10 Juni 2014

Schnell genäht

... waren Blöcke drei und vier des Tula Pink City Samplers. Ich glaube, die Suche nach dem passenden Stoff für das Mittelteil von Block 3 und das Zuschneiden der benötigten Teile für beide Blöcke haben mindestens genauso lange gedauert.
 

Für das Mittelteil und die Eckquadrate konnte ich mal wieder erfolgreich Quadrate aus dem Stoffabo verwenden.
 
 

So ein schönes Motiv wie im Original konnte ich  unter den Tausenden Quadraten leider nicht finden.

Und beide Blöcke noch einmal zusammen.


Tula Pink überläßt es ja jeder Näherin selbst, wie sie ihren Block bezeichnen möchte. Bei einigen Teilnehmerinnen  habe ich auch schon Namen gelesen. Ich bin noch unschlüssig, ob ich mir auch Namen überlegen sollte. Zum Blau, welches ich ja für die ersten Themenblöcke verwenden will, würden ja Namen von Seen oder Flüssen passen. Na, bis zur nächsten Woche sollte ich zu einer Entscheidung gelangt sein.
Und falls eine freundliche Seele mir mal sagen kann, wie ich auf meinen Fotos bei flickr einen Namen draufsetzen kann, wäre mir sehr geholfen. (Ich technisches Ungenie krieg das nicht hin bzw. kapiere nicht, wie das funktioniert.)
 
Damit wäre ich auch schon wieder durch mit dem heutigen Post. Nach dem letzten, sehr langen Post, sehr erholsam ;-)). Es ist aber nicht so, daß es nichts Anderes zu sehen gäbe. Allerdings muß ich erst einmal sortieren und bearbeiten, was es noch Sehenswertes gibt.
 
Petruschka

07 Juni 2014

Wenn ich nur nicht

... ein bißchen lieber lesen würde als nähen, hätte es schon früher einen neuen Post von mir gegeben. Doch wenn mich ein oder wie diese Woche mehrere Bücher faszinieren, muß ich die erst auslesen, bevor ich andere Hobbys bediene. Welche Bücher mich so fasziniert haben? Dazu in einem späteren Post. Heute soll es um eine Reise und ein neues Näh-Projekt gehen.
Freitag vor einer Woche besichtigten mein Mann und ich Worms, währenddessen das Kind harte Trainingseinheiten hinter sich bringen mußte. Natürlich sind wir gleich zum Dom, an dem ein Turm eingerüstet und eingehüllt ist.
 
 
 
 
An einem Modell, das im Inneren ausgestellt ist, kann man erkennen, daß heute nur ein geringer Teil der ehemaligen Anlage steht.
 

Fasziniert war ich vom barocken Prunk des Hochaltars, der von Balthasar Neumann gestaltet wurde.
 
 
Und am Ausgang "begrüßte" uns huldvoll eine Statue des Bischofes Burchhard, der den Erstbau während seiner Amtszeit als Stadtherr von Worms (1000 bis 1025) in Auftrag gegeben hatte.
 
 
Unweit vom Dom steht die Dreifaltigkeitskirche, die durch ihre Schlichtheit einen krassen Kontrast zum Dom bietet.
 
 
Zuvor passierten wir noch den Siegfriedbrunnen, auf dem der junge Held der Nibelungensage voller Triumpf seinen Fuß auf den getöteten Drachen setzt.
 
 
Worms ist die Stadt der Nibelungen. Allenthalben stößt man auf Elemente dieses mittelalterlichen Liedes, das 2009 zum Weltdokumentenerbe erklärt wurde. So gibt es unter anderem die Siegfriedstraße, die Hagenstraße, einen Nibelungenbrunnen, das Nibelungenmuseum und einen Nibelungenturm. Alljährlich werden Nibelungenfestspiele vorm Dom veranstaltet. Am Rhein, der hier übrigens die Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz darstellt, steht auch ein Hagendenkmal. Laut der Sage soll er ja Siegfried getötet und den sagenhaften Schatz im Rhein versenkt haben.
Interessant fand ich die Sternzeichenuhr  am Rathaus, deren Uhrzeit man allerdings nicht vertrauen sollte (untere Uhr). Nur gut, daß eine zweite (obere) Uhr zeigte, was die Stunde geschlagen hat.
 
 
 Beim Rundgang durch die Stadt sahen wir auch einen alten Teil der Stadtmauer aus dem 14./15 Jahrhundert, wo ein Schild den Weg zum Nibelungenmuseum wies. Allerdings haben wir es nicht besucht.
 
 
 Immer wieder stießen wir auch auf Spuren von Luthers Wirken. Er mußte sich ja auf dem Reichstag von Worms 1521 für seine Kirchenkritik rechtfertigen. In Folge des Reichstages wurde über ihn die Reichsacht verhangen. Auf dem Denkmal am Lutherplatz, umgeben von Statuen seiner Weggefährten, steht unter seiner Statue: "Hier stehe ich. Gott helfe mir. Ich kann nicht anders." Historisch verbürgt ist dieser Ausdruck aber nicht.
 
Natürlich sind wir noch zum Rheinufer gefahren. Worms ist übrigens die älteste Stadt am Rhein.
 

Grünende Platanen ließen erahnen, wie schön es sich im Sommer im Schatten spazieren ließe. Am Hagendenkmal vorbei, wo gerade ein Gruppe französischer Touristen einen Vortrag erhielten, sind wir zum Nibelungenturm und der Nibelungenbrücke, die ja aus zwei einzelnen Brücken besteht.


 


Am Rhein gibt eine Rheingütestation. Auf einer Tafel findet man verschiedene Meßwerte wie den Sauerstoffgehalt, den pH-Wert und die Fließgeschwindigkeit des Rheins. Interessanterweise waren die Werte für die beiden Seiten unterschiedlich.
 
 
Beim Vorbeigehen wirkte das Gebäude unterhalb der Nibelungenbrücke verlassen. Meine Bemerkung, daß die Angestellten wohl einen Brückentag ( nach Himmelfahrt) hätten, sorgte bei meinem Mann und mir für einen kurzen Heiterkeitsausbruch.
 
Am Sonnabend bin ich allein nach Heidelberg gefahren. Den Fotoapparat hatte ich leider in der Pension gelassen. Deshalb gibt es keine Fotos von der Stadt. Aber ich habe natürlich etwas mitgebracht. Schon im vergangenen Jahr war ich vom Spezialitätengeschäft "L'épicerie" begeistert. Dort werden verschiedene Salze, Öle, Gewürze und vor allem hochwertige Schokolade angeboten. Nach etwas längerem Suchen (ich habe die falsche Richtung eingeschlagen) habe ich das Geschäft dann doch gefunden. Die Schokolade ist schon vernascht und das Schokoladensalz umgefüllt.  Da im Französischunterricht der Klasse 11  momentan das Thema Schokolade behandelt wird, war ich auf der Suche nach Kakaobohnen. Die Verkäuferin holte auf Nachfragen drei Bohnen aus dem Lager.
 
 
Ein wunderbarer Duft entsteigt den Bohnen. Schade, daß es kein Geruchsinternet gibt. 
 
Ein erster Anlaufpunkt war allerdings das Nähzentrum, das ich erst nach längerem Suchen fand, weil ...,ja weil ich in die falsche Richtung gelaufen bin. Motivknöpfe, etwas Garn und auch Stoff fanden den Weg in meinen Korb. Bei den Büchern dann dies:
 

Und es kam, wie es kommen mußte - ich nahm es mit, um mit vielen anderen zusammen den Sampler zu nähen.
Auch dieses Mal hat mir Heidelberg gut gefallen; das Wetter tat sein Übriges. Am frühen Nachmittag bin dann wieder zurückgefahren, denn die Finalkämpfe sollten ab 17.00 Uhr stattfinden. Und wie im vergangenen Jahr ist die Tochter Zweite geworden, hinter der Schweizerin, welche das Tochterkind  im vergangenen Jahr schon besiegt hatte und gegen welche sie zur EM im Kampf um den dritten Platz verloren hatte. Ein  bißchen enttäuscht war sie schon, aber der Ehrgeiz, es der Schweizerin endlich mal zu zeigen, noch da.
 
Kurzentschossen kaufte ich also das Buch von Tula Pink, um die modernen Blöcke nach einem straffen Zeitplan zu nähen.  Stoffe will ich vorwiegend aus meinem eigenen Fundus nehmen, da ja immer nur kleinere Mengen gebraucht werden. Die einzelnen Themen werde ich jeweils in einer Farbgruppe nähen - so ist der Plan. Am Donnerstag erst kam ich zum Nähen. Ausgesucht und zugeschnitten hatte ich die Stoffe an den Abenden zuvor. Und so sehen sie also aus:
 
 
 

Genäht sind die kleinen Blöcke ja schnell. Am längsten hat wieder das Zuschneiden gedauert. Denn ich nähe in Zentimeter cm Nahtzugabe mit 0,75 und so zeichne ich mir alle Blöcke auf, um dann die korrekten Maße zu haben. Etwas umständlich, ja - aber so mag ich es eben lieber.

Nun müssen ja schon die nächsten Blöcke vorbereitet werden. Das werde ich gleich anschließend tun. Draußen ist es sehr, sehr heiß und da Mann und Kind unterwegs sind (dieses Mal zu getrennten Veranstaltungen), nutze ich die Zeit eben zum Nähen ;-)).
 
Ich wünsche Euch ein schönes Pfingstfest.
 
Petruschka

29 Mai 2014

Rundungen nähen

... ist für mich ein kleines Trauma, das ich vor ca. acht Jahren erlitt. Seitdem habe ich es vermieden, kleine und große Rundungen zu nähen. Lieber habe ich Kreise oder andere Rundungen appliziert. Und so war auch das meine Idee für das Mai-Thema dieses Projektes, welches da lautete: Es geht rund. Da fiel mir zuerst ein eher männliches Thema ein: Fußball. Dann natürlich dachte ich an Kreise in verschiedenen Farben - die wollte ich applizieren. Allerdings fand ich das als Lösung zu einfach. Für eine Muschel hatte ich schon viele blaue Stoffreste zusammengesucht. Aber würde ich es schaffen, alles so zu verzieren, wie es in der verbleibenden Zeit möglich war? Doch dann hatte ich die Idee, die ich am Ende auch als Quilt umsetzte: einen New York Beauty Block. So ein Muster wollte ich schon immer mal nähen, doch schreckten mich die Rundungen ab, weil - siehe oben. Doch nun nahm ich die Herausforderung an und suchte eine entsprechende Vorlage, die auch in der allerersten Ausgabe der Patchwork Professional fand. Stoffe fand ich in meinem Fundus, je zwei Stoffe einer Farbgruppe. Und so sieht der kleine Quilt aus.
 

Schön bunt und fröhlich ist sie geworden, meine New York Beauty. Das schwarze Binding hebt die Farben noch extra hervor. Auch in diesem Quilt habe ich das Thema mehrfach aufgegriffen. Zum Einem sind da die Rundungen der Viertelkreise. Zum Zweiten habe ich die Farben reihum ausgetauscht. Zum Drititen habe ich Kreise gequiltet. In den mittleren Viertelkreisen durchgehend, aber in den Viertelkreisen mit den Spitzen habe ich die Spitzen ausgelassen.



Und zum Vierten sind auch die Farben der Quiltgarne dem Farbwechsel angepaßt. Leider ist das hier schlecht zu erkennen. Eher sieht man die vorgezeichneten Kreise zum Quilten.
Die Spitzen habe ich auf Papier genäht. Meistens sind sie nach dem Annähen der Rundungen auch spitz geblieben ;-)).

Und hier ist auch die Antwort auf Valomeas Frage, wie es bei Rundungen gerade Schnipsel geben kann. Insgesamt bin ich mit den Rundungen ganz gut klar gekommen. Allerdings habe ich die Rundungen auch wirklich oft eingeschnitten und ich habe sehr langsam genäht. Hier sind die einzelnen Blöcke, beginnend mit dem links oben und im Uhrzeigerzinn gezeigt.
 
 



Auf der Rückseite habe ich wie auch bei den anderen Quilts für dieses Projekt ein Label aufgenäht.


Tja, so lange habe ich mich gewehrt, Rundungen zu nähen. Im Nachhinein ist es nicht zu verstehen, warum ich es nicht schon längst versucht habe.


Nun freue ich mich schon auf das neue Thema.

Seit heute Nachmittag sind wir wieder einmal im Odenwald, wo alljährlich um Himmelfahrt herum ein großes Karatetrainingslager und Wettkampf stattfindet. Doch da das Tochterkind morgen den ganzen Tag mit Training und Schulung beschäftigt sein wird, unternehmen wir eine Fahrt nach Worms. Hoffen wir mal, daß das schlechte Wetter, das wir in Thüringen zurückließen, uns nicht hierher folgt. Am Samstag wird mein Mann als Tischbesatzung den regulären Ablauf des Wettkampfes unterstützen. Ich werde wohl Heidelberg einen Besuch abstatten. Diese Stadt hat mir im letzten Jahr sehr gut gefallen. Schade, daß die Patchworkausstellung schon beendet ist.
 
An alle, die morgen einen Brückentag genießen können - habt einen  schönen Tag. den wünsche ich natürlich auch denen, die arbeiten müssen bzw. dürfen, wie mein jüngster Bruder immer sagt.
 
Petruschka

27 Mai 2014

Nun ist auch

... die Jugendweihe der Jüngsten schon wieder Geschichte. Die Vor- und Nachbereitungen dafür nahmen viel Zeit in Anspruch, sodaß ich nur selten zum Handarbeiten kam. Zwei AMC und eine Stickerei habe ich trotzdem beenden können und gingen auf die Reise. Eine AMC kann ich heute zeigen, denn sie ist sicher schon angekommen.


Eine Nähschwester der QuilThuerer feierte Geburtstag und so ging die Karte auf die Reise. Auch dieses Geburtstagskind bekam eine Vase mit Blumen.  Nachfolgend ein Detailbild.


Eigentlich gehört noch ein Twinchy dazu - das habe ich n och nicht fertig und wird demnächst nachgereicht.

Viel Zeit ging auch für dieses Monatsprojekt weg. Ich weiß gar nicht, wann genau wir unsere Fotos einstellen dürfen, aber die nachfolgenden Fotos verraten ja nicht wirklich, was genau ich genäht habe. Zuerst ein Blick in meinen kleinen Abfalleimer.


Schön bunt wird es jedenfalls ;-)). Und handgequiltet wird der fertige Quilt sein. Hier die Heftfäden der Rückseite. Es geht auf jeden Fall rund.


Ich freue mich schon darauf, mein fertiges Werk zeigen zu können. Denn ich habe endlich probiert, was ich schon lange einmal nähen wollte. Bleibt also neugierig ;-).

Petruschka

18 Mai 2014

Zwei weitere Kissen

... haben am Wochenende mein Näh-/Arbeitszimmer verlassen. Da ich aber nur noch ein großes Inlett hatte, mußten wir notgedrungen beim anderen nordischen Anbieter rein. Vier Kissen habe ich gleich geschnappt. Die Verkäuferin hat nicht schlecht geschaut. Warum so viele? Die Antwort folgt gleich. Und weil mein Mann mit war, sind wir nur rein, haben die Kissen bezahlt und sind wieder raus.
 
Die zu Beschenkende hatte im Vorfeld ebenfalls Farbwünsche genannt. Hauptsache viel Schwarz und bloß nicht zu viel Farbe, hieß es. In Einbeck hatte ich auch die passenden Stoffe gefunden.
 

Und schon da schwebte mir das Muster vor. Es sollte auf jeden Fall ein Stern werden. Und so habe ich mich für den Ohio Stern entschieden. Dieser ist auch unter dem Namen Variabler Stern bekannt.


Ein weiterer Name, unter dem er bekannt ist, lautet: Stern der Hoffnung. Das finde ich wirklich sehr passend für die junge Dame. Denn sie leidet unter Magersucht und lebt momentan nicht im häuslichen Umfeld, da ihre Mutter ihr gegenüber hilflos ist. Die Rückseite ist tiefschwarz, bis auf einen lichten Flicken  - das Label.
 
 
Als ich meinem Mann nun das fertige Kissen zeigte, meinte er spontan, daß sich ein solches auch sehr gut auf unserer neuen Couch machen würde. (Im Februar haben wir sie in einem großen Möbelhaus ausgesucht und am Freitag wurde sie geliefert.) Mir persönlich gefällt das Muster in dieser speziellen Farbkombination auch sehr gut. Aber Kissen werde ich in den nächsten Tagen nicht nähen!
Das dritte Kissen wurde nach den beiden doch anspruchsvolleren Mustern eher einfach gehalten. Es war letztendlich auch eine Frage der Zeit. "Bunt ", so die Antwort auf die Frage, wie das Kissen sein sollte. Das Mädel spielt Fußball und so suchte ich in meinem riesigen Fundus von Stoffaboquadraten nach Fußballmotiven. Doch ich bin nicht fündig geworden. Aber vier Bilder eines Eulenpaneels und mehrere Begleitstoffe dazu hatte ich noch. Und so ging es ans Nähen, während das Kind gestern beim Feiern war.
 
 
Die Rückseite fertigte ich aus einem weiteren Eulenstoff. Viola hatte ihn mir vor längerer Zeit überlassen gegen einen Tauschstoff überlassen und nun kam er zum Einsatz.
 
 
Hier kann man ganz gut erkennen, daß ich zum Verschließen einen Reißverschluß eingenäht habe, wie bei den anderen Kissen auch. Das hellblaue Label über dem Reißverschluß geht fast unter. Heute Nachmittag wurde es übergeben.
 
Jetzt will ich erst einmal keine Kissen mehr nähen (später schon - Kissen sind ja da). Für dieses Projekt gilt es nun, meine Ideen in die Tat umzusetzen. Außerdem bin ich an einem weiteren Redwörkblöckchen dran. Da werde ich mich gleich daran setzen.
 
Draußen wird es so langsam dunkel. Erstaunlich, wie hell es jetzt um 21 Uhr noch ist. Vor allem, wenn man bedenkt, daß es heute den ganzen Tag geregnet hat. Aber ab morgen soll ja alles besser werden. Warten wir es ab. Ich wünsche Euch jedenfalls einen frohen Start in die Woche!
 
Petruschka

16 Mai 2014

Q wie

... Quadriga, Quadrillion (das ist eine 1 mit 24 Nullen!!!), Queue oder, Fans von Kreuzworträtseln aufmerksam zugehört, Quipu. Das ist eine  Knotenschnur der Inkas, die als Schriftersatz diente. In aller Politiker Munde ist die Quotenregelung und passend dazu gibt es einen lateinischen Ausdruck, der da heißt: Quod licet iovi, non licet bovi. Ins Deutsche übersetzt bedeutet dies: Was Jupiter erlaubt ist, ist nicht dem Ochsen erlaubt. Sprich, einer höhergestellten Person werden größere Freiheiten zugestanden. Quivive (französisch: auf der Hut sein) und natürlich Quilt. Das Fremdwörterbuch bietet doch mehr Möglichkeiten, als man sich für Q vorstellen könnte. Ich habe mich für Q wie Qualle entschieden.
 

Die Qualle habe ich aus einem transparenten Klebevlies gearbeitet. Ich finde Quallen ja eher abstoßend. Aber es mich gereizt, auf der kleinen Fläche einer AMC  die Verschnitttechnik nach Bernadette Mayr probieren zu können. Den Rest orangefarbenen Stoff fand ich sehr gut geeignet, um Korallen darzustellen.
 

Klaudia hat sich für Q wie Quadrate entschieden. In diesem Monat hatte sie nicht so die zündende Idee. Nichtsdestotrotz hat sie eine ansprechende Karte gestaltet.


Den einen und anderen Stoff erkenne ich von früheren Gelegenheiten (Geschenken, Rückseiten) wieder ;-)).
 
Mein erster Gedanke ging in Richtung Q wie Quelle. Im vergangenen Jahr waren wir in der Bourgogne im Urlaub und sind unter anderem zur Seinequelle gefahren. Durch die schwere Krankheit und den Tod meiner Mutter habe ich die Urlaubsfotos gar nicht weiter bearbeitet. Nun habe ich wenigstens die von der Quelle der Seine hervorgekramt. Schon  1996 waren wir an der Seinequelle, lag sie doch zu der Zeit nur 10 km von unserer Unterkunft entfernt.
Jeder noch so berühmte/lange/breite Fluß fängt ja bekanntlich klein an.
 
 
Zugegeben, das kann jede beliebige Pfütze sein ;-). Die Seine ist an der Mündung, wenn sie sich in den Atlantik wirft (so sagt der Franzose), 776 km lang.  Und obwohl sie 30 km  nordwestlich von Dijon entspringt und damit weit weg von Paris, gehört die Quelle seit 1864 der Stadt Paris. Kaiser Napoleon der III. war damals Machthaber.
 
 
Auf der Plakette an der Seite steht sinngemäß, daß die Stadt Paris der Seine den erworbenen Reichtum verdankt. Mittlerweile hat die Stadt aber das Interesse verloren und das Terrain der Region Bourgogne zurückgegeben.
1865 wurde eine künstliche Grotte errichtet, um die Hauptquelle zu schützen, und die Statue einer Nymphe aufgestellt, die den Fluss symbolisieren soll.
 
 
Und am Boden der Grotte liegen natürlich kleine Geldstücke. Wir haben auch eins hineingeworfen. Aber ob wir dann ein drittes Mal wiederkommen werden?
 
 
Die Quelle liegt in einem parkähnlichen Gelände, das zum Spazieren einlädt, was wir auch gern gemacht haben.
 
 
Und zum Schluß hätte ich noch ein Q wie ... , nämlich Q wie quietschbunt. Auch dieses Foto ist ein Souvenir aus dem letztjährigen Frankreichurlaub.
 

Diese Macarons hatten es uns angetan. Diese wirklich quietschbunten Dinger sind meistens so süß wie die Farben es vermuten lassen. Aber probieren mußten wir sie. Eins haben wir jedenfalls dabei gelernt: Man sollte sie nicht allzu lange liegen lassen.
 
Weit weg bin ich jetzt vom Q wie Qualle gekommen. Aber es war schön für mich, die Urlaubserinnerungen wieder aufleben zu lassen. Dieses Jahr verbringen wir den Sommerurlaub in Deutschland ;.).  Und Ihr so?
 
Habt ein schönes Wochenende!
 
Petruschka

11 Mai 2014

Dunkelrot, Dunkelblau und Schwarz

... war die Antwort auf die Frage nach den Lieblingsfarben der zu Beschenkenden. Das Tochterkind war zur Konfirmation eingeladen. Sie nimmt, wenn sie unterwegs ist, immer ihr kleines Kissen mit und so wollte ich der Konfirmandin auch eins nähen,  besser, einen Kissenbezug. Natürlich gibt es immer das Kissen dazu ;-). 
 
 
Zur Konfirmation paßt ein christliches Thema. So wählte ich das Motiv der Jakobsleiter. (Ob die Beschenkte das allerdings weiß, entzieht sich meiner Kenntnis.) Das innere Motiv ist 30 cm groß. Nach dem schwarzen Zwischenstreifen habe ich den Randstreifen mit verschieden breiten roten und schwarzen Streifen gestaltet.
Dafür habe ich wieder Quadrate aus dem Stoffabo verarbeitet. Die Ecken sind Stundenglasblöcke - durch das Aufstellen erkennt man diese nicht mehr richtig. Ich hatte so viele Streifen geschnitten und zusammengenäht, daß es sogar noch für einen Streifen auf der Rückseite reichte.
 

Natürlich ist die Rückseite auch aus einem sattroten Stoff, auch wenn er hier eher pink aussieht. Außerdem bekam das Kissen ein kleines Label.


Gequiltet habe ich sehr sparsam. Gerade mal die Diagonalen der Viererblöcke, im Nahtschatten der Dreiecke und drei Runden in den Streifen. Insgesamt ist das Kissen 50 cm x 50 cm groß.

 
Außerdem habe ich eine AMC mit unseren Grüßen  und besten Wünschen für ihr zukünftiges Leben dazugelegt.
 
Liebe Grüße zum Muttertag gab es dann am Nachmittag. Das Tochterkind hatte kleine Küchlein gebacken und wollte sie liebevoll auf dem Kuchenteller servieren. Nur, sie ließen sich nicht aus der Form nehmen: Sie hatte vergessen, die Förmchen einzufetten. So gab es sie eben in der Form.
 

Die Blumen zum Muttertag habe ich mir selbst geholt - aus dem Garten. Die ersten Pfingstrosen haben schon ihre Knospen geöffnet und da wie einige Pflanzen davon haben, durften ein paar mit nach Hause.


Sie duften zwar nicht so intensiv wie die Junirosen, aber ich mag die Farbe sehr und so haben wir alle etwas davon.
 
Passend zum Muttertag habe ich den Text eines Liedes von Céline Dion  übersetzt. Sigrid hat mich auf die Idee gebracht, als sie das Lied von ZAZ präsentierte. Als wir im vergangenen Jahr in Frankreich im Urlaub waren, bin ich auf eine (damals) neue französischsprachige CD von Céline Dion aufmerksam geworden und habe sie gekauft. Ich glaube, ich habe sie schon mehrfach  erwähnt.
Im Booklet ist zu einigen Texten eine kleine Zeichnung. Zum erwähnten Lied gibt es folgende Zeichnung.
 
 

 Diejenige, die mich alles gelehrt hat

 Ich frage mich, woran sie denkt
Wenn sie sich in ihr Schweigen zurückzieht
Ob sie in ihren Augen meine Augen sieht
Ob ihre Vergangenheit glücklicher war
                                                Erinnert sie sich an die zerbrechlichen Tage
An alle diese Reisen, die sie in Gedanken gemacht hat
Wie viele Träume, wie viele Zweifel
Und wie viele Solperfallen auf ihrem Weg

 Und selbst wenn ich mich in den Nächten verliere
Sind die Rollen heute umgekehrt
So ist das Spiel des Lebens
Ich wache über diejenige, die mich alles gelehrt hat
Und selbst wenn ich mich verliere
                                                 Unter einer für mich viel zu großen Sonne
Das ist das Spiel des Lebens
Ich wache über diejenige, die mich alles gelehrt hat

 Ich sehe sie von hinten gehen
Das Rosa des Sommers auf ihrer Haut
Ich weiß, daß sie im Licht
Dem Weg meines Vaters folgt
Sie glaubt mich weit, doch ich bin so nah
                                            Die Vergangenheit holt mich ein: das Bedauern
Ein Flugzeug, ein Hotel, ein Abschied auf einem Bahnhofsteig
Oft denke ich an sie, um wieder zu mir zu finden

 Und selbst wenn ich mich in den Nächten verliere
Sind die Rollen heute umgekehrt
So ist das Spiel des Lebens
Ich wache über diejenige, die mich alles gelehrt hat
Und selbst wenn ich mich verliere
                                                Unter einer für mich viel zu großen Sonne
Das ist das Spiel des Lebens
Ich wache über diejenige, die mich alles gelehrt hat

                                                                Zum Ozean getragen,
im Licht der Welt.
Getragen vom Wind,
fällt meine Kindheit von mir ab.

                                          Und selbst wenn ich mich in den Nächten verliere
Sind die Rollen heute umgekehrt
So ist das Spiel des Lebens
Ich wache über diejenige, die mich alles gelehrt hat
Und selbst wenn ich mich verliere
Unter einer für mich viel zu großen Sonne
Das ist das Spiel des Lebens
                                          Ich wache über diejenige, die mich alles gelehrt hat.
 
                                                           Text: Nina Bouraoui           Musik: Jaques Veneruso
 
Vielleicht mögt ihr euch auch das Video dazu ansehen. Es ist wirklich sehr berührend. Ich stehe jedes Mal in Tränen, sowohl beim Hören und erst recht beim Sehen, muß ich doch immer an meine Mutti denken, die im vergangenen August starb. Céline selbst ist das jüngste Kind von 14 !!!.
 
Und noch eine Info zu Céline Dion, da gestern Abend der Eurovision Song Contest war: Zu Zeiten, als diese Veranstaltung noch Grand Prix d'Eurovision de la Chanson war, gewann Céline Dion 1988 den Grand Prix für die Schweiz, mit einem französischsprachigen Lied.
 
So, genug Text für heute. Nächste Woche ist das Kind zu zwei Feiern eingeladen. Keine Frage, es werden Kissen genäht. Und deshalb geht es jetzt wieder ins Nähzimmer.
 
Ich wünsche allen einen schönen Wochenbeginn.
 
Petruschka