19 April 2017

Ereignisreiche Tage

... liegen hinter uns - der Grund, weshalb ich seit zwei Wochen nichts gepostet habe. Ich habe zwar seit dem 8.April Osterferien, war aber immer auf Achse. Nun will ich die nächsten Tage nutzen, Liegengebliebenes  aufzuarbeiten und auch mal die Nähmaschine zu bemühen ;-).
 
Am 7.April haben wir uns zusammen mit einer befreundeten Familie auf den Weg nach Neumünster gemacht, um unsere Töchter bei der Deutschen Meisterschaft der Leistungsklasse im Karate zu unterstützen. Und obwohl unsere Tochter ja erst 17 Jahre alt ist, war es ein Pflichtwettkampf. Sie kam direkt vom Austausch aus Frankreich, hatte also 10 Tage kein Training. Wir Eltern waren erleichtert, daß alles gut gegangen war auf dem Flughafen in Paris, denn alleinreisende Jugendliche unter 18 Jahren müssen seit dem 15.Januar diesen Jahres bei der Ausreise eine Bestätigung der Eltern bei sich führen. Sie war noch ganz euphorisch von den Tagen in Frankreich und ging  ganz entspannt an diesen Wettkampf heran. Sie hatte ja nicht viel zu verlieren, auch wenn sie aufgrund ihrer bisherigen Erfolge im Juniorenbereich auf  Platz 5 unter 29 Starterinnen gesetzt war.  Unsere Sorge war eher, daß sie es nicht unbeschadet überstehen könnte, denn in dieser Klasse ist ein wenig mehr erlaubt hinsichtlich der Wettkampfhärte. Aber alle Sorgen waren unbegründet, denn sie selbst hat auch ausgeteilt.
 
 
 
Gänzlich unbeeindruckt von den Gegnerinnen eilte sie von Sieg zu Sieg und hatte im Finale nach einem 0:0 mit 5 Flaggen endlich mal eine Entscheidung für sich.
 

Ein Einstieg in die Leistungsklasse, wie er hätte nicht besser sein können. Der Landestrainer lobte sie in den höchsten Tönen. Nicht, daß es da nichts mehr zu verbessern gäbe ... Gerade ist sie wieder zum Individualtraining aufgebrochen.
Auch die Tochter der befreundeten Familie (links im Bild) errang den ersten Platz. Da hat der heimische Trainer gut lachen. Denn auch seine Freundin (zweite von links) errang einen Medaillenplatz - den bronzenen nämlich.
 
 
Auf der Rückfahrt in Richtung Thüringen wurden das Tochterkind und ich in Hamburg abgesetzt. Wir verbrachten drei Tage in der Hansestadt. Neben Shopping (das Kind) kam auch die Kultur (ich)nicht zu kurz.
 
 
Natürlich besichtigten wir auch die Speicherstadt, die zu Fuß ganz gut von unserem Hotel zu erreichen war.
 
Das Wetter war allerdings nicht mit uns. Regnerisch und kalt war es an fast allen Tagen. Aber das schreckte uns nicht ab. Natürlich mußten wir auch die Elbphilharmonie besichtigen.
 
 
Die Schlange war schnell abgearbeitet und so ging es recht schnell mit der Rolltreppe hoch zur Plaza, von wo aus man einen schönen Überblick über Hamburg hat.
 
 
 
Die Fahrt mit der Rolltreppe erinnerte mich an die Metrostationen in Paris oder Moskau. Einmal wegen der Menschenmassen und dann auch wegen der Höhenmeter, die man damit zurücklegt.
 
 
Daß es zwischendurch auch sonnige Momente gab, zeigt der Himmel auf dem Foto vom Innenhof das Rathauses, wo sich der Brunnen der Hygieia befindet. Er wurde 1895–1896 erbaut, gestaltet vom Bildhauer Joseph von Kramer (1841–1908) aus München. Der Brunnen wurde als Erinnerung an die Choleraepidemie von 1892 errichtet, bei der über 8000 Hamburger starben.
 
 
Am späten Mittwochabend waren wir wieder im heimischen Thüringen. Der Donnerstag ging für die Osterfestvorbereitungen drauf, erwarteten wir doch an den verschiedenen Feiertagen  Besuch von Studienkollegen und Kindern.  
Osterkarten habe ich in diesem Jahr nicht verschickt. Klaudia allerdings hat mir einen schönen Gruß geschickt. Vielen Dank für die schönen Osterblumen.
 
 
Dem launischen Osterwetter trotzten wir Spaziergänge ab. Wie den im Ettersburger Wald, wo wir auf so einige Bärlauchsucher trafen. Es wird ihnen allerdings nicht schwer gemacht, denn der Bärlauch steht nah am Wegesrand.
 
 
Die alljährliche Ostermontagssuche stand ebenfalls nicht unter guten Vorzeichen, machte der April seinem Namen alle Ehre. Unserem Spaß tat das allerdings keinen Abbruch. Schade war, daß unser Ältester fehlte. Aber eine schlimme Grippe hält ihn in Ismaning fest. Immerhin konnte er mir per Teamviewer helfen, konnte ich doch einige Zeit  nicht auf meinen  Blog zugreifen.
 
 
Gestern nun verbrachten die Tochter und ich  den Tag bei und mit einer Bekannten in Apolda, wo ab Ende April die Landesgartenschau wird. Überall sind schon die Vorboten zu erkennen. Allerdings war das Wetter wieder nicht sehr schön.
Mir bleiben nun die vielen Post von Euch zu lesen. Das wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. Also, bis dann!
 
Petruschka 

04 April 2017

Am Sonnabend

... ging es beim monatlichen Termin der QuilThuerer um das neue Projekt - nämlich um die Darstellung von Landschaften  durch Quilten.  Ich hatte nach dem Termin im März fünf kleine Motive in einem quadratischen Format von 10 cm gewerkelt, die in einen Turm nach Hundertwasser eingebaut werden sollten. Hier habe ich sie alle gezeigt.
 
 
Das hat großen Spaß gemacht und sah schon mal gut aus auf dem Hintergrundstoff. Und Eure positiven Rückmeldungen zeigen, daß auch Ihr an der Weiterentwicklung interessiert seid.
Nun wurden die Details aufgezeichnet - weitere Fenster, Treppen, Umrandungen. Diese sollen durch Quilten hervorgehoben werden. Die Hürde allerdings ist, daß dabei alle 5 cm gequiltet/ nicht gequiltet werden soll.  Klingt kompliziert? Glaubt mir, ist es auch. Nachfolgend ein Beispiel zur Illustration.
 
 
Um den Zwiebelturm herum wird in den Quadraten abwechselnd gequiltet/ nicht gequiltet. Also überall, wo ich die drei Linien gesetzt habe. Unterhalb habe ich schon Steine hineingequiltet. Oberhalb ist dann der Himmel, da werde ich ein anderes Muster wählen. Da, wo das Kreuz ist, kommt noch ein Quadrat hin, nämlich ein Hundertwasserturm in klein. Daß es geht, habe ich schon mal auf einer AMC gezeigt.
Nun sind allerdings meine eingezeichneten Muster so detailliert, daß sich das mit dem Wechsel nicht eindeutig arbeiten ließe. Also habe ich die Muster mit einem auffälligeren Garn aufgenäht und dann Drumherum die Quiltarbeit geteilt. Zum Quilten habe ich ein unauffälliges Garn in Eierschalenfarben genommen. Immerhin soll ja das große Motiv vor allem durch das Quilten hervortreten.
 
 
 
Versteht Ihr, was ich meine? Welches Motiv meine QuilThuer-Mitstreiterinnen gewählt haben und wie sie das Quilt-Problem gelöst haben, könnt Ihr auf unserem Blog lesen.
 
Zwischenzeitlich hat sich auch an der Strickfront etwas getan. Paar Nr. 5 bei der Aktion 17 in 2017 ist längst geschafft und soll zeitnah an den Freund der älteren Tochter übergeben werden.
 
 
Sie sind in Größe 44 gestrickt. Die dunkle Tweedwolle bot sich für ein über den Oberfuß gestricktes Zopfmuster an. Brav habe ich alle 6 Reihen verzopft. Damit ich da nicht durcheinander komme, mache ich fleißig Striche und Kreuze. Alle meine Srickarbeiten betreffenden Notizen mache ich in ein kleines Buch, welches ich vor längerer Zeit bei Anke gewonnen habe. Eine wirklich wertvolle Hilfe!
 
So, nun werde ich meinen freien Tag nutzen, um nach den Hausaufgaben ein längst überfälliges Top zu einem Quilt werden zu lassen. Zwischendurch werde ich mir noch die neuesten Nachrichten auf den verschiedenen Blogs durchlesen. Abends halte ich momentan nicht lange durch - der Winterschlaf wurde übergangslos durch die Frühjahrsmüdigkeit abgelöst. Also, bis dann!
 
Petruschka

29 März 2017

Ein Igel, ein Pfau und ein Hirsch

... treffen sich - nein das wird kein Witz - auf meinem Stickbild. Das Monatsbild Dezember des SAL Joyful World habe ich gestern nach langer Ruhezeit endlich fertiggestellt.
 
 
Erst kamen die Weihnachtskarten, dann die Sockenstrickerei und anschließend die vielen Beutel und Taschen. Das kommt davon, wenn man auf zu vielen Hochzeiten tanzt. Doch nun sind auch die letzten Kreuze gesetzt. Der junge Hirsch schaut doch sehr vertrauensvoll in die Welt.
 
 
Der Pfau stand im November im Mittelpunkt. Wie auch das Oktobermotiv habe ich dieses noch nicht gezeigt.
 
 
Ich finde wunderbar, wie fließend das Muster des Rades in die unteren Reihen übergeht. Und das Türkisblau finde ich einfach toll.
 
 
Das Oktobermotiv gefällt mir wegen des schönen Rottones der Blumen. Außerdem tummeln sich ein Igel und ein kleine Schnecke auf dem Motiv.
 
 
Fast meint man, sie hätten ein Rendezvous.
 
 
 
Nun muß ich nur noch den März und den Juni sticken. Mal sehen, wie zeitnah ich das schaffen kann. Denn wie die meisten von Euch es kennen, habe auch ich mehrere Eisen im Feuer. 
Vielen Dank auch für die Kommentare zu meinem kleinen Jeanstäschchen. Bei mir stockt es, weil mein Bodenvlies nicht mehr reicht und ich es noch nicht in die Drogerie geschafft habe.
Wie ich der Vorschau entnehmen konnte, gibt es so einige Posts zu lesen. Kaum ist man mal einen Tag nicht online ...
 
Petruschka

26 März 2017

Es hat mir

viel Spaß gemacht,  einige  Reste von den Turnbeuteln und alten, kaputten Jeans zu einem neuen Leben zu verhelfen, indem ich sie zu einem Täschchen verarbeitete.
 
 
Dabei habe ich mich an den Zierstichen meiner Nähmaschine ausgetobt. Ich verwende sie ja eher selten. Aber ich hatte noch farbiges Quiltgarn auf der Spule und los ging es. Hier ist ein besserer Blick auf die Vorderseite mit den Blümchen und Zweigen.
 
 
Auch die Rückseite wurde mit Blümelein und Zweigen verziert. Hier ist auch das kleine Label mit dem Fliegenpilz gut zu erkennen.
 
 
Im Ganzen ist das Täschchen gerade mal 15 cm breit und knapp 10 cm hoch. Durch den abgenähten Boden und das Bodentuch im Inneren hat es einen wirklich guten Stand. Ob es bei mir bleibt oder am Mittwoch die Reise nach Frankreich antritt, steht noch nicht fest.
Platziert habe ich das Täschchen auf dem Sportbeutel für die Tochter, den ich ja neu designen mußte. Da sie selbst die Quadrate aussuchen durfte, war nicht zu befürchten, daß auch dieser nicht Gefallen findet.
 
 
Allerdings ist er noch nicht gebrauchsfertig - die zweite Kordel fehlt. Da muß ich morgen noch einmal in die Stadt.
 
 
Nun ist die Sportbeutelproduktion erst einmal abgeschlossen. So ein kleines Täschchen könnte ich gut noch einmal nähen. Immerhin feiert die große Tochter bald Geburtstag.
 
Und nun werden die beiden noch verlinkt und zwar bei Greenfietsen, wo Taschen zum Patch it!- Thema noch bis zum 14.April untergebracht werden können.
 
Petruschka

24 März 2017

Bunte Quadrate

... zieren auch zwei Turnbeutel, die ich heute vollenden konnte. Jeansstoffe und Futterstoffe hatte ich im Haus, aber die vielen Meter Kordel, die benötigt werden, mußte ich erst besorgen. Nun sind sie durchgezogen und die Beutel sind gebrauchsfertig. Ein erster Trageversuch der Tochter verlief positiv.
 
 
Einer der Beutel sollte für das Tochterkind sein, aber "Das ist viel zu bunt!". Häh??? Der andere ist für die Austauschschülerin bestimmt. Beide sind ca. 45 cm x 40 cm groß. Den Boden habe ich ca. 8 cm breit abgenäht. So passen auch etwas sperrigere Sachen hinein.
 
 
Die  bunten Streifen habe ich mit Vlies verstärkt, die Quadrate im Nahtschatten sowie einige bunte Linien neben dem Streifen gequiltet.
 
 
Nun bekommt also die Schwester der Austauschschülerin den zweiten Beutel und für die Nörglerin nähe ich alsbald einen weniger bunten Turnbeutel. Denn schon am Mittwoch geht die Fahrt nach Frankreich. Ich gehe dann mal Stoffe suchen und Quadrate schneiden. Außerdem verlinke ich die Beutel bei Greenfietsen, die immer noch Ideen für gepatchte Taschen sammelt.
 
Petruschka

20 März 2017

Patch it!

Tasche trifft Patchwork - so lautet das Motto des Taschen SAL von Greenfietsen im März. Nichts leichter als das (erinnert Ihr Euch: das sagte immer Frederic zu Piggeldy, wenn dieser eine Frage hatte). Also, Patchwork kann ich ganz gut ;-). Schon vor einiger Zeit liegt lag ein dickerer Jeansstoff bei mir, 50 cm breit und 1,40 m lang, den ich mit kleinen bunten Quadraten zu einem großen Einkaufsbeutel verarbeiten wollte. Gesagt, getan.
 
 
Zum besseren Verbinden mit dem Futter habe ich die Quadrate in den Nähten und vom oberen Rand aus habe ich noch mit verschiedenen bunten Verlaufsgarnen Linien gequiltet. Die Rückseite bekam nur einen bunten Streifen.
 
 
Der Beutel ist tatsächlich ziemlich groß. Mit dem 8 cm breiten abgenähten Boden ist der Beutel 40 cm x 40 cm groß. Er ist für die französische Familie bestimmt, in der die Jüngste in anderthalb Wochen Gast sein wird. Vor der Abfahrt legen wir ein paar thüringische Spezialitäten hinein. Noch bis vor einigen Jahren bekam man in Frankreich  an der Kasse reichlich dünne Kunststoffbeutel, um die Einkäufe zu verpacken. Doch auch da hat sich schon viel getan. Und da die französischen Familien oft einen wirklich riesigen Einkauf tätigen, kann mein Beutel so einiges fassen. Für das Gastmädel habe ich auch schon eine Idee, die ich morgen umsetzen will. Auch dieser paßt in das März-Motto.
In den vergangenen zwei Wochen habe ich ebenfalls reichlich Beutel genäht. Allerding nicht solch aufwändige wie den oben gezeigten. Im vergangenen Jahr war die Aktion zum Tag der Offenen Tür gut angekommen. Auf einen genähten Rohling sprühten Gäste und Schüler unseren "Kollja", das Logo unserer Schule. Dabei sind auch ganz witzige Motive entstanden.
 
 
In meinem Klassenzimmer habe ich alle vorbereiteten Beutel auf einem Tisch ausgebreitet. Sie sind  aus alten Laken und Tischdecken genäht und unterschiedlich groß. Auch in diesem Jahr sind die Beutel weggegangen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.  
 
 
Wer mich in meinem Raum besuchte, konnte testen, ob er fit wäre für den Französischunterricht ;-). Gerade am Freitag erst hatte ich das neue Thema begonnen. So blieb das Tafelbild eben dran.
 
 
Na klar, es geht um das Thema Schule.
 
Doch zurück zu Greenfietsen und dem Taschen SAL 2017, wo ich diesen Beitrag verlinke. Und morgen geht's an einen Turnbeutel.
 
Petruschka

15 März 2017

B wie

... Blaumeise, Biene, Bär - unendliche Möglichkeiten ergeben sich aus dem Natur-Thema. Ich habe die Birke gewählt. Denn da, wo ich herkomme, gibt es große Birkenwälder. Meine AMC ziert also ein kleiner Birkenhain. Im mittleren Teil der AMC sieht man im Hintergrund ein noch unbestelltes Feld, während das Birkengrün schon sprießt.
 
 
Ich mag Birken sehr. Für mich sind sie einerseits majestätisch und andererseits verbreiten sie eine gewisse Leichtigkeit. Das Grün scheint mir im strahlenden Maienfrühling besonders grün zu sein. Das Blattwerk habe ich durch wildes freies Quilten hinbekommen  herausgearbeitet.
 
 
Als die weißen Stämme noch ganz nackt waren, war ich noch am Zweifeln, ob das alles so werden würde, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Stämme bekamen dann ihre typischen Risse. Als alles fertig war, bekam der grüne Waldboden  noch ein paar rote Blüten aus Knötchenstichen.
 
 
Am Ende war ich dann doch zufrieden mit meiner Karte. Erstmalig habe ich auf Klaudias Wunsch das Format 15 cm x 10,5 cm gearbeitet. Hier paßt es wunderbar.
Spannend finde ich auch immer die Suche nach weiteren Informationen unseres dargestellten Motivs. Birken-Arten sind laubabwerfende, also sommergrüne Bäume oder Sträucher. Sie gehören zu den sehr schnell und hochwachsenden Gehölzen und können schon nach sechs Jahren Wuchshöhen von bis zu 7 Metern erreichen; ausgewachsen können sie bis zu 30 Meter, in Einzelfällen sogar noch höher werden. Sie wachsen mit einzelnen oder oft auch mit mehreren Stämmen. Einzelexemplare können ein Alter von bis zu 160 Jahren erreichen.Die bis zu 100 Birken-Arten kommen auf weiten Teilen der Nordhalbkugel in Europa, in Nordamerika (besonders an deren Ostküsten) und in Asien bis Japan vor.
Bei vielen Birken-Arten ist die Borke besonders auffällig, ihre Farbe reicht von fast Schwarz über Dunkel- und Hellbraun bis Weiß; sie ist anfangs glatt, später lösen sich dünne, oft papierartige Stücke ab, schließlich reißt sie horizontal auf. Es sind oft deutliche, meist dunkle Lentizellen vorhanden, die sich manchmal horizontal vergrößern.
Viele Vogelarten sind auf Birken angewiesen, z. B. dienen dem Birkenzeisig und dem Birkhuhn Knospen und Samen der Birke als wichtige Winternahrung. Dank der ätherischen Öle brennt Birkenholz sogar in frischem Zustand. Birkenrinde ist deshalb gut als Zunder und zum Entzünden eines Feuers geeignet. Vornehmlich im letzten Jahrhundert wurde Birkensaft zur Herstellung von Birken-Haarwasser verwendet. Der Saft kann äußerlich angewandt oder direkt getrunken werden.
Die Birke ist das Wahrzeichen Estlands.  In Rußland,  Finnland und Polen gilt der Baum als nationales Symbol.
 
Klaudia hat sich den Bläuling ausgesucht. Sie mag Schmetterlinge gern und meint, daß er gut zum bevorstehenden Frühling passen würde.  Ich hatte vorher noch nie von einem solchen Schmetterling gehört. Aber ich muß sagen, er gefällt mir außerordentlich gut.
 
 
Auch die Farbkombination von bläulichem Grün und dem strahlenden Blau des Schmetterlings mag ich sehr. Schaut auch bei Klaudia vorbei. Sie hat auf ihrem Blog interessante Informationen zu diesem Schmetterling zusammengetragen.
 
Noch immer nähe ich Beutel für den Tag der offenen Tür. Also nichts Spektakuläres.
 
Ich wünsche Euch eine schöne Woche.
 
Petruschka

13 März 2017

Wolle

... kommt von wollen, nicht von brauchen. Ein Spruch, den ich mal dem Mann unterjubeln müßte.


Gefunden habe ich das Motiv an einem Stand der Woll- und Stoffmesse in Leipzig, die ich gestern besucht habe. Nach einem mit Korrekturen verbrachten Sonnabend belohnte ich mich damit, an den Ständen vorbeizuschlendern und die viele bunte Wolle zu bestaunen.
 
 
Gleich am Eingang hatte ich eine Nähschwester getroffen - allerdings hatte sie ihren Besuch gerade beendet. Naja, es war ja auch schon Mittag. Gut drei Stunden schaute ich hierhin und dahin, um am Ende an zwei Ständen etwas Sockenwolle zu kaufen. Meine Farbvorlieben sind leicht zu erahnen.
 
 
Natürlich sind die Docken für das 17 Socken-Projekt bestimmt. Für wen die Socken dann gestrickt werden, ist noch nicht klar. Die beiden rechten Knäuel stammen im Übrigen aus einer Diakonie-Werkstatt in einem Weimarer Ortsteil. Ich bestaunte außerdem die vielen feinen Qualitäten, die ich vielleicht später einmal verarbeiten werde.
Mein viertes Paar Socken ist schon in der vergangenen Woche fertig geworden. Sie sind für das Tochterkind, welches sie auch gleich zum Posieren anzog anziehen mußte. Ich finde ja, sobald man die Ferse fertig hat, ist auch die Socke fast fertig ;-).
 
 
Schon am Donnerstag habe ich beim Bretagne-Krimi um den Kommissar Georges Dupin das fünfte Paar begonnen.
 
In meinem Beutel fanden sich am Ende auch noch Stoffe für einen Frankreich-Quilt sowie einige Proben von neuen Materialien fürs Nähen und Quilten der Firma Freudenberg und Hasenknöpfe. Doch die werde ich später zeigen.

Beim Hinausgehen schoß ich noch ein Foto vom Messemännchen. Es begleitet  die Messe schon seit Ewigkeiten.  Die Premiere des Messemännchens war zur Leipziger Herbstmesse 1964. Das Messemännchen warb über 30 Jahre für die weltbekannte Messe.


Das Messemännchen stellt einen Handelsreisenden mit einem übergroßen Kopf in Gestalt eines Globus dar. Die Farben blau und gelb stehen für die Stadt Leipzig. Der Kopf symbolisiert den weltweiten Handel. In der linken Hand trug das Messemännchen einen Koffer mit einem kleinen bedruckten Etikett und der Aufschrift „Leipziger Messe“ als symbolisches Reiseziel. Es trägt einen blauen Hut und einen blauen Anzug. Im rechten Mundwinkel steckt eine meist weiße  Pfeife. Der Vater des Messemännchens ist auch der Schöpfer des Sandmännchens.  Es ist wie ein kleines Maskottchen, so daß es nun auch in der neuen Messehalle steht.
 
Nun werde ich mich an die Nähmaschine setzen, um noch ein paar Beutel für unseren Tag der offenen Tür am Freitag zu nähen. Darauf soll dann wieder das Logo gesprüht werden. Das neue Projekt um die Hundertwassermotive müssen erst einmal warten. Ich danke Euch für die lieben  Kommentare, die ein großes Interesse an diesem Projekt bekunden.
 
Petruschka

07 März 2017

Das neue Projekt

der QuilThuerer hat es in sich. Zwei unserer Nähschwestern hatten vor einiger Zeit einen Kurs bei Gabi Mett belegt und uns die Idee, Landschaften in Quadraten zu gestalten, nahegebracht. Wir jedoch wollen das Thema etwas freier gestalten und deshalb müssen es nicht nur Landschaften sein. Die Ergebnisse meiner ersten Schritte könnt Ihr heute sehen.
Am Wochenende trafen wir uns zum monatlichen Nähen und dort gestaltete ich zwei und zu Hause dann noch drei Quadrate. Diese sollen 10 cm groß sein. Ich habe jeweils zwei Fotos von den einzelnen Quadraten, eins vor und eins nach dem Quilten - dann schon im Format 10 cm x 10 cm..
 

Mit einem Zierstich in  ebenso hellen Gelb- und Orangetönen umrandete ich die Eingangstür.
 
 

Die Bäume habe ich mehrfach umgelegt und bin nun mit der Anordnung und vor allem dem Quilting zufrieden.
 
 
 
Ich vermute mal, nun habt Ihr Gewißheit über mein Thema. Denn diese Art Fenster sind typisch für Hundertwasser. Ich bin ganz fasziniert von der Veränderung, die das Motiv durch das freie Quilting genommen hat.

 
 
Bei diesem und dem nächsten Motiv habe ich nur die Umrisse gequiltet.
 
 
 
 
Und hier sind alle Blöcke auf einen Blick.
 
 
Diese Motive werden zunächst auf ein gestepptes Raster von  Quadraten (5cm x 5 cm) gelegt.
 
 
 
Dieses Raster soll folgend eine Zeichnung eines Hundertwasserhauses zieren. Die jedoch habe ich noch nicht von der Skizze übertragen. Das wird zeitnah passieren. Wie es dann weitergeht, habe ich theoretisch verstanden, muß das Ganze allerdings erst auf Papier "üben". Wenn ich das Prinzip dann richtig verstanden habe, kann ich es Euch sicher auch gut anhand der Ergebnisse erklären.
Doch nun ist es wieder einmal viel zu spät geworden. Seid deshalb noch kurz gegrüßt, bevor ich zeitnah an der Matratze horchen werde, wie man hier so schön sagt.
 
Petruschka