18 August 2021

Noch ganz im Frankreichmodus

 ... entfloh mir heute im heimischen Supermarkt ein "Désolée", als ich mit einem fremden Wagen weiterwollte. Nun sind wir wieder zurück, die Koffer ausgepackt und die Fotos in zwei Alben zusammengestellt. Eines zeige ich heute und ich hoffe, die Informationen dazu interessieren Euch. Aber Achtung, es ist ziemlich viel zu sehen und zu lesen.

Seit mehreren Jahren schon verreisen die Jüngste und ich für einige Tage in den Ferien. Im vergangenen Jahr waren wir in zuerst Brüssel und von dort aus ging es nach Paris. In diesem Jahr sollte erst es in die Stadt des Löwen (frz. le lion) und dann von dort aus nach Paris gehen. 

Die Szenen in meinem Französisch-Lehrbuch spielen in Lyon und ich wollte nun mal aus erster Hand erleben, wie es dort aussieht. Gleich zu Beginn besorgten wir uns die Lyon-Carte, mit der man alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, viele Museen kostenfrei besuchen und sogar eine Bootsfahrt machen konnte. 

Lyon liegt am Zusammenfluß von Rhône und Saône. Wir waren auf der Saône unterwegs. Nach einem kurzen Abstecher in Richtung Norden ging es dann in Richtung Confluences - dem Punkt des Zusammentreffens der beiden Flüsse. Dieser Teil der Presqu'île, Halbinsel, wie man hier zu diesem Stadtteil sagt, ist im letzten Jahrzehnt entwickelt worden und das sieht man sehr, ist doch alles voller neuer Bauten mit viel Glas und einer zum Teil außergewöhnlichen Architektur.

Dieses riesige Haus erinnert mich an ein Vogelnest. Tatsächlich ist ein Wohnhaus. Es war das letzte große Projekt. Aber auch jetzt wird immer noch überall gebaut, wie man an den vielen Kränen sieht. Lyon hatte sich für 2013 als europäische Kulturhauptstadt beworben. Gewonnen hat dann Marseille.


Auf Fotos gesehen hatte ich vorher die futuristische Konstruktion des Cube orange, der letztendlich nur ein Bürogebäude ist. 

Vom selben Architekten, wie unschwer zu erkennen ist, stammt diese grüne Gebäude, in dem der Fernsehsender  "Euronews" seinen Sitz hat. Könnt Ihr die Katzenaugen erkennen?

An der Spitze der Halbinsel liegt das Confluences-Museum. Es wurde 2014 eröffnet. Das Gebäude misst 190 Meter in der Länge, 90 Meter in der Breite und gut 40 Meter in der Höhe. Die ständigen bzw. wechselnden Ausstellungen befassen sich vor allem mit dem Schwerpunkt der Ethnologie und der Anthropologie. Ich habe exemplarisch zwei Fotos ausgewählt.


Es hingen mehrere Gemälde der Kunst der Aborigines. Viele kleine Punkte bilden am Ende die Formen. 

Diese Hochzeitskleid besteht aus Glasfaserkabeln, Seide, Polyamid, LED und jeder Menge Elektronik. Wie es so ausgestellt wurde, sah es schon schick aus. 

Durch die exponierte Lage an den zwei Flüssen gab es auch einen Hafen. Entlang der Kais liegen große und kleine Boote. Einige sahen bewohnt aus.


In einem nicht mehr zu seinem ursprünglichen Zweck genutzten Gebäude, der Sucrière, in dem früher der gelöschte Zucker umgeladen wurde, wird gerade eine Ausstellung zu Antoine de Saint-Exupéry, der 1900 in der Nähe von Lyon geboren ist, gezeigt. 


Gleich zum Anfang wird man mit dem "Kleinen Prinzen" auf eine fantastische  Reise geschickt. Doch nicht nur sein berühmtestes Werk wird thematisiert. Auch seine Leidenschaft für das Fliegen und seine Tätigkeit als Kurierflieger sowie sein privates Leben werden ausführlich dargestellt. Zeitdokumente, Briefe, Fotos und seine Armeemarke, die ihn letztendlich nach seinem Verschwinden über dem Mittelmeer beim Auffinden der Flugzeugreste identifizierten zeugen von einer sorgfältigen Ausstellungsvorbereitung. Neben den analogen Darstellungen werden viele multimediale Elemente eingebunden.


Es gibt sogar eine Straße, die nach ihm benannt wurde, la Rue Antoine de Saint-Exupéry. Dort findet man auch ein Denkmal des Schriftstellers mit dem Kleinen Prinzen.


Ein weiteres Exemplar des Buches habe ich nicht mitgenommen 😂, aber eine riesige Tasse. 

Lyon ist für seine Traboules bekannt. Das sind Passagen- oder Treppenhauskonstruktionen, die den Durchgang von einer Straße zur anderen ermöglichen, gegebenenfalls durch Innenhöfe und mitunter über verschiedene Ebenen. Diese Traboules findet man vor allem im Viertel La Croix Rousse, welches sich nördlich der Halbinsel auf einem Hügel erstreckt. Dort vor allem befanden sich die Werkstätten der Seidenweber, den Canuts. Damit diese bei Unwettern ihre Waren trocken transportieren konnten, nutzten sie diese Traboules.


Wir sind eher zufällig auf dieses auffällige, außen angelegte Treppenhaus gestoßen. Von hier aus kann man den Weg zu sogar zwei Straßen verkürzen. Irgendwie durchzugehen, haben wir uns aber nicht getraut.
Ein beliebtes Fotomotiv des Viertels ist die Mur des Canuts, die Mauer der Seidenweber, eine 1200 m² große bemalte Hauswand eines sechsstöckigen Mietshauses und damit die größte in Europa. Sie nimmt Szenen aus dem Alltagsleben des Viertels auf. 1987 zum ersten Mal bemalt, zeigt sie mittlerweile die 3.Version. 


Ja ich weiß, das sieht alles sehr real aus, aber es ist eine Illusionsmalerei, ein sogenanntes Trompe-l'œil. Es ist tatsächlich alles aufgemalt. Lyon ist wohl die Hauptstadt der Hausmalereien. Und damit sind nicht die Graffitis gemeint.
Unbedingt finden wollte ich den großen Stein, le Gros Caillou, einer Legende nach das versteinerte Herz eines Gerichtsvollziehers, der eine Seidenweberfamilie vor die Tür setzte. 


Selbstverständlich haben wir ihn gefunden. Zum Größenvergleich: das Tochterkind ist 1,70 m groß. Wissenschaftler sind übrigens der Meinung, daß es sich um einen Findling aus der Eiszeit handelt 😉.

Bleibt noch das alte Lyon, le Vieux Lyon, welches am rechten Ufer der Saône liegt. Dominiert wird der Blick von der Basilika Notre-Dame de Fourvière. Sie liegt auf einem Hügel und ist von weitem gut zu sehen.


Sie ist das Wahrzeichen des Lyoner Marienkults. Die Jungfrau Maris wurde 1643 zur Schutzpatronin der Stadt. 


Neben der Basilika steht die Tour de Fourvière, der Turm aus Eisen, der nach Plänen von Gustave Eiffel gebaut wurde. Früher konnte er bestiegen werden. Heute ist er nur noch ein Sendeturm.


Unter den Römern war Lyon als Lugdunum bekannt. Zur Deutung des Namens gibt es eine, nämlich, daß Lugdunum aus dem Keltischen übersetzt "Hügel der Raben" heißt. Die andere geht davon aus, daß "Lug" (lat. Lux, Licht) der keltische Sonnengott und "dunum" Festung auf Lateinisch bedeutet. 


Spuren der römischen Besiedlung finden sich unter andern in den Théâtres romains, in denen heute Konzerte und andere Kulturveranstaltungen stattfinden. Bekannt sind die "Nuits de Fourvières", die im Juni/Juli sind. Dafür waren wir leider zu spät. Dafür hat wenigstens Elyx Spaß. 


Gleich neben der Arena befindet sich das Lugdunum-Museum, das am Montag aber geschlossen hatte.

Unterhalb der Basilika, am Ufer der Saône, steht die Kathedrale Saint-Jean. Sie entstand ab 1180 und ist die Kirche des Erzbischofs von Lyon. Katharina von Medici und Henrich der Vierte heirateten hier und Napoleon besuchte mehrmals die Messe. Die astromische Uhr im Inneren war leider eingerüstet. Wie überhaupt an so einigen Gebäude in der Stadt Bauarbeiten liefen.


In der unteren Altstadt sind enge Gassen, gesäumt von Geschäften und "Bouchons", typischen kleinen Restaurants, in denen vor allem deftig gegessen wird. Unser Ziel war jedoch das Film- und Miniaturmuseum, das Musée Gadagne.


Hier sind unter anderem Filmkulissen ausgestellt, z.B. mehrere aus dem Films "Das Parfüm". Man kann die gigantischen Figuren aus mehreren Science Fiction Filmen besichtigen, bekommt eine Idee von der Darstellung von Spezialeffekten mittels Blue oder Green Screen und staunt über Willy Wonkas Schokoladentafel. 


Wir lieben diesen Film und grinsen uns immer an, wenn Charlie zu Willy sagt, daß die Familie einen zu einem besseren Menschen macht. Oder wenn das verwöhnte Mädchen gesagt bekommt, daß es eine hohle Nuß ist. Neben den großen Filmsachen finden sich auch die kleinen, Modelle von Häusern oder Innenräumen, Dekorationen, die anstelle der echten für einen Film verwendet werden. Das ist ein  Museum, in dem Klein und Groß glücklich werden können.
In derselben Straße ist ein weiteres Museum, eher für kleine Kinder. In Lyon wurde Guignol erfunden. Das ist eine Holzpuppe, die mit unserem Kasperle zu vergleichen ist. 


Es sind nur zwei Räume, aber vollgestopft mit Guignol-Puppen verschiedener Machart. Jede hat eine eigene Funktion. Wer Lust hat, kann selbst ein kleines Stück spielen. 

Ebenfalls im Vieux-Lyon befindet sich die Tour Rose. Der Turm ist ein beliebtes Fotomotiv, verständlich. Auch hier kann man einen anderen Ausgang als Eingang nehmen.


Es traf sich gut, daß die Rue des trois Maries ebenfalls im Vieux Lyon ist. Dort finden die Protagonisten meines Lehrbuches eine Wohnung 😁. 


Kaum zu glauben, daß nur 20 Meter parallel dazu die beliebte Einkaufsstraße ist. Hier machten wir auch kurz Pause und genossen einen Chai Latte bzw. hausgemachte Limonade.

Lyon ist nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt Frankreichs. Unser Hotel war auf der Presqu'île. Verkehrsmäßig waren wir prima angebunden. Dank der hervorragenden Handy-Navigationsfähigkeiten des Tochterkindes ☝ haben wir auch immer gut überall hingefunden. Zum Fourvière-Hügel gibt es zwei Zahnradbahnen und ins La Croix Rousse-Viertel fahren Busse und U-Bahn. Doch wir waren auch sehr viel zu Fuß unterwegs und abends  ganz schön kaputt. Aber wir wollten so viel sehen, wie es eben nur möglich war.
Natürlich habe ich Souvenirs aus Lyon mitgenommen.


Den Stadtplan im Hintergrund habe ich sie mal aufgebaut, meine Erinnerungen. Je eine Flasche eines regionalen Bieres (und das im Land des Weines) gehen an meinen Mann und den Trainer der Tochter. Das kleine Prinz T-Shirt wird später dem Enkel passen. Ein Abenteuer von Arsène Lupin habe ich zum Lesen mitgenommen. Auf dem Fingerhut ist Guignol zu sehen. Und die Prinzentasse mußte einfach sein. 

Das war Teil 1 des Urlaubsberichtes. Unsere Erlebnisse in Paris müssen auf einen nächsten Post warten. Denn auf mich warten nun die Tomaten, Gurken und Zucchini. (Von der Wäsche ganz zu schweigen.)

A tout à l'heure!

Petruschka

07 August 2021

Für den Urlaub

 ... und die kleinen Habseligkeiten, die man unterwegs so braucht, habe ich seit langer Zeit wieder einmal ein kleines Täschchen genäht. 

Da wir, das jüngere Tochterkind und ich, sicher den ganzen Tag in den großen Städten unterwegs sein werden, muß es schon der Rucksack sein. Damit aber Ausweise, Portemonnaie und Handy nicht im Nirwana seiner Untiefen verschwinden, habe ich ihnen eine nette Behausung gewerkelt. 

Den Vogelstoff habe ich bislang gehütet, aber nun war seine Zeit gekommen. Mit zwei Aboquadraten, einem gepunkteten Stoff und den Resten eines weißen Reißverschlusses habe ich komplett aus dem eigenen Vorrat gearbeitet. Auch der Futterstoff lag schon zig Jahre hier. Für die zahlreichen Ersatzmundbedeckungen ist auch vorgesorgt. Dafür kann es ruhig ein wenig edler zugehen. 

Da ich am Dienstag nicht am "Stich für Stich" - Tag teilnehmen kann, will ich heute schon meine Fortschritte zeigen. Für den großen Rotstickereiquilt habe ich zwei weitere Blöcke gequiltet. 


Ich quilte mit rotem Blumengarn, welches ein wenig dunkler als das in den Blöcken verwendete Stickgarn ist. Dafür nehme ich eine größere Stopfnadel. Alles geht ein wenig schwerfälliger als mit normalen Quiltgarn und dünnen Quiltnadeln.
 

Die Hälfte der Blöcke ist geschafft und wenn ich wieder zurück sein werde aus dem Urlaub, sollten die anderen sechs bis zum letzten Donnerstag im Monat geschafft werden. Das ist zumindest der Plan. Mitnehmen werde ich Materialien für einen neuen Applikationsblock für die Lieblingsdinge.

Von Frankfurt aus zum Beispiel werden wir gut 6 Stunden mit dem Zug unterwegs sein. Die wollen gut ausgefüllt sein. All die Dinge zum Applizieren sind in meinem Etui untergebracht.

Ins Gepäck wandern auch mein Strickzeug und mein E-Reader. Außerdem zwei dünne Reiseführer der Städte, die wir besuchen werden. In ersterer war ich noch nie und es wird Zeit, sie zu besuchen - sie ist der Ort, in dem die Handlungen unseres Französischlehrbuches spielen :-). Welche Stadt das ist? Die des Löwen ... 

A bientôt!

Petruschka

04 August 2021

Erst einmal angefangen

 ..., waren die blauen schiefen Sterne vom Juli doch recht schnell fertig. Montag Nachmittag wurden die Strahlen genäht und gestern morgen die Quadrate getrimmt sowie alle Reihen zusammengenäht. 

Zum Fotografieren bin dann aber gestern nicht mehr gekommen: Ich war tagsüber in Sachen Gesundheit, zwischenmenschlicher Kommunikation und Materialbeschaffung unterwegs. Genauer gesagt: Ich war im Fitneßstudio, hatte vorher noch Lymphmassage und Sauerstoff für  das Gesicht, traf mich dann zu einem späten Mittagessen mit einer Nähschwester und besuchte den Stoffdealer für den Kauf von langen Stopfnadeln zum Quilten mit Blumengarn.

Im Juli war dunkelblau die Farbe des Monats. Auch hier hatte ich wieder eine große Auswahl. Für die endgültige Zuordnung der Mitten zu den Strahlen zeichnet wieder die Jüngste verantwortlich. Sie hat einfach ein Auge für so etwas. 

Dies ist mein Lieblingsstern. Er knallt schon ein wenig, meint das Tochterkind. Mir gefällt der Sternenstoff und die Mitte ist auch nicht ohne. 


Für den Hintergrund habe ich zu eher beigefarbenen Quadraten greifen müssen. Erstens sind die weißen zahlenmäßig arg dezimiert und zweitens wäre mir das Weiß auch viel zu hart im Kontrast mit dem Dunkelblau.


Bei diesem Block sind die Eckquadrate zu beachten. Ich versuche, diese mit interessanten Mustern zu füllen.

Alle Blöcke zusammen habe ich mal wieder im Garten fotografiert. Allerdings scheint die Mittagssonne nicht das günstigste Licht zu bieten. Alles ist ein wenig verschattet. Und dann kam noch ein wenig Wind auf. 

Nun muß ich mich mal schlau machen, welche Farbe nun im August der Favorit ist. So bald werde ich nicht dazu kommen, diese Sterne zu nähen. Ich muß will noch ein Kleid für den Urlaub nähen und eines noch abändern. Am Sonntag schon geht es los. Doch noch warten ja die Klaräpfel und die Bohnen ... Ich bin dann mal in der Küche. 

Petruschka

01 August 2021

So ein wöchentlicher SAL

... kann einen ganz schön in Zugzwang bringen. Ich hatte mich bei Maja angemeldet, um endlich meine Lieblingsdinge voranzubringen. Nun ist der zweite von sieben fehlenden Blöcken fertig. Für den zweiten Block hatte ich mich für den Buchblock entschieden. Bei Anni Downs ist es das Buch "Pride and Prejudice". Bei mir wurde es "Le petit prince" von Antoine de Saint-Exupéry.

Lange hatte ich nicht verstanden, wie die Seiten des aufgeschlagenen Buches wohl gearbeitet werden müssten. Nun, die Lösung war mehr als einfach: sie sind auf obenauf appliziert. Den Schriftzug habe ich per Hand aufgestickt, wie auch die blauen Linien. Für den Prinzen habe ich auf meine Vorlage für die vor knapp zehn Jahren getauschten Siggies zurückgegriffen. (Kann sich noch jemand an Siggies erinnern?)

"A good book to read" heißt es im Original von Anni Downs. Bei mir wurde der aufgestickte Spruch zu "La lecture à maintes fois", was soviel wie wiederholtes Lesen bedeutet. Und den "Kleinen Prinzen" habe ich in der Tat oft gelesen. 

Gerade, wo ich schreibe, fällt mein Blick auf den Wochenkalender, der die schönsten Gedanken und Zitate von Antoine de Saint-Exupéry enthält. In dieser Woche findet sich folgender Spruch: 

Deine Seele nährt sich vom Sinn der Dinge, nicht von den Dingen selbst. (Die Stadt in der Wüste)

Einen Tag ohne Lesen kann ich mir nur schwer vorstellen. Nicht immer ist es große Literatur, aber sich Dinge vorzustellen, weiterzudenken, zu träumen, das brauche ich zum Wohlbefinden, ja zum Glücklichsein.

Miss Patchwork hat ebenfalls einen kleinen Anteil daran. Schon vor einiger Zeit wohl kam hier ein kleines Geschenk an. Der Brief ist unter anderer Post verschwunden und jetzt erst wieder aufgetaucht. 

Sie schickt einen lieben Sommergruß und ein kleines Täschchen für den Einkaufschip. Das wird wohl gleich an den Autoschlüssel wandern. Liebe Gudrun, du hast mich sehr überrascht und ich habe ich mich über alle Maßen über dein kleines Geschenk gefreut. 

Nun geht es an die Planung des nächsten Blockes - der Regenbogen. Gleichzeitig soll noch eine Babydecke genäht werden und ein Kleid und ... - Pläne für Ferien eben.

Petruschka

30 Juli 2021

Ein weiteres UFO

 ... wurde nun wieder in Angriff genommen. Elke sammelt wieder alle Beiträge zu den (un)fertigen UFOs.

Passend zu meinem kleinen Quilt aus Rotstickereiblöcken, den ich im Juni beenden konnte, habe ich nun das große Top in Angriff genommen. Weit bin ich allerdings noch nicht gekommen, habe ich doch erst am Dienstag alles zum Quilten vorbereitet. Da ich kein Vliesstück in passender Größe und Qualität vorrätig hatte, mußte ich von einer bereits wartenden Arbeit das Top abmachen - zum Glück hatte ich die Lagen nur mit Sprühkleber befestigt. Das Vlies war sehr hartnäckig und ließ sich nicht vom Rückseitenstoff lösen. So ganz passend ist sie farblich nicht, aber sei's drum. Dieses Mal habe ich mit Garn geheftet. 

Die Fotos habe ich wieder einmal im Garten gemacht. Es war zwar ein wenig windig, aber man muß nur viele Fotos schießen, dann ist ein passendes dabei. 

Wie auch bei dem kleinen Quilt werde ich alle Blöcke in einem Abstand von einem Zentimeter zu den Außenkanten mit rotem Stickgarn im Vorstich umranden. Ob ich dann an den Randstreifen noch Hand anlege, werde ich entscheiden, wenn es soweit ist. Drei Blöcke habe ich schon geschafft. 




Neben den Blöcken für die Lieblingsdinge und den Sternen für das Monatsprojekt (oje, die für Juli fehlen noch) werde ich jede freie Minute ein paar Stiche machen, damit Ende August der kleine und der große Rotstickereiquilt nebeneinander hängen können. 

Ende Juni gab es auch Fotos aus dem Garten und zwar von den Zuccchinipflanzen. Mittlerweile ist vom Beet an sich nichts mehr zu sehen, weil das Grün alles überdacht. Links von den zwei (!) Pflanzen wächst auch noch eine Kürbispflanze. Von den Bohnenpflanzen dahinter ist nichts zu sehen.

Ich ernte regelmäßig und verarbeite die Früchte in verschiedenen Gerichten: gefüllt, kombiniert mit Tomaten als Auflauf, in Wraps, als Gemüse und in Lasagne. Am liebsten mag ich sie in Ratatouille. Obwohl wir die Zucchini schon in ziemlich vielen Gerichten verarbeiten, bleiben immer einige Früchte übrig. Diese lege ich einfach vor die Gartentür und wer will, nimmt sich etwas mit. 

Nicht nur auf dem Beet, sondern auch auf dem Kompost wachsen Gurken, Kartoffeln, Tomaten, Kürbis und Zucchini. Mit den großen Sonnenblumen wirkt es wie ein gewollter Teil vom Garten. 


Besonders schön wächst in diesem Jahr der Phlox. Das freut mich, war doch in den vergangenen zwei Jahren wenig davon zu sehen.

Nun warten die gelben Bohnen auf mich. Sie müssen wollen geputzt und blanchiert werden, damit sie in den Tiefkühler können. 

Doch zuvor schaue ich, was Ihr so an UFOs geschafft habt. Ich sende allen liebe Grüße und wünsche ein schönes Wochenende.

Petruschka

26 Juli 2021

Wie zeitraubend

 ... doch die letzten zwei Schulwochen waren, zeigt die längere unfreiwillige Blogpause. Nun endlich sind Ferien und ich habe Urlaub. Pläne habe ich einige, lasse mich aber nicht unter Druck setzen. Lesen, nähen, stricken gehören auf jeden Fall dazu.

Am Wochenende erst konnte ich den vor zwei Wochen gezeigten Blumenblock beenden. Das passende Stickgarn hatte sich versteckt ;-). So habe ich jetzt auch meinen Blumengarten.

Einen  neuen Block konnte ich auch schon beginnen. Ich habe mich für das Buch entschieden. Das hatte ich so lange herausgezögert, weil ich nicht wußte, wie ich die Seiten hineinbekomme. Oh, was hatte ich da eine Denkblockade.


Nun sind das komplette Buch und die "Seiten" auch schon appliziert. Nun geht es an den Buchtitel. Im Original ist es "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen. Doch da es ja um meine Lieblingsdinge geht, ist mein Buchtitel ja eh klar.


Dieses Exemplar des Kleinen Prinzen habe ich heute gekauft. Es ist eine eine weitere Neuübersetzung. Seitdem das Urheberrecht ausgelaufen ist, sind schon einige zur Erstübersetzung dazugekommen. 

Eingangs habe ich ja den Unterricht in den vergangenen beiden Wochen als Zeiträuber hingestellt. Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Es ist Mitte Juli und im Garten wird die Ernte eingefahren. Nach den Erdbeeren sind jetzt Gurken, Kohlrabi, Radieschen, Bohnen, Johannisbeeren etc. dran. Meine Finger sind ganz lilafarben. Denn aus den schwarzen Johannisbeeren habe ich Marmelade gekocht.


Dies ist mein Lieblings-süßer-Brotaufstrich. Die Zucchini werde ich nach dem Schreiben des Postes zu unserem morgigen Mittagessen zubereiten. Und danach finde ich vielleicht noch ein Minütchen, um am Buchcover zu arbeiten. Den Post verlinke ich bei Maja, die unsere Fortschritte im wöchentlichen SAL sammelt.

Donnerstag ist ja wieder UFO-Zeigetag. Da habe ich bislang ganz schlechte Karten. Aber ein UFO angehen, dafür sollte die Zeit reichen. Bis dann!

Petruschka

13 Juli 2021

Außerhalb der Gewohnheiten

 ... liefen die letzten Tage. So habe ich gleich zwei Termine verpaßt. Da wäre das Zeigen der Fortschritte des SAL bei Maja und dann habe ich doch glatt die 12 von 12 vergessen.  Die Planung der Seminarfachwochen hat mir und meiner Kollegin alles abverlangt. Aber dass heute bei Doris die Fortschritte gezeigt werden, daran habe ich gedacht. Und da kommen eben die Fortschritte bei meinem "neuen" Projekt zum Zug.

Wir waren am Wochenende sehr spontan  zum Sohn und seiner Frau unterwegs. Er wird bald Papa und wenn der Prophet eben nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Propheten. Außerdem haben er und seine Frau einen kleinen Laden für veganes Essen aufgemacht, das wollten wir ebenfalls in Augenschein nehmen. Natürlich haben wir das auch Essen probiert.


Es gab eine herrlich aromatische Rote Bete Suppe in einem eßbaren Becher. Witzig fand ich, daß er, seine Frau und die Angestellte in englischer Sprache kommunizierten. Er erklärte, daß es eben international wäre. Hmm, da hätte ich mit meinen rudimentären Englischkenntnissen Probleme. Wenn das nun Werbung sein soll, bitte schön.

Der Laden ist nicht weit vom Englischen Garten und so machten wir eine große Runde durch den Park und zogen dann noch weiter in Richtung Stadt. Vom Monopterus hatten wir einen guten Blick über das Geschehen. Schlimm fand ich die Hinterlassenschaften der Feierwütigen. Überall lagen dort Glasscherben und in manchen Straßen ganz viele Plastebecher. 

Für Majas SAL hatte ich mir die verbliebenen Blöcke für die "Lieblingsdinge" rausgesucht. Die langen Autofahrten nutzte ich nun zum Anfertigen der Applikationen. Ganz geschafft habe ich den Block nicht, die Stickereien und eine kleine Blume fehlen noch.


Mir ist wieder eingefallen, warum ich diese restlichen Blöcke noch nicht gewerkelt hatte. All diese kleinen Teile sind nicht so leicht zu handhaben. gehen wir mal ein bißchen näher ran.


Besonders die Blütenblätter der blauen Blume sind fitzelig. Aber auch die Blütenmitten der kleinen rosafarbenen Blumen haben es in sich. Ich habe mal ein 1 Centstück daneben gelegt.


Schon längere Zeit fertig ist der erste grüne Socken. Ganz so einfach gestaltete es sich nicht, denn ich habe nach sehr langer Zeit mal wieder eine Käppchenferse gestrickt. Irgendwo mitten drin fehlte dann auf einmal eine Masche :-( ... Naja, irgendwann war sie dann fertig. Und wenn die erste fertig ist, geht es bei der zweiten ratz fatz - wenn man dann zum Stricken kommt.


Ich wollte ja unbedingt ein Lochmuster stricken. In der ANNA vom Mai 2021 habe ich ein relativ einfach zu strickendes Muster gefunden.
 

So, das ist der Stand von Sonntagabend. Ich hoffe, daß ich ab morgen etwas mehr Zeit haben werde, denn von nun müssen die Schüler viel selbständig an ihren Themen arbeiten, da ist nicht mehr so viel vorzubereiten. 
Ich verlinke den Post noch bei Doris und Maja.

Petruschka

04 Juli 2021

Eine neue Mitnähaktion

... weckte mein Interesse. Maja von Majas Nähzimmer lädt uns ein, einen eventuell schon lang geplanten Quilt jetzt zu nähen und zwar gemeinsam. Heute startet der SAL mit der Vorstellung des Projektes und der Stoffauswahl. 

Das Wichtigste (für mich) vorweg: ich werde keinen neuen Quilt beginnen. Sondern einen begonnenen beenden. Und zwar den mit den Lieblingsdingen. Das Vorbild ist ein Quilt von Anni Downs, der in dem Buch Some Kind of Wonderful vorgestellt wird.


Ich hatte es 2011 in Sainte-Maries-aux-Mines gekauft. Die Verbindung von Sticken und Patchwork finde ich so schön und da ich beides gern mache, wurde ein Exemplar meins. Der Quilt besteht aus  Applikation-Blöcken mit mit gestickten Elementen. Verbunden sind diese mit kleinen gepatchten Blöcken.

Es dauerte aber bis Juni 2014, bis ich den ersten Block dieses schönen Quilts nähte. So nach und nach kamen weitere dazu. Es stagnierte immer mal wieder. Meine Recherchen ergaben, daß ich im Oktober 2017 den bislang letzten Block beendet hatte. Insgesamt sind es 17 Blöcke verschiedener Größe, die ich in folgender Übersicht zusammengetragen habe.


Gestern Nachmittag schien mal wieder die Sonne richtig schön und so schnappte ich mir Tochter und Schwiegersohn, die an diesem Wochenende zu Besuch sind, um im Garten die Blöcke, wie im Original angeordnet, auf das Designtuch zu heften. 


Hmm, wenn man das so sieht, scheint es, als fehlten mehr als nur 7 Blöcke. Allerdings sind diese recht groß. Und dann fehlen ja auch die Zwischenblöcke. In den kommenden Wochen möchte ich also die fehlenden Blöcke arbeiten.

Farbmäßig halte ich mich nicht so streng an das Farbschema von Annie Downs. Ich arbeite aus meinem eigenen Vorrat und nur bei den hellen Hintergrundstoffe hatte ich mir einige FQ gekauft. Die reichen nun auch für die restlichen 7 Blöcke. Als nächsten Block habe ich den mit Blumen herausgesucht. 


Er hat genau die richtige Größe, um wieder reinzukommen ins Applizieren. Für die Blumen sind die immer gern verwendeten Aboquadrate am Start. 

Soweit mein Plan. Maja schlägt vor, jeden Sonntag die Fortschritte zu posten. Ein etwas engerer Zeitrahmen zwar, aber es soll ja auch vorwärts gehen. Und, seid Ihr dabei?

Ich sende noch liebe Sonntagsgrüße an alle.

Petruschka