Dienstag, 20. September 2016

24 Wochen

..., so heißt der Film, den ich als Vorpremiere im Weimarer Kommunalen Kino am Sonnabend gesehen habe.  Die Regisseurin war ebenfalls anwesend und lud zum Gedankenaustausch mit dem Publikum ein. Ich hatte einen reichlichen Vorrat an Tempos dabei, ging es doch um ein emotional sehr bewegendes und auch weitgehend tabuisiertes Thema - ein Spätabbruch einer Schwangerschaft.
Zum Film: Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest  im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin. Sie ist schwanger und thematisiert diese Schwangerschaft auch auf der Bühne. Er unterstützt sie als Manager besonnen und liebevoll. Doch als die beiden eben dieses, ihr zweites Kind, erwarten, wird sich ihr Leben für immer  ändern.  Nach einer Routineuntersuchung bekommen sie die erste unerwartete Diagnose: Trisomie 21. Sie wollen das Kind behalten, informieren sich über das Besondere an diesen Kindern  und schmieden Pläne für die Zeit  nach der Geburt. Das Kindermädchen aber geht, weil sie "solche Kinder eklig findet". Bei einer weiteren Untersuchung stellt sich allerdings heraus, daß außerdem noch ein schwerer Herzfehler besteht. Und während Heilungspläne, Ratschläge und Prognosen auf sie niederprasseln, stößt Astrids und Markus' Beziehung an ihre Grenzen. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer erkennen sie, daß ihnen niemand die Entscheidung abnehmen kann. Letztendlich ist es Astrid, die die Entscheidung treffen muß und trifft.
       Wie ich im vergangenen Post schon andeutete, brauchte ich doch weniger Taschentücher als vermutet. Die Tränen zurückhalten konnte ich aber nicht, als die Hebamme das Prozedere bei einem Spätabbruch beschrieb. Oh man, das geht echt ans Herz einer Mutter. Die Szene war einerseits sehr bedrückend, andererseits aber auch beeindruckend, denn die Hebamme war sehr einfühlsam und gab der werdenden Mutter das Gefühl, daß egal, wie die Entscheidung auch fällt, sie niemand verurteilen wird. Das klang alles sehr authentisch, denn die Regisseurin arbeitete erstens in einem echten Krankenhaus und zweitens mit Laiendarstellern. So war die Hebamme eben eine wirkliche Hebamme und die Ärzte waren echte Ärzte. (Das war auch am leichten sächsischen bzw. ausländischen  Akzent auszumachen.) So  klangen die Texte eben nicht wie auswendig gelernt, sondern wie in einem echten Gespräch. Die Regisseurin erklärte später, daß sie den Schauspielern sozusagen die Aufgabe gab, authentische Reaktionen bei den Ärzten hervorzurufen. Klar, die können solche Szenen mit Laiendarstellern ja nicht wiederholt drehen, ohne dieselbe Glaubwürdigkeit zu erreichen. Beeindruckend waren auch Sequenzen, die während Operationen an Föten im Mutterleib entstanden sind. Überhaupt ist das Motiv Wasser allgegenwärtig und trägt zum großen Gelingen auf der ästhetischen Ebene bei. Hauptdarsteller sind übrigens Julia Jentsch und Bjarne Mädel. Letzteren kenne ich als "Bär" Dietmar Schäffer aus der Serie "Mord mit Aussicht" und als Schotty beim "Tatortreiniger". Der Name Julia Jentsch ist nur mir aus dem Film "Die weiße Rose" um Sophie und Hans Scholl bekannt. Während der Hauptdarsteller Bjarne Mädel die erste Besetzung für die Regisseurin war, dauerte die Suche nach der weiblichen Hauptdarstellerin über ein Jahr, weil keine Schauspielerin dieses schwierige Thema angehen wollte. Leider erfuhren wir nicht, wer alles angefragt wurde, denn die Regisseurin mußte weiter nach Jena, wo eine weitere Vorpremiere stattfand. 
Die Sprachmodulation der Regisseurin Anne Zohra Berrached und ihre angenehme Stimme riefen vage Erinnerungen hervor. Ich könnte mich aber nicht erinnern, ihr schon einmal begegnet zu sein. Beim späteren Recherchieren fand ich heraus, daß sie aus Erfurt stammt (was von hier aus nur einen Steinwurf weg ist). Auch der sächselnde Einschlag der Laiendarsteller klärte sich, denn sie lebt in Leipzig, wo sicher der Film gedreht wurde. Er wurde als Filmakademie - Diplomfilm schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet und kommt am Donnerstag in die deutschen Kinos.
Sensibilisiert für die Thematik wurde ich auch durch ein Buch, was ich vor gut 2 Wochen aus der Bibliothek mitnahm.
 
 
13 Mütter berichten von ihrem Leben mit dem Außergewöhnlichen. einem Kind mit Down-Syndrom. auch die Autorin ist Mutter einer Tochter mit diesem Plus. Mütter und Väter beschreiben die Beziehung zu ihren Kindern, die einfach nur sind, was sie sind: Kinder ihrer Eltern, die sie so lieben, wie sie sind. So wie andere Eltern auch ihre Kinder lieben (sollten).
In diesem Sinne, paßt auf Euch auf und auf alle, die Ihr liebt.
 
Petruschka

Samstag, 17. September 2016

Beim Freitag-Nacht-Nähen

... war ich gestern Abend wieder an Bord. Und ich habe so richtig viel geschafft. Allerdings kam ich erst jetzt zum Posten. Doch der Tag war verplant mit einem Treffen mit Bekannten und einem späteren Kinobesuch. Gerade noch habe ich mit meinem mittleren Bruder telefoniert - unter einer halben Stunde ist da nichts drin. Doch nun zum Friday Night Sewing In.
Gestern Abend konnte ich schon gegen 18.30 Uhr beginnen. Zuerst beendete ich den am Vortag angefangenen Beutel für eine Kollegin, die demnächst Geburtstag hat.
 
 
Gefragt, ob sie wohl gern ein Paar Socken hätte, wurde der Wunsch nach einem Beutel geäußert. Lange Henkel sollte er haben, damit er auch über der Schulter getragen werden kann. Das Mittelteil ...
 
 
... ist ein Probestück für einen vor längerer Zeit laufenden Round Robin, wo ich die Größe der Dreiecke testen wollte. Für den Korpus inklusive Rückseite habe ich wieder ein Hemd ausgeschlachtet. Natürlich bekam auch dieser Beutel auf der Knopfleistenrückseite ein Label.
 
 
Danach nahm ich mich der wartenden AMC-Rohlinge an. Im Laufe der Zeit hatten sich Werkstücke angesammelt. Nun habe ich sie weiterverarbeitet und meinen AMC Vorrat aufgestockt.
Die ersten beiden AMC sind eine weitere Resteverwertung aus diesem Projekt. Das Quilting ist eher grafisch ausgerichtet.
 


Das Rosenstickbild wartet seit vielen, vielen Jahren auf eine weitere Verarbeitung. Ich habe es mit rotem Stoff als eine Art Binding eingefaßt.


Dann  hatte ich mal wieder Lust auf Flechten. Einige Streifen mußten neu hergestellt werden, andere hatte ich noch in der Kiste. Tanzende Blätter vervollständigen den herbstlichen Eindruck.
 

Zeitlich als erste hatte ich einen anderen Abschnitt des Klimt-Seidenmalbildes zur AMC verarbeitet. Doch weil ich sie so schön finde, habe ich sie bis zuletzt "aufgehoben".


Na Steffi, habe ich zu viel versprochen? Welche der AMC darf es denn sein?

Und weil ich noch Elan hatte und im Fernsehen das SWR 3 New Pop Festival lief, das man ja nur hören und nicht sehen muß, habe ich gleich noch den Rahmen für das Septembermotiv des SAL Joyful World angefangen. Ich muß aber noch einmal ganz rum, denn die Kreuze sind bislang nur Schrägstiche.
 
Mal sehen, ob ich damit fertig bin, bevor der September zu Ende ist ;-)).

Zum Film, den ich vorhin gesehen habe, werde ich gesondert schreiben. Nur so viel - ich habe nicht so viele Taschentücher gebraucht wie gedacht und ich mitgenommen hatte.

Nun werde ich mir anschauen, was Ihr so gewerkelt habt. Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Petruschka

Freitag, 16. September 2016

T wie

... Taiwan, Tadschikistan, Turkmensitan oder Türkei. Es gibt auch kleinere Länder wie Togo, das früher eine deutsche Kolonie war, die Tschechische Republik, berühmt für ihr Bier, oder auch Tuvalu, das sein Internetkürzel - tv - an zwielichtige Gesellschaften verkauft, wenn man den Berichten meines Geographiekollegen Glauben schenken darf. Als ich die Liste der Länder mit T so durchging, entschied ich mich spontan für Tansania. Warum? Darum!
 
 
Gedanken an wildlebende Großtiere  wie Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen kamen mir. Und da waren doch auch noch die Stoffquadrate mit den Afrikamotiven. Allein die Auswahl der Zebrastreifen ist faszinierend.
 
 
Ein geeignetes Quadrat für eine Giraffe war schnell gefunden. Augen, Nüstern und die Schatten der Ohren wurden ebenfalls mit Vliesofix fixiert.
 
 
Die Flecken der Giraffe habe ich frei umrandet. Ich finde ja, daß Giraffen immer ein wenig verschlafen erscheinen, wenn sie so gemächlichen Schrittes daherkommen. Sie werden deshalb auch als "snafte Riesen" bezeichnet.  Daß sie genau wie alle anderen Säugetiere auch nur sieben Halswirbel haben, wissen bestimmt die meisten Menschen. Warum sie aber nie aufrecht zu gehen scheinen, bestimmt nicht. Daß der Hals ein wenig gebeugt scheint, liegt daran, daß er  von einer einzigen, sehr starken Sehne in einem Winkel von ca. 55° gehalten wird. Außerdem haben die Giraffen auch verschiedene Fellzeichnungen.
 
 
Neben dem Muster für meine Giraffe habe ich noch diese drei in meinem Vorrat gefunden. Insgesamt gibt es neun Giraffen-Unterarten.  Je nach Unterart variieren Form und Farbe der Flecken. Die Flecken dienen der Tarnung und der Regulierung der Körpertemperatur. Die Bauchunterseite ist nicht gefleckt. Der Schwanz wächst immer mit. das heißt, je älter eine Giraffe ist, desto länger ist auch der Schwanz.
 
 
Im Übrigen kommen Giraffen natürlicherweise nur in Afrika vor. Es gibt sogar ein Sternbild Giraffe. Hier erfahrt Ihr mehr darüber.
 
Mit Spannung warteten wir wieder auf Klaudias AMC. Das Tochterkind und ich kamen übereinstimmend zu der Meinung, daß sie Thailand auswählen würde. Doch da haben wir die Rechnung ohne den Wirt Klaudia gemacht. Denn ihr Favorit für das T war Tunesien. Die typischen blauen Türen hatten ihr es angetan.
 
 
Diese Eingangstüren sind mit Nägeln und Ornamenten beschlagen. Diese Motive hat Klaudia freihand mit der Maschine gestickt. Ein schlichtes, aber sehr wirkungsvolles Motiv, meint Ihr nicht auch?
 
 
Einen sehr ausführlichen Text über sehenswerte Orte und noch mehr Interessantes über Tunesien findet Ihr auf Klaudias Blog.

Unsere Kartensammlung zu ländertypischen Merkmalen ist wieder gewachsen und ich freu mich schon auf den nächsten Monat, wenn das U im Vordergrund steht. Ihr könnt ja schon mal überlegen, welche Länder mit U Euch spontan einfallen. Ein kleiner Tip: es sind fünf. Viel Spaß beim Überlegen!

Petruschka

Mittwoch, 14. September 2016

Diese unbarmherzige Hitze

... lähmt mich. Am Nachmittag scheint die Sonne volles Rohr in mein Arbeits- und Nähzimmer. Mit Nähen wird da nichts. Aber an einem schattigen Ort konnte ich das August-Motiv des Joyful World SAL beenden.


Ich bin zwar kein Hundefreund, aber dieser kleine gestickte Racker ist ja ganz harmlos.

 
Auch dieses Mal habe ich Veränderungen vorgenommen. Im Original sind anstelle meiner blauen und violetten Kreuzstich-Kornblumen Margaritenstiche vorgesehen. Die fand ich erstens nicht passend und zweitens lassen diese sich auf meinem Zählstoff schlechter verteilen als auf Leinen..


Seit heute ist das Oktobermotiv online - das Igelmotiv ist ja so süß. Aber auch die beiden niedlichen Eulen vom September reizen mich. Naja, ein Weilchen habe ich ja noch Zeit zur Entscheidung, denn zuerst muß ja noch der Rahmen gestickt werden. Andererseits wäre es konsequent, mit dem Oktober weiterzumachen, denn so würde jeder 3.Monat fehlen :-)).


Noch sind die Blöcke nur durch einige frei Reihen getrennt. Wahrscheinlich werde ich die einzelnen Blöcke einpatchen und einen kleinen Wandbehang fertigen. Hach, ich freue mich, daß ich diesen schönen SAL schon so lange durchhalte.

Nachdem ich die Ländertypisch-AMC für Klaudia fertig hatte - hier ein kleiner Neugierigmacher -
 
 
... nutzte ich die Gelegenheit, noch ein paar unfertige Stücke aus der AMC-Kiste zu beenden. Drei sind bereits fertig, weitere warten noch auf ihre Vollendung.
 
 
Vom Stil her sind sie sehr verschieden. Das kommt vor allem daher, daß die Grundstoffe aus sehr unterschiedlichen Zeiten stammen.
Die Stoffe der ersten AMC stammen von diesem Projekt der QuilThuerer.
 
 
Die Grundlage der zweiten AMC waren Batikstoffe, die entfärbt worden. Auch das war eine Technik, die wir QuilThuerer probiert haben. Ich hatte damals mit einem kleinen Applikator Blumen "aufgemalt". Danach habe ich diese Blumen mit dem jeweils kontrastfarbigem Garn  verziert. Eigentlich war das Stück ein wenig größer als das AMC-Format, aber da habe ich jetzt beherzt den Rollschneider angesetzt.
 
 
Der Grundstoff der dritten AMC ist von mir bemalte Seide. Bis Ende der 90er habe ich mich intensiv mit Seidenmalerei beschäftigt. Reste von Tüchern und Kissenplatten sind gut verwahrt und werden so nach und nach einer anderen Bestimmung übergeben.
 
 
Unschwer ist hier ein Klimt-Motiv zu erkennen. Es war mir gar nicht klar, daß diese Leidenschaft schon so weit zurückreicht.zu
 
Sicher werde ich auch den kleinen Apfel zu einer AMC weiterverarbeiten. Euer Lob und Eure Ermutigung  zu meinen Quiltversuchen haben mir gut getan. Danke für die vielen lieben Worte.
 
Eigentlich wollte ich jetzt mit Tochter und Mann auf dem Weg nach Bamberg sein, um das Basketball EM-Qualifikationsspiel  zwischen Deutschland und Österreich anzuschauen. Aber heute Morgen hat ein fieser Margen-Darm-Virus zugeschlagen und so mußte ich zu Hause bleiben. Zum Glück fühle ich mich ein wenig besser.
 
Ich wünsche allen , denen es im Moment gesundheitlich auch nicht so prima geht, gute Besserung! Ach ja, Klaudias AMC zu T wie ... ist auch schon da, also bleibt neugierig.
 
Petruschka

Dienstag, 6. September 2016

Übung

... macht ja bekanntlich den Meister. Und weil wir QuilThuerer uns im freien Maschinenquilten üben wollen, gibt es für jedes Geburtstagskind ein ca. 20 cm großes Quadrat, in dessen Mitte ein 15 cm großes mit freiem Maschinenquilting ausgefülltes Quadrat gearbeitet sein soll. Nun ist ja freies Quilten nicht so meine große Qualität. Und da ich von April an eine Flaute hatte, gab es neben den aktuellen auch zwei da nachzuarbeiten. Am vergangenen Sonnabend nun habe ich alle übergeben. Übrigens konnte jede vorher ihre Farbe für den Untergrund wählen. Alles andere war den Schenkenden freigestellt.
Angelika hatte zuletzt Geburtstag. Sie wollte ein freundliches Grau als Untergrund.
 
 
Kathrin hatte schon Anfang August Geburtstag und sie hatte sich für einen grünen Untergrund entschieden.
 
 
Im Juni war Heike schon an der Reihe. Braun-beige sollte die Grundquadrat sein.
 
 
Im Mai hätte das Quadrat für Regina fertig sein sollen. Doch das war mitten in meiner Nähflaute und so bekam sie ihr weiß-cremefarbenes Quadrat erst jetzt.
 
 
Was die Garnfarbe angeht, war ich nicht so wagemutig. Auch beim Muster war ich nicht besonders fantasievoll, habe ich doch mehr oder weniger dieselbe Form "gezeichnet". Letztendlich ist das aber egal, denn jede hat ja ganz unterschiedliche Quadrate bekommen.
 
Vielleicht hätte ich aber doch meinen ersten Versuch nehmen sollen. jetzt, im Nachhinein, finde ich den Apfel ganz gut gelungen.
 
 
So, das soll es schon gewesen sein. Gleich geht es zu einer Geburtstagsfeier. 75 wird die Tante meines Mannes. Und wie gut, daß das Geburtstagsgeschenk schon fertig war - für sie gibt es den großen Einkaufsbeutel mit den fliegenden Gänsen.
Also, bis dann!
 
Petruschka

Mittwoch, 31. August 2016

Zwei Abende und ein halber

... das ist die Zeitspanne, die ich für meine neuen Projektmappen gebraucht habe. Kurz vor dem Monatsende ist damit auch das erste Projekt, das ich im Rahmen der Kreativkiste genäht habe. Für die erste hatte ich mir wieder einmal Aboquadrate zusammengesucht und zwar solche mit Nähmotiven. Um auf ein schönes Format zu kommen, habe ich noch einen blauen Rahmen gesetzt. Mit einer Größe von 40 cm x 31 cm kann sie auch größere Teile aufnehmen.


Gesehen hatte ich bei  Alexandra eine Projektmappe, für die Webkanten verarbeitet wurden. Das wollte ich schon immer mal wieder machen und so holte ich die Kiste hervor. Und da ich die Webkanten immer in einer Breite von 3 cm abschneide, sieht man auch immer mal etwas vom Stoff.


Mit 38 cm x 30 cm ist sie etwas kleiner als die obere Projektmappe. Das kann man gut erkennen, wenn man beide übereinander legt.

 
Es hat Spaß gemacht, Webkanten herauszusuchen und sich dabei an vergangene Projekt erinnern. Doch nun bin ich ganz schön geschafft. Solche Nachtschichten sind nichts mehr für mich. Deshalb werde ich mich auch gleich  bettfertig machen. Also dann gute Nacht und bis morgen!
 
Petruschka

Sonntag, 28. August 2016

Mein Wochenbericht

... fällt ziemlich mager aus. Auch mein Start ins diesjährige neue Schuljahr gestaltet sich etwas zäh. Und da ja dafür alles erst fertig werden muß, bevor es ans Handarbeiten geht ... Es scheint, daß die Hitze sich auf meine Denkfähigkeit auswirkt. Deshalb habe ich wohl auch den Termin für die Kreativkiste - die Projektmappe - verschwitzt; ich war auf den Monatsletzten aus. Naja, das wird schnellstens nachgeholt. Versprochen.
Zu Klaudias Geburtstag am vergangenen Sonntag habe ich neben einem Buch auch eine AMC in den Umschlag gesteckt.
 
 
Den Untergrund ist aus Seidenresten gepatcht. Die Blätter hatte ich schon vor einiger Zeit von der Maschine aufsticken lassen. Die Blüten habe ich dann mit der Hand aufgestickt.
 
 
 
 
Gestern nun kam ich an die geduldig wartende Nähmaschine. Das Tochterkind war zum Geburtstag eines Klassenkameraden eingeladen. Ich bekam die Information immerhin schon am Donnerstag. Da ich in der Woche schon Jeans zerschnitten und nach passenden Aufnähern für einen "weiblichen" und einen weiteren  "erwachsenen" Beutel gesucht hatte, fiel meine Wahl auf diese Materialien. Jetzt sollte es ein "männlicher" Beutel werden.
 
 
Vor Ewigkeiten hatte ich mal ein Jeans-Nähset gekauft, das jetzt zum Einsatz kam. Mit einer Jeansnadel und festerem Garn ließ es sich ganz gut nähen. Die Henkel sind länger, als ich sie sonst nähe. Aber so kann der Beutel auch über der Schulter getragen werden.
 
 
Für die Rückseite wurde ein vorderes Hosentaschenteil verwendet. Die Seiten sind untergeschlagen und der obere Rand mit einem Band eingefaßt. Ein Knopf sorgt dafür, daß alles an seinem Platz bleibt. Dummerweise habe ich am oberen Rand zwei Stecknadeln eingenäht. Das kleine Loch im Futter, was beim Entfernen entstand, wird jetzt durch den Aufnäher verdeckt.
 
 
Wie die Tochter berichtete, wurde der Beutel mit Wohlwollen entgegengenommen.
 
Im Übrigen fängt es gerade an zu regnen und es gewittert ganz schön. Ich mag den Geruch von Regen sehr. Hoffentlich kühlt es auch ein bißchen ab.
 
So meine Lieben, nun geht es an die Lektüre dessen, was Ihr so gewerkelt habt. Der Laptop war seit Mittwoch unbenutzt, da wird einiges nachzuholen sein. Ich wünsche Euch eine kreative Woche!
 
Petruschka

Sonntag, 21. August 2016

Der Juli

... vom Joyful World SAL wartet schon seit Tagen darauf, hier von mir präsentiert zu werden. Allein, es fehlte bislang die Zeit dafür. Jetzt, wo alle Vorbereitungen für morgen fertig sind, nehme ich mir die Zeit.
 
 
Den Beginn der hübschen rosafarbenen Flamingos hatte ich ja schon beim Juni-Motiv gezeigt.
 
 
Da ich meine Vorräte an Stickgarnen aufbrauchen möchte (daß mir das gelingt, scheint fraglich), halte ich mich nicht immer an die vorgegebenen Farben, sondern nehme Anpassungen vor. Das tut dem Ganzen aber kein Abbruch.
 
 
Der Rahmen für das August-Motiv sowie die ersten Motivstiche sind schon fertig, aber  nicht sonderlich aussagekräftig.
 
Am Freitag hatte ich endlich einmal daran gedacht, den Fotoapparat mitzunehmen, um die Strohballen auf den abgeernteten Feldern entlang meines Arbeitsweges über den Ettersberg zu fotografieren.
 
 
Leider ist wohl  am Vortag schon der Großteil der Ballen abgeholt worden. Da sah man auch die gestapelten eckigen Ballen. Ich glaube, die hatte ich (und eine Reihe anderer Autofahrer) am Freitag Morgen auf dem Traktoranhänger vor mir. 
Dem jüngsten Kind im Hause Fadenspiele fehlte diese ländliche Ruhe sehr. Sie hat die Zeit in Rio de Janeiro sehr genossen, ist nun aber froh, wieder zu Hause zu sein. Sonnabend  in der  Frühe kam das Flugzeug in Frankfurt an.
 
 
Ach, wenn doch diese Paparazzi nicht wären!
 
Beim Bezahlen der Parkgebühren ist mir die Kinnlade runtergefallen. Die wollen dort 4,50 Euro pro Stunde!!!
 
Ein hübsches Geschenk hat sie mir mitgebracht - einen Fingerhut mit einem Motiv der Christusstatue, die sie auch besichtigt  und die obligatorischen Fotos gemacht haben.
 
 
Nun hat er seinen Platz zwischen dem Fingerhut aus Weimar und dem aus Kloster Weltenburg ;-).
 
Petruschka

Dienstag, 16. August 2016

S wie

... Seychellen, Singapur, Saudi-Arabien, Sierra Leone oder Sudan. Mein Atlas zeigt mir 30 Länder an, die mit dem Buchstaben "S" beginnen. Darunter auch solche eher unbekannte wie Saint-Kitts und Nevis, Saint Vincent und die Grenadinen oder Sao Tomé und Principe. Eine Umfrage unter Kollegen ergab folgende Länder und Stichworte: Surinam und Gold, Schweden und IKEA, Schweiz und Schokolade. Zu Spanien fielen mir unter anderem Toreros, Gaudì, Picasso, Orangen und die Balearen ein. Am Ende ist es eine feurige Flamenco-Tänzerin geworden.
 
 
Dafür habe einen Rest roten Stoffes verwendet, dessen Quelle mir nicht mehr in Erinnerung ist, und der ganz schön ausfranste. Für den Rock habe ich drei unterschiedlich breite Streifen geschnitten und diese eingereiht, um diesen Effekt der Bewegung zu erzielen. Den untersten Streifen habe ich auf dem Untergrund festgenäht.
 
 
Das Oberteil der Tänzerin habe ich mit Vlies hinterlegt, damit es plastischer wirkt. Manche Tänzerinnen verwenden Kastagnetten, manche einen Fächer, andere wiederum Tücher. Meine verwendet einen Fächer.
 
 
Flamenco ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien. Er gilt als traditionelle spanische Musik, geht jedoch auf Einflüsse unterschiedlicher Kulturen zurück. Die musikalische Praxis besteht aus Gesang (cante), Instrumentalspiel (toque), insbesondere dem Spiel der Gitarre (guitarra flamenca) und Tanz (baile).  Auf Bühnen werden einstudierte Choreografien vorgetanzt. Dabei werden normalerweise traditionelle Elemente und Schritte verwendet, die nur sehr fortgeschrittene Tänzer und Tänzerinnen spontan im Wechselspiel mit dem Sänger zusammenstellen können. Seit 2010 gehört der Flamenco zum Immateriellen Erbe der Menschheit. (Quelle: Wikipedia)
 
Für Klaudia war Schweden der Favorit. Das Land weckte Erinnerungen an ihre Kindheit und so hat sie diese auch auf ihre AMC gebracht.
 
 
Ganz viele Stichwörter hat sie auf ihrer AMC in den Landesfarben Schwedens untergebracht. Da die gelbe Schrift auf dem blauen Untergrund ein wenig schlecht zu lesen ist, seien sie hier noch einmal aufgeführt: Köttbullar, Volvo, Pipi Langstrumpf, Dala-Pferdchen und Mittsommer. Ganz viele Informationen zu Schweden und seinen Besonderheiten findet Ihr bei Klaudia.
 
Bei uns in Thüringen hat vergangene Woche ein neues Schuljahr begonnen. Das heißt, der Alltag hat uns wieder. Naja, vorerst nur mich, denn das Tochterkind ist ja noch in Rio de Janeiro. Ganz schön still ist es ...
 
Handarbeitstechnisch geht es gemächlich voran. Ein bißchen Sticken, ein bißchen Stricken - das geht beim Olympiagucken so nebenher. Zwischendurch immer mal Handquilten, das war's. Daß viele unter Euch richtig fleißig waren, habe ich gestern bemerkt, als ich mal wieder eine längere Blogrunde machte. Schöne Sachen habe ich gesehen.
 
Angemeldet habe ich mich auch beim Hawaiian SAL. Das Muster ist ausgesucht, das Vlies vorhanden, nur der passende Stoff ist noch unterwegs. Dazu gibt es dann später einen separaten Post.
 
Ich wünsche Euch noch schöne sommerliche Tage, so wie sie momentan uns hier verwöhnen.
 
Petruschka