal an.

Oh, so viel Text heute und so wenig Bilder. Muß eben auch mal sein. Für heute soll es genug sein. Zeit, bei Euch reinzuschauen.

Liebe Grüße, Petruschka

07 Januar 2014

Die Verlosung

... ist abgeschlossen. Doch halt, erst ein wenig Statistik. 18 Kommentare wurden abgegeben und sind auch in die Wertung eingegangen. In meiner Rundablage sind sie vereint.
 
 
Das jüngere Tochterkind fungierte ein weiteres Mal als Glücksgöttin und griff drei Mal in die Dose.
 

Nacheinander zog sie nun drei Namen. Und die Gewinnerinnen sind:


Gudrun vom Blog Miss Patchwork darf also als erste aussuchen, dann Martina von stufenzumgericht und Birgitt Dom bekommt den verbleibenden Gewinn. Die Adressen von Martina und Gudrun habe ich, nur Birgitt möchte ich bitten, mir die ihre per Mail zukommen zu lassen.
Ich danke allen für ihre Teilnahme und Ihr, die Ihr nicht gewonnen habt, seid nicht traurig. Vielleicht ergibt sich bald wieder eine Gelegenheit.

Begrüßen kann ich auch wieder zwei neue Leserinnen. Herzlich willkommen, Hannelore und Sonnenblume. Ich freue mich, daß Ihr zu mir gefunden habt.

Tschüß und gehabt Euch wohl!

Petruschka

05 Januar 2014

Für gute Bekannte

... habe ich Platzdeckchen genäht. Sie wohnen eigentlich in Leipzig, haben allerdings einen Zweitwohnsitz in der "Toskana des Ostens". Dieser etwas gewagte Begriff stammt vom Tourismusverband. Sein Elternhaus steht in Apolda und seit mehreren Jahren arbeiten sie am Umbau des elterlichen Erbes. An längeren Wochenenden bzw. in den Ferien sind sie dann dort. Zum Weihnachtsmarkt in Weimar haben wir uns getroffen. Und um das Ambiente in ihrer Zweitwohnung ein wenig aufzuhübschen, habe ich zwei Platzdeckchen gewerkelt. Dafür habe ich wieder einige der Stoffaboquadrate verwendet. (Das wäre jetzt ein unbedingter Vorsatz für 2014: die riesige Sammlung konsequent zu verkleinern.)
Für sie gab es etwas mit Blümchen.


Zwei Blümchenquadrate wurden in vier Quadrate von 5 cm Seitenlänge geschnitten. Dann wurden pro Block je ein  helles und farbiges in der Mitte geteilt. Diese entstandenen Rechtecke habe ich im um das kleine Quadrat angeordnet. Und jetzt sehe ich, daß ein Block falsch angeordnet wurde. Gequiltet habe ich Blumen, ausgehend vom Blockmittelquadrat.
Für ihn habe ich aus meiner großen Sammlung Obstquadrate welche mit Äpfeln und Erdbeeren ausgesucht. Kombiniert sind sie mit einfarbigen Quadraten.


Beim Quilten habe ich irgendwann die richtige Richtung verpaßt und so wurden die Quiltlinien ziemlich dicht gesetzt.
 
Morgen geht es nach zwei Wochen Ferien wieder in die Schule. Für die 12er geht es straff in Richtung Abitur und für die anderen sind die Zeugnisse nicht mehr weit weg. Wer wie ich bisher auch noch nicht auf Arbeit war, dem wünsche ich einen guten Start in die neue Woche. Allen anderen wünsche ich das natürlich auch, aber für uns wird es doch ein wenig schwerer.
 
Wer es bisher versäumt hat-ich erinnere noch an meine Verlosung. Bis Mitternacht noch könnt Ihr teilnehmen. Hier könnt Ihr schauen. Morgen Nachmittag, naja, es wird wohl schon früher Abend werden, greift die Tochter ins Kistchen, um die Gewinnerin zu ziehen.
 
Petruschka

01 Januar 2014

Die Hasenbach-Challenge oder PPP neu interpretiert:

... Petruschka probierte Papiernähen ;-)). Im vergangenen Jahr habe ich mich im Rahmen der Hasenbach-Challenge, initiiert von Cattinka, neun Mal am Nähen auf Papier versucht. Und bevor das alte Jahr zu Ende ging, war er fertig, mein erster Quilt in PPP-Technik.
 
 
Oh, was habe ich am Anfang getrennt und dabei meinen Leichtsinn verflucht. Nicht, daß ich im September nicht mehr getrennt hätte, aber nur noch selten ;-). Neun Himmel-Blöcke habe ich genäht. Sie ruhten dann, denn ich war mir nicht im Klaren darüber, wie ich so unterschiedliche, zum Teil sehr farbenfrohe, Teile miteinander verarbeiten sollte. Meine Nähschwestern von den QuilThuerern schlugen nun vor, jeden Block als einzelnen Quilt zu arbeiten und als verbindendes Element denselben Stoff für das Binding zu nehmen.
Am 27.Dezember begann ich am Abend mit dem Quilten. Für die 22cm x 22 cm großen Blöcke brauchte ich im Schnitt ca. 45 Minuten. So nach und nach habe ich gequiltet und auch mal zwischendurch ein Binding angenäht.  Am Sonntag habe ich dann fast alle Rückseiten nacheinander mit der Hand angenäht. Dafür brauchte ich im Schnitt auch je ca.45 Minuten. Zwei aufgenommene Folgen von "Pfarrer Braun" bildeten den akustischen Hintergrund. Ich sage nur eins: meine armen Finger! Am Montag waren dann  auch die letzten beiden kleinen Quilts geschafft. Bei 9 x 88 cm sind das ca. 8 Meter Binding, fast so wie bei einem großen Bettquilt!  Nun mußte ich nur noch die kleinen Quilts mit Holzperlen miteinander verbinden und schon war der Quilt fertig. Schnell noch Fotos gemacht und an Cattinka gemailt. Und gestern schon konnte er auf ihrem Blog bewundert werden.
Ich habe von jedem Block zwei Fotos gemacht, eins vom ganzen Block und ein Detailfoto. Das werden jetzt also ein wenig mehr Bilder  und noch mehr Text ;-).
 
 
Regen beherrscht den ersten Block. "Es fällt immer wieder Wasser auf die Stadt", fiel mir dazu ein oder habe ich sogar das Lied von Adel Tawil dazu gehört? Ich mag seine neue CD  übrigens sehr.  
 

Gequiltet habe ich den Regen, wie er in Bindfäden fällt und die Luftbewegungen. Die Wolken habe ich nur im Umriß gequiltet, dadurch werden sie plastisch hervorgehoben. Im unteren Bereich habe ich nur sparsam einige Feldlinien nachgezogen.


Der Regenbogen war der einfachste Block, denn er bestand nur aus dem einen Teil.  Ich mag diesen Block sehr. Durch seine Farbigkeit wirkt er so strahlend.

 
Im unteren Bereich habe ich wiederum nur einige Linien hervorgehoben. Der Regenbogen wiederum wurde an den äußeren Rändern nachgequiltet und dann weitere Echolinien oberhalb und unterhalb gearbeitet.


Der kleine Vollmondquilt sieht so romantisch aus durch den hell scheinenden Mond. Hier wurden die Bäume herausgearbeitet und natürlich ...

 
... der Mond. Er bekam seinen goldenen Schein durch die Verwendung von goldenem Garn. Und schade, daß Ihr das nicht sehen könnt - der Mond steht schön plastisch hervor.

 
Der sonnige Tag erweckt die Sehnsucht nach Wärme und Urlaub. Der Wasserstoff wurde nur sanft gequiltet, indem ich die "Wellenbewegungen" mitging.

 
Natürlich mußten es Sonnenstrahlen sein, die ich ebenfalls mit dem goldenen Garn gearbeitet habe.

 
Schnee sollte laut Jahreszeit jetzt liegen. Macht er aber nicht. Begnügen wir uns mit dem Schnee auf dem Quilt. Auch hier habe ich die Schneewolke nur in den Umrissen gequiltet und den restlichen Himmel dicht, sodaß auch sie schön plastisch hervorsteht. Auf dem folgenden Bild habe ich versucht, diesen Effekt einzufangen.

 
 

Gequiltet habe ich die Eisfläche, auf der die Spuren der Eisläufer zu sehen sind. In den Grünflächen sind die Umrisse der Nadelbäume am Uferrand angedeutet. Der einsame schneebedeckte Baum tritt wieder deutlich hervor.
 
 
Ist das nicht ein grandioser Sonnenuntergang? Zugegeben, er lebt natürlich von dem herrlichen Stoff. Der obere Teil ist wieder sparsam gequiltet. Die Verlängerungen der Sonnenstrahlen und jeweils die Mitten zwischen diesen sind mit einem buntem Verlaufsgarn hervorgehoben.
 
 
Dicht gequiltete Linien in jeweils bunten Verlaufsgarnen machen den unteren Teil ganz platt.
 
 
Das Gewitter hatte ich mir mit dem Nähen bis zum Schluß aufgehoben, das waren so viele winzige Teile. Trotz bis dahin schon erworbener Erfahrungen hatte ich doch Respekt davor. Die Gewitterwolke und die Blitze blieben unangetastet und heben sich dick vom Rest ab.


Denn flächendeckend und ziemlich dicht setzte ich die Quiltlinien im Himmelteil, um die bedrohliche Situation hervorzuheben.
 
 
Der Sonnenaufgang ist so schön kitschig mit dem vielen Rosa und den Blümchenstoffen. Die Sonne wird durch die vielen Halbkreise nur angedeutet, noch ist sie nicht aufgegangen.
 

Die vielen rosa-, blau- und gelbfarbenen Blüten wurden mit glänzenden Garnen betont. Einige Bäume bekamen noch Äste hineingequiltet.

 
In einer klaren Sternennacht kann man natürlich viele Sterne bewundern. Leider kenne ich mich mit Sternbildern überhaupt nicht aus.


Die Sterne und der Mond bekamen Umrisse. Die verbleibenden Flächen wurden mit unregelmäßigen runden Linien gefüllt.

Und zum Schluß noch einmal der ganze Quilt.


Und nun steht auch fest, daß ich auch in diesem Jahr an der Hasenbach-Challenge teilnehmen werde. Denn heute Nachmittag habe ich die neuen Vorlagen geschickt bekommen und könnte gleich anfangen ;-)). Welches Thema ich mir dieses Mal gewählt habe ? Spätestens Ende Januar, wenn ich den ersten Block fertig haben muß, werdet Ihr es wissen.
 
Ich hoffe, Ihr seid alle gut in das neue Jahr gerutscht. auf dem einen und anderen Blog liest man von Vorsätzen und Nichtvorsätzen. Ich nehme es, wie es kommt.
 
So und nun gönne ich mir eine kleine Laptoppause. So ein langer Post dauert immer ewig zum Eintippen und Bearbeiten. Meine Schultern sind schon ganz verspannt.
 
Allen, die morgen wieder auf Arbeit müssen, wünsche ich, daß sie die Ruhe der Feiertage mitnehmen können und entspannt in die Restwoche starten.

Und falls Ihr Interesse an meiner Verlosung zum dritten Bloggeburtstag habt, einen Post drunter findet Ihr alles Wichtige ;-).
 
Petruschka