22 Dezember 2012

Die letzte Künstler-AMC

... habe ich keinem Maler gewidmet. Es ist dennoch ein Künstler. Die Zeichnungen von Antoine de Saint-Exupéry, die seinen Text des "Kleinen Prinzen" begleiten, sind  durch ihre Einfachheit so anrührend. Ohne sie wäre es zwar immer noch eine traurige Geschichte, aber die Zeichnungen mildern die Traurigkeit, finde ich. Diese Traurigkeit wird im Kapitel VI wunderschön mit Sonnenuntergängen verbunden. Und an solch einem habe ich mich versucht.
 

" Ich liebe die Sonnenuntergänge so sehr. Laß uns einen Sonnenuntergang bestaunen. (...) Einmal habe ich die Sonne 43 Mal untergehen sehen. (...) Weißt du, wenn man traurig ist, liebt man Sonnenuntergänge."

Als Vorbild diente mir die Zeichnung des Kapitels, die nur in schwarz-weiß vorliegt.


Also mußte ich mir die Farben selber überlegen. Auf den meisten Zeichnungen ist der Kleine Prinz in grünen Sachen und einem gelben Schal zu sehen. Den Sonnenuntergang konnte ich mit einem Verlaufsgarn in orange/rosa/rot im Plattstich arbeiten. Dieses Garn verwendete ich auch beim Vorstich, der in vier Reihen gearbeitet ist und natürlich das Licht der untergehenden Sonne darstellen soll. Die kleine Landschaft habe ich mit grünem, rotem und violettem Garn gestickt. Die roten Blumen und die Enden der Gräser sind im Margeritenstich gearbeitet und die zarten violetten Blüten sind einfache Vorstiche. Vorwiegend zweifädig gestickt, habe ich für die zarten violetten Blumen nur einen Faden genommen.
 
 
Nun steht der Monatsquilt aus. Es wird natürlich der Kleine Prinz sein, und zwar das beste Portrait, das der Schriftsteller  von ihm zeichnen konnte ;-)).
 
In den vergangen Tagen sind einige Weihnachts-AMC eingetroffen, so von Gudrun alias Miss Patchwork, Anke, Angelika, Regina, Maria und Heike. Vielen Dank für die lieben Weihnachtsgrüße. Sobald ich den Fotoapparat wieder zur Verfügung habe, werden Fotos gemacht und eingestellt.
 
Euch allen da draußen wünsche ich einen schönen 4.Advent.
 
Petruschka

16 Dezember 2012

Zarte Zimtsterne

... zieren die AMC aus dem monatlichen Tausch mit Klaudia, die mich gestern erreichte.


Sehen sie nicht appetitlich aus? Klaudia hat Vlies verwendet und so treten die Zimtsterne wunderbar plastisch hervor. Auch der Untergrund und die glänzenden Streifen machen die AMC so schön.
 
Wie immer im Dezember stehen die Korrekturen der wissenschaftlichen Arbeiten an und meine Zeit ist sehr knapp bemessen. So schaffte es meine AMC erst gestern in den Briefkasten. Abends sind aber einige Minuten zum Stricken und Sticken reserviert. Das brauch ich einfach zum Abschalten.
In der Kindergruppe haben wir für die Weihnachtsüberraschungen kleine Anhänger gebastelt. Und die wollte ich Euch zeigen.
 


Die Schneeflocken sind in der Art von Musterklammern und lassen sich so sehr leicht befestigen.

 
Für diesen Anhänger habe ich einen selbsthergestellten Knopf verwendet.
 
 
 
Der Baum und das Reh stammen aus Packungen mit Kleinteilen aus dem Pfennigpfeiffer.

Die Anhänger sind ca. 8-9 cm groß. Der Untergrund besteht aus weißem, 2 mm starken Filz. Darauf wurden dann mit einfachem Filz verschiedene Formen mit einem einfachen Vorstich aufgenäht. Dazu haben wir Perlgarn genommen. Dann haben wir die Formen  mit Jute, Schneeflocken, Knöpfen und anderen Kleinteilen verziert. Nun fehlen nur noch die Aufhänger und fertig sind kleine Geschenke für die Eltern, die sich immer über das Selbsthergestellte freuen. Aber auch mir hat die Idee ganz gut gefallen und so werde ich noch einige für meine Geschenke werkeln.
 
Und so wenig Zeit mir momentan zum Handarbeiten bleibt, so wenig Zeit bleibt zum Bloggen und Schauen, was Ihr so macht. Aber bald ist alles geschafft und dann schaue ich wieder öfter rein, versprochen!
 
Bis bald!
 
Petruschka

05 Dezember 2012

Nicht so einfach zu nähen

... war der monatliche A4-Quilt. Dieses Mal hatte ich mir Piet Mondrian gewählt, der 1872 geboren wurde  und 1944 starb. Er  war ein niederländischer Maler, Kunstkritiker und Kunst-theoretiker. Zum Beispiel schrieb er Artikel über die neue Architektur und die Stadt. Auch eine Autobiographie enstand unter seiner Feder.
 
Das Nähen des kleinen Quilts selber war nicht das Problem.  Ich stand mir wohl selber im Weg. Aber nun ist es geschafft und das Ergebnis ist dann doch zufriedenstellend.
 
 
Das gewählte Motiv ist ein Ausschnitt eines Gemäldes namens "Broadway Boogie-Woody" aus den Jahren 1942/1943, das eines der letzten Werke ist. Darin folgt Mondrian dem Traum, das Kunstwerk zugunsten eines lebensvollen, musikaischen Rhythmus aus pulsierenden farbigen Lichtern aufzuheben. Mondrian war leidenschaftlicher Tänzer und Jazz-Liebhaber. Der Titel des Bildes kann als Hinweis auf die programmatische Nähe der neuen Kunst Mondrians zur Boogie-Woogie-Musik mit ihren rhytmischen Synkopen verstanden werden (Quelle: Deicher, S.: Piet Mondrian, Konstruktion über dem Leeren, Köln 1994).
 

Wie immer habe ich mich nach intensivem Studium der Werke der Künstler eine Skizze gemacht. Und wie immer sieht das Ganze eher nach nichts aus. Erinnert mich ein wenig an Irrgärten oder irgendwelche Aufgaben aus Mathematikolympiaden, wo man herausfinden soll, wie Teile zusammengehören können.
 

Ein wenig Farbe brachte schon mehr Struktur in das Vorhaben. Übrigens sind die schmalsten Streifen 1 cm breit, die breiteren betragen 2,25 cm.

 
Also habe ich gleich Streifen in den benötigten Breiten zugeschnitten. Ich habe einfarbige Stoffe verwendet. Denn auch Mondrians Gemälde sind durch klare Farben geprägt.
Durch die "Verflechtung" mußte ich wieder Sektionen nähen. Und das sah dann folgendermaßen aus.
 

Einige Teile habe ich zwischendurch bügeln müssen. Doch die aneinandergenähten  Rechtecke des linken Streifens habe ich erst ganz zum Schluß gebügelt. Dadurch erscheint diese Reihe zu kurz geraten. Aber natürlich hat alles gepaßt. Das fertige Top sah der Skizze  doch sehr ähnlich.


Nicht alle Nähte wurden hundertprozentig gerade. Doch bei den vielen Nahtzugaben und den schmalen Teilen war das nicht gerade einfach. Hier mal ein Bild von der Rückseite.

 
Auch die Endfertigung war nicht von Fehlern frei. Nachdem ich das Binding angebracht hatte, stellte ich fest, daß der Rückseitenstoff noch daneben lag :-(. Doch das Problem konnte ja noch unkompliziert beseitigt werden ;-). Gequiltet habe ich die Umrisse der weißen Rechtecke.
 
Und hier noch einmal der Mondrian.


In den späten Werken sind die scharzen Linien sowie die Rechtecke in den Primärfarben verschwunden. Was bleibt, ist eine Art rhythmisches Flechtwerk, in dem sich die vertikalen und horizontalen farbigen Streifen überlagern oder unterlaufen. Und wenn ich mir den Quilt so ansehe, sieht es teilweise so aus, als ob einige Linien geflochten seien. Einige Werke dieser Zeit tragen den Titel "New York". Dorthin übersiedelte er 1940. Und dort entdeckte er die Möglichkeit, seine Streifenbilder nun mit Hilfe des damals neuen frabigen Klebebandes zu entwerfen. Die Streifen werden so lange hin- und hergeschoben, bis sie die richtige Position zueinander haben und den gewünschten Rhythmus auf der weiß grundierten Leinwand entstehen lassen. Auf den Fotos in besagtem Buch sieht man das sehr gut.
 
Nun plane ich den letzten Kleinkunstquilt. Ich bin am Überlegen, ob ich das Projekt im nächsten Jahr fortsetze. Vielleicht unter einem anderen Motto.
 
Nun ist es doch wieder so spät geworden. Deshalb jetzt nur noch liebe Grüße an alle.
 
Petruschka

01 Dezember 2012

Morgen

... ist erster Advent und da wird mein neuer Läufer auf dem Tisch liegen. Am vergangenen Sonnabend gemeinsam mit fleißigen Mitnäherinnen durch eine Aktion im PQF begonnen, habe ich ihn heute beendet. Und er gefällt mir sehr gut.

 
Ich habe noch unregelmäßige Sterne aus rotgoldgesprenkeltem Stoff appliziert.
 


Für die großen Quadrate der Viererblöcke habe ich wieder Muster aus dem Stoffabo verwendet. Für die Ecksteine habe ich Stoffe aus dem Vorrat genommen.

 
 
Das Funkeln der goldenen Muster kommt auf den Fotos nicht wirklich rüber.

 
Zum ersten Mal habe ich den Applikationsstich genutzt. Bislang habe ich entweder mit der Hand appliziert oder den Zickzackstich verwendet. Doch der Knopflochstich mit der Maschine ist eine gute Alternative zum Handstich. An den Ecken muß ich zwar noch ein bißchen üben, aber ansonsten lief es gut. Und gleich daneben habe ich eine Quiltnaht gesetzt und zwar mit einem goldfarbenen Faden. So tritt der Stern ein wenig hervor. Ringsherum habe ich noch den Rand abgesteppt.
 
 
Es war wirklich eine tolle Aktion und beim nächsten Mal bin ich bestimmt wieder dabei.

Geschafft habe ich diese Woche auch noch eine AMC für den Tausch im Patchwork- und Quiltforum. Im Oktober hatte ich ausgesetzt, aber jetzt war ich wieder dabei. Und da es in den ersten Tagen der vergangenen Woche regnerisch und trüb war, habe ich eine Stadt im Novembergrau genäht.
 

Am vergangenen Samstag, bei unserem QuilThuertreffen, habe ich noch eine schöne AMC zur Siberhochzeit bekommen.
 
 
Ganz viele silberne Materialien wurden verwendet. Ich finde die AMC klasse.

Euer Interesse an unserer Gruppe freut uns sehr. Danke für's Reinschauen und die lieben Kommentare. In unregelmäßigen Abständen werden wir weiter berichten.
 
Nun werde ich mich wieder für ein Weilchen in meine Nähstube begeben und noch ein wenig nähen. Letzte Feinarbeiten für ein Wichtelgeschenk müssen noch vorgenommen werden. 
 
Bis bald!
 
Petruschka

25 November 2012

Ab und zu

... müssen sich meine vom Quilten mit Perlgarn geplagten Finger erholen. Die Nadel muß natürlich viel größer und dicker sein als sonst und das geht ganz schön auf die Finger und ins Handgelenk. Aber die Zeit drängt und so muß ich in den sauren Apfel beißen.

Nichtsdestotrotz habe ich unseren monatlichen QuilThuer-Termin wahrgenommen. Der ist zwar normalerweise am 1.Sonnabend im Monat, aber nächste Woche wären arg viele nicht da, also haben wir den Termin vorgezogen. Wir haben uns einen neuen "Fahrplan" gegeben und alle unsere "Grünen Bänder" mitgebracht. Denn seit Anfang Oktober existiert ein Blog für unsere Gruppe. Ich bin gebeten worden, den Blog mit Inhalten zu versorgen und wenn Ihr mal sehen wollt, was uns zum Thema "Das grüne Band" alles so eingefallen ist, der schaue hier mal rein.
 
Natürlich haben wir auch genäht. Ich hatte mich vor Bekanntwerden des veränderten Termins des Grupentreffens  zum gemeinsamen Nähtag im PQF angemeldet. Eine Materialliste und der Hinweis, daß ein weihnachtlicher Läufer genäht werden würde, waren vorab gegeben worden. Derart vorbereitet konnte ich gemeinsam mit einer Nähschwester den Läufer dort nähen. Bislang habe ich erst das Top beendet. Denn ich muß ja quilten, quilten, quilten.
 
Doch hier ein Blick auf das Top.
 

Ich habe wieder einmal die Musterstücke aus dem Stoffabo verwendet. Alle roten und grünen Stoffe sind mit Golddruck. In die hellen Quadrate kann noch etwas appliziert werden. Noch bin ich unschlüssig. Für meine Finger wäre es definitiv besser :-). Ansonsten finde ich ihn richtig gut. Ich werde den Läufer wahrscheinlich noch einmal nähen.
 
Dieser Tage kam die AMC aus dem Monatstausch im PQF. Frazima hat mir einen wunderschönen Sonnenaufgang (oder ist es ein Sonnenuntergang) genäht. Doch seht selbst.
 
 
Die AMC strahlt eine heitere Ruhe aus, sie wirkt irgendwie melancholisch und doch auch beschwingt. Ich bin wieder ganz begeistert. Meine macht sich morgen auf den Weg.
 
Und passend zur AMC bot sich mir heute Abend, naja eigentlich noch am Nachmittag, gegen 16.30 Uhr, dieser fantastische Blick aus dem Arbeitszimmer.
 

Ist das nicht ein dramatischer Anblick?

Dann hat mich eine ehemalige Bloggerin, die seit März nicht mehr dabei ist, gebeten, eine Erklärung zu veröffentlichen. Hintergrund ist folgende Sache: Vor knapp drei Wochen bemerkte ich, daß unter ihrem Blognamen pornographische Bilder auftauchten. Ich informierte sie und wir tauschten einige Mails aus. Infolge des Problems mit dem Internet, das uns auch in den letzten beiden Tagen zu schaffen machte, kam ich erst heute an den Text, den zu veröffentlichen sie mich bat.
 
Fremdnutzung meines ehemaligen Blogs *** mariposa´s blog – handarbeiten und mehr ***
 
Liebe ehemalige Handarbeitsfreundinnen, ich distanziere mich eindeutig von diesen Bildern. Sie sind und gehören nicht mir.
 Augenscheinlich hat google meinen Blog nach 3 Monaten (wie ursprünglich angegeben) nicht gelöscht und Fremde nutzen nun meine damalige Domaine für diese abartigen Bilder. Bitte sperrt einfach diesen Nutzer in Euren Einstellungen, entfernen geht auch.
Mich gibt es noch (nicht mehr im Netz), mir geht es gut. Ich nähe ausschließlich  Garderobe für mich und meine Lieben.
Ich möchte mich entschuldigen, ich bin nicht mit diesen Bildern, nicht mit diesem Blog in Verbindung zu bringen.
 
Christine
 
Ich hoffe, mir bleibt Ähnliches erspart.
 
So, lange genug ausgeruht. Weiter geht's. Kommt gut in die neue Woche.

Petruschka

20 November 2012

Nun geht er wieder,

... der Router. Tagelang abgeschnitten von E-Mail und Telefonverkehr sind wir wieder mit der Welt verbunden. Von meinem Laptop aus kann ich zwar per Internetstick kommentieren, aber eben keine Mails schreiben respektive empfangen. Deshalb wollte ich mich heute für die lobenden Worte zu meiner Stickerei bedanken und noch etwas ergänzen. Es war nur ein kleines Stück Seidentuch, etwa 15 cm x 25 cm und ich werde einen Bucheinbad daraus fertigen. Für solch große Quilts, wie sie Marianne Burr bestickt, fehlt mir die Zeit.
 
Schon vor einer Woche ging meine AMC anläßlich des monatliches Tausches mit Klaudia auf die Reise. Für diesen Monat hatte ich mir Piet Mondrian ausgesucht.
 

Stark abstrahierte, in den Grundfarben gemalte und durch schwarze Linien voneinander getrennte Rechtecke sind ein typisches Merkmal für den Niederländer. Seine "Komposition mit Rot, Gelb, Blau und Schwarz" aus dem Jahre 1921 ist Teil einer Serie meisterhafte Bilder, die von der großen Kraft roter und blauer Flächen und vom Schein farbiger Bewegungen des "Aufsteigens" oder des "Sich-Ausbreitens" leben.

Nach dem Studium des Buches über Mondrian machte ich mir wie gehabt erst eine Skizze. Dabei habe ich ganz vergessen, den "nackten" s/w Entwurf zu fotografieren.


Ohne die schwarzen Linien sieht es nach gar nichts aus, finde ich. Dann suchte ich einfarbige Stoffe zusammen; marmorierte oder in sich gemusterte sind eher nicht geeignet.


Das Ergebnis war nicht schlecht und fast schon ein Vorgriff auf seine späten Werke, wo er auf die schwarzen Linien verzichtet. Ich habe die Stoffe auf Steam-a-Seam "geklebt", um dann in einem letzten Schritt wieder selbstklebendes schwarzes Schrägband aufzubügeln und festzunähen. Witzigerweise beschäftigt sich der Kunstkurs auch gerade mit (unter anderem) Mondrian und so zeigte ich meinem Kollegen die AMC. Er war beeindruckt und weil wir gerade am PC waren, zeigte ich ihm auch die Fotos der anderen Künstler-AMC und A4-Quilts (allerdings nur die bis Juli, da ich die anderen noch nicht auf dem Stick hatte). Und so war er vielleicht ein wenig überrascht, als er in seinem Fach die geliehenen Bücher über Klee und Escher zurück bekam und dabei eine AMC mit einem Escher-Motiv vorfand.

 
Ich habe noch einmal das Motiv der Vögel aufgegriffen. Dieses Mal habe ich es komplett auf Stoff mit der Hand gestickt. Es sieht weniger filigran aus als auf der Oktober-AMC für Klaudia. Die interessante Wirkung bleibt jedoch erhalten.
 
Im Gegenzug bekam ich von Klaudia eine AMC mit einem sehr romantischen Motiv. Bei der derzeitigen Wetterlage mit Nebel, Niesel und Temperaturen um 0 Grad war das eine gute Idee, um das Herz zu erwärmen.
 

Ach, wenn es doch wieder so schön warm wäre . Und an dieser Stelle wünsche ich noch einmal gute Besserung!

Wenn ich bei anderen schon viele fertige Sachen für Weihnachten sehe - das wird wohl auch dieses Jahr nichts bei mir. Ich bin zwar am Arbeiten, nämlich an dem hier (ein kleiner Ausschnitt sei erlaubt):
 

Ich hoffe stark, daß ich den Termin halten kann. Denn meine Schultern sind arg verspannt und im rechten Oberarm ist auch etwas nicht in Ordnung. Bei meiner (berühmt berüchtigten) Begeisterung für Tafelbilder ist das eher kontaproduktiv;-(. Für das Nähen sowieso.
 
Und nun geht's wieder ins Arbeitszimmer, weiterarbeiten. Euch wünsche ich, daß Ihr dem Wetter trotzen könnt. Machen wir es uns beim Nähen gemütlich und arbeiten uns warm.
 
Petruschka

12 November 2012

Der Alltag hat

... mich wieder eingeholt nach ereignisreichen zwei Wochen Ferien. Selten verspürte ich Lust, an den Laptop zu gehen. Aber hin und wieder will ich doch wissen, was Ihr da draußen so werkelt. Auch wenn ich momentan nicht so viel blogge, bin ich nicht ganz untätig. Nicht immer wird Großes fertig und nicht alles kann ich zeigen. Doch fangen wir einfach mal an.

Ich habe es wieder getan. Nämlich ein Stück bemalte Seide bestickt.


Allerdings habe ich den Fehler gemacht, dickeres Molton als Vlies verwendet zu haben. Es ging sehr schleppend vorwärts. Denn als Garn habe ich wieder Perlgarn verwendet und beides zusammen war ungünstig. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Stickerei wieder sehr.

Und so sah das Seidentuch vorher aus.


Der Rand ist schon mehreren Stellen zerfranst. Gut, daß ich alle Tücher  aufgehoben habe. Da ist noch viel herauszuholen ;-).
 
Viel mehr ist auch nicht beendet worden. Denn ab dem 1.November hatte ich meine Mutter und meinen jüngsten Bruder zu Gast (ich habe drei jüngere Brüder). Da haben wir natürlich etwas unternommen, z.B. waren wir in der Anna-Amalia-Bibliothek. Am Samstag dann kamen auch die anderen Verwandten, um mit uns zu feiern, nämlich unsere silberne Hochzeit. Der Termin war zwar schon am 24.10., aber das darauf folgende Wochenende war ja für die Deutschen Karatemeisterschaften reserviert. So feierten wir eben am 3.11. das große Fest. Hier ein paar Eindrücke.
 
 
Gefeiert haben wir im Saal der örtlichen Gatstätte. Hier ein Panoramabild, das únser Sohn aufgenommen hat. Er war unser Hausfotograf. Nach Sichtung der Fotos habe ich festgestellt, daß wir von ihm gar kein Foto haben ;-(. Dabei sah er echt schick aus, wofür er auch Komplimente von Seiten verschiedener Gäste bekam. Die kannten ihn noch ganz anders bezüglich seiner Haare und Klamotten ;-).
 
 
Das unvermeidliche Silberpaar als Dekoelement auf dem Tisch, hier in s/w verfremdet vom Sohn. Gezählt habe ich die vielen überreichten Silberpaare und 25-Elemente nicht, aber es waren recht viele.


Meine Brüder kratzten ihr letztes Geld zusammen, um uns einen Eimer voller Kupfermünzen zu überreichen ;-)). Für jeden Tag der 25 Jahre (über 9000!) einen Cent und das alles in Einer-, Zweier- und Fünfercentstücken. Der Eimer wog dann mal schlappe 12,6 Kilo. Das hebt man nicht mal eben so, wie einige Gäste feststellen mußten ;-). Naja, es waren noch einige Scheine dabei. Und wie nun das ganze Kleingeld ausgeben?


Das Highlight des Abends war zweifellos die Eisbombe. Und natürlich gab es dazu die Traumschiffmusik. (Das mußte einfach sein.) Lecker hat es geschmeckt, das Eis, und da ist natürlich nichts übriggeblieben :-)).
 
Auch für einige Tänzchen konnte ich meinen Mann auf die Tanzfläche bringen. Der DJ brachte einen schönen Mix von Titeln, die uns durch die Jugend und die jungen Ehejahre brachten. Es war ein schönes Fest. Mit uns feierten außer der lieben Verwandtschaft auch die Tischtennisfreunde meines Mannes und meine Keglerrunde. Die mal wieder alle Klischees bedienten, denn sie waren die letzten Gäste.
 
Ich verpaßte durch das Fest zwar den monatlichen QuilThuertermin, aber einige Mädels haben an mich gedacht.


Diese größere Klappkarte werde ich mit den Fotos der Feier bestücken. Ich war ganz gerührt, als ich den Brief öffnete. Nochmals vielen Dank!

 
Dann kam noch dieser Buchumschlag aus selbstgefärbtem Stoff und wunderbar gequiltet. Dabei lag noch diese wunderschöne Glückwunschkarte.


Ich will Euch noch ein paar Detailaufnahmen des Buchumschlages zeigen. Außer den gequilteten Stellen sind auch noch einige Perlen aufgenäht.

 




Wunderschön, nicht? Auch dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Zum Abschluß noch zwei herbstliche Bilder, aufgenommen von der älteren Tochter.


Daß wir in einer ländlichen Gegend wohnen, sieht man auch an den Bergen Zuckerrüben, die nun an den Feldrändern vorrübergehend gelagert werden.

 
Und diese kleine Aster ist so ziemlich das Einzige, was noch im Garten ein wenig lebendig ist. Ansonsten ist er nun winterfest.
 
Danke auch für die vielen Kommentare zu meinem monatlichen Künstlerquilt. Mir scheint, auch Ihr lernt dazu ;-)).
 
Nun will noch mal bei einigen von Euch vorbeischauen. Und dann Gute Nacht!
 
Petruschka