Donnerstag, 25. Mai 2017

Weiter geht es

...  mit den Minis. Der fünfte ist nun auch beendet. Am Dienstag genäht, hat er gestern Abend noch sein Binding bekommen. Ich hatte mich für das  Kirchenfenster entschieden und sogar noch die für den großen Quilt zugeschnittenen 5 cm großen  Quadrate in einer Dose gefunden.


Für den Mini habe ich dann  ganz viele  Quadrate mit einer Seitenlänge von 2,5 cm  zugeschnitten. Das ging ganz schön in die Handgelenke. Diese Quadrate habe ich dann auf ein Watercolorvlies gelegt, aufgebügelt und abgenäht.
 
 
Im Endmaß hat nun jedes Quadrat eine Kantenlänge von 1,5 cm. Die Teile  im  runden Fenster sind noch viel kleiner.
 
 
Die schwarzen Streifen sind  5 mm breite  aufbügelbare Schrägstreifen, wie sie für Tiffanyarbeiten verwendet werden. Der Kirchenfenster-Mini hat ein Endmaß von 18,75 cm x 23 cm.
 
 
Nun kann ich es gar nicht abwarten, den nächsten Mini zu werkeln. Doch da muß ich mich bis Montag gedulden. Immerhin habe ich mein Strickzeug mit und kann so den 2.Socken des 6.Paares beenden.
Morgen  hat das Kind hat den ganzen Tag mit Karate zu tun.  So fahren der Mann und ich nach  Heidelberg. Im Textilmuseum werden gerade die Arbeiten der Quilt Improvisation 2 gezeigt. Ich bin schon sehr auf die Arbeiten gespannt und werde berichten.
 
Petruschka

Dienstag, 23. Mai 2017

Blumen zum Geburtstag

... nach der Methode von Bernadett Mayr habe ich in der vergangenen Woche schon genäht. Genau 10 sind Blumen habe ich genäht, für jedes Jahr eine.
 
 
Die QuilThuerer feiern nämlich Geburtstag,  den 10. eben.
 
 
Im Mai 2007 trafen wir uns das erste Mal.
 
 
Und das wollen wir mit einem Quilt feiern.
 
 
Blumen gehören zu einem Geburtstag dazu.
 
 
Und so habe ich wieder die Aboquadrate bemüht, um die Blumen zu nähen. Neben den zehn Blumen wird es auch 10 Miniquilts geben. Vier davon habe ich Euch ja schon gezeigt. Beim fünften muß ich noch das Binding annähen. Wenn das geschafft ist, bekommt Ihr ihn zu sehen. Die Blumen ...
 
 
... und die Minis sollen auf einen großen Quilt vereint werden.  Nachdenken muß ich da noch über eine Aufhängung der Minis auf dem Quilt.
Zwei Nähschwestern der QuilThuerer haben ihre Quilts zum 10jährigen schon fertig. Die könnt Ihr auf unserem Blog ansehen.
In den nächsten Tagen komme ich nicht zum Nähen - wir fahren zum jährlichen Wettkampf der Tochter in den Odenwald.
 
Petruschka

Samstag, 20. Mai 2017

Nachts

... zu nähen, so kann ich das den Kommentaren entnehmen, das mögen einige nicht. Klar nähe ich auch lieber bei Tageslicht, aber manchmal läßt sich das abendliche Nähen eben nicht vermeiden - auf keinen Fall beim FNSI: beim Freitag-in-die-Nacht nähen. Ich wollte ja meine vier Minitops zu Miniquilts machen. Und da der Sohnemann statt gegen Mitternacht erst gegen 1.15 Uhr kam, nutzte ich eben diese zusätzliche Zeit, um mein Ziel auch zu erreichen.
 
 
Kurz nach 19.00 Uhr habe ich begonnen. Der Mini vom "Grünen Band" war recht schnell fertig. Ein paar gerade Linien im Nahtschatten der grünen Rechtecke und Felder mit angedeuteten Reihen, alles mit dem Normalfuß genäht, das war nicht schwer.
 
 
Ich konnte ihn auch schon mit einem 0,5 cm schmalen Binding versehen. Seine Endgröße liegt bei 11,75 cm x 27 cm. Fotos und Texte zum großen Vorbild findet Ihr hier.
Dann nahm ich mir den Mini mit den schmalen bunten Streifen vor. Vom großen Projekt waren die Stoffe noch zusammen in einer kleinen Kiste. Die Streifen habe ich schmaler als beim Originalquilt gemacht, es sollte von den Proportionen her schon stimmen. Ich habe Linien in unterschiedlichen Abständen mit einem gelben Garn gequiltet.
 

Dann brauchte ich eine kleine Pause vom Quilten. Also kam gleich das Binding an den Quilt - fertig war er. Er kommt auf eine Größe von 16,75 cm x 16 cm.
Gegen 22.30 Uhr nahm ich mir die Flußlandschaft, die bei mir eher eine Lavendellandschaft werden sollte, vor.  Mauer, Fluß, Beete, Himmel, Uferrand - immer von Pausen unterbrochen - wurden zum Teil ziemlich intensiv bearbeitet. Im Gegensatz zum Großen, wo mir das lavendelfarbene Garn ausgegangen war, hat es dieses Mal gereicht.
 
 
Dieser Mini hat eine Größe von 20 cm x 15 cm. Das Binding werde ich wohl heute Abend noch anbringen.
Dank der Verspätung des Sohnes konnte ich den vierten Miniquilt noch zu Ende quilten. Gegen Mitternacht war ich doch schon ein wenig müde. Aber so ... Auch hier hatte ich vom großen Quilt noch Teile übrig, die ich zu einem Mini nach demselben Prinzip verarbeiten konnte. Die Stoffe der bunten Keile stammen aus dem Projekt des zweiten Miniquilts. Das Quilten habe ich beim kleinen vereinfacht, indem ich den blauen Teilen senkrechte Linien und den orangefarbenen waagerechte Linien verpaßte.
 
 
Auch hier fehlt das Binding noch. Der Mini ist nur 13,5 cm x 18 cm groß.
Zurück zu gestern Abend/ heute Nacht. Als der Sohnemann dann endlich eintraf, war ich dann doch froh, ins Bett gehen zu können, war ich schon ganz schön müde vom Nähen und vom Warten. Immerhin habe ich mein Ziel - vier fertige Minis - fast erreicht.
Nun warten also noch sechs Minis auf mich. Für drei habe ich schon Ideen und für die anderen findet sich zu gegebener Zeit etwas. Bis Ende Juni soll alles fertig sein. Noch will ich das Geheimnis, wofür die zehn Minis gebraucht werden, hüten.
In der Vorschau habe ich gesehen, daß es noch andere Nachtnäher gab. Da will ich doch mal lesen, was sie so geschafft haben.

Petruschka

Donnerstag, 18. Mai 2017

Morgen

... Abend kann wieder in die Nacht genäht werden, denn Wendy lädt uns wieder ein zur FNSI-Zeit. Ich habe mir dieses Mal einiges vorgenommen. Folgende vier Tops sollen gequiltet werden.
 
 
 
 
 
Ihr meint, daß ich ziemlich großspurig an die Sache herangehe? Keineswegs, ich bin sogar sehr optimistisch, daß ich alle vier schaffen kann. Wißt Ihr, warum ich so sicher sein kann? Dann schaut mal her, wie ich die vier Tops auf meinem Fußboden platziert habe.
 
 
 
Es sind Minis, zwischen 20 cm x 20 cm und 13 cm x 27 cm groß klein und größeren von mir genähten Quilts nachempfunden. Wozu ich die Minis brauche? Das will ich noch nicht verraten. Aber eins kann ich schon sagen, weitere sechs Minis sind in Planung.
Das also ist mein Vorhaben für morgen Abend. Und Ihr, seid Ihr mit dabei?
 
Petruschka

Mittwoch, 17. Mai 2017

D wie

... Drachenbaum oder Douglasie, wie immer hieß es eine Wahl treffen beim AMC-Monatstausch zum Thema Natur. Meine Entscheidung fiel zugunsten der Douglasie aus.  Dieser Baum wurde vom schottischen Botaniker David Douglas im 19. Jahrhundert von einer Expedition in Nordamerika  nach Großbritannien mitgebracht. Seitdem wird die Douglasie in Mitteleuropa in bedeutendem Umfang im Forst, aber auch in Parks und Gärten angepflanzt. Auf meiner AMC sind ein Zweig und ein Zapfen der Douglasie abgebildet. Beide sind frei gestickt.
 
 
Die Nadeln sind grün bis blaugrün, einzeln stehend, weich und stumpf. Sie sind 3 bis 4 Zentimeter lang und verströmen, wenn man sie zerreibt, einen aromatischen, angenehmen (zitronenartigen) Geruch. Im Unterschied zu Fichten sitzen die Douglasiennadeln unmittelbar auf dem Zweig auf; anders als bei Tannen ist aber ihre Basis nicht verdickt.
 
 
 
Mit einem grünen Verlaufsgarn ließen sich die Nadeln bestens darstellen. Die Zapfen weisen eine Länge von 4 bis 10 Zentimetern und einen Durchmesser von 3 bis 3,5 Zentimetern auf. Zur Reifezeit hängen sie und fallen als Ganzes ab, wie bei der Fichte. Die Deckschuppen ragen weit über die Samenschuppen hinaus und sind an der Spitze dreizipfelig. Vom braunen Grundstoff des Zapfens ist fast nichts mehr zu sehen, so viel habe ich in verschiedenen Richtungen frei darüber gestickt.
 
 
Die Douglasie blüht auf der Nordhalbkugel im Allgemeinen von April bis Mai. Die Samen reifen bis September und werden von Oktober bis November freigegeben. Der Samen ist 5 bis 6 Millimeter lang mit einem Flügel, der länger ist als das Samenkorn.
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Douglasie  ist der Westen Nordamerikas, wo sie an den Hängen der Rocky Mountains  sowie der Kaskadenkette von British-Kolumbien entlang der kalifornischen Sierra Nevada bis nach Mexiko weite Flächen einnimmt. Als eingeführte Art hat sich die Douglasie in vielen Ländern der Erde bewährt, sie ist die in Europa bei weitem wichtigste nicht heimische Forstbaumart. In Deutschland nimmt die Douglasie mit 218.000 Hektar in der Hauptbestockung rund zwei Prozent der gesamten Waldfläche ein. Die Douglasie wird in Deutschland vom Bundesamt für Naturschutz als invasiver Neophyt (können in Konkurrenz mit heimischen Arten treten und diese schlimmstenfalls verdrängen) betrachtet. Im Jahr 2013 wurde sie vom BfN auf die Schwarze Liste invasiver Arten aufgenommen.
Als Weihnachtsbaum wird die Douglasie gern wegen ihrer Haltbarkeit verwendet, aufgrund der zarten Zweige ist sie allerdings für allzu schweren Behang nicht geeignet. Das Holz der Douglasie ist vielfältig verwendbar. Es findet Verwendung als Furnierholz (Schälholz), Ausstattungsholz (Parkett, Möbel, Vertäfelung), Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innen-, Erd-, und Wasserbau, für Fenster, Türen und Spezialholz (Schiffsmasten, Rammpfähle, Schwellen, Fässer).
Die Douglasie ist Staatsbaum des US-Bundesstaates Oregon.
 
Wieder ganz schön viel Text? Na dann kommen jetzt eher Bilder als Text. Bei Klaudia könnt Ihr lesen, was sie über die Dahlie in Erfahrung gebracht hat.
 
 
Die vielen Blütenblätter der verschiedensten Hybrid-Arten hat sie mit Hilfe von farbigem Spinnvlies
herausgearbeitet.
  
 
Mehrere Lagen dieses sehr dünnen Vlieses und die aufwändig gestaltete Mitte imitieren die Blüte sehr gut.
 
 
Schaut, wie gut Klaudia die Farben und Form getroffen hat. 2012 habe ich das Foto im Garten des Schwiegervaters gemacht. Von ihm haben wir so manche Dahlienknolle und so manchen Tip bekommen.
 
 
Im nächsten Monat geht es an das "E". Erdbeeren sind dann ja voll im Trend. Aber ich will ja meinem Thema der Bäume treu bleiben. Und da gibt es so einige.
 
Petruschka

Montag, 15. Mai 2017

Geschrumpft

... habe ich auch den Schnitt für eine Projekttasche. Da nun einmal die Webkanten draußen waren, habe ich sie gleich noch für ein kleine Projekttasche verwendet.
 
 
Sie ist gerade mal 25 cm x 18 cm groß und soll die Stoffe für die Monatssets aufnehmen. Da diese ja nicht so groß werden, sollte der Platz reichen. Für den Monat Juni habe ich schon mal die Erdbeerstoffe in Stellung gebracht.
 
 
Hmm, ich freue mich schon auf die Erdbeerzeit. Leider werden wir wohl nicht so viele haben - viele Pflanzen sind vertrocknet :-(.
Ich könnte mir aber auch vorstellen,  meine Stickgarne für das jeweils laufende Projekt in die kleine Mappe zu geben.
 
 
Um Euch einen Eindruck vom Schrumpfen zu geben, habe ich der Minimappe eine normalgroße Mappe gegenübergestellt.
 
 
Und ich habe noch weitere Ideen für geschrumpfte Taschen. Doch nachher werde ich erst einmal Blumen nähen, quasi nachträglich zum Geburtstag. Zu welchem, davon werde ich demnächst berichten. Zunächst verlinke ich den Post zu Greenfietsen für den Taschen SAL im Mai.
 
Petruschka

Freitag, 12. Mai 2017

Nur gut

..., daß beim Taschen-SAL bei Greenfietsen kleinere Versionen eines Schnittes, den man gern mag, genäht werden sollen. Da bleibt mir doch viel mehr Zeit zum Lesen, das ich momentan mal wieder fast exzessiv betreibe. Aus Mangel an Büchern aus der Bibliothek (alle ausgelesen), greife ich vermehrt auf E-Books zurück. Und da lag es nahe, für den Reader eine Hülle zu nähen.
 
 
Fast hat es länger gedauert, die entsprechend langen Webkanten aus der Kiste herauszusuchen, als die kleine Hülle zu nähen. Für den Futterstoff habe ich einen vor fast 15 Jahren in Coburg gekauften Stoff verwendet. Zu der Zeit hatte ich gerade mit Patchwork angefangen.
 
 
Damit der Reader guten Halt hat, habe ich Ecken eingearbeitet. Auch dieser Stoff ist schon ganz schön alt. Hier zu Hause liegt der Reader ohne Hülle. Doch wenn ich auf Reisen gehe, ist er darinnen gut aufgehoben. Und wenn mir unterwegs der Reisestoff ausgehen sollte, kann ich ja immer noch die Texte der Webkanten lesen und in Erinnerungen an die aus den Stoffen gewerkelten Dinge schwelgen.
 
 
Geschlossen ist die Hülle nur 13 cm x 19 cm groß. "Geschrumpft" habe ich damit die größere Version eines Buchumschlages. Es ist zwar keine Tasche im üblichen Sinne, aber ein Behältnis, so verlinke ich den Post bei Greenfietsen.
Noch habe ich die Kiste mit den Webkanten nicht weggeräumt, denn ich habe da noch eine Schrumpfungsidee. Allerdings habe ich heute so gar keine Lust auf die Nähmaschine - ich lese lieber.
 
Petruschka

Sonntag, 30. April 2017

Ein Tischset für jeden Monat

... zu nähen - dazu rufen uns Lintlady und Valomea auf. Und zwar  für den darauffolgenden Monat. Denn wir sollen natürlich die Sets schon nutzen können. Das Set sollte außerdem einen Bezug zum kommenden Monat haben. Das habe ich wohl überlesen. Ich wollte doch nur meine Reste von den Sunbonnet Sue Quilts verbraten. Zeigetag ist immer am letzten Sonntag des laufenden Monats. Das heißt, heute sollen die Sets für den Monat Mai gezeigt werden. Et voilà!
 
 
Der Monat Mai wird ja auch als Wonnemonat bezeichnet. Ich finde, Rot, die Farbe der Liebe,  paßt da sehr gut dazu. Da lag ich also gar nicht so falsch mit meinen Resten ;-). 


Größere und kleine Quadrate, Rechtecke und Streifen ergeben also das Tischset, das 40 cm x 30 cm groß ist. Gequiltet habe ich nur in den Nähten. Ab morgen kann ich dann also Platz nehmen mit meinem neuen Set und meiner Lieblingstasse vor dem Sunbonnet Sue Quilt.


Allerdings muß will ich noch ein wenig nachbessern. Den Schriftzug "Mai"  habe ich vergessen, den werde ich noch aufbringen. Das werde ich wohl mit der Hand erledigen. Beim Juni-Tischset werde ich rechtzeitig daran denken.
Nun werde ich mal schauen, wie die Tischsets der Mitstreiterinnen aussehen. Nachher gibt es noch ein Runde vor dem Fernseher - der Mai will gestickt sein. Dann schaffe ich bestimmt auch noch einige Reihen an meinem ersten Socken des neuesten Paares. Morgen können wir uns ja ausruhen, am Tag der Arbeit. Neben Gartenarbeit und ein wenig Vorbereitungen für die Schule muß werde ich an einem Geheimprojekt arbeiten.
Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag!

Petruschka

Samstag, 29. April 2017

Mit Knopf

... heißt die Aprilaufgabe beim Taschen-SAL von Greenfietsen. So manche hat überlegt, wie sie sich diesem Thema nähern kann. Mir allerdings schwebte schon, als ich dieses Motto gelesen hatte,  diese, nun fertige,  Knopftasche vor.


Knöpfe haben wir bestimmt alle in allen möglichen Größen, Farben und für alle möglichen Verwendungszwecke. Ich habe ein große Box, in der alle Knöpfe von alten Hemden, Jacken, Shirts, Blusen etc. gesammelt werden und in der man ordentlich wühlen muß, wenn man einen bestimmten Knopf sucht.  Dann steht da noch das Glas mit Knöpfen, das ich mitsamt dem Nähzeug nach dem Tod meiner Mutter mitgenommen hatte. Nicht zu vergessen die beiden Gläser mit hübschen Einzelstücken.
 
 
Für meine Tasche, die nun endlich einmal nähen wollte, brauchte ich ca. 30 Knöpfe in unterschiedlichen Größen und Farben, Jeansstoff, ein wenig Vlies, Futterstoff, Quiltgarn und eine Quiltnadel. Seit ewigen Zeiten habe ich mal wieder mit der Hand gequiltet und zwar 30 solcher Blasen mit einem Durchmesser von ca. 5 cm . Oje, meine Finger!
 
 
Dahinein kamen dann die Knöpfe. Im Vorfeld hatte ich ca. 60 ausgewählt. Ich habe erst die Tasche genäht  und mit Bedacht auf Abwechslung wurden anschließend die Knöpfe aufgenäht. Das hat unerwartet lange gedauert.
 
 
Das Vorbild stammt aus einer Sonderzeitung des Patchworkmagazins vom Jahr 2012, aus der ich auch schon den "Quiltville" nachgearbeitet hatte. 
 
 
Ich habe meine Tasche ein wenig abgewandelt. Statt Leinen habe ich dünnen Jeansstoff genommen. Es war noch  welcher von den Sportrucksäcken da, nur für die Träger habe ich 20 cm nachgekauft.  Da ich oben offene Taschen nicht so sehr mag, habe ich einen  Reißverschluß eingesetzt.
 
 
Auch habe ich das Knopfteil nicht so breit und so dicht gequiltet und benäht, ich wollte nicht ewig daran arbeiten. Ich war mir auch nicht sicher, ob das Gewicht der Knöpfe "ziehen" würde. Ich kann jetzt sagen, daß ich das Gewicht der Knöpfe überschätzt habe und alles einen guten Halt hat.
 
 
Mit 35 cm x 35 cm gehört die Tasche eher nicht zu den Großen. Sie wirkt ein wenig schmaler, weil ich den Boden 8 cm abgenäht habe. Die Träger sind 80 cm lang, sodaß man sie über der Schulter oder auch gut in der Hand tragen kann. Nun steht der Praxistest noch aus.
So, nun ist auch die Aprilaufgabe erfüllt.
Nach dem Abendessen mache ich mich an das Annähen des Bindings des Tischsets für den SAL Sets around the Year bei Valomea, die uns zum Monatsset nähen aufruft.
 
 
Genießt das schöne lange Wochenende!
 
Petruschka

Mittwoch, 26. April 2017

Quilten mit Pep

... verspricht ein neues Quilt-Buch aus dem Stiebner-Verlag, das mir als Gratisexemplar zur Rezension zur Verfügung gestellt wurde.
 
 
Das frische Layout und der für mich eher ungewöhnlich bunte Quilt auf dem Titelbild haben mich sehr angesprochen. Das erste Durchblättern ließ mich an einigen Stellen innehalten, um mir die farbenfrohen Werke genauer anzusehen und so wußte ich gleich, daß ich folgenden Quilt nacharbeiten würde. 
 
 
Doch dazu später mehr.  Zuerst gibt eine Einführung, wo die Buchautorin Lucie Summers einen kleinen Einblick in ihre Arbeitstechnik und zum Gebrauch des Buches gibt. Im ersten Teil beschreibt sie ausführlich und mit Hilfe von Bildern die Bausteine der Quilts. Jede Technik ist in einem kleinen Quilt repräsentiert. Auf dem Foto sind alle kleinen Quilts versammelt.
 
 
Als Beispiel sei hier die Technik des applizierten Kreises, die auch in meinem  Quilt eine Rolle spielen wird, gezeigt.
 
 
Andere Techniken sind zum Beispiel Chevrons, Kreuzblöcke, Bullaugen, X-Blöcke oder halbe Dreiecke. Insgesamt werden 13 Techniken vorgestellt. Im zweiten Teil stehen die Quilts im Vordergrund. Die Künstlerin zeigt die Inspirationen und die Ideen für den jeweiligen Quilt, die benötigten Techniken und die einzelnen Arbeitsschritte sowie die jeweiligen Maße der einzelnen Teile.
 
 
 
Sie macht auch Vorschläge zum Quilten - daher auch der Name des Buches. Den deutschen Titel "Quilten mit Pep" finde ich allerdings nur bedingt gelungen. Der Originaltitel "Quilt Improv" weist eher auf die Arbeitsweise von Lucie Summers hin, nämlich einfach Teile zuzuschneiden, wann und wie sie es gerade braucht. Und wenn ein Stoff dann alle ist - was soll's, dann nimmt sie eben einen anderen. So entstehen eben die bunten und wie zusammengewürfelt erscheinende Quilts, die am Ende immer einen harmonischen Quilt ergeben. Der Untertitel "Inspirationen für traumhafte Muster" greift diese Idee auf.
 
 
 

Nicht alle Quilts gefallen mir gleich gut. Einige sind mir zu blaß oder aber zu wirr in den Farben und Mustern der Stoffe. Ein Quilt aber hat mir so gut gefallen, daß ich ihn, zumindest in weiten Teilen, nachgearbeitet habe.
 

Dieser Quilt faszinierte mich, weil er eben so anders ist als die Quilts, die ich sonst mache. Aber die Farben und verschiedenen Kontraste zogen mich an. Da ist zum Einen das grafische Element, die klar  aufgeteilte Oberfläche.


Dann gefiel mir das Zusammenspiel der verschiedenen Farben, das Pink und das Apfelgrün, die so gar nicht zu den anderen Farben zu passen scheinen. Beim Apfelgrün schien es mir fast so, als ob der Stoff nach Apfel riechen würde.
 
 
Besonders witzig fand ich die bunten Kreise, die in verschiedenen Größen auf verschiedene Art appliziert sind. Die kleinen Kreise sind per Hand appliziert.
 


Die großen Kreise werden in Reverstechnik appliziert. Der untergelegte Stoff wurde wie auch der Oberstoff jeweils mittig aufeinandergelegt - ein Effekt, den ich besonders mag.
 
 
 
Bis auf sparsam eingesetzte Stücke von Motivstoffen habe ich einfarbige Stoffe verwendet. Das paßt auch zu den klaren geometrischen Strukturen des Quilts.
 
 
Beim Quilten bin ich dem Prinzip der Autorin gefolgt und habe horizontal als auch vertikal Geraden in verschieden großen Abständen gequiltet.
 
 
Die Rückseite besteht aus einem Rest Bettwäsche. Das Linienmuster paßt gut zum Vorderteil, wie sich im Gegenlicht gut erkennen läßt.
 
 
Wenn ich versucht habe, die Farben und die Muster des Quilts aus dem Buch zu imitieren, so habe ich mich dennoch auch für meine Interpretation entschieden, indem ich im Unterschied zum Originalquilt rechts und unten Teile weggelassen habe. Die Formen wiederholen sich da nämlich und das nimmt dem Quilt irgendwie die Spannung. Demnächst werde den Quilt  in meine Galerie integrieren, da ist nämlich mal wieder ein Wechsel fällig.
 
 
Die Fotos sind bereits Anfang April entstanden, als das Wetter noch einen schönen Monat versprach. Die Kirschbäume begannen zu blühen.
 
 
Das Buch ist also mehr als nur ein Anleitungsbuch. Es inspiriert, eigene Stoffe zu nehmen, damit zu spielen, die Muster nach eigenem Gutdünken einzusetzen und farbenfrohe Quilts zu kreieren. In dem Sinne kann ich das Buch nur empfehlen.
 
Lucie Summers: Quilten mit Pep
ISBN: 978-3-8307-0923-7
Stiebner-Verlag
19,90 €
 
Petruschka