... Petruschka probierte Papiernähen ;-)). Im vergangenen Jahr habe ich mich im Rahmen der Hasenbach-Challenge, initiiert von
Cattinka, neun Mal am Nähen auf Papier versucht. Und bevor das alte Jahr zu Ende ging, war er fertig, mein erster Quilt in PPP-Technik.
Oh, was habe ich am Anfang getrennt und dabei meinen Leichtsinn verflucht. Nicht, daß ich im September nicht mehr getrennt hätte, aber nur noch selten ;-). Neun Himmel-Blöcke habe ich genäht. Sie ruhten dann, denn ich war mir nicht im Klaren darüber, wie ich so unterschiedliche, zum Teil sehr farbenfrohe, Teile miteinander verarbeiten sollte. Meine Nähschwestern von den
QuilThuerern schlugen nun vor, jeden Block als einzelnen Quilt zu arbeiten und als verbindendes Element denselben Stoff für das Binding zu nehmen.
Am 27.Dezember begann ich am Abend mit dem Quilten. Für die 22cm x 22 cm großen Blöcke brauchte ich im Schnitt ca. 45 Minuten. So nach und nach habe ich gequiltet und auch mal zwischendurch ein Binding angenäht. Am Sonntag habe ich dann fast alle Rückseiten nacheinander mit der Hand angenäht. Dafür brauchte ich im Schnitt auch je ca.45 Minuten. Zwei aufgenommene Folgen von "Pfarrer Braun" bildeten den akustischen Hintergrund. Ich sage nur eins: meine armen Finger! Am Montag waren dann auch die letzten beiden kleinen Quilts geschafft. Bei 9 x 88 cm sind das ca. 8 Meter Binding, fast so wie bei einem großen Bettquilt! Nun mußte ich nur noch die kleinen Quilts mit Holzperlen miteinander verbinden und schon war der Quilt fertig. Schnell noch Fotos gemacht und an
Cattinka gemailt. Und gestern schon konnte er auf ihrem Blog bewundert werden.
Ich habe von jedem Block zwei Fotos gemacht, eins vom ganzen Block und ein Detailfoto. Das werden jetzt also ein wenig mehr Bilder und noch mehr Text ;-).
Regen beherrscht den ersten Block. "Es fällt immer wieder Wasser auf die Stadt", fiel mir dazu ein oder habe ich sogar das Lied von Adel Tawil dazu gehört? Ich mag seine neue CD übrigens sehr.
Gequiltet habe ich den Regen, wie er in Bindfäden fällt und die Luftbewegungen. Die Wolken habe ich nur im Umriß gequiltet, dadurch werden sie plastisch hervorgehoben. Im unteren Bereich habe ich nur sparsam einige Feldlinien nachgezogen.
Der Regenbogen war der einfachste Block, denn er bestand nur aus dem einen Teil. Ich mag diesen Block sehr. Durch seine Farbigkeit wirkt er so strahlend.
Im unteren Bereich habe ich wiederum nur einige Linien hervorgehoben. Der Regenbogen wiederum wurde an den äußeren Rändern nachgequiltet und dann weitere Echolinien oberhalb und unterhalb gearbeitet.
Der kleine Vollmondquilt sieht so romantisch aus durch den hell scheinenden Mond. Hier wurden die Bäume herausgearbeitet und natürlich ...
... der Mond. Er bekam seinen goldenen Schein durch die Verwendung von goldenem Garn. Und schade, daß Ihr das nicht sehen könnt - der Mond steht schön plastisch hervor.
Der sonnige Tag erweckt die Sehnsucht nach Wärme und Urlaub. Der Wasserstoff wurde nur sanft gequiltet, indem ich die "Wellenbewegungen" mitging.
Natürlich mußten es Sonnenstrahlen sein, die ich ebenfalls mit dem goldenen Garn gearbeitet habe.
Schnee sollte laut Jahreszeit jetzt liegen. Macht er aber nicht. Begnügen wir uns mit dem Schnee auf dem Quilt. Auch hier habe ich die Schneewolke nur in den Umrissen gequiltet und den restlichen Himmel dicht, sodaß auch sie schön plastisch hervorsteht. Auf dem folgenden Bild habe ich versucht, diesen Effekt einzufangen.
Gequiltet habe ich die Eisfläche, auf der die Spuren der Eisläufer zu sehen sind. In den Grünflächen sind die Umrisse der Nadelbäume am Uferrand angedeutet. Der einsame schneebedeckte Baum tritt wieder deutlich hervor.
Ist das nicht ein grandioser Sonnenuntergang? Zugegeben, er lebt natürlich von dem herrlichen Stoff. Der obere Teil ist wieder sparsam gequiltet. Die Verlängerungen der Sonnenstrahlen und jeweils die Mitten zwischen diesen sind mit einem buntem Verlaufsgarn hervorgehoben.
Dicht gequiltete Linien in jeweils bunten Verlaufsgarnen machen den unteren Teil ganz platt.
Das Gewitter hatte ich mir mit dem Nähen bis zum Schluß aufgehoben, das waren so viele winzige Teile. Trotz bis dahin schon erworbener Erfahrungen hatte ich doch Respekt davor. Die Gewitterwolke und die Blitze blieben unangetastet und heben sich dick vom Rest ab.
Denn flächendeckend und ziemlich dicht setzte ich die Quiltlinien im Himmelteil, um die bedrohliche Situation hervorzuheben.
Der Sonnenaufgang ist so schön kitschig mit dem vielen Rosa und den Blümchenstoffen. Die Sonne wird durch die vielen Halbkreise nur angedeutet, noch ist sie nicht aufgegangen.
Die vielen rosa-, blau- und gelbfarbenen Blüten wurden mit glänzenden Garnen betont. Einige Bäume bekamen noch Äste hineingequiltet.
In einer klaren Sternennacht kann man natürlich viele Sterne bewundern. Leider kenne ich mich mit Sternbildern überhaupt nicht aus.
Die Sterne und der Mond bekamen Umrisse. Die verbleibenden Flächen wurden mit unregelmäßigen runden Linien gefüllt.
Und zum Schluß noch einmal der ganze Quilt.
Und nun steht auch fest, daß ich auch in diesem Jahr an der Hasenbach-Challenge teilnehmen werde. Denn heute Nachmittag habe ich die neuen Vorlagen geschickt bekommen und könnte gleich anfangen ;-)). Welches Thema ich mir dieses Mal gewählt habe ? Spätestens Ende Januar, wenn ich den ersten Block fertig haben muß, werdet Ihr es wissen.
Ich hoffe, Ihr seid alle gut in das neue Jahr gerutscht. auf dem einen und anderen Blog liest man von Vorsätzen und Nichtvorsätzen. Ich nehme es, wie es kommt.
So und nun gönne ich mir eine kleine Laptoppause. So ein langer Post dauert immer ewig zum Eintippen und Bearbeiten. Meine Schultern sind schon ganz verspannt.
Allen, die morgen wieder auf Arbeit müssen, wünsche ich, daß sie die Ruhe der Feiertage mitnehmen können und entspannt in die Restwoche starten.
Und falls Ihr Interesse an meiner Verlosung zum dritten Bloggeburtstag habt, einen Post drunter findet Ihr alles Wichtige ;-).
Petruschka