25 November 2012

Ab und zu

... müssen sich meine vom Quilten mit Perlgarn geplagten Finger erholen. Die Nadel muß natürlich viel größer und dicker sein als sonst und das geht ganz schön auf die Finger und ins Handgelenk. Aber die Zeit drängt und so muß ich in den sauren Apfel beißen.

Nichtsdestotrotz habe ich unseren monatlichen QuilThuer-Termin wahrgenommen. Der ist zwar normalerweise am 1.Sonnabend im Monat, aber nächste Woche wären arg viele nicht da, also haben wir den Termin vorgezogen. Wir haben uns einen neuen "Fahrplan" gegeben und alle unsere "Grünen Bänder" mitgebracht. Denn seit Anfang Oktober existiert ein Blog für unsere Gruppe. Ich bin gebeten worden, den Blog mit Inhalten zu versorgen und wenn Ihr mal sehen wollt, was uns zum Thema "Das grüne Band" alles so eingefallen ist, der schaue hier mal rein.
 
Natürlich haben wir auch genäht. Ich hatte mich vor Bekanntwerden des veränderten Termins des Grupentreffens  zum gemeinsamen Nähtag im PQF angemeldet. Eine Materialliste und der Hinweis, daß ein weihnachtlicher Läufer genäht werden würde, waren vorab gegeben worden. Derart vorbereitet konnte ich gemeinsam mit einer Nähschwester den Läufer dort nähen. Bislang habe ich erst das Top beendet. Denn ich muß ja quilten, quilten, quilten.
 
Doch hier ein Blick auf das Top.
 

Ich habe wieder einmal die Musterstücke aus dem Stoffabo verwendet. Alle roten und grünen Stoffe sind mit Golddruck. In die hellen Quadrate kann noch etwas appliziert werden. Noch bin ich unschlüssig. Für meine Finger wäre es definitiv besser :-). Ansonsten finde ich ihn richtig gut. Ich werde den Läufer wahrscheinlich noch einmal nähen.
 
Dieser Tage kam die AMC aus dem Monatstausch im PQF. Frazima hat mir einen wunderschönen Sonnenaufgang (oder ist es ein Sonnenuntergang) genäht. Doch seht selbst.
 
 
Die AMC strahlt eine heitere Ruhe aus, sie wirkt irgendwie melancholisch und doch auch beschwingt. Ich bin wieder ganz begeistert. Meine macht sich morgen auf den Weg.
 
Und passend zur AMC bot sich mir heute Abend, naja eigentlich noch am Nachmittag, gegen 16.30 Uhr, dieser fantastische Blick aus dem Arbeitszimmer.
 

Ist das nicht ein dramatischer Anblick?

Dann hat mich eine ehemalige Bloggerin, die seit März nicht mehr dabei ist, gebeten, eine Erklärung zu veröffentlichen. Hintergrund ist folgende Sache: Vor knapp drei Wochen bemerkte ich, daß unter ihrem Blognamen pornographische Bilder auftauchten. Ich informierte sie und wir tauschten einige Mails aus. Infolge des Problems mit dem Internet, das uns auch in den letzten beiden Tagen zu schaffen machte, kam ich erst heute an den Text, den zu veröffentlichen sie mich bat.
 
Fremdnutzung meines ehemaligen Blogs *** mariposa´s blog – handarbeiten und mehr ***
 
Liebe ehemalige Handarbeitsfreundinnen, ich distanziere mich eindeutig von diesen Bildern. Sie sind und gehören nicht mir.
 Augenscheinlich hat google meinen Blog nach 3 Monaten (wie ursprünglich angegeben) nicht gelöscht und Fremde nutzen nun meine damalige Domaine für diese abartigen Bilder. Bitte sperrt einfach diesen Nutzer in Euren Einstellungen, entfernen geht auch.
Mich gibt es noch (nicht mehr im Netz), mir geht es gut. Ich nähe ausschließlich  Garderobe für mich und meine Lieben.
Ich möchte mich entschuldigen, ich bin nicht mit diesen Bildern, nicht mit diesem Blog in Verbindung zu bringen.
 
Christine
 
Ich hoffe, mir bleibt Ähnliches erspart.
 
So, lange genug ausgeruht. Weiter geht's. Kommt gut in die neue Woche.

Petruschka

20 November 2012

Nun geht er wieder,

... der Router. Tagelang abgeschnitten von E-Mail und Telefonverkehr sind wir wieder mit der Welt verbunden. Von meinem Laptop aus kann ich zwar per Internetstick kommentieren, aber eben keine Mails schreiben respektive empfangen. Deshalb wollte ich mich heute für die lobenden Worte zu meiner Stickerei bedanken und noch etwas ergänzen. Es war nur ein kleines Stück Seidentuch, etwa 15 cm x 25 cm und ich werde einen Bucheinbad daraus fertigen. Für solch große Quilts, wie sie Marianne Burr bestickt, fehlt mir die Zeit.
 
Schon vor einer Woche ging meine AMC anläßlich des monatliches Tausches mit Klaudia auf die Reise. Für diesen Monat hatte ich mir Piet Mondrian ausgesucht.
 

Stark abstrahierte, in den Grundfarben gemalte und durch schwarze Linien voneinander getrennte Rechtecke sind ein typisches Merkmal für den Niederländer. Seine "Komposition mit Rot, Gelb, Blau und Schwarz" aus dem Jahre 1921 ist Teil einer Serie meisterhafte Bilder, die von der großen Kraft roter und blauer Flächen und vom Schein farbiger Bewegungen des "Aufsteigens" oder des "Sich-Ausbreitens" leben.

Nach dem Studium des Buches über Mondrian machte ich mir wie gehabt erst eine Skizze. Dabei habe ich ganz vergessen, den "nackten" s/w Entwurf zu fotografieren.


Ohne die schwarzen Linien sieht es nach gar nichts aus, finde ich. Dann suchte ich einfarbige Stoffe zusammen; marmorierte oder in sich gemusterte sind eher nicht geeignet.


Das Ergebnis war nicht schlecht und fast schon ein Vorgriff auf seine späten Werke, wo er auf die schwarzen Linien verzichtet. Ich habe die Stoffe auf Steam-a-Seam "geklebt", um dann in einem letzten Schritt wieder selbstklebendes schwarzes Schrägband aufzubügeln und festzunähen. Witzigerweise beschäftigt sich der Kunstkurs auch gerade mit (unter anderem) Mondrian und so zeigte ich meinem Kollegen die AMC. Er war beeindruckt und weil wir gerade am PC waren, zeigte ich ihm auch die Fotos der anderen Künstler-AMC und A4-Quilts (allerdings nur die bis Juli, da ich die anderen noch nicht auf dem Stick hatte). Und so war er vielleicht ein wenig überrascht, als er in seinem Fach die geliehenen Bücher über Klee und Escher zurück bekam und dabei eine AMC mit einem Escher-Motiv vorfand.

 
Ich habe noch einmal das Motiv der Vögel aufgegriffen. Dieses Mal habe ich es komplett auf Stoff mit der Hand gestickt. Es sieht weniger filigran aus als auf der Oktober-AMC für Klaudia. Die interessante Wirkung bleibt jedoch erhalten.
 
Im Gegenzug bekam ich von Klaudia eine AMC mit einem sehr romantischen Motiv. Bei der derzeitigen Wetterlage mit Nebel, Niesel und Temperaturen um 0 Grad war das eine gute Idee, um das Herz zu erwärmen.
 

Ach, wenn es doch wieder so schön warm wäre . Und an dieser Stelle wünsche ich noch einmal gute Besserung!

Wenn ich bei anderen schon viele fertige Sachen für Weihnachten sehe - das wird wohl auch dieses Jahr nichts bei mir. Ich bin zwar am Arbeiten, nämlich an dem hier (ein kleiner Ausschnitt sei erlaubt):
 

Ich hoffe stark, daß ich den Termin halten kann. Denn meine Schultern sind arg verspannt und im rechten Oberarm ist auch etwas nicht in Ordnung. Bei meiner (berühmt berüchtigten) Begeisterung für Tafelbilder ist das eher kontaproduktiv;-(. Für das Nähen sowieso.
 
Und nun geht's wieder ins Arbeitszimmer, weiterarbeiten. Euch wünsche ich, daß Ihr dem Wetter trotzen könnt. Machen wir es uns beim Nähen gemütlich und arbeiten uns warm.
 
Petruschka

12 November 2012

Der Alltag hat

... mich wieder eingeholt nach ereignisreichen zwei Wochen Ferien. Selten verspürte ich Lust, an den Laptop zu gehen. Aber hin und wieder will ich doch wissen, was Ihr da draußen so werkelt. Auch wenn ich momentan nicht so viel blogge, bin ich nicht ganz untätig. Nicht immer wird Großes fertig und nicht alles kann ich zeigen. Doch fangen wir einfach mal an.

Ich habe es wieder getan. Nämlich ein Stück bemalte Seide bestickt.


Allerdings habe ich den Fehler gemacht, dickeres Molton als Vlies verwendet zu haben. Es ging sehr schleppend vorwärts. Denn als Garn habe ich wieder Perlgarn verwendet und beides zusammen war ungünstig. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Stickerei wieder sehr.

Und so sah das Seidentuch vorher aus.


Der Rand ist schon mehreren Stellen zerfranst. Gut, daß ich alle Tücher  aufgehoben habe. Da ist noch viel herauszuholen ;-).
 
Viel mehr ist auch nicht beendet worden. Denn ab dem 1.November hatte ich meine Mutter und meinen jüngsten Bruder zu Gast (ich habe drei jüngere Brüder). Da haben wir natürlich etwas unternommen, z.B. waren wir in der Anna-Amalia-Bibliothek. Am Samstag dann kamen auch die anderen Verwandten, um mit uns zu feiern, nämlich unsere silberne Hochzeit. Der Termin war zwar schon am 24.10., aber das darauf folgende Wochenende war ja für die Deutschen Karatemeisterschaften reserviert. So feierten wir eben am 3.11. das große Fest. Hier ein paar Eindrücke.
 
 
Gefeiert haben wir im Saal der örtlichen Gatstätte. Hier ein Panoramabild, das únser Sohn aufgenommen hat. Er war unser Hausfotograf. Nach Sichtung der Fotos habe ich festgestellt, daß wir von ihm gar kein Foto haben ;-(. Dabei sah er echt schick aus, wofür er auch Komplimente von Seiten verschiedener Gäste bekam. Die kannten ihn noch ganz anders bezüglich seiner Haare und Klamotten ;-).
 
 
Das unvermeidliche Silberpaar als Dekoelement auf dem Tisch, hier in s/w verfremdet vom Sohn. Gezählt habe ich die vielen überreichten Silberpaare und 25-Elemente nicht, aber es waren recht viele.


Meine Brüder kratzten ihr letztes Geld zusammen, um uns einen Eimer voller Kupfermünzen zu überreichen ;-)). Für jeden Tag der 25 Jahre (über 9000!) einen Cent und das alles in Einer-, Zweier- und Fünfercentstücken. Der Eimer wog dann mal schlappe 12,6 Kilo. Das hebt man nicht mal eben so, wie einige Gäste feststellen mußten ;-). Naja, es waren noch einige Scheine dabei. Und wie nun das ganze Kleingeld ausgeben?


Das Highlight des Abends war zweifellos die Eisbombe. Und natürlich gab es dazu die Traumschiffmusik. (Das mußte einfach sein.) Lecker hat es geschmeckt, das Eis, und da ist natürlich nichts übriggeblieben :-)).
 
Auch für einige Tänzchen konnte ich meinen Mann auf die Tanzfläche bringen. Der DJ brachte einen schönen Mix von Titeln, die uns durch die Jugend und die jungen Ehejahre brachten. Es war ein schönes Fest. Mit uns feierten außer der lieben Verwandtschaft auch die Tischtennisfreunde meines Mannes und meine Keglerrunde. Die mal wieder alle Klischees bedienten, denn sie waren die letzten Gäste.
 
Ich verpaßte durch das Fest zwar den monatlichen QuilThuertermin, aber einige Mädels haben an mich gedacht.


Diese größere Klappkarte werde ich mit den Fotos der Feier bestücken. Ich war ganz gerührt, als ich den Brief öffnete. Nochmals vielen Dank!

 
Dann kam noch dieser Buchumschlag aus selbstgefärbtem Stoff und wunderbar gequiltet. Dabei lag noch diese wunderschöne Glückwunschkarte.


Ich will Euch noch ein paar Detailaufnahmen des Buchumschlages zeigen. Außer den gequilteten Stellen sind auch noch einige Perlen aufgenäht.

 




Wunderschön, nicht? Auch dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Zum Abschluß noch zwei herbstliche Bilder, aufgenommen von der älteren Tochter.


Daß wir in einer ländlichen Gegend wohnen, sieht man auch an den Bergen Zuckerrüben, die nun an den Feldrändern vorrübergehend gelagert werden.

 
Und diese kleine Aster ist so ziemlich das Einzige, was noch im Garten ein wenig lebendig ist. Ansonsten ist er nun winterfest.
 
Danke auch für die vielen Kommentare zu meinem monatlichen Künstlerquilt. Mir scheint, auch Ihr lernt dazu ;-)).
 
Nun will noch mal bei einigen von Euch vorbeischauen. Und dann Gute Nacht!
 
Petruschka

31 Oktober 2012

Es ist Monatsletzter und

... Zeit für den A4-Künstlerquilt. Die Entscheidung fiel gegen die "Tribars", eine Darstellung rechter Winkel, die auf eine falsche, räumlich unmögliche Weise miteinander verbunden sind. Am Ende erschien mir eine Zeichnung als Erklärung für Eschers  Werk "Oben und unten" besser umsetzbar und auch interessanter. Es geht um Perspektiven  und Verhältnisse zwischen verschiedenen Punkten und geometrischen Figuren. Am besten machbar schien mir, alles zu sticken. Und zwar mit der Hand, um verschiedene Strichstärken ausdrücken zu können.
 
 
Dieses Mal habe ich eine Zeichnung 1:1 übernommen. Mein Kunstkollege hat mir wiederholt Material zur Verfügung gestellt. Die Skizze stammt aus dem Werk "Der Zauberspiegel von M.C.Escher" von Bruno Ernst. Allerdings war sie gerade mal 8 cm x 10 cm groß. Und so vergrößerte ich sie erst einmal auf A4. Dabei ergab sich aber ein Problem - das Ergebnis der Vergrößerungen war eher mau.
 

Mit Kuli und Lineal übernahm ich die wichtigsten Linien und Zeichen.


Nächste Frage : wie bringe ich das auf den Stoff? Bislang habe ich immer mit dem Bügelstift gearbeitet, so auch dieses Mal. Also kam nun die Skizze auf Transparentpapier.


Wie man sieht, habe ich die zu den Fenstern hinführenden Linien weggelassen. Ich war mir nicht sicher, ob ich sie mit übernehmen wollte. Und wenn, dachte ich mir, könnte ich die Linien ja später mit dem Bleistift ziehen. Auch die Erklärungen ließ ich weg. Einerseits sind sie doch recht klein (und damit schwer zu sticken), andererseits in niederländisch.

Die geraden Linien oben und unten, den Kreis sowie das die Häuser eingrenzende Rechteck habe ich mit zweifädigem Stickgarn gearbeitet. Die Linien der Häuser und der Platten sind einfädig gestickt. Die zu den Fenstern führenden Linien sind mit der Maschine genäht und eben noch ein bißchen dünner.
 
 
Hier sind die verschiedenen "Strichstärken" gut zu erkennen. Hier habe ich wohl die Kamera nicht gerade gehalten ;-).



Der mit einem Knötchenstich gearbeitete Mittelpunkt des Kreises hat eine doppelte Funktion: als Zenith für den unteren Turm und als Nadir für den oberen Turm. Hier zur Erklärung: Der Nadir ist der dem Zenith gegenüberliegende Fußpunkt und liegt auf der Verlängerung der Lotrichtung nach unten. Zenith und Nadir sind sozusagen Gegenpole.

 
Hier das obere Haus, allerdings um 180° gedreht. Oben ist der Mittelpunkt noch gut zu sehen. Anscheinend ein ganz normales Haus, bis man die nach oben gerichteten Torbögen bemerkt und die Unmöglichkeit dieser Erscheinung feststellt.
 
 
Den Häusern vorgelagert sind kleine Plätze, auf denen die Linien perspektivisch ins Verhältnis zu den Häusern gesetzt sind.
 
Zum Schluß habe ich mich dann doch entschieden, die von den Eckpunkten ausgehenden Linien zu nähen. Ohne diese wäre die mathematisch anmutende Konstruktion nicht vollständig.

 

Die oberen Fensterlinien sind Verlängerungen der Fluchtlinien. Sie laufen jeweils in außerhalb des Kreises gelegenen Punkten zusammen, die, wenn sie durch den Mittelpunkt liefen, jeweils einen 90°Winkel ergäben.
 
Es hat großen Spaß gemacht, diesen kleinen Quilt zu machen. Verdient hätten es noch andere Werke, präsentiert zu werden. Und wie immer habe ich viel über den Künstler gelernt.
 
Die vergangenen 10 Tage habe ich sehr viel gelesen, auch mal im Garten etwas gemacht. Am Freitag sind wir nach Coburg gefahren, wo die Deutschen Meisterschaften der Schüler im Karate stattfanden. Am späten Samstagnachmittag hatte es das jüngste Tochterkind geschafft - sie hat den Finalkampf gewonnen und ist nun deutsche Meisterin. Wir feuen uns so mit ihr.
 
Freitag Nachmittag waren wir noch in der Innenstadt. Allerdings war das Wetter eher bescheiden, deshalb habe ich auch keine Fotos gemacht. In einem tollen Wollladen wurden wir fündig und haben welche mitgenommen.
 

Ein Loop soll daraus gestrickt werden. Am besten in Halbpatent, aber da muß ich mich erst mal wieder schlau machen.

Und dann kam vergangene Woche noch die Anerkennung für die Teilnahme am Urlaubs-AMC-Wettbewerb im PQF.


Rosa ist zwar nicht so meine Lieblingsfarbe, aber es wird sich schon eine Gelegenheit finden, den Stoff einzusetzen.

Für heute soll es alles sein. Kleinere Sachen sind fertig geworden, die zeige ich dann später. Allen, die morgen Allerheiligen feiern, wünsche ich einen angenehmen Tag.
 
Petruschka

20 Oktober 2012

Das mußte ich

... machen, und zwar sofort und gleich. Seit längerer Zeit schon habe ich meine Affinität für das Sticken wiederentdeckt und verschiedenste Stickarbeiten  ausfgeführt. Uns so wußte ich, als ich am Donnerstagabend die neue Patchwork Professional kaufte, daß ich die Stickerei von Marianne Burr nacharbeiten mußte. Und gestern Nachmittag und Abend habe ich es getan. Und so sieht das Ergebnis aus.

 
Wie sie es empfiehlt, habe ich einen Versuch im AMC-Format gemacht. Ein altes, von mir vor Ewigkeiten bemaltes und an den Rändern zerrissenes Seidentuch gab eine gute Grundlage ab. Die goldfarbenen Linien, die die Muster voneinander trennen, sind Guttalinien. Sie sind schön unregelmäßig und geben so auch ein wenig Struktur vor. Der zu arbeitende Stich ist letztlich nichts Anderes als ein normaler Steppstich. Was mich faszinierte, war die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten dieses Stiches. Wie im Artikel vorgeschlagen, habe ich mit verschiedenen Garnqualitäten gearbeitet.
 

Die langen Linien sind mit einem Perlgarn in Verlaufsfarben gestickt. Diese Reihe habe ich unmittelbar an den Guttalinien gestickt. Das ging recht zügig, denn ich habe mehrere Stiche auf einmal aufgenommen.

 
Diese Rundung zu arbeiten, fand ich schon sehr anspruchsvoll. Ich habe in der Mitte die ersten übereinanderstehenden Stiche gesetzt und mich dann nach rechts und links weitergetastet und die jeweils kleineren Einheiten dazwischen gesetzt. So richtig sauber sieht das Stichbild nicht aus, aber ich habe nichts vorgezeichnet. Mich erinnert es an eine untergehende Sonne. Diese ist übrigens mit zweifädigem Moulinégarn gestickt.
 
Rechts und links daneben habe ich dann Stiche mit grünem Perlgarn gesetzt.
 



Die Wellenlinien habe ich zweifarbig gestickt. Erst habe ich die blaugrünen Linien gestickt und im Anschluß die gelben. Dafür habe ich Maschinenstickgarn verwendet. Die abschließenden geraden Linien sind wieder aus einem Perlgarn in Verlaufsfarben.


Die Kreise sind mir ganz gut gelungen. Die Mitte sah so leer aus, da habe ich noch einen Knötchenstich gemacht. Zwischen die "Blumen" habe ich kleine Dreiergruppen gesetzt. Beide Garne sind zweifädiges Sticktwist.

Und noch ein mal ein Bild mit allen Mustern.


Ich hatte mir ein 12 x 17 cm großes Stück  ausgeschnitten. Das habe ich mit Vliesofix auf einen dünnen Bastelfilz gebügelt. Ich muß sagen, das Stück schrumpft beim Sticken ganz schön. Der Stoff wird durch die kleinen Stiche und die doch relativ dicke Nadel (beim Perlgarn) sehr zusammengezogen.  Insgesamt ließ es sich gut handhaben und der Zeitaufwand ist überschaubar. Wenn ich jedoch die riesigen Teile sehe, die Marianne Burr bearbeitet, braucht man mit Sicherheit einen extra Tisch dafür. Ich habe auch mal ihre Seite besucht und finde ihre Arbeiten wirklich faszinierend. Schaut doch mal rein.
Heute Morgen  habe dann noch das gute Stück zu einer AMC gemacht und mir gefällt sie sehr gut. Ach, und ich habe übrigens noch mindestens drei kaputte Seidentücher... ;-)).
 
Genießt das schöne Wochenende. Jetzt geht es wieder in den Garten. Wir wollen ihn, soweit es geht, winterfest machen. Und dann sind ja bei uns Herbstferien, da wird sicher Einiges fertig.Bis dann!
 
Petruschka

16 Oktober 2012

Der Herbst

... ist auch bei Klaudia angekommen. Auf ihrer Monatstausch-AMC tanzen bunte Blätter hin und her.

 
Außerdem gibt es noch leckere Kürbisse zu sehen. Der Untergrund ist ein dünner Velourstoff, den sie bequiltet hat. Die Motive treten dadurch schön hervor. Klaudia überrascht mich immer mit den ungewöhnlichsten Materialien, die sie in und auf den AMC verarbeitet. So ist es immer spannend ;-)).
 
Spannnend ist für sie sicher auch immer der Moment, wenn sie meinen Brief aufmacht. Denn dann erst lüftet sich das Geheimnis, welchen Künstler ich mir für den jeweiligen Monat ausgewählt habe. Und auch Ihr erfahrt es gleich. Erst ein bißchen ausholen.
 
Mein Mann und ich (aber er noch viel mehr) puzzeln gern. In jedem Urlaub wird eins (meist 1000 Teile) gekauft und natürlich gepuzzelt. Meist hat er es lange vor Urlaubsende fertig. Aber es wird natürlich noch beschriftet. Auf den Rückseiten werden fein säuberlich die jeweiligen Nummern der Teile notiert. So kommt man zu der Erkenntnis, daß ein 1000er-Puzzle auch mal mehr Teile als nur 1000 hat. Das dauert dann auch ganz schön lange.
Irgendwelche Puzzle werden natürlich nicht genommen. Sie müssen schon anspruchsvoll sein. So wie die Puzzles mit Abbildungen der Gemälde von M.C.Escher. Die sind in schwarz/weiß und durch die unmöglichen Darstellungen schon so schwer zu durchschauen. Aber er liebt die Herausforderung und schafft auch diese jedes Mal, natürlich.
 
Damit wäre ich beim Künstler des Monats. Ihr habt es natürlich schon erraten, es ist M.C. Escher. Und wer sich schon immer mal gefragt hat, was sich hinter den Buchstaben M und C verbirgt - sein vollständiger Name ist Maurits Cornelis Escher und er war ein niederländischer Graphiker. Er lebte von 1898 bis 1972. Seine Zeichnungen mit perspektivischen Unmöglichkeiten und der Fähigkeit, exakte mathematische Grundfiguren  mit einer fantastischen und bizarren Wiedergabe der Realität zu vermischen, machten ihn in vor allem Mathematikerkreisen bekannt. Faszinierend sind die Werke, in denen Tiere ihre ursprüngliche Form aufgeben und eine völlig andere Tierform entsteht bzw. dieselbe Form in verschiedene Richtungen gedreht, denselben Körper ergeben. Ein solches Motiv habe ich für meine AMC gewählt.
 

Eine Formation Vögel ist unterwegs oder doch zwei? Die einen fliegen gen Osten, die anderen gen Westen. Verblüffend, nicht? Unter ihnen ist eine herbstliche Landschaft zu sehen - sie wurde von mir hinzugefügt. Im Original sind die Vögel noch detaillierter ausgearbeitet. Zum Beispiel ist das Gefieder differenzierter. Auf einem anderen Bild sind die Tiere jeweils schwarz oder weiß - sie sollen Tag und Nacht darstellen. Ich habe die Umrisse der Vögel mit dem Bügelstift auf Evolon gebracht. Das ist ein nichttextiles Material, das nicht ausfranst. Dann habe ich die Umrisse mit der Maschine aufgenäht. Die Augen sind mit Knötchenstich aufgestickt. Die Landschaft ist gepatcht.
 
Nun bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Vorlage für den A4-Quilt. Gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Ich schwanke zwischen zwei Arbeiten.
 
Heute hatte ich leider nicht so viele Bilder für Euch, dafür umso mehr Text. Aber auch ich lerne jedes Mal viel über den Künstler und seine Kunst. Und daran will ich Euch teilhaben lassen.
 
Der Herbst zeigt sich bei uns momentan von seiner schönsten Seite. Morgens ist es zwar bitterkalt (nur 1 Grad um 7.30 Uhr), aber die Sonne scheint auf die wunderschön gefärbten Bäume und bringt sie geradezu zum Leuchten. Womit wir wieder bei den herbstlichen AMC wären, die man allenthalben sieht.
 
Genießt noch die schönen Tage.
 
Petruschka

13 Oktober 2012

Da ich nun weiß,

... daß es später wird bei meinen beiden Wettkampffahrern, kann ich meinen Post schreiben. Momentan melde ich mich nicht so oft wie bisher. Das liegt zum Einen  daran, daß ich an einem Row Robin, der im PQF organisiert wurde, teilnehme und bis zum Ende nichts zeigen darf und zum Anderen sind die Wochen immer noch vollgepackt mit beruflichen Verpflichtungen. Kleinere Sachen allerdings habe ich geschafft und die will ich Euch zeigen.
 
Da wäre zum Beispiel ein Becherteppich. Wieder feierten wir bei den QuilThürern einen Geburtstag. Das Geburtstagskind hatte sich allerdings entschuldigt und so ging er mit der Post weg. Nun ist er schon angekommen und der Becherteppich gefällt.
 

Hier habe ich mal wieder einige Webkanten rausgesucht . Ich schneide sie in einer Breite von 3 cm ab. Da sieht man noch was vom Muster und die Nahtzugaben liegen nicht so eng beieinander.
 
Eigentlich sollte die AMC auch aus Webkanten gemacht werden, habe mich dann aber umentschieden und ein mittels Sunprinting hergestelltes Probestück verarbeitet.

 
Es ist nicht hundertprozentig gelungen, denn auf der rechten Seite sind die Blätter nicht klar genug definiert. Ich habe noch versucht, die Blätter zu entfärben, aber das hat nicht funktioniert. Das Blatt habe ich mit Goldgarn mit einem kleinem freien Zickzackstich umrandet. Den Rest der Fläche habe ich unregelmäßig frei mit dem Goldgarn gequiltet.
 
Mein Entfärbeversuch ist ja letztendlich eine AMC geworden. Mir gefiel und gefällt das Motiv sehr gut.
 
Auch jemand anderem gefiel sie sehr und so tauschte ich sie gegen eine weitere herbstliche AMC ein.
 
 
Von Gudrun hatte ich nämlich schon die September-AMC vom Tausch im PQF bekommen. Die fand ich schon wunderschön. Und auch diese ist wunderbar gelungen. Danke für diesen schönen Tausch. Und gerade merke ich, daß ich die September-AMC noch gar nicht gezeigt habe. Nun, hier ist sie.
 

Mit diesen schönen Herbstfarben will ich mich für heute von Euch verabschieden. Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch. Bei uns ist Zwiebelmarkt. Mal schauen, ob ich mich überreden lassen kann (bin kein Fan von riesigen Menschenmassen).

Petruschka