Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ein Baum

... mit I wollte mir nicht so recht gefallen, so habe ich mir die Freiheit genommen, ein Tier mit I für den monatlichen AMC-Tausch mit Klaudia zu sticken.
 
 
Der kleine Geselle beschnuppert einen kleinen Pilz mitten im bunten Herbstlaub, das ich als Rahmen um den kleinen Kerl genäht habe. Das Motiv stammt aus einem Buch, das ich im vergangenen Jahr in Lübeck gekauft hatte. Bisher hatte ich es nicht geschafft, daraus etwas zu sticken - jetzt schon.
 
 
Die Stacheln wurden mit verschieden farbigem Garn gestickt. Das Fell der Igel, ja man sagt Fell, ist meist in unauffälligen Braun- oder Grautönen gehalten. Denn die Stachel sind modifizierte, hohle Haare. Der Bauch, das Gesicht und die Gliedmaßen sind bei den Stacheligeln mit Fell bedeckt. Die jungen Stacheligel haben bei der Geburt noch weiche Stacheln, um den Geburtskanal der Mutter nicht zu verletzen.
 
Klaudia hat sich ebenfalls für einen Igel entschieden - sie sind eben zu niedlich und passen ja auch sehr gut in den Herbst. Die Igel in kühleren Regionen halten einen Winterschlaf während die Bewohner sehr heißer Gebiete während der Trockenperioden in einen Starrezustand fallen. Klaudias Exemplar jedoch ist noch putzmunter.
 
 
Igel sind auf die Alte Welt beschränkt, sie kommen in Europa, Afrika und Teilen Asiens vor. In Amerika fehlen sie ebenso wie in Australien. Die Nahrung der Igel besteht in erster Linie aus  Insekten und deren Larven, sie nehmen aber auch kleine Wirbeltiere und Aas zu sich. In kleinem Ausmaß verzehren sie auch pflanzliches Material wie Wurzeln und Früchte. Clever gemacht: bei Klaudias Stoff sieht der kleine orangefarbene Klecks wie ein Apfelstück aus.
 
 
Falsch ist es, einem Igel Milch als Nahrungsmittel zu geben - im schlimmsten Fall kann dies für das Tier tödlich enden. Igel  können Milchzucker nicht abbauen. Igel führen außerhalb der Paarungszeit zumeist ein einzelgängerisches Leben. Sie sind vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv, lediglich von einigen Arten der Rattenigel ist bekannt, dass sie auch tagsüber auf Nahrungssuche gehen können.
Bekannt ist der Igel auch durch das volkstümliche Märchen vom Hasen und dem Igel.  Bei einer zufälligen Begegnung macht sich der Hase über die schiefen Beine des Igels lustig, woraufhin ihn dieser zu einem Wettrennen herausfordert, um den Einsatz eines goldenen „Lujedor“ und einer Flasche Branntwein. Bei der späteren Durchführung des Rennens auf einem Acker läuft der Igel nur beim Start ein paar Schritte, hat aber am Ende der Ackerfurche seine ihm zum Verwechseln ähnlich sehende Frau platziert. Als der siegesgewisse Hase heranstürmt, erhebt sich die Frau des Igels und ruft ihm zu: „Ich bin schon hier!“. Dem Hasen ist die Niederlage unbegreiflich, er verlangt Revanche und führt insgesamt 73 Läufe mit stets demselben Ergebnis durch. Beim 74. Rennen bricht er erschöpft zusammen und stirbt. In Buxtehude findet man allenthalben Darstellungen von Hase und Igel.
 

Bei Klaudia gibt es noch viel mehr Interessantes zum Igel zu lesen.
 
Ich fühle mich auch gerade wie der Hase: Egal, welcher Tag auch ist, ich komme nie vor 23.30 Uhr ins Bett, obwohl ich es mir immer wieder fest vornehme, dies viel zeitiger zu tun. Deswegen werde ich jetzt alles speichern und auf Veröffentlichen drücken.
 
Petruschka

Kommentare:

  1. Beide Igel sehen richtig schön nach Herbst aus, Da habt ihr fein getauscht, Liebe Grüße von Martina

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  2. Hallo Petra,
    Es war wieder ein schöner Tausch! Keineswegs musst du dich beim naturgemäß auf Bäume festlegen.Zum Igel hast du auch noch interessante Infos gefunden.ja du hast recht, der orangene Fleck schaut tatsächlich wie ein Stück Apfel aus...War aber unbewusst von mir;-)

    Lg Klaudia
    PS.ich schaffe es auch oft nicht vor der Uhrzeit ins Bett... Doch wir können morgens wahrscheinlich länger schlafen als du;-)

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  3. Oh, wie süß. Ich habe gestern auch einen Igel gestickt. Der geht morgen auf die Reise nach Spanien.
    Winkegrüße Larissa

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Danke für Deinen Kommentar, ich freu mich sehr darüber.
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