17 Oktober 2015

Rote und blaue Reste

... lagen gestern Abend, zu einem weiteren Freitag-Nacht-Nähen auf meinem Arbeitstisch und sollten zu neuen Dingen verarbeitet werden. Bei Wendy hatte ich mich angemeldet und gesehen, daß schon über 30 Näherinnen teilnehmen wollten. Doch bevor die Nähmaschine zum Einsatz kam, setzte ich die  Bestandteile einer weiteren Sunbonnet Sue zusammen. Das passierte nach dem Abendessen. Da zeigte die Uhr ca.20.00 Uhr.

 
Seitdem ich Applikationen mache, setze ich erst alle benötigten Teile zusammen, bevor ich die gesamte Figur auf einen Untergrund appliziere. Bei dieser Subonnet sind alle Teile erst geheftet und müssen noch miteinander verbunden werden. Ergänzt wird das Mädel noch durch eine Stickerei. Das wird an den nächsten Abenden passieren.
Gegen 21.00 Uhr nahm ich mir die roten Reste vor. Meine sind auf meist größer als die von Valomea, die in Plön ihrem Namen einer Scrapkönigin alle Ehre machte.  Nach einer guten Stunde sah es auf meinem Tisch so aus.
 
 
Ja genau, es sollte ein Schlamperle-Täschchen werden. Einen roten Endlosreißverschluß hatte ich kürzlich gekauft und lag, wo diese liegen sollten. Allein der Beutel mit den Zippern war nicht aufzufinden :-(. Aber die Lösung lag nahe. Aus einer Wühlkiste hatte ich mal kurze Reißverschlüsse für wenig Geld mitgenommen. Die Breite stimmte und so konnte ich das Täschchen fertigstellen.
 
 
Kurz vor 23.00 Uhr schnitt ich dann das Bodentuch zurecht. Für den Korpus nahm ich die gesamte Breite von 59 cm. Die Höhe des beabsichtigen fertigen Teils liegt bei 15 cm. Nun wurde alles mit verschieden breiten blauen Resten benäht.
 
 
Dafür brauchte ich knapp anderthalb Stunden. Abwechselnd setzte ich breitere Musterstreifen mit  kleinteiligeren Streifen zusammen. Letztere sind schon ziemlich zeitraubend. Nach dem Aufräumen und dem Fotografieren war es kurz vor 1.00 Uhr. Ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich geschafft habe.
 
 
Das blaue Teil  ist noch nicht fertig. Daran werde ich heute und/oder morgen noch arbeiten. Was es wohl wird? Laßt Euch überraschen.
 
Petruschka

16 Oktober 2015

Bevor ich

... weitere Vorbereitungen für das Freitag-Nacht-Nähen bei Wendy treffe, will ich noch den monatlichen AMC Tausch mit Klaudia zu Ländertypischem zu Papier bringen. Mittlerweile sind wir beim I angelangt und da hatten wir doch ein größere Auswahl als beim H, nämlich Indien, Irak, Iran, Indonesien oder Israel. Zwei fehlen  noch - für die haben Klaudia und ich uns entschieden.
Ich mußte ja schon zeitig eine Wahl treffen, denn nach Plön sollte es ja direkt nach Berlin gehen, wo   Nähzeit nicht eingeplant war. Also habe ich meine Materialien zusammengesucht und vor Ort die AMC genäht, was auch von den anwesenden Näherinnen mit Interesse verfolgt wurde. Ich hatte mich für Italien entschieden und ganz puristisch eine klassische Pizza Margherita mit Mozzarella, Tomaten und Basilikum sowie eine Flasche Chianti appliziert.
 
 
Ich mag lieber mehr Belag auf einer Pizza: Gorgonzola, Rucola, Käse, Pilze, Artischocken, Paprika, Oliven ... - Hauptsache vegetarisch ;-). Wenn ich an alles Handwerkliche gedacht hatte, so fehlten doch ein Briefumschlag und die Briefmarke. Doch zum Glück war in Berlin die Post gleich ums Eck und so kam die AMC auch pünktlich an.
Klaudia hat sich die wilden, unberührten Küstenlandschaften Irlands zum Vorbild genommen. Diese hat sie in Konfettitechnik gearbeitet.
 
 
Da bekommt man doch gleich Lust, auf die grüne Insel zu reisen. Die Ursprünglichkeit und Rauheit der Landschaft müssen faszinierend sein. Allerdings liest man viel von Regenwetter ...
 
Mittwoch war Rückreisetag aus Berlin. Am Morgen hatte der Mann angerufen, um uns mitzuteilen, daß in Thüringen Schnee läge und wir uns doch Zeit lassen sollten. Wir hatten ja noch Sommerreifen drauf ... Zum Glück sind wir problemlos nach Hause gekommen. So sah es dann am späten Nachmittag auf der Wiese hinter dem Haus aus.
 
 
Die Blumenkästen sind noch bepflanzt und die Laubbäume tragen noch ihr Blätterkleid, wie man es auf dem folgenden Foto bei der Birke sieht.
 
 
Heute schon ist der Spuk vorbei. Allerdings ist es den ganzen Tag nicht hell geworden und es regnet ganz fein - also beste Voraussetzungen, das Wochenende hinter der Nähmaschine zu verbringen. Von Zeit zu Zeit werde ich wohl die vielen Post lesen, die ich während meiner Abwesenheit verpaßt habe. Einige der Plönfahrer haben ja auch gepostet. Über meine Nähergebnisse gibt es dann später zu lesen. Jetzt  geht es an die Vorbereitungen zum Freitag-Nacht-Nähen. Bereitgelegt sind Reste in Rot ...


 und Blau (oh ja, da gibt es noch seeehr viele Reste) ...

 
 sowie dieses hier.
 
 
Es ist das erste Mal, daß ich damit arbeite. Mal sehen, wie ich damit zurecht komme. Ich werde berichten. Allen, die heute Nacht nähen, wünsche ich viel Spaß und langes Durchhaltevermögen.
 
Petruschka

06 Oktober 2015

Vielen Dank

... für die vielen Kommentare zu meinem "Gartenglück". Wenn ich mein Arbeitszimmer verlasse, fällt mein Blick auf ihn und er erfreut mich jedes Mal aufs Neue, wie auch die anderen kleinen Arbeiten. Denn ich habe meine kleine Galerie  wieder einmal umdekoriert. Bei Gelegenheit werde ich mal ein paar Bilder machen.
Nach Vollendung des Hasenbach-Quilts habe ich mich der Vollendung des zweiten Kleinquilts zum Thema  "Farben und Linien", was ja ein Projekt der QuilThuerer ist, gewidmet. Das bisherige Top war mir nicht spannend genug. Nach Meinung meines Kunstkollegen fehlten schwarze und weiße Elemente. Die beiden Nichtfarben durften ja mit verwendet werden. Und so machte ich Fenster. Eines wurde unten links eingesetzt ...
 
 
und das andere kam in die rechte obere Ecke.
 

Sie sind verschieden groß. Beide wurden mit der Paspeltechnik eingearbeitet. Für das Hineinziehen habe ich schwarzen Stoff genommen, wodurch ein Schatteneffekt erzielt wurde. Beim kleineren Fenster ist beim Festnähen eine kleine Falte entstanden und der violette Streifen hat sich ein wenig verzogen. Das liegt zum Teil daran, daß das Fenster so nah am Rand eingesetzt ist.  Da habe ich das Format wohl zu zeitig verkleinert.
 
 
Der Kleinquilt mißt 45 cm x 37 cm. Gequiltet habe ich im Wesentlichen um die eingesetzten Fenster. In der Mitte kreuzen sich die Quiltlinien. 
 
 
Auch hier sind wieder Reste übrig geblieben, die ich umgehend zu AMC verarbeitete. Naja, ein wenig hat es schon gedauert, denn ich habe auch ein wenig gestickt.
Bei der ersten habe ich noch Streifen ergänzt sowie  rechts und links einen braunen Streifen angesetzt. Diese Streifen habe ich dann in Linien gequiltet. Und da mir die Grundstimmung herbstlich erschien, habe ich aus den Weiten meiner Klebeapplikationskiste auch ein paar herbstliche Motive gefunden. Blätter und Blumen sowie ein weiterer Kürbis wurden freihand gequiltet.
 
 
Für die zweite und auch die dritte AMC habe ich die bunten Streifen mit einem Teppichschnitt mit den Randstreifen verbunden. Die Schnittkanten bekamen eine Blätterzierstich. Bei der einen  habe ich mit einfachen Stichen und einem Knötchenstich am Ende kleine Blüten gestickt. Die Blätter und der Schmetterling sind wieder mit Vliesofix appliziert und freihand aufgenäht. Die untere Kante bekam noch eine kleine Wiese mit Blümchen.
 
 
Bei der dritten AMC habe ich neben den Schnittkanten zwei weitere Ziernähte mit Blättern aufgenäht. Ein Schmetterling und Gräser vervollständigen die Szenerie.
 
 
In den Kisten für die AMC-Produktion fand ich ein kleines Fenster von einer früheren Arbeit. Das wurde gleich zu einem weiteren Twinchy verarbeitet.
 
 
Nun ist es nicht so, daß ich alle Stoffe für den zweiten Quilt verbraucht hätte. Am Sonnabend, bei unserem monatlichen Treffen der QuilThuerer wurde die Idee eines dritten Kleinquilts laut (die kam nicht von mir). Mal sehen, was sich da machen läßt.
Bis auf zwei waren alle Nähschwestern, zum Teil  mit Männern,  in Sainte-Marie-aux-Mines. Ich konnte leider auch nicht mitfahren - der Unterricht ging nicht zu verlegen bzw. vorzuholen. Dort wurde dann beraten, was als nächstes dran wäre. Sie waren alle von der hohen Kunst des freien Quiltens angetan und wollen nun ihre Meisterschaft auf diesem Gebiet vervollkommnen. Und so soll aus einem Blumenmotiv die Quiltlinien fortgeführt werden.
 

Dazu kam ein kleines Motiv in die Mitte und zwei unterschiedlich farbige Ränder wurden um das Motiv genäht.  Die Linien des Blumenmusters sollen nun fortgeführt und erweitert werden.
 

Soweit bin ich erst einmal gekommen. Mit weißem Buntstift habe ich mir Linien vorgezeichnet. In den hellen Rand sollen nun großflächigere Muster kommen. Das wird eine wirkliche Herausforderung für mich, denn mir fehlt erstens Phantasie und zweitens die Lockerheit beim Quilten. Aber man muß sich ja Ziele setzen.
Und nun setze ich mich noch für zwei, drei Stunden an meine blauen Quadrate, die am Ende einen neuen Quilt ergeben sollen. Wahrscheinlich werden sie mit mir die Reise nach Plön antreten.  Morgen heißt es dann Tasche(n) packen, denn ich reise schon ganz entspannt am Donnerstag an. Vielleicht reicht es sogar zu einem Abstecher nach Lübeck. Ich freue mich schon sehr, all die Frauen kennenzulernen, von denen man bislang nur den Blognamen kennt. Bis dann und gute Reise!
 
Petruschka

30 September 2015

Geschafft

... ist nun auch der zweite Quilt nach Motiven von Claudia Hasenbach. Zwölf Blöcke mit verschieden aufwändigen Gartenmotiven habe ich genäht und seit letztem Sonntag ist er fertig ;-))). Hier ist also mein "Gartenglück".
 

Und wo anders als in unserem eigenem Garten sollte  ich ihn fotografieren. Die einzelnen Blöcke gibt es auch zu sehen, immer in Abwechslung mit dem Quilt in einem herbstlichen Stillleben in unserem Garten. Also, es gibt jede Menge Fotos. Überlegt also, ob Ihr so viel Zeit habt, zu schauen und zu lesen.
 

 
 
Gut, die Bank steht nicht in unserem Garten - wir haben gar keine. Bei uns gibt es nur Stühle. Aber in Weimar im Weimarhallenpark, der nahe der Schule ist (quasi ums Eck), konnte ich den Quilt auf einer weißen Bank aufs Bild bannen.
 

Unsere Astern (vor den Blumentöpfen) stecken noch in den Startlöchern fest. Vor dem Igel erlebt der Ritterspron seine zweite Blüte.
  


Wir haben, von der Rabatte und eine paar Blumensträuchern abgesehen,  einen reinen Nutzgarten. Schmucke Blumentöpfe mit großen Blumen wird man bei uns eher nicht finden. Denn diese muß man immer gießen und wenn wir im Urlaub sind, ist keiner da, der das erledigt. Die Schildkröte ist ein Mitbringsel aus einem Urlaub in der Toskana 2002. Sie wird meist mit Kräutern bepflanzt.
 


Aus eben benannten Grund gibt es auch keine Buchsbäume in Blumentöpfen.  Aber der Hibiskus in seinem Blütenkleid gibt auch ein schönes Bild ab.
  
 

Das Wasser beziehen die Gärten aus einem nahegelegenen Teich. An heißen Tagen ist also großes Gießkanne schleppen angesagt. Bei unseren Beeten braucht es aber schon mehrere.
 



Beim Igelmotiv waren die Blumen ähnlich aufwändig zu nähen wie bei den Astern. Das habe ich mir zu der Zeit erspart. Mittels Quilten und einigen Knötchenstichen haben die Blumen nun auch so etwas wie Form bekommen.




Naja, Löwenzahn sieht der Gärtner eher nicht so gern. Und da der Rasen ziemlich kurz ist, gibt es auch keinen zu sehen. Deshalb ein kleiner Blick auf mein (zugewachsenes) Steingartenbeet.



Im Frühjahr hüpfen die Amseln durch den Garten auf der Suche nach Materialien für ihr Nest. Die gibt es im Herbst natürlich nicht mehr. Aber vielleicht finden sie im nächsten Frühjahr noch abgestorbene Reste der Dahlien?
 



Ein Schmetterling kam mir gestern auch vor die Linse, aber ehe ich ausgepackt hatte ... Im Frühjahr hatte ich das Top am Zwetschgenbaum hängend fotografiert. Nun sind sie alle abgeerntet, der Baum verschnitten und aus dem Top ein Quilt geworden..



Die ausgesäten Sonnenblumensamen sind nicht aufgegangen. Da muß ich die des Nachbarn  auf das Foto bannen.



Nein, auch Stiefmütterchen habe ich im Moment nicht. Die Pflanzen sind auf dem Kompost gelandet, natürlich standesgemäß mit der Schubkarre transportiert. Im Hintergrund wächst übrigens munter der Meerrettich vor sich hin.


 
Im Winter werden natürlich die Vögel von uns versorgt. Doch bis es soweit ist, übersommert (ich erfinde das Wort jetzt mal eben) das Vogelhaus in der Laube und wurde eigens für das Foto auf der Regentonne abgestellt.


 Die Rückseite stammt von einem Bettlaken aus dem Fundus meiner Schwiegereltern. Das Binding ist aus einem fein weiß-grün gestreiften Stoff gemacht.
 

Wir bewirtschaften den Garten schon seit über 20 Jahren. Es gibt auch ein tolles Klettergerüst. Das stammt noch von unseren Vorgängern und wurde nicht nur von unseren Kindern genutzt.
 
 
Das Klettergerüst kann ich von unserem Balkon aus sehen. Das heißt, wir können schnell mal noch etwas Frisches holen.
Eigentlich wollte ich meinen fertigen Quilt in Weimar fotografieren. Dann aber fand ich es besser, das "Gartenglück" auch im eigenen Garten zu fotografieren. Dennoch will ich Euch die Fotos aus dem Park nicht vorenthalten. Ich saß dann noch auf einer Bank und habe das wunderbare Wetter zum beim Lesen genossen.
 



So, nun habt Ihr es geschafft. Glückwunsch, wenn Ihr bis hierher durchgehalten habt.
Nun steht das nächste Top vor der Vollendung. Die Linien warten auf das Quilten. Dazu dann bald mehr.
 
Eure überglückliche Peruschka