16 September 2015

Länder mit dem Anfangsbuchstaben "H"

... gibt es in der deutschen Sprache nicht gerade übermäßig viel. Um genau zu sein: zwei. Denn Hawaii, was ja ein Bundesstaat der USA ist und Holland, das umgangssprachlich für die Niederlande steht und eigentlich eine Provinz in eben jenen Niederen Landen ist, schieden aus beim monatlichen AMC-Ländertausch zwischen Klaudia und mir. Wie gut, daß Ihr Ideen zu beiden Ländern zu sehen bekommt. Aber beide hatten wir Schwierigkeiten, etwas Gescheites zu den Ländern zu finden.
Klaudia entschied sich für eine Banane, in der eine kleine Flagge Honduras steckt.
 

Also mir gefiel die Idee, da ja Bananen aus Honduras durchaus wahrscheinlich sind. Als dann mein Mann anfing zu lachen, war mir sein spontaner Heiterkeitsausbruch unverständlich. Aber dann klickte es. Denn heute wird "Bananenrepublik" ja eher  als ein eindeutig negativer Ausdruck für einen Staat verwendet, in dem auf wirtschaftlichem, politischen oder rechtlichen Gebiet Korruption herrscht. Honduras ist die ‚Bananenrepublik‘ schlechthin, fester in das US-Wirtschaftssystem eingebunden, als irgendein anderes Land Lateinamerikas. Hier vertraue ich ausnahmsweise mal meiner Quelle: Wikipedia.
Zu Honduras wollte mit nichts so Rechtes einfallen. Also entschied ich mich für Haiti. Haiti ist ein auf der Insel Hispaniola in den Großen Antillen gelegener Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibikinsel, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt (die ich ja beim "D" interpretiert habe). Neben der katholischen Religion spielt auch der Voodoo-Zauber eine große Rolle.
 
 
Ein bekannter, aber meist übertrieben dargestellter Brauch ist das Herstellen von Voodoo-Puppen, die oft einem bestimmten Menschen nachgebildet sind. Manchmal wird auch ein Foto auf den Kopf der Puppe aufgeklebt. Durch das Stechen in die Puppe oder durch das Durchbohren mit Nadeln sollen dem Betroffenen Schmerzen zugefügt werden. Vor allem aber werden Voodoo-Puppen zum Heilen von Kranken benutzt. Eine solche Voodoo-Puppe habe ich darzustellen versucht.
 
Klaudia hat mich gebeten, allen für die Genesungswünsche zu danken. Ihr geht es jetzt viel besser. Sie würde Euch das gern selber sagen, aber durch einen Internet-Anbieterwechsel ist sie bis Ende September vom Netz abgekoppelt. Der Internet-Stick, den Klaudia solange nutzt, ist eher Last als Lust. Alles dauert so lange ... Sobald es ihr wieder möglich ist, meldet sie sich.
 
Neben dem Quilten meines Gartenquilts habe ich mich gestern am Schablonieren versucht. Bei einem Schreibwarendiscounter hatte ich folgende Schablone entdeckt.
 

Klar, daß die mitmußte. Mit schwarzer Farbe und einem Schaumstofftupfer habe ich schabloniert und so sieht das Ergebnis aus.

 
Es gibt noch Ecken und Kanten, die noch ein wenig unsauber sind. Aber für den ersten Versuch finde ich es ganz gut gelungen. Was ich damit mache, weiß ich auch schon. Doch dazu komme ich heute nicht mehr - mein Kegelabend geht vor ;-)). Es wird sicher noch weitere Eiffeltürme, auch in anderen Farben, geben. Dafür besorge ich mir aber einen Stupfpinsel.
 
Danke für die anerkennenden Kommentare zu meinen Restetäschchen. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Am Wochenende werde ich sie in Brieumschlag bzw. Päckchen stecken und abschicken.
 
Petruschka

11 September 2015

Nun sind auch

... die roten Reste der Tula Pink Stoffe bis auf kleine Schnipsel verbraucht. Zusammen mit anderen roten Ergänzungsstoffen wurden diese zu Täschchen verarbeitet.
Ein größeres Stück mit Oktopussen ziert die Vorderseite des ersten Täschchens.
 
 
Für die Rückseite kam der Plusstoff zum Einsatz. Von diesem hatte ich einen recht langen, ca. 10 cm breiten Streifen übrig. 
 
 
Ein Abschnitt mit Muscheln, Seepferdchen, Seesternen und anderem Meeresgetier wurden für das zweite Täschchen kombiniert. Für die Rückseite wurde  ein kleingemusterter Stoff verwendet.
 
 
Beim dritten, das größte Täschchen, ist die Vorderseite  aus mehreren Restestücken verschiedener Stoffe gearbeitet.
 
 
Auch diese Rückseite wurde aus dem Plusstoff genäht.
 
 
Alle drei zusammen nahmen sie auf dem neuen Regal Platz. Das zweite Täschchen ist mein Favorit.


Zugeschnitten habe ich Taschen frei Schnauze. Sie sind alle ein wenig abgeschrägt und zwischen 14 - 16 cm hoch und 18 - 20 cm breit. Da ich kein Fan von eingezogenen Reißverschlüssen bin, sind auch diese sauber eingenäht. Warum mir das bei diesen Täschchen besonders wichtig ist? Sie verlassen zeitnah mein Nähzimmer, um Gutes zu tun. Aber wohin, wird (noch) nicht verraten.
Den heutigen Abend werde ich wohl mal auf dem Sofa vor dem Fernseher verbringen und applizieren. Zwei Blöcke meiner Lieblingsdinge sind vorbereitet. Und morgen geht's an mein Gartentop, das jetzt endlich ein Quilt werden soll. Ich nehme an, auch Ihr Pläne für das Wochenende gemacht. Viel Spaß bei dem, was auch immer Ihr vorhabt.
 
Petruschka

07 September 2015

Nach getanem Tageswerk

... ist nun Zeit für einen weiteren kleinen Post. Meine in der blauen Projektmappe zwischengelagerten roten Reste
 
 
... sind nun verarbeitet. Den gestrigen Tag, der ja eher mittelprächtig war, habe ich genutzt, um sie zu einen weiteren Beutel zu verarbeiten.
 
 
Das Prinzip der längs angeordneten Streifen bei einer Tasche gefallen mir und so habe ich die 15 cm Quadrate mittig geteilt und auch die anderen Stoffe 7,5 cm breit zugeschnitten. Die hatten dann verschiedene Längen, sodaß die Streifen nicht gleichförmig angeordnet sind. Die Tula Pink Stoffe kommen so gut zum Tragen :-)). Sie sind jetzt fast aufgebraucht.
 
 
Der Boden ist wieder abgenäht, sodaß ich auch mal größere Hefter hineinbekomme. Dieser rote Beutel gefällt mir fast ein bißchen besser als der blaue, den ich heute verschenkt habe. Als ich meine Kollegin fragte, ob sie vielleicht lieber einen roten gehabt hätte, sagte sie, daß sie blau bevorzugen würde. Glück gehabt.
Viel Blau haben wir auch am Sonnabend gesehen. Da habe ich nämlich meinen Mann zu einer Briefmarkenausstellung begleitet. In Gotha fand eine Philatelistentagung statt. Und im Rahmen derer gab es mehrere Ausstellungen, unter anderem eine der Königlichen (Britischen) Sammlungen.
 
 
 Auf dem Ausstellungsposter ist die Blaue Mauritius zu sehen. In der Ausstellung selber kommt sie ziemlich unscheinbar daher. Hinter Glas ausgestellt, ist sie auch ziemlich schwer ohne Blitz zu fotografieren. Interessant waren auch die einzelnen Sammelgebiete, die wie bei unseren Patchworkwettbewerben bewertet werden. Hier ein Brief, der mit dem Luftschiff "Hindenburg" befördert wurde.
 
 
Auch dieser Brief ist interessant durch die vielen Stempel, die er auf den vielen Durchgangsstationen erhalten hat, sodaß von der eigentlichen Aufschrift fast nichts mehr zu sehen ist.
 
 
Für meinen Mann und mich war er auch deshalb interessant, weil er in der Nähe der Stadt Rostow, wo wir beide studiert haben, abgeschickt wurde. Ich glaube, hier habe ich schon mal davon erzählt. Auch dieser Brief wurde von einem Luftschiff transportiert und zwar dem "Graf Zeppelin".
Das Tochterkind wollte nicht mit: es wäre doch total langweilig, Briefmarken anzusehen. Das stimmt so nicht ganz, denn die Informationen zu den einzelnen Sammelgebieten waren schon ziemlich interessant. Aber letztendlich ist es nur bedrucktes buntes Papier, wenn auch teures buntes Papier :-).
Das soll es jetzt gewesen sein. Ich glaube, das war das erste Mal, daß ich zwei Post an einem Tag geschrieben habe. Habt eine schöne Woche.
 
Petruschka

Eine weitere Sunbonnet Sue

... ist fertig geworden. Seit Februar versuche ich mich bei diesem Motiv in verschiedenen Techniken. Die August/September Sunbonnet habe ich in Kreuzstich gearbeitet.

 
Ich finde die Kleine ja wieder hinreißend, wie sie mit ihrem wehenden Kleidchen und der Schüssel Äpfel daherkommt. Gestickt habe ich das Motiv auf Aida-Stoff mit dreifädigem Garn aus meinen Altbeständen. Die Kästchen sind relativ groß - meine Augen schaffen die kleineren nicht mehr. Von Kreuzstich auf Leinen will ich erst gar nicht reden. Da würde ich ja ewig brauchen.
Außerdem ist am Wochenende ein weiterer Beutel aus dem Inhalt der Projekttasche dieses Posts fertig geworden, aber das heute Morgen gemachte Foto ist zu nichts zu gebrauchen (war wohl doch noch zu dunkel). Und da ich jetzt in der Schule bin, wo ich eine Freistunde überbrücke, kann ich erst nach Feierabend neue Fotos schießen.
 
Wir lesen uns dann.
 
Petruschka

02 September 2015

Heute gibt es

 ... nicht nur blaue Reste zu sehen, sondern einen bunten Mix an Gewerkeltem und Geschenktem. Zuerst will ich noch das Rätsel um das Geburtstaggeschenk für Klaudia lösen. Es ist eine Projekttasche geworden.
 
 
 
Passend dazu hatte ich noch eine blaue Reste-AMC und eines der blauen Twinchies hinzugefügt.


Und da Klaudia gesundheitlich etwas angeschlagen ist, gab es für auch etwas für den Körper und die Seele dazu.


Nun wollte ich mir auch eine arbeiten, natürlich aus blauen Resten.


Gefüllt ist sie mittlerweile auch schon, mit Resten natürlich. Allerdings mit roten Stoffresten, auch aus dem Tula Pink Projekt, die ich für eine Sonderverlosung gekauft hatte. Dabei sind auch Tula Punk Stoffe.
 
 
Mal sehen, was ich daraus mache. Einen Teil des Bindings des Tula Pink Quiltes habe ich sowohl bei meiner als auch bei Klaudias Mappe verbraucht.
Eine weitere Wasser AMC und ein blaues Twinchy habe ich an Anke verschickt. Für sie als begeisterte  Wassersportlerin/Seglerin schien sie mir die richtige Adressatin zu sein.
 

Getauscht habe ich eine AMC mit Steffi. Sie hatte zwei AMC mit einem gestempelten Motiv gearbeitet, von denen sie eine zum Tausch anbot.
 
 

Meine für den Tausch gewerkelte AMC hatte ich schon vergangene Woche gezeigt, allerdings war sie da noch nicht fertig. Mittlerweile hat Steffi sie schon in den Händen gehalten.


Eine weitere AMC habe ich von Astrid bekommen. Sie hatte nach unserer Meinung gefragt und ich war die glückliche Gewinnerin.
 

Das Glück war mir auch weiterhin hold, denn bei Martina habe ich auch gewonnen. Im Vorfeld ihres Geburtstages hatte sie fünf Verlosungen vorbereitet. Und ich habe auch etwas gewonnen.


Das Buch ist zwar in Englisch geschrieben und mein Englisch ist eher rudimentär. Aber die Bilder und Anleitungen versteht man ja auch ohne großartige Englischkenntnisse. Danke, Martina, für die Verlosung und Danke auch der Glücksfee, daß mein Name gezogen wurde.
Glück hatte ich auch bei der diesjährigen Zwetschgenernte. Der Baum hatte ja sehr gut angesetzt und so konnte ich auch viele Zwetschgen ernten. Diese wurden zu leckerem Kuchen und Mus verarbeitet.


Mit einem schnell hergestellten Quark-Öl-Teig und den leckeren Butterstreuseln war es ein prima Sonntagskaffeekuchen. Tja, nun ist der Kuchen schon verspeist. Doch das Mus wird uns noch im Winter an die schöne Sommerzeit erinnern.
So nun wird es Zeit, den Post zu beenden. Heute Abend ist wieder mein Kegelabend und der beginnt bald. Ich hoffe, Ihr habt auch eine so spaßigen Abend wie ich ihn haben werde.
 
Petruschka

31 August 2015

Magnolien

... sind sommergrüne oder immergrüne Sträucher oder Bäume. Valomea ließ mir diese Information nach dem Posten meiner Magnolienblüte Ende Juli zukommen. Und da habe ich selbst auch einmal nachgeschaut. Was ich da herausgefunden habe? Dazu lest Ihr später mehr.
Für meinen Beitrag zur Hasenbach-Challenge, die Cattinka Monat für Monat organisiert, habe ich "schnell" mal einen Block mit zwei Blüten zusammengezimmert, als klar wurde, daß ich das Gartenblöcke-Top nicht zum Quilt würde machen können.
 
 
Tja, das "schnell" sieht man auch, die Stengel passen nicht richtig zusammen. Die Blüten selbst gefallen mir wieder sehr gut, ich mag die zarten rosafarbenen Töne. Auf der Rückseite sind manche Nahtkreuzungen ganz schön dick.
Magnolien werden ja vor allem aufgrund ihrer großen, auffälligen Blüten als Ziergehölze sehr geschätzt. Es gibt etwa 230 Arten, die aus Ostasien und Amerika stammen. Die Gattung wurde übrigens nach dem französischen Botaniker Pierre Magnol benannt.
So als Zwischenergebnis habe ich meine bisherigen Blüten zusammen fotografiert.
 
 
Habt Ihr schon gewußt, daß die Magnolie ein Nationalsymbol Nordkoreas ist? Und daß der amerikanische Bundesstaat  Mississippi als „Magnolienstaat“ bezeichnet wird ?
Der nächste Block soll einer mit applizierten Magnolien sein. Aber das gefällt mir nicht so gut. Mal sehen, wie sich meine Änderungsidee umsetzen läßt.
Jetzt suche ich mir erst einmal einen kühleren Platz. Hier in meinem Arbeitszimmer sind es gefühlte 50°. Nachher, wenn es etwas gemäßígter wird, schaue ich bei Euch rein und schaue mir an, was Ihr am Wochenende so fabriziert habt.
 
Petruschka

27 August 2015

Am 4.Mittwoch

... im Monat ist Zeigetag der Teilnehmer am Projekt Patchwork und Strickerei. Ich habe mich um einen Tag verspätet - es sei mir verziehen.
Ein weiteres Blöckchen meiner Lieblingsdinge ist beendet. Appliziert waren die Muffins schon seit dem Urlaub, nun bekamen sie auch den passenden Schriftzug.
 

Beim Applizieren gerieten die köstlichen Kuchen (les pâtisseries délicieuses)  ein wenig in Schieflage ;-). In der Vorlage gehören noch kleine Kirschen auf die Füllung. Doch diese will ich am Ende durch passendes Kleinwerk ersetzen. An dieser Stelle noch ein wenig Besserwisserei: delikat  ist ein falscher Freund. Denn delikat/lecker im Deutschen heißt im Französischen eben délicieux, während délicat mit zart, fein, empfindlich übersetzt wird.
Gestern Nachmittag beendet habe ich eine Stickerei, die bald als AMC verarbeitet ein neues Zuhause finden wird.
 

Hier habe ich Dupionseidenreste von diesem Projekt verarbeitet. Es hat mir wieder Spaß gemacht, die vielen kleinen Blüten zu sticken.
So, der nächste Block ist zum Applizieren vorbereitet. Dann wird eine Motivreihe komplett sein. Mal sehen, was die anderen so fabriziert haben. Hier solltet Ihr die anderen Beiträge finden.
Danke für die lobenden Kommentare zu meiner blauen Tasche. Ich habe mich über die lieben Worte sehr gefreut.
 
Petruschka

23 August 2015

Blaue Reste

.. habe ich immer noch genug. Beim diesmaligen Freitag-Nacht-Nähen konnte ich wieder einmal blaue Reste des Tula Pink Projektes verarbeiten. Allerdings waren diese nicht mehr so klein wie bei den AMC und der letzten Werkelei.  Nicht, daß diese schon alle wären, aber bis zu (m)einem (geplanten) Ergebnis hätte es zu lange gedauert.
Als meine Entscheidung damals gefallen war, das Meeresthema weiterzuverfolgen, hatte ich auch einige 15 cm Quadrate bestellt, die ich jetzt zu verarbeiten gedachte. Zusammen mit den anderen Resten nähte ich zwei gleich größere Werkstücke.
 
 
Der Himmelsstoff oben links ist nun aufgebraucht. Auch der wunderbare Pflasterstoff ist bis auf ein kleines Stück verarbeitet. Mist, das zweite Teilstück habe ich vergessen zu fotografieren. So gibt es nun gleich beide zu sehen.


Im Schrank mit den Futterstoffen fand ich noch einen weißen Stoff mit dunkelblauen Punkten. Der sollte dann das Futter für den neuen Einkaufsbeutel werden. Denn dazu wollte ich die bisherigen 37,5 cm x 37,5 cm Teile verarbeiten. Oben und unten kamen noch jeweils 6,5 cm breite Streifen dran - so ergab es eine angenehme Länge. Der Boden wurde breit abgenäht, sodaß auch ein größerer Hefter oder auch ein größerer Einkauf hineinpaßt.


 
Anfang September hat eine weitere Kollegin, mit der den Vorbereitungsraum teile, Geburtstag und dieser Beutel ist das passende Geschenk. Sie hat nämlich die Vorbereitungen für die Endfertigung meines Meeresrauschens wohlwollend kommentiert.
Und so blau wie meine Blöcke ist heute der Himmel - ein schöner Tag kündigt sich an. Genießt den Sonntag.

Petruschka

20 August 2015

G wie

... Ghana,  Gabun, Georgien, Gambia. Nach einem Monat Pause, was meinem Urlaub und Klaudias Krankheit geschuldet war, geht es weiter mit den Länder-AMC. Großbritannien wäre auch ein gute Wahl oder Guatemala. Recherchen dazu hatte ich schon angestellt und sogar schon Stickvorlagen zum Alphabet der Azteken, das ja eher ein Zeichenalphabet war, angestellt. Doch ich habe mich dann für Griechenland entschieden. Nicht wegen der Schulden, nein. (Obwohl das dem Tochterkind als erstes zu Griechenland einfiel.)
Griechenland als  Wiege Europas und als eine der ältesten Demokratien, diese Superlative haben trotz der aktuellen Probleme Bestand. Für mich sind die alten Tempel ein Merkmal für Griechenland. Und so habe ich einen in Stoff verewigt.
 

Die Säulen des Tempels sollten eine dorische Form bekommen. Außer denen gibt es noch korinthische bzw. ionische Säulen . Ελλάς, die griechische Bezeichnung für das Land, habe ich auf die AMC übernommen. Das griechische Alphabet ist ja auch etwas Besonderes. Überlegt hatte ich auch, die Olympischen Ringe darzustellen. Denn die ersten Olympischen Spiele sowohl der Antike als auch der Neuzeit fanden in Griechenland statt.  Der Ort Olympia gab den Olympischen Spielen ihren Namen. Eine Olympiade ist übrigens der vierjährige Zeitraum zwischen den Spielen.
Klaudia hat sich für ein Land entschieden, das weit weg von dem meinem liegt und wo es auch viel kälter ist als in Griechenland und mit Sicherheit auch nicht so von Touristen überfüllt.
 

Sie hat als Motive links die Flagge und rechts die typischen "Wohnhäuser" der eisigen Gegenden gewählt. Trotz ihrer scheinbaren Schlichtheit ist die AMC wieder sehr wirkungsvoll. Danke für den tollen Tausch.
Morgen ist wieder der dritte Freitag im Monat. Gemeinsam mit anderen nähe ich in die Nacht hinein. Bei den ersten Aktionen war ich ja skeptisch, aber mittlerweile ist Freitagabend ein fester Termin zum Nähen. So nach einer Arbeitswoche ist das entspannend. Doch morgens geht es erst einmal nach Erfurt - Tochterkind und Freundin suchen noch nach Klamotten und ich nach Lesefutter und Stoffen ;-).
 
Petruschka

18 August 2015

Blau

... steht momentan ganz hoch im Kurs bei mir. Die blauen Reste vom vorletzten Post sind zu einem, tja das wird immer noch nicht verraten, geworden. Zusammengenäht sehen die Blöcke jedenfalls so aus.
 

Noch sind nicht alle Blöcke verarbeitet, denn ich mußte immer wieder neue nähen - ich konnte nicht aufhören, kleine Bildgeschichten zu kreieren. Aber der nächste Freitag kommt bestimmt.
Beim Umräumen ist mir die Kiste mit den Resten von diesem Projekt, hier oder hier zu sehen,  in die Hände gefallen. Und da es mir ein schnelles Projekt schien, habe ich losgelegt. Ausgangspunkt war ein Stoffstück von einem verunglückten Experiment mit Entfärber.
 

Die Fische auf dem Untergrund passen zum Endergebnis. Doch von vorn. Auf diese Unterlage kamen Fasern, eingefärbter Mull, Reste von Seide, schon vernetzte Stoffschnipsel, Angelinafasern, blaues Papier und ein weißes Fasergebilde.


Das alles wurde mit freien Stichen überquiltet. Im Einzelnen sah das dann im Detail so aus.
 



Von Anfang an wollte ich das ca.18 cm x 12 cm große Arbeitsstück zu Twinchies werden lassen. Also schnitt ich das Ganze in 6 gleich große Teile, nahm ein Aboquadrat mit Fischmotiven und bügelte einige auf die Twinchy-Rohlinge. Nach dem Zuschneiden und Umnähen ergab sich dann folgendes Bild.
 
 Noch einmal das Ausgangsstück.
 
 
Und nun die einzelnen Twinchies in Großaufnahme.
 




 


Einige  Twinchies werden schon bald auf Reisen gehen. Andere bleiben noch hier und werden so nach und nach das Haus verlassen. Die Spielerei mit den Resten hat mir großen Spaß gemacht.
 
 Blau machen würde ich morgen auch gern - wir haben den Auffrischungskurs in Erster Hilfe. Aber was muß, das muß. Also baut vor und baut keine Unfälle.
 
Petruschka