... sang einst Charles Trénet. Die Fima Bohin hatte im vergangenen Jahr einen internationalen Wettbewerb zum Thema "La France" ausgeschrieben. Einzureichen waren die Quilts bis zum 30. November. Allerdings habe ich erst im August so richtig Kenntnis davon genommen. Eine Teilnahme war bei meiner Frankreichaffinität einfach ein Muß. Und wie ich ja schon vor einiger Zeit verkündet hatte - mein Quilt wurde angenommen.Und so sieht er aus.
Das ins Auge fallende Haupmotiv ist natürlich der Mime, eine Referenz an Marcel Marceau. Mit Baskenmütze, Halstuch und gestreiftem Pulli trägt er auch typische Mimenkleidung.
Er legt Daumen und Zeigefinger aneinander, um zu zeigen, daß alles in Ordnung ist und scheint uns sein "Bonjour, Messieurs Dames" zuzurufen.
Er steht vor einem Café, das anders als deutsche Cafés weniger Kaffe, Kuchen oder Tee als eher kleine warme Gerichte anbietet und am frühen Abend als Treffpunkt für den kleinen Apéro dient.
Natürlich ist das Café geöffnet, was durch das Schild noch hervorgehoben wird.
Schicke Bistrogardinen schmücken die Fenster. Beim Pulli habe ich die blauen Streifen auf den weißen Untergrund mit losen Kanten aufgebügelt und dann aufgenäht. Ein erster Versuch, blaue und weiße Streifen zusammenzunähen, schlug fehl. Der gesamte Körper ist dann mit unsichtbaren Stichen appliziert wurden und mit einem Quiltstich umrandet.
Vor dem Café warten die typischen Metallstühle auf willige Besucher. Alle Stiche sind mit weißem Perlgarn in einem einfachen Vorstich gestickt. Ich hätte eine andere Farbe wählen sollen, denn das Weiß hebt sich nicht sehr ab. Aber als ich das erkannte, hatte ich schon zu viel geschafft und die Zeit wurde knapp.
Weniger typisch sind die kleinen Blumenbeete - ich habe sie eingefügt, damit mir der Stoff nicht "herunterrutscht".
Nicht ganz so offensichtlich sind das Secheck, die grünen Stoffteile und die blauen sowie braunen Eckteile. Allesamt bergen sie Botschaften in sich, die für mich genauso Frankreich sind wie das Blau-Weiß-Rot.
Wenn man die Umrisse Frankreichs grafisch vereinfacht, kann man gut ein Sechseck erkennen - eben ein Hexagon, weswegen man von Frankreich auch mal als "l'Hexagone" spricht. Die grünen Flächen stehen für die wechselnden Landschaften. Und Frankreich ist das wichtigste Agrarland Europas.
Natürliche Grenzen sind im Osten die Vogesen, der Jura und die Alpen. Dafür stehen die braunen Stoffe und die verschieden hoch gestickten Berge mit Schneegipfeln.
Im Westen toben der Atlantik, der Ärmelkanal und die Nordsee, dargestellt durch Wellen.
Der Quilt ist umrandet mit einem blau-weiß-roten Binding.
Zwischendurch war ich immer mal am Zweifeln, ob das alles so gut wird. Ich war nicht mehr überzeugt von der Motivwahl, der Umsetzung, dem Endprodukt. Aber er wurde angenommen, da kann er so schlecht nicht gewesen sein.
Nun, Nana, ist deine Neugier wohl gestillt ;-). Aber aus den bereits genannten Gründen muß ein längerer Post gut überlegt sein, denn er nimmt viel Zeit weg. Meine Nähmaschine sieht mich momentan eher nicht. Eine AMC ist noch fertigzustellen. Und in den wenigen Minuten, die noch bleiben, lese ich oder stricke. Aber das ist hoffentlich nur vorübergehend. Nun, wo ich das Foto unter einem anderem Format gespeichert habe, will ich noch einmal die AMC für meine Mutti zeigen.
Danke auch für die Wünsche an meine Tochter. Im Finale konnte sie einen 3:0 Vorsprung nicht halten und hat buchstäblich in der letzten Sekunde das 3:4 kassiert. Glücklich war sie damit natürlich nicht, aber da andere Starter aus Weimar auch verloren, war die Enttäuschung nicht so arg. Aber nun heißt es nach vorne schauen, denn schon bald sind die deutschen Meisterschaften.
Doch nun wartet noch das Packen auf mich. Schulsachen, Laptop und ein wenig Handarbeiten müssen außer den übliche Sachen mit. Vielleicht ist uns das Wetter besser gewogen und wir können einige Stunden draußen verbringen.
Laßt es Euch gut gehen.
Petruschka