23 Januar 2013

Verschiedene Themen

... mußten bei den Row Robins umgesetzt werden. Die Aktion wurde so ziemlich vor einem Jahr im Patchwork- und Quiltforum ins Leben gerufen. In Erinnerung an den in unserer QuilThuer-Gruppe genähten Round Robin wollte ich diese Erfahrung wiederholen. Es waren ziemlich viele Anmeldungen eingegangen und so wurden drei Gruppen gebildet. Organisatorisch war es nicht so einfach, gab es doch in unserer Gruppe zwei Schweizerinnen. Aber die Orga-Mum hat alles super gedeichselt und so gingen die ersten Reihen Ende April an die ersten Empfänger. Beendet war die Aktion dann Anfang diesen Monatsr. Doch nun genug geredet, hier die Fotos und kurze Erklärungen dazu.

Zuerst nähte ich Bäume zum Thema: Mein kleines Dorf. Es gab zwar Paperpiecing-Vorlagen, aber ich habe die Bäume frei zusammengesetzt. Die Blockgröße war mit 15x15 cm vorgegeben.




Dann nähte ich noch einmal Bäume bzw. einen Wald nach Bernadette Mayr. Das Thema war: Die Jahreszeiten im Patchworkjahr. Für mich stand die Aufgabe, einen zweiten Sommer zu nähen.






Eine schöne Aufgabe war es, eine Reihe im Bücherregal zu nähen. Es sollte außer Büchern noch ein anderes Detail eingefügt werden. Klar, daß bei mir im Bücherregal Wörterbücher stehen. Als Hingucker gab es ein "Foto" vom Eiffelturm, das gestickt ist. Natürlich durften auch mein Lieblingsbuch und eine DVD mit einem Film über Paris nicht fehlen.

.




Desweiteren gab es einen "Traum in Blau". Am Ende lief es auf eine Unterwasserlandschaft hinaus. Und dazu habe ich wiederum eine Idee von Bernadette Mayr umgesetzt und Fische durch Wasserpflanzen schwimmen lassen. Die Fische sind in der Paspeltechnik gearbeitet.





Für den nächsten Row Robin gab es kein echtes Thema. Es gab Ideen zu Lieblingsdingen der zukünftigen Besitzerin und da Blumen zu den Lieblingsdingen gehören, wurde mal wieder Bernadette Mayr bemüht. Ihre Verschnitttechnik war bestens geeignet. 






Beim nächsten sollte der Zufall oberstes Prinzip sein. Es waren schon gleichgroße Teile vorgenäht. Aus einem Beutel sollten wir dann jeweils 10 Teile ziehen und in dieser Reihenfolge zusammensetzen. Das schränkte unsere Kreativität zwar ein, ist aber mal ein prima Experiment.





Und die letzte Teilnehmerin der Runde wollte Lieblingsblöcke genäht bekommen. Einen wirklichen Lieblingsblock habe ich eigentlich nicht , aber die rot/weißen Stoffe luden gerade dazu ein, sie in den Mittelpunkt zu stellen.



Es war eine tolle Erfahrung. Ich hoffe, daß meine Mitstreiterinnen genauso zufrieden sind mit den ihren wie ich mit meinem Row Robin. Es hat viel Spaß gemacht, Teil dieser großen Runde gewesen zu sein. 

Bis dann!

Petruschka

21 Januar 2013

Die Glücksfee

hat ihre Arbeit getan. Doch dazu später. Zum Verlosungstermin gestern Nachmittag trug sie den Loop, den ich ihr zu Weihnachten geschenkt hatte und  hier noch nicht gezeigt wurde. 


Die Wolle hatte ich Ende Oktober in Coburg mitgenommen. In dem Laden hatten wir ein Musterstück gesehen, das in Halbpatent gestrickt war. Das Tochterkind wollte große Maschen und dafür schien mir das Patentmuster geeignet zu sein. Allerdings hätte ich da die Nähte zusammennähen müssen und das wollte ich nicht. Und so habe ich dann in Runden 180 Maschen jeweils eine Masche rechts und zwei Maschen links mit Nadelstärke 5 gestrickt. Der Loop ist ca. 40 cm hoch. Sie trägt ihn einfach um den Hals und schlägt ihn einmal um. Und die rechten Maschen kommen gut raus. Sie mag ihn sehr.

Zur Verlosung kamen wir auch erst gestern am frühen Abend. Denn mein lieber Mann wurde am Freitag 50. Abends  feierte mit seinen Tischtennisfreunden und am Sonnabend war er mit der Tochter wieder einmal zu einem Wettkampf. Aber gestern war dann Zeit und so fanden wir uns zum Nachmittagskaffe zusammen. Der Sohn war schon am Freitag extra aus München angereist. Und so gab es nach langer Zeit einmal wieder Schachbretttorte. 


Mitten in den Vorbereitungen zum Kaffee kam ein  Anruf von meinem jüngsten Bruder. So konnte ich die letzten Verschönerungen nicht vornehmen und die halbe Torte war dann auch schon verteilt. So war das nicht geplant! 


Das Rezept stammt aus der "Kochen und genießen" 6/2001. Und so sollte die Torte auch hübsch verziert mit einem stilisierten Schachbrett aussehen. Sie ist recht einfach zu machen und macht dabei ganz viel her. Wollt Ihr das Rezept? Hier ist es.

Zuaten:  4 Eier                                                    Außerdem: Backpapier
             350 g Zucker                                                           Backform (26 cm )
             3 Päckchen Vanillezucker                                        Tortenring
             150 g Mehl
             2 TL Backpulver
             5- 5 EL Kakao (40 - 50 g) + 1 TL Kakao
             3 EL Öl
             7 Blatt weiße Gelatine
             400 g Schlagsahne
             500 g Magerquark
             125 ml Milch
             abgeriebene Schale und 4 EL Saft von einer unbehandelten Zitrone

Springform am Boden mit Backpapier auslegen. Eier trennen. Eiweiß und 3 EL Wasser steif schlagen,   dabei 200 g Zucker und ein Päckchen Vanillezucker einrieseln lassen. Eigelb einzeln darunter schlagen. Mehl, Backpulver und 5-6 EL Kakao darauf sieben. Mit Öl unterheben. In die Form streichen. Im heißen Ofen (E-Herd: 175 °C / Umluft: 150 ° C / Gas: Stufe 2) ca. 35 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Boden 1 x waagerecht durchschneiden. Um den unteren Boden den Tortenring legen. 2.Boden in 6 ca. 2 cm breite Ringe schneiden. 1., 3., und 5.Ring (von außen nach innen gezählt) mit jeweils 2 cm Abstand auf den Boden legen.

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sahne und Rest Vanillezucker steif schlagen. Quark, 150 g Zucker, Milch, Zitronenschale und -saft verrühren. Gelatine bei milder Hitze auflösen. 2 EL Quarkcreme einrühren, unter die übrige Creme rühren. Sahne unterheben.

Ca. Hälfte Creme, z. B. mit einem Löffel oder Spritzbeutel, in die Zwischenräume der Ringe füllen. Übrige Ringe auf diese Cremeringe legen. Rest Creme in die Zwischenräume füllen und auf die Torte streichen. 5 Stunden kaltstellen. 

Evtl. aus Papier 10 Streifen ( ca. 2x28 cm) schneiden. Im Karomuster auf die Torte legen. Zwischenräume mit 1 TL Kakao bestäuben. Papier entfernen. 

Wir fanden sie nach so langer Zeit als immer noch so lecker, wie wir sie in Erinnerung hatten.

Doch nun endlich zur Verlosung. In meinem Parisbecherbehälter lagen 16 Lose. So viele hatten ihren Kommentar abgegeben. Auf jedem kleinen Zettel stand der Name einer potentiellen Gewinnerin.



Das Tochterkind griff drei Mal hinein und ich setzte die Nummer der Gewinnerin darunter. So, nun sollte ich doch mal das Ergebnis verkünden. Also, die Erste, die sich etwas aussuchen darf, ist ...


 Notiz: Cattinka hat sich für das Notizbuch entschieden.
Dann wurde das zweite Los gezogen. Diese Gewinnerin darf dann unter den beiden verbleibenden Sachen wählen. Und das ist : 


Notiz: Gunda hat sich für das Nadelbuch entschieden.
Und der dritte Preis geht an Petra von ...


Notiz: Und damit geht der Becherteppich an Petra.

Danke auch den Nicht-Gewinnerinnen für die Teilnahme. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, für Euch etwas zu werkeln.

Seid alle lieb gegrüßt von Petruschka

17 Januar 2013

AMCs und Bilder vom Row Robin

... will ich Euch heute zeigen. Deswegen gibt es eher wenig Text und viele Fotos.

Den Anfang machen zwei AMC, die aus dem Monatstausch mit Klaudia stammen. Für dieses Jahr haben wir ein neues Motto gesucht und auch gefunden. Wir wollen Begriffe nach der Reihenfolge des Alphabetes thematisieren. Also A wie bpsw. Anton, B wie Bertha usw.  Klaudia begann gleich mit dem A wie Alphabet.  Und so sieht ihre Karte aus.


Ja, mit dem Alphabet haben wir alle einmal angefangen. Und so scheint es nur logisch zu sein, daß das ABC auf der Karte erscheint. Klaudia hat die Blätter wieder wunderbar frei genäht. Interessant ist auch der Einsatz zweier verschiedener Garnfarben. Das Farbverlaufsgarn paßt prima zu den Buchstaben.

Und für mich stand nach Überlegungen zu A wie Afrika oder Australien oder Abendrot fest, daß es A wie Apfel sein würde.


Den Apfelstoff hüte ich schon seit Jahren wie meinen Augapfel, doch für die AMC schien er mir wie gemacht. Ich habe die Umrisse des Apfels, die gelben Stellen und die Blätter mit Stickgarn mehrfach umnäht. Durch das darunterliegende Vlies ergibt sich ein 3-D-Effekt, der den Apfel schön rund erscheinen läßt, durch das Foto aber überhaupt nicht zum Tragen kommt. Die Linie der Borte nahm ich dann als Begrenzung und habe dann frei "geschrieben". 

Meine erste Idee, wie in einem Übungsheft für Erstklässler kleine "a" und große "A" zu schreiben, ging gründlich in die Hose, wie Ihr auf folgendem Foto sehen könnt. 


In der letzten Zeile soll es heißen: "Aller Anfang ist schwer!" Ohne Kommentar.

Im vergangenen Jahr startete im Patchwork- und Quiltforum ein Aufruf zum Nähen eines Row Robins. Ich fand die Idee sehr spannend und habe mich angemeldet. es war gar nicht so einfach, ein Thema zu finden - letztendlich habe ich mich für "Ländlicher Charme" entschieden. Im Mai schickte ich meine Ausgangsreihe auf die Reise zu meinen 7 Mitstreiterinnen. Und schon Anfang Januar diesen Jahres hatte ich das fertige Top in der Hand. Uns so sieht es aus.


Und hier die Reihen im Einzelnen.
















Die Reihen meiner Mitstreiterinnen finde ich sehr gelungen. Vor allem die Reihen, die auf Papier genäht wurden, sind richtig klasse. Weil - ich kann das nicht! Aber auch die anderen fügen sich sehr harmonisch ein. und gefallen mir sehr gut. Meine Ausgangsreihe ist übrigens die in der Mitte mit den vielen bunten Quadrate. Ich habe auch schon eine Idee, wie es weitergeht. Nun brauche ich nur ein wenig Zeit, die auch umzusetzen ;-)). Und welche Reihen ich für die anderen genäht habe, zeige ich im nächsten Post. Es ist schon wieder spät genug geworden, deshalb sage ich jetzt nur noch: Gute Nacht!

Petruschka

12 Januar 2013

Die erste Schulwoche im neuen Jahr

... hatte es in sich. Nach zwei freien Wochen im Ferienmodus dauerte alles ein wenig länger. Das dauerhaft naßkalte Grau in Grau, das sich Wetter nannte, tat ein Übriges. Mit den Jahren wetterfühlig geworden, litt ich unter leichten Dauerkopfschmerzen. So kam ich immer nur kurz zum Handarbeiten. Gestern Abend und heute Vormittag dann habe ich letzten Stiche getan. Vor der Beendigung sahen das Genähte folgendermaßen aus: (Okay, das Teil ist schon fertig.)


Beim Nähen eines Becherteppiches für das letzte Geburtstagskind 2012 kam mir die Idee, die zahllosen Hexagons mit einer Kantenlänge von 2 cm, die ich vor langer Zeit aus Resten gefertigt hatte, zu weiteren Kleinigkeiten zu verwenden. Und so nähte ich weitere Blümchen und verzierte den Becherteppich, der aus vielen Streifen weißer und beigefarbener Stoffe zusammengesetzt wurde.  


Was aussieht wie ein weiterer Becherteppich, ist keiner. Hier sind nur weiße Streifen verwendet worden.

Das nächste Teil war dann schon wesentlich größer und das Echoquilting mit der Maschine schon aufwendiger. Auch hier war die Grundlage ein Rechteck aus weißgrundigen zusammengesetzten Streifen.
 

Dann kamen die Teile in die Endfertigung. Und das lag dann am Ende auf meinem Tisch. Es ist schon fertig, aber noch nicht in der endgültigen Form ;.)).
 

Es ist wieder eine Buchhülle geworden, geeignet für Notizbücher. Solche Hüllen inklusive Inhalt verschenke ich gerne. 


Und das nach einem Becherteppich aussehende Teil wurde zu einem kleinen Nadelmäppchen. Noch fehlt allerdings der Knopf. Doch das wird umgehend nachgeholt.


Innen habe ich kleine Taschen für eine Vorlage (zum Beispiel Hexagons) oder für eine Stickschere und Garn eingefügt. 


Und hier alle drei fertigen Teile zusammen. 

Und Ihr sollt auch etwas von meinen Hexagonarbeiten haben. Denn ich verlose sie. Ich habe mehrere kleine "Jubiläen" als Begründung. (Braucht man für eine Verlosung einen Grund?) Also erstens hatte mein Blog Ende Dezember seinen  2.Geburtstag. Zweitens habe ich schon über 200 Posts geschrieben und das mir als Jemand, der mit den neuen Medien eher, sagen wir mal, sparsam umgeht. Und zum Drittem folgen jetzt schon 102 Leser meinem Blog. Das sind Zahlen, die hätte ich mir vor über zwei Jahren nicht träumen lassen. Nicht in Zahlen lassen sich die lieben Kommentare ausdrücken, mit denen Ihr meine Arbeit wertschätzt. Also habt Ihr es Euch verdient, belohnt zu werden ;-)). Ich verlose also jeweils das Nadelmäppchen, den Becherteppich und die Buchhülle mit Notizbuch. Ich lege jeweils noch ein älteres Patchworkheft dazu. Die suche ich dann aus, wenn es soweit ist. Gewinnen könnt Ihr, wenn Ihr bis zum 19.Januar bis Mitternacht einen Kommentar unter diesem Post abgegeben habt. Am Sonntag, dem 20.Januar wird dann die Glücksfee ihre Arbeit tun ;-). Die erste Gewinnerin darf sich zuerst etwas aussuchen, dann die zweite und die dritte darf dann das letzte Geschenk nehmen. Alles klar? Rechts findet Ihr auch ein Logo, das Ihr gerne verlinken könnt, aber nicht müßt. 
Viel Glück!

Ich hätte auch noch ein tolles Top von meinem Row Robin zu zeigen. Er kam in dieser Woche nach acht Monaten Laufzeit zu mir zurück. Doch Ihr müßt  leider bis zum nächsten Mal warten. Da wartet noch ein Stapel Arbeiten auf mich, das will ich in der nächsten Stunde noch schaffen. 

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch. Bei uns war es heute um die Null Grad, aber sehr sonnig ;-). Das tat gut!

Liebe Grüße, Petruschka

07 Januar 2013

Zum Jahresbeginn

... wird ja gern Rückschau gehalten. In diesem Jahr standen für mich vor allem die Künstler-AMC und die Künstler-Kleinquilts im Vordergrund. Die Künstler-AMC gingen an Klaudia, mit der ich jeden Monat tausche. Und so geben Klaudia und ich wieder einen kleinen Überblick über die erhaltenen AMC. Und hier sind die von ihr gestalteten Karten.



Klaudia arbeitete nach keinem festen Thema. Mal stellte sie einen jahreszeitlichen Bezug her, mal experimentierte sie mit Materialien und ein anderes Mal probierte sie sich im Freihandquilten. So waren die AMC immer sehr abwechslungsreich.



Getauscht habe ich im ersten Halbjahr auch mit Ingrid. Und hier ist eine Zusammenstellung ihrer AMC.


Auch Ingrid hat jahreszeitliche Motive gewählt. Allerdings, und das fiel mir erst jetzt beim Zusammenstellen auf, hat sie fast immer den karierten Stoff als Untergrund genommen.

Nicht vorenthalten will ich die getauschten AMC im PQF. Allerdings sind es nur 11 AMC - im Oktober habe ich ausgesetzt.



Es ist eine erstaunliche Vielfalt an Ideen versammelt und jede AMC finde ich klasse gemacht. Ich werde auch im nächsten Jahr wieder am Monatstausch teilnehmen und auch mit Klaudia wird der Tausch fortgesetzt.

Eine Kleinigkeit ist noch fertig geworden. Allerdings habe ich sie erst am Sonnabend verschenken können. Für das letzte Geburtstagskind der QuilThuerer in 2012 habe ich folgenden Becherteppich genäht.


Ich hatte noch ganz viele Hexagons liegen, die mir beim Aufräumen  in die Hände gefallen sind und so kam mir die Idee, diese für einen Becherteppich zu nutzen. Und weil ich gerade dabei war, habe ich gleich noch mehr Blumen genäht und weiterverarbeitet. Wozu? Überraschung!

Nun bin ich froh, die Bilder hochladen zu können. Es hatten wohl einige von uns Probleme, so auch ich gestern. Nun habe ich die Hinweise befolgt und bin über Google Chrome ins Internet. Immer mal was Neues - so kann man auch seine Medienkompetenz erweitern (was ja erklärtermaßen eines meiner Ziele ist). So sollte der Post eigentlich gestern schon geschrieben werden, aber bis ich die Lösung des Problems angehen konnte ...

Herzlich begrüßen als neue Leserinnen möchte ich Maja, Sigrid und Daisy. Ich freue mich, daß nun mehr als 100 Leser eingetragen sind (es sind nun 102). Außerdem bin ich seit 26.12.12 seit zwei Jahren mit meinem Blog aktiv und habe, mit dem heutigen, 201 Posts geschrieben. Warum ich diese Zahlen so ausführlich nenne? Im nächsten Post  gibt es die Auflösung ;-)).

Und damit sage ich für heute Tschüß!

Petruschka

01 Januar 2013

Der erste Post

... im neuen Jahr ist meinem letzten A4-Künstlerquilt gewidmet. Silvester verläuft bei uns eher ruhig. So hatte ich Zeit, den kleinen Quilt zu beenden und mein Kleinkunst-Projekt 2012 zu einem schönen Abschluß zu bringen. Fast jedenfalls, denn ich will noch eine schöne Hülle für die 13 kleinen Quilts anfertigen. (Es sind 13, weil ich zwei Picassos gemacht habe.)

Wie schon bei der AMC angekündigt, wollte ich " das beste Portrait, das ich später von ihm zuwege brachte" (Kap. II)  machen. Das Portrait ist natürlich das Portrait des kleinen Prinzen aus dem gleichnamigen Buch. Und so sieht es aus.


So erscheint der kleine Prinz dem Ich-Erzähler, als er ihn das erste Mal sieht. Der Erzähler, ein Pilot,  hat eine Panne in der Wüste und wird vom kleinen Prinzen mit den berühmten Worten: "Bitte, zeichne mir ein Schaf!" geweckt.



Auch hier griff ich auf eine Kopie der Zeichnung zurück. Ich hatte vor Ewigkeiten in Frankreich ein Malbuch mit den Zeichnungen des Buches gekauft. So brauchte ich die Vorlage nur auf die entsprechende Größe bringen.
 

Die Suche nach Stoffresten war wieder von Erfolg gekrönt und die mit Vliesofix versehenen Stoffstücke wurden auf der Kopie ausgelegt. Allerdings fehlen hier noch die Hände.

 
Nun mußte ich eine Wahl für den Hintergrund treffen. Ganz so weiß wie im Buch wollte ich es nicht. Also entschied ich mich für einen hellbeigen Hanfstoff mit einer leicht unregelmäßigen Struktur, der den Wüstensand dartellen soll. Für den oberen Teil habe ich einen hellblauen Himmelsstoff gewählt. Darunter habe ich die Kopie gelegt und die wichtigsten Umrisse durchgezeichnet.
 

Dann wurden Stück für Stück die Teile aufgebügelt. Mit Langettenstichen habe ich die einzelnen Teile mit der Hand appliziert. Schneller wäre es sicher mit der Maschine gegangen, aber es hätte für mich nicht gepaßt. Es ist mein Lieblingsbuch, es sind so anrührende Zeichnungen - da wollte ich nicht mit der Maschine applizieren. Hier habe ich noch Detailfotos.
 

Die Augen, die Nase und den Mund habe ich gestickt. Gut zu sehen sind auch die Quiltlinien, die ich als Umrißlinie mit blauem und hellgelbem Quiltgarn mit der Hand gequiltet habe. Weitere Quiltarbeiten habe ich nicht vorgenommen.


Für den Mantel habe ich schlußendlich türkisfarbenene Wildseide gewählt. Leider kommt der deren Glanz nicht richtig rüber.

 
Der Säbel ist ziemlich dünn am unteren Ende. Da habe ich über die gesamte Breite gearbeitet und auf der Gegenseite nur ein paar Rückstiche gemacht und dann im oberen Teil die Langettenstiche versetzt gearbeitet.


Im Gegensatz zur Vorlage habe ich auf die Epauletten verzichtet. Lange habe ich überlegt, ob ich wohl noch ein paar Sterne aufbrine, so wie sie im Buch auf vielen Zeichnungen zu finden sind. Ich habe mich dann dagegen entschieden.

Nun noch ein paar Daten zum Künstler. Antoine-Marie Roger Comte de Saint-Exupéry wurde am 29.Juni 1900 in Lyon geboren. Nach dem Militärdienst in einem Fliegerregiment arbeitete er als Kurierpilot und Versuchsflieger. 1935 stürzte er über der ägyptischen Wüste ab - eine Episode, die in seinem Buch "Wind, Sand und Sterne" wiederkehrt. Nach der Besetzung Frankreichs emigrierte er in die USA, wo unter anderem auch "Der kleine Prinz" entstand. 1942 schloß er sich der Armee de Gaulles an. Am 31.Juli 1944 startete er zu einem Aufklärungsbuch über dem Mittelmeer, von dem er nicht zurückkehrte.
Als Zeichner ist er vor allem durch die Illustrationen im Buch "Der kleine Prinz" bekannt geworden. Sie scheinen teilweise sehr kindlich und dann wieder sehr ausgefeilt zu sein.  "Die eine Zeichnung geht, die andere ist schon nicht mehr ähnlich. Ich irre mich mitunter in den Größen. (...) Auch die Farbe seiner Kleider macht mir Kummer. Dann probiere ich hin und her, so gut es eben geht." (Kap. II)  Mir ist nicht bekannt, daß er in einem anderen Buch gezeichnet hätte. "Der Kleine Prinz" erschien im April 1943 in New York, also im Exil. Saint-Exupéry fühlte sich einsam und manchmal unverstanden von den ihn Umgebenden. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Treue und die wahren Werte im Leben. Es ist eine Geschichte, die man immer wieder lesen kann und man immer wieder neue Details entdeckt. Ich lese sie gern in Französisch, denn einige Wendungen können nicht eins zu eins wiedergegeben werden.
 
Im Jahr 2005 machten sich 8 Schüler und ich daran, innerhalb der Projektwoche Szenen auszuwählen und sie als Theaterstück zu präsentieren. Im Programmheft konnte man Weisheiten des kleinen Prinzen lesen. Hier nur einige ausgewählte:
 
"Alle großen Leute sind mal Kinder gewesen (aber wenige erinnern sich daran)." (Widmung)
 
"Ich hätte sie nach ihrem Tun und nicht nach ihren Worten beurteilen sollen." (Kap.VIII)
 
"Es macht die Wüste so schön, daß sie irgendwo einen Brunnen birgt." (Kap.XXIV)
 
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." (Kap. XXI)
 

Damit schließt sich der Kreis und eine neuer öffnet sich. Ich wurde schon mehrfach gefragt, wie es nach den Künstlerquilts weiterginge. Nach langem Überlegen habe ich beschlossen, dieses Monatsprojekt fortzusetzen. Allerdings habe ich vor, Gedichte zu interpretieren. Nicht, daß ich Gedichte über alles lieben würde. Aber es gibt so einige, die mir gefallen. Es gilt, die sprachlichen Bilder in stoffliche umzusetzen. Auch hier scheint mir das A4-Format bestens geeignet. Ihr dürft gespannt sein!
 
Petruschka