Sonntag, 7. August 2011

Quilts auf der Leine

... konnten wir gestern in einem Garten in Crawinkel bestaunen. Bei herrlichstem Wetter konnten ca. 80 Patchworkarbeiten bewundert werden und bei Kaffee und Kuchen wurde auch reichlich gefachsimpelt, beim Rundgang wurden Ratschläge erbeten und gegeben und der ein oder andere Geheimtip brachte den Aha-Effekt. Regina, unsere Gastgeberin, gibt in verschiedenen Einrichtungen Kurse und demzufolge waren auch viele Kursteilnehmer anwesend und deren Kursergebnisse zu sehen. Sie selbst ist Mitglied der QuilThuer und so waren auch wir mit den neuesten und auch älteren Arbeiten vertreten. Uta hat nach dem Prinzip von Bernadette Mayr die schöne Blumendecke in Doppelbettgröße genäht und mit der Maschine gequiltet.
Es gab einige Weißquilts zu sehen. Dieser mit den kleinen roten Akzenten hat mir besonders gut gefallen.


Maria arbeitet gern bunt und sie verwendet oft Stoffmuster unterschiedlichster Qualität. Da sie zudem schneidert, hat sie auch Reste von Seidenstoffen übrig. In diesem Quilt sind es hellblaue Seidenstreifen. Das Mittelteil ist ein gefärbtes Stoffstück, das sie in Wien bei Frau Pöschel gekauft hat.


Franziska hat vor ca. drei Jahren die Häuser nach Bernadette Mayr entdeckt und arbeitet sie gern auch als Kissen. Hier hat sie eine Decke zu einem 50.Geburtstag genäht. Aufgrund der Länge mußte sie umgeschlagen werden, so daß Ihr nicht alles sehen könnt. Die Decke ist mit der Maschine gequiltet, Franziska hat ein Blattmuster gewählt.


Hier noch ein Detail der Häuserzeile und des Quiltmusters.



In einem unserer monatlichen Treffen hat uns Angelika einen Wald mit Perspektive nach Bernadette Mayr vorgestellt. Dieser kleine Quilt ist daraus geworden. Die Puppen nach Tilda-Art sind auch von ihr.



Diese kleine Arbeit ist nach dem gleiche Prinzip gearbeitet, nur sind hier die Bäume appliziert und aus verschiedenen Stoffqualitäten. Dieser kleine Quilt gefällt mir auch sehr gut.


Ein noch nicht fertiger Quilt, der nach einer Idee des Handarbeitshauses die Quadrate des Stoffabos einbezieht. Er sieht durch die vielen bunten Stoffstücke sehr fröhlich aus und macht gute Laune (die wir eh schon hatten).


Dieser Quilt ist mein heimlicher Favorit. Ein einfaches Muster, ein einfaches Quilmuster, aber durch die Wahl der Farben der äußeren Kreise erzielt er eine große Wirkung. Der schwarze Stoff ist innen derselbe wie außen, wirkt aber dunkler durch die umgebenden Farben.


Regina ist eine sehr fleißige Näherin, ob nun mit der Hand oder mit der Maschine. Momentan arbeitet sie an einer vereinfachten Variante des Kirchenfenstermotivs. Sie verwendet oft alte, gebrauchte Stoffe und gibt ihnen ein neues Leben.

Auch davon ein Detailfoto. Obwohl ich dieses Muster auch schon einmal gearbeitet habe, mußte ich es mir noch einmal erklären lasses. Denn sie hat auf das mittlere dreidimensionale Quadrat noch mal ein kontrastfarbenes gesetz und dann die Kanten des schwarzen Quadrates umgeschlagen und festgenäht.


Mit diesem Quilt hat sie eine Wahnsinnsfleißarbeit hingelegt. Der vorbereitete Dresdner Teller hat ihr nicht mehr gefallen, da hat sie einfach die Mitte großzügig rausgeschnitten und nur einen Blumenkranz appliziert. Schaut nur die umfangreiche Quiltarbeit. Das nächste Foto zeigt noch einmal Details.



Auch die nächste Arbeit ist von Regina. Ich habe sie sozusagen mit meinen Stickereien angesteckt und so hat sie verschiedene Stickmotive australischer Entwürfe und Ideen von Ursula Schertz verwendet.


Mit einer ihrer Gruppen hat sie auch gefärbt. Aus diesen Stoffen haben die Kursteilnehmer dann Häuser nach Hundertwasser genäht. Auch hierzu kam der Anstoß von mir. Nachdem sie meinen Hundertwasser-Quilt gesehen hatte, beschloß sie, daß die Frauen "reif" wären für das freie Arbeiten.


Zuerst Reginas Quilt. Er hing gleich am Eingang und "begrüßte" die Besucher. Im Folgenden dann zwei Quilts der Kursteilnehmerinnen, die wie auch Reginas nur aus den selbstgefärbten Stoffen besteht.




Im Haus selbst hingen im Treppenaufgang zum oberen Geschoß auch noch zwei Quilts nach Hundertwasserart, die sie zum Einzug ihres Sohnes vor über 10 Jahren gemacht hatte.




Mir waren sie gar nicht aufgefallen, weil ich (dringend) die Toilette suchte. Aber Uta bemerkte sie und nach Rücksprache konnten wir sie fotografieren. Im Gespräch sagte Regina uns, daß das Treppenhaus bald renoviert werden soll und sie die beiden Quilts dann entsorgen möchte. Ich hoffe, mein Protest kann sie davon abhalten.


Nach den Arbeiten anderer möchte ich Euch noch das Ergebnis der letzten beiden Abende zeigen. Ich hatte mich Freitag Mittag beim Abwaschen an einer Glasscherbe geschitten und konnte, da es ausgerechnet mein Quiltfinger war, nicht weiterarbeiten. Aber da meine Finger immer etwas zu tun haben müssen, habe ich also eine Eule nach Cattinkas Anleitung gehäkelt. Hier ein Bild.


Sie hängt nun am Stoffschrank und überwacht das Geschehen. Diese Situation erinnert mich an ein Lied von ZAZ, die über eine Fee singt, welche von den Regalen das Leben betrachtet. Ich mag ihre Lieder sehr und es kommt vor, daß ich die CD zwei und drei Mal nacheinander höre. Das mache ich übrigens oft so, auch bei anderen Gruppen und Interpreten, die ich gerne mag. Das kann mein Mann überhaupt nicht verstehen.

Eine zweite Eule ist auch schon fast fertig, sie ist für eine Eulenliebhaberin bestimmt.


So, liebe Leute. schon wieder ist es nach Mitternacht. Und schon wieder liegt eine neue Woche vor uns. Das wird nach den Urlaubswochen, meiner Wäsche- und Gartenwoche und der Nähwoche nun die Schreibtisch- und Schrankwoche. Will heißen, nun sind der Schreibtisch und die Kleiderschränke mit Aufräumen dran. Außerdem soll die Küche tapeziert werden und da muß alles raus. Aber ein bißchen Zeit für das tägliche Sticheln fällt bestimmt noch ab , denn mein Finger ist wieder belastbar.


In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schönen, kreativen Wochenanfang.


Petruschka

Kommentare:

  1. Liebe Petruschka,
    Du zeigst uns heute super Quilts, und wie es aussieht hat das Wetter bei dem Event auch gut mitgespielt.
    Deine Eule gefällt mir gut, ich bin froh dass das Häkeln so gut geklappt hat.
    LG
    KATRIN W.

    AntwortenLöschen
  2. Oh, wie schön! Leider gibt es in meinem Umkreis gaaanz selten Patchworkausstellungen!
    LG Tina

    AntwortenLöschen
  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Petra,
    sorry, Fehlerchen hatten sich eingeschlichen;-)

    ....superschöne Quilts zeigst du uns hier...einer noch schöner als der Andere...und so schön sind sie gequiltet...Hut ab, und das mit der Maschine!!!
    Ich bewundere die Maschinen-Quilterinnen, die sich daran wagen.(Versuchen werd ich es auf jeden Fall auch noch;-), hab ich mir vorgenommen)
    Deine Eule ist ganz süß geworden...!
    Nun noch gute Besserung für deinen Finger, damit du wieder sticheln kannst.
    Für deinen Urlaub,hast du dir ja noch einiges vorgenommen...ich wünsche dir gutes Vorankommen
    ;-)

    Liebe Grüße und schöne Woche,
    Klaudia

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Petra,
    da sind ja tolle Quilts dabei. Gerne hätte ich da auch mal geschaut, leider kannte ich den Termin nicht. Von uns nach Thüringen sind es so 100 km plus.
    Dir eine schöne, kreative Woche und liebe Grüße
    Roswitha

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Petra;

    danke für den Leinengang mit so tollen Quilt, ein herrlicher Post der sich sehr toll lesen läßt, ich bin echt begeistert. Süß die kleine Eule und alles gute für den kaputten Finger.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche!
    Petra

    AntwortenLöschen
  7. Tolle Quilts hast du da gesehen!
    Es freut mich sehr das dir Die tAsche gefällt.
    Sie ist nach einem Taschenschnitt von Clover genäht.

    Liebe Grüße aus Hamburg!
    Tschüss
    Doris

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Petra
    Erst einmal gute Besserung für deinen Finger, damit du schnell wieder sticheln kannst.
    Eine wunderschöne Ausstellung, danke für die tollen Bilder und Erklärungen.
    Die Eule ist aber süss!
    Ganz liebe Grüsse Marie-Louise

    AntwortenLöschen