Sonntag, 21. August 2016

Der Juli

... vom Joyful World SAL wartet schon seit Tagen darauf, hier von mir präsentiert zu werden. Allein, es fehlte bislang die Zeit dafür. Jetzt, wo alle Vorbereitungen für morgen fertig sind, nehme ich mir die Zeit.
 
 
Den Beginn der hübschen rosafarbenen Flamingos hatte ich ja schon beim Juni-Motiv gezeigt.
 
 
Da ich meine Vorräte an Stickgarnen aufbrauchen möchte (daß mir das gelingt, scheint fraglich), halte ich mich nicht immer an die vorgegebenen Farben, sondern nehme Anpassungen vor. Das tut dem Ganzen aber kein Abbruch.
 
 
Der Rahmen für das August-Motiv sowie die ersten Motivstiche sind schon fertig, aber  nicht sonderlich aussagekräftig.
 
Am Freitag hatte ich endlich einmal daran gedacht, den Fotoapparat mitzunehmen, um die Strohballen auf den abgeernteten Feldern entlang meines Arbeitsweges über den Ettersberg zu fotografieren.
 
 
Leider ist wohl  am Vortag schon der Großteil der Ballen abgeholt worden. Da sah man auch die gestapelten eckigen Ballen. Ich glaube, die hatte ich (und eine Reihe anderer Autofahrer) am Freitag Morgen auf dem Traktoranhänger vor mir. 
Dem jüngsten Kind im Hause Fadenspiele fehlte diese ländliche Ruhe sehr. Sie hat die Zeit in Rio de Janeiro sehr genossen, ist nun aber froh, wieder zu Hause zu sein. Sonnabend  in der  Frühe kam das Flugzeug in Frankfurt an.
 
 
Ach, wenn doch diese Paparazzi nicht wären!
 
Beim Bezahlen der Parkgebühren ist mir die Kinnlade runtergefallen. Die wollen dort 4,50 Euro pro Stunde!!!
 
Ein hübsches Geschenk hat sie mir mitgebracht - einen Fingerhut mit einem Motiv der Christusstatue, die sie auch besichtigt  und die obligatorischen Fotos gemacht haben.
 
 
Nun hat er seinen Platz zwischen dem Fingerhut aus Weimar und dem aus Kloster Weltenburg ;-).
 
Petruschka

Dienstag, 16. August 2016

S wie

... Seychellen, Singapur, Saudi-Arabien, Sierra Leone oder Sudan. Mein Atlas zeigt mir 30 Länder an, die mit dem Buchstaben "S" beginnen. Darunter auch solche eher unbekannte wie Saint-Kitts und Nevis, Saint Vincent und die Grenadinen oder Sao Tomé und Principe. Eine Umfrage unter Kollegen ergab folgende Länder und Stichworte: Surinam und Gold, Schweden und IKEA, Schweiz und Schokolade. Zu Spanien fielen mir unter anderem Toreros, Gaudì, Picasso, Orangen und die Balearen ein. Am Ende ist es eine feurige Flamenco-Tänzerin geworden.
 
 
Dafür habe einen Rest roten Stoffes verwendet, dessen Quelle mir nicht mehr in Erinnerung ist, und der ganz schön ausfranste. Für den Rock habe ich drei unterschiedlich breite Streifen geschnitten und diese eingereiht, um diesen Effekt der Bewegung zu erzielen. Den untersten Streifen habe ich auf dem Untergrund festgenäht.
 
 
Das Oberteil der Tänzerin habe ich mit Vlies hinterlegt, damit es plastischer wirkt. Manche Tänzerinnen verwenden Kastagnetten, manche einen Fächer, andere wiederum Tücher. Meine verwendet einen Fächer.
 
 
Flamenco ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien. Er gilt als traditionelle spanische Musik, geht jedoch auf Einflüsse unterschiedlicher Kulturen zurück. Die musikalische Praxis besteht aus Gesang (cante), Instrumentalspiel (toque), insbesondere dem Spiel der Gitarre (guitarra flamenca) und Tanz (baile).  Auf Bühnen werden einstudierte Choreografien vorgetanzt. Dabei werden normalerweise traditionelle Elemente und Schritte verwendet, die nur sehr fortgeschrittene Tänzer und Tänzerinnen spontan im Wechselspiel mit dem Sänger zusammenstellen können. Seit 2010 gehört der Flamenco zum Immateriellen Erbe der Menschheit. (Quelle: Wikipedia)
 
Für Klaudia war Schweden der Favorit. Das Land weckte Erinnerungen an ihre Kindheit und so hat sie diese auch auf ihre AMC gebracht.
 
 
Ganz viele Stichwörter hat sie auf ihrer AMC in den Landesfarben Schwedens untergebracht. Da die gelbe Schrift auf dem blauen Untergrund ein wenig schlecht zu lesen ist, seien sie hier noch einmal aufgeführt: Köttbullar, Volvo, Pipi Langstrumpf, Dala-Pferdchen und Mittsommer. Ganz viele Informationen zu Schweden und seinen Besonderheiten findet Ihr bei Klaudia.
 
Bei uns in Thüringen hat vergangene Woche ein neues Schuljahr begonnen. Das heißt, der Alltag hat uns wieder. Naja, vorerst nur mich, denn das Tochterkind ist ja noch in Rio de Janeiro. Ganz schön still ist es ...
 
Handarbeitstechnisch geht es gemächlich voran. Ein bißchen Sticken, ein bißchen Stricken - das geht beim Olympiagucken so nebenher. Zwischendurch immer mal Handquilten, das war's. Daß viele unter Euch richtig fleißig waren, habe ich gestern bemerkt, als ich mal wieder eine längere Blogrunde machte. Schöne Sachen habe ich gesehen.
 
Angemeldet habe ich mich auch beim Hawaiian SAL. Das Muster ist ausgesucht, das Vlies vorhanden, nur der passende Stoff ist noch unterwegs. Dazu gibt es dann später einen separaten Post.
 
Ich wünsche Euch noch schöne sommerliche Tage, so wie sie momentan uns hier verwöhnen.
 
Petruschka

Samstag, 6. August 2016

Dies und das

... ist fertig geworden im Hause Fadenspiele. Den spontan fertigstellten kleinen Quilt mit Sunbonnet Sue und Sam habe ich ja schon gezeigt.  Immer, wenn mein Blick darauf fällt, muß ich lächeln. Euch muß er wohl auch gefallen. Danke für die vielen lieben Kommentare dazu.
Gleich nach dem Urlaub bat mich das Tochterkind, ein kleines Täschchen zu nähen. Es sollte ein Abschiedsgeschenk für eine Französin sein, die ein halbes Jahr als Austauschschülerin in ihrer Klasse gelernt hatte. Viel Zeit war nicht und so nahm ich meinen bewährten Schnitt.
 
 
Das Täschchen wurde dann vom Tochterkind mit typischen Dingen für weibliche Jugendliche gefüllt. Beide hatten einen letzten fröhlichen Nachmittag. Daß das kleine Geschenk gefiel, gefiel wiederum mir.
 
Handarbeitstechnisch  hatte ja das Stricken die Oberhand. Da geriet das Sticken ein wenig in den Hintergrund. Letzte Woche schon habe ein weiteres Motiv des SAL Joyful world beendet. Es ist zwar erst der Mai (wo wir doch schon August haben), aber das Projekt läuft ja nicht weg.
 
 
Sind die beiden Kätzchen nicht süß? Ich habe die Farben wieder ein wenig abgeändert, denn ich will nicht neues Stickgarn kaufen. Aber auch so sind die beiden herrlich anzusehen.
 
 
 Begonnen habe ich jetzt den Juli. Das Motiv, Flamingos, reizt mich mehr als das des Junis, ein Bär. Sicher, ich muß den auch noch sticken, aber später.
 
 
 
Zuguterletzt ist wieder ein Einkaufsbeutel entstanden. In meiner Restekiste lagen noch einige, zum Teil schon zusammengenähte, Fliegende Gänse. Diese stammen noch von meinem ersten großen Quilt aus dem Jahre 2005. Hier könnt Ihr ihn sehen. Nun endlich wurden sie einem neuen Zweck zugeführt.
 
 
Für das Außenteil habe ich wiederum ein Hemd in seine Bestandteile zerlegt und das Vorderteil an der Knopfleiste zusammengenäht. Auch die Brusttasche paßte noch mit drauf. An der Stelle eines fehlenden Knopfes wurde ein kleines Label aufgenäht.
 
 
Der Futterstoff ist war ein altes Laken. Nur schmale Streifen eines Kontraststoffes sind aus (neu) gekauften Stoffen. Den Boden habe ich wieder abgenäht und bei Maßen von 40 cm x 45 cm paßt eine Menge rein. Noch habe ich keinen konkreten Empfänger, aber da findet sich bestimmt einer.
 
Nachher geht es in den Süden Thüringens. In Kloster Veßra wird eine Ausstellung eröffnet. Das Ganze ist verbunden mit einer Spontanausstellung und dem monatlichen Treffen der QuilThuerer. Ich hoffe, dort ist das Wetter besser als bei uns. Gerade wird der Himmel sehr, sehr grau. Ich werde berichten.
 
Petruschka

Sonntag, 31. Juli 2016

Nun habe auch ich

... einen Quiltständer für Miniquilts. Den letzten Anstoß, mir einen zuzulegen, bekam ich von Jutta, die am vergangenen Sonntag einen Miniquilt in ihrem  Quiltständer präsentierte. Der Bitte, mir den Link zu schicken, kam sie zeitnah nach. (Habe ich mich dafür eigentlich schon bedankt?) Auch meine Bestellung wurde zügig bearbeitet. Freitag war sie da. Nun fehlte noch der kleine Quilt dazu. Ein Block mit Sunbonnet Sue und ihrem Freund Sam, im vergangenen Jahr auf Papier genäht, befand ich als sehr geeignet, ihn zu einem kleinen Quilt umzuarbeiten. Freitag Abend habe ich begonnen.
 
 
Für die Umrandung wählte ich denselben blauen Stoff wie für den Himmel und viele bunte kleine Reste, um vier Streifen fliegende Gänse zu nähen.
 
 
 
Das Quilting erfolgte mit der Maschine. Der blaue Hintergrund ist frei, bei Sunbonnet und Sam sind nur die Umrisse gequiltet.
 
 
Gestern Abend schon konnte ich die letzten Fäden vernähen. Naja, es war ja nun nicht mehr so viel Arbeit. Der Quilt hat eine Größe von  knapp 30 cm im Quadrat und verschönert nun im neuen Quiltständer unsere Eßecke.
 
 
Etwas kurz ist der Quilt geraten. Das werde bei den nächsten Miniquilts beachten. Eine der beliebten Feen nach Ursula Schertz könnte ich mir als nächsten Mini gut vorstellen.
 
Nun ist auch dieses Wochenende schon fast vorbei. Ich hoffe, Ihr konntet es gut genießen. Sei es, daß es regnerisch war und Ihr handarbeiten konntet. Sei es, das Wetter war schön und Ihr konntet die Zeit im Garten/Wald/Urlaub genießen. Wir hatten alles -  Gewitter mit Starkregen, aber auch Sonne und damit Wärme. Für die neue Woche wünsche ich Euch alles Gute.
 
Herzlichst, Petruschka

Montag, 25. Juli 2016

Zwei rechts, zwei links

... ganz schnell gelingt's. Dieser altbekannte Spruch bezieht sich auf's Stricken und meint das Muster, was überwiegend beim Stricken der Bündchen zum Einsatz kommt. In der Zeit, wo ich keine Lust auf die Nähmaschine hatte, habe ich nach längerer Zeit wieder auf das Stricken verlegt, und zwar auf das  Stricken von Socken. Ich hatte verschiedentlich davon berichtet. Mein Problem war das Stricken der Ferse. Doch da hatte ich Hilfe vor Ort in der Strick/Bastel/Handarbeitsgruppe Und wenn man erst einmal den Dreh raus hat, geht es fast von allein. Ich habe in den letzten Wochen 5 Paare gestrickt. Es war wie eine Sucht.
Zuerst bekam der Freund der älteren Tochter zum Geburtstag ein Paar Socken aus blauer Sportwolle. Er ist gern zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Natur. Für Größe 44 braucht man allerdings seine Zeit.
 
 
In besagter Strickgruppe wurde zu jener Zeit Socken in Spiralform gestrickt. Diese Technik wollte ich ausprobieren, allerdings nicht für die ganze Socke. So habe ich nur die Fersen in dieser Technik gestrickt.
 
 
Dabei muß man gut mitzählen. Denn dafür werden alle vier Reihen die jeweils vier Maschen eines Mustersatzes um eine nach links versetzt, was diesen Spiraleffekt ergibt.
 
 
Für eine Kollegin, die Anfang August Geburtstag feiert, habe ich in der Zeit der Fußball-EM die langen Abende genutzt, um ein besonderes Paar zu stricken.
 
 
Das Muster selbst ist unspektakulär. Die Wolle macht's. Es ist eine Opal-Wolle aus der Serie "Der kleine Prinz". Angesichts der roten und grünen Töne wurde sie "Die Rose des kleinen Prinzen" benannt. Ich habe die wolle bestimmt schon zwei Jahre. Und da ich zwei Knäuel gekauft hatte, ist auch noch genug für ein zweites Paar für mich übrig.
Doch vorerst habe ich für den Winter vorgesorgt und für mich Bettsocken gestrickt. Mit kalten Füßen schläft es sich ganz schlecht. 
 
 
Auch hier habe im Fußteil nur rechte Maschen gestrickt. Aber für das Bündchen habe ich ein kleines Zopfmuster gewählt. Nichts Kompliziertes,  zwei rechte Maschen wurden beim Stricken ohne Hilfsnadel verkreuzt. Das gibt einen schönen Effekt. Auch das Bündchen vom oberen Paar wurde so gestrickt.
 
 
Gestern Abend fertig wurde ein Paar Socken für eine weitere Kollegin. Sie hat erst Anfang September Geburtstag, aber ich bin halt wie im Strickrausch. Auch sie geht gern wandern und so habe ich aus sechsfädiger Wolle ein Paar Strümpfe für sie gestrickt. Ganz happy bin ich über den so ziemlich gleichen Farbverlauf der beiden Strümpfe. Denn es ist nicht immer einfach, aus einem Strang genau denselben Anfang zu finden. Wie macht Ihr das eigentlich. Habt Ihr dafür einen Trick? Oder ist es Euch egal, wie der Farbverlauf ist?
 
 
Nun hat noch eine Kollegin Ende September Geburtstag. Da werde ich mal anfragen, ob wohl ein Paar Socken benötigt wird, oder doch eher ein Paar Stulpen für die Hände.
 
In der vergangenen Woche habe ich dann mal wieder die Nähmaschine bemüht. Es wurde angefragt, ob ich nicht solch coolen Milkatäschchen nähen könnte. Drei würden gebraucht. Konnte ich, denn es hatten sich echt viele Verpackungen angesammelt. Diese kommen meist als Spenden zu mir. Denn wenn man mal die Kalorien zusammenzählt, die sie vorher umhüllt haben ...
 
 
Das war schon wie Akkordnähen. Zwei Täschchen sind noch bei mir geblieben. Denn zwischenzeitlich gab es noch einen Geburtstag und ein weiteres ging als kleines Mitbringsel weg.
 
Wenn ich mal nicht gestrickt habe, habe ich die Gartengenüsse verarbeitet - schwarze und rote Johannisbeeren sowie Sauerkirschen zu Marmelade, Kornäpfel zu Apfelmus.  Gurken, Zucchini, grüne und gelbe Bohnen wurden zu Salat, Gemüsebeilage oder Eintopf. Noch sind die Tomaten nicht rot, aber lange dauert es nicht mehr. Kurz gesagt - mir ist nicht langweilig ;-)).
 
So, gleich muß ich los, die Tochter vom Training abholen und dann Schulsachen besorgen. Sie verpaßt ja gleich mal die ersten anderthalb Schulwochen durch ihre Fahrt nach Rio. Da sollte alles vorher schon bereit sein.
 
Nachher begebe ich mich dann auf die zweite Blogrunde. Bis dahin!
 
Petruschka

Mittwoch, 20. Juli 2016

Noch vor dem Urlaub

... habe ich für eine frischgebackene Mama und ihre kleine Emilia eine U-Heft-Hülle genäht.
 
 
Die Mama ist die Tochter und das einzige Kind einer Kegelschwester, die schon nicht mehr damit gerechnet hatte, je Oma zu werden. Für die Hülle verwendete ich kleine Motive eines Paneels mit Motiven nach Annie Downs. Das hübsche Kleid und die süßen Blümchen schienen mir am besten geeignet.
 
 
Die Buchstaben sind mit Vliesofix und freien Stichen appliziert. Im Inneren der Hülle habe ich zwei Taschen angebracht. Dafür habe ich klare Tischdeckenfolie verwendet. In der einen Tasche kann der Impfausweis und in der anderen eine Terminkarte untergebracht werden.
 
 
In meiner blogfreien Zeit habe ich natürlich nicht aufgehört mit den Handarbeiten. Unter anderem habe ich drei weitere Blöcke meiner "Lieblingssachen" nach Motiven von  Annie Downs gearbeitet.
 
 
In unserer Familie wird sehr gern und sehr viel Tee getrunken, auch wenn es so heiß ist so wie heute. Da wird der Früchtetee eben kalt getrunken. Ich trinke gern Tee mit Vanille, weswegen mein Schriftzug um dieses Detail erweitert wurde. Was man wissen sollte, wenn man in Frankreich "thé" bestellt, ist, daß man darunter schwarzen oder grünen Tee versteht. Möchte man einen Kräuter- oder Früchtetee trinken, bestellt man "une infusion" (Vorsicht, falscher Freund!) oder "une tisane" und ergänzt dann die Geschmacksrichtung, was mitunter mit "parfum" übersetzt wird.
 
Auch wenn wir keine Katze haben, habe ich die nach Annie Downs gearbeitet. Meine ist ein ganz liebes Exemplar und schaut dem Frauchen immer über die Schulter.
 
 
Der vorerst letzte gewerkelte  Block zeigt einen Rock. Bei Annie Downs ist es eine Hose. Doch da es ja mein Quilt, mit meinen Lieblingssachen, wird, habe ich einen Rock mit einem Blumenmuster anstelle einer Jeans appliziert.
 
 
Von den 365 Tagen im Jahr habe ich vielleicht an 30 Tagen eine Hose an, nämlich dann, wenn es draußen richtig knackig kalt ist. Beim Kegeln und anderen sportlichen Betätigungen habe ich natürlich eine Trainingshose an. Ansonsten bevorzuge ich Röcke, auch als Hausbekleidung. 15 von 23 Blöcken sind nun fertig. Ich werde wohl wieder einige vorbereiten. Im Garten, unter dem großen Kirschbaum, im Schatten, läßt sich wunderbar handarbeiten.
Zum Beispiel stricken. Was ich in dieser Hinsicht geschafft habe, zeige ich das nächste Mal. Jetzt suche ich mir erst einmal ein kühleres Plätzchen.
 
Petruschka

Sonntag, 17. Juli 2016

R wie

...Rußland wäre mehr als passend gewesen, bedenkt man, daß ich auch Lehrerin für Russisch bin.  Daß ich seit 1999 nicht mehr unterrichtet habe, ist sehr schade. Naja, wenigstens auf Zypern habe ich mal wieder einige Sätze in Russisch gewagt. Ich war also schon innerlich auf Zwiebeltürme, Balalaika und Folklorekostüme eingestellt. Aber dann fiel mir in der Stadtbibliothek das Hörbuch zu Bram Stokers "Dracula" in die Hände.
 
 
Und da war es um mich geschehen. Der schaurig schöne weiße Mond, mit  hellviolettgefärbtem Mull vor und hinter einem weißen Stoff frei gequiltet und 
 
 
 
 ... die Fledermäuse, bei mir reichte eine, die auf den hellen Mond zufliegt,
 
 
... und die Äste  sind wesentliche Elemente des Deckblattes. Ich fügte noch Graf Dracula hinzu.
 
 
Oops, meiner hat ja gar keine Schneidezähne. Im Gegenteil, es ist ein gar freundlich lächelnder Graf Dracula. Er hat wohl mitbekommen, daß Vampire nicht gern gesehen sind.
Und was hat das alles mit Rumänien zu tun?
 
 
Die Geschichte um den Grafen Dracula spielt in Transsilvanien -  ein historisches und geografisches Gebiet im südlichen Karpatenraum und im Zentrum Rumäniens gelegen. Kennt Ihr die Geschichte? Der Roman des irischen Autors Bram Stoker wurde 1897 veröffentlicht und besteht durchweg aus Tagebuchaufzeichnungen der verschiedenen  Protagonisten sowie aus Briefen, Telegrammen und Zeitungsartikeln. Der junge Anwalt Jonathan Harker reist im Auftrage seines Arbeitgebers nach Transsilvanien, um dort mit einem gewissen Grafen Dracula dessen Erwerb eines Grundbesitzes in England zu besprechen. Schon auf der Fahrt in der Postkutsche dorthin geschehen seltsame Dinge: Bekreuzigungen, Wolfsgeheul, ein merkwürdig anmutender Kutscher. Und im Schloß des Grafen Dracula erst! Dieser klettert des nachts an der Schloßwand hinunter, nächtigt in einem Sarg und ist tagsüber nicht anzutreffen. Harker verstößt gegen das Verbot, bestimmte Räume zu betreten und wird von drei gespenstisch aussehenden Frauen angegriffen, aber von Dracula befreit. Er muß vordatierte Briefe schreiben und wird im Schloß von Bediensteten festgehalten. Letztendlich gelingt es ihm zu  fliehen. Hier endet das Hörbuch. Beim Arbeiten der AMC habe ich neben dem Hörbuch mal wieder die Rockoper "Dracula - L'amour plus fort que la mort" gehört. Es hat mir so richtig Spaß gemacht, die AMC zu nähen.
 
Mit Spannung erwartete ich die AMC von Klaudia. Neben Rußland und Rumänien gab es nur noch Ruanda auszuwählen. Und genau dafür hatte sie sich entschieden. Ruanda ist ja eher für den in den 90er Jahren begangenen Völkermord an den Tutsis bekannt. Die eigentlich neutral agierende Organisation "Ärzte ohne Grenzen" ergriff seinerzeit Partei und forderte die UNO auf, einzugreifen. Aber Klaudia widmete sich einem weit friedlicherem Thema.
 
 
In Ruanda ist das Flechthandwerk weit verbreitet. Und so hat Klaudia einen Friedenskorb gewerkelt. Auf ihrem Blog gibt sie noch ganz viele Informationen dazu.
 

Den Stoff unter dem Korb finde ich richtig klasse. Man kann sich gut einen Fliesenboden vorstellen.
Es war wieder ein gelungener Tausch, wie ich finde. Für den nächsten Monat haben wir eine geradezu riesige Auswahl. Der Atlas zeigt 30 Länder mit "S" an.
 
Gestern hatten wir einen schönen Tag in Familie. Die große Tochter war mit ihrem Freund bei uns zu Gast. Wir haben mittags im Garten gegrillt und dort auch Kaffee getrunken. Danach gab es noch das allseits beliebte Spiel "Ohne Moos nix los" und als nach dem Abendessen der Schwiegersohn in spe sich mit dem Fahrrad auf den Rückweg nach Jena machte, setzten sich die beiden Mädels noch an ein Nintendospiel.  Es war schön zu sehen, wie nahe sich die beiden Schwestern trotz des großen Altersunterschiedes doch stehen.
Leider haben in den letzten Tagen so viele Menschen ihnen Nahestehende verloren. Man mag schon keine Nachrichten mehr hören/sehen. Ist die Welt denn noch zu retten?
Eine sehr nachdenkliche
 
Petruschka

Donnerstag, 14. Juli 2016

Die Urlaubswäsche

... ist gewaschen, gebügelt und weggeräumt. Der Garten ist nun wieder vorzeigbar und einige  Fotos, soweit nötig, bearbeitet. Kurz, der diesjährige Jahresurlaub ist schon wieder Geschichte. Der Mann geht seit Montag wieder ins Büro. Nur ich, ich habe weiterhin Ferien. Und damit Zeit und Muße, mich meinem etwas vernachlässigten Blog zu widmen.
In diesem Jahr haben wir etwas für uns Neues getan - wir haben den Urlaub geteilt. Zuerst waren wir eine Woche in Salzburg und dann eine Woche in Regensburg. So haben wir das Beste aus beiden Regionen mitgenommen ;-)). Und davon gibt es jetzt Fotos (und ein wenig Text dazu). Aber Achtung! Die Berichte folgen nicht der Abfolge unserer Reisen, sondern  meinen Intentionen. Und es sind ziemlich viele Fotos.
Wir sind am Freitag, gleich nach der Zeugnisausgabe, los in Richtung Salzburg, denn am Sonnabend hatte das Tochterkind dort einen Wettkampf, den sie mit einem kompletten Medaillensatz erfolgreich hinter sich brachte. Ab Sonntag war dann Erholung angesagt. Wir hatten etwas 30 km von Salzburg Quartier bezogen. Jeden Morgen genossen wir als erstes diese wunderbare Aussicht.
 
 
Ausflüge führten uns in die nähere und weitere Umgebung. Natürlich durfte ein Besuch der Festung Hohensalzburg nicht fehlen ... 
 
 
von wo aus sich ein fantastischer Blick über die Stadt Salzburg und ihre Sehenswürdigkeiten, wie den Dom im mittleren Vordergrund, bot.
 
 
Ganz unscheinbar kommt dieser von außen daher, aber welch Pracht im Inneren. Ich habe schon viele Kirchen besucht, aber diese ist einer der schönsten.
Natürlich sind wir auch durch die kleinen Gassen gezogen. Und stießen unter anderem auf folgenden bezaubernden Brunnen.
 
 
Es ist Papageno. Natürlich, in der Mozartstadt trifft man eben an vielen Ecken auf seine Spuren. Auch der Platz, wo der Brunnen aufgestellt ist, ist nach Papageno benannt.
 
Etwas weiter weg, aber auf jeden Fall die Anreise wert, ist die Eishöhlenwelt in Werfen. Der Eintritt ist mit 24 Euro nicht gerade billig. Wir witzelten hinterher, daß wir für das anspruchsvolle Fitneßprogramm  gelöhnt haben. Zum einen muß man sich den Weg zum Eingang erlaufen: ca. 40 Minuten Fußmarsch mit insgesamt ca. 150 Meter Höhenmeter. Bei einer Höhe von 1600 Metern kann einem schon mal das Atmen schwer fallen.  Auf dem Rückweg machte das Kind folgendes Foto.
 
 
Dort, wo mittig das Loch ist, befindet sich der Eingang in die Höhle, auf ca. 1650 m Höhe. Hier sind wir auf ca. der Hälfte des Weges. Einige Höhenmeter überwindet am man mit einer Seilbahn. Morgens blieb uns der Ausblick verwehrt, denn da hingen die Wolken davor. Auch der Blick ins Tal und in die weitere Umgebung war erst am Nachmittag möglich. Auch da standen die Wolken noch ziemlich tief.
 
 
Den zweiten Teil des Fitneßprogrammes absolvierten wir in der Höhle selbst. Denn um all die bizarren Eisformationen zu sehen,  mußten wir 700 Stufen überwinden. Mit Karbidlampen für jeden fünften Besucher und Magnesiumstäben für den Bergführer, um die Eisformationen zu zeigen und zu erklären, war es schon ein tolles Erlebnis
Unsere Ferienwohnung lag in der Nähe des Irrsees, und damit nahe der anderen berühmten Salzkammergutseen, weshalb wir auch einen Tag für eine Seenrundfahrt nutzten. Wir begannen am Wolfgangsee, wo wir in Sankt Wolfgang Halt machten. Nach einem ausführlichen Rundgang durch das gemütliche kleine Städtchen machten wir neben dem berühmten "Weißen Rössl" Halt, um  Mittag zu essen.
 
 
Schade war nur, daß man  kaum am Ufer des Sees spazieren gehen kann, da diese Flächen von Privatiers und Hotels belegt sind.
 
 
Weiter ging es in Richtung Attersee, zum einen Name eines Sees und zum anderen Name eines Ortes. Daß es dort seit 2012 ein Klimt-Zentrum gibt, erfuhr ich erst dort vor Ort. Klimt verbrachte ja viele Jahre den Sommer am Attersee.
 
 
Leider hatte das Zentrum schon geschlossen, als wir dort ankamen. Vor Ort fiel mir ein, daß noch ein angefangenes Hexagon-Projekt mit einem Motiv von Klimt bei mir auf seine Vollendung wartet. Ich werde es wohl mal wieder hervorholen.
Der Mondsee war unsere letzte Station. Durch den gleichnamigen Ort mußten wir auf unserem Weg nach Salzburg. Ein solch schöner Panoramablick auf die Berge wie hier war, wo auch immer wir waren, allgegenwärtig.
 
 
Für mich als geborene Flachländerin sind das schon gewaltige Berge. Wenn man  durch ein Tal mit hohen Bergen rechts und links von einem fährt, ist das ein beeindruckendes Bild.
Für den letzten Tag in Österreich hatten wir uns die Schloßanlage Hellbrunn vorgenommen. Die Führung zu den Wasserspielen war sehr lehrreich und für mich teilweise auch recht feucht.
 
 
Überall sind kleine Wassersprenger versteckt und die Führerin stellte diese nach Gutdünken an und ab. Auf dem Foto kann man die kleinen Fontänen ganz gut erkennen.
Am Abend hieß es dann Koffer packen, wollten wir doch am darauffolgenden Tag das Quartier wechseln, eben in die Nähe von Regensburg. Auch dort erliefen wir uns die wunderschön verwinkelte Altstadt und bewunderten die viele Türme.
 
 
Ganz vorn ist unser Großer zu sehen. Er kam uns im Urlaubsquartier besuchen und verbrachte einige Tage mit uns. Dafür legte er die gut 130 km von seinem Wohnort Ismaning bis zu uns mit dem Fahrrad hin und zurück.
Nach einer Rundfahrt mit dem City-Tour-Bus lösten wir in Sichtweite des Domes im Haus Heuport dir Gutscheine für eine Tasse Kaffee ein.
 
 
Leider ist die steinerne Brücke derzeit eingerüstet. Sie war uns von einem Besuch Regensburgs vor 20 Jahren in Erinnerung geblieben.
 
 
Zu unseren Zielen gehörte natürlich auch die Walhalla und das Kloster Weltenburg. Ersteres erfuhren mit dem Auto, letzteres mit dem Schiff.
 
 
Während der Sohn und das Tochterkind die Stufen hinabstiegen, warteten mein Mann und ich (stehend, neben der 4.vorderen Säule von links) oben. Kennt Ihr das auch, daß Ihr mit zunehmenden Alter Höhenangst bekommt? Als Kind konnte ich Kettenkarussell und Schaukel mit Überschlag fahren - heute geht es mir schon beim Fahrstuhlfahren im Magen rum. Schlimm.
Beim Schifffahren ist mir das noch nicht passiert. Die Fahrt nach Weltenburg war ganz lehrreich und entspannend.
 
 
Wir haben uns das kleine Museum angesehen und waren natürlich auch in der Kirche. Nachdem wir nun schon die Kirchen in Straubing, Regensburg und Cham
 
 
angesehen hatten, kann ich jetzt mit Sicherheit den Kirchenbarockstil erkennen ;-). Auch hier gilt: von außen unscheinbar und von innen prachtvoll.
In Straubing besuchten wir die Familie einer Karatekafreundin des Tochterkindes. Die Woche zuvor in Salzburg erkämpften sie gemeinsam eine Goldmedaille im Teamwettkampf. Das Tochterkind verbrachte außerdem dort in letzten beiden Jahren eine Ferienwoche. Dieses Jahr wird das wegen der Reise nach Rio nicht möglich sein. Bei der zweistündigen Stadtführung erfuhren auch die Gastgeber so manch neues Detail über Straubing. Wenn man die Fußgängerzone betritt, sieht man als erstes den Turm.
 
 
Ja, der Turm trägt eine rote Schleife (wie das Waschpulver). Er feiert Jubiläum und dafür haben Freiwillige aus einem feuerfesten (!!) Material eben diese Schleife gestrickt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das nun kitschig oder cool finden soll.
Eine Besonderheit sind die sogenannten Treppendächer, die durch ihre besondere Form das Übergreifen eines Feuers verhindern sollten.
 
 
Auf der Rückfahrt von Kelheim, dem Startpunkt der Schiffsfahrt, machten wir noch einen Abstecher zum sogenannten Hundertwasserturm in Abensberg.
 
 
Der Turm ist zum Wahrzeichen der Kuchlbauer Bierwelt geworden. Geplant wurde er von Friedensreich Hundertwasser, fertiggestellt wurde er aber unter der Leitung seines Freundes Peter Pelikan. In einem anderen Gebäude gibt es außerdem noch eine Ausstellung zu Hundertwassers Wirken.
 
 
Da nicht mehr viel Zeit blieb, haben wir auf einen Besuch verzichtet. Außerdem war es der letzte Urlaubstag und die Koffer mußten gepackt werden.
Erwähnen will ich noch, daß dem Kind ein Teil der Zahnspange abging und wir in Regenstauf beim Kieferorthopäden waren. Zudem hat der Karate-Verbandsarzt in Regensburg seine Praxis - Gelegenheit, Probleme mit einem Finger abklären zu lassen.
Insgesamt war der Urlaub erholsam, instruktiv, unterhaltend und erfolgreich. Während der EM-Spiele habe ich ein Paar Socken gestrickt. Foto folgt.
So nun habt Ihr es geschafft. Ich bin durch mit den Fotos und Berichten.
 
Gestern habe ich lange Zeit damit verbracht, mich durch die Blogs zu lesen. Kommentiert habe ich immer nur den letzten Bericht, gelesen habe ich aber die  Berichte der letzten vier Wochen. Nun sollte es wieder regelmäßiger Posts und Kommentare geben. ich freue mich darauf.
 
Petruschka