16 Oktober 2013

J wie

... Jugendstil. Heute mache ich es ganz kurz - keine weiteren Wörter mit J. Da ich zur Zeit mit einem Schulprojekt unterwegs bin, fehlt mir da meine Literatur und vor allem Zeit.

Als ich im vergangenen Monat die Impression-AMC werkelte, stand es schon zu diesem Zeitpunkt  fest, daß es für den Oktober  das J des Jugendstils sein würde.
 

 
In einer Vorlagenheft für Window Color fand ich die eine Zeichnung, aus der ich einen Ausschnitt auswählte. Ursprünglich wollte ich das Ganze in Stoff mit der Bleiglastechnik arbeiten. Die kleinen Stoffstücke waren auch schon alle an die entsprechende Stelle gebracht.
 
 
Doch dann legte ich die schwarzen Streifen auf und die waren einfach zu wuchtig im Vergleich zum ganzen Bild. Dabei sind sie nur ca. 3 mm breit. So gefiel es mir jedenfalls nicht und so kam es zum zweiten Versuch. Dafür kramte ich meine Seidenmalfarben raus und zeichnete mit schwarzer Gutta die Linien der Vorlage nach. Diese sind natürlich viel, viel dünner. Bei den Farben orientierte ich mich an der Vorlage. Und mit den dünnflüssigen Seidenmalfarben kann man auch schöne Farbverläufe gestalten und Hell-Dunkel-Differenzierungen vornehmen. Gequiltet habe ich nur in die schwarzen Linien. Der Schriftzug J wie Jugendstil ist ebenfalls mit schwarzer Gutta geschrieben. Insgesamt finde ich die Karte wieder sehr gelungen und ich wünschte mir, ich hätte ein zweites Exemplar angefertigt. Obwohl, die Stoffversion kann ich ja noch fertigstellen.
 
 
So, nun ist es an der Zeit, den Post zu beenden. Wir sind mit der Schule außerhalb unterwegs. Und da wir Selbstversorger sind und da ich für die Organisation zuständig bin, müssen jetzt die Zutaten für das Abendessen besorgt werden.
 
Beim nächsten Mal zeige ich Euch, in welch schöner Gegend wir hier "Lernen am anderen Ort" praktizieren.
 
Tschüß!
 
Petruschka

08 Oktober 2013

Salzburg an der Salzach

... ist auf jeden Fall mehr Wert als nur ein paar Stunden Aufenthalt, die wir am Samstag hatten. Die Männer wollte lieber woandershin, sodaß ich mit dem Tochterkind alleine durch Salzburgs Straßen zogen, um einerseits Kultur zu atmen und andererseits in den Geschäften nach interessanten Sachen zu schauen. Als wir morgens die ca. 25 km entfernte "Wirtschaft" verließen, schien die Sonne auf die nahe gelegenen Berge.

Mit der Bahn fuhren wir eine halbe Stunde mit der S-Bahn und hatten dann noch einen Fußweg von ca. 20 Minuten. Unterwegs wurden schon die ersten Fotos gemacht.


Ein Blick aus der Ferne auf die Festung Hohensalzburg und die Salzach. Direkt davor sieht man die Residenzgalerie.


Direkt in den Berg gebaut scheinen diese Häuser zu sein.

 

 
 Individualismus scheint auch in Salzburg groß geschrieben zu werden, auch wenn die Besitzerin aus Deutschland kommt.

 
Mozart trifft man allenthalben, angefangen beim Geburtshaus.
 

 
 Natürlich ist er auch als Denkmal zu fotografieren.
 
 
Dieser Mozart schien in der Luft zu schweben.
 
 
Vor der Residenzgalerie sammelten sich die Fiaker, um die Touristen durch die Stadt zu fahren.



Auf der anderen Seite des Platzes steht dieser imposante Brunnen.


 
 Über der Residenz zogen sich die Wolken immer mehr zusammen. Lange dauerte es nicht mehr, bis es dann zu regnen begann.

Unweit vom Residenzplatz steht das Traklhaus, in dem  mehrere Kulturorganisationen unter einem Dach zusammengefunden haben.

 
Auf der anderen Seite der Salzach, der sogenannten Neustadt, fanden wir dann auch ein Gedicht von Georg Trakl an einem Haus.


Ob es in dieser Gasse wohl wirklich Gold gibt?


Mitten in der Neustadt findet man den Sebastiansfriedhof, auf dem auch die Witwe von Mozart begraben liegt.
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Unter den Arkaden findet man zahllose Grabplatten mit sehr interessanten Inschriften von hochwohlgeborenen Herren, Fräuleins und Damen.


Daß Paracelsus in Salzburg begraben liegt, war mir völlig neu. Und zeitlich hätte ich ihn viel zeitiger eingeordnet.
 
Ganz zum Schluß schauten wir noch im Garten des Schlosses Mirabell vorbei. Da regnete es aber schon und es wurde ungemütlich.
 

Allenthalben sah man in den Schaufenstern Enten in allen möglichen Verkleidungen. In diesem hier sind so ziemlich alle vereinigt. Ich finde sie sehr witzig. Schaut mal die vielen Mozarte an ;.)).

Auf dem vorzeitig begonnen Heimweg zur S-Bahn kamen wir wieder am Museum für Natur und Technik vorbei und wie schon auf dem Hinweg fragte ich, dieses Mal allerdings nur zum Spaß, ob wir nicht ins Museum gehen wollten, denn da wäre es ja warm und trocken. Und was soll ich sagen, das Tochterkind sagte doch: "Ja." Und so waren wir noch Fische und Saurier besuchen, bestaunten die Schaubilder zum Leben in Tibet und kamen den Geheimnissen der Bionik auf die Spur.
 
Der Post soll nicht beendet werden, ohne etwas Patchworkiges zu zeigen. Zuerst ein Täschchen für eine Klassenkameradin der Tochter. Sie hatte vergangene Woche Geburtstag.

 
Etwas in freundlichem Schwarz und Pink sollte es sein. Nicht gerade einfach zu machen. Pink hatte ich gar nicht mehr da. Da mußten die Quadrate aus dem Probeabo herhalten. Damit es nicht zu trostlos wird, habe ich einen mit kleinen Sternen gemusterten Stoff gewählt und vor allem ein kleines Jojo ergänzt. Gefüllt ist es mit Kosmetikprodukten.
 
Und dann fand ich am Sonntagabend beim Leeren des Briefkastens den Gewinn der Sommerverlosung bei Veri.


Vier reizende rot-weiße Stoffe und zwei Docken Stickgarn fanden den Weg zu mir. Und da ich ab und zu Redwork mache, passen die Sachen wunderbar. Danke für diese tollen Geschenke.
 
Zum Schluß will ich mich noch bei allen Kommentatoren des Kirchenfensters bedanken. Ich schaffe es nur in den seltensten Fällen, auf die Kommentare zu antworten. Für das Posten brauche ich momentan ewig, da viele Fotos oft falsch herum hochgeladen werden und ich dann alles wieder ändern muß. Das nervt, kann ich Euch sagen.
Zum Anderen habe ich teilweise Probleme, bei einigen zu kommentieren. Erst dauert es ewig, bis sich das Kommentarfenster öffnet und dann wird der Kommentar doch nicht gespeichert. Aber vielleicht wird es ja demnächst wieder besser.
 
Oh, oh - es ist schon wieder so spät. Zeit für mich, das Bett aufzusuchen. Gute Nacht!
 
Petruschka

03 Oktober 2013

Kirchenfenster

... faszinieren mich. Die bildlichen Darstellungen, die Farben, die Wirkung des Lichteinfalls - das alles finde ich hochinteressant. Darum war mir bei Beginn des neuen QuilThuer-Projektes mit dem Namen "Fenster" schon klar, daß ich ein Kirchenfenster gestalten will. Und so sieht es aus.
 

 
Nach den Künstlerquilts und den Collagen begannen wir im Mai mit den Skizzen und Vorüberlegungen. Nachdem wir das Thema noch ein mal modifiziert hatten, blieb als einzige Vorgabe ein Mindestumfangsmaß von 1,80 Meter. Mehr als 3 Meter sollten es aber auch nicht werden. Das Format an sich war freigestellt. Ich hatte im Vorfeld ganz viele bunte 10 cm-Quadrate aus dem Stoffabo jeweils längs und quer geteilt, so daß ich jeweils 4 Quadrate à 5 cm Seitenlänge hatte. Die sortierte ich auf einem Klebe-Vlies. Gar nicht so einfach, harmonische Farbübergänge zu schaffen, zumal mit eher einfarbigen Stoffen. Doch mit Hilfe meiner Nähschwestern konnte ich sie am Ende schon fixieren. Die Nähte zu nähen ist schon langweilig, aber nicht zu umgehen ;-). Nach den Krankenbesuchen und der Sommerpause war ich nicht viel weiter. Blieben außerdem noch einige Fragen: Wie sollen nun die "Bleistreifen" aufgenäht werden? Sollte es bessere ein runder Rand sein? Sollte ich noch ein Motiv einbringen? Die Idee der Mitte in Crazy-Technik wurde geboren. Die setzte ich dann auch in die Tat um.
 

Der Stoff des Tops unter dem Mittelteil wurde herausgeschnitten und mit einem Schrägband zusammen mit dem Rest  fixiert, bevor die Rückseite und das Vlies dazu kam. Um die bestmögliche Variante für meine Strahlen zu finden, platzierte ich im Vorfeld Wollfäden auf dem Top und probierte insgesamt fünf Varianten. Mit einem Kreis um die Mitte und den davon ausgehenden Strahlen glaube ich, die beste gefunden zu haben.


Anschließend wurden die Strahlen abwechselnd unten rechts und links aufgebügelt und aufgenäht. Gemessen habe ich die Länge des verbrauchten Bandes nicht - es könnten aber ungefähr 10 m sein.
 
 
Ich habe nicht nur einfarbige Stoffe verwendet. Einige sind leicht gemustert - sie haben kleine Punkte, kleine Blätter oder sind marmoriert. Nur auffällige Muster und Farben habe ich vermieden.

 
 
 
 

 
Nun ist auch das Geheimnis aus dem vorletzten Post gelüftet. Es sind wieder sehr interessante Arbeiten fertig geworden. Die anderen Quilts zum Projekt "Fenster" könnt Ihr hier sehen. Viel Spaß beim Anschauen und Staunen.
 
 
Morgen, nach meinem Unterricht, holen mich mein Mann und das Tochterkind, das einen schulfreien Tag hat, nach dem Unterricht ab und dann geht es in Richtung Salzburg. Dorthin lud eine befreundete Tischtennismannschaft zum Vergleichskampf ein. (Der Mann spielt seit frühesten Kindertagen Tischtennis.) Und während die Männer sich am Samstag wahrscheinlich auf eine Almwanderung begeben, werden das Tochterkind und ich Salzburg unsicher machen. Sonntag Abend werden wir wieder zurück sein (müssen), denn am Montag ist ja  Schule.
 
Deshalb hier schon ein Gruß an Euch und ich wünsche ein schönes Wochenende.
 
Petruschka

30 September 2013

Eine wahre Herausforderung

.... war wieder der monatliche Hasenbachblock. Aber ich habe sie wieder gemeistert.


Die Technik schreckt mich nun, nach neun Blöcken, nicht mehr. Aber nicht umsonst habe ich mir das Gewitter bis zum Schluß aufgehoben. Seht, warum.


Das im Original 15 cm x 15 cm große Teil besteht aus 25 einzelnen Blöcken. Okay, drei davon sind größere Stoffstücke. Insgesamt sind es 111 Einzelteile.  Wenn man das auf die 225 cm² umrechnet, müßte jedes Teil im Durchschnitt etwa 2x1 cm groß sein. In Kästchengröße sind das 4 x 2 Kästchen. Also nicht sehr groß. Wie immer habe ich alles auf A 3 vergrößert. Trotzdem sind manche Teile sehr, sehr klein gewesen.
Bei Valomea habe ich gestern schon den Block sehen können, allerdings nur von der Rückseite her. Das brachte mich auf die Idee, meinen Block auch von seiner Rückseite zu zeigen.
 

Das Papier herauszufummeln war auch eine langwierige Angelegenheit. Das ging teilweise nur mit Pinzette - eben, weil die Teile manchmal nur Teilchen waren. Aber mit Geduld und Spucke habe ich auch das geschafft.
Meine Blöcke sind nun alle genäht. Dank meiner QuilThuer-Nähschwestern weiß ich auch schon, wie sie am besten einen Quilt ergeben.
Vielen Dank sage ich Cattinka, die uns jeden Monat einen Rahmen gab, in dem wir unsere Blöcke zeigen durften. Die immer imaginär mahnend stand, doch vor dem Monatsletzten den Block fertig und unser Bild geschickt zu haben. Und mich immer lobte und auch ermunterte, wenn der Block nur mit Mühe fertig geworden war. Daß ich durchgehalten habe, war ich natürlich auch mir selbst schuldig, wollte ich doch endlich das Nähen auf Papier beherrschen. Es ist also ein versöhnlicher Abschluß.
 
Liebe Grüße an alle Mitnäherinnen.
 
Petruschka

24 September 2013

Mit Ansichten und Aussichten

... überschreibe ich heute mal den Post. Auch wenn mein letzter Eintrag schon wieder eine Woche her ist, war ich doch nicht untätig. Zum 70.Geburtstag einer Kegelschwester, der in der vergangenen Woche gefeiert wurde, habe ich eine weitere Strickzeugtasche genäht. Das Geburtstagskind hat sich sehr gefreut.

 
Dieses Mal gab es keine  Probleme mit einer fehlenden Nahtzugabe. Ich habe die neue zusammen mit meiner eigenen fotografiert. Aus der mein(ig)en lugt der Schal, der dann ein Loop werden soll, hervor. Die passende Länge hat er schon längst erreicht. Er müßte nur noch gespannt werden.
 
Am Wochenende dann habe ich eine weitere Arbeit beendet. Doch davon gibt es nur einen Ausschnitt.

Es ist eine Arbeit im Rahmen unserer QuilThuer-Gruppe zum Thema "Fenster". ( Von daher paßt Aussichten auch ganz gut in den Posttitel.) Da wir uns am Samstag bereits treffen, will ich die Spannung noch ein wenig offen halten. Vielleicht habt Ihr eine Idee, was ich da fabriziert habe?Einige Arbeiten konnten wir schon  beim Treffen vor drei Wochen bewundern. Die noch fehlenden sollten dann am Samstag zu sehen sein. Zeitnah werde ich dann die Bilder auf unserem Blog zeigen.
 
Zu den Ansichten gehört auch ein Buchtip, eher zwei, die ich heute weitergeben möchte. Zum Einen den Roman "Frühstück mit Proust" von Frédérique Deghelt und zum Anderen " Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbéry. Letzteres habe ich im französischen Original gelesen.
 
 
 
Beide Bücher erzählen von älteren Frauen, die ihre Liebe zu den Büchern vor den sie umgebenden Menschen verbergen. Keiner erwartet(e) auch, daß sie lesen. Denn sie werden als ewig kinderhütende Mutter und dann Großmutter bzw. Concierge in einem gutbürgerlichen Haus, nicht als Personen um ihrer willen, wahrgenommen.
Im ersten Buch rettet  die Enkelin  ihre Großmutter Mamoune vor dem Altersheim und gemeinsam bilden sie eine kleine WG. Die Enkelin entdeckt ihre Lust am Schreiben und ihre Großmutter fungiert ein wenig als Lektorin, indem sie sich selbst als Leserin hinterfragt. " Überlass es doch uns Lesern, deine Figuren zu entdecken. Bring uns nicht durcheinander." An anderer Stelle wird ihre bis dahin heimliche Liebe entdeckt. "Sie sind wie ich. Sie lieben die Begegnung mit einem im Roman begrabenen Traum. Sie lieben es, wenn sich in der Literatur der Schmerz an die Finsterheit hängt, um daraus Licht zu machen." Ich finde die Formulierung wunderschön. Im Original heißt das Buch "La grand-mère de Jade"( "Jades Gro0ßmutter"). Finde ich irgendwie passender, aber ob ich das Buch dann mitgenommen hätte? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht hat das die Übersetzerin geahnt und manipuliert uns damit ein bißchen?
Im zweiten Buch verhindert die Concierge Renée eher unbewußt den geplanten Selbstmord eines zwölfjährigen Mädchens, indem sie das Mädchen ernst nimmt und ihr eine zweite Familie bietet. Erschreckend sind die Schilderungen der Gleichgültigkeit und Blasiertheit der Hausbewohner. Ob sich das sogenannte Bildungsbürgertum wirklich so verhält? Am Ende lernt Renée einen Japaner kennen, der ihre innere Schönheit erkennt und für den sie sich letztendlich auch schön macht. Bei diesem Buch fühle ich mich mit dem Ende allerdings ein wenig betrogen. Warum? Lest selbst! Ich will es mir auf jeden Fall in Deutsch zu Gemüte führen. Denn einige Details sind mir durch fehlende Kenntnis des Vokabulars sicher verborgen geblieben. Im Übrigen gibt es auch einen Film mit dem Titel "Der Igel".
In beiden Büchern  werden immer Beweggründe zum Lesen angeführt. Mich muß man ja nicht überzeugen. Aber wenn wir im Unterricht über Lesen und Literatur im Allgemeinen sprechen, ist es erschreckend zu hören, wie wenige wirklich gerne (Belletristik) lesen. Und auch nicht verstehen, warum andere es gern tun. Ich muß jeden Tag lesen und wenn es nur ein paar Seiten sind. Lesen bringt mich wieder runter und läßt mich den Alltag vergessen.
Das war nun doch ein ziemlich textlastiger Post. ich hoffe, Ihr habt durchgehalten ;-). Ich lese auf Euren Blogs auch gerne Büchertips und habe schon so manches Buch daraufhin ausgeliehen.
Doch beim nächsten Mal geht es bestimmt wieder um Patchwork.

Bis dahin alles Gute für Euch.

Petruschka

17 September 2013

Es ist immer ein bißchen wie eine Wundertüte

..., wenn ich Klaudias Brief mit der ABC - AMC in der Hand halte. Welches Wort hat sie gewählt und wie hat sie es umgesetzt? Hat sie vielleicht dasselbe Wort wie ich genommen? Es ist wirklich spannend.
Gleich, wenn ich eine Buchstaben - AMC abgeschickt habe, geht es gedanklich schon an die nächste. Und da frage ich immer meine Familie. Töchterlein kam auf beim I auf Igel, Insel und Interferenz. ??? Upps, da hatte sie wohl gerade Physik im Kopf. Außerdem schaue ich immer ins Fremdwörterbuch. Da finde ich dann so nette Wörter wie Idiokrasie (Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe und Reize), Imbroglio (rhythmische Taktverwirrung durch Übereinanderschichtung verschiedener Taktarten - muß man das wissen?) oder auch Internet, Invektive (Schmähschrift) und  Isobare (Verbindungslinie zwischen Orten gleichen Luftdrucks - okay, das habe ich noch gewußt). Doch schon lange vorher war mir klar, was es werden sollte: I wie Impressionismus. Die Silbe -ismus ist dann weggefallen - aus Platzmangel.
 

Und welches andere Bild als das, was die Kunstrichtung begründete, wäre da besser geeignet? Meine AMC ist Monets Gemälde "Impression, soleil levant" ("Eindruck, Sonnenaufgang") nachempfunden. Bei einer Ausstellung 1874 meinte ein Kunstkritiker, die Maler beleidigen zu können, indem er ihre Malerei als "Impressionismus" bezeichnete. Ungewollt hat er so die Bezeichnung erfunden. Der Impressionismus revolutionierte die damalige akademische Malweise, die vor allem Interieurs und religiöse Motive bevorzugte. Nunmehr ging es ins Freie, um die Natur, die sich entwickelnde Stadt und vor allem die Magie des Lichtes einzufangen. Das ist Monet mit seinem Gemälde bestens gelungen. Für den Hintergrund habe ich mit Seidenmalfarbe bemaltes Vliesofix auf ein Stück Stoff gebügelt und dann mit Seidenmalfarbe die schwarzen und orangefarbenen Flächen gestaltet. Diese und andere kleinere Flächen habe ich dann mit entsprechend farbigem Garn noch gequiltet.
 
Klaudia hat sich für die Iris entschieden. Die hatte ich gar nicht auf meinem Radar ;-).
 

Ich habe einige Irispflanzen im Garten und ich mag sie sehr. Klaudia hat ihre Schönheit wunderbar getroffen. Die violetten Töne sind zauberhaft. Ganz dezent im Inneren der Blütenblätter und in der gelben Mitte gequiltet, bringt das ungequiltete Weiß sie zum Leuchten. Eine wirklich schöne AMC!
 
Das soll`s für heute schon gewesen sein. Momentan scheint bei uns die Sonne ;-)), aber es ist sehr kalt und auch windig.
 
Ich wünsche Euch einen schönen Tag!
 
Petruschka

13 September 2013

Ein wenig verwaist ist er schon

... mein Blog. Nicht, daß ich nicht handarbeiten würde. Aber nicht immer wird (schon) etwas fertig dabei. Kleinigkeiten gehen immer, aber Wunder dauern eben etwas länger ;-)). Einiges läuft außerdem im Geheimen.
Drei Wochen ist das neue Schuljahr schon alt und neben dem Alltagsgeschäft gibt es schon die ersten Kontrollen. Eine Kollegin ist ausgefallen und ich darf einige ihrer Aufgaben übernehmen.  Da sie Geburtstag hatte und sie, wie ich in mehreren Gesprächen herausgehört habe, auch strickt, habe ich ihr eine Strickzeugtasche genäht. 

 
Welches Fach sie unterrichtet, ist wohl unschwer zu erraten. Und so sieht Stoff im Ganzen aus. Ich erstand ihn bei Planet Patchwork als Fat Quarter.
 
 
 
Als ich den Stoff zuschnitt, stand ich wohl ein wenig neben mir. Erstens habe ich eine Ecke abgeschnitten, die eigentlich dran bleiben sollte und als Krönung habe ich doch glatt die Nahtzugabe vergessen. Aber am Ende hat  doch alles ganz gut gepaßt (zum Glück). Als Konsequenz habe ich mir den Satz mit dem Nichtvergessen der NZ mit Textmarker auffällig hervorgehoben - auf daß ich sie nie, nie mehr vergesse. (Man sollte nie nie sagen.)
Außerdem bekam meine Kollegin noch eine AMC. Ich hatte mal wieder Lust zum Flechten. Das Quilting ist allerdings nicht das Gelbe vom Ei.
 

Am vergangenen Samstag traf sich unsere Patchworkgruppe wieder. Zwischendurch gab es einige Geburtstagskinder und damit wurde auch ein Nadelkissen für jede fällig. Aus kleinen Paneelen, die mit Kanten aus Resten ergänzt wurden, wurden diese kleinen Kissen.
 

Auf der Suche nach einer Idee für etwas ganz anderes stolperte ich einem Sonderheft des Patchwork-Magazins über ein Apfelnadelkissen und befand es gerade richtig für unsere Runde.


Verschiedene rote Reste habe ich über Papierschablonen gezogen und diese dann mit der Hand zusammengenäht. Das Blatt und der Stiel sind aus Filz. Es ist schon ein  wenig aufwändiger, aber ich fand den Apfel so appetitlich :-)).
 
Schon etwas länger zurück liegt die Fertigstellung meiner ersten Rundablage. Sie diente sozusagen als Prototyp.

Außerdem habe ich im örtlichen Stoffladen zwei Fatquarter mitgenommen. Was aus diesen Stoffen werden soll, weiß ich noch nicht. Aber als Frankreichfan  mußten sie einfach mit.
 


Heute habe ich auch eine sehr ausführliche Blogrunde gedreht und Eure schönen Sachen bewundert und auch wieder kommentiert. Außerdem möchte ich Marguerite begrüßen. Schön, daß du zu mir gefunden hast. Ich freue mich auf einen netten Austausch mit dir.
 
Vor dem Postscheiben habe ich an meinem Fensterblick gearbeitet. Es ist ein Projekt unserer QuilThuer-Gruppe. Nun will ich das ganze noch ein, zwei Tage setzen lassen, bevor alles festgenäht wird. Dann wird es auch zeitnah Bilder geben. Aber keine Sorge, es liegen noch mehrere Blöcke aus dem Kurs zur Oberflächengengestaltung auf dem Nähtisch. Es ist also genug Arbeit da. Und da das Wetter derzeit vor allem herbstlich kühl und sehr regnerisch ist, könnte da auch mal etwas fertig werden. Mal sehen.
 
Macht es Euch schön gemütlich!
 
Petruschka

01 September 2013

Die Hasenbachchallenge

... neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Nunmehr im 8.Monat, kann ich sagen, daß ich das Prinzip des Nähens auf Papier vollständig verstanden habe. Mein Augustblock zeigt einen Regenbogen.

Am Donnerstag habe ich mich diszipliniert und am späten Nachmittag diesen hübschen Block genäht. Die Stoffe in den Regenbogenfarben hatte ich schon am Mittwoch rausgesucht.  Da schien sich das Violett ausreichend vom Blau abzuheben. Jetzt verschmilzt es zu sehr mit dem Blau, finde ich. Das Nähen ging mir ganz flott von der Hand bzw. von der Nadel, denn die 38 Teile gehören alle zu einem Block. Und, oh Wunder, ich habe nicht ein einziges Mal neu ansetzen müssen. Bin ich dann schon ein Profi? ;-))
Heute habe ich nicht nur den Regenbogen aus Stoff, sondern auch noch einen in Natura. Als es Mitte August so heiß war und es immer mal wieder gewitterte, konnte ich nach einem heftigen Gewitter einen Regenbogen fotografieren.

Ist die Farbe des Himmels nicht einmalig schön? So richtig unwirklich. Was mich ebenfalls erstaunte, war, daß der Regenbogen so arg in die Höhe ging. Bislang waren die mehr breit als hoch.
 
Zum Schluß will ich Euch noch eine Übersicht über alle bisherigen Blöcke zeigen. Einer fehlt nun noch, dann sind wir schon wieder durch mit der Challenge.
 

Ich glaube, es ist nicht zu gewagt, über eine Teilnahme an einer weiteren Challenge (so es sie geben wird) nachzudenken ;-)). An dieser Stelle will ich Cattinka danken, die jeden Monat alle Bilder sammelt und zusammenstellt.

Ich wünsche Euch einen schönen Start in die neue Woche.

Petruschka