Samstag, 21. Januar 2017

Fortschritte

... habe ich beim Dezember-Motiv des SAL Joyful World als auch bei den Socken gemacht. Mit dem Sticken habe ich gegen 19.00 Uhr begonnen. Zugegebenermaßen stickt es sich bei Tageslicht besser, aber mit der Tageslichtlampe und einem Hörbuch (Muriel Barbery "Die Eleganz des Igels" gelesen von Katharine und Anna Thalbach) ging es ganz gut und so konnte ich den linken Teil des Motivs beenden.
 
 
Gegen 21.00 Uhr legte ich die Sticknadel weg und nahm die Nähnadel zur Hand, um zwei Herzen noch der Vollendung zuzuführen. Zugeschnitten und geklebt hatte ich sie schon im Dezember, als die französische Austauschschülerin welche für ihre Familie angefertigt hatte. Ich habe dafür graue Stoffe mit Silber gewählt - so können sie den Winter über als Dekoration dienen.
 
 
Dann, so ab 22.15 Uhr, schnappte ich mir den angefangenen Socken und schaffte in gut 2,5 Stunden die Ferse und einige Reihen des Fußes.
 
 
Kurz vor 1.00 Uhr war ich dann im Bett. Auch wenn es gefühlt nicht so aussieht, daß ich viel geschafft hätte - ich bin zufrieden mit dem, was ich geschafft habe.
 
So nun schaue ich für eine Weile, was Ihr so treibt und dann muß ich mich aufhübschen. Heute Abend steigt die Weimarer Sportlergala, wo das Tochterkind als erfolgreichste Nachwuchssportlerin ausgezeichnet wird. Dumm ist nur, daß sie die Ehrung gar nicht selbst in Empfang nehmen kann. Sie ist nämlich  in Österreich, wo sie als Nationalmannschaftsmitglied einen Pflichtwettkampf absolviert. Nun nimmt der hiesige Trainer die Ehrung entgegen.
Gerade hat noch der Mann angerufen - sie hat gewonnen. Und daß, obwohl sie in jedem Kampf im Rückstand war. Sie ist eben eine echte Kämpferin.
 
Euch allen wünsche ich einen schönen Sonntag.
 
Petruschka

Freitag, 20. Januar 2017

Heute Nacht

... wird wieder bis zum Umfallen genäht oder gestickt oder gestrickt. Denn wir sind wieder eingeladen, gemeinsam handzuarbeiten. Bei mir werden wohl eher die Sticknadel und Stricknadeln in die Hände genommen.
Zuerst wäre da die Ferse zu beginnen, für den ersten Socken des Paares, das ich für Quiltgirlie stricke. Sie hat sich als Zweitplatzierte  für ein Paar Socken in Größe 38 entschieden. Der Anfang ist gemacht. Der bunte Faden zeigt mir die hintere Mitte an. Der bleibt solange drin, bis die Ferse fertig ist. dann wandert er nach oben mit. Für ein gleichmäßiges Maschenbild stricke ich nämlich immer die erste Masche der neuen Nadel auf die aktuelle mit drauf, weshalb sich die Mitte immer weiter verschiebt. (Habt Ihr verstanden, was ich meine?)
 
 
Dann wäre da noch der blaue Block, der im Rahmen unseres QuilThuer-Projektes bestickt werden will. Der Anfang ist gemacht. Zwei Blöcke sind immerhin schon fertig.

 
Für den Fall, daß mir beim freien Sticken die Ideen ausgehen sollten, habe ich mir den Dezemberblock vom SAL Joyful World noch hingelegt. Die Blöcke vom Oktober und November habe ich wohl noch gar nicht gezeigt. Das hole ich dann bald nach.

 
Ich werde sicher nicht alles schaffen, aber wenigstens habe ich einen Plan. Na wer macht noch mit?
 
Petruschka

Mittwoch, 18. Januar 2017

In den vergangenen zwei Jahren

... habe ich ja so einige Einkaufsbeutel  genäht. Erst die mit den Ampelmännchen, dann solche mit unserem Schullogo, zuletzt welche aus Resten oder Aboquadraten. Als Geburtstagsgeschenke kommen meine Stoffbeutel immer wieder gut an. Und da ich am vergangenen Wochenende endlich mal wieder Zeit für die Nähmaschine hatte, kamen zwei weitere dazu. Für den einen habe die kürzeren Webkanten  und einen Rest schwarzen Anzugstoffs verwendet.


Die Webkanten habe ich auf ein dünnes Vlies genäht. Der Beutel ist 38 cm x 45 cm groß, der Boden ist so breit abgenäht, daß da ein dicker Ordner bequem reinpaßt.
Der zweite ist ein Upcycling-Objekt. Das Tochterkind hatte ihren Schrank ausgeräumt und auf meinen Wusch hin erst einmal alle Sachen bei mir zwischengelagert. Beim Durchsehen fiel mir ein Pulli entgegen, den sie vor drei Jahren in Lissabon gekauft hatte, sicher auch wegen des Schriftzuges auf dem Vorderteil ;-).


Dieses Motiv rettete ich, umgab es mit schwarzem Cordstoff und machte einen Beutel mit langen Henkeln daraus. So kann sie den Beutel auch mal über der Schulter tragen. Auch dieser Beutel hat einiges an Platz zu bieten.


Sie ist ganz happy, daß ihr geliebter Pulli nun als Beutel weiterlebt. Sogar das Label habe ich herausgetrennt. Nun ziert es die  hintere Mitte des Beutels. Ach so ja, es liegen noch einige Shirts im Stapel ...

Mit meinen Beuteln läute ich meine Beteiligung am Taschen-Sew-Along 2017 ein. Ich hatte diese Aktion schon im letzten Jahr verfolgt. Die diesjährigen Themen gefallen mir alle sehr gut. So will ich also versuchen, in jedem Monat ein Täschchen zu nähen. Sicher fällt dabei auch etwas für das Kind ab.

Danke für Euer Lob für die nun abgeschlossene Runde der "Ländertypisches"-AMC. Nun werdet Ihr weitere zwei Jahre im Bereich der Natur weitergebildet ;-)).

Petruschka

Montag, 16. Januar 2017

Z wie

... Zypern und Zentralafrikanische Republik - das sind  im Deutschen die einzigen Länder mit dem Anfangsbuchstaben Z und damit die letzten, die wir bei unserm AMC-Tausch zu ländertypischen Merkmalen gefertigt haben. Wie schon vor einem Monat angedeutet, stand für mich vor allem ...
 
 
... zur Wahl, haben wir doch im Februar letzten Jahres unsere Tochter dorthin zur EM begleitet. Dazu hatte ich auch einen Post verfaßt.
 
Zypern ist eine Insel und gehört geographisch zu Asien, politisch und kulturell ist es jedoch Europa nahe. Auf 9251 km² leben gut 1,12 Millionen Menschen (2011). Die Insel ist seit 1974 de facto geteilt. Der Süden wird von der Republik Zypern beherrscht, die völkerrechtlich weiterhin die ganze Insel umfasst (außer zwei britischen Militärbasen).  Der Nordteil steht jedoch unter Kontrolle der  türkischen Republik Nordzypern, die nur von der Türkei anerkannt wird, die dieses Gebiet 1974 militärisch besetzte.
Im Straßenverkehr gilt seit der britischen Zeit in beiden Teilen der Insel das Linksfahrgebot.
 
 
Die Tempolimitangaben erfolgen dennoch in km/h. Auf der Autobahn ist gelegentlich auf runden blauen Schildern mit weißer Zahl zusätzlich auch die Angabe in miles per hour (mph) zu sehen (100 km/h entsprechen 62,13 mph). Die in den 1990er Jahren fertiggestellte Autobahn verbindet Paphos im Westen der Insel über Limassol mit dem Osten der Republik Zypern und über einen Abzweig in den Norden mit der Hauptstadt Nikosia. In der Republik Zypern gibt es zwei internationale Verkehrsflughäfen in Larnaca und in Paphos. Im Nordteil der Insel liegt der Flughafen Ercan, der nur über die Türkei angeflogen wird. Die bedeutendste Hafenstadt der Republik Zypern ist Limassol, wo die EM stattfand.
 
 
Regelmäßige Fährverbindungen bestehen nicht. Die Insel wird aber zunehmend von Kreuzfahrtschiffen angefahren. Im Winter liegen die Temperaturen zwischen 15 °C und 20 °C am Tage, von Zeit zu Zeit auch darüber, selten darunter. Das Mittelmeer um Zypern hat die höchsten Wassertemperaturen im gesamten Raum. Im Februar werden etwa 17 °C, im August um 28 °C erreicht. Es waren herrlich warme, sonnenreiche Tage, wie Ihr auf den Fotos seht.
 
 
Auf Zypern werden vielfach Zitrusfrüchte angebaut. Bei vielen Anbausorten (Obst, Gemüse und Getreide) sind zwei Ernten im Jahr durch das ausgesprochen milde Klima möglich. Fast jede Familie griechischer Zyprer hat irgendwo auf der Insel noch ein kleines Stück Land, auf dem für den Eigenbedarf angebaut wird.
 

Diese reich behangenen Orangenbäume standen auf dem Gelände eines Museums. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen werden jedoch seit dem EU-Beitritt immer kleiner (besonders in den Touristenregionen), da Briten und andere EU-Angehörige verstärkt Land und Häuser für den Altersruhesitz kaufen. Nunmehr nehmen auch vermehrt Russen die günstige Gelegenheit wahr, sich auf der Insel Wohneigentum zu kaufen.
 
Meine AMC nimmt Bezug auf das Logo des zypriotischen Tourismusverbandes, das die aus dem Meer steigende Aphrodite zeigt.
 
 
Nach Hesiod ist sie die Tochter des Uranos. Dessen Sohn Kronos schnitt ihm, auf Rat seiner Mutter  Gaia die Geschlechtsteile mit einem Sichelhieb ab und „warf diese hinter sich“ ins Meer. Das Blut und der Samen vermischten sich mit dem Meer, welches ringsum aufschäumte und daraus Aphrodite gebar, die dann zunächst nach Kythera, dann an der Küste von Zypern an Land ging. Sie ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde und eine der kanonischen zwölf olympischen Gottheiten. Ursprünglich zuständig für das Wachsen und Entstehen, wurde sie erst später zur Liebesgöttin. Auf dem Logo entsteigt sie also dem Meer. Rein optisch erinnert sie an die Venus von Milo. Ich habe  die Motive wieder einmal mit Vlisofix appliziert und dann frei gequiltet.
 
Klaudia hat sich für die Zentralafrikanische Republik entschieden. Auf ihrer AMC hat sie freihand eine Giraffe mit faszinierender Detailtreue gestickt.
 
 
Schaut sie nicht treuherzig? Wie zart gefleckt sie doch ist. Da kann ich gut verstehen, daß Klaudia sie selbst gern behalten hätte. Danke für diesen tollen Tausch. Und wenn Ihr noch mehr über die Zentralafrikanische Republik wissen wollt, so schaut einfach bei ihr vorbei - sie hat wieder viele Informationen für Euch zusammengestellt.
 
Nun ist zwar unser faszinierender Ländertausch vorbei, aber nun geht es in runde drei mit dem Alphabet - dieses Mal zum Thema Natur. Ihr dürft wieder gespannt sein.

Petruschka

Dienstag, 10. Januar 2017

Die Glücksfee

... hat wieder einmal gern ihre Arbeit getan, wenn auch ein wenig verspätet. Gar nicht so leicht, unsere Tagespläne aufeinander abzustimmen. Deshalb kamen wir auch erst heute Nachmittag dazu, die Gewinner für die drei Gewinne zu ziehen.
 
 
21 Kommentare wurden unter meinem Post zur Verlosung hinterlassen. Die Namen wurden auf Zettel geschrieben und in einer kleinen Schüssel vermischt.
 
 
Wie bei Siegerehrungen wurde erst der Bronzegewinner gezogen, dann die Zweitplatzierte und zuletzt wurde diejenige gezogen, die sich zuerst einen Gewinn aussuchen darf. Auf die Gewinne habe ich die Zettel mit den Gewinnern gelegt.
 
 
Ihr könnt die Namen nicht erkennen? Na dann nun alles in einer größeren Aufnahme.
 
 
Besser jetzt? Falls es doch noch nicht groß genug ist, hier noch mal für alle: Die Selbermacherin darf sich zuerst für einen Gewinn entscheiden, dann darf sich Quiltgirlie etwas aussuchen und Ramona darf dann nehmen, was noch da ist. Schickt mir doch bitte eine Mail mit Eurer Adresse.
Danke an alle, die bei meiner Verlosung mitgemacht haben.

Petruschka

Sonntag, 1. Januar 2017

Neues Jahr, neues Glück

... und das gleich für drei potentielle Gewinner. Denn am 26.12. ist es sechs Jahre her, daß ich meinen Blog aus der Taufe gehoben habe. Mit meiner Verlosung möchte ich all denen Dank sagen, auch in bei mir weniger aktiven Zeiten beständig liebe Kommentare hinterlassen haben. Die Gründe für die zeitweise Abstinenz sind verschieden. Doch ein Projekt hatte ich immer in Arbeit. Und so habe ich für Euch drei Preise vorbereitet.
Da wäre erstens eine Projektmappe, für deren Rückseite ich Webkanten verwendet habe. Hier könnt Ihr zwei andere Exemplare ansehen. Die Projektmappe hat folgende Maße: 40 cm x 31 cm.


Und da die Kiste mit den Webkanten schon mal draußen war, wurden diese für ein Paar Topflappen verwendet. Die Seitenlänge beträgt 22 cm.


Der dritte Gewinn ist noch von mir anzufertigen und zwar nach Euren Wünschen. Mittlerweile recht geübt, habe ich beschlossen, ein Paar Socken für eine von Euch zu stricken. Dafür stelle ich drei Garne zur Wahl. Die Gewinnerin darf sich eins aussuchen. Es ist übrigens sechsfädige Wolle - also gut für kalte Füße.
 
 
Hier alle möglichen Gewinne auf einen Blick. Die blaue Wolle ist hier stellvertretend für alle Knäuel.
 
 
Nun zu den Regeln: Wer einen der drei Preise gewinnen möchte, möge bis zum 08.01. einen Kommentar hinterlassen. Am 09.01. wird dann die Glücksfee die Gewinner ziehen. Und wessen Name als erster gezogen wird, der darf dann auch zuerst wählen. Die als zweite gezogene danach und dann eben diejenige, deren Name als dritter gezogen wurde.
 
Und bevor dann der erste Tag des neuen Jahres um ist, will ich allen Leserinnen eine glückliches neues Jahr wünschen. Bleibt gesund, habt Freude an den kleinen und großen Dingen und vor allem, seid kreativ. Ich freue mich schon auf die vielen schönen Dinge, die es bei Euch zu sehen geben wird.
 
Petruschka

Samstag, 17. Dezember 2016

Den 3.Freitagabend

... im Monat habe ich genutzt, um noch acht Weihnachts-AMC zu gestalten. Gegen 19.30 Uhr ging es ans Zuschneiden: Aboquadrate, Vlies S 80, Vlies 620, Vliesofix und natürlich die  Stoffstücke für die Rückseite. Allerdings reichte der goldgesprenkelte grüne Stoff nur noch für sieben AMC. Ein anderer grüner Rest kam noch dazu.
 
 
Schon vor zwei Wochen habe ich für einen Brief-Weihnachtskalender 24 AMC angefertigt.  Meine Idee, Aboquadrate mit Golddruck als Weihnachtskugeln zu verwenden, habe ich auch gestern umgesetzt. Reste verwendete ich für stilisierte Weihnachtsbäume.
 
 
Nach gut zweieinhalb Stunden waren die Karten fertig. Für das versprochene Weihnachtsgeschenk für die Tochter einer Kollegin setzte ich mich noch eine gute Stunde vor den Fernseher und strickte am zweiten Socken. Dabei konnte ich die Ferse und einige Reihen am Fuß stricken.
 
 
Gegen 23 Uhr allerdings nahm die Müdigkeit rapide überhand und ich beendete meinen Freitag-in-die-Nacht-nähen. Heute Abend sollen nun weitere Reihen dazukommen. Mit sechsfädiger Wolle und einer benötigten Größe 38 sollten die Socken bald fertig sein.
Bis dahin werde ich mich nach längerer Zeit mal wieder auf eine ausgiebigere Blogrunde begeben und schauen, was Ihr so gewerkelt habt. So nach und nach werde ich auch die Fotos vom Briefadventskalender bearbeiten und Euch dann die hübschen Dinge zeigen, die mich erreicht haben.
 
Petruschka

Donnerstag, 15. Dezember 2016

W wie

...Weißrussland - mehr Auswahl hatten wir in diesem Monat nicht. Aber wir haben unsere AMC doch sehr unterschiedlich gestaltet. Für mich stand von vornherein fest, daß der Landesname in der Originalfassung auf der Karte sein muß. Wenn wir auf internationalen Wettkämpfen sind, begeistern die weißrussischen Anhänger durch ein lautes "Belarus".  Und so bannte ich die Bezeichnung für die Republik Weißrussland in Weiß ;-) auf die roten und grünen Streifen der Nationalflagge.
 
 
Die rote Fahne symbolisiert dabei das Blut, das für die Heimat vergossen wurde und das Grün steht für die Natur. Die Flagge ist allerdings nicht vollständig. An der linken Seite ist noch ein hübsches  traditionelles rot-weißes Ornament zu sehen. Diese Flagge gilt seit 1995 und ist an die ehemalige Flagge der Weißrussischen Föderativen Republik angelehnt. Allerdings gibt es wohl Streit um diese Flagge, da Teile der Opposition die weiß-rot-weiße Flagge der Zarenzeit wollen.
Die kyrillische Schrift mußte  sein. Immerhin bin ich Lehrerin für Russisch/ Französisch und habe während des Studium ein Jahr in Rostow am Don studiert. Kyrillisch habe ich allerdings schon lange nicht mehr geschrieben. Und jetzt sogar freihand mit der Nähmaschine!
 
 
Die weißrussische Schrift entspricht fast genau der russischen. Es gibt ein paar Unterschiede in der Schreibweise der Wörter. Aber damit will ich Euch jetzt nicht langweilen. Auch einige Buchstaben werden anders geschrieben - so auch das i, das im Russischen wie ein deutsches u geschrieben wird.
Nun noch ein paar Informationen zum Wort Ƃэларусь. Das Adjektiv bely bedeutete im Mittelalter „westlich“ und/oder „nördlich“, Belarus ist demnach mit „Westliche Rus“ zu übersetzen. Ebenso besteht die als wahrscheinlich geltende Ansicht, dass der westliche Teil der Kiewer Rus die Bezeichnung Weiße Rus trug, während die tributpflichtigen östlichen Gebiete als Schwarze Rus bezeichnet wurden.
Weißrussland ist 207600 km² groß und hat ca. 9, 1 Mio Einwohner. Die Hauptstadt ist Minsk. In Brest, der Grenzstadt zu Polen, müssen die Züge umgerüstet werden auf die Spurbreite der russischen Eisenbahn. Und wer einmal ausgestiegen ist, muß dann draußen warten - das habe ich selbst erlebt.
 
Klaudia hat sich einer Матрёшка angenommen. ( Mit dem Schreibprogramm geht das Kyrillische ja ganz fix.)  Sie hat die typischen Rundungen und Gesichtszüge einer solchen Puppe auf das Wunderbarste getroffen.
 
 
Diese Puppen sind ein beliebtes Mitbringsel aus Russland. Klaudia hat diese hübsche Puppe mit allerlei Nähutensilien versehen. Ihre AMC nahm Platz zwischen zweien meiner Matrjoschkas, gekauft in Moskau 1998, als ich dort zwei Wochen zur Weiterbildung war. Die kleine stammt noch von meinem Aufenthalt in Rostow am Don im Jahre 1986.
 
 
Nun haben wir das Alphabet fast durch - das 'Z' fehlt noch, denn mit Y  gibt es kein Land. Und da ich ja im Februar auf Zypern war ...
Das soll es für heute schon gewesen sein. Morgen verabschieden wir die französische Gastschülerin, die seit letzter Woche bei uns war. Am Wochenende sollte dann auch wieder Zeit für das Bloggen sein; seit fast vier Wochen war ich nicht online.  Bis dahin!
 
Petruschka

Samstag, 19. November 2016

Die Samstagnacht

... lief nicht ganz so wie geplant. Denn die Versammlung, zu der der Angetraute am Abend ging, war nicht vor 21.00 Uhr zu Ende, weswegen nun ich das Tochterkind aus Weimar abholen mußte, und zwar vom ganz anderen Ende der Stadt. So fehlte mir nun eine ganze Stunde zum Arbeiten. Dennoch war die Teilnahme am FNSI erfolgreich. Nach dem ewig scheinenden Schneiden von Streifen in Pink und Rot wurden diese zusammengenäht, mit kleinen Fächern und Rückseite versehen und gewendet. Auf diese Weise entstanden vier Behältnisse für Pixiebücher.
 
 
Ganz offensichtlich sind diese kleinen Taschen für Mädchen gedacht. Demnächst muß ich wohl noch ein paar Täschchen für Jungen machen - blaue Reste habe ich immer noch genug.  Die Taschen können mehrere kleine Bücher aufnehmen. Zwei davon habe ich letztens beim Aufräumen gefunden.
 
 
Kleine Reste von Rot und Weiß brauchte ich für Teebeutelbehälter, von denen ich zwei geschafft habe.
 
 
Bis viertel zwei in der Nacht nähte ich an den kleinen Täschchen. Noch sind die Täschchen ohne Knöpfe. Da war ich gestern Abend doch zu müde dafür. Diese Restarbeit werde ich heute Abend erledigen. Denn da werde ich es mir auf der Couch gemütlich machen.
Ich nehme an, auch Ihr nutzt dieses gräßliche Novemberwetter zum Nähen. Was Ihr da so geschafft habt, werde ich mir jetzt mal ansehen.
 
Petruschka

Freitag, 18. November 2016

Eine Reise um die Welt

... oder Sonnenschein und Schatten ist der Name eines Quiltmusters, welches als letzteres traditionell von den Amish genäht wird. Die Reise um die Welt wird mit viel weniger Farben genäht als die traditionelle Form. Ich habe den Quilt mitgenommen, um in einem Weimarer Reisebüro Fotos vom Quilt zu machen.
 
 
Das Reisebüro vereint die Funktionen eines kleinen Cafés mit den ureigenen eines Reisbüros. Und deshalb findet man auch so wunderbare Ausstellungsstücke wie die alte Tür auf dem Foto oben. In Nischen sind kleine Figuren ausgestellt, Mitbringsel aus einem Urlaub in weiter Ferne.
 
 
 An der mit hübschen Kacheln verzierten Bar wird der Kaffee zubereitet.
 
 
Ein überdimensionales Poster verweist wieder auf den Wunsch, ferne Kulturen kennenzulernen.
 
 
Ich fand es sehr nett, die Fotos machen zu dürfen. Ich hatte der Leiterin von der Aktion der Quilts im öffentlichen Raum erzählt und findet die Idee sehr interessant. Sie hatte sogar schon von Patchwork und Quilten gehört.
Mein Quilt entstand schon 2008 für die Ausstellung "Licht und Schatten".  Die Vielzahl der Farben steht für die Lebensfreude und die durchaus sinnvolle Einstellung, daß da, wo viel Licht, auch viel Schatten ist. Ursprünglich verwendet man auch sehr viele Reste - ich habe extra Stoffe dafür gekauft.
 
 
Die breiten Randstreifen stehen für den strengen Glauben der Amish. Währenddessen die Mitte mit diagonalen Linien gequiltet werden, um die drei Lagen miteinander zu verbinden ...
 

 
... bekommen die Ecken und die Ränder ein eigenes, großflächigeres Muster. Schließlich gibt es da nur wenige Nahtzugaben. Die Amish quilten klassischerweise mit der Hand. Das habe ich auch getan.
 
 
Auch ich reise heute, nämlich zu Wendy ins ferne Australien. Denn der heutige Freitag ist der dritte im Monat und so lädt Wendy zum in-die-Nacht-nähen ein. Rausgesucht habe ich bunte Streifenreste, die ich für den Weihnachtsmarkt im Kindergarten zu kleinen Täschchen für Pixiebücher und Teebeuteltaschen vernähen will.
 
 
Nach einer kleinen Stärkung geht es gleich an die Nähmaschine. Es ist zwar noch nicht einmal 18.00 Uhr, aber immerhin ist es dunkel draußen, also praktisch Nacht ;-)).
Übrigens, es gibt eine Verlosung unter den Teilnehmern des Freitagnachtnähens. Schaut doch mal rein bei Wendy.
 
 
Na dann, frohes Nähen!
 
Petruschka


Dienstag, 15. November 2016

V wie

... Vanuatu, so heißt es bei mir im November im AMC-Tausch mit Klaudia zu den Ländern. Es scheint, ich habe eine Schwäche für solch kleine Staaten. Vanuatu hat eine Fläche von gerade mal 12190 km² und knapp 267000 Einwohner. Es gibt aber noch kleinere Staaten - zum Beispiel Vatikanstadt, San Marino oder Monaco. Für die, die es (noch oder nicht mehr) nicht wissen - Vanuatu liegt im Pazifik, im Nordosten Australiens. Ich kenne es noch als Bestandteil Frankreichs, das gemeinsam mit Großbritannien die Inselgruppe, bestehend aus 83 Inseln (davon 67 bewohnt), verwaltete. Die Inseln gehören zu den Neuen Hebriden. Das Land ist seit 1980 unabhängig.
32,6 % der Bevölkerung sind bis 14 Jahre alt, von 15 bis 64 Jahre sind es 63,7 %, über 64 Jahre sind lediglich 3,7 % der Einwohner. Die Lebenserwartung der Bevölkerung liegt bei 62,85 Jahren (Männer: 61,34 Jahre, Frauen: 64,44 Jahre). 26 % der über 15-jährigen sind Analphabeten (!!!). Zudem hat Vanuatu mit 110 Sprachen die höchste Sprachendichte (Sprachen pro Einwohner) der Welt. Da ist es nur verständlich, daß sich ein Großteil der Bevölkerung die Sprache seines Inselnachbarn gar nicht versteht bzw. sich überhaupt jemandem verständlich machen kann. In diesem Fall bedient man sich Sandzeichnungen. Auf Youtube findet man mehrere Videos. Schaut Euch mal diese Fingerfertigkeit an!  Ich habe eine Sandzeichnung auf meiner AMC verewigt. Ich weiß allerdings nicht, was die Zeichnung bedeutet.
 
 
Diese Zeichnungen bestehen aus einer durchgehenden Linie. Manchmal werden Hilfslinien gesetzt. Seit 2003 sind Sandzeichnungen von der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
 
 
Das Motiv hatte ich vorher auf Papier gezeichnet und dann die Linien nachgenäht. Nachdem der erste Versuch schiefging, Bleistiftreste ließen das Gelb eher grau aussehen, habe ich von der Rückseite her genäht und dieses Mal ging alles gut. Nachdem ich das Papier entfernt hatte, habe ich ein zweites Mal, nun aber von vorn, die Linien nachgenäht. Insgesamt ist Vanuatu kein reiches Land. Reiseberichten aber kann man entnehmen, daß die Menschen aber freundlich, gutgelaunt und zuvorkommend seien. Eine ganz besondere Geschichte kann man bei Wikipedia nachlesen:
 Auf der Insel Pentecost wird noch immer der traditionelle Tauschhandel betrieben. Die Tanbunia-Bank hat sich darauf spezialisiert. So besitzt jeder Gegenstand – zum Beispiel eine Schilfmatte, eine Muschel, ein Wildschwein, der Stoßzahn eines Wildschweins oder einfach ein wohlgeformter Stein – einen Wert, der nach einer in der Bank befindlichen Tabelle in die Währung Livatu umgerechnet wird. Selbst ein guter Rat oder eine alte Geschichte können auf diese Weise in Geldeswert umgerechnet werden.So gesehen "besitzt" jeder Einwohner etwas, das er eintauschen kann. Der Tanbunia-Bank ist sogar daran gelegen, dass niemand Mangel leidet oder verarmt. Der Wert eines Livatu entspricht dem Wert eines guten Schweinestoßzahnes und der Staat Vanuatu garantiert die Umtauschmöglichkeit in die offizielle Landeswährung Vatu.

Klaudia hat sich für Vietnam entschieden. Mit diesem Land hatte ich auch geliebäugelt. Reis- und Teeplantagen fielen mir dazu ein. Dazu die traditionellen Gewänder und die kegelförmigen Hüte, tiefschwarze Haare und freundliche Gesichter. Klaudia hat eben diesen besonderen Hut auf ihre AMC gebannt.

 
Sie hat recherchiert, daß diese traditionelle Kopfbedeckung Non La heißt. Ich finde ihre Umsetzung wieder einmalig schön. Sicher wird sie auf ihrem Blog noch viel mehr Informationen geben, als sie es auf Postkartengröße könnte.
 
Außer Vatikanstadt gab es noch Venezuela als Land mit V. Umso bemerkenswerter ist es, daß wir wieder verschiedene Länder gewählt haben ;-)).
 
Beim nächsten Post, einem weiteren Farbklecks, nehme ich Euch mit auf eine Reise um die Welt.
 
Petruschka

Dienstag, 8. November 2016

Bunt wie der Regenbogen

..., ein bißchen crazy und ein bißchen Verzierung mit Stickereien, so lautet unser neues Projekt. Rot, Grün, Blau und Gelb sollen auf jeden Fall darin vorkommen, zwei weitere Farben sind Pflicht. Jeder Block soll am Ende ein Quadrat von 25 cm ergeben. Diese Blöcke werden untereinander angeordnet. Die Umrandung kann frei gewählt werden. Das sind die Vorgaben, an die sich jede zu halten hat (halten sollte). Vor unserem monatlichen Treffen hatte ich schon Blau und Gelb fertig. Am Sonnabend habe ich dann Rot und Grün geschafft. Ich nähe für jede Farbe ein anderes traditionelles Muster, allerdings ein wenig "verrückt", also auch mal ein wenig schief. Alle Stoffe stammen aus dem Vorrat. Oft sind es nur Reste, manchmal verwende ich auch Aboquadrate.
 
Der rote Block gefällt mir am besten. Er strahlt eine solche Lebensfreude und Dynamik aus.
 
 
Vom Blau sind zwei Töne im Regenbogen vertreten - Indigo und Hellblau. In meinem Block sind sie beide vereint.
 
 
Für Grün habe ich 25 6,5 cm Quadrate geschnitten. Hier kamen vor allem gemusterte Aboquadrate zum Einsatz.
 
 
Der gelbe Block ist tatsächlich ein sogenannter Crazy-Block, der ja um eine unregelmäßiges Vieleck herum entsteht. 
 
 
Als weitere Farben sind noch Orange und Lila im Regenbogen vertreten.  Da muß ich erst einmal die Vorräte sondieren.
 
Petruschka

Sonntag, 6. November 2016

Farbklecks Nr.3

... begnügt sich nicht mit einem Quilt. Nein, es gibt gleich zwei zu sehen. Mein Weg führt mitten ins Zentrum von Weimar und zwar ans Bauhaus-Museum.
 
 
Das provisorisch im ehemaligen Kulissenhaus untergebrachte Bauhaus-Museum Weimar vermittelt mit mehr als 200 Exponaten einen Einblick in die Entwicklung des Staatlichen Bauhauses an seinem Gründungsort Weimar. Im Vordergrund begrüßen zwei Aufsteller potentielle Besucher. Auf dem rechten ist die berühmte Tischlampe von Wagenfeld zu sehen. Die Präsentation im Bauhaus-Museum Weimar zeigt Arbeiten von Walter Gropius, Gründungsdirektor des Bauhauses, sowie von berühmten Bauhaus-Meistern wie Lyonel Feininger, Johannes Itten oder Paul Klee, der im Zentrum meines Interesses steht.
 
 
 
Sein 1929 im Anschluß an eine Ägyptenreise entstandenes Gemälde "Feuer am Abend" nahm ich 2007 als Inspiration für die erste Ausstellung der QuilThuerer mit dem Namen "Licht und Schatten".
 
 
Es ist ein sehr geometrisch aufgebautes Bild. Das Original ist nur 37 cm x 36 cm groß. Um auf die erforderliche Größe von 70 cm im Quadrat zu kommen, habe ich alle Maße akribisch umgerechnet. Für die verschiedenen Farbnuancen von Blau, Lila und Braun hatte ich kleine Stücke gefärbt und auch auf unkonventionelle Stoffe zurückgegriffen.
 
 
 
Die kreisförmigen, in ungleichmäßigem Abstand handgequilteten Linien stellen die Wärmestrahlung dar und heben das aus der Mitte verschobene rote Rechteck hervor.
 
 
Paul Klee arbeitete von 1920 bis 1930 am Bauhaus, erst in Weimar, dann nach dessen Auflösung 1925 in Dessau.
Ganz nach Bauhaus-Manier ist auch mein zweiter Quilt, der im Rahmen eines anderen Projektes entstanden ist.
 
Geometrisch, bunt, vielseitig, zu kreativem Spiel anregend  und ein kunsthandwerkliches Einzelstück, so habe ich mir den Baukasten vorgestellt. Auf der Basis eines neuartigen, pluralistischen Lehrprogramms mit Kreativitätstraining, Teamwork und praxisorientierter Werkstattausbildung schufen die Bauhäusler herausragende Leistungen in der bildenden Kunst, im Design, der Architektur und den Darstellenden Künsten. Zum 100-jährigen Jubiläum der Gründung des Bauhauses 2019 ist eine Neues Bauhaus-Museum im Bau.
Gegenüber vom Bauhaus-Museum stehen sich übrigens Goethe und Schiller die Beine in den Bauch ;-)).
 
 
Ist doch spannend, eine solche Stadtführung, oder? Im vergangenen Jahr habe ich Euch auch schon durch Weimar geführt. Unter dem Label "Farbkleckse" könnt Ihr noch einmal nachlesen.
 
Und wenn Ihr jetzt den Eindruck habt, ich zeige nur noch alte Arbeiten, beweise ich Euch beim nächsten Post das Gegenteil. Doch zunächst wünsche ich Euch einen guten Wochenstart.
 
Petruschka