22 März 2014

Blumen blühen allenthalben

... und auch auf meinem zweiten Block, der nach dem Kurs zur Oberflächengestaltung entstand. Vergangene Woche ist er fertig geworden. Obwohl noch nicht ganz, auch ihn werde ich erst nach dem Fertigstellen aller Blöcke auf die endgültige Größe bringen.


Im Kurs selbst habe ich nur die "Wiese" beendet.


Zwischen zwei Lagen Soluvlies habe ich aus den Restschnipseln grüner, violetter, blauer und orangefarbener Stoffe, die mit vielen Nählinien kreuz und quer miteinander verbunden wurden, eine Art Netz genäht. Eigentlich sollte es dann mittig auf den grünen Batikstoff aufgebracht werden und die Mitte herausgeschnitten. Doch dann nähte ich je ein Rechteck dunkelgrünen und türkisen Stoffes aneinander. Vom ersten Block (die Waldfee) hatte ich noch einen Rest des Mull-Papier-Stoffes und von irgendwoher einen kleinen Seidenrest. Und wie ich so herumspielte, ergab sich die Blume.
 

Das letzte Blütenblatt ist nur angedeutet, da hat der Mull eben nicht mehr gereicht. In der Mitte  habe ich den Seidenrest mit Perlen festgenäht. Die Blätter  haben ein entsprechendes Quilting bekommen.

Für den Stiel habe ich einen Teil eines Silkroods verarbeitet. Als ich im Oktober in München war, hatte ich mir einige Kreativsachen mitgenommen und jetzt kamen sie zum Einsatz.
 

Mit dem Ergebnis war ich allerdings erst beim dritten Mal Nähen zufrieden. Der Silkrood wurde in Stengel und Blätter geteilt und festgenäht. Unten könnt Ihr dann auch schon die Wiese sehen.


Ich habe das eher runde Teil in kleinere geschnitten, überlappend aufgelegt und festgenäht. Die orangefarbenen Reststücke habe ich von meiner Kursnachbarin. Neben dem vielen Dunkelgrün, Blau und Violett fällt das Orange ein wenig auf, aber gerade das gefällt mir;-)).
Auf der linken Seite habe ich ein Blumengitter aus dunkelgrüner und türkisfarbener Wildseide geflochten. Da habe ich mir die Idee einer Mitstreiterin abgeschaut.
 

Und damit das Gitter nicht so nackt aussieht, habe ich einige Jojos in verschiedenen Größen  aus dem violetten und dem türkisen Batikstoff angefertigt. Dazu kam dann noch ein einzelnes aus der orangefarbenen Wildseide.

 
Auch diese Blumen wurden mit Perlen fixiert. Weiter quilten werde ich wohl nicht mehr.
Abschließend noch ein Foto der beiden fertigen Blöcke, meiner Waldfee und dem Blumengitter, wie ich sie nenne.
 
Vier Blöcke harren noch ihrer Fertigstellung. Mal schauen, wann ich mir den nächsten vornehme. Heute eher nicht mehr, denn ich muß noch die Arbeit an diesem Projekt beenden.
 
Ich wünsche Euch einen erholsamen Restsonnabend und einen schönen Sonntag.
 
Petruschka

19 März 2014

Momentan

... gehen mir die kleineren Sachen ganz schnell von der Hand. Einiges wird abends beim Fernsehen erledigt. Wie zum Beispiel eine weitere Rotstickerei, die für einen Tausch im Patchwork- und Quiltforum entstand. Die Tauschpartnerin wünschte sich Schildkröten, die sie natürlich auch bekam.
 
 
Als Vorlage nahm ich einen Quiltvorschlag für eine Arbeit, die Dijanne Cevaal in einer früheren Ausgabe der Patchworkideen vorstellte. Ich finde, die Schildkröte sieht sehr realistisch aus. Es hat mir wieder viel Freude gemacht, das kleine Tier zu sticken.
 
In diesem Monat beteilige ich seit langer Zeit wieder am AMC-Monatstausch im PQF. Gestern flog mir ein hübsches Vögelchen zu.  
 
 
Ist der kleine Piepmatz nicht ein Pracht? Ich mag die AMC sehr, weil mit einfachen Mitteln ein wunderschönes Motiv entstanden ist. Zudem gefällt mir der Blumenstoff gut.
Das Wetter der vergangenen Woche macht große Lust, das Haus und den Garten mit bunten Frühlingsblühern zu schmücken. Stiefmütterchen gehören für mich auf jeden Fall dazu. Und so habe ich nach den Tulpen und Forsythien der letzten Jahre Stiefmütterchen auf die AMC gebracht.
 
 
 Ich habe wieder einmal meine früheren Seidenmalarbeiten hergenommen und einige, bereits ausgeschnittene, Stiefmütterchen und Blätter mit Vliesofix auf einen himmelblauen Stoff gebügelt. Dann habe ich alles festgequiltet und auch der Himmel bekam ein enges Quilting. Am Ende sieht man nicht mehr, daß alles eher eine Collage ist. Ich hoffe, meiner Tauschpartnerin gefällt die AMC.
 
Wie angekündigt, habe ich einen weiteren Beutel mit dem Ampelmännchen genäht. Dieses Mal ist er aus einem gröberen Leinen. Er ist breiter und ein wenig länger als sein Bruder.
 
 
Auch ihn habe ich innen mit einer Kappnaht versehen. Das sieht einfach sauberer aus. Den Boden habe ein wenig breiter abgenäht, daher die etwas breiter nach oben zulaufende Form. Das wird jetzt mein neuer "Schulbeutel", in dem die zusätzlichen Materialien wie Kaffekanne, Brotbüchse und manchmal auch dickere Hefter Platz finden werden.
 
Wenn ich heute Abend auf die Kegelbahn gehe, werden ein Brot und ein kleines Herz in meiner Tasche sein. Eine Kegelschwester ist umgezogen und mit meiner kleinen Überraschung möchte ich ihr viel Glück im neuen Heim wünschen.
 

 
Gelb wirkt immer freundlich und auch wenn es draußen mal ungemütlich sein sollte, bringt Gelb ein wenig Sonnenschein in die Wohnung. Schon gestern Abend habe ich ein litauisches Brot mit Hüttenkäse gebacken.
 
 
Das Rezept kenne ich noch aus Zeiten, in denen ich Russisch unterrichtet habe. Da haben wir zum Abschluß auch russisch gekocht. Das ist mittlerweile 15 ( in Worten: fünfzehn) Jahre her. Dieses Brot wird mit Backpulver und Natron gemacht, daher geht das Zubereiten relativ zügig. Ich glaube, ich werde es auch bald wieder für uns backen. Da kann ich ja mal das Rezept notieren (und auch einen Blick in das Innere zeigen).
 
Die aufwändigeren  Sachen habe ich mir für das Wochenende vorgenommen. Für dieses Projekt steht die zweite Aufgabe an. Nun habe ich mich festgelegt und der Plan steht. Mal sehen, wie die Umsetzung klappt. Dann muß die letzte Runde eines Round Robin genäht werden. Und wir sind schon wieder über die Mitte des Monats hinaus, da steht der Hasenbach-Block in den Startlöchern. Also, Ihr seht, Langeweile muß ich nicht haben.
 
Bis bald.
 
Petruschka

16 März 2014

O wie

... Ohrring - das war Klaudias Wahl für den ABC-Monatstausch.

 
Ist er nicht wunderbar filigran gestaltet? Klaudia übte sich im Zentageln. Ich finde, sie hat sich da selbst übertroffen. Und das Bordeauxrot auf dem weißen Stoff sieht auch klasse aus. Solch einen Ohrring würde ich wohl auch tragen, wenn auch nicht in dieser Größe ;-)).

Auf der Suche nach einem passenden Wort sind mir Ostern und alle Ableitungen von Ostern eingefallen. Oase, Orkan, Orbit, Optik bot mir das Fremdwörterbuch. Ich fand auch noch Oger, was ein Menschenfresser in französischen Märchen ist oder auch Ombrograph. Das ist ein Regenschreiber zum Aufzeichnen der Niederschlagsmenge. Ondit kommt übrigens auch aus dem Französischen und bedeutet Gerücht (on dit heißt übersetzt: man sagt). Angefangen hatte ich schon eine Arbeit zu O wie Ornament. Letztendlich habe ich mich dann für ein anderes Motiv entschieden, nämlich dafür.
 

Denn als ich mal wieder aus dem Fenster schaute, fielen mir meine Orchideen ins Auge und so wurde es dann O wie Orchideen. Die einzelnen Bestandteile wurden mit Vliesofix aufgebügelt und die einzelnen Konturen mit grünem bzw. violettem Verlaufsgarn nachgequiltet. Heute Morgen habe ich dann die Fensterbank mit den Orchideen fotografiert.
 


Zu unserer Silberhochzeit vor anderthalb Jahren haben wir drei Orchideen geschenkt bekommen. Zwei habe ich im letzten Sommer aus der Wohnung meiner Mutter mitgenommen. Sie blühen immer, sind pflegeleicht und bieten von Innen und von Außen einen schönen Anblick. AMC und Blume passen wunderbar zusammen.
 

Übrigens gab es noch eine Schrecksekunde, als ich folgendes Problem nach Fertigstellung der AMC feststellen mußte.
 

Da hatte ich doch beim Eingeben für die Buchstaben doch glatt das R vergessen. Da war guter Rat teuer. Denn das mit Kuli eingesetzte R wirkte nicht wirklich gut. Also entfernte ich das C und stickte mit der Hand die fehlenden Buchstaben.

 
Am Donnerstag hatte ich dann auch mal wieder ein Siggy im Briefkasten. Es kommt von Deborah, die in Italien beheimatet ist.
 

Es gefällt mir sehr gut. Und so geht nach langer Zeit mal wieder ein kleiner Prinz auf Reisen.

Draußen ist es sehr ungemütlich. Denn der Wind geht sehr heftig und dadurch wirkt es auch kälter als es vielleicht sein mag. Da werde ich mich gleich an die Nähmaschine setzten und den grünen Feincordstoff zu Ampelmännchen verarbeiten. Ich nehme an, auch Ihr nutzt die Zeit zum Werkeln. Viel Spaß dabei.

Petruschka

09 März 2014

Einige kleinere Dinge

... sind in dieser Woche entstanden. Manches hatte schon ein wenig Grünspan angesetzt, anderes ging zügiger von der Hand. Hier eine kleine "Werksübersicht".


Schon lange wollte ich einen Gegenstand mit dem grünen Ampelmännchen darauf nähen. Bei uns hat dieses Männchen  ja schon irgendwie Kultstatus.  Meine Wahl fiel dann auf einen Einkaufsbeutel. Auf ein Reststück schwarzen Feincord habe ich ein grünes Ampelmännchen ebenfalls aus Feincord mit Hilfe von Vliesofix und einem engen Zickzackstich appliziert. Die Seitennähte habe ich als Kappnähte gearbeitet, denn es sollte auch von Innen  sauber aussehen. Die Henkel habe ich doppelt genommen und so mußte die Nähmaschine am oberen Rand durch 6 Lagen Stoff. Das brachte sie an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit. Und so war da  Handarbeit angesagt. Doch nun ist der Beutel einsatzbereit.
 
 
Am Ende ist er ein wenig zu schmal geraten. Doch als Prototyp taugt der Beutel allemal etwas. Und so unterstütze ich die Aktion, die dazu aufruft, keine Kunststofftüten mehr zu verwenden, was ich im Übrigen ja sowieso schon vermeide.
Das Ampelmännchen, so wie wir es hier kennen,  wurde 1961 von Karl Peglau entworfen. Waren in einigen Ländern vorerst Warnungen in Wortform angebracht, kamen später aus psychologischen Gründen die Sinnbilder zum Einsatz. In jedem Land sehen die Ampelmännchen übrigens anders aus.
 

Das kleine Täschchen nach einem abgeänderten Tildaschnitt lag schon seit Jahresbeginn auf meinem Nähtisch. Mehrfach habe ich den Versuch gewagt, aber ich bekam den Zipper einfach nicht in den Reißverschluß. So nahm ich ihn zu unserem monatlichen Treffen mit und im Handumdrehen wurde mir geholfen. Und so konnte ich das Täschchen einer baldigen Verwendung zuführen. Ich finde den Stoff so klasse.
 

Ebenfalls schon begonnen hatte ich die Vorarbeiten für zwei AMC, die im April mein Arbeitszimmer in Richtung Empfängerinnen verlassen werden. Hier waren die "Tops" schon fertig. Ich mußte nur noch die Wattierungen anbringen, ein wenig quilten und die Ränder nähen.

 
Schon seit längerer Zeit hat meine zweite Rotstickerei die Empfängerin erreicht. Diese wünschte sich Feen oder Elfen. Mir gefallen die Stickmuster von Ursula Schertz sehr gut und so wählte ich für den Tausch im Patchwork- und Quiltforum die Schnittlauchfee aus.
 

Für mich ist es eher nicht Schnittlauch, sondern es sind Traumfäden, die sie webt. Die Fäden sind auch nur mit einem Faden gestickt. Als kleine Erinnerung an unseren Tausch habe ich ein kleines Faltherz wie auf dem obersten Foto dazugelegt.
Bekommen habe ich eine weitere zauberhafte Frühlingsstickerei. Ist das kleine Häschen nicht supersüß? Und der kleine Charme ist ein liebevolle Aufmerksamkeit.


Momentan sticke ich wieder an mehreren kleinen Projekten, immer abwechselnd in verschiedenen Techniken - Rotstickerei, Kreuzstich und freies Sticken. 
 
Heute haben wir angegrillt. Das Wetter ist einfach zu schön. Im Garten selbst kann man noch nicht viel machen. Aber in der Sonne ist es sehr angenehm zu sitzen und der blaue Himmel einfach toll anzusehen. Ich hoffe, Ihr hattet auch ein schönes Wochenende und Ihr konntet Kraft für die neue Arbeitswoche tanken.  
 
Vielen Dank auch für die lieben Kommentare zu Hasenbach-Challenge und zum Provence-Quilt. ich freue mich immer über jeden Kommentar.
 
Bis zum nächsten Mal, Petruschka

04 März 2014

Eine Straße,

... die zum Fluß wurde- das wäre ein passender Name für die Geschichte um das kürzlich abgeschlossene  Gruppenprojekt der QuilThuerer. Schon im September hatte jede von uns ein Stück Stoff mit einem Steinmotiv bekommen.


Zudem ergingen die Vorgaben, diesen Steinstoff in der Breite von 6 cm einzusetzen. Oberhalb dieses Streifens durften 20 cm und unterhalb 10 cm mit einem beliebigen Muster gearbeitet werden. In der Breite sollten die fertigen Quilts ca. 48 cm breit werden. Am Ende sollten die Quilts eine durchgehende Straße ergeben.
Doch schon schnell stellte sich heraus, daß die Steine für die angepeilten Maße zu groß waren. Als Ersatz kam dann ein blauer Stoff zum Einsatz und statt einer Straßenlandschaft ging es dann um eine Flußlandschaft. Meine Gedanken gingen schon von Anfang an in Richtung Feldlandschaft, wie sie im Buch "Die Erde von oben gesehen" abgebildet sind.
 


Fotos vom Werdegang habe ich dieses Mal vergessen zu machen. So gibt es nur Fotos vom fertigen Quilt, der von Erinnerungen an zwei Aufenthalte in der Provence inspiriert ist. Beim ersten Treffen machte ich Arbeitsproben in der Chenilletechnik, weil ich mir vorstellen konnte, daß die verschiedenen Farben,  das Licht und der Schatten durch diese mehrere Lagen Stoff zum Tagen kämen. Aber das funktionierte nicht. Beim zweiten Treffen nähte ich eine Landschaft zusammen, wo oben schon das Lavendelfeld war, aber der untere Teil  mich aber letztendlich nicht überzeugte. Nach langem Grübeln hatte ich es dann: Auch unterhalb des Flusses muß  ein Lavendelfeld hin. Und der Flußlauf mittendrin. So sieht nun der fertige Quilt aus.

 
Unschwer zu erkennen sind die Lavendelfelder, die weit bis an den Horizont reichen. Und mittendrin fließt der kleine Fluß, der das Feld teilt. Ein einsamer Baum, eine kleine Grünfläche  und ein kleiner Busch ziehen den Blick auf sich und lenken ein wenig ab vom vielen Lila. Am Horizont strahlt der blaue Himmel. Es ist mitten im Sommer.
 
Zum ersten Mal habe ich einen Quilt komplett bis auf den allerletzten Quadratzentimeter gequiltet. Anregungen zum Quilten fand ich in diesem Buch.
 

Es bietet für alle Arten von Landschaften Vorschläge zum Quilten und jede Menge Augenfutter und Anleitungen für die herrlichsten Quilts. Und ich folgte den Vorschlägen, wie ihr auf den folgenden Detailbildern sehen könnt.
 
 

Für den Lavendel machte ich auf einem fliederfarbenen Stoff Bögen mit einem Verlaufsgarn, das vom einem leichten Rosaton zu einem dunkleren Lilaton in fließenden Übergängen wechselte. Die Gänge zwischen den Lavendelbüschen wurden in einem braunen Verlaufsgarn in geraden Linien gequiltet.
 

 
Für das Ufer färbte ich Mull mit Seidenmalfarbe ein, riß kleinere Stücke ab und quiltete sie mit einem grünen Verlaufsgarn auf. Der Fluß bekam einige Steine in den Lauf gelegt und dadurch ergeben sich kleinere Unregelmäßigkeiten im Wasserlauf, die durch das glänzende blaue Verlaufsgarn noch betont werden.  
 
Der grüne Stoff der Baumkrone wurde mit aufgefilzten grünen Fasern etwas plastischer. Auch hier kam dann ein grünes Verlaufsgarn zum Einsatz.
 
 
Auch wenn es keine Straße mehr wurde, sollte der Steinstoff in der Flußlandschaft eingesetzt werden. Bei mir wurde eine Mauer daraus, die das vordere Lavendelfeld vom Fluß abgrenzt. Hier wurden die Steinkonturen nachgequiltet, erst mit einem Multicolorfaden, dann mit einem schwarz-grauem Verlaufsgarn.
Bevor ich den Quilt verstürzte, habe ich mal die Rückseite fotografiert, zuerst den Lavendel, dann den Fluß mit ein wenig Uferbereich und einem Stein und dann den gesamten Quilt..
 

 

Wie Ihr Euch sicher denken könnt, mußte ich ziemlich oft den Unterfaden wechseln. Deshalb sind die Bereiche auch unterschiedlich hell - ich habe unterschiedliche Garne verwendet. Und nun noch einmal zum Vergleich der Quilt von vorn ;-).
 

Ich bin ganz zufrieden mit mir. Ich konnte meine Idee verwirklichen und, wenn auch ein wenig spät, habe ich nun eine Erinnerung an unsere Urlaube in der Provence.
 
Alle fertigen Quilts der QuilThuerer könnt Ihr auf unserem Blog sehen.
 
Und schon stand das nächste Thema, zu dem wir einen kleinen Workshop veranstalteten. Dazu muß ich sagen, daß bei der Wahl der Reihenfolge der Themen  dies bei mir an letzter Stelle stand: Zenquilting. ich bin nicht der Typ, der beim Telefonieren oder in langweiligen Sitzungen etwas kritzelt. In der Oberstufe habe ich Kunst abgewählt. Nicht weil ich besonders gut singen könnte. Nein, sondern weil ich noch viel schlechter zeichnen kann als schlecht singen ;-). Demzufolge tat ich mich ein bißchen schwer bei den Trockenübungen, die wir zunächst mit dem Stift vornahmen. Unsere Referentin aus den eigenen Reihen hatte ein wenig Material vorbereitet, so daß amn da spicken konnte. Doch dann ging es ans Nähen. Neun Stichwörter sollten dargestellt werden.  Begriffe wie Locken, Stille, Fieber, Sonne, Gras, Regen, Wellen, Liebe und Holz. Und das auf 5 cm x 5 cm. Ich überlasse es Euch, meine Interpretationen den Begriffen zuzuordnen.
 
 
 
 Zwei in meinen Augen etwas gelungenere Nadeleien will ein wenig deutlicher zeigen.
 
 

Nun haben wir die Hausaufgabe, einen  Gegenstand mit Flächen zu füllen. Da muß ich wohl erst meine Handgelenk kreisen lassen, um die nötige Lockerheit zu bekommen ;-)).
 
Habt es gut da draußen in der Bloggerwelt.
 
Petruschka

01 März 2014

Der Frühling

... naht und mit ihm die Gartenarbeit. Mit dem zweiten Block der diesjährigen Hasenbach-Challenge bei Cattinka bereite ich mich schon darauf vor ;-)). Die Blumentöpfe werden bereit gestellt und die Büsche verschnitten.

Für die Blumentöpfe habe ich wieder Quadrate vom Stoffabo verwendet. Der grüne Rasenstoff schien mir reichlich zu sein, aber es ist kein verwertbares Fitzelchen mehr über. Das war echt knapp. Ansonsten lief alles gut (dachte ich zumindest).  Vorher hatte ich kurz überlegt, den Teil mit der Schere wegzulassen. Das Reststück war groß genug dafür. Aber dann hätte der untere Teil so nackig ausgesehen.
Allerdings wäre mir dann ein kapitaler Fehler nicht passiert. Und zu allem Ärger habe ich ihn  erst nach dem Zusammennähen aller Teile bemerkt :-(.
 

Auf dem Foto, was ich Cattinka schickte, habe ich einfach ein zurechtgeschnittenes Teil aufgelegt. Doch so kann es ja nicht bleiben.  Auftrennen kommt auf keinen Fall in Frage. Nun werde ich wohl ein kleines Stück türkisen Stoffes applizieren (müssen).
 
Die Zusammenfassung der genähten Blöcke habe ich bei Cattinka schon gesehen. Wie immer gefällt mir die Bandbreite der Arbeiten enorm gut. Nachher werde ich noch einzelne Blogs aufsuchen und kommentieren.
 
Auf einen fertig gestellten Quilt will ich Euch noch neugierig machen. Dafür gibt es kleines Detailbild.

Soviel sei verraten: der Quilt entstand im Rahmen unserer Gruppe QuilThuer. Bei unserem heutigen Treffen wurden die fertigen gezeigt und ich habe sie fotografiert. Nun will ich noch den Post auf unserem Blog vorbereiten und dann zeige ich meinen auch hier.
 
Ich wünsche Euch allen einen schönen Samstagabend und einen noch schöneren Sonntag.
 
Petruschka

27 Februar 2014

Gegensätze

... ziehen sich ja bekanntlich an. Schwarz und Weiß, heiß und kalt, sauer und lustig, fröhlich und traurig, groß und klein - die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. "Gegensätze" hieß das erste Motto innerhalb eines Projektes, das "12 Künstlerinnen, 12 Herausforderungen, 12 Monate" heißt. Hier könnt Ihr mehr darüber erfahren und mehr davon sehen.
Meine erste Idee war ein Clown mit einem zweigeteilten Gesicht - einem fröhlichen und einem traurigen. Das alles sollte in Schwarz/Weiß gestaltet werden, um den Kontrast zu verstärken. Doch beim Durchblättern älterer Patchwork Professional Zeitschriften stieß ich auf einen faszinierenden Bericht über die Quilts der amerikanischen Artquilterin Kathleen Loomis. Zur Illustrierung ihrer Vorgehensweise und zum Nacharbeiten wurde auch ein Workshop angeboten. Ich suchte mir Stoffe und setzte mich an die Nähmaschine. In ein weißes und schwarzes rechteckiges Stoffstück habe ich in unregelmäßigen Abständen Schnitte gemacht und mit schmalen schwarzen und weißen oder bunten Streifen wieder zusammengenäht. Die beiden Probestücke sahen gar nicht so schlecht aus.
 
 
Aber mir gefiel nicht, wie ungleichmäßig groß die einzelnen Flächen geworden sind und vor allem störte mich auf der weißen Fläche der aus der Reihe tanzende blaue Streifen. Außerdem war die Fläche durch die vielen Schnitte sehr viel kleiner geworden, als ich sie wollte.
Und so entschloß ich mich, ein gerades Raster in Schwarz/Weiß zu arbeiten. Da ich noch schmale (1,5 cm Breite) farbige Streifen hatte, sollten sie eingearbeitet werden - in die schwarze Fläche ein gelber und in die weiße Fläche je ein roter, ein grüner und ein blauer Streifen. Und so sieht er aus, mein Quilt zum Thema "Gegensätze". Er ist im Übrigen 25,5 cm x 32,5 cm groß.
 
 
Der zuletzt eingesetzte und dadurch nicht unterbrochene gelbe Streifen im schwarzen Teil soll die Sonne symbolisieren, deren einzelner Strahl auch in die finstersten Ecken findet und dort Licht und Hoffnung verbreitet.
 
 
Die farbigen Streifen im weißen Teil versinnbildlichen Lebensfreude. Die Linien sind nicht ganz gerade, da sie in verschiedenen Stadien der Entstehung eingenäht wurden.
 
 
 Auf den Fotos kann man auch schon das Quilting erkennen. Ich hatte begonnen, senkrechte Linien zu quilten, habe aber ziemlich schnell gemerkt, daß das nicht gut aussieht. Die waagerecht gequilteten Linien unterstreichen das geometrisch anmutende Raster sehr gut.
 

Die schwarze Fläche habe ich mit schwarzem Garn und die weiße Fläche mit weißem Garn gequiltet. Interessant finde ich, daß die schwarzen Linien auf den weißen Streifen stärker hervortreten als die schwarzen Linien auf der weißen Fläche.
Auf der Rückseite hatte sich der Stoff ein wenig verschoben und dadurch entstand eine senkrecht verlaufende Falte. Doch die konnte ich durch das aufgebrachte Label gut kaschieren.
 

Es sieht aus, als ob rechts ein Teil fehlen würde.  Aber der weiße Rand wird durch das Fotografieren fast unsichtbar. Oben habe ich zwei kleine Ecken angebracht, wo ich dann den Quilt aufhängen kann. Denn anstelle eines großen sollen dann 12 kleine hängen. Wo genau, wird sich dann ergeben.


Denn wie der Projektname schon besagt, dauert es 12 Monate, gibt es jeden Monat ein neues Motto und arbeiten 12 Quilterinnen jeweils einen Quilt dazu. Wer mehr dazu erfahren und sehen will, hier habt Ihr die Gelegenheit dazu.

Für mich scheint der Februar, obwohl ja zwei bzw. drei Tage kürzer als alle anderen, ein äußerst fruchtbarer Monat zu sein, denn zwei weitere Herausforderungen wurden fristgerecht ;-)) gemeistert. Doch die Ergebnisse davon zeige ich in späteren Posts.

Petruschka